
Beim siebten Gebot geht es nicht nur darum, Skandale zu vermeiden.
Es geht darum, den Bund zu schützen.
Als Gott zu Israel sagte:
„Du sollst nicht ehebrechen“,
lehrte er sie, dass Liebe
nicht leichtfertig behandelt werden darf.
Die Ehe war nie dazu gedacht,
wegwerfbar oder egoistisch zu sein
oder nur auf Gefühlen zu beruhen.
Sie sollte Treue,
Vertrauen, Loyalität und die Liebe des Bundes widerspiegeln.
Israel musste das verstehen,
denn es war ein Bundesvolk.
Gott hatte sich durch ein Versprechen an sie gebunden.
Er rettete sie, versorgte sie
und nannte sie sein Eigentum.
Ihre Beziehungen untereinander
sollten die Treue
des Gottes widerspiegeln, der einen Bund mit ihnen geschlossen hatte.
Ehebruch war also nicht nur eine private Sünde.
Er ist ein Vertrauensbruch.
Er verletzt den Ehepartner.
Er schadet der Familie.
Er entehrt den Bund.
Er behandelt eine heilige Verpflichtung
als etwas, das man
gegen vorübergehendes Verlangen eintauschen kann.
Aber Jesus vertieft dieses Gebot noch weiter.
In Matthäus 5 sagte er, dass Ehebruch
nicht nur mit dem Körper begangen wird.
Er kann im Herzen beginnen, durch
lüsternes Schauen und heimliches Verlangen.
Das ist unbequem, denn es bedeutet,
dass es bei Reinheit nicht nur darum geht, was andere sehen.
Es geht darum, was wir hegen
, wenn niemand zusieht.
Die Augen spielen eine Rolle.
Die Vorstellungskraft spielt eine Rolle.
Das verborgene Leben spielt eine Rolle.
Das Herz spielt eine Rolle.
Wir leben in einer Welt, die Menschen dazu erzieht,
andere zu konsumieren, anstatt sie zu lieben.
Schönheit wird zum Objekt.
Begierde wird zur Unterhaltung.
Verpflichtung wird zur Option.
Treue wird selten.
Aber Gottes Weg ist anders.
Gott ruft sein Volk dazu auf, das Ebenbild
Gottes in anderen zu ehren, statt sie für egoistische Begierden zu nutzen.
Er ruft Ehemänner und Ehefrauen zur Treue auf.
Er ruft Singles zur Reinheit auf.
Er ruft verwundete Herzen zur Heilung auf.
Er ruft uns alle dazu auf, in Heiligkeit zu lieben.
Und die gute Nachricht ist:
Jesus deckt Unreinheit nicht nur auf,
um uns zu beschämen.
Er deckt sie auf, um uns zu heilen.
Er ist treu, wo wir untreu waren.
Er ist rein, wo unsere Herzen gespalten waren.
Er vergibt, stellt wieder her, reinigt
und lehrt uns, wieder richtig zu lieben.
Am Kreuz sehen wir die Liebe des Bundes in ihrer höchsten Form.
Christus gab sich selbst für seine Braut, die Gemeinde,
nicht aus Selbstsucht, nicht aus Begierde,
nicht aus Verrat, sondern aus aufopfernder Treue.
Das ist die Art von Liebe, auf die dieses
Gebot hinweist.
Nicht bloßes Einhalten von Regeln.
Treue Liebe.
Heiliges Verlangen.
Treue im Bund.
Ein Herz, das sich weigert, Menschen
wie Objekte zu behandeln, und lernt, so zu lieben, wie Christus liebt.
Frag dich also heute ehrlich:
Bewahre ich mein Herz?
Halte ich meine Verpflichtungen ein?
Behandle ich andere als Ebenbilder Gottes, nicht als Objekte?
Erlaube ich Christus, die
Stellen zu reinigen, die niemand sonst sieht?
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