• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • Juni 24thSolange noch Atem in deinen Lungen ist, ist Gott mit dir noch nicht fertig

      Egal, wie alt du bist – Jesus hat immer noch einen Plan für dein Leben. Es spielt keine Rolle, ob du 18, 40, 60 oder 90 bist. Solange du noch atmest, ist Gott mit dir noch nicht fertig. Der Feind würde dich nur zu gerne glauben lassen, dass deine besten Jahre hinter dir liegen, dass du deine Chance verpasst hast oder dass es zu spät ist, damit Gott dich gebrauchen kann. Doch durch das vollendete Werk Jesu Christi waren dein Wert, deine Berufung und deine Bestimmung nie an dein Alter gebunden. Sie waren an Ihn gebunden.

      Vielleicht blickst du auf dein Leben zurück und siehst verpasste Chancen, Misserfolge, Bedauern oder Träume, die sich nie erfüllt haben. Jesus sieht etwas anderes. Er sieht ein geliebtes Kind, das durch Sein Blut erlöst wurde. Er sieht jemanden, durch den Er immer noch wirkt. Er sieht jemanden, dessen Geschichte noch nicht zu Ende ist. Solange du hier bist, hat Gott noch immer einen Sinn für dein Leben.

      Die Welt misst Menschen oft daran, was sie erreicht haben. Jesus misst dich daran, was Er für dich erreicht hat. Deine Nützlichkeit für Gott wird nicht durch dein Alter, deine Energie, deine Fehler in der Vergangenheit oder die Meinung anderer über dich bestimmt. Sie wird durch Seine Gnade und Seinen Plan bestimmt, der sich durch dein Leben wirkt.

      Der Feind will, dass du dich aus dem Glauben an Gott zurückziehst, bevor Gott deine Geschichte zu Ende geschrieben hat. Er will, dass du dich mit Entmutigung abfindest und dich selbst davon überzeugst, dass nichts Bedeutendes mehr vor dir liegt. Aber dein Vater ist der Gott der Neuanfänge. Er ist ein Meister darin, das, was gewöhnlich, vergessen oder übersehen wirkt, zu nehmen und es zu Seiner Ehre zu nutzen.

      In Jesaja 46,4 heißt es: „Auch in deinem Alter bin ich derselbe, und bis ins graue Haar werde ich dich tragen.“ Was für eine Verheißung. Gott lässt seine Kinder nicht im Stich, wenn sie älter werden. Er trägt sie. Er stärkt sie. Er wirkt weiterhin durch sie. Derselbe Gott, der in deinen jüngeren Jahren mit dir gewandelt ist, bleibt dir in jeder Lebensphase treu.

      Das griechische Wort „klesis“ bedeutet Berufung oder göttliche Einladung. Deine Berufung ist nicht mit dem Alter abgelaufen. Gottes Einladung für dein Leben bleibt bestehen. Sie mag anders aussehen als vor zwanzig Jahren. Sie mag sich auf neue Weise entfalten. Aber dein Vater hat immer noch Aufgaben, Möglichkeiten, Beziehungen und Menschen, die er durch dich beeinflussen möchte.

      Einige der einflussreichsten Menschen in der Bibel wurden von Gott erst im späteren Leben eingesetzt. Nicht, weil sie aus sich selbst heraus stark waren, sondern weil Gottes Kraft für sie ausreichte. Es ging nie um ihre Fähigkeiten. Es ging immer um Gottes Treue.

      Vielleicht besteht deine Berufung heute darin, andere zu ermutigen. Vielleicht darin, jüngere Gläubige zu begleiten. Vielleicht darin, treu zu beten. Vielleicht darin, still zu dienen. Vielleicht darin, die Weisheit weiterzugeben, die Gott dir im Laufe der Jahre vermittelt hat. Unterschätze niemals, was Gott durch ein Leben bewirken kann, das sich ihm hingegeben hat.

      Das vollendete Werk Jesu bedeutet, dass deine Zukunft nicht durch das bestimmt wird, was hinter dir liegt. Das Kreuz hat deine Vergangenheit geklärt, deine Zukunft gesichert und deine Identität gefestigt. Du musst deine verbleibenden Jahre nicht damit verbringen, zurückzublicken. Du kannst vorwärtsgehen, in dem Wissen, dass Christus dich immer noch führt.

      Es gibt Menschen, die du erreichen kannst, die niemand sonst erreichen kann. Es gibt Gespräche, die du führen sollst. Es gibt Gebete, die du sprechen sollst. Es gibt Leben, die du berühren sollst. Gott verschwendet nichts. Selbst die schwierigen Kapitel deines Lebens können zu Werkzeugen werden, die Er nutzt, um jemand anderen zu ermutigen.

      Wenn du dich vergessen oder übersehen gefühlt hast oder davon überzeugt bist, dass deine Zeit vorbei ist, dann glaube dieser Lüge nicht. Jesus hat dich nicht vergessen. Der Himmel hat dich nicht übersehen. Deine Bestimmung ist nicht abgelaufen. Gottes Gnade ist nicht durch das Alter begrenzt, und seine Pläne werden nicht durch den Lauf der Zeit zunichte gemacht.

      Also richte deinen Blick heute auf Jesus. Solange noch Atem in deinen Lungen ist, ist Gott mit dir noch nicht fertig. Durch das vollendete Werk Christi gibt es immer noch eine Bestimmung, immer noch eine Chance, immer noch Gnade und immer noch eine Zukunft. Deine Geschichte ist noch nicht zu Ende. Deine Berufung ist noch nicht zu Ende. Deine Nützlichkeit ist noch nicht zu Ende. Jesus schreibt deine Geschichte noch immer, und das nächste Kapitel könnte schöner sein, als du es dir jemals vorgestellt hast.


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    • Juni 17thWenn du in Christus verwurzelt bist, wirst du immer Demut ausstrahlen

      🌿 WENN DU IN CHRISTUS VERWURZELT BIST, WIRST DU IMMER DEMUT AUSSTRAHLEN 🌿

      „Und da er in seiner Erscheinung wie ein Mensch war, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod – ja, bis zum Tod am Kreuz.“ – Philipper 2,8

      🌱Frage zum Nachdenken:
      Wenn Menschen dein Leben genau beobachten, sehen sie dann eher deine Erfolge, deine Titel und deine Fähigkeiten – oder sehen sie den Charakter Christi, der durch dich hindurchstrahlt?

      🌿 Das Geheimnis, in Christus verwurzelt zu sein

      Ein Baum hat keine Mühe, Früchte zu tragen, wenn seine Wurzeln gesund sind. Genauso ist Demut nichts, was ein Gläubiger künstlich hervorbringen muss; sie ist der natürliche Beweis für ein Leben, das tief in Christus verwurzelt ist.

      Viele Menschen streben nach geistlichen Gaben, Einfluss, Erfolg und Anerkennung, doch der Himmel misst Größe anders. Je tiefer deine Wurzeln in Christus reichen, desto tiefer beugt sich dein Herz vor Gott. Wahre Spiritualität zeigt sich nicht darin, wie laut man spricht, sondern darin, wie vollständig man sich hingibt.

      Demut ist keine Schwäche. Demut ist Stärke unter göttlicher Führung. Sie bedeutet, zu wissen, wer Gott ist, und zu verstehen, dass wir ohne ihn nichts tun können.

      📖Johannes 15,5
      „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“

      🌾 Demut ist das Wesen Christi

      Jesus besaß alle Macht, alle Autorität und alle Herrlichkeit, doch Er wählte den Weg der Demut.

      Der König wusch Seinen Jüngern die Füße.
      Der Schöpfer diente seiner Schöpfung.
      Der Herr der Herrlichkeit trug ein Kreuz.

      Je mehr Christus in dir Gestalt annimmt, desto mehr verliert der Stolz seinen Einfluss auf dein Herz.

      📖 Philipper 2,5–7
      „Seid so gesinnt, wie es auch in Christus Jesus war … Er entäußerte sich selbst und nahm die Gestalt eines Knechtes an.“

      Viele wollen die Kraft Christi, ohne den Charakter Christi zu haben. Doch Gottes größte Gefäße sind jene, deren Herzen demütig und lernbereit bleiben.

      🌿 Demut sagt nicht: „Ich bin wertlos.“
      🌿 Demut sagt: „Alles, was ich bin, kommt von Gott.“

      🌊 Stolz trennt, Demut verbindet

      Stolz sucht immer nach Anerkennung.
      Demut sucht Gehorsam.

      Stolz will gesehen werden.
      Demut will, dass Christus offenbart wird.

      Stolz konkurriert.
      Demut dient.

      Wann immer Stolz in ein Herz Einzug hält, wird geistliches Wachstum schwierig, denn Stolz widersetzt sich der Zurechtweisung und weigert sich, sich auf Gott zu verlassen. Aber Demut öffnet die Tür für größere Gnade.

      📖 Jakobus 4,6
      „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber schenkt er Gnade.“

      Beachte, dass die Schrift nicht nur sagt, dass Gott Stolz ignoriert – er widersetzt sich ihm aktiv. Demgegenüber zieht Demut göttliche Hilfe an.

      🔥 Je tiefer die Wurzel, desto größer die Frucht

      Ein in Christus verwurzelter Gläubiger lässt sich in Stürmen kaum erschüttern, denn seine Identität ist in Gott verankert, nicht in menschlicher Anerkennung.

      Wenn Kritik kommt, bleibt er standhaft.
      Wenn eine Beförderung kommt, bleibt er demütig.
      Wenn die Segnungen zunehmen, wächst auch die Dankbarkeit.

      Das ist das Geheimnis dauerhafter geistlicher Reife.

      📖 Kolosser 2,6–7
      „Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so lebt auch in ihm, verwurzelt und auf ihn aufgebaut und fest im Glauben.“

      Der Beweis für tiefe Wurzeln ist nicht bloß die Kenntnis der Schrift, sondern die Verwandlung des Charakters.

      🕊️ Ein Aufruf zur Selbstprüfung

      Frag dich selbst:

      ❓ Werde ich lernbereiter?
      ❓ Gebe ich Gott die Ehre für jede Errungenschaft?
      ❓ Kann ich dienen, ohne Anerkennung zu brauchen?
      ❓ Wächst Christus, während mein Ego schwindet?

      Je näher du mit Jesus wandelst, desto mehr wird Demut zu deinem Duft. Die Reben prahlen nie mit der Frucht, denn sie wissen, dass sie vom Weinstock kommt.

      🙏 Gebet

      Himmlischer Vater, verwurzele mein Leben tief in Christus. Entferne jede Spur von Stolz, Selbstüberhebung und Abhängigkeit von menschlicher Anerkennung. Lass den Charakter Jesu in mir Gestalt annehmen. Lehre mich, in Demut zu wandeln, mit reinem Herzen zu dienen und dich in allen Dingen zu verherrlichen. Lass mein Leben jeden Tag mehr und mehr Christus widerspiegeln. Im mächtigen Namen Jesu, Amen.

      🔥 ERKLÄRUNG:
      Ich bin tief in Christus verwurzelt. Stolz hat keine Macht über mich. Der Charakter Jesu wird täglich in mir geformt. Ich wandle in Demut, Gehorsam und Gnade. Mein Leben spiegelt die Schönheit Christi wider, und alle Ehre gebührt allein Gott! Amen

      !


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    • Juni 17thBemerkenswerte Väter der Bibel: Abraham

      Bei der Vaterschaft geht es nicht nur darum, das festzuhalten, was Gott einem schenkt; es geht darum, zu lernen, es Ihm wieder zurückzugeben.

      Abrahams Geschichte beginnt mit einem Ruf. Gott sagte ihm, er solle das Vertraute hinter sich lassen und auf eine Verheißung zugehen, die er noch nicht sehen konnte. Er verließ Haran, wanderte als Fremder durch das Land, das Gott ihm versprochen hatte, errichtete Altäre, wartete auf den Sohn, von dem Gott gesprochen hatte, und trug die Last eines Bundes, der die Generationen nach ihm prägen würde. Seine Vaterschaft war niemals vom Glauben getrennt. Abraham zu sein bedeutete, ein Mann zu sein, der Schritt für Schritt lernte, dass seine Familie, seine Zukunft und sein Vermächtnis dem Herrn gehörten.

      Doch Abrahams Weg war weder einfach noch schmerzfrei. Er wartete lange. Er hatte Momente der Schwäche. Seine Familiengeschichte war geprägt von Kämpfen, Spannungen und Konsequenzen. Er war der Vater von Ismael und Isaak, und Gottes Verheißung entfaltete sich durch echte Menschen, echtes Warten und echte menschliche Schwäche. Die Heilige Schrift zeigt uns keinen makellosen Vater, sondern einen Mann, der berufen, geprüft, zurechtgewiesen und von der Treue Gottes getragen wurde.

      Die große Lektion, die Abraham Vätern vermittelt, ist das Vertrauen in die Hingabe. Er vertraute Gott genug, um seine Heimat zu verlassen. Er vertraute Gott während der Jahre des Wartens. Er empfing Isaak als Geschenk, und auf dem Berg Moriah lernte er, dass selbst das verheißene Kind in erster Linie Gott gehörte. Diese Art von Glauben ist keine emotionale Distanz. Es ist keine Kälte. Es ist Liebe, die unter die Herrschaft Gottes gestellt ist. Abraham lehrt uns, dass ein treuer Vater seine Familie nicht fest im Griff hält, als hinge alles von seiner Kontrolle ab. Er öffnet seine Hände vor dem Gott, der den Bund hält.

      Viele Väter kennen heute diese heilige Spannung. Sie wollen ihre Familien beschützen, für sie sorgen, sie leiten und sie vor Schmerz bewahren. Sie tragen Träume für ihre Kinder, Gebete für ihr Zuhause und Ängste, die sie selten laut aussprechen. Doch Vaterschaft wird zur Last, wenn ein Mann glaubt, er müsse jedes Ergebnis kontrollieren. Abraham erinnert Väter daran, dass Führung nicht dasselbe ist wie Kontrolle. Ein gottesfürchtiger Vater führt im Glauben, errichtet Altäre der Anbetung, tritt für andere ein, gehorcht Gottes Stimme, tut Buße, wenn es nötig ist, und vertraut die Zukunft dem Herrn an.

      Im Neuen Testament wird Abraham als Vorbild des Glaubens in Erinnerung behalten. Doch selbst Abraham verweist über sich selbst hinaus. Seine Geschichte bereitet unsere Herzen auf das größere Geschenk des Vaters und den größeren Gehorsam des Sohnes vor. Abraham musste Isaak am Ende nicht opfern, aber Gott gab Seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, für das Leben der Welt. Christus ist der wahre verheißene Same, der vollkommene Retter und der treue Erlöser, in dem jede Verheißung Gottes ihr „Ja“ findet.

      Möge an diesem Vatertag jeder Vater und jeder geistliche Vater den Mut Abrahams lernen: tief zu lieben, treu zu führen, sich demütig hinzugeben und auf den Gott zu vertrauen, der Sein Versprechen niemals bricht.


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    • Juni 17thGott erhebt dich nicht nur, um dir Trost zu spenden, sondern um dich zu stärken

      🔥 Gott erhebt dich nicht nur zu deinem eigenen Wohl, sondern damit du etwas bewirken kannst 🔥

      📖 Schlüsselvers:
      „Wem viel gegeben wurde, von dem wird auch viel verlangt werden.“* — Lukas 12,48

      🌿 Anregende Frage:

      ❓ Wenn Gott dir heute plötzlich mehr Einfluss, mehr Ressourcen, mehr Gunst und eine höhere Position geben würde, wäre das dann zu deinem Komfort oder zu Seinem Zweck?

      Viele Gläubige beten um Aufstieg, Beförderung, Zuwachs und offene Türen. Doch nur wenige verstehen den wahren Zweck hinter Gottes Beförderung.

      Gott erhebt einen Menschen niemals nur, damit er ein angenehmeres Leben genießen kann. Himmlische Beförderungen sind Aufträge. Jede Erhebung bringt eine Verantwortung für das Reich Gottes mit sich.

      Als Josef in Ägypten erhoben wurde, geschah das nicht einfach nur, damit er in einem Palast leben konnte. Gott erhob ihn, um Völker während der Hungersnot zu bewahren.

      Als Esther Königin wurde, geschah das nicht allein um des Luxus willen. Sie wurde erhoben, um eine Generation vor der Vernichtung zu retten.

      Als David König wurde, geschah das nicht um des persönlichen Ruhmes willen. Er wurde erhöht, um Gottes Absichten in Israel zu verwirklichen.

      ✨ Gottes Erhöhung ist niemals zufällig. Sie ist missionarisch.

      Viele Menschen sehnen sich nach der Krone, aber nicht nach der Last, die damit einhergeht. Doch jede Beförderung durch Gott bringt drei Dinge mit sich:

      👑 1. Erhöhung bringt Autorität mit sich

      Gott gibt Autorität, damit sein Wille auf Erden verwirklicht werden kann.

      📖 Römer 13,1
      „Es gibt keine Autorität außer der, die Gott eingesetzt hat.“

      Autorität wird nicht aus Stolz gegeben. Sie wird zum Dienst gegeben.

      Je größer die Autorität, desto größer die Chance, Gottes Herz zu vertreten.

      📖 2. Erhebung bringt Verantwortung mit sich

      Jeder Segen bringt einen Auftrag mit sich.

      Gott segnete Abraham, damit er selbst zum Segen werden konnte.

      📖 1. Mose 12,2
      „Ich werde dich segnen … und du sollst ein Segen sein.“

      Die Frage lautet nicht nur: „Wie hoch kann Gott mich bringen?“

      Die tiefere Frage ist:

      ❓ „Was kann Gott mir anvertrauen, wenn ich dort ankomme?“

      Beförderung im Reich Gottes basiert auf verantwortungsvollem Wirtschaften.

      ⚖️ 3. Aufstieg bringt Rechenschaftspflicht mit sich

      Viele sehnen sich nach Einfluss, vergessen aber, dass der Himmel Buch führt.

      📖 2. Korinther 5,10
      „Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi erscheinen.“

      Eines Tages werden alle Gaben, Plattformen, Chancen und Positionen von Gott geprüft werden.

      Es wird nicht darum gehen, wie berühmt wir geworden sind.
      Es wird darum gehen, wie treu wir waren.

      🌿 Gott misst Wirkung mehr als Popularität.

      🔥 Die Gefahr, Bequemlichkeit über Sinn zu stellen

      Ein bequemer Gläubiger kann zu einem selbstgefälligen Gläubigen werden.

      Gott befördert Menschen oft in unbequeme Aufgaben, denn Wirkung findet sich meist außerhalb der Komfortzone.

      Mose wurde befördert, um dem Pharao entgegenzutreten.
      Nehemia wurde befördert, um zerbrochene Mauern wieder aufzubauen.
      Petrus wurde befördert, um die frühe Kirche zu stärken.
      Keine dieser Aufgaben war einfach, aber alle haben die Geschichte verändert.

      📖 Epheser 2,10
      „Denn wir sind Gottes Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken.“

      ✨ Anzeichen dafür, dass du den Sinn der Beförderung verstehst

      ✅ Du bleibst demütig, wenn du befördert wirst.
      ✅ Du nutzt deinen Einfluss, um anderen zu dienen.
      ✅ Du suchst Gottes Plan mehr als persönlichen Gewinn.
      ✅ Du gehst treu mit den dir gegebenen Möglichkeiten um.
      ✅ Du konzentrierst dich auf ewige Wirkung statt auf vorübergehenden Beifall.

      🙏 Gebet

      Himmlischer Vater, danke für jede Tür, die du öffnest, und jede Gelegenheit, die du uns schenkst. Reinige unsere Motive. Hilf uns zu verstehen, dass eine Beförderung nicht nur dem eigenen Komfort dient, sondern der Wirkung im Reich Gottes. Gib uns die Weisheit, mit Autorität verantwortungsvoll umzugehen, die Kraft, Verantwortung zu tragen, und die Demut, vor dir Rechenschaft abzulegen. Lass unser Leben zu Werkzeugen der Verwandlung werden, wo immer du uns einsetzt. Im Namen Jesu, Amen.

      🌿 Abschließende Reflexion

      ❓ Wenn Gott dich morgen in eine Position mit größerem Einfluss erheben würde, wessen Leben würde sich durch deinen Gehorsam verändern?

      Denk daran:

      🔥 Gott erhebt dich nicht nur, um es dir bequem zu machen; er erhebt dich, um etwas zu bewirken.

      Deine Beförderung ist die Antwort auf das Gebet eines anderen.
      Dein Einfluss ist der Weg zur Hoffnung für jemanden.
      Deine Beförderung ist mit Gottes Plan auf der Erde verbunden.


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    • Juni 17thIm Garten Eden hat Satan Adam und Eva nicht überwältigt. Er hat sie getäuscht.

      Es gab eine Zeit, in der Königreiche erobert wurden, indem man Boten vor der Armee her schickte. Manchmal war die Schlacht bereits gewonnen, aber die Nachricht hatte noch nicht jedes Dorf erreicht. Infolgedessen lebten die Menschen weiterhin in Angst vor einem Feind, der bereits besiegt worden war. Sie versteckten sich in ihren Häusern. Sie gaben ihre Vorräte ab. Sie lebten unter Unterdrückung – nicht, weil der Feind noch Macht hatte, sondern weil sie nicht wussten, dass der Krieg vorbei war.

      Viele Christen leben genauso.

      Sie verbringen ihr Leben in Angst vor einem besiegten Feind. Jedes Problem wird zu einem Dämon. Jeder Rückschlag wird zu einem geistlichen Angriff. Jeder Kampf wird zum Beweis dafür, dass Satan am Gewinnen ist. Doch das Kreuz erzählt eine andere Geschichte. Der größte Sieg der Geschichte hat bereits stattgefunden. Jesus kam nicht, um mit dem Feind zu verhandeln. Er kam, um ihn zu besiegen.

      Eine der wichtigsten Wahrheiten, die ein Gläubiger begreifen kann, ist, dass der Feind keine Macht über ein Kind Gottes hat, die Jesus ihm nicht zugestanden hat. Am Kreuz hat Jesus dem Feind seine ultimative Waffe entrissen. In Kolosser 2,15 heißt es, dass Christus die Mächte und Gewalten entwaffnet und sie öffentlich bloßgestellt hat, indem er über sie triumphierte. Achte auf die Wortwahl. Jesus hat ihn nicht geschwächt. Er hat ihn entwaffnet.

      Für viele Gläubige erscheint der Feind viel größer, als er tatsächlich ist, weil sie mehr Zeit damit verbringen, sich mit der Finsternis zu beschäftigen, als sich mit Jesus auseinanderzusetzen. Sie kennen den Namen jedes Dämons, wissen aber nur sehr wenig über ihre Identität in Christus. Sie kennen jede Strategie der geistlichen Kriegsführung, tun sich aber schwer, ihre Gerechtigkeit zu erklären. Das Ergebnis ist ein Christentum, das auf Angst statt auf Sieg ausgerichtet ist.

      Die Hauptwaffe des Feindes war schon immer die Täuschung. Im Garten Eden hat Satan Adam und Eva nicht überwältigt. Er hat sie getäuscht. Er hat sie davon überzeugt, das in Frage zu stellen, was Gott bereits gesagt hatte. Er geht auch heute noch genauso vor. Er kann dir nicht wegnehmen, was Jesus dir gegeben hat, also versucht er, dich davon zu überzeugen, dass du es gar nicht besitzt. Er kann dir deine Gerechtigkeit nicht nehmen, also greift er dein Selbstvertrauen an. Er kann deine Sohnschaft nicht aufheben, also greift er deine Identität an.

      Denk mal einen Moment darüber nach. Wenn Satan wirklich unbegrenzte Macht über Gläubige hätte, warum würde er dann so viel Zeit damit verbringen, zu lügen? Warum zerstört er sie nicht einfach? Die Antwort lautet: Weil Täuschung seine einzige verbleibende Strategie ist. Er braucht deine Zustimmung. Er braucht deine Aufmerksamkeit. Er braucht deinen Fokus. Er braucht dich, damit du seine Lügen glaubst, denn er kann das vollendete Werk Jesu Christi nicht überwinden.

      Deshalb sagt die Schrift den Gläubigen niemals, sie sollen siegreich werden. Sie sagt den Gläubigen, dass sie durch Christus bereits siegreich sind. Der Kampf um deinen Sieg wurde vor zweitausend Jahren ausgetragen. Jesus ging in den Tod, besiegte die Sünde, zerschlug die Macht der Finsternis, erhob sich aus dem Grab und setzte sich zur Rechten Gottes. Er setzte sich, weil das Werk vollbracht war. Könige setzen sich, wenn Kriege gewonnen sind.

      Viele Christen leben so, als würden sie um den Sieg kämpfen. Das Evangelium lehrt uns jedoch, dass wir aus dem Sieg heraus kämpfen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Das eine führt zu Angst und Erschöpfung. Das andere zu Zuversicht und Ruhe. Du versuchst nicht, den Feind zu besiegen. Das hat Jesus bereits getan. Du lernst, in dem zu stehen, was Christus für dich vollbracht hat.

      Deshalb ist es so wichtig, deine Identität zu verstehen. Die Autorität eines Polizisten kommt nicht von körperlicher Stärke. Sie kommt von der Dienstmarke, die er trägt. Ein kleiner Polizist kann einen riesigen Lkw anhalten – wegen der Autorität, die hinter der Dienstmarke steht. Genauso kommt deine Autorität nicht von deinen Gefühlen, Emotionen, deinem Wissen oder deiner Leistung. Sie kommt aus deiner Vereinigung mit Jesus Christus. Der Feind zittert nicht wegen dem, was du von Natur aus bist. Er zittert wegen dem, wer Christus in dir ist.

      Einer von Satans Lieblingstricks ist es, Gläubige davon zu überzeugen, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Er will, dass du auf deine Fehler, Schwächen, Unzulänglichkeiten und Kämpfe schaust. Warum? Weil dein Selbstvertrauen schwindet, wenn du den Blick auf dich selbst richtest. Aber wenn dein Blick auf Jesus gerichtet ist, wächst der Glaube. Der Feind ist niemals gefährlicher als dann, wenn ein Gläubiger vergisst, wer er in Christus ist.


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    • Juni 13thWas bedeutete Jeremias Vision vom kochenden Kessel?

      Jeremias zweite Vision folgte unmittelbar auf die mit dem Mandelzweig.

      Zunächst zeigte Gott ihm, dass er über sein Wort wachte, um es zu erfüllen. Dann fragte der Herr erneut: „Was siehst du?“ Jeremia antwortete, er sehe einen kochenden Topf, der vom Norden abgewandt sei. Das Bild war lebhaft und beängstigend: ein erhitzter Topf, voll mit kochendem Inhalt, schräg geneigt und kurz davor, überzulaufen.

      Der Herr erklärte die Bedeutung ganz klar: „Aus dem Norden wird Unheil über alle Bewohner des Landes hereinbrechen.“ Der kochende Topf stand für das kommende Gericht. Judas Gefahr würde aus dem Norden kommen, durch fremde Mächte, denen Gott erlauben würde, in das Land einzufallen. Historisch gesehen deutete dies auf die babylonische Bedrohung hin. Obwohl Babylon östlich von Juda lag, näherten sich die Armeen wegen des Wüstengeländes meist aus dem Norden. So zeigte die Vision, wie das Unheil wie kochende Flüssigkeit aus einem umgestürzten Gefäß über Juda herabfloss.

      Doch dieses Gericht war kein Zufall. Es war die Folge von geistlichem Kompromiss und Götzendienst. Juda hatte den Herrn verlassen, anderen Göttern Weihrauch verbrannt und die Werke ihrer eigenen Hände angebetet. Ihre Herzen hatten sich von der Treue zum Bund abgewandt und sich falscher Sicherheit zugewandt. Der kochende Topf entlarvte die brennende Gefahr der Sünde, die lange Zeit geduldet worden war.

      Diese Vision erinnert uns daran, dass Kompromisse niemals harmlos sind. Sünde mag beherrschbar erscheinen, solange sie verborgen bleibt, doch irgendwann bricht sie über uns herein. Götzendienst bringt immer Hitze in die Seele, das Zuhause, die Gemeinschaft und die Nation. Juda wollte Gottes Segen, während es an falschen Göttern festhielt, doch der Herr würde ihre Rebellion nicht als geringfügig abtun. Der kochende Topf warnte sie, dass das Gericht nahte.

      Doch dieses furchterregende Bild weist uns auch auf Jesus Christus hin.

      In Gethsemane stand Jesus vor einem anderen Kelch, nicht vor einem buchstäblichen kochenden Kessel, sondern vor dem Kelch des heiligen Zorns Gottes gegen die Sünde. Er betete: „Mein Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorübergehen; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Am Kreuz trank Christus diesen Kelch bis zur Neige. Er ertrug das Gericht, das die Sünder verdient hatten, damit alle, die auf ihn vertrauen, vor dem endgültigen Feuer der Verdammnis verschont bleiben.

      Jeremia sah einen kochenden Kessel, bereit, das Gericht über Juda zu gießen.

      Jesus nahm den kochenden Kelch des Gerichts an unserer Stelle auf sich.

      Das macht die Sünde nicht weniger schwerwiegend. Es macht das Kreuz umso herrlicher. Der Zorn Gottes ist nicht nur Einbildung, und die Gefahr des Kompromisses ist nicht gering. Doch Christus stand unter dem Gericht, das wir niemals überleben könnten. Er trug die Hitze der göttlichen Gerechtigkeit, damit stattdessen Barmherzigkeit über uns ausgegossen werden konnte.

      So ist Jeremias schwingender Kessel sowohl Warnung als auch Einladung.

      Die Warnung ist klar: Spiel nicht mit Kompromissen. Behandle Götzendienst nicht als harmlos. Geh nicht davon aus, dass ein aufgeschobenes Gericht bedeutet, die Sünde habe keine Folgen.

      Doch die Einladung ist größer: Lauf zu Christus. Er ist der Retter, der den Kelch für die Sünder auf sich genommen hat. Er ist die Zuflucht vor dem Gericht. Er ist derjenige, der das kommende Unheil in rettende Gnade für alle verwandelt, die Buße tun und glauben.

      Der Topf kochte.
      Die Gefahr war real.

      Doch am Kreuz stand Jesus anstelle der Schuldigen, damit das Gericht nicht das letzte Wort über diejenigen haben würde, die zu ihm gehören.


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    • Juni 13thDie Version von dir, für die du betest, erfordert eine Version von dir, die diszipliniert genug ist, um dieses Ziel zu verfolgen.

      Viele Menschen beten um Wachstum.

      Sie beten um Erfolg.
      Sie beten um einen stärkeren Glauben.
      Sie beten um eine bessere Zukunft.

      Aber oft wollen wir das Ergebnis, ohne den Weg dorthin anzunehmen.

      Wir bitten Gott um Veränderung, während wir an den Gewohnheiten festhalten, die uns unverändert lassen.

      „Lasst uns nicht müde werden, Gutes zu tun; denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht aufgeben.“
      Galater 6,9

      Die Wahrheit ist: Deine Zukunft entsteht nicht an einem Tag.

      Sie entsteht durch die täglichen Entscheidungen, die niemand sieht.

      Das Gebet der Ablenkung vorziehen.
      Beständigkeit den Ausreden vorziehen.
      Disziplin dem Bequemen vorziehen.

      Kleine Entscheidungen mögen unbedeutend erscheinen.

      Aber wenn sie sich im Laufe der Zeit wiederholen, prägen sie, wer du wirst.

      Die Person, die du durch dein Gebet werden möchtest, wird Opfer von der Person verlangen, die du heute bist.

      Denn Wachstum bedeutet nicht nur, was Gott für dich tut.

      Es geht auch darum, was Gott in dir entwickelt.

      Also bleib am Ball.

      Bleib treu.

      Tu weiterhin das Richtige, auch wenn der Fortschritt sich langsam anfühlt.

      Eines Tages wirst du erkennen, dass die Disziplin, die du mühsam aufrechterhalten hast, zur Brücke zu den Gebeten wurde, um die du Gott einst gebeten hast. ❤️‍🔥


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    • Juni 13thWas bedeuten die Pferde in Sacharjas Vision?

      Sacharjas erste Vision ereignete sich in einer Zeit der Not für Gottes Volk.

      Die Exilanten waren aus Babylon zurückgekehrt, doch Jerusalem war noch immer geschwächt, der Tempel noch unvollendet, und das Volk war entmutigt. Sie waren zwar wieder in ihrem Land, aber noch nicht vollständig wiederhergestellt. Ihre Stadt sah nicht prächtig aus. Ihr Volk wirkte nicht stark. Ihre Feinde schienen sich fest etabliert zu haben, während sie selbst klein, belastet und leicht zu vergessen blieben.

      Dann hatte Sacharja in der Nacht eine geheimnisvolle Vision. Da war ein Mann auf einem roten Pferd, der zwischen den Myrtenbäumen in einer Schlucht stand. Hinter ihm waren rote, fuchsfarbene und weiße Pferde. Diese Reiter waren vom Herrn ausgesandt worden, um die Erde zu durchstreifen, und sie berichteten: „Wir haben die Erde durchstreift, und siehe, die ganze Erde ruht.“

      Auf den ersten Blick mag dieser Bericht friedlich klingen. Die Welt war still. Die Nationen waren ruhig. Doch für Gottes Volk war diese Stille schmerzhaft. Die Nationen, die Jerusalem zerschlagen hatten, schienen unbeeindruckt. Die Welt ging weiter, als ob Judas Leiden keine Rolle spielten. Das Volk des Himmels war verwundet, doch die Königreiche der Erde schienen es sich gut zu gehen.

      Die Myrtenbäume helfen uns, die Schwere der Vision zu spüren. Myrtenbäume waren keine hoch aufragenden Zedern. Es waren niedrig wachsende Pflanzen, die man oft in Tälern und an niedrigen Orten fand. Doch sie dufteten und waren wunderschön. In dieser Vision symbolisieren sie den demütigen Zustand von Gottes Volk. Israel stand nicht wie ein mächtiger Wald auf einem Berg. Sie waren wie Myrten in einer tiefen Schlucht, klein, versteckt und durch das Exil gedemütigt.

      Doch genau dort stand der Reiter.

      Der Bote des Herrn stand nicht weit über ihnen in unnahbarer Herrlichkeit. Er stand inmitten der Myrten. Er war an dem niedrigen Ort gegenwärtig. Er war seinem gedemütigten Volk nahe. Ihre Schwäche ließ sie nicht in Vergessenheit geraten. Ihre niedrige Lage wurde genau zu dem Ort, auf den die Aufmerksamkeit des Himmels gerichtet war.

      Die Pferde in der Vision stehen für Gottes stille Engelpatrouillen. Während das Volk Ruinen, Verzögerungen und Widerstand sah, war der Himmel nicht untätig. Gottes Boten bewegten sich über die Erde. Sie beobachteten. Sie berichteten. Sie standen bereit unter göttlichem Befehl.

      Das ist der Trost von Sacharjas Vision: Wenn die Welt still und gleichgültig erscheint, schweigt der Himmel nicht, weil Gott abwesend ist. Der Himmel beobachtet, handelt und bereitet die Wiederherstellung gemäß dem Willen des Herrn vor.

      Das Volk mag sich gefragt haben: „Kümmert sich Gott noch um Jerusalem?“ Doch der Herr antwortete mit Mitgefühl: „Ich bin überaus eifersüchtig auf Jerusalem und auf Zion.“ Er war ihrem Leid gegenüber nicht gleichgültig. Er war nicht erfreut über die Grausamkeit der Völker. Er versprach Barmherzigkeit, Trost und Wiederherstellung. Sein Haus würde wieder aufgebaut werden. Seine Städte würden wieder vor Wohlstand überfließen. Der Herr würde Zion wieder trösten und Jerusalem erwählen.

      Diese Vision erinnert uns daran, dass Gottes Volk oft in der Spannung zwischen Verheißung und Erfüllung lebt. Wir wissen, was Gott gesagt hat, aber wir sehen noch nicht immer das vollständige Ergebnis. Wir beten, warten, bauen wieder auf und gehorchen, während die Welt unverändert erscheint. Manchmal scheinen die Gottlosen sich festgesetzt zu haben. Manchmal scheint das Leiden unbemerkt zu bleiben. Manchmal fühlt sich unser Leben eher wie ein verborgenes Tal an als wie ein sichtbarer Sieg.

      Doch Sacharja lehrt uns, dass Gott sein Volk sogar im Myrten-Tal sieht.

      Er sieht die Gläubigen, die sich klein fühlen. Er sieht die Verwundeten, die dennoch anbeten. Er sieht die Entmutigten, die dennoch wieder aufbauen. Er sieht diejenigen, die sich versteckt, übersehen und geistlich erschöpft fühlen. Das tiefe Tal liegt nicht außerhalb seiner Fürsorge. Die Myrte mag niedrig sein, doch vor ihm duftet sie immer noch.

      Und diese Vision weist uns letztlich auf Christus hin.

      Jesus ist der größere und endgültige Reiter, derjenige, der in das tiefe Tal des menschlichen Leidens hinabstieg. Er rettete sein Volk nicht aus der Ferne. Er kam hinab in unsere Schwäche, unser Exil, unseren Kummer und unsere Sünde. Er stand unter den Geringen. Er ging mit den Gebrochenen. Er berührte die Unreinen. Er weinte mit den Trauernden. Er betrat das Tal der Welt, um uns Frieden mit Gott zu bringen.

      Am Kreuz trug Jesus das Gericht, das unsere Sünde verdient hatte. Er betrat das tiefste Tal des Leidens, nicht weil Er besiegt war, sondern weil Er unsere Wiederherstellung sicherte. Durch Seinen Tod und Seine Auferstehung brachte Er Frieden, den kein irdisches Königreich geben und kein Feind wegnehmen konnte.

      Dank Christus können wir darauf vertrauen, dass unsere verborgenen Zeiten niemals verschwendet sind. Der Himmel mag still erscheinen, aber Christus regiert. Die Welt mag ungerührt wirken, aber Gott ist sich dessen bewusst. Die Wiederherstellung mag sich verzögern, aber die Verheißung des Herrn bleibt gewiss.

      Die Pferde unter den Myrten erinnern uns daran, dass Gott sein Volk an diesem tiefen Ort nicht verlassen hat. Seine Boten sind am Werk. Seine Pläne entfalten sich. Sein Mitgefühl ist echt. Seine Wiederherstellung ist sicher.

      Wenn sich dein Leben wie ein Tal anfühlt, denk daran: Der Herr weiß, wo du bist.

      Wenn die Welt still zu stehen scheint, während du noch wartest, denk daran: Der Himmel ist nicht untätig.

      Wenn du dich klein, verborgen und gedemütigt fühlst, denk daran: Der Reiter steht unter den Myrten.

      Und in Christus ist Gott bereits in unser tiefes Tal gekommen, um uns nach Hause zu Seinem Frieden zu bringen.


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    • Juni 13thGethsemane war nicht nur ein ruhiger Garten, in dem Jesus vor seiner Verhaftung betete

      Sein Name bedeutet „Ölmühle“. Es handelte sich wahrscheinlich um einen Ort, der mit der Olivenpressung in Verbindung stand, an dem die Früchte vom Ölberg zermahlen wurden, um Öl zu gewinnen. In der Antike wurden Oliven unter schwerem Druck gepresst, oft mit einem großen Steinrad oder einem Balken, bis das Öl herausfloss.

      Was wie Zermalmen aussah, wurde zum Mittel, etwas Nützliches, Heilendes und Kostbares hervorzubringen.

      Diese Bedeutung verleiht Matthäus 26,36–46 eine tiefere Bedeutung.

      Jesus betrat Gethsemane und wusste, was auf ihn zukam. Das Kreuz war für ihn keine Überraschung. Er wusste, dass der Verrat nahe war. Er wusste, dass die Soldaten kamen. Er wusste um die Peitschenhiebe, die Nägel, den Spott und das Leiden, das ihn erwartete. Doch die größte Qual, die vor ihm lag, war nicht bloß körperlicher Schmerz. Es war die heilige Last, die Sünden zu tragen.

      Im Garten begann Jesus „traurig und bekümmert“ zu sein. Er sagte zu seinen Jüngern: „Meine Seele ist sehr betrübt, ja bis zum Tod.“ Der ewige Sohn Gottes, der immer in vollkommener Gemeinschaft mit dem Vater gewandelt war, stand nun vor dem Kelch des göttlichen Zorns gegen die Sünde. In diesem Moment wurde Gethsemane mehr als nur ein Ort. Es wurde zu einer Ölpresse der Qual.

      Dort wurde der sündlose Christus geistlich unter der Last unserer Rebellion gepresst.

      Jede Verleugnung, jeder Kompromiss, jede verborgene Sünde, jeder stolze Gedanke, jedes selbstsüchtige Verlangen, jeder Akt des Unglaubens, jede durch menschliche Sünde verursachte Wunde lag vor ihm. Er trug die Sünde nicht als bloße Vorstellung. Er trug die echte Schuld seines Volkes. Die Last war so schwer, dass Lukas uns berichtet, sein Schweiß sei wie Blutstropfen geworden, die auf den Boden fielen.

      Doch Jesus lief nicht vor der Presse davon.

      Er betete: „Mein Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorübergehen; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Das war keine Schwäche. Das war heilige Hingabe. Jesus war nicht unwillig zu retten; er offenbarte den wahren Preis der Erlösung. Der Kelch war schrecklich, weil die Sünde schrecklich ist. Das Kreuz war schwer, weil das Gericht real ist. Die Erlösung war nicht billig. Sie erforderte den willigen Gehorsam des Sohnes.

      Im Garten Eden versagte der erste Adam, indem er seinen eigenen Willen über den Willen Gottes stellte. In Gethsemane gehorchte der letzte Adam, indem er seinen Willen vollkommen dem Vater übergab. Wo die Menschheit durch Ungehorsam fiel, stand Christus fest im Gehorsam. Wo die Sünde ihre Herrschaft des Todes begann, begann Jesus seinen Weg zum Kreuz, um sie zu stürzen.

      Das ist die Schönheit von Gethsemane: Unser Erlöser wurde zermalmt, doch er blieb treu.

      Wie Oliven, die gepresst wurden, bis Öl floss, wurde Jesus unter Kummer gepresst, damit Barmherzigkeit zu den Sündern fließen konnte. Seine Qual wurde zu unserem Frieden. Seine Hingabe wurde zu unserer Erlösung. Sein Zermalmen wurde zur Quelle unserer Heilung. Er ging in die Ölpresse, damit verwundete Seelen durch Gnade wiederhergestellt werden konnten.

      Und aus seinem vollbrachten Werk wurde die Gabe des Heiligen Geistes über sein Volk ausgegossen.

      Das Öl in der Heiligen Schrift weist oft auf Weihe, Heilung, Freude und das Wirken des Geistes hin. Weil Christus am Kreuz zermalmt und in Sieg auferweckt wurde, tröstet der Geist nun die Trauernden, stärkt die Schwachen, heiligt die Verwundeten und stellt wieder her, was die Sünde zerbrochen hat. Das heilende Öl der Gegenwart Gottes erreicht Orte, die kein menschlicher Trost erreichen kann.

      Das bedeutet, dass unsere Wiederherstellung nicht auf unserer Fähigkeit beruht, uns selbst zusammenzureißen. Sie ruht auf dem Erlöser, der bereit war, sich für uns quälen zu lassen.

      Wenn sich deine Seele zerschmettert anfühlt, denk an Gethsemane.

      Jesus kennt die Last der Trauer. Er kennt das Zittern des Gehorsams. Er kennt die Einsamkeit der Nacht. Er weiß, was es bedeutet, in Qualen zu beten. Aber mehr noch: Er weiß, wie man das trägt, was du niemals tragen könntest, und vollendet, was du niemals vollbringen könntest.

      Er wurde gepresst, aber nicht besiegt.

      Er war traurig, doch er gab sich hin.

      Er wurde zermalmt, doch durch sein Zermalmen kam das Öl unserer Wiederherstellung.

      Gethsemane sagt uns, dass Gott den Ort des Drucks nicht verschwendet. In Christus wurde die Presse zum Weg zur Erlösung. Der Garten der Qual wurde zum Tor zum Kreuz. Und das Kreuz wurde zur Quelle der Heilung für jeden Sünder, der im Glauben zu ihm kommt.

      Der Herr Jesus trat unter der Last unserer Sünden in die Ölpresse, damit wir das Öl der Barmherzigkeit, der Heilung und die wiederherstellende Gegenwart des Geistes empfangen können.

      Weil Er zermalmt wurde, können wir heil werden.


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    • Juni 13thWir fragen uns, ob es einen verborgenen Grund gibt, warum der Himmel auf alle außer uns zu reagieren schein

      Kaum eine Enttäuschung schmerzt so sehr, wie wenn man auf Gottes Heilung vertraut und miterlebt, wie jemand anderes den Durchbruch erlebt, für den man selbst gebetet hat. Man freut sich mit ihm, weil man ihn von Herzen liebt, doch wenn das Zeugnis endet und es im Raum still wird, drängt sich eine schmerzhafte Frage auf: „Warum nicht ich?“ Man hört Geschichten von Krebs, der verschwindet, von Schmerzen, die nachlassen, von Körpern, die wiederhergestellt werden, und von Gebeten, die erhört werden – während der eigene Kampf weitergeht. Mit der Zeit kann die Hoffnung langsam der Verwirrung weichen.

      Das Schwierigste ist nicht immer der körperliche Zustand selbst. Oft sind es die Schlussfolgerungen, die wir daraus ziehen. Wir beginnen uns zu fragen, ob Gott andere anders behandelt. Wir fragen uns, ob unser Glaube unzureichend ist. Wir fragen uns, ob wir etwas Wichtiges übersehen haben. Wir fragen uns, ob es einen verborgenen Grund gibt, warum der Himmel auf alle außer uns zu reagieren scheint.

      Der Wurzel dieser Gedanken liegt eine gefährliche Annahme zugrunde: dass Gottes Liebe an unseren aktuellen Umständen gemessen werden kann. Wenn Heilung geschieht, muss Er mit uns zufrieden sein. Wenn Heilung nicht geschieht, muss Er uns etwas vorenthalten. Doch das vollendete Werk Jesu lehrt uns, dass Gottes Liebe am Kreuz besiegelt wurde, nicht in unseren sich ändernden Umständen.

      Eine der größten Strategien des Feindes ist es, dich dazu zu bringen, Gottes Charakter durch deinen Schmerz zu interpretieren. Wenn das Leiden andauert, flüstert er dir zu, dass Gott fern ist. Wenn die Heilung auf sich warten lässt, suggeriert er, dass Gott desinteressiert ist. Wenn Antworten auf sich warten lassen, stellt er Gottes Güte in Frage. Doch das Kreuz steht als ewiger Widerspruch zu diesen Lügen.

      Römer 5,8 sagt uns, dass Gott seine Liebe zu uns bewiesen hat, als wir noch Sünder waren. Beachte, dass Gottes Liebe bewiesen wurde, bevor sich deine Umstände änderten. Sie wurde bewiesen, bevor deine Heilung eintrat. Sie wurde bewiesen, bevor dein Durchbruch kam. Der Beweis für Gottes Liebe liegt nicht darin, ob sich dein Körper heute verändert hat. Der Beweis für Gottes Liebe liegt in Jesus.

      Das griechische Wort agapē beschreibt die selbstlose, bedingungslose Liebe Gottes. Diese Liebe ist nicht zerbrechlich. Sie schwankt nicht mit deinen Umständen. Sie nimmt nicht zu, wenn alles gut läuft, und sie nimmt nicht ab, wenn das Leben schwierig wird. Gottes agapē zeigte sich voll und ganz in Christus, und diese Liebe bleibt unverändert, selbst in Zeiten unbeantworteter Fragen.

      Viele Gläubige tragen still die Last des Vergleichens mit sich herum. Sie sehen das Zeugnis eines anderen und verwandeln es ungewollt in einen Vorwurf gegen sich selbst. Anstatt die Heilung eines anderen als Beweis für Gottes Güte zu sehen, beginnen sie, sie als Beweis für ihren eigenen Ausschluss zu betrachten. Aber der Durchbruch eines anderen ist kein Beweis dafür, dass Gott dich vergessen hat. Er ist ein Beweis dafür, dass Gott immer noch im Leben seines Volkes wirkt.

      Denk an Lazarus in Johannes 11. Von außen betrachtet schien es, als wäre Jesus zu spät gekommen. Die Verzögerung wirkte verwirrend. Die Situation schien hoffnungslos. Doch die Geschichte war noch nicht zu Ende. Was wie Verlassenheit aussah, war tatsächlich Teil eines größeren Ganzen, das zu diesem Zeitpunkt niemand sonst erkennen konnte.

      Manchmal wollen wir sofortige Erklärungen für Dinge, die in Geheimnissen liegen, die wir noch nicht ganz verstehen können. Die Bibel lehrt uns, um Heilung zu beten, an Heilung zu glauben und auf Gottes Herz zu vertrauen. Aber die Bibel sagt uns nie, dass wir Gottes Liebe daran messen sollen, ob Heilung nach unserem Zeitplan eintritt.

      1. Korinther 4,16 erinnert uns daran, dass, obwohl unser äußeres Wesen verfällt, unser inneres Wesen Tag für Tag erneuert wird. Beachte, dass Gottes Wirken in deinem Leben nicht auf das beschränkt ist, was körperlich geschieht. Selbst in schwierigen Zeiten stärkt, erhält, tröstet und verwandelt Christus sein Volk von innen heraus.

      Die Gefahr besteht darin, sich von Enttäuschungen davon überzeugen zu lassen, dass Gott abwesend geworden ist. Doch Psalm 34,18 sagt, dass der Herr den Gebrochenen nahe ist. Nicht nur den Geheilten nahe. Nicht nur denen nahe, die Siege feiern. Nahe den Gebrochenen. Nahe denen, die Fragen mit sich tragen. Nahe denen, die darum ringen, zu verstehen.

      Wenn du gesehen hast, wie andere Heilung erfahren haben, während du weiter wartest, lass nicht zu, dass Enttäuschung Gottes Charakter neu definiert. Derselbe Jesus, der die Kranken heilte, ist der Jesus, der für dich gestorben ist. Derselbe Retter, der verletzte Menschen berührte, ist der Retter, der dich heute hält. Dein Zustand hat sein Herz dir gegenüber nicht verändert. Dein Kampf hat seine Liebe zu dir nicht gemindert. Dein Warten ist kein Beweis für Ablehnung. Das vollendete Werk Christi verkündet etwas Stärkeres, als es deine Umstände jemals könnten: Du bist zutiefst geliebt, vollkommen angenommen und ewig geborgen in den Armen eines Retters, dessen Güte niemals davon abhängig war, was du gerade sehen kannst.


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