• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • Mai 24thIn der Bibel war ein Sacktuch keine gewöhnliche Kleidung

      In der Bibel war ein Sacktuch keine gewöhnliche Kleidung.

      Es war ein rauer, unbequemer Stoff,
      der oft aus Ziegenhaar hergestellt wurde.
      Man trug ihn in Zeiten der Trauer,
      der Buße, der Demütigung oder des verzweifelten
      Gebets vor Gott.

      Ein Sacktuch öffentlich zu tragen bedeutete,
      zu verkünden, dass etwas zutiefst nicht in Ordnung war.

      Es bedeutete, dass die Trauer nicht länger verborgen bleiben konnte.
      Die Buße musste sichtbar werden.
      Die Verzweiflung musste vor Gott gebracht werden.

      Als die Menschen von Ninive
      Jonas’ Warnung hörten, glaubten sie Gott
      und zogen Sackleinen an, vom
      Größten bis zum Geringsten.

      Sogar der König legte sein königliches Gewand ab,
      hüllte sich in Sackleinen
      und setzte sich in die Asche.

      Das war keine religiöse Inszenierung.

      Es war öffentliche Demut.
      Eine mächtige Stadt erniedrigte sich
      vor dem Gericht Gottes.

      In Jesaja 37, als König Hiskia
      die Drohungen Assyriens hörte, zerriss er seine Kleider,
      hüllte sich in Sacktuch und
      betrat das Haus des Herrn.
      Er flüchtete sich nicht zuerst in Stolz,
      Politik oder Panik.

      Er brachte die Krise vor Gott.

      Sackleinen erinnert uns daran, dass es bei wahrer
      Reue nicht darum geht, unser Image zu schützen.

      Es geht darum, das Herz vor dem Herrn zu demütigen.

      Es zeigt uns, dass es Momente gibt,
      in denen Gottes Volk aufhören muss, so zu tun,
      als sei alles in Ordnung, und ehrlich vor
      Ihn treten muss – mit Trauer, Furcht, Bekenntnis und Abhängigkeit.

      Doch das Evangelium schenkt uns Hoffnung jenseits des Sackleinen.

      Jesus trat in unseren Kummer ein und trug unsere Schande.
      Er nahm das Gericht auf sich, das die Sünder verdient hatten,
      damit diejenigen, die Buße tun und an
      Ihn glauben, nicht für immer
      in Trauerkleidung bleiben müssen.

      In Christus sieht Gott nicht nur unsere Trauer.

      Er antwortet darauf mit Barmherzigkeit.

      Das Sacktuch lehrt uns Demut.
      Das Kreuz schenkt uns Hoffnung.
      Und die Gnade erinnert uns daran, dass diejenigen,
      die sich vor Gott demütigen,
      niemals abgewiesen werden.


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    • Mai 24thDas Schöne an der Gnade ist, dass Jesus zu der Stabilität wird, nach der viele Menschen ihr ganzes Leben lang gesucht haben

      Eine der am meisten missverstandenen Stellen in den Lehren Jesu ist Matthäus 7,24–27, weil viele Menschen sie ausschließlich durch die Brille menschlicher Leistung betrachten, anstatt durch das vollendete Werk Jesu Christi. In dieser Stelle heißt es, dass der kluge Mann sein Haus auf Fels baute, während der törichte Mann sein Haus auf Sand baute. Als Stürme kamen, blieb das eine Haus stehen, während das andere einstürzte. Die meisten Menschen gehen sofort davon aus, dass der Fels menschliche Anstrengung, Disziplin oder persönliche Beständigkeit ist. Aber die tiefere Offenbarung ist, dass Jesus selbst das Fundament ist, das das Leben der Kinder Gottes trägt. (Matthäus 7,24–27)

      Die Stürme in dieser Passage trafen beide Häuser. Das ist wichtig. Jesus hat den Gläubigen nie versprochen, dass sie im Leben niemals Druck, Unsicherheit, Schwierigkeiten, Versuchungen, Kummer oder Herausforderungen erleben würden. Der Unterschied lag nicht im Fehlen von Stürmen. Der Unterschied lag im Fundament unter dem Haus.

      Religion lehrt die Menschen oft, ihr Leben auf eigene Anstrengung zu bauen. Bau auf deine eigene Kraft. Bau auf deine eigene Disziplin. Bau auf deine eigene Beständigkeit. Bau auf deine eigene Fähigkeit, alles perfekt aufrechtzuerhalten. Aber Sand verschiebt sich immer. Menschliche Kraft bricht unter Druck irgendwann zusammen. Die Angst wächst, wenn dein Leben auf etwas Instabilem aufgebaut ist.

      Jesus offenbarte, dass Stabilität darin liegt, auf ihn zu hören und ihm zu vertrauen. Unter dem Neuen Bund wird Jesus selbst zum sicheren Fundament für die Kinder Gottes. Dein Frieden gründet nicht auf perfekten Umständen. Dein Selbstvertrauen gründet nicht auf deinen Gefühlen. Deine Identität gründet nicht auf deiner Leistung. Alles ist in Christus verankert. (1. Korinther 3,11)

      Das verändert die Art und Weise, wie Gläubige ihr Leben angehen, völlig. Viele Menschen sind erschöpft, weil sie versuchen, ihr ganzes Leben aus eigener Kraft zusammenzuhalten. Sie leben in der Angst, dass ein einziger Misserfolg, eine einzige schlechte Phase oder ein einziger Fehler alles zum Einsturz bringen könnte. Aber wenn dein Fundament Jesus Christus ist, ruht deine Sicherheit auf seiner Stärke statt auf deiner eigenen.

      Das auf Sand gebaute Haus steht für ein Leben unabhängig von Christus. Sand verschiebt sich ständig, denn alles außerhalb von Jesus ist instabil, wenn Druck aufkommt. Geld verschiebt sich. Gefühle verschieben sich. Beliebtheit verschiebt sich. Beziehungen verschieben sich. Menschliche Anerkennung verschiebt sich. Umstände verschieben sich. Aber Jesus Christus bleibt derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. (Hebräer 13,8)

      Eine der tiefsten Erkenntnisse in diesem Abschnitt ist, dass Stürme das Fundament offenbaren. Druck legt offen, worauf Menschen innerlich wirklich vertrauen. Manche Menschen entdecken, dass sie ihr gesamtes Gefühlsleben auf die Bestätigung durch andere aufgebaut haben. Manche entdecken, dass sie ihre Identität auf Erfolg aufgebaut haben. Andere haben ihr Selbstvertrauen auf Kontrolle aufgebaut. Doch Stürme offenbaren, wo wahres Vertrauen existiert.

      Deshalb ist die innige Beziehung zu Jesus so wichtig. Das Christentum sollte niemals nur zu einer Verhaltensänderung oder religiösen Aktivität werden. Jesus starb nicht einfach, um die Menschen äußerlich moralisch zu machen. Er kam, um die Menschen in Gemeinschaft mit sich selbst zu bringen, damit ihr ganzes Leben in seinem vollbrachten Werk verwurzelt werden kann.

      Das Schöne an der Gnade ist, dass Jesus zu der Stabilität wird, nach der viele Menschen ihr ganzes Leben lang gesucht haben. Die Kinder Gottes müssen nicht länger in Angst vor dem Zusammenbruch leben, denn ihre Zukunft ruht nicht auf zerbrechlichen menschlichen Anstrengungen. Durch Christus haben Gläubige ein unerschütterliches Reich empfangen. (Hebräer 12,28)

      Diese Wahrheit verändert sofort den Alltag. Wenn Angst aufkommt, erinnerst du dich daran, dass dein Leben immer noch auf Jesus Christus aufgebaut ist. Wenn Unsicherheit aufkommt, erinnerst du dich daran, dass dein Fundament sich nicht verändert hat. Wenn deine Gefühle schwanken, erinnerst du dich daran, dass deine Identität durch das vollendete Werk Jesu sicher bleibt.

      Viele Menschen verbringen Jahre damit, das Äußere des Hauses zu stärken, während sie das Fundament darunter ignorieren. Sie konzentrieren sich nur auf Äußerlichkeiten, Leistung, Image oder äußeren Erfolg, während sie innerlich erschöpft und instabil sind. Aber Jesus kümmerte sich immer zuerst darum, worauf die Menschen ihr Leben innerlich aufbauten.

      Der kluge Mann war nicht klug, weil er Stürme vermied. Er war klug, weil er auf das richtige Fundament vertraute, bevor die Stürme kamen. Genauso sind die Kinder Gottes eingeladen, ihr ganzes Leben jetzt auf Jesus Christus zu bauen, anstatt zu warten, bis das Leben schwierig wird.

      Matthäus 7,24–27 ist letztlich keine Botschaft darüber, aus Angst noch mehr Anstrengungen zu unternehmen, um das Leben zu überstehen. Es ist eine Einladung, dein ganzes Leben auf Jesus Christus zu gründen. Stürme mögen kommen, Gefühle mögen schwanken und Jahreszeiten mögen wechseln, aber das Leben, das auf dem vollbrachten Werk Jesu Christi aufgebaut ist, wird bestehen bleiben, weil das Fundament darunter niemals erschüttert werden kann.


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    • Mai 24thDas Evangelium ist für Menschen, die erkennen, dass sie einen Erlöser brauchen

      Apostelgeschichte 16,31 ist einer der klarsten und schönsten Verse der gesamten Evangeliumsbotschaft. Der Vers lautet: „Glaube an den Herrn Jesus, dann wirst du gerettet werden, du und dein Haus.“ (Apg 16,31) Was diesen Vers so kraftvoll macht, ist seine Einfachheit. In einer Welt voller religiösen Zwangs, komplizierter Systeme und leistungsorientierten Denkens läuft das Evangelium auf eine zentrale Tatsache hinaus: Glaube an Jesus Christus.

      Dieser Moment ereignete sich, als der Gefängniswärter von Philippi von Angst überwältigt war, nachdem ein Erdbeben das Gefängnis erschüttert hatte, in dem Paulus und Silas festgehalten wurden. Da er dachte, die Gefangenen seien geflohen, glaubte er, sein Leben sei vorbei. Doch statt Verurteilung begegnete ihm Gnade. Zitternd stellte er eine der wichtigsten Fragen, die ein Mensch jemals stellen kann: „Was muss ich tun, um gerettet zu werden?“ (Apg 16,30)

      Achte genau darauf, was Paulus und Silas nicht sagten. Sie gaben ihm keine lange Liste religiöser Anforderungen. Sie sagten ihm nicht, er solle sich Gottes Annahme im Laufe der Zeit langsam verdienen. Sie sagten ihm nicht, er solle sich erst reinigen, bevor er sich Gott nähere. Ihre Antwort konzentrierte sich ganz auf Jesus Christus. „Glaube an den Herrn Jesus, dann wirst du gerettet.“ Die Erlösung wurde als etwas dargestellt, das man durch den Glauben empfängt, nicht durch menschliche Anstrengung erreicht.

      Das verändert völlig, wie Menschen ihre Beziehung zu Gott sehen. Viele Menschen leben insgeheim so, als hinge die Erlösung davon ab, sich perfekt zu verhalten, geistliche Leistungen zu erbringen oder ständig anzustrengen. Aber Apostelgeschichte 16,31 offenbart, dass die Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus und sein vollbrachtes Werk beginnt und fortbesteht. Jesus ist nicht nur der Ausgangspunkt der Erlösung. Er ist das Fundament der gesamten Beziehung.

      Das Wort „glauben“ ist hier viel tiefgründiger als nur anzuerkennen, dass Jesus existiert. Biblischer Glaube bedeutet Vertrauen, Abhängigkeit, Zuversicht und das Sich-Verlassen auf Jesus Christus. Es bedeutet, deine Hoffnung auf Gerechtigkeit, Vergebung, Frieden mit Gott und ewiges Leben ganz auf ihn zu setzen, statt auf dich selbst. (Römer 10,9–10)

      Dieser Vers offenbart auch das Herz Gottes gegenüber der Menschheit. Der Gefängniswärter wurde in seiner Gebrochenheit und Angst nicht zurückgewiesen. Gott begegnete ihm mitten in seiner Verzweiflung. Das ist die Schönheit der Gnade. Jesus ging stets auf gebrochene, ängstliche, beschämte und erschöpfte Menschen zu. Das Evangelium ist nicht perfekten Menschen vorbehalten. Das Evangelium ist für Menschen, die erkennen, dass sie einen Erlöser brauchen.

      Eine der befreiendsten Offenbarungen im Neuen Bund ist das Verständnis, dass die Erlösung nicht von menschlicher Vollkommenheit abhängt. Wenn die Erlösung von menschlicher Beständigkeit abhinge, hätte niemand Zuversicht vor Gott. Aber die Schrift sagt, dass das ewige Leben ein Geschenk Gottes durch Jesus Christus, unseren Herrn, ist. Geschenke werden empfangen, nicht verdient. (Römer 6,23)

      Der Ausdruck „du und dein Haus“ hat im Laufe der Geschichte auch vielen Gläubigen Hoffnung geschenkt. Während jeder Mensch persönlich im Glauben auf Jesus reagiert, offenbart dieser Vers Gottes Herz für Familien, Haushalte, Generationen und ganze Gemeinschaften, die gemeinsam Gottes Güte erfahren. Gnade wirkt immer nach außen und berührt Leben, die über den Einzelnen hinausgehen.

      Diese Wahrheit verändert sofort, wie Menschen sich Gott jeden Tag nähern. Anstatt in Angst vor Ablehnung zu leben, können Gläubige in dem vollbrachten Werk Jesu Christi ruhen. Anstatt zu versuchen, Gottes Anerkennung durch anstrengende Leistungen zu verdienen, können Gläubige darauf vertrauen, was Jesus bereits am Kreuz vollbracht hat. Der Glaube verlagert den Fokus weg von eigenen Anstrengungen und zurück auf Christus.

      Viele Menschen verkomplizieren das Evangelium, weil die menschliche Natur von Natur aus etwas zur Erlösung beitragen möchte. Doch die Einfachheit von Apostelgeschichte 16,31 zerstört Stolz und Streben. Die Erlösung gehört Jesus. Die Vergebung gehört Jesus. Die Gerechtigkeit gehört Jesus. Das ewige Leben gehört Jesus. Die Menschheit empfängt einfach durch den Glauben, was Er vollbracht hat.

      Der Feind versucht ständig, Gläubige zurück in Angst, Unsicherheit und Selbständigkeit zu ziehen. Doch das Evangelium bringt die Menschen immer wieder zur Ruhe zurück. Das christliche Leben sollte niemals auf Panik, Anstrengung und Ungewissheit aufgebaut sein. Es wurde darauf gegründet, Jesus Christus vollkommen zu vertrauen.

      Apostelgeschichte 16,31 ist letztlich eine Einladung zum Frieden. Glaube an den Herrn Jesus Christus. Vertraue auf sein vollbrachtes Werk. Vertraue auf seine Gerechtigkeit. Vertraue auf seine Liebe. Vertraue auf sein Opfer. Vertraue auf seine Auferstehung. Durch Jesus Christus ist die Erlösung nichts Zerbrechliches, das auf menschlicher Kraft beruht. Sie ist etwas, das durch das vollbrachte Werk des Sohnes Gottes für immer gesichert ist.


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    • Mai 24th„Lass die Toten ihre Toten begraben.“

      Lukas 9,60 ist eine der eindringlichsten und am meisten missverstandenen Aussagen, die Jesus je gemacht hat. Jesus sagte: „Lass die Toten ihre Toten begraben. Du aber geh und verkünde das Reich Gottes.“ (Lukas 9,60) Auf den ersten Blick kann dieser Vers hart, kalt oder sogar mitleidslos klingen. Aber wenn man den Kontext und die tiefere geistliche Bedeutung versteht, offenbart er etwas Kraftvolles über das Leben, die Identität und den Ruf, Jesus nachzufolgen.

      Der Mann, der zu Jesus sprach, sagte zunächst, er wolle ihm nachfolgen, aber er wolle „zuerst hingehen und seinen Vater begraben“. Viele Gelehrte glauben, dass der Vater vielleicht noch gar nicht gestorben war. In der jüdischen Kultur könnte dieser Satz auch bedeuten, die Verpflichtung aufzuschieben, bis familiäre Verpflichtungen und Erbschaftsangelegenheiten geregelt waren. Mit anderen Worten: Der Mann sagte: „Jesus, ich werde dir später nachfolgen, aber lass mich zuerst alles andere regeln.“

      Jesus antwortet mit schockierenden Worten, weil er etwas Tieferes aufdeckte. „Lass die Toten ihre Toten begraben.“ Jesus stellte das geistliche Leben dem geistlichen Tod gegenüber. Diejenigen, die außerhalb des Lebens Gottes standen, waren geistlich tot, auch wenn sie körperlich lebten. Aber Jesus lud diesen Mann in das wahre Leben ein, das nur durch ihn zu finden ist. (Johannes 5,24)

      Jesus lehrte die Gläubigen niemals, ihre Familie zu vernachlässigen oder emotional kalt zu werden. In der gesamten Heiligen Schrift zeigte Jesus Mitgefühl, Liebe und Fürsorge gegenüber den Menschen. Selbst als er am Kreuz starb, sorgte sich Jesus um seine Mutter, indem er sie Johannes anvertraute. (Johannes 19,26–27) Lukas 9,60 kann also nicht so ausgelegt werden, dass Jesus Grausamkeit gegenüber geliebten Menschen lehrte.

      Was Jesus offenbarte, ist, dass nichts mit dem Leben vergleichbar ist, das in ihm zu finden ist. Das Reich Gottes sollte nicht zu einer weiteren zweitrangigen Priorität werden, die einem ohnehin schon selbstbestimmten Leben hinzugefügt wird. Jesus konfrontierte gespaltene Herzen und zögerliche Hingabe.

      Viele Menschen leben heute noch nach dem „Lass mich erst mal“-Christentum. „Jesus, lass mich erst mal mich selbst in Ordnung bringen.“ „Lass mich erst mal erfolgreich werden.“ „Lass mich erst mal mein Leben aufräumen.“ „Lass mich erst mal alles klären.“ Aber im Evangelium geht es nicht darum, irgendwann zu Jesus zu kommen, wenn das Leben perfekt organisiert ist. Jesus selbst ist das Leben, nach dem die Menschen gerade jetzt suchen. (Kolosser 3,4)

      Eine der tiefsten Offenbarungen in diesem Vers ist das Verständnis, dass Jesus allein die Quelle des wahren Lebens ist. Außerhalb von Christus mögen Menschen körperlich aktiv, emotional getrieben, finanziell erfolgreich oder gesellschaftlich bewundert sein, doch innerlich sind sie spirituell leer. Die Menschheit wurde nie dazu geschaffen, Leben außerhalb der Vereinigung mit Gott zu finden.

      Deshalb ist das vollendete Werk Jesu so unglaublich wichtig. Jesus kam nicht nur, um das menschliche Verhalten zu verbessern. Er kam, um die tote Menschheit durch sich selbst zum geistlichen Leben zu erwecken. Durch das Kreuz und die Auferstehung wurden Gläubige aus dem geistlichen Tod herausgeführt und in die ewige Vereinigung mit Gott gebracht. (Epheser 2,4–6)

      Der Feind versucht ständig, Menschen davon zu überzeugen, die innige Beziehung zu Jesus aufzuschieben. Er flüstert Dinge wie: „Später.“ „Wenn das Leben ruhiger wird.“ „Wenn du älter bist.“ „Wenn du dich würdiger fühlst.“ Aber die Gnade erinnert die Menschen daran, dass Jesus nicht auf perfekte Leistung wartet, bevor er sie annimmt. Er lädt die Menschen jetzt zu sich ein.

      Diese Wahrheit verändert den Alltag, denn viele Gläubige bauen ihre gesamte Existenz unbewusst auf vorübergehende Prioritäten auf, während sie die innige Beziehung zu Christus vernachlässigen. Karriere, Geld, Image, Leistung, Beziehungen und öffentliche Anerkennung verblassen letztendlich alle. Aber das Leben in Jesus Christus bleibt ewig.

      Jesus hat die Bedeutung der Menschen nicht herabgesetzt. Er hat die Dringlichkeit und Vorrangstellung des Lebens, das in ihm zu finden ist, hervorgehoben. Wenn jemand Jesus Christus wirklich begegnet, beginnt alles andere, seine richtige Perspektive zu finden. Das Reich Gottes hört auf, nur ein Nebenschauplatz des Lebens zu sein, und wird zum Fundament, auf dem das Leben selbst ruht.

      Lukas 9,60 ist letztlich eine Einladung, das Zögern hinter sich zu lassen und ins Leben einzutreten. Jesus rief die Menschen jenseits von Religion, Verpflichtung und vorübergehenden Ablenkungen in die Gemeinschaft mit sich selbst. Durch das vollendete Werk Jesu Christi sind die Kinder Gottes nicht länger geistlich tot und versuchen, das Leben woanders zu finden. Das wahre Leben ist bereits vollständig in Christus selbst offenbart worden.


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    • Mai 24thEine Erinnerung daran, dass Kreativität auch ein Geschenk Gottes ist

      Die meisten Leute reden über Mose, Aaron oder Josua.
      Aber nur wenige nehmen Oholiab wahr.

      Dabei hat Gott ihn ganz bewusst für einen bestimmten Zweck ausgewählt.

      „Er hat sie mit Geschicklichkeit ausgestattet, jede Art von Arbeit zu verrichten … und sich in jeder Art von kunsthandwerklicher Tätigkeit zu üben.“

      1. Mose 35,35

      Oholiab war begabt in Handwerk, Design und künstlerischer Arbeit.
      Und das Schöne daran ist:

      Gott hat seine Kreativität nicht als „weniger geistlich“ betrachtet.

      Seine Fähigkeiten wurden für die Stiftshütte genutzt, den Ort, der Gottes Gegenwart geweiht war.

      Das ist heute eine so wichtige Erinnerung.

      Nicht jede Berufung sieht so aus, als würde man auf einer Bühne predigen.
      Manche verherrlichen Gott durch Kunst.
      Durch Design.
      Durch Musik.
      Durch Bauen.
      Durch Schaffen.

      Deine Kreativität ist kein Zufall.
      Deine Gabe ist nicht unbedeutend.

      Gott kann das Werk deiner Hände nutzen,
      um Menschen zu berühren, Menschen zu inspirieren und auch seinem Zweck zu dienen.

      Du, der du dies liest: Denke niemals, dein Talent sei „zu gewöhnlich“ für Gott.

      Derselbe Gott, der Propheten salbte, hat auch Handwerker befähigt.

      Und vielleicht ist genau das, worin du begabt bist,
      Teil der Aufgabe, die Gott von Anfang an in dich gelegt hat. ❤️‍🔥


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    • Mai 24th„Wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.“

      Einer der kraftvollsten Verse zum Thema Identität im gesamten Neuen Testament ist 1. Johannes 4,17. Dort heißt es: „Daran ist die Liebe bei uns vollendet, damit wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.“ Dieser Vers ist für viele Menschen fast zu schön, um wahr zu sein, denn er widerlegt völlig die Vorstellung, dass die Kinder Gottes in Angst, Unsicherheit und Ungewissheit vor Gott leben müssten. (1. Johannes 4,17)

      Beachte etwas Erstaunliches an diesem Vers. Er sagt nicht: „Wie Jesus war.“ Er sagt: „Wie er ist.“ Das bedeutet, dass dieser Vers von Jesus spricht, wie er gerade jetzt in seiner auferstandenen, verherrlichten, siegreichen Stellung vor dem Vater ist. Und dann sagt Johannes etwas fast Unglaubliches: „Wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.“

      Das bedeutet, dass die Beziehung, die Jesus zum Vater hat, durch das vollendete Werk Jesu Christi zur Grundlage der Beziehung des Gläubigen zum Vater wird. Jesus ist vor dem Vater angenommen. Jesus ist vor dem Vater geliebt. Jesus ist vor dem Vater gerecht. Jesus ist vor dem Vater geborgen. Und die Schrift sagt: Wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.

      Viele Gläubige leben so, als ginge es im Christentum darum, ständig zu versuchen, eines Tages für Gott annehmbar zu werden. Doch 1. Johannes 4,17 offenbart genau das Gegenteil. Durch Jesus Christus sind die Kinder Gottes bereits jetzt in die Gemeinschaft mit ihm gebracht worden. Hier geht es nicht um menschliches Ego oder Selbstüberhöhung. Hier geht es um die vollständige Identifikation mit Christus durch Gnade.

      Dieser Vers widerlegt auch ein auf Angst basierendes Christentum. Johannes sagt, dass diese Offenbarung den Gläubigen Zuversicht für den Tag des Gerichts gibt. Warum? Weil Zuversicht vor Gott nicht mehr in menschlicher Leistung begründet ist. Zuversicht ist in Jesus Christus selbst begründet. Wenn deine Zuversicht von deiner eigenen Vollkommenheit abhinge, könnte niemand mutig vor Gott stehen. Aber durch Jesus können Gläubige Zuversicht statt Furcht haben. (Römer 8,1)

      Eine der tiefsten Offenbarungen hier ist das Verständnis, dass Gott durch die Gerechtigkeit Christi mit den Gläubigen in Beziehung tritt, nicht durch schwankende menschliche Leistungen. Viele Menschen glauben immer noch, dass sich Gottes Haltung ihnen gegenüber täglich je nach Erfolg oder Misserfolg ändert. Doch Jesus wurde für immer zur beständigen Gerechtigkeit der Kinder Gottes. (2. Korinther 5,21)

      Das verändert alles in Bezug auf Gebet, Gemeinschaft, Anbetung und den Alltag. Anstatt dich Gott zu nähern in der Hoffnung, dass er dich heute vielleicht annimmt, kannst du zu ihm kommen in dem Wissen, dass du durch Jesus Christus bereits vollständig angenommen bist. Die Angst verliert ihren Einfluss, wenn das Bewusstsein der Gerechtigkeit im Herzen zu wachsen beginnt.

      Der Apostel Johannes verbindet diesen Vers auch direkt mit vollkommener Liebe. Vollkommene Liebe vertreibt die Angst, denn Angst beinhaltet Strafe. Je mehr Menschen das vollendete Werk Jesu Christi verstehen, desto mehr beginnt die Angst innerlich zu zerfallen. Warum? Weil Gläubige beginnen zu erkennen, dass Jesus das Gericht am Kreuz bereits vollständig auf sich genommen hat. (1. Johannes 4,18)

      Religion hält Menschen oft in geistlicher Unsicherheit gefangen. Sie lehrt Menschen, sich ständig zu messen, sich selbst zu prüfen und sich Sorgen zu machen, ob sie gut genug sind. Aber das Evangelium lenkt deinen Blick weg von dir selbst und zurück auf Jesus Christus. Gnade schafft Zuversicht, weil Gnade auf die Vollkommenheit Christi hinweist statt auf menschliche Schwäche.

      Das macht Gläubige nicht arrogant. Es schafft vielmehr tiefe Demut und Dankbarkeit, denn alles wurde durch Jesus Christus als Geschenk empfangen. Du hast dir die Gerechtigkeit nicht verdient. Du hast dir die Sohnschaft nicht verdient. Du hast dir die Annahme nicht verdient. Jesus hat alles durch seinen Tod und seine Auferstehung vollbracht.

      Diese Wahrheit verändert sofort, wie Gläubige durch den Alltag gehen. Wenn Verdammnis deinen Verstand angreift, kannst du dich daran erinnern: „Wie Jesus ist, so bin auch ich in dieser Welt.“ Wenn dir die Angst einredet, Gott sei fern, kannst du dich daran erinnern, dass deine Vereinigung mit Christus für immer sicher ist. Wenn Scham versucht, deine Identität zu bestimmen, kannst du dich daran erinnern, dass deine Gerechtigkeit allein durch Jesus Christus begründet wurde.

      Viele Christen verbringen Jahre damit, um Selbstvertrauen zu beten, während sie sich weiterhin auf sich selbst konzentrieren. Aber Selbstvertrauen wächst ganz natürlich, wenn deine Augen auf Jesus gerichtet sind. Je mehr du seine Gerechtigkeit, seine Annahme, seinen Sieg und seine Beziehung zum Vater siehst, desto stabiler wird dein Herz innerlich.

      1. Johannes 4,17 ist eine der klarsten Offenbarungen des vollbrachten Werkes Jesu Christi im gesamten Neuen Testament. Die Kinder Gottes warten nicht darauf, eines Tages angenommen, geliebt, gerecht oder sicher zu werden. Durch Jesus Christus haben Gläubige bereits jetzt Anteil an seiner Gerechtigkeit, seiner Annahme und seiner Beziehung zum Vater. Wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.


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    • Mai 24thDer Name, die Würde und das Leben eines Nächstendürften nicht leichtfertig behandelt werden

      Beim neunten Gebot geht es um mehr als nur darum, Lügen zu vermeiden. Es geht darum, die Wahrheit zu schützen.

      Als Gott zu Israel sagte:
      „Du sollst kein falsches Zeugnis
      gegen deinen Nächsten ablegen“, war der ursprüngliche
      Kontext äußerst ernst.
      Im alten Israel konnte eine Zeugenaussage
      Unschuldige schützen
      oder sie verurteilen.

      Ein falsches Zeugnis konnte einen Ruf zerstören,
      eine Familie spalten, Gerechtigkeit rauben oder
      sogar jemanden das Leben kosten.

      Bei diesem Gebot ging es also nicht
      nur um private Ehrlichkeit.

      Es ging um Gerechtigkeit im Bund.

      Gott formte ein Volk, dessen Worte
      seine Wahrheit widerspiegeln sollten.
      Israel sollte keine Gemeinschaft werden,
      in der Lügen als Waffen eingesetzt werden konnten,
      in der Gerüchte Leben ruinieren konnten
      oder in der Reden verdreht werden konnten,
      um persönlichen Interessen zu dienen.

      Die Wahrheit war wichtig, weil die Menschen wichtig waren.
      Der Name, die Würde und das Leben eines Nächsten
      dürften nicht leichtfertig behandelt werden.

      Doch dieses Gebot reicht
      weit über einen Gerichtssaal hinaus.

      Falsches Zeugnis kann immer dann vorliegen, wenn
      unsere Worte eine andere Person falsch darstellen.

      Wenn wir das Versagen eines anderen übertreiben.
      Wenn wir etwas wiederholen,
      das wir nicht überprüft haben.
      Wenn wir einen Teil der Wahrheit verbergen,
      um uns selbst besser darzustellen.
      Wenn wir mit der Absicht sprechen,
      jemandem zu schaden.
      Wenn wir Klatsch verbreiten und es Sorge nennen.
      Wenn wir Schweigen nutzen, um eine Lüge zu schützen.

      Die Zunge mag klein sein,
      aber sie kann große Zerstörung anrichten.

      Ein falsches Wort kann sich schneller verbreiten als Reue.
      Ein unbedachtes Gerücht kann
      tiefer verletzen, als wir glauben.
      Eine Halbwahrheit kann dennoch
      zu einer mächtigen Waffe werden.

      Deshalb liegt Gott unsere Sprache am Herzen.
      Denn Worte sind niemals leer.

      Jesus sagte, dass aus der Fülle
      des Herzens der Mund spricht.
      Unsere Worte offenbaren, was in uns vorgeht.

      Wenn das Herz voller Stolz, Bitterkeit,
      Neid oder Angst ist, wird der Mund es irgendwann preisgeben.

      Doch Christus ruft sein Volk zu etwas Besserem auf.

      Er ist die Wahrheit.
      Er hat die Realität nie verdreht, um sich selbst zu schützen.
      Er hat nie gelogen, um Macht zu erlangen.
      Er hat Worte nie benutzt, um die Schwachen zu zerstören.

      Selbst als falsche Zeugen
      sich gegen ihn erhoben, blieb Jesus
      treu, rein und wahrhaftig.

      Am Kreuz litt der Unschuldige
      unter Lügen, damit Lügner
      vergeben und verwandelt werden konnten.
      Das ist Gnade.

      Gnade vergibt nicht nur
      unsere unehrlichen Worte.

      Gnade lehrt unseren Mund, ein
      Werkzeug der Wahrheit, der Heilung, der Gerechtigkeit und der Liebe zu werden.

      Frag dich also heute ehrlich:
      Sind meine Worte wahrhaftig?
      Sind sie fair?
      Sind sie notwendig?
      Werden sie in Liebe gesprochen?
      Schützen meine Worte die Würde meines Nächsten
      oder schaden sie ihr stillschweigend?

      Das neunte Gebot erinnert uns daran,
      dass Wahrheit für das Volk Gottes keine Option ist.

      Unseren Nächsten zu lieben bedeutet,
      wahrhaftig über ihn zu sprechen.
      Gott zu ehren bedeutet, Lügen,
      Klatsch, Verleumdung und unbedachte Worte abzulehnen.
      Denn eine wahrhaftige Zunge kann
      zu einem Gefäß der Gerechtigkeit werden.

      Und eine gnädige Zunge kann
      zu einem Zeugen für Christus werden.


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    • Mai 24thVergebung bedeutet, dass du nicht länger zulässt, dass der Schmerz aus der Vergangenheit dein Herz heute weiterhin beherrscht

      Wenn es dir schwerfällt, deiner Mutter oder deinem Vater zu vergeben, ruf sie noch heute an und vergib ihnen. Nicht, weil das, was passiert ist, nicht wehgetan hat. Nicht, weil der Schmerz nicht echt war. Sondern weil Unversöhnlichkeit Menschen emotional an Wunden bindet, die Jesus heilen möchte. Das vollendete Werk Jesu Christi diente nicht nur dazu, dir zu vergeben. Es diente auch dazu, dein Herz von Bitterkeit, Wut und der Last zu befreien, die du seit Jahren mit dir herumträgst. (Epheser 4,31-32)

      Viele Menschen warten auf die perfekte Entschuldigung, bevor sie Vergebung schenken. Aber manchmal beginnt die Heilung, noch bevor die Entschuldigung überhaupt kommt. Vergebung bedeutet nicht, dass du Falsches als richtig bezeichnest. Vergebung bedeutet, dass du nicht länger zulässt, dass der Schmerz aus der Vergangenheit dein Herz heute weiterhin beherrscht.

      Eine der tiefsten Offenbarungen der Gnade ist die Erkenntnis, wie viel dir durch Jesus Christus vergeben wurde. Je bewusster sich Menschen der Barmherzigkeit werden, die sie von Gott empfangen haben, desto leichter beginnt Barmherzigkeit auch anderen entgegenzufließen. Menschen, denen vergeben wurde, beginnen, anderen zu vergeben. (Kolosser 3,13)

      Manchmal haben Eltern versagt, weil sie selbst gebrochen, verletzt, ängstlich, unreif oder verloren waren. Das entschuldigt kein verletzendes Verhalten, aber es hilft Menschen, andere nicht mehr nur durch die Brille des Schmerzes zu sehen. Verletzte Menschen verletzen oft andere. Aber geheilte Menschen beginnen, andere zu heilen.

      Der Feind liebt Spaltung in Familien, denn Spaltung hält Menschen in Groll, Bitterkeit, Stolz und emotionaler Erschöpfung gefangen. Aber Gnade strebt nach Versöhnung, Frieden und Wiederherstellung, wann immer es möglich ist. Gott stellt Herzen wieder her. Gott stellt Familien wieder her. Gott stellt Beziehungen wieder her.

      Das bedeutet nicht, dass jede Beziehung sofort perfekt wird oder über Nacht vollständig wiederhergestellt ist. Gesunde Grenzen können weiterhin bestehen. Weisheit kann weiterhin bestehen. Aber Vergebung befreit dein eigenes Herz vom Gift des Grolls. Unversöhnlichkeit schadet oft demjenigen, der sie in sich trägt, mehr als demjenigen, der den Schmerz verursacht hat.

      Jesus offenbarte Vergebung am eindringlichsten am Kreuz. Während er gekreuzigt, abgelehnt, verspottet und verwundet wurde, sagte er dennoch: „Vater, vergib ihnen.“ (Lukas 23,34) Das ist das Herz Gottes, offenbart durch Christus. Barmherzigkeit, die über Kränkung triumphiert.

      Diese Wahrheit kann dein Leben sofort verändern. In dem Moment, in dem du aufhörst, alte Wunden ununterbrochen wiederzukäuen, beginnt Frieden dort Einzug zu halten, wo einst Bitterkeit herrschte. In dem Moment, in dem du Menschen in Gottes Hände entlässt, wird dein Herz wieder leichter. Gnade ermöglicht es dir, aufzuhören, das zu tragen, was Jesus nie beabsichtigt hat, dass du es für immer trägst.

      Manche Menschen haben Jahre damit verbracht, darauf zu warten, dass ihre Eltern plötzlich perfekt werden, bevor sie sich erlaubten, emotional zu heilen. Aber deine Heilung muss nicht an das Verhalten einer anderen Person gekettet bleiben. Jesus kann deinem Herzen Heilung und Frieden schenken, auch wenn die Umstände noch unvollkommen sind.

      Ein Anruf, ein Gespräch, ein Gebet oder sogar eine innere Entscheidung zur Vergebung kann beginnen, jahrelange emotionale Last zu brechen. Stolz hält Menschen auf Distanz. Gnade führt zum Frieden. Und oft beginnt die Freiheit, um die du betest, damit, dass du loslässt, woran du festgehalten hast.

      Das Schöne am Evangelium ist, dass Gott uns nicht nach unseren Fehlern behandelt hat. Durch Jesus Christus wurde uns Barmherzigkeit zuteil, als wir noch gebrochen waren. Dieselbe Gnade befähigt nun Gläubige, anderen Barmherzigkeit zu erweisen. (Römer 5,8)

      Wenn es dir schwerfällt, deiner Mutter oder deinem Vater zu vergeben, ist vielleicht heute der Tag, an dem du aufhörst, dem Schmerz das letzte Wort zu überlassen. Vielleicht ist heute der Tag, an dem die Gnade größer wird als die Kränkung. Und vielleicht ist heute der Tag, an dem Freiheit durch das vollendete Werk Jesu Christi wieder in dein Herz einzieht.


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    • Mai 24thWas passierte in Eden?

      Im Garten Eden offenbarte Gott seinen ursprünglichen Plan für die Menschheit: ein Leben in seiner Gegenwart, unter seiner Fürsorge und nach seinem Willen.

      Genesis 2,8–9 zeigt, dass der Garten
      nicht nur ein schöner Ort war,
      sondern ein heiliger Raum, in den Gott
      den Menschen in Fülle versetzte.

      Adam begann nicht in Leere, Verwirrung
      oder Isolation; er begann in Segen.
      Er war umgeben von Leben, Schönheit,
      Nahrung und Gemeinschaft mit Gott.

      Das erinnert uns daran, dass Gottes erste Haltung
      gegenüber der Menschheit die Güte war.
      Bevor es Sünde, Scham, Kampf
      oder Tod gab, gab es Gnade.

      Eden lehrt uns, dass die menschliche Seele
      nicht für die Unabhängigkeit von Gott geschaffen wurde,
      sondern für die Gemeinschaft mit ihm.

      Doch in diesem gesegneten Garten
      gab Gott ein klares Gebot:
      „Von allen Bäumen
      des Gartens darfst du essen,
      aber vom Baum
      der Erkenntnis von Gut und
      Böse sollst du nicht essen“
      (Genesis 2,16–17).

      Dieses Gebot war keine grausame
      Einschränkung, sondern eine liebevolle Grenze.
      Gott gab Adam Freiheit,
      doch diese Freiheit sollte
      im Vertrauen ausgeübt werden.

      Der verbotene Baum stand als Prüfung
      dafür, ob die Menschheit
      Gottes Definition von Gut und Böse annehmen
      oder sich moralische Unabhängigkeit aneignen würde.

      Wahrer Gehorsam ist keine roboterhafte
      Befolgung, sondern vertrauensvolles Miteinander.
      Adam und Eva waren dazu aufgerufen zu glauben,
      dass Gottes Wort gut war, dass seine Versorgung
      ausreichte und dass seine Autorität lebensspendend war.

      Als Adam und Eva von der verbotenen Frucht aßen,
      kam die Sünde in die Welt, und mit der Sünde kamen Scham,
      Trennung, Fluch und Tod.

      Die Tragödie von Eden bestand nicht nur darin,
      dass sie eine Regel brachen, sondern darin, dass sie
      der Güte Gottes misstrauten.
      Sie hörten auf die Lüge der Schlange,
      dass Gott ihnen etwas vorenthielt,
      das für ihre Freude notwendig war.

      In diesem Moment entschied sich die Menschheit
      für Selbstherrschaft statt Hingabe,
      für Misstrauen statt Glauben und
      für Autonomie statt Anbetung.

      Das Schließen der Tore von Eden offenbarte
      die Schwere der Sünde: Sünder
      können nicht in der Fülle
      von Gottes heiliger Gegenwart
      nach ihren eigenen Bedingungen verweilen.

      Und doch gab Gott selbst im Gericht eine Verheißung.

      Genesis 3,15 weist voraus auf den
      Samen der Frau, der
      dem Schlangen den Kopf zertreten würde,
      und zeigt, dass Gottes Plan
      der Erlösung schon
      in den Trümmern der Rebellion begann.

      Deshalb muss biblischer Gehorsam
      durch Gnade verstanden werden, nicht durch Angst.
      Gottes Botschaft lautete nie:
      „Gehorsam mir, damit ich dich retten kann.“

      Vielmehr lautet das Muster der Schrift:
      „Ich habe dir Gnade erwiesen; nun wandle mit mir.“

      Israel wurde aus Ägypten befreit,
      bevor es am Sinai das Gesetz empfing.
      Gläubige werden durch Gnade
      und Glauben gerettet, nicht durch Werke,
      doch wir sind gerettet für ein Leben
      der guten Werke, das
      Gott vorbereitet hat (Epheser 2,8–10).

      Gehorsam ist nicht der Preis, den wir zahlen,
      um Gottes Liebe zu verdienen; er ist die Frucht eines Herzens,
      das Seine Liebe empfangen hat.

      Wir gehorchen nicht, um angenommen zu werden,
      sondern weil wir in Christus bereits angenommen sind.

      Dennoch stellt uns Eden vor eine ernste Frage:
      Werden wir auf Gottes guten Plan vertrauen,
      oder werden wir nach unserer eigenen verbotenen Frucht greifen?

      Jede Versuchung wiederholt die alte Lüge,
      dass das Leben besser wäre, wenn wir
      abseits von Gottes Wort leben.
      Doch das Evangelium sagt uns, dass
      das, was Adam verloren hat, Christus wiederherstellt.

      Jesus, der wahre und bessere Adam,
      war gehorsam, wo Adam versagte,
      trug den Fluch der Sünde und
      eröffnete den Weg zurück zu Gott.

      Offenbarung 2,7 verspricht, dass diejenigen,
      die siegen, vom
      Baum des Lebens im Paradies Gottes essen werden.

      Deshalb beginnen wir jeden Tag
      mit Dankbarkeit für Gottes Versorgung,
      prüfen, wo unser Herz versucht ist,
      sich in Unabhängigkeit zu flüchten, und üben uns in Gehorsam
      durch alltägliche Taten der Treue.

      Unser Gebet muss lauten:
      Herr, hilf mir, die Gemeinschaft
      mit Dir mehr zu schätzen als jede verbotene Frucht.


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    • Mai 24thWie kann ich eigentlich eine Beziehung zu jemandem haben, den ich nicht sehen kann?

      Eine der ehrlichsten Fragen, die man sich stellen kann, lautet: „Wie kann ich eigentlich eine Beziehung zu jemandem haben, den ich nicht sehen kann?“ Viele Menschen kämpfen still mit dieser Frage, trauen sich aber nicht, es zuzugeben, weil sie glauben, alle anderen um sie herum hätten das schon längst herausgefunden. Sie hören Christen über die „Beziehung zu Gott“ sprechen, doch innerlich sind sie verwirrt, weil es sich für sie eher so anfühlt, als würden sie ein altes Buch lesen, Predigten anhören oder versuchen, Gefühle zu erzwingen, die sie nicht von Natur aus empfinden. Aber das Schöne daran ist, dass Gott sich von ehrlichen Fragen nicht einschüchtern lässt. (Jeremia 29,13)

      Viele Menschen nähern sich dem Christentum unbewusst als Information statt als Beziehung. Sie denken, wenn sie genug Kapitel lesen, genug Verse auswendig lernen, genug Gottesdienste besuchen oder genug Lobpreismusik hören, werden sie sich irgendwann auf magische Weise Gott nahe fühlen. Aber die Beziehung zu Gott sollte niemals auf religiöse Aktivitäten reduziert werden. Das vollendete Werk Jesu Christi bestand darin, die Einheit zwischen der Menschheit und dem Vater wiederherzustellen.

      Eine der größten Offenbarungen, die alles verändert, ist die Erkenntnis, dass die Beziehung zu Gott nicht damit beginnt, dass du versuchst, ihn zu erreichen. Die Beziehung beginnt damit, zu erkennen, dass er dir durch Jesus Christus bereits nahegekommen ist. Viele Gläubige erschöpfen sich damit, „Gott zu finden“, während die Schrift sagt, dass Gott durch Jesus Christus bereits in den Kindern Gottes Wohnung genommen hat. (Johannes 14,20)

      Das verändert die gesamte Perspektive. Anstatt zu fragen: „Wie zwinge ich mich dazu, mich Gott nahe zu fühlen?“, lautet die bessere Frage: „Wie werde ich mir des Gottes bewusster, der bereits bei mir ist?“ Im Christentum geht es nicht darum, einem fernen Gott hinterherzujagen. Es geht darum, für die Realität seiner Gegenwart durch Jesus Christus zu erwachen.

      Eine Beziehung zu Gott wächst auch anders als menschliche Beziehungen. Bei Menschen siehst du sie physisch, hörst ihre Stimme und interagierst von Angesicht zu Angesicht. Aber eine geistliche Beziehung wächst durch Vertrauen, Achtsamkeit, Gemeinschaft und das Kennenlernen von Gottes Herz durch Jesus Christus. Die Bibel ist nicht nur ein Regelwerk. Sie ist die Offenbarung dessen, wer Jesus ist und was er für die Menschheit vollbracht hat.

      Das Problem ist, dass viele Menschen durch Angst, Druck, Religion oder Leistungszwang an die Heilige Schrift herangeführt wurden. Anstatt die Bibel also als Offenbarung von Gottes Liebe zu sehen, erleben sie sie als Hausaufgabe, Verpflichtung oder ständige Zurechtweisung. Doch Jesus sagte, dass die Heilige Schrift von ihm zeugt. Das Ziel der Heiligen Schrift ist nicht bloß Information. Das Ziel ist, Christus zu offenbaren. (Johannes 5,39)

      Eine der praktischsten Möglichkeiten, wie die Beziehung zu Gott wächst, ist das einfache Achten darauf im Alltag. Ehrlich mit Gott zu sprechen, während man Auto fährt. Ihm in ganz gewöhnlichen Momenten zu danken. Sich Seines Friedens in schwierigen Situationen bewusst zu werden. Deine Ängste, Gedanken, Frustrationen, deine Aufregung und deine Fragen ganz natürlich zu Ihm zu bringen, anstatt zu versuchen, religiös zu klingen.

      Viele Menschen denken, die Beziehung zu Gott müsse sich immer dramatisch oder emotional anfühlen. Doch oft wächst die Beziehung still und leise durch Beständigkeit und Achtsamkeit. Genauso wie gesunde zwischenmenschliche Beziehungen durch beständige Verbindung entstehen, wächst die Beziehung zu Gott durch das tägliche Bewusstsein seiner Gegenwart und Güte.

      Eine weitere wichtige Erkenntnis ist das Verständnis, dass Gefühle nicht die Grundlage der Beziehung zu Gott sind. An manchen Tagen sind die Emotionen stark. An anderen Tagen nicht. Doch das vollendete Werk Jesu Christi bleibt beständig, unabhängig von emotionalen Schwankungen. Deine Beziehung zu Gott wird nicht durch emotionale Intensität zusammengehalten. Sie ist durch Jesus Christus selbst gesichert. (Hebräer 13,8)

      Diese Wahrheit befreit Menschen davon, ständig zu versuchen, spirituelle Erfahrungen zu erzeugen. Du musst keine Gefühle vortäuschen, um eine innige Beziehung zu Gott zu haben. Du kannst ehrlich zu ihm kommen. Einige der tiefsten Momente mit Gott beginnen mit unverfälschter Ehrlichkeit, wie zum Beispiel: „Gott, ich möchte dich kennenlernen, aber ehrlich gesagt fällt mir das manchmal schwer.“ Gott hat keine Angst vor Authentizität.

      Eines der größten Ziele des Feindes ist es, Menschen davon zu überzeugen, dass Gott fern, still oder unerreichbar ist. Denn wenn Menschen glauben, dass Gott weit weg ist, beginnt eine Beziehung unmöglich zu erscheinen. Aber die Schrift sagt, dass Gläubige durch Jesus Christus nahegebracht wurden. Der Heilige Geist wohnt nun für immer in den Kindern Gottes. (Epheser 2,13)

      Die schöne Realität des Evangeliums ist, dass es bei der Beziehung zu Gott nicht darum geht, dir den Weg in den Himmel hochzuklettern. Durch das vollendete Werk Jesu Christi ist der Himmel dir nahe gekommen. Gott verlangt nicht von dir, dass du eine Beziehung zu einem unsichtbaren Fremden erzwingst. Durch Jesus Christus kennt der Vater dich bereits vollständig, liebt dich zutiefst und sehnt sich nach täglicher Gemeinschaft mit dir als seinem Kind.


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