• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

      Weitere Seiten

      1. Ermunternder Ansprachen
      2. Unsere Gruppe im Zelt
      3. Familienblog
      4. Verschiedene Bibel Kommentare
      5. Material zum Verbreiten des Evangeliums
      6. BibelSeminare und Urlaub

      Neueste Kommentare

      • Jule zu AktivGottesdienst – Sprüche 25
      • Jule zu AktivGottesdienst – Sprüche 25
      • Lukas‬ ‭18‬:‭1‬-‭8‬ ‭BIBEL.HEUTE‬‬ zu AktivGottesdienst – Sprüche 25
      • Jüdische zu AktivGottesdienst – Sprüche 25
      • Volxbibel zu AktivGottesdienst – Sprüche 25

      Kategorien

      Meta

      • Anmelden
      • Eintrags-Feed
      • Kommentar-Feed
      • WordPress.org

      1. Johannes 4 1. Mose 3 1. Mose 6 1. Mose 16 1. Mose 19 1. Mose 21 1. Mose 37 1. Samuel 1 1. Samuel 2 1. Samuel 3 1. Samuel 4 1. Samuel 14 1. Samuel 15 1. Samuel 16 1. Samuel 18 2. Korinther 5 2. Mose 2 2. Mose 3 2. Mose 12 2. Mose 20 Der verlorene Sohn Epheser 1 Epheser 2 Hebräer 10 Hebräer 11 Ist Gott brutal? Johannes 1 Johannes 6 Johannes 8 Johannes 10 Johannes 11 Johannes 12 Johannes 14 Johannes 19 Kolosser 1 Lukas 15 Lukas 22 Matthäus 5 Matthäus 26 Psalm 23 Psalm 34 Richter 19 Ruth 1 Römer 5 Römer 8

    • Mai 25thWerde ich zu jemandem, der gibt, anstatt zu nehmen?

      Das achte Gebot ist einfach, aber es geht tiefer, als nur etwas aus dem Zelt eines anderen zu nehmen.

      „Du sollst nicht stehlen.“

      Als Gott Israel dieses Gebot gab,
      formte er ein Volk, das
      gerade aus der Unterdrückung gekommen war.

      In Ägypten wussten sie, wie
      es sich anfühlte, beraubt zu werden.
      Ihre Arbeitskraft war ihnen genommen worden.
      Ihre Freiheit war ihnen genommen worden.
      Ihre Würde war
      als etwas behandelt worden, das dem Pharao gehören konnte.

      Doch am Sinai lehrte Gott sie
      eine andere Art zu leben.

      Sein Volk sollte nicht wie Ägypten werden.
      Sie sollten nicht nehmen, was einem anderen gehörte.
      Sie sollten ihr Leben nicht auf
      Ausbeutung, Unehrlichkeit oder Gier aufbauen.

      Sie sollten auf den Gott vertrauen, der für sie sorgt.

      Stehlen ist nicht nur eine Sünde gegen das Eigentum.
      Es ist eine Sünde gegen das Vertrauen.

      Es bedeutet: „Was Gott mir gegeben hat, reicht nicht aus,
      also nehme ich mir, was er jemand anderem gegeben hat.“

      Deshalb hat Diebstahl oft seine Wurzeln im Unglauben.
      Wir stehlen, wenn wir nicht auf Gottes Versorgung vertrauen.
      Wir stehlen, wenn das Verlangen
      stärker wird als die Zufriedenheit.
      Wir stehlen, wenn wir glauben, wir hätten Anspruch auf
      etwas, das uns nie anvertraut wurde.

      Und dieses Gebot gilt auch heute noch.

      Wir schleichen uns vielleicht nicht mehr in das Zelt eines anderen,
      um Getreide zu stehlen, aber Diebstahl kann viele Formen annehmen.

      Sich mit der Arbeit eines anderen schmücken.
      Verschwenden, was einem anderen gehört.
      Unehrlich im Geschäftsleben sein.
      Zurückhalten, was gerecht ist.
      Menschen für den eigenen Vorteil ausnutzen.
      Zeit, Vertrauen, Ideen oder
      Aufmerksamkeit ohne Integrität an sich reißen.

      Der Kern dieses Gebots
      ist nicht nur „nimm nicht“.

      Es ist auch „lerne, mit offenen Händen zu leben“.

      Paulus schrieb später:
      „Der Dieb soll nicht mehr stehlen,
      sondern lieber arbeiten … damit
      er etwas hat, das er
      mit jedem teilen kann, der in Not ist.“
      (Epheser 4,28)

      Gnade hält die Hand nicht nur davon ab, zu stehlen.
      Gnade verwandelt die Hand in eine, die gibt.
      Das ist die Schönheit des Evangeliums.

      In Christus sehen wir das Gegenteil von Diebstahl.
      Jesus hat nicht nach dem gegriffen, was ihm gehörte, um sich selbst zu bereichern.

      Er hat sich selbst frei hingegeben.
      Er wurde arm, damit wir
      reich an Gnade werden.
      Er stellt wieder her, was die Sünde zerbrochen hat,
      und lehrt uns, in Ehrlichkeit,
      Zufriedenheit und Großzügigkeit zu leben.

      Also frag dich heute ehrlich:
      Nehme ich mir, was mir nicht gehört?
      Lebe ich integer?
      Vertraue ich Gott genug, um ehrlich zu sein?
      Werde ich zu jemandem, der
      gibt, anstatt zu nehmen?

      Denn das Gebot
      ruft uns nicht nur dazu auf, nicht zu stehlen.
      Es ruft uns zur Wiederherstellung.
      Zur Ehrlichkeit.
      Zur Zufriedenheit.
      Zur Großzügigkeit.


      by Jule with no comments yet
    • Mai 25thBiblische Ehrerbietung ist keine blinde Zustimmung

      Als Gott Israel am Sinai die Gebote gab, ging er davon über, seinem Volk beizubringen, wie man Gott liebt, hin zu der Lehre, wie man einander liebt.

      Und die erste Beziehung,
      die er ansprach, war die Familie.

      Ehre deinen Vater und deine Mutter.
      Das ist kein Zufall.

      Bevor Israel zu einer Nation
      mit Richtern, Führern, Städten
      und kommenden Generationen wurde,
      legte Gott etwas Grundlegendes fest:
      Der Glaube soll weitergegeben werden.

      Im alten Israel waren Eltern nicht
      nur Versorger oder Autoritätspersonen.
      Sie waren Lehrer von Gottes Werken,
      Erzähler der Erlösung und
      Führer für das Leben im Bund.

      Von Vätern und Müttern wurde erwartet,
      dass sie im Alltag vom Herrn sprachen,
      wenn sie saßen, gingen, sich hinlegten
      und aufstanden (5. Mose 6,6–7).

      Eltern zu ehren bedeutete mehr als nur Gehorsam.

      Es bedeutete, sie mit Würde zu behandeln.
      Auf ihre Weisheit zu hören.
      Dankbarkeit zu zeigen.
      Die Beziehung zu pflegen.

      Zu erkennen, dass Gott uns oft
      durch unvollkommene Menschen formt.

      Dieses Gebot wird schwierig,
      weil Eltern Menschen sind.

      Manche Eltern führen treu.
      Andere versagen vielleicht zutiefst.
      Manche geben Halt.
      Andere verletzen.

      Eltern zu ehren bedeutet also nicht,
      so zu tun, als sei Sünde akzeptabel, oder
      schädliches Verhalten zu dulden.

      Biblische Ehrerbietung ist keine blinde Zustimmung.

      Es bedeutet, Gottes Plan
      für die Familie anzuerkennen und gleichzeitig mit Wahrheit,
      Demut, Weisheit und Gnade zu reagieren.

      Ehre kann in verschiedenen Lebensphasen unterschiedlich aussehen.
      Für ein Kind kann Ehre Gehorsam bedeuten.

      Für einen Erwachsenen kann Ehre Respekt,
      Fürsorge, Geduld, Dankbarkeit, Anwesenheit oder Vergebung bedeuten.

      Jesus selbst hat dieses Gebot geehrt.

      Obwohl er der Sohn Gottes war,
      unterwarf er sich in seiner Jugend seinen irdischen Eltern.
      Selbst am Kreuz, in unvorstellbarem Leid,
      sorgte er dafür, dass für seine Mutter gesorgt würde.

      Ehre war ihm wichtig.

      Und dieses Gebot geht mit einem Versprechen einher:
      „Damit deine Tage lang sind in dem Land …“

      Das war niemals eine Garantie für ein sorgenfreies Leben.

      Gott lehrte damit, dass gesunde
      Generationen dazu beitragen, gesunde Gemeinschaften aufzubauen.
      Ehre schützt das, was Stolz zerstört.

      In einer Kultur, die Unabhängigkeit feiert
      und ältere Generationen oft abwertet,
      ruft uns dieses Gebot zurück zur Demut.

      Jemand hat für dich gebetet.
      Jemand hat sich für dich aufgeopfert.
      Jemand hat Lasten getragen, die du
      vielleicht nie ganz verstehen wirst.

      Frag dich heute:
      Wie kann ich Ehre erweisen – nicht Perfektion,
      nicht Leistung, sondern Ehre?
      Vielleicht durch ein Gespräch.

      Ein Dankeschön. Eine Entschuldigung.
      Ein Besuch. Ein Gebet.

      Denn manchmal beginnt Ehrerbietung
      damit, dass man sich erinnert.


      by Jule with no comments yet
    • Mai 25thBeim siebten Gebot geht es nicht nur darum, Skandale zu vermeiden

      Beim siebten Gebot geht es nicht nur darum, Skandale zu vermeiden.

      Es geht darum, den Bund zu schützen.
      Als Gott zu Israel sagte:
      „Du sollst nicht ehebrechen“,
      lehrte er sie, dass Liebe
      nicht leichtfertig behandelt werden darf.

      Die Ehe war nie dazu gedacht,
      wegwerfbar oder egoistisch zu sein
      oder nur auf Gefühlen zu beruhen.

      Sie sollte Treue,
      Vertrauen, Loyalität und die Liebe des Bundes widerspiegeln.

      Israel musste das verstehen,
      denn es war ein Bundesvolk.

      Gott hatte sich durch ein Versprechen an sie gebunden.
      Er rettete sie, versorgte sie
      und nannte sie sein Eigentum.

      Ihre Beziehungen untereinander
      sollten die Treue
      des Gottes widerspiegeln, der einen Bund mit ihnen geschlossen hatte.

      Ehebruch war also nicht nur eine private Sünde.
      Er ist ein Vertrauensbruch.
      Er verletzt den Ehepartner.
      Er schadet der Familie.
      Er entehrt den Bund.

      Er behandelt eine heilige Verpflichtung
      als etwas, das man
      gegen vorübergehendes Verlangen eintauschen kann.

      Aber Jesus vertieft dieses Gebot noch weiter.

      In Matthäus 5 sagte er, dass Ehebruch
      nicht nur mit dem Körper begangen wird.
      Er kann im Herzen beginnen, durch
      lüsternes Schauen und heimliches Verlangen.

      Das ist unbequem, denn es bedeutet,
      dass es bei Reinheit nicht nur darum geht, was andere sehen.

      Es geht darum, was wir hegen
      , wenn niemand zusieht.
      Die Augen spielen eine Rolle.
      Die Vorstellungskraft spielt eine Rolle.
      Das verborgene Leben spielt eine Rolle.
      Das Herz spielt eine Rolle.

      Wir leben in einer Welt, die Menschen dazu erzieht,
      andere zu konsumieren, anstatt sie zu lieben.
      Schönheit wird zum Objekt.
      Begierde wird zur Unterhaltung.
      Verpflichtung wird zur Option.
      Treue wird selten.

      Aber Gottes Weg ist anders.

      Gott ruft sein Volk dazu auf, das Ebenbild
      Gottes in anderen zu ehren, statt sie für egoistische Begierden zu nutzen.

      Er ruft Ehemänner und Ehefrauen zur Treue auf.
      Er ruft Singles zur Reinheit auf.
      Er ruft verwundete Herzen zur Heilung auf.
      Er ruft uns alle dazu auf, in Heiligkeit zu lieben.

      Und die gute Nachricht ist:
      Jesus deckt Unreinheit nicht nur auf,
      um uns zu beschämen.
      Er deckt sie auf, um uns zu heilen.

      Er ist treu, wo wir untreu waren.
      Er ist rein, wo unsere Herzen gespalten waren.
      Er vergibt, stellt wieder her, reinigt
      und lehrt uns, wieder richtig zu lieben.

      Am Kreuz sehen wir die Liebe des Bundes in ihrer höchsten Form.

      Christus gab sich selbst für seine Braut, die Gemeinde,
      nicht aus Selbstsucht, nicht aus Begierde,
      nicht aus Verrat, sondern aus aufopfernder Treue.

      Das ist die Art von Liebe, auf die dieses
      Gebot hinweist.

      Nicht bloßes Einhalten von Regeln.
      Treue Liebe.
      Heiliges Verlangen.
      Treue im Bund.

      Ein Herz, das sich weigert, Menschen
      wie Objekte zu behandeln, und lernt, so zu lieben, wie Christus liebt.

      Frag dich also heute ehrlich:
      Bewahre ich mein Herz?
      Halte ich meine Verpflichtungen ein?
      Behandle ich andere als Ebenbilder Gottes, nicht als Objekte?
      Erlaube ich Christus, die
      Stellen zu reinigen, die niemand sonst sieht?


      by Jule with no comments yet
    • Mai 25thDer Vater hörte nie auf, der Vater zu sein

      Eine der am meisten übersehenen Erkenntnisse in der Geschichte vom verlorenen Sohn ist, dass dem Sohn der Mangel erst bewusst wurde, als er das Haus seines Vaters verließ. Solange er im Haus seines Vaters lebte, war Versorgung selbstverständlich. Frieden war selbstverständlich. Identität war selbstverständlich. Zugehörigkeit war selbstverständlich. Doch in dem Moment, als er sich aus der Gegenwart seines Vaters entfernte und begann, auf eigene Faust zu leben, wurde Mangel plötzlich zu seiner Realität. (Lukas 15,11–17)

      Das ist ein so eindringliches Bild dafür, was passiert, wenn Menschen in ihrem Denken den Anschluss an das vollendete Werk Jesu Christi verlieren. Je weiter sich Menschen in Selbständigkeit, Leistungsdruck, Streben, Angst und weltlicher Anerkennung verlieren, desto bewusster werden sie sich ihrer Leere, Unzulänglichkeit, Angst und ihres Mangels. Unabhängigkeit vom Vater führt letztendlich immer zur Erschöpfung.

      Beachte etwas Wichtiges in der Geschichte. Der Vater hörte nie auf, der Vater zu sein. Der Sohn verließ das Haus, aber das Herz des Vaters ihm gegenüber änderte sich nie. Selbst als der Sohn sein Erbe verschleuderte und rücksichtslos lebte, sehnte sich der Vater immer noch nach seiner Rückkehr. Das widerlegt völlig die Vorstellung, dass Gott seine Kinder in dem Moment im Stich lässt, in dem sie versagen. (Lukas 15,20)

      Der verlorene Sohn dachte, Freiheit würde er außerhalb des Vaterhauses finden. Er glaubte, Unabhängigkeit würde ihn mehr befriedigen als Nähe. Doch statt Freiheit fand er Hunger. Statt Erfüllung fand er Leere. Statt Überfluss fand er sich dabei wieder, Schweine zu füttern und sich danach zu sehnen, das zu essen, was sie aßen.

      Genau das bewirken Sünde und Selbstvertrauen. Sie versprechen Erfüllung, während sie Leere hervorbringen. Die Welt erzählt den Menschen ständig, dass Zufriedenheit in Geld, Status, Vergnügen, Beziehungen, Erfolg, Image oder Selbstfindung zu finden sei. Doch nichts außerhalb des Vaters kann das befriedigen, wofür die Menschheit geschaffen wurde. Das wahre Leben findet man in der Gemeinschaft mit Gott durch Jesus Christus. (Johannes 10,10)

      Eine der tiefsten Erkenntnisse in dieser Geschichte ist, dass der Sohn sich des Mangels bewusst wurde, nachdem er das Haus des Vaters verlassen hatte, aber im Haus des Vaters selbst fehlte es nie an etwas. Der Vorrat verschwand nie. Die Versorgung verschwand nie. Die Liebe verschwand nie. Der Sohn trennte sich von dem Ort, an dem alles, was er wirklich brauchte, bereits vorhanden war.

      Deshalb ist das Bewusstsein der Gerechtigkeit so wichtig. Wenn Menschen ihre Identität in Christus aus den Augen verlieren, beginnen sie, sich all dessen bewusst zu werden, was ihnen ihrer Meinung nach fehlt. Sie fühlen sich ungeliebt, unsicher, ängstlich, abgelehnt, vergessen und leer. Doch durch Jesus Christus sind die Kinder Gottes bereits mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen gesegnet worden. (Epheser 1,3)

      Der Feind versucht ständig, Gläubige davon zu überzeugen, dass Erfüllung irgendwo außerhalb der innigen Beziehung zu Jesus zu finden ist. Er flüstert ihnen zu, dass Frieden in Leistung liegt, dass Wert in Beliebtheit liegt und dass Freude in vergänglichem Vergnügen liegt. Doch wie der verlorene Sohn entdecken die Menschen schließlich, dass die Welt nicht das befriedigen kann, was nur der Vater geben kann.

      Das Schöne an der Geschichte ist, dass der Sohn sich nicht erst auf Vordermann gebracht hat, bevor er nach Hause zurückkehrte. Er kam gebrochen, beschämt und mit leeren Händen zurück. Doch der Vater lief ihm entgegen, noch bevor der Sohn seine Entschuldigungsrede zu Ende sprechen konnte. Das ist Gnade. Der Vater nahm ihn wieder auf, noch bevor er sich diese Wiederaufnahme verdienen konnte. (Lukas 15,21–24)

      Viele Gläubige leben immer noch wie Tagelöhner statt wie Söhne und Töchter. Sie glauben, sie müssten sich die Nähe zu Gott durch Leistung, Disziplin oder geistliche Beständigkeit verdienen. Doch der Vater hat den verlorenen Sohn niemals wegen seiner Leistung wieder aufgenommen. Er hat ihn wieder aufgenommen, weil die Beziehung immer das Ziel war.

      Diese Wahrheit kann den Alltag sofort verändern. In dem Moment, in dem du dir Jesus Christus bewusster wirst, kehrt der Friede zurück. Wenn dein Geist wieder in der Liebe des Vaters ruht, verliert das Streben seinen Einfluss. Wenn du dich durch das vollendete Werk Jesu an deine Identität erinnerst, hören Angst und Mangel auf, deine innere Welt zu bestimmen.

      Das größte Problem des verlorenen Sohnes war nie nur sein schlechtes Verhalten. Sein größtes Problem war der Glaube, dass das Leben außerhalb des Vaterhauses ihn mehr befriedigen würde als der Vater selbst. Und viele Menschen suchen heute noch überall anders dort nach dem, was ihnen durch Jesus Christus bereits frei geschenkt wurde.

      Die gute Nachricht des Evangeliums ist, dass durch Jesus das Haus des Vaters für immer offen steht. Du musst dir den Weg zurück in die Liebe, den Frieden, die Gerechtigkeit oder die Zugehörigkeit nicht erst verdienen. Durch das vollendete Werk Jesu Christi haben die Kinder Gottes bereits für immer vollen Zugang zum Vater.


      by Jule with no comments yet
    • Mai 25th„Stelle nichts an die Stelle, die nur mir gehört.“

      1. Mose 20,3
        „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“

      Als Israel am Fuße des Berges Sinai stand,
      waren sie bereits befreit worden.

      Gott hat die Sklaven in Ägypten nicht versammelt und gesagt:
      „Gehorcht mir zuerst, dann werde ich euch retten.“
      Er hat sie zuerst befreit.

      Er hat den Griff des Pharaos gebrochen, das Meer geteilt,
      sie durch die Wüste geführt,
      und erst dann sprach er diese Worte:
      „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“

      Das erste Gebot beginnt
      mit der Beziehung vor der Verantwortung.

      Bei diesem Gebot ging es nicht einfach nur darum,
      Statuen zu verlassen
      oder fremde Religionen abzulehnen.

      Israel war gerade aus Ägypten gekommen,
      einem Land voller sichtbarer Götter, konkurrierender Mächte
      und ständiger Erinnerungen daran, das Vertrauen
      in etwas anderes als den Herrn zu setzen.

      Sie hatten gesehen, wie Menschen zum Nil beteten,
      die Sonne anbeteten, auf Könige vertrauten und
      ihr Leben um geschaffene Dinge herum aufbauten.

      Nun lehrte Gott Sein Volk
      etwas völlig anderes:
      Ihr gehört zu Mir.

      Der Befehl lautete nie nur:
      „Verehre keinen anderen Gott.“

      Er lautete: „Stelle nichts
      an die Stelle, die nur mir gehört.“

      Das ist auch heute noch der Kampf.

      Die meisten von uns sind nicht versucht, sich
      vor geschnitzten Götzenbildern zu verneigen, aber wir sind ständig
      versucht, anderen Dingen mehr zu vertrauen als Gott.

      Manchmal ist das Götzenbild der Erfolg.
      Manchmal ist es Anerkennung.
      Manchmal sind es Beziehungen.
      Manchmal ist es Bequemlichkeit.
      Manchmal ist es der Dienst selbst.

      Ein Götze ist nicht immer etwas Schlechtes.
      Oft ist es etwas Gutes, das still und leise
      zum Wichtigsten geworden ist.

      Was genießt dein tiefstes Vertrauen?
      Was bestimmt deine Gefühle?
      Was beschäftigt deine Gedanken,
      wenn du aufwachst und bevor du einschläfst?

      Das könnte offenbaren, was
      auf dem Thron deines Herzens sitzt.

      Jesus offenbarte später, dass dieses
      Gebot niemals überholt war.
      Als er nach dem wichtigsten Gebot gefragt wurde,
      antwortete er: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
      von ganzem Herzen und von ganzer Seele
      und mit deinem ganzen Verstand.“ (Matthäus 22,37)

      Gott verlangt keine halbherzige Hingabe.
      Er verlangt den ersten Platz.

      Denn er weiß, dass jeder
      kleinere Gott irgendwann enttäuscht.

      Erfolg kann nicht retten.
      Menschen können nicht beständig sein.
      Bequemlichkeit kann nicht befriedigen.
      Nur Gott kann das wahre
      Gewicht tragen, Gott zu sein.

      In Wirklichkeit ist die schöne Einladung dieses
      Gebots keine Schuld, sondern Freiheit.

      Gott will uns nicht die Freude nehmen.
      Er befreit uns davon, auf
      Dinge zu vertrauen, die zu klein sind, um uns zu tragen.

      Frag dich heute ganz ehrlich:
      Was hat in meinem Herzen mit Gott konkurriert?

      Dann gib es auf.
      Nicht, weil du versuchst, dir seine Liebe zu verdienen,
      sondern weil du bereits zu ihm gehörst.


      by Jule with no comments yet
    • Mai 25thParallelen zwischen dem Berg Sinai und Pfingsten

      Eine der verblüffendsten Parallelen in der Heiligen Schrift ist, dass am Berg Sinai 3.000 Menschen starben, während zu Pfingsten 3.000 Menschen gerettet wurden. Das ist kein Zufall. Es ist ein eindrucksvolles Bild für den Unterschied zwischen dem Gesetz und dem vollbrachten Werk Jesu Christi.

      Am Berg Sinai kam Mose mit dem Gesetz herab, nachdem Israel das goldene Kalb angefertigt und gegen Gott rebelliert hatte. Aufgrund des Gerichts nach dem Gesetz starben an diesem Tag etwa 3.000 Menschen (2. Mose 32,28). Der Sinai wurde zu einem Bild für die Menschheit unter der Last des Gesetzes, der Verdammnis und der Trennung.

      Doch in Apostelgeschichte 2, nachdem Jesus gestorben, auferstanden und zu Pfingsten den Heiligen Geist gesandt hatte, stand Petrus auf und predigte das Evangelium von Jesus Christus. Anstatt dass 3.000 starben, sagt die Schrift, dass etwa 3.000 Seelen gerettet wurden. (Apostelgeschichte 2,41)

      Dieser Kontrast ist absolut unglaublich.

      Das Gesetz brachte den Tod, weil die sündige Menschheit seine Anforderungen niemals vollkommen erfüllen konnte. Das Gesetz deckte die Sünde auf, konnte sie aber nicht beseitigen. Es offenbarte das Bedürfnis der Menschheit nach einem Erlöser, konnte aber das menschliche Herz nicht dauerhaft verwandeln. (2. Korinther 3,7)

      Doch Pfingsten offenbarte etwas völlig Neues. Durch das vollendete Werk Jesu Christi wurde der Heilige Geist nun über die Menschheit ausgegossen – nicht aufgrund menschlicher Leistung, sondern aufgrund der Vollkommenheit Jesu. Was der Sinai äußerlich niemals vollbringen konnte, begann der Geist nun innerlich durch Gnade zu vollbringen.

      Der Sinai wurde auf Steintafeln geschrieben. Pfingsten wurde in die Herzen der Menschen geschrieben. Der Sinai offenbarte Distanz und Furcht. Pfingsten offenbarte Vertrautheit und Gemeinschaft durch Jesus Christus. Der Sinai bebte vor Donner und Zittern. Pfingsten bebte vor der Gegenwart und Kraft des Heiligen Geistes, der Leben bringt.

      Der eine Bund deckte Schuld auf. Der andere offenbarte Gerechtigkeit als Geschenk durch Jesus Christus. Der eine Dienst brachte Verdammnis hervor. Der andere brachte Leben und Freimut durch den Geist hervor. (2. Korinther 3,8–9)

      Deshalb ist es so wichtig, das vollendete Werk Jesu zu verstehen. Viele Gläubige leben geistlich immer noch am Sinai, voller Angst vor dem Gericht, im Versuch, sich Anerkennung zu verdienen, und mit einem ständigen Sündenbewusstsein. Doch durch Jesus Christus sind die Gläubigen in einen neuen Bund gebracht worden, der auf besseren Verheißungen beruht. (Hebräer 8,6)

      Am Sinai standen die Menschen aus Angst weit entfernt vom Berg. Aber durch Jesus Christus treten Gläubige nun mutig und voller Zuversicht vor den Vater, denn das Kreuz hat die Barriere zwischen Gott und den Menschen für immer beseitigt. (Hebräer 4,16)

      Pfingsten war nicht nur ein emotionaler Gottesdienst. Es war der Himmel, der verkündete, dass durch Jesus Christus eine völlig neue Bundeswirklichkeit begonnen hatte. Der Geist Gottes war nicht länger auf vorübergehende Besuche beschränkt. Der Heilige Geist wohnt nun dauerhaft in den Kindern Gottes, dank des vollbrachten Werkes Jesu.

      Das Schöne an Pfingsten ist, dass Gott nicht darauf gewartet hat, dass die Menschheit vollkommen wird, bevor er seinen Geist ausgießte. Jesus hat bereits erfüllt, was die Menschheit niemals hätte tun können. Die Ausgießung des Heiligen Geistes war der Beweis dafür, dass das Opfer Jesu vom Vater vollständig angenommen wurde.

      Diese Wahrheit verändert alles daran, wie Gläubige heute leben. Du versuchst nicht mehr, dich Gott über den Sinai zu nähern. Durch Jesus Christus bist du bereits nahegebracht worden. Du stehst nicht unter einem Dienst der Verurteilung und Distanz. Du stehst unter Gnade, Gerechtigkeit, Sohnschaft und Vereinigung mit dem Vater durch Christus.

      3.000 starben am Sinai, weil das Gesetz Sünde aufdecken, aber nicht beseitigen konnte. 3.000 lebten zu Pfingsten, weil Jesus Christus das Gesetz erfüllt, den Tod besiegt und durch den Heiligen Geist ewiges Leben geschenkt hat. Das ist der Unterschied zwischen dem alten Bund und dem vollbrachten Werk Jesu Christi.


      by Jule with no comments yet
    • Mai 25thDeine Verzögerung ist nicht dein Schicksal

      Hast du jemals das Gefühl gehabt, dass das Leben still und leise an dir vorbeigegangen ist? Als ob irgendwo auf dem Weg alles auseinandergefallen wäre und du jetzt einfach nur noch deine Pflichten erfüllst, an einem Ort, den niemand bemerkt?

      Genau da befand sich Mose.

      Er stand nicht in einem Palast. Er führte keine Bewegung an und baute auch nichts Beeindruckendes auf. Er war draußen in der Wüste, hütete Schafe und führte ein Leben, das weder Beifall noch Publikum findet. Ein Mann mit einer schmerzhaften Vergangenheit und einer Zukunft, die sich wahrscheinlich sehr klein anfühlte.

      Aber Gott hatte andere Pläne.

      An einem ganz normalen Tag, auf einem ganz normalen Berg, ließ etwas Mose innehalten. Ein Busch stand in Flammen. Und er verbrannte nicht. Das war seltsam genug, dass er zweimal hinschaute. Also ging er näher heran, um besser sehen zu können, und da änderte sich alles.

      Gott rief ihn bei seinem Namen. Nicht bei einem Titel. Nicht bei einer Rolle. Bei seinem Namen. „Moses, Moses!“
      Und dann folgten Worte, die mit enormer Wucht auf ihn eingewirkt haben müssen: „Komm nicht näher her. Zieh deine Sandalen aus, denn der Ort, an dem du stehst, ist heiliger Boden.“ (2. Mose 3,5)

      Denk mal einen Moment darüber nach. Mose war nicht in einem Tempel. Er war nicht an einem Ort, den irgendjemand auf einer Karte als heilig markieren würde. Er befand sich mitten in einem ganz normalen Tag in einer Wüste, die sich wahrscheinlich eher wie ein Exil als wie eine Bestimmung anfühlte. Und Gott nannte es heiligen Boden.

      Das sagt dir etwas. Der Ort, an dem du gerade bist, die Zeit, die sich vergessen anfühlt, die Phase im Leben, in der es so aussieht, als würde nichts passieren – Gott kann genau dort erscheinen. Er hat eine lange Geschichte darin, genau das zu tun.

      Natürlich fühlte sich Mose nicht bereit. Er wehrte sich. „Wer bin ich denn, dass ich zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten herausführen sollte?“ (2. Mose 3,11). Und ganz ehrlich, kannst du es ihm verübeln? Er hatte es zuvor auf seine eigene Art versucht, und es endete in einer Katastrophe. Er hatte Gründe, an sich selbst zu zweifeln. Er hatte Beweise aus seiner eigenen Geschichte, dass Dinge schiefgehen können.

      Aber hier ist das, was ich an diesem Moment so rührend finde. Gott antwortete Mose nicht, indem er seine Stärken aufzählte. Er reichte ihm keinen Lebenslauf und erinnerte ihn nicht an seine Qualifikationen. Er gab ihm etwas Besseres als Selbstvertrauen. Er gab ihm ein Versprechen.

      „Ich werde mit dir sein.“ (2. Mose 3,12)

      Das war die Antwort. Nicht deine Fähigkeiten, nicht deine Vergangenheit, nicht deine Erfolgsbilanz. Nur die Gegenwart Gottes, der an deiner Seite geht, wohin auch immer er dich beruft.
      Der brennende Busch ist an sich schon faszinierend. Feuer, das nicht zerstört. Eine Flamme, die weiterbrennt, ohne das zu verzehren, was sie berührt. Und ich frage mich, ob dieses Bild absichtlich gewählt wurde – nicht nur als Zeichen für Mose, sondern als Botschaft für jeden, der jemals das Gefühl hatte, seine Umstände würden ihn gänzlich verschlingen.

      Deine Situation wird dich nicht verschlingen. Die Wüste wird nicht das Ende deiner Geschichte sein.

      Gott spricht auch in den Zeiten, die sich leer anfühlen. Er beruft immer noch Menschen, die sich völlig unqualifiziert fühlen. Er nimmt immer noch Hirten, die sich übersehen fühlen, und macht sie zu Befreiern, die den Lauf der Geschichte verändern. Was wie ein langer Umweg in deinem Leben aussieht, könnte genau der Abschnitt sein, auf dem Gott deinen Lebenszweck formt und dich auf etwas vorbereitet, das du noch nicht sehen kannst.

      Mose verbrachte vierzig Jahre in dieser Wüste, bevor der brennende Busch erschien. Vierzig Jahre. Und kein einziges dieser Jahre war verschwendet.

      Vielleicht fühlst du dich gerade unsichtbar. Vielleicht hast du das Gefühl, zu weit weg vom Rampenlicht zu sein, zu weit weg von der Zeit der Wirkung, die du dir einst vorgestellt hast. Aber hier ist, woran du dich heute festhalten sollst. Der Himmel kennt deinen Namen. Gott weiß genau, wo du bist. Und wenn die Zeit reif ist, tritt er in gewöhnliche Tage auf gewöhnlichen Bergen ein und verwandelt sie in heiligen Boden.

      Die eigentliche Frage ist nicht, ob Gott dich gebrauchen kann. Die Frage ist, ob du deine Sandalen ausziehst, näher kommst und darauf hörst, was er dir genau dort sagt, wo du gerade bist.


      by Jule with no comments yet
    • Mai 25thEr nannte ihn zuerst Bruder

      Von all den Worten, die Ananias hätte sagen können, als er durch diese Tür trat, war das, für das er sich entschied, vielleicht das überraschendste in der ganzen Geschichte.

      Gehen wir einen Moment zurück. Als Gott Ananias auftrug, Saulus von Tarsus aufzusuchen, tat Ananias nicht so, als hätte er nichts gehört. Er nickte nicht still und ging zur Tür hinaus. Er sprach es offen aus. Er legte alles ehrlich dar. Das ist der Mann, der dein Volk ins Gefängnis geworfen hat. Das ist der Mann, der tatenlos zusah, als Gläubige getötet wurden. Das ist der Mann, der extra hierhergekommen ist, um noch mehr Unheil anzurichten.

      Und hier ist etwas, das es zu beachten gilt. Gott hat Ananias nicht dafür zurechtgewiesen, dass er all das gesagt hat. Er hat ihm nicht gesagt, dass er Unrecht hatte oder dass seine Besorgnis unangebracht war. Er sagte einfach: Geh. Denn Saulus ist mein auserwähltes Werkzeug. Das reichte aus. Ananias ging.

      Er ging die Gerade Straße entlang. Er fand das Haus. Er klopfte an die Tür des Mannes, der Menschen wie ihn gejagt hatte. Und als Saulus öffnete, erzählt uns Apostelgeschichte 9,17 genau, was Ananias als Erstes sagte.

      Bruder.

      Nicht: „Ich habe gehört, du hattest eine Vision auf der Straße.“ Nicht: „Gott hat mich gesandt, aber ich muss sehen, ob das echt ist.“ Nicht einmal eine vorsichtige, zurückhaltende Begrüßung, die etwas Abstand wahrte. Sein allererstes Wort an Saulus von Tarsus war „Bruder“.

      Kannst du das mal einen Moment auf dich wirken lassen? Denn dieses Wort kam nicht, nachdem Saulus irgendetwas bewiesen hatte. Es kam vor der Heilung. Es kam, bevor es irgendeinen Beweis dafür gab, dass diese Verwandlung echt war. Saulus war noch blind. Er trug noch immer die Last all dessen, was er getan hatte. Ananias hatte den Moment auf der Straße nach Damaskus nicht miterlebt. Er hatte Saulus nicht weinen sehen, nicht gebrochen oder verändert. Er nahm Gott einfach beim Wort und nannte Saulus bei der Identität, die Gott bereits über ihn ausgesprochen hatte, nicht bei der Geschichte, mit der alle anderen ihn definiert hätten.

      Wie uns die Passage berichtet, legte Ananias Saul die Hände auf und sagte: „Bruder Saul, der Herr Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist, hat mich gesandt, damit du wieder sehen und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden kannst.“ (Apostelgeschichte 9,17)
      Die neue Identität kam zuerst. Die Wiederherstellung folgte.

      Die meisten von uns handeln nicht so, und ehrlich gesagt ist das verständlich. Wenn uns jemand verletzt hat oder Menschen, die wir lieben, warten wir ab. Wir beobachten. Wir wollen Beweise sehen, bevor wir nachgeben. Wir brauchen den Beweis, dass sich die Dinge wirklich geändert haben, bevor wir bereit sind, unsere Sichtweise zu ändern. Dieser Impuls ist verständlich. Es ist keine Schwäche. Es ist Selbstschutz.

      Aber Ananias zeigt uns einen anderen Weg. Er sah Sauls Vergangenheit klar vor sich. Er hatte sie Gott gerade erst laut ausgesprochen. Er tat nicht so, als wäre das Unrecht nie geschehen. Er traf einfach die Entscheidung, sich von dem leiten zu lassen, was Gott über Sauls Zukunft sagte, anstatt von dem, was jeder über Sauls Vergangenheit wusste.

      Das ist eines der stillsten und radikalsten Dinge, die ein Mensch tun kann. Jemanden anzusehen und ihn bei seiner Berufung zu nennen, noch bevor es sichtbare Anzeichen dafür gibt, dass sie wahr ist. Einer Person eine neue Identität zuzusprechen, noch bevor sie diese selbst erkennen kann.

      Gott hatte bereits entschieden, wer Saul sein würde. Ananias hatte einfach den Mut, es laut auszusprechen.

      Und was geschah als Nächstes? „Sofort fiel etwas wie Schuppen von Sauls Augen, und er konnte wieder sehen.“ (Apostelgeschichte 9,18). Das Wort der Wiederherstellung und der mutige Akt, mit dem es verkündet wurde, öffneten die Tür für eine der bemerkenswertesten Verwandlungen in der Geschichte der Urkirche.

      Gibt es gerade jemanden in deinem Leben, den Gott dich vielleicht dazu auffordert, anders zu sehen? Nicht aufgrund dessen, was er getan hat, sondern aufgrund dessen, was Er gesagt hat? Es lohnt sich, diese Frage zu stellen. Denn manchmal ist das Mächtigste, was wir einem anderen Menschen bieten können, nicht unser Urteil über seine Vergangenheit. Es ist der Mut, ihn so zu nennen, wie Gott sagt, dass er wird.

      Das Wort kam vor dem Beweis. So beginnt Wiederherstellung.


      by Jule with no comments yet
    • Mai 25thJesus Christus bleibt derselbe gestern, heute und in Ewigkeit

      Jeder einzelne Mensch trifft in seinem Leben eine Entscheidung, ob er sich dessen bewusst ist oder nicht. Niemand lebt völlig neutral. Jeden Tag setzen Menschen ihr Vertrauen, ihre Zuneigung, ihre Identität, ihre Hoffnung und ihre Geborgenheit in etwas ein. Manche entscheiden sich für Geld, weil sie glauben, dass finanzieller Erfolg ihnen endlich ein Gefühl der Sicherheit geben wird. Manche entscheiden sich für Beziehungen, weil sie denken, dass ein anderer Mensch sie vervollständigen wird. Manche entscheiden sich für Beliebtheit, weil sie sich nach Anerkennung sehnen. Manche entscheiden sich für Vergnügen, weil sie versuchen, dem Schmerz zu entfliehen. Manche entscheiden sich für Kontrolle, weil die Angst sie davon überzeugt, dass alles von ihnen abhängt. Die Menschheit wurde geschaffen, um etwas anzubeten, ihm zu vertrauen und ihr Leben darum herum aufzubauen. Die eigentliche Frage ist nicht, ob Menschen sich für etwas entscheiden werden. Die eigentliche Frage ist, wem sie ihr Leben hingeben werden. (Josua 24,15)

      Eine der größten Tragödien im Leben ist es, zu sehen, wie Menschen Jahrzehnte damit verbringen, Dingen nachzujagen, die die menschliche Seele niemals wirklich befriedigen können. Menschen opfern ihren Frieden für den Erfolg. Sie opfern ihre Familien für ihren Ehrgeiz. Sie opfern ihre Identität für Anerkennung. Sie opfern ihre psychische Gesundheit, um online ein Bild aufrechtzuerhalten, das nicht einmal widerspiegelt, wer sie wirklich sind. Doch selbst nachdem sie erreicht haben, was sie zu wollen glaubten, fühlen sich viele innerlich immer noch leer, denn ewiger Hunger lässt sich nicht mit vergänglichen Dingen stillen.

      Die Welt verspricht ständig Erfüllung, während sie Erschöpfung hervorbringt. Sie sagt den Menschen: „Noch eine Errungenschaft, und du wirst dich endlich wertvoll fühlen.“ „Noch eine Beziehung, und du wirst dich endlich geliebt fühlen.“ „Noch eine Errungenschaft, und du wirst dich endlich vollständig fühlen.“ Aber vergängliche Dinge waren nie dazu bestimmt, das Gewicht deiner Identität zu tragen. Geld ändert sich. Popularität ändert sich. Gefühle ändern sich. Beziehungen können scheitern. Die Umstände schwanken ständig. Aber Jesus Christus bleibt derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. (Hebräer 13,8)

      Deshalb kämpfen so viele Menschen, die äußerlich erfolgreich erscheinen, innerlich immer noch mit Angst, Depressionen, Leere, Furcht und Hoffnungslosigkeit. Denn die Menschheit wurde nie nur für Erfolge geschaffen. Die Menschheit wurde für die Beziehung zu Gott geschaffen. Die Schrift sagt, dass Gott die Ewigkeit in das menschliche Herz gelegt hat. Das bedeutet, dass es in den Menschen eine ewige Sehnsucht gibt, die kein irdischer Erfolg dauerhaft stillen kann. (Prediger 3,11)

      Das ist es, was Jesus so radikal von allem anderen unterscheidet, was die Welt zu bieten hat. Jesus kam nicht, um vorübergehende Ablenkung anzubieten. Er kam, um ewiges Leben anzubieten. Jesus kam nicht nur, um das Verhalten zu verbessern oder ein weiteres religiöses System aufzubauen. Er kam, um die Menschheit durch sein vollbrachtes Werk am Kreuz wieder in die Gemeinschaft mit dem Vater zurückzuführen. (Johannes 14,6)

      Viele Menschen glauben, sich für Jesus zu entscheiden bedeute, Freiheit zu verlieren, doch eigentlich ist es die Sünde, die Knechtschaft hervorbringt. Sucht verspricht Flucht, schafft aber Ketten. Stolz verspricht Stärke, führt aber zu Isolation. Begierde verspricht Vergnügen, hinterlässt aber Leere. Angst verspricht Schutz, verursacht aber Qual. Der Feind verkauft immer vorübergehende Befriedigung, während er dahinter langfristige Zerstörung verbirgt. Doch Jesus führt die Menschen zu Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Heilung, Identität und wahrem Leben.

      Eine der kraftvollsten Offenbarungen des Evangeliums ist die Erkenntnis, dass Jesus dich bereits zuerst erwählt hat. Bevor du Ihn überhaupt gesucht hast, hat Er dich gesucht. Bevor du Gnade verstanden hast, hat Er Sein Leben für dich gegeben. Bevor du dich selbst in Ordnung gebracht hast, hat Er dich vollkommen geliebt. Das Kreuz hat für immer das Herz Gottes gegenüber der Menschheit offenbart. (Römer 5,8)

      Das verwandelt das Christentum von einer Leistung in eine Beziehung. Viele Menschen denken insgeheim, dass Gott nur die perfekte Version von sich selbst liebt. Sie glauben, sie müssten geistlich beeindruckend werden, bevor Gott sie voll und ganz annimmt. Doch das Evangelium offenbart genau das Gegenteil. Jesus begegnete der Menschheit in ihrer Gebrochenheit, Schwäche, Sünde, Angst und Scham und gab dennoch bereitwillig sein Leben, um die Menschen für immer dem Vater nahezubringen.

      Sich für Jesus zu entscheiden bedeutet nicht einfach, einmal ein Gebet zu sprechen. Sich für Jesus zu entscheiden bedeutet, dein ganzes Leben auf ihn zu bauen. Es bedeutet, ihm mehr zu vertrauen als deinen Gefühlen. Ihm mehr zu vertrauen als deinen Ängsten. Ihm mehr zu vertrauen als der Kultur. Ihm mehr zu vertrauen als deinem eigenen Verstand. Es bedeutet, sein vollbrachtes Werk deine Identität bestimmen zu lassen, anstatt zuzulassen, dass die Welt dich durch Erfolg, Aussehen, Fehler oder die öffentliche Meinung definiert. (Sprüche 3,5–6)

      Der Feind versucht ständig, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie unbegrenzt Zeit haben. „Später.“ „Wenn das Leben ruhiger wird.“ „Wenn du älter bist.“ „Wenn du dich selbst gefunden hast.“ „Wenn du würdiger wirst.“ Aber viele Menschen verbringen ihr ganzes Leben damit, die Gemeinschaft mit Gott aufzuschieben, während sie ihr Herz ganz den vergänglichen Dingen schenken, die sie nicht retten können.

      Diese Wahrheit wirkt sich unmittelbar auf den Alltag aus. Die Entscheidung für Jesus verändert, wie du mit Ängsten umgehst, denn Frieden hängt nicht mehr von perfekten Umständen ab. Die Entscheidung für Jesus verändert, wie du mit Misserfolgen umgehst, denn deine Identität ist nicht mehr an Leistung gebunden. Die Entscheidung für Jesus verändert, wie du Beziehungen angehst, denn du hörst auf, nach Menschen zu suchen, die emotional zu deinem Retter werden. Die Entscheidung für Jesus verändert, wie du dich selbst siehst, denn dein Wert wurzelt nun im Kreuz statt in menschlicher Anerkennung.

      Viele Menschen sind heute geistlich erschöpft, weil sie versuchen, die Last des Lebens ohne den Einen zu tragen, für den sie geschaffen wurden. Sie suchen nach Frieden, während sie den Fürsten des Friedens ignorieren. Sie suchen nach Sinn, während sie den Einen ignorieren, der sie geschaffen hat. Sie suchen nach Identität, während sie den Einen ignorieren, der sie in Liebe geformt hat, noch bevor die Welt gegründet wurde. (Epheser 1,4)

      Im Zentrum jedes menschlichen Herzens steht die Entscheidung, was letztendlich auf dem Thron des Lebens sitzen wird. Etwas wird immer den ersten Platz einnehmen. Etwas wird immer deine Entscheidungen, Gefühle, Prioritäten und deine Richtung prägen. Geld wird irgendwann versagen. Ruhm verblasst. Vergnügen ist vergänglich. Menschliche Anerkennung ändert sich ständig. Aber Jesus Christus bleibt ewig.

      Wir alle entscheiden uns für etwas. Jeden einzelnen Tag geben Menschen ihre Aufmerksamkeit, Zuneigung, ihr Vertrauen und ihre Verehrung irgendwohin hin. Entscheide dich für Jesus. Entscheide dich für den Einen, der deine Sünden bereits ans Kreuz getragen hat. Entscheide dich für den Einen, der den Tod besiegt hat. Entscheide dich für den Einen, der dich durch sein vollbrachtes Werk als gerecht erklärt. Entscheide dich für den Einen, der Frieden schenkt, der Stürme übersteht, Identität, die Versagen überdauert, Hoffnung, die Leiden überwindet, und ewiges Leben, das dir niemals genommen werden kann. Durch Jesus Christus wird der Menschheit nicht bloß eine Religion angeboten. Der Menschheit wird die ewige Vereinigung mit dem lebendigen Gott angeboten.


      by Jule with no comments yet
    • Mai 25thWarum hat Jesus geweint, wenn er doch wußte, dass er Lazarus wieder auferwecken würde?

      In Johannes 11,35 gibt uns die Bibel eine ihrer kürzesten, aber tiefgründigsten Aussagen:

      „Jesus weinte.“

      Was diesen Moment so bedeutsam macht, ist nicht nur die Handlung selbst, sondern auch der Kontext, in dem sie stattfindet.

      Jesus hat bereits voller Zuversicht darüber gesprochen, was geschehen wird. Er hat gesagt, dass diese Krankheit im endgültigen Sinne „nicht zum Tod führt“ und dass sie letztendlich die Herrlichkeit Gottes offenbaren wird.

      Der Ausgang ist ihm nicht unbekannt.

      Und doch reagiert er, als er in Bethanien ankommt, nicht mit Distanziertheit.

      Er reagiert mit Tränen.

      Als Maria und die, die bei ihr sind, weinen, heißt es im Text, dass Jesus „in seinem Geist tief bewegt und sehr beunruhigt“ ist (Joh 11,33). Dieser Satz spiegelt eine tiefe innere emotionale Erschütterung wider, als Reaktion auf die Realität, die vor ihm liegt – die Trauer seiner Freunde und die Gegenwart des Todes selbst.

      Dann berichtet Johannes einfach:

      „Jesus weinte.“

      Dieser Moment wird nicht als Verwirrung oder Hilflosigkeit dargestellt. Es liegt nicht daran, dass Jesus nicht versteht, was er als Nächstes tun wird.

      Vielmehr ist es seine Reaktion auf das, was unmittelbar vor ihm liegt: ECHTE TRAUER.

      Marias Trauer ist echt.
      Die trauernde Gemeinschaft ist echt.
      Der Schmerz des Todes ist nicht abstrakt.
      Er ist gegenwärtig, sichtbar und wird geteilt.

      Und Jesus steht nicht außerhalb davon.

      Er tritt hinein.

      Und was diese Geschichte so kraftvoll macht, ist, dass
      Jesus weinte, obwohl er wusste, dass Lazarus bereits tot war, bevor er die Nachricht erhielt.
      Er weinte, obwohl er wusste, dass Lazarus in wenigen Augenblicken wieder am Leben sein würde.
      Er weinte, obwohl er wusste, dass der Tod nicht für immer bleiben würde.

      Jesus weinte, weil diese Welt immer noch voller Schmerz, Reue, Verlust, Depression und Verzweiflung ist.
      Er weinte, weil das Wissen um das Ende der Geschichte die Last der Gegenwart nicht wegnehmen kann.
      Er weinte, weil das Wissen um die bevorstehende Auferstehung die Realität der Trauer, die bereits empfunden wird, nicht aufhebt.

      Jesus weint, weil ihm das Leiden derer, die er liebt, nicht gleichgültig ist.
      Er ist von ihrer Trauer bewegt.
      Er spürt die Last ihres Kummers und reagiert mit echtem menschlichem Mitgefühl.

      Und das verändert unser Verständnis von Mitgefühl.

      Mitfühlend und einfühlsam zu sein bedeutet nicht, Recht zu haben oder Emotionen zu korrigieren. Es bedeutet, sich mit Menschen an einen Ort der Last zu begeben und sich dafür zu entscheiden, diese Last mit ihnen zu tragen, um ihnen dabei zu helfen, sie zu bewältigen.

      In diesem Moment zeigt uns das Johannesevangelium etwas zutiefst Wichtiges: Der menschgewordene Sohn Gottes beobachtet nicht nur das menschliche Leid, er nimmt daran teil.

      Das schmälert seine göttliche Autorität nicht.
      Vielmehr offenbart es das Geheimnis seiner Menschwerdung.
      Derjenige, der bald Lazarus aus dem Grab rufen wird, ist auch derjenige, der unter den Trauernden steht und an ihrem Kummer teilhat.

      Er korrigiert ihre Trauer nicht.
      Er tut sie nicht ab.
      Er eilt nicht daran vorbei.

      Er taucht ganz darin ein.

      So betrachtet handelt diese Passage nicht nur vom Wunder der Auferstehung. Sie ist auch eine Offenbarung des Herzens Christi.

      Bevor er den Toten auferweckt, zeigt er, dass er nicht fern von denen ist, die trauern.
      Er ist bei ihnen.
      Er ist von ihrem Kummer berührt.
      Er ist von ihrem Schmerz bewegt.

      Deshalb weinte Jesus.

      Nicht, weil ihm die Macht über den Tod fehlte, sondern weil er die menschliche Erfahrung der Trauer voll und ganz teilte. Der Herr des Lebens steht unter denen, die vom Tod gebrochen sind, und er bleibt nicht unberührt.

      Und so lädt uns diese Passage ein, Christus nicht nur als den zu sehen, der den Tod besiegt, sondern auch als den, der denen, die trauern, wirklich nahe ist.

      Das Wunder offenbart seine Macht.
      Die Tränen offenbaren sein Herz.

      Danke, Herr Jesus,
      dass du dich nicht von menschlichem Leid fernhältst.
      Dass du mit uns in die Trauer eintrittst
      und zulässt, dass du die Tiefe unseres Schmerzes spürst.
      In deinen Tränen sehen wir keine Schwäche, sondern Liebe, die sich uns nähert.


      by Jule with no comments yet
    • ‹ Older Posts Newer Posts ›

      Good Old Fashioned Hand Written Code by Eric J. Schwarz

        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

      • Biblische Seelsorge
      • Gemeinsam die Bibel lesen
      • Hauskreis Offenbarung