
Angst, Mut und bedingungslose Hingabe – unser Weg zum Vater
In der vergangenen Woche habe ich mich noch einmal sehr intensiv mit den freien Worten aus dem letzten Heiligen Menschendienst beschäftigt.
Einige Dinge haben mich dabei besonders berührt, weil ich mich selbst in vielem wiedererkannt habe. Ich habe mir Zeit genommen, darüber nachzudenken, genauer hinzuschauen und auch zu fühlen, was diese Worte in mir bewegen.
Dabei hatte ich das Gefühl, dass es schön wäre, einige dieser wichtigen Aspekte noch einmal mit euch zu teilen.
Was bedeutet es eigentlich, den Weg zum Vater in bedingungsloser Hingabe zu gehen?
Wir haben in unserem Leben oft gelernt, dass wir etwas tun, um dafür etwas zu bekommen. Sei es Anerkennung, Liebe, Zuwendung oder auch einfach, um nicht bestraft oder verletzt zu werden.
Es geht nicht darum, etwas zu tun, um dafür belohnt zu werden. Auch nicht darum, dass wir durch unsere Hingabe vor Leid, Verlust oder schwierigen Erfahrungen bewahrt bleiben.
Es geht darum, den Vater zu lieben, ihn zu erkennen und unseren Weg aus dieser Liebe heraus zu gehen. Ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Und dann ist da noch unsere Angst.
Wie oft hält uns unsere Angst davon ab, etwas zu tun, obwohl wir tief in uns spüren, dass wir diesen Schritt eigentlich gehen möchten?
Vielleicht haben wir Angst davor, abgelehnt zu werden, alleine zu sein, etwas zu verlieren oder erneut verletzt zu werden.
Viele dieser Ängste sind aus Erfahrungen entstanden, die uns einmal sehr wehgetan haben.
Wir haben Strategien entwickelt, um diesen Schmerz nicht noch einmal erleben zu müssen. Strategien, die zu unserem Ego gehören und die uns manchmal so sehr bestimmen, dass wir gar nicht mehr erkennen, warum wir bestimmte Entscheidungen treffen.
Vielleicht halten wir an Menschen, Situationen oder materiellen Sicherheiten fest, nicht weil wir es wirklich möchten, sondern weil wir Angst davor haben, was geschieht, wenn wir sie loslassen.
Aber unsere Angst darf erst einmal da sein.
Wir müssen sie nicht bekämpfen, nicht ablehnen und uns auch nicht dafür verurteilen.
Wir dürfen sie erkennen, annehmen und, wenn wir bereit sind, loslassen.
Und manchmal dürfen wir auch einfach mutig sein, obwohl die Angst noch da ist.
Denn Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, trotz der Angst einen Schritt zu gehen.
Was mich dabei besonders beschäftigt hat, ist die Frage, wie bedingungslos meine eigene Hingabe wirklich ist.
Gehe ich meinen Weg zum Vater auch dann weiter, wenn es schwierig wird? Wenn ich etwas verliere? Wenn das Leben nicht so verläuft, wie ich es mir vorgestellt habe?
Oder gibt es noch Dinge, an denen ich aus Angst festhalte?
Ich glaube, dass es sich lohnt, sich diese Fragen einmal ganz in Ruhe zu stellen.
Nicht, um sich dafür zu verurteilen, was man bei sich entdeckt, sondern um sich selbst besser zu erkennen.
Jeder von uns hat seinen eigenen Weg zum Vater. Und auf diesem Weg dürfen wir unsere Ängste erkennen, unser Ego bearbeiten, Mut entwickeln und immer mehr in die Hingabe kommen.
Der Vater sieht uns immer. Er ist für uns und für unseren Weg 🙏🏻🤍✨.
Und vielleicht ist genau das etwas, was wir uns immer wieder bewusst machen dürfen:
Wir gehen diesen Weg nicht, weil wir dafür etwas bekommen möchten.
Wir gehen ihn aus Liebe zum Vater.
In Vertrauen und in Liebe❤️ zum Vater,
Simone
Gedanken zu den freien Worten von Fuat aus dem Heiligen Menschendienst Nr. 36 der Religion Erfüllung.
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