
Im Buch Levitikus und im Buch Numeri spricht Gott von einem „Salzbund“.
Auf den ersten Blick klingt das ungewöhnlich.
Warum sollte Salz
Teil der Sprache eines Bundes werden?
Doch in der Antike
war Salz von unschätzbarem Wert.
Salz bewahrte Dinge vor dem Verfall.
Es reinigte. Es überdauerte die Zeit.
Es verhinderte, dass sich Fäulnis ausbreitete.
Aus diesem Grund wurde Salz zu einem Symbol
für Beständigkeit, Loyalität und Treue im Bund.
Ein Salzbund war nicht vorübergehend.
Er bedeutete:
„Dieses Versprechen ist von Dauer.“
„Diese Beziehung ist bindend.“
„Dieser Bund soll nicht zerfallen.“
In einigen alten Kulturen symbolisierte das Teilen von Salz
am Tisch Gemeinschaft und Loyalität.
Jemanden zu verraten, nachdem man gemeinsam Salz gegessen hatte,
galt als zutiefst unehrenhaft.
Wenn die Heilige Schrift also von einem Salzbund spricht,
verrät sie damit etwas über
den Charakter Gottes selbst.
Menschliche Liebe verändert sich.
Menschliche Treue schwindet.
Menschliche Versprechen verfallen.
Aber Gottes Bund verrottet nicht.
Seine Treue verdirbt nicht mit der Zeit.
Seine Barmherzigkeit schwächt sich nicht durch Wiederholung ab.
Seine Versprechen sind nicht zerbrechlich.
Selbst wenn Generationen ihn im Stich lassen,
bleibt er standhaft.
Und das macht die Symbolik noch tiefer:
Salz bewahrt nicht sich selbst.
Es bewahrt das, was es berührt.
Wenn Jesus sagt:
„Ihr seid das Salz der Erde“,
ruft er die Gläubigen dazu auf,
Menschen zu werden, deren Leben die
Ausbreitung des Verfalls in einer zerfallenden Welt verlangsamt.
Treue Menschen bewahren die Wahrheit.
Treue Menschen bewahren die Heiligkeit.
Gläubige Menschen bewahren die Erinnerung
an Gott an Orten, an denen sich geistiger Verfall ausbreitet.
Salz ist klein.
Still. Oft unbemerkt.
Aber ohne es breitet sich der Verfall
schnell aus.
Vielleicht ist das der Grund, warum die Treue zum Bund
in der Heiligen Schrift selten lautstark erscheint.
Sie wirkt beständig. Beständig.
Über die Zeit hinweg kompromisslos.
Ein Salzbund erinnert uns daran, dass Gott
nicht nur beiläufig an seinem Volk hängt.
Er bindet sich an sie mit beständiger Treue.
Und diejenigen, die zu ihm gehören, sind dazu aufgerufen,
diese gleiche Art von Treue im Gegenzug widerzuspiegeln.

Wusstest du, dass Paulus, als er in Haft war, einmal von mehr als 400 römischen Soldaten in Sicherheit gebracht wurde, weil ein Komplott geschmiedet worden war, ihn zu töten?
Der Bericht findet sich in Apostelgeschichte 23.
Nach Paulus’ Verhaftung in Jerusalem
spitzten sich die Spannungen um ihn herum rasch zu.
Seine Verkündigung über Christus hatte bereits
bei bestimmten
jüdischen Religionsführern starken Widerstand ausgelöst, und nach
einem hitzigen Auftritt vor dem Rat
verschärfte sich die Feindseligkeit noch weiter.
In Apostelgeschichte 23,12–15 heißt es, dass mehr als vierzig Männer
eine Verschwörung schmiedeten und sich
eidlich verpflichteten, weder zu essen noch zu trinken,
bis sie Paulus getötet hätten.
Was diese Szene so eindrucksvoll macht,
ist das Ausmaß der Reaktion, die darauf folgte.
Paulus’ Neffe erfuhr von dem Komplott
und informierte die römischen Behörden über Paulus.
Als der römische Kommandant, Claudius Lysias,
die Ernsthaftigkeit der Bedrohung erkannte,
veranlasste er, dass Paulus
unter schwerem militärischem
Schutz während der Nacht aus Jerusalem
abtransportiert wurde.
In Apostelgeschichte 23,23 werden die Zahlen konkret genannt:
200 Soldaten, 70 Reiter
und 200 Speerkämpfer.
Das ist eine Eskorte von 470 römischen Soldaten,
die damit beauftragt waren, einen Gefangenen
sicher nach Cäsarea zu bringen.
Auf den ersten Blick erscheint diese Reaktion übertrieben.
Warum sollte Rom eine so
große Streitmacht für einen einzigen Mann mobilisieren?
Ein Teil der Antwort liegt im politischen Klima
Jerusalems zu jener Zeit.
Die Stadt war unruhig, besonders
in Zeiten religiöser Spannungen.
Römische Beamte reagierten äußerst sensibel
auf Unruhen, da diese
schnell zu Aufständen oder Rebellionen eskalieren konnten.
Paulus war bereits mehr als einmal
zum Mittelpunkt öffentlicher Aufruhr geworden,
und die Verantwortung des Kommandanten
lag nicht in erster Linie im theologischen Urteilsvermögen,
sondern in der Aufrechterhaltung der römischen Ordnung
und der Verhinderung von Gewalt.
Theologisch gesehen birgt dieser Moment
jedoch eine tiefere Ironie.
Derselbe Paulus, der einst Christen verfolgte,
ist nun selbst Ziel gewalttätiger religiöser Feindseligkeit,
wegen seines Zeugnisses für Christus.
Die Führer, die glaubten,
sie würden Gottes Ehre verteidigen,
schmiedeten nun Mordpläne unter dem
Deckmantel religiösen Eifers.
Gleichzeitig wird das Römische Reich,
das später Christen schwer verfolgen sollte,
vorübergehend als Mittel genutzt, durch das
Gott Paulus’ Leben bewahrt.
Das passt zu einem Muster, das sich in der Apostelgeschichte immer wieder zeigt.
Widerstand gegen das Evangelium wird oft
gerade zu dem Mittel, durch das das Evangelium
noch weiter voranschreitet.
Paulus’ Verhaftung führt ihn schließlich
nach Rom selbst und erfüllt damit die früheren Worte Christi,
dass Paulus auch dort Zeugnis ablegen würde
(Apostelgeschichte 23,11).
Die Szene offenbart auch etwas
Wichtiges über Gottes Vorsehung.
Gottes Schutz zeigt sich nicht immer
in Form von Wundern.
Es gibt Momente in der Apostelgeschichte,
in denen sich Gefängnistüren
auf übernatürliche Weise öffnen oder Engel
direkt eingreifen.
Doch hier bewahrt Gott Paulus
durch gewöhnliche politische Strukturen,
militärische Verfahren und sogar durch den Mut
eines namenlosen jungen Mannes, der sich entschloss, das Wort zu ergreifen.
Die 470 Soldaten, die Paulus
durch die Nacht eskortieren, werden zu einer unerwarteten
Erinnerung daran, dass Gottes Souveränität nicht
auf explizit religiöse Mittel beschränkt ist.
Er ist in der Lage, Regierungen,
Institutionen und sogar heidnische Reiche
zu nutzen, um seine Ziele zu erreichen.
Paulus war immer noch ein Gefangener.
Die Gefahr war immer noch real.
Doch die Verschwörung gegen ihn
konnte Gottes
Plan für sein Leben nicht zunichte machen.
Die religiösen Führer planten einen Hinterhalt,
doch bevor ihr Plan sich entfalten konnte,
war Paulus bereits auf dem Weg nach Cäsarea
unter dem Schutz von Hunderten von Soldaten.
Die Apostelgeschichte schildert diesen Moment ohne Übertreibung und lässt die Details für sich sprechen. Der als Gefangener in Ketten gelegene Mann war in jenem Moment sicherer, als es den Männern, die gegen ihn intrigierten, bewusst war.
by Jule with no comments yet
Hast du dich jemals gefragt, wie es sich anfühlt, nach Gott zu suchen und dabei trotzdem das Gefühl zu haben, nicht ganz dazuzugehören? In Apostelgeschichte 8 erzählt Lukas eine Geschichte, die im Vergleich zum kraftvollen Wachstum der Urkirche viel stiller wirkt. Es gab keine riesigen Menschenmengen, keine berühmte Predigt und keine öffentliche Bewegung. Stattdessen gab es einen Mann, der auf einer Wüstenstraße unterwegs war, laut aus der Heiligen Schrift las und immer noch versuchte zu verstehen, was sie bedeutete.
Dieser Mann war ein äthiopischer Beamter. Er war gebildet, angesehen und trug große Verantwortung. Aber Lukas erzählt uns auch, dass er ein Eunuch war. Dieses Detail war in der antiken Welt von großer Bedeutung, denn es brachte ein Leben voller Einschränkungen und Ausgrenzung mit sich. Eunuchen dienten oft an königlichen Höfen, weil Könige ihnen vertrauten, doch ihr Zustand kennzeichnete sie auch als andersartig. Nach dem Gesetz des Mose galten für Eunuchen Einschränkungen beim Gottesdienst. In Deuteronomium 23,1 heißt es: „Niemand, der durch Zerschlagen oder Schneiden entmannt wurde, darf in die Versammlung des Herrn kommen.“ (NIV)
Das bedeutete nicht, dass er keinen Wert hatte, aber im Gottesdienstsystem Israels hatten Vorstellungen von Vollständigkeit, Erbschaft und Familienlinie eine tiefe Bedeutung. Für den äthiopischen Eunuchen bedeutete dies, dass sein Ausschluss nicht vorübergehend war. Er folgte ihm überallhin. Er konnte Gott suchen, sich aber dennoch fern fühlen. Er konnte aus der Ferne anbeten, sich aber nie ganz zugehörig fühlen. Er konnte Gottes Verheißungen lesen und sich dennoch still fragen: Sind diese Verheißungen wirklich für jemanden wie mich? Vielleicht kennen viele von uns dieses Gefühl auch. Hast du jemals eine Vergangenheit, eine Wunde oder eine Schwäche mit dir herumgetragen, die dich daran zweifeln ließ, ob du wirklich in Gottes Gegenwart gehörst?
Dann sandte der Heilige Geist Philippus zu ihm. Nicht, um ihn zu beschämen. Nicht, um mit ihm zu streiten. Sondern einfach, um an seiner Seite zu gehen. Als der Kämmerer Jesaja 53 las, fragte Philippus: „Verstehst du auch, was du da liest?“ (Apostelgeschichte 8,30, NIV) Der Kämmerer antwortete ehrlich: „Wie könnte ich das, wenn mir niemand erklärt, was es bedeutet?“ (Apostelgeschichte 8,31, NIV) Ausgehend von genau dieser Stelle über den leidenden Gottesknecht verkündete Philippus die frohe Botschaft von Jesus.
Dann nimmt die Geschichte eine wunderschöne Wendung. Als sie die Straße entlanggingen, kamen sie an eine Wasserstelle, und der Kämmerer stellte eine Frage, die von jahrelangem Schmerz und Sehnsucht geprägt war: „Sieh doch, hier ist Wasser. Was hindert mich daran, getauft zu werden?“ (Apg 8,36, NIV) Diese Frage war mehr als nur Neugier. Was könnte ihn jetzt noch aufhalten? Seine Vergangenheit? Sein Körper? Die Ablehnung, mit der er sein ganzes Leben lang gelebt hatte? Die Grenzen, die ihm die Menschen gesetzt hatten?
Philippus hielt ihm keine lange Rede. Er wies ihn nicht zurück. Stattdessen taufte er ihn. Und in der Apostelgeschichte heißt es: „Der Kämmerer ging freudig seines Weges.“ (Apg 8,39, NIV) Was diesen Moment noch schöner macht, ist, dass er ein Versprechen widerspiegelt, das Gott bereits Jahrhunderte zuvor in Jesaja 56 gegeben hatte. Gott sagte: „Kein Fremder, der dem Herrn angehört, soll sagen: ‚Der Herr wird mich sicher aus seinem Volk ausschließen.‘ Und kein Kämmerer soll klagen: ‚Ich bin nur ein verdorrter Baum.‘“ (Jesaja 56,3, NIV)
Dann gibt Gott dieses unglaubliche Versprechen: „Ihnen werde ich in meinem Tempel und innerhalb seiner Mauern ein Denkmal und einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter; ich werde ihnen einen ewigen Namen geben, der für immer Bestand haben wird.“ (Jesaja 56,5, NIV) In einer Welt, in der Zugehörigkeit oft mit Familienlinien und körperlicher Unversehrtheit verbunden war, versprach Gott etwas Größeres. Einen bleibenden Namen. Einen bleibenden Platz. Eine durch Gnade gesicherte Zukunft.
Wenn wir Apostelgeschichte 8 neben Jesaja 56 lesen, wird die Taufe des äthiopischen Kämmerers mehr als nur ein bewegender Moment auf einer Wüstenstraße. Sie wird zur Erfüllung von Gottes Verheißung. Was einst Trennung schuf, hat Christus durch Gnade wiederhergestellt. Was Jesaja ankündigte, hat Jesus möglich gemacht. Die Taufe wurde zu einer sichtbaren Erinnerung daran, dass kein aufrichtiger Mensch von Christus abgewiesen wird und keine vergangene Einschränkung das letzte Wort hat.
Deshalb ist die Taufe so wichtig. Es geht nicht darum, Perfektion zu beweisen oder so zu tun, als hätten wir alles im Griff. Es ist das öffentliche Bekenntnis, dass Jesus genug ist. Am 25. Januar 2020 traf ich dieselbe Entscheidung durch die Wassertaufe. Wie der Kämmerer erklärte ich nicht, dass ich perfekt geworden sei. Ich setzte einfach mein Vertrauen auf Christus. Die Taufe wurde meine Art zu sagen: „Ich gehöre zu Jesus. Mein Leben ruht nun in seiner Gnade.“
Es war nicht das Ende meiner Glaubensreise. Es war der Beginn eines offenen Glaubenslebens. Und am selben Tag beschloss ich auch, diese Seite zu starten. Nicht, weil die Taufe eine Plattform erforderte, sondern weil Dankbarkeit sich ganz natürlich äußern will. Wenn das Evangelium wirklich Leben verändert, wenn Jesus wirklich die Suchenden, die Gebrochenen und die Übersehenen willkommen heißt, dann ist seine Güte es wert, geteilt zu werden.
Diese Seite wurde zu einem kleinen Ort, an dem ich weiterhin die Heilige Schrift öffnen, Menschen auf Jesus hinweisen und darauf vertrauen konnte, dass Gott den Menschen immer noch an unerwarteten Orten begegnet. Der äthiopische Kämmerer setzte seine Reise voller Freude fort und trug die Botschaft Christi an Orte, die in der Bibel nie erwähnt werden. Seine Geschichte erinnert uns daran, dass Zeugnisse nicht immer vor großen Menschenmengen beginnen. Manchmal beginnen sie mit einfachem Gehorsam. Manchmal beginnen sie an stillen Gewässern auf einer gewöhnlichen Straße. Und manchmal beginnen sie mit einem ehrlichen Gebet, das sagt: „Herr, lass mein Leben von dir zeugen.“
Diese Seite entstand aus derselben stillen Überzeugung heraus. Zu bezeugen. Zu sprechen. Und darauf zu vertrauen, dass derselbe Jesus, der den äthiopischen Kämmerer auf jener Wüstenstraße willkommen hieß, auch heute noch Menschen willkommen heißt und ihnen einen Platz, einen Sinn und eine Zukunft schenkt, die ihnen niemals genommen werden.
by Jule with no comments yet
Wir sehen uns nachher beim
Online Bibelkreis
Mittwoch 16 bis 18 Uhr
https://zoom.us/j/95513354603?pwd=a2doelhieXlRZGxxZ3JkYUxtSjlTUT09
Meeting-ID: 955 1335 4603
Kenncode: 057704
und per Telefon:
Einwählen über 06938079884
Dann nach Aufforderung 95513354603# eingeben und dann nach Aufforderung 057704# eingeben und dann *6 damit du auch reden kannst
by Jule with no comments yet
Heute lesen wir Psalm 119:1-88. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yet
Heute lesen wir 1. Könige 1 und 2, sowie die Psalmen 37, 71 und 94. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yet
Heute lesen wir Psalm 111 bis 118. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yet
11 Uhr Lobpreis und anschließend
lesen & besprechen wir Sprüche 22
anschließend bis 18 Uhr geselliges Beisammensein – alle Fragen zum Thema Bibel
Zoom-Meeting Sonntag von 11-14Uhr
Meeting-ID: 979 4120 0715
Kenncode: 658157
oder per Telefon:
Einwählen über 06938079884
Dann nach Aufforderung 979 4120 0715# eingeben und dann nach Aufforderung 658157#eingeben
Dann bist du im Raum und drückst *6 und kannst auch reden
Ist ein ganz normaler Anruf auf Festnetz

In Josua 2 lebte Rahab in Jericho, einer Stadt, die sich gegen das Volk Gottes stellte. Menschlich gesehen schien sie kaum die Richtige zu sein, um Teil von Gottes Geschichte zu werden.
Doch als die israelitischen Spione in die Stadt kamen,
entschied sich Rahab, sie zu beschützen, weil
sie glaubte, dass der Gott Israels
der einzig wahre Gott war.
Sie hatte gehört, wie der Herr sein Volk
aus Ägypten befreit hatte und wie er für sie gekämpft hatte.
Während andere in Jericho
in Angst und Unglauben verharrten,
reagierte Rahab mit Glauben.
Bevor die Spione gingen, wiesen sie Rahab an,
eine scharlachrote Schnur an ihr Fenster zu binden.
Als Israel später Jericho angriff,
würden alle in Rahabs Haus
verschont bleiben, wenn die Schnur dort blieb.
Und in Josua 6,22–25, als die Mauern
von Jericho fielen, wurden Rahab und ihre Familie
genau wie versprochen gerettet.
Die scharlachrote Schnur wurde zu einem sichtbaren Zeichen
der Errettung und des Schutzes.
Rahab wurde nicht gerettet, weil sie perfekt war.
Sie wurde gerettet, weil sie glaubte
und auf die Barmherzigkeit Gottes vertraute.
Diese Geschichte erinnert uns auf wunderschöne Weise daran, dass
Gottes Gnade sogar diejenigen erreicht,
die sich unwahrscheinlich, gebrochen oder unwürdig fühlen.
Rahabs Vergangenheit stellte sie nicht außerhalb
der Reichweite von Gottes Erlösung.
Tatsächlich wurde Rahab später Teil
der Abstammungslinie, die zu Jesus Christus führen sollte.
Was für ein erstaunliches Bild der Gnade!
Das scharlachrote Band weist uns auch auf
eine größere Erlösung hin, die in Christus zu finden ist.
So wie Rahab durch
Gottes Verheißung Sicherheit fand, finden Sünder heute
Erlösung durch Jesus.
Gottes Barmherzigkeit gilt nicht nur den Starken,
den Frommen oder den „Guten“.
Sie gilt denen, die glauben
und ihr Vertrauen auf ihn setzen.
Viele Menschen tragen Scham aus ihrer Vergangenheit mit sich
und fragen sich, ob Gott ihre Geschichte noch erlösen kann.
Rahabs Leben erinnert uns daran, dass es Gott Freude bereitet,
denen Barmherzigkeit zu erweisen, die im Glauben zu ihm kommen.
Die Mauern von Jericho fielen,
doch Rahab wurde durch Gnade bewahrt.
Und auch heute noch rettet Gott
Menschen, die ihren Glauben auf Ihn setzen.
Keine Vergangenheit ist zu zerbrochen für Gottes Erlösung.
Kein Sünder ist außerhalb der Reichweite Seiner Barmherzigkeit.

Als Jesus sagte: „Ihr seid das Licht der Welt“, sprach er zu ganz normalen Menschen, die sich nach weltlichen Maßstäben wahrscheinlich unzulänglich, schwach und unbedeutend fühlten. Doch Jesus sah etwas Größeres in ihnen, denn er wusste, was geschieht, wenn das Leben des Himmels in einem Menschen zu wohnen beginnt. Diese Aussage beruhte nicht auf menschlicher Vollkommenheit. Sie beruhte darauf, dass Christus durch seine Gnade in den Gläubigen lebt. (Matthäus 5,14)
Licht muss sich nicht beweisen. Es leuchtet einfach aufgrund dessen, womit es verbunden ist. Genauso sollten Gläubige ihr Leben nie damit verbringen, sich abzumühen, geistliche Helligkeit allein durch menschliche Anstrengung zu erzeugen. Jesus selbst ist das wahre Licht, und durch die Beziehung zu ihm beginnt sein Leben ganz natürlich durch sein Volk zu leuchten. Das Christentum ist keine selbst erzeugte Herrlichkeit. Es ist das Leben Christi, das durch gewöhnliche Menschen offenbart wird. (Johannes 8,12)
Eine der schönsten Erkenntnisse dieses Verses ist das Verständnis, dass Jesus die Gläubigen nicht als „zukünftiges Licht“ bezeichnet hat. Er sagte: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Im Präsens. Durch das vollendete Werk Christi hat sich im Inneren des Gläubigen etwas dauerhaft verändert. Die Dunkelheit bestimmt nicht mehr deine Identität. Du bist geistlich nicht mehr verlassen, getrennt oder verloren. Durch Jesus wohnt nun das Licht des Himmels in dir. (Epheser 5,8)
Licht bringt Klarheit, wo einst Verwirrung herrschte. Es bringt Hoffnung, wo einst Angst dominierte. Es bringt Wärme, wo Herzen einst kalt und distanziert waren. Deshalb verwandelt die Gegenwart Jesu Leben so tiefgreifend. Wenn Menschen echte Gnade, Frieden und Liebe erleben, die von Christus durch das Leben eines Menschen fließen, beginnt die Dunkelheit ihre Macht zu verlieren. Der Gläubige wird zum Beweis dafür, dass Jesus lebt und auch heute noch Herzen verändert. (2. Korinther 4,6)
Viele Menschen tun sich schwer zu glauben, dass sie jemals von Gott gebraucht werden könnten, weil sie sich zu sehr auf ihre Schwächen konzentrieren. Doch in der gesamten Heiligen Schrift hat Gott immer wieder unvollkommene Menschen gebraucht, um seine Herrlichkeit zu offenbaren. Mose fühlte sich unzulänglich. Petrus hatte Versagen erlebt. Paulus trug eine schmerzhafte Vergangenheit mit sich. Und doch hat Jesus sie ausgewählt. Die Kraft lag nie in menschlicher Vollkommenheit. Die Kraft lag immer in Gottes Gnade, die durch willige Herzen wirkte. (1. Korinther 1,27–29)
Jesus sagte auch, dass eine Stadt auf einem Hügel nicht verborgen bleiben kann. Licht war nie dazu bestimmt, verborgen zu bleiben. Das Evangelium sollte nie privat bleiben, begraben unter Angst, Scham oder Unsicherheit. Gott legt sein Leben in die Gläubigen, damit seine Güte für eine leidende Welt sichtbar wird. Manchmal wird es schon zu einem kraftvollen Zeugnis der himmlischen Realität, wenn man Menschen einfach gut liebt, Freundlichkeit zeigt, Ermutigung schenkt oder den Frieden Christi offenbart. (Philipper 2,15)
Der Feind versucht oft, Gläubige davon zu überzeugen, dass ihr Leben zu unbedeutend ist, um eine Rolle zu spielen, aber selbst ein kleines Licht verändert einen dunklen Raum völlig. Dir ist vielleicht gar nicht bewusst, wie tief deine Worte, Gebete, dein Mitgefühl oder deine Treue die Menschen um dich herum beeinflussen. Eine einzige Geste der Gnade kann den ganzen Tag eines Menschen verändern. Ein einziger Moment der Ermutigung kann jemandem, der heimlich kämpft, die Hoffnung zurückgeben. Jesus strahlt durch hingegebene Leben auf eine Weise, die Menschen oft noch nicht ganz erkennen. (Galater 6,9)
Es liegt auch Frieden darin, sich daran zu erinnern, dass Licht die Dunkelheit nicht durch Panik oder Anstrengung bekämpft. Dunkelheit verschwindet ganz natürlich, wo Licht hereinkommt. Genauso überwinden Gläubige die Welt nicht durch angstgetriebene Anstrengung. Sie überwinden sie, indem sie mit Jesus verbunden bleiben, der wahren Quelle des Lebens und des Friedens. Je mehr dein Herz in ihm ruht, desto mehr wird sein Charakter durch dein Leben sichtbar. (Johannes 15,4-5)
Manchmal fühlen sich Gläubige trübe, weil das Leben schwer oder entmutigend war. Aber schwierige Zeiten nehmen dir nicht das Licht, das Christus in dich gelegt hat. Deine Gefühle mögen schwanken, aber deine Identität in Jesus bleibt sicher. Der Heilige Geist lebt immer noch in dir. Die Liebe des Vaters umgibt dich immer noch. Und das vollendete Werk Christi spricht immer noch lauter als jede Angst oder jedes Scheitern, das versucht, dein Selbstvertrauen zum Schweigen zu bringen. (Römer 8,1)
„Ihr seid das Licht der Welt“ ist letztlich eine Erinnerung daran, dass dein Leben ewige Bedeutung hat, weil Jesus in dir lebt. Du wurdest nicht geschaffen, um versteckt in Scham, Angst oder Hoffnungslosigkeit zu leben. Durch Christus strahlt nun das Licht des Himmels durch deine Geschichte. Selbst in der Schwachheit bleibt Jesus stark. Selbst in gewöhnlichen Momenten kann sich seine Herrlichkeit noch offenbaren. Also richte heute deinen Blick nach oben und erinnere dich daran, wer du in ihm bist. Dank Jesus lebt nun das Licht des Himmels in dir.
by Jule with no comments yet