
Kennst du diese Frau? Hey, wenn du 2. Könige Kapitel 4 ab Vers 8 liest, lernst du eine bemerkenswerte Frau kennen. Die Bibel sagt, dass sie eine angesehene Frau war. In der New Living Translation heißt es, dass sie reich war. Aber ihre Größe lag nicht nur in ihren Ressourcen. Sie lag in ihrem Charakter.
Sie überredete Elisa, zu kommen und zu essen. Nicht nur einmal. Sie war entschlossen. Dann ging sie noch weiter und sagte zu ihrem Mann: „Lass uns ihm ein kleines Zimmer auf dem Dach bauen.“ Und schau dir die Details an. Ein Bett. Ein Tisch. Ein Stuhl. Eine Lampe.
Sie sagte nicht einfach: „Stell dort ein Bett hin.“ Sie verstand, was ein Mann Gottes brauchen würde.
Ein Bett zum Ausruhen.
Einen Tisch zum Studieren.
Einen Stuhl zum Sitzen und Meditieren.
Eine Lampe für Licht.
Sie war detailorientiert. Organisiert. Nachdenklich.
Das lehrt uns etwas Wichtiges über Großzügigkeit. Wenn du gibst, gib großzügig. Mach keine halben Sachen. Exzellenz ehrt Gott. Sie war nicht nachlässig in ihrem Dienst.
Wegen ihrer Großzügigkeit fragte Elisa: „Was können wir für sie tun?“ Sie sagte, sie brauche nichts. Selbst als er fragte, ob er mit jemandem in ihrem Namen sprechen könne, antwortete sie: „Meine Familie kümmert sich gut um mich.“ Keine Verzweiflung. Keine Manipulation.
Aber Gehasi erwähnte etwas, was sie nicht gesagt hatte. Sie hatte keinen Sohn. Und hier kommt das Übernatürliche ins Spiel. Gott braucht keine günstigen Umstände, um zu handeln. Die Chancen standen schlecht für sie. Ihr Mann war alt. Die Zeit war vergangen. Doch Elisa rief sie, und sie stand an der Tür. Beachte das. Sie trat nicht einfach ein. Sie stand an der Tür. Das zeigt Ehrfurcht. Ehre. Respekt.
Als Elisa ihr sagte, dass sie im nächsten Jahr einen Sohn bekommen würde, sagte sie: „Täusche mich nicht.“ Das zeigt mir, dass sie von Erwartung zu Gleichgültigkeit übergegangen war. Vielleicht war sie zuvor enttäuscht worden. Vielleicht hatte sie aufgehört zu hoffen. Und das könnte auch auf dich zutreffen. Du hast schon mal Versprechen gehört. Du wurdest schon mal enttäuscht. Wenn dann das echte Wort kommt, hast du Angst, wieder zu hoffen.
Aber wenn Gott beschließt, dich zu segnen, hält dein emotionaler Zustand ihn nicht auf. Im nächsten Jahr bekam sie einen Sohn.
Und hier beginnt die Lektion.
Das Kind wuchs heran. Eines Tages ging es hinaus, um seinem Vater auf dem Feld zu helfen. Plötzlich schrie er: „Mein Kopf, mein Kopf!“ Der Vater sagte zu einem Diener: „Trag ihn zu seiner Mutter.“
Und hier müssen wir innehalten. Manchmal denken wir, dass bestimmte Aufgaben nur unserem Ehepartner gehören. Aber Kinder sind die Verantwortung beider Elternteile. Führung erfordert Achtsamkeit. Väter lernen, auf die Dinge zu achten, die im Leben ihrer Kinder passieren. Denk nicht, dass das nur die Aufgabe der Mutter ist.
Nun saß der Junge bis zum Mittag auf ihrem Schoß. Und dann starb er. Stell dir diesen Moment vor. Das Wunder, um das sie nie gebeten hatte. Der Segen, den sie lieben gelernt hatte. Weg.
Aber schau dir ihre Reaktion an. Sie trug ihn zum Bett des Mannes Gottes. Sie ging nicht in ihr eigenes Zimmer. Sie schrie nicht. Sie rannte nicht durch die Straßen. Sie brachte die Krise an den richtigen Ort.
Einige deiner Probleme haben sich verschlimmert, weil du sie den falschen Leuten erzählt hast. Du hast deinen Job verloren und es dem falschen Freund erzählt. Du hattest Beziehungsprobleme und hast es jemandem erzählt, der deinen Schmerz noch verstärkt hat. Das Gleiche gilt für andere Lebenskrisen. Sie wusste, wohin sie mit ihrem Chaos gehen musste.
Sie legte ihn auf das Bett des Propheten. Schloss die Tür. Und ging.
Dann sagte sie zu ihrem Mann: „Schick mir einen Diener und einen Esel.“ Er fragte: „Warum heute? Es ist weder Neumond noch Sabbat.“
Beachte, dass die Bibel nicht berichtet, dass der Vater jemals nach dem Kind gefragt hat.
Aber sie hat nicht gestritten. Sie hat keine Vorwürfe gemacht. Sie hat die Situation nicht eskalieren lassen.
Sie sagte: „Es ist gut.“
Freund, was sagst du inmitten deines Chaos? Denk daran, was in den Sprüchen steht: Tod und Leben stehen in der Macht der Zunge. Die Frau aus Sunem erklärte, was sie sehen wollte, nicht was sie sah.
Sie sattelte den Esel und sagte zum Diener: „Verlangsame nicht, es sei denn, ich sage es dir.“ Sie wusste, dass es dringend war.
Hör mir zu: Glaube ist nicht passiv. Nachdem du gebetet hast, handle. Nachdem du es Gott übergeben hast, ergreife Maßnahmen.
Als Gehasi sie traf und fragte: „Geht es dir gut? Deinem Mann? Deinem Kind?“, sagte sie: „Es ist gut.“
Sei vorsichtig, wo du Schwäche zeigst. Nicht jeder, der fragt, interessiert sich auch wirklich dafür. Derselbe Gehasi, der sie gefragt hatte, versuchte, sie wegzuschicken, als sie Elisa erreichte. Manche Leute fragen nach deiner Situation und versperren dir trotzdem den Zugang zu Hilfe.
Aber sie wusste, wo sie Hilfe finden konnte. Als sie Elisa erreichte, fiel sie ihm zu Füßen. Das war der einzige Ort, an dem sie zusammenbrach.
In der Öffentlichkeit war sie stark, aber am richtigen Ort zeigte sie ihre Verletzlichkeit.
Sogar Elisa sagte: „Der Herr hat mir das verborgen.“ Das bedeutet, dass nicht jeder deinen Kampf oder die Natur deiner Probleme verstehen wird.
Ihre Haltung inmitten des Chaos hat alles verändert.
Sie hat die Situation nicht eskalieren lassen. Sie hat kein Mitleidsfest veranstaltet. Sie hat ihren Mann nicht entehrt. Sie hat ihre Sprache des Glaubens nicht verloren.
Sie sagte immer wieder: „Es ist gut.“ Und wir kennen das Ende. Das Kind wurde wiederhergestellt.
Freund, deine Haltung in Krisenzeiten bestimmt die Atmosphäre um dein Wunder herum. Bitte achte auf deine Worte. Achte auf deine Emotionen. Achte darauf, wohin du deinen Schmerz trägst. Achte darauf, wer dir zuhört.
Platziere die Krise am richtigen Ort. Sprich im Glauben. Handle mit Dringlichkeit. Ehre die Menschen, auch wenn du verletzt bist.
Behalte dies in deinem Herzen. Zu sagen „Es ist gut“ ist keine Verleugnung. Es ist emotionale Disziplin. Es ist Glaube, der die Kontrolle hat. Es ist das Vertrauen, dass Gott immer noch am Werk ist. Und wenn er am Werk ist, ist es noch nicht vorbei. Es wird sicherlich zu deinem Vorteil enden.
Es ist gut. Amen.
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Die Geschichte von Rahel und Lea steht in Genesis 29–30.
Rahel war die Liebste von Jakob.
In der Bibel steht ganz klar, dass Jakob
Rachel mehr liebte als Lea.
Er arbeitete sieben Jahre lang für sie,
und diese Jahre kamen ihm
wegen seiner Liebe zu ihr wie ein paar Tage vor.
Rachel war diejenige, für die gebetet, die umworben und auf die gewartet wurde.
Lea hingegen wurde als „schwachäugig” beschrieben.
Der Text geht nicht näher darauf ein,
aber es ist klar, dass sie
nicht die Bevorzugte war.
Sie wurde durch Labans Täuschung
zur Heirat gezwungen.
Sie wurde die Frau, die Jakob
ursprünglich nicht heiraten wollte.
Die Erzählung macht keinen Hehl daraus,
dass sie weniger geliebt wurde.
Aus diesem Grund neigen viele Betrachtungen dazu,
Rachel als das Ideal und Lea als den unglücklichen Kontrast darzustellen.
Rachel wird oft als die romantische Figur angesehen.
Rahel wird oft als die romantische Figur gesehen.
Während Lea als die zweitbeste in Erinnerung bleibt.
Aber als ich die Genealogie in Matthäus 1 las,
fiel mir etwas auf, das ich zuvor übersehen hatte.
Jesus stammte nicht aus der Linie Rahels.
Er stammte aus Juda, dem Sohn Leas.
Dieses Detail ist nicht unwichtig.
Lea war die Frau, die Jakob
ursprünglich nicht gewählt hatte, doch durch
sie kam Juda.
Durch Juda kam die königliche Linie.
Durch diese Linie kam David.
Und durch David kam Christus.
Rachel wurde von Jakob sehr geliebt
und sie wurde auf ihre eigene Weise geschätzt.
Aber die messianische Linie ging nicht durch sie.
Um das klarzustellen: Es ist nicht so, dass Rachel unwichtig war.
Die Heilige Schrift ehrt sie. Aber sie zeigt stillschweigend,
dass Gottes Erlösungsplan nicht
von menschlichen Vorlieben bestimmt wurde.
Leas Leben war von Sehnsucht geprägt.
Ihre ersten Söhne wurden in der Hoffnung benannt,
dass ihr Mann sie endlich lieben würde.
Ihre Geschichte war von Schmerz geprägt, aber inmitten all dessen
sah Gott, dass sie ungeliebt war.
Der Text sagt, dass der Herr sah, dass Lea gehasst wurde,
und er öffnete ihren Schoß. Gott übersah sie nicht.
Hier gibt es etwas zu entdecken.
Wir sagen uns oft, dass wir wie Rahel sein wollen,
auserwählt, begehrt und erwartet.
Wir fürchten uns davor, wie Lea zu sein, nicht bevorzugt,
nicht an erster Stelle, nicht gefeiert.
Wir messen Segen an sichtbarer Zuneigung.
Wir bewerten unser Leben danach, wie begehrt wir uns fühlen.
Aber die Heilige Schrift folgt nicht immer unseren Bewertungen.
Manchmal wird das, was wir als „zweitbeste Wahl” bezeichnen,
zum Mittelpunkt von Gottes Plänen.
Manchmal hat das, was sich wie der unerwünschte Teil anfühlt,
eine Bedeutung, die wir nicht erwartet haben.
Leas Geschichte sah auf den ersten Blick nicht beeindruckend aus.
Aber aus ihr ging Juda hervor, und aus Juda
kam der Löwe aus dem Stamm Juda, Jesus.
Das hat mir klar gemacht, dass wir leicht das verachten können,
was Gott in unser Leben stellt, weil
es nicht unserer Rachel ähnelt.
Wir können uns auf das fixieren, worum wir gebetet haben,
was wir uns vorgestellt haben, was wir bevorzugt haben.
Dabei übersehen wir vielleicht die Lea, die bereits vorhanden ist,
die Umstände, die Rolle, den Weg, der uns weniger glamourös erscheint.
Die Gefahr liegt nicht darin, Rachel zu lieben.
Die Gefahr liegt darin, anzunehmen, dass das, was wir am meisten lieben,
auch im Mittelpunkt von Gottes Plan stehen muss.
Mein Gebet ist nicht, dass wir aufhören, uns gute Dinge zu wünschen.
Rachel war nicht böse. Sie wurde geliebt und geschätzt.
Aber ich bete darum, dass wir aufhören zu verlangen,
dass Gott uns nur in der von uns bevorzugten Form segnet.
Ich bete darum, dass wir beginnen, aufmerksam
auf die Leas in unserem Leben zu schauen, auf die übersehenen Aufgaben,
die unerwarteten Zeiten, die Rollen, die sich nicht wie eine Wahl anfühlen.
Lea war also nicht die zweitbeste Wahl in Gottes Plan.
Sie war Teil der Linie, die zu Christus führte.
Und vielleicht ist das der stille Trost in ihrer Geschichte. Was von den Menschen weniger geliebt wird, wird von Gott nicht weniger gesehen. Was sich unerwünscht anfühlt, ist nicht unbrauchbar. Der Weg, den wir nicht gewählt haben, kann immer noch der Weg sein, auf dem Gott wirken will.
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In letzter Zeit habe ich diese stille Erkenntnis gewonnen…
Je näher ich Gott komme, desto mehr werde ich zu der Version meiner selbst, die ich wirklich mag.
Nicht die gefilterte Version.
Nicht die Version, die für alle stark ist.
Nicht die „Mir geht es gut”-Version.
Einfach… ich selbst.
Früher dachte ich, näher an Gott zu sein, würde bedeuten, ernster, disziplinierter und „geordneter“ zu werden.
Aber was stattdessen passiert ist, ist viel sanfter.
Ich bin ehrlicher geworden.
Bewusster.
Ich bin mehr im Reinen mit dem, wer ich bin und wer ich noch werden werde.
Wenn ich Zeit mit ihm verbringe, selbst auf die einfachste Art und Weise, wie zum Beispiel ein leises Gebet beim Autofahren oder still vor dem Schlafengehen sitzen …
merke ich, wie sich etwas in mir verändert.
Ich habe nicht mehr das Bedürfnis, mich so sehr beweisen zu müssen.
Das ist nichts Dramatisches.
Es ist subtil.
Aber es ist real.
Das Wachstum mit Gott ist nicht laut.
Es ist keine Show.
Es bedeutet, sich für Geduld zu entscheiden, wenn Stolz einfacher wäre.
Es bedeutet, inne zu halten, bevor man antwortet.
Es bedeutet, sich von Ihm sanft korrigieren zu lassen, ohne sich verurteilt zu fühlen.
Es bedeutet, sich sicher zu fühlen, auch wenn nicht jeder einen versteht.
Je näher ich Ihm komme, desto weniger erschüttern mich Meinungen, Ablehnung oder Schweigen. Ich fühle immer noch tief, aber ich versinke nicht mehr darin.
Ich habe erkannt, dass es nicht darum geht, sich mehr anzustrengen, um „die beste Version meiner selbst” zu werden.
Es geht darum, nah zu bleiben.
Und vielleicht ist das meine sanfte Ermutigung an dich heute: Wenn du dich verloren, zerstreut oder nicht ganz du selbst fühlst … setz dich nicht unter Druck, alles über Nacht in Ordnung zu bringen.
Komm einfach näher.
Auch wenn es nur kleine Schritte sind.
Auch wenn es nicht perfekt ist.
Du musst dich nicht alleine verändern.
Bleib Gott nahe und lass ihn still in dir wirken.
Vielleicht wachst du eines Tages auf und merkst, dass du sanfter, stärker und ausgeglichener bist.
Nicht, weil du dich zum Wachstum gezwungen hast.
Sondern weil du geblieben bist.
Das beeindruckt vielleicht andere Menschen nicht, aber wenn es Gott gefällt, ist das die Version, die zählt.
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Familiäre Probleme tun auf eine Weise weh, wie es sonst nichts tut. Stress bei der Arbeit ist eine Sache. Öffentliche Kritik ist eine andere. Aber Spannungen zu Hause fühlen sich persönlich an. Sie sitzen dir im Magen. Sie verfolgen dich in ruhigen Momenten. Sie lassen selbst ganz normale Tage schwer erscheinen. Und manchmal ist das Schwierigste nicht der Streit selbst, sondern die Distanz, die danach zurückbleibt.
Wenn die Familie angespannt ist, fängst du vielleicht an, alles in Frage zu stellen. Habe ich zu viel gesagt? Habe ich nicht genug gesagt? Bin ich das Problem? Wird sich das jemals ändern? Die Gedanken drehen sich schnell im Kreis. Und schon bald fühlt sich Frieden weit entfernt an.
Hier ist etwas, woran du dich festhalten kannst. Deine Identität in Christus wird durch Spannungen in Beziehungen nicht verändert. Du wirst immer noch geliebt. Du bist immer noch sicher. Du bist immer noch auserwählt. Familienkonflikte mindern deinen Wert nicht. Sie heben deine Berufung nicht auf. Sie definieren nicht neu, wer du bist. Jesus tut das.
Das vollendete Werk Christi bedeutet, dass dein Wert feststeht. Das verändert, wie du dich in schwierigen Beziehungen verhältst. Wenn du dich sicher fühlst, musst du nicht in jedem Gespräch um Bedeutung kämpfen. Wenn du in der Gnade verwurzelt bist, kannst du reagieren, anstatt zu reagieren. Das bedeutet nicht, dass du den Schmerz ignorierst. Es bedeutet, dass der Schmerz dich nicht kontrolliert.
Manchmal decken Familienkonflikte unerfüllte Bedürfnisse auf. Das Verlangen, gehört zu werden. Die Sehnsucht, respektiert zu werden. Die Hoffnung, sich geschätzt zu fühlen. Das sind echte Wünsche. Aber wenn wir versuchen, andere zu zwingen, sie zu erfüllen, wächst die Frustration. Wenn wir diese Bedürfnisse zuerst zu Jesus bringen, verändert sich etwas. Seine Liebe stabilisiert die Bereiche, die sich vernachlässigt anfühlen. Seine Gegenwart erinnert dich daran, dass du gesehen wirst, auch wenn andere dich missverstehen.
In Römer 12,18 heißt es: „Wenn möglich, lebt, soweit es von euch abhängt, mit allen in Frieden.“ Dieser Vers bringt Freiheit mit sich. Er legt nicht die ganze Last der Harmonie auf deine Schultern. Er lädt dich ein, Verantwortung für deine Haltung zu übernehmen. Du kannst nicht jede Reaktion in deinem Zuhause kontrollieren. Aber du kannst kontrollieren, wie du dich verhältst. Du kannst Sanftmut statt Eskalation wählen. Schweigen statt Schärfe. Gebet statt Panik.
Und wenn du dich überfordert fühlst, ist es okay, das zuzugeben. Gnade bedeutet nicht, so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Es geht darum, deine echten Gefühle ans Licht zu bringen und Christus dort zu dir kommen zu lassen. Du kannst sagen: „Herr, das tut weh.“ Du kannst um Weisheit bitten. Du kannst um Geduld bitten. Du kannst um Heilung an Stellen bitten, die du selbst nicht erreichen kannst.
Familiäre Probleme bedeuten nicht, dass dein Zuhause verloren ist. Sie bedeuten, dass Wachstum nötig ist. Und Wachstum beginnt oft auf unbequemem Boden. Der gleiche Geist, der Jesus von den Toten auferweckt hat, lebt in dir. Das heißt, du trägst die Kraft der Auferstehung in dir, selbst in angespannten Küchen und stillen Wohnzimmern.
Wenn dir der heutige Abend wegen familiärer Spannungen schwerfällt, lass dich von dieser Wahrheit erden. Du wirst nicht durch Konflikte definiert. Du wirst durch Christus definiert. Seine Gnade reicht aus für unangenehme Abendessen, schwierige Gespräche und lange Zeiten des Wartens. Behalte ein weiches Herz. Richte deinen Blick auf ihn. Der Frieden mag nicht auf einmal kommen, aber die Gnade wird dich durch jede einzelne Begegnung tragen.
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Der Vorteil der Angst
Angst fängt in unserem Unterbewusstsein an. Es gibt einen Teil unseres Gehirns, das limbische System, eine Gruppe von Hirnstrukturen, die eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Emotionen, Gedächtnis und Motivation spielen. Es steuert unsere Reaktionen auf alles, was um uns herum passiert, einschließlich unserer Kampf- oder Fluchtreaktionen.
Unser Gehirn speichert alle emotionalen Ereignisse und nutzt sie, um neue Ereignisse zu bewerten und zu entscheiden, wann es uns in Angst versetzen, zum Kampf oder zur Flucht veranlassen soll. Das ist eine Art, uns zu schützen, und oft ist es nicht richtig und übertrieben.
Gott hat uns so gemacht, also weiß er, dass unser Gehirn uns manchmal Angst macht, wenn wir das nicht sollten. Angst ist an sich nichts Schlechtes. Es ist das, was wir wegen der Angst denken und tun, das das Problem sein kann.
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch,
ich stütze dich mit meiner gerechten rechten Hand.“
„Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich helfe dir.“
„Fürchte dich nicht, du Wurm Jakob, du Volk Israel; ich helfe dir“, spricht der Herr, „und dein Erlöser ist der Heilige Israels.“
Jesaja 41,10.13.14
Dreimal in Jesaja 41 sagt Gott zu Israel, es solle sich nicht fürchten. Gott weiß, was Angst mit uns machen kann. Sie kann uns in die falsche Richtung lenken und Panik, Angst, Sorgen, Fehler, Sünde und viele Handlungen hervorrufen, die wir später bereuen.
Aber Angst hat auch einen Vorteil – sie kann uns zu Gott führen. In Jesaja 41 nennt Gott mehrere Gründe, warum Israel (und wir) ihm vertrauen und die Angst aufgeben sollten.
– Gott ist derjenige, der alle Menschen richten wird.
– Er ist derjenige, der jedes Ereignis bestimmt und jedes Ergebnis kontrolliert.
– Er führt alles zu einem endgültigen Abschluss.
– Er hat sie als sein Volk erwählt und wird sie niemals verstoßen.
– Er IST ihr Gott.
– Er wird sie mit seiner gerechten rechten Hand stärken, ihnen helfen und sie stützen.
– Er wird ihre Feinde vernichten und sie „wie nichts, wie etwas Nicht-Existentes“ zurücklassen.
– Er ist ihr Erlöser, der Heilige Israels.
– Während ihre Feinde zerstreut werden, werden sie sich an ihrem Herrn erfreuen und sich seiner rühmen.
Wenn wir unsere Angst Gott übergeben, wird er all das und noch mehr auch für uns tun! Wenn du das nächste Mal Angst verspürst, denk daran, ihren einzigen Vorteil zu nutzen und sie als Sprungbrett zu verwenden, um dich in die Arme Gottes und all seiner gesegneten Verheißungen zu katapultieren.
Gibt es einen besseren und friedlicheren Ort, an dem man sein kann?
by Jule with 1 commentIst dein Tag mal wieder schlecht gelaufen, alles geht schief und du weißt nicht, wo Gott bei dem allen ist? Hier hab ich eine wunderschöne Geschichte für dich, die wir im Netz gefunden haben:
Ich: Gott, kann ich Dir mal eine Frage stellen?
Gott: Sicher.
Ich: Versprich mir, dass Du nicht sauer wirst?
Gott: Ich verspreche es.
Ich: Warum hast Du mich heute so oft enttäuscht?
Gott: Was genau meinst Du?
Ich: Nun, ich bin zu spät aufgewacht!
Gott: Ja.
Ich: Mein Auto ist andauernd nicht gestartet.
Gott: Okay.
Ich: Mittags machten sie mein Sandwich falsch und ich musste auf das zweite Sandwich warten – ich hasse es zu warten.
Gott: Hmmm
Ich: Als ich auf dem Weg nach Hause war, ging mein Handy kaputt, genau zu dem Zeitpunkt, als ich gerade einen Anruf bekam.
Gott: Alles klar.
Ich: Und zu allem kam noch dazu: Als ich nach Hause kam, um meine Füße in mein neues Fußmassagegerät zu stecken, umzu geniessen und entspannen, funktionierte das Gerät einfach nicht!
Nichts ging heute richtig und gut! Warum hast Du das zugelassen?
Gott: Lass mich mal sehen… Der Todesengel war heute Morgen an Deinem Bett und ich habe meinen Engel zu Dir gesandt, dass er für Dein Leben kämpft. Und ließ Dich währenddessen schlafen…
Ich (demütig): Oh!
Gott: Dann habe ich zugelassen, dass Dein Wagen nicht gestartet ist, weil ein betrunkener Autofahrer genau auf Deiner Strecke unterwegs war und Du ihm dann nicht begegnet bist, weil Du später gefahren bist.
Ich: (schäme mich)
Gott: Die erste Person, die Dein Sandwich heute gemacht hat, war krank und ich wollte nicht, dass Du die Krankheit bekommst, die sie hatte. Ich wusste, Du kannst es Dir nicht leisten, krank zu werden und nicht zur Arbeit zu kommen.
Ich (verlegen): Okay
Gott: Das Telefon war kaputt, weil die Person, die Dich anrief, ein falsches Zeugnis geben würde über das, was Du gesagt hättest. Und ich wollte einfach nicht, dass man Deine Aussagen verfälscht, so habe ich erst gar nicht das Gespräch zustande kommen lassen.
Ich (leise): Ich sehe, Gott.
Gott: Oh, und das Fußmassagegerät hatte einen technischen Fehler und hätte alle Sicherungen im Haus durchknallen lassen. Ich dachte, Du wolltest lieber nicht den ganzen Abend im Dunkeln sitzen.
Ich: Es tut mir Leid, Gott.
Gott: Es muss Dir nicht leidtun – Du musst nur lernen, mir zu vertrauen…in allen Dingen, ob sie nun gut laufen oder schlecht.
Ich: Ich werde Dir vertrauen.
Gott: Und zweifle nicht – mein Plan für Deinen Tag ist immer besser als Dein Plan.
Ich: Ich will nicht mehr zweifeln, Gott. Und noch was, Gott: Danke für alles heute!
Gott: Gern geschehen, mein Kind. Jeden Tag bin ich gerne Dein Gott – und ich liebe es, nach meinen Kindern zu schauen
Quelle:
Und hier zum anhören
by Jule with no comments yetIch hatte heute Nacht 1. Korinther 10 bis 13 gelesen und mir kamen ähnliche Gedanken
Was mir besonders aufgefallen war, war dass Kapitel 13 – das Kapitel der Liebe – hier in einem bestimmten Zusammenhang steht, der einen ganz anderen Sinn macht, als den, den wir gewohnt sind
Bisher ging es immer nur um Liebe, zwischenmenschliche Beziehungen. Also um mich und meinen Partner, vielleicht auch noch um mich und meine Kinder, Verwandten oder Freunde
Aber so war das mit der Liebe überhaupt nicht gedacht. Paulus schreibt dies im Zusammenhang mit der Gemeinde. Da finden sich auch viele Leute, die mir mit ihrer Art nicht so liegen (ich weiß, wovon ich hier rede, denn ich gehe seit über drei Jahren in dieser Hinsicht durch eine harte Schule) und mit denen ich eben nicht nur einfach auskommen muss. Es geht um meine Beziehung zu Gott, um meine Stellung im Leib der Gemeinde
Es war sehr aufschlussreich für mich, die Kapitel heute Nacht zu hören und jetzt hier noch die Kommentare von Fruchtenbaum und Walvoord zu lesen
by Jule with no comments yetFragen zum Psalm 78
Die Menschen in biblischer Zeit konnten in der Regel nicht einfach auf irgendwelche Schriften zurückgreifen. Was trat an die Stelle von Geschichtsbüchern, Schulen und Seminaren (V. 1-8 )?
„Von Asaf, zum Nachdenken. Höre, mein Volk, auf meine Weisungen; gib acht auf das, was ich dir sage! Ich will in Sprüchen der Weisheitzu euch reden, die dunklen Rätsel aus alten Zeiten will ich euch erklären. Was wir gehört und erfahren haben, was schon unsere Väter uns erzählten, das wollen wir auch unseren Kindern nicht verschweigen. Jede Generation soll von Gottes mächtigen Taten hören, von allen Wundern, die der Herr vollbracht hat. Er gab Israel sein Gesetz, den Nachkommen von Jakob gab er seine Gebote. Unseren Vorfahren befahl er, sie ihren Kindern bekannt zu machen.So soll jede Generation seine Weisungen kennen lernen – alle Kinder, die noch geboren werden. Auch diese sollen sie ihren Nachkommen einprägen. Sie alle sollen auf Gott ihr Vertrauen setzen und seine Machttaten nicht vergessen. Was er befohlen hat, sollen sie tun und nicht so handeln wie ihre Vorfahren, die sich gegen Gott auflehnten und sich ihm widersetzten: Sie waren untreu und unbeständig.“
Psalm 78:1-8 HFA
Was sollten zukünftige Gläubige nach dem Willen dieses Gläubigen in Bezug auf Gott nicht vergessen?
Auch wir sollten nicht vergessen, was Jehova alles getan hat. Daher ist es auch so wichtig, dass wir die Bibel immer wieder von vorn bis hinten lesen, um uns immer wieder daran zu erinnern – ebenso wie an das, was ER mit uns getan hat
Wer ist dafür verantwortlich, dass sie dies nicht vergessen (vgl. auch 5 Mose 6,6-9 )?
„Bewahrt die Worte im Herzen, die ich euch heute sage! Prägt sie euren Kindern ein! Redet immer und überall davon, ob ihr zu Hause oder unterwegs seid, ob ihr euch schlafen legt oder aufsteht. Schreibt euch diese Worte zur Erinnerung auf ein Band und bindet es um die Hand und die Stirn! Ritzt sie ein in die Pfosten eurer Haustüren und Stadttore!“
5. Mose 6:6-9 HFA
Die Hauptverantwortung trugen die Eltern und das tun sie noch. Sie sollten die Worte ihren Kindern einprägen, indem sie immer wieder davon erzählen.
Später, als es die Bibel gab und zwar in allen Sprachen, lasen die Väter ihren Familien immer wieder aus der Bibel vor. Kinder, die alt genug waren und selbst lesen konnten, lasen selbst die Bibel und das taten sie regelmäßig, so dass alle gut damit vertraut waren
Heute ist es leider nicht mehr so und umso schockierender finde ich es persönlich, wenn jemand, der nach eigener Aussage ein Christ ist und eine enge Beziehung zu Jehova hat, keine Lust hat, selbst in der Bibel lesen. Ich persönlich bin einfach davon überzeugt, dass die Bibel eigentlich unser Lieblingsbuch sein sollte und wer nicht gern liest, hat ja auch noch die Möglichkeit, sie sich immer wieder neu anzuhören – es gibt ausreichend kostenlose Hörbibeln
Und ja, es gibt auch zahlreiche Kommentare und Auslegungen der Bibel und sehr gute Predigten und Ansprachen – trotzdem sollten diese nicht die Bibel an sich ersetzen!!!
Jehova spricht in erster Linie durch sein Wort zu uns, denn dann wirkt der heilige Geist. Wenn wir diesen verwehren, weil wir lieber anderen zuhören, wie sie von IHM reden, dann haben wir ein Problem
Denn mal ganz ehrlich: kann ich wirklich von einer intensiven Beziehung zu meinem Mann sprechen, wenn nur immer ich es bin, die redet und ihn voll quatsche?
Zu einer gesunden Beziehung gehört ein lebhafter Austausch und dass ich mich auch für den anderen, seine Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse interessiere.
Nun sitze ich also im Wohnzimmer neben meinem Mann, Kuschel mich bei ihm an und rufe dabei seine Mutter an und frage diese, wie es meinem Mann geht und was der wohl denkt und fühlt
Ehrlich?
Wie fühlt sich denn mein Mann wohl gerade dabei?
Thom hatte letzte Woche Gedanken aus einem Kommentar zu David und Goliath geteilt, wo es genau um dieses Problem ging. Der Autor beschreibt das Leben eines Gläubigen mit einer mehrstufigen Treppe und sagt dann, dass die meisten Christen nicht über die ersten beiden Stufen hinaus kommen, da sie keine echte Grundlage haben:
Sie hören zwar biblische Ansprachen und lesen passende Bücher, ja sie unterhalten sich auch mit anderen Christen – aber sie lesen nicht regelmäßig die Bibel als Ganzes Buch. Daher fehlt die Grundlage, worauf sie aufbauen könnten
Und ja: es ist durchaus möglich, trotzdem ein für sie selbst erfülltes Leben zu führen – aber es entgeht ihnen soooo viel
Laut dem Autor ist die erste Stufe eines Christen das immer wieder vom neuen Lesen der Bibel als Ganzes Buch. Denn nur so ist die Grundlage dafür da, dass wir wirklich erkennen, wie Jehova wirklich ist
Ansonsten gleichen wir den unmündigen Kindern, von denen Paulus spricht. Und ja, für Babys und ihre Entwicklung reicht erst mal die Muttermilch, aber nach und nach kommt weitere, festere Speise dazu, sie müssen lernen, zu kauen und zu verdauen – nur so können sie sich zu einem gesunden Menschen entwickeln.
Das glaubst du nicht?
Dann mach doch einfach mal einen Selbstversuch über einen Monat und länger, indem du nur Babymilch zu dir nimmst. Du wirst schnell feststellen, dass dies nicht ausreicht und du immer schwächer und anfälliger für Krankheiten wirst
Wir haben von der Verantwortung der Eltern gelesen, dass diese ihren Kindern das Wort Gottes weitergeben sollten und diese auch belehren sollten, damit diese ihrerseits das später bei ihren eigenen Kindern tun können
Nimm doch einfach mal die Situation der Juden, die zur Zeit Elis und dessen Söhne gelebt haben. Wenn diese nur denen gefolgt wären, wären sie schnell in die Irre gelaufen
Auch uns kann das heute passieren und manche Ansprachen und Abhandlungen hören sich für uns gut an und wir fühlen uns super, wenn wir sie uns immer wieder anhören. Aber wenn wir die Bibel nicht wirklichkennen und immer wieder als Ganzes Buch lesen, merken wir garnicht, wenn wir in die Irre geführt werden, denn man kann eigentlich alles „anhand der Bibel belegen“ wenn man nur passende Bibelstellen aus dem Zusammenhang gerissen anführt
Auch mir ging es am Wochenende so. Ich habe neben dem Bibellesen (einmal im Jahr chronologisch und auch die Kapitel lesen die wir in der Gruppe aktuell behandeln) noch 9 verschiedene Bibelkommentare, die ich für die Kapitel am Sonntag nebenbei noch lese (ok, ich lese auch gerne). In einem der Kommentare zu dem, was wir zuletzt gelesen haben – die Bundeslade war nicht mehr im Lager Istaels und so war die Herrlichkeit Gottes gewichen – schreibt der Autor, dass ab da die Aufgaben der Priester und Hohepriester spätestens ab David auf den König übergegangen seien. Aha? Okay…!?
Dies wurde dann über mehrere Seiten ausgeführt, indem viele einzelne Situationen angeführt wurden, jeweils mit dem passenden Bibeltext. Klar hab ich weiter gelesen.
Aber mit der Zeit kam es mir seltsam vor, denn mir fielen all die Momente ein, wo ich auch ab David und bis Jesus von amtierenden Priestern gelesen habe, die ihren Job machten und auch Jesus stand am Ende vor dem amtierenden Hohenpriester.
Wie konnte das also passen?
Thom sagte, dass mir das überhaupt nicht aufgefallen wäre, wenn ich nicht immer wieder die Bibel als Ganzes lesen würde …
So trägt also jeder für sich selbst die Verantwortung. Jeder wird eines Tages selbst vor Jesus stehen und da können wir dann nicht sagen „aber Pastor xy hat gesagt“ oder „ich habe aber in einem Bibelkommentar gelesen…“
Denn dann wird Jesus zu uns sagen:ä
„Warum hast du denn nicht in der Bibel selbst gelesen? Du hattest doch eine. Zu deiner Zeit konntest du auf unzählige Bibeln kostenlos zugreifen und es gab in deiner Sprache mindestens 4 kostenlose Hörbibeln, die auch Dir zugänglich waren? Warum hast du nicht da drin gelesen?“
Was denkst du, was er denken würde, wenn du nun erwiderst „ich hatte keine Zeit, es war so viel zu tun“?🤔
„Ja, aber du hattest doch auch Zeit für all diese tollen Prediger, Pastoren und andere, denen du zugehört hast. Warum hast du nicht mir zugehört, indem du die kostenlose Möglichkeit der Hörbibel genutzt hast?“
Die Grundlage beim Volk Istael war das Wort Gottes. Er hatte Vorkehrungen getroffen, dass sie mehrmals – ungefähr 4 mal im Jahr – die komplette Bibel gehört haben und erklärt bekamen. Die Aufgabe der Eltern war es, dies an die Kinder altersgerecht weiter zu geben und immer wieder davon zu reden
Ebenso ist es bei uns. Wir sind nicht einmal auf andere angewiesen, sondern können uns selbst kostenlos im Internet bedienen an unzähligen Bibelübersetzungen und zahlreichen Hörbibeln
Die Frage ist: will ich das? Ist es mir wichtig genug?
Das kann nur jeder für sich selbst beantworten und niemand muss sich dafür vor anderen rechtfertige, ob er es tut oder nicht. Es ist allein eine Sache zwischen jeden Einzelnen von uns und Jehova
In diesem Sinne wünschen wir euch noch einen schönen Abend und eine gesegnete Nacht
by Jule with no comments yet
Am Sonntag hatten wir über Josua Kapitel 7 gesprochen und dass Josua das Volk hatte in den Krieg ziehen lassen, ohne dass Jehova die Anweisung gegeben hätte oder die Priester zum Aufbruch geblasen hätten, wie es von Jehova vorgesehen war. Aber damit steht er garnicht so allein da
Wir lesen ja seit Anfang des Jahres die Bibel chronologisch und sind zur Zeit im 1. Buch Mose Kapitel 29 – dabei sind wir bereits einigen Fällen begegnet, wo es ebenso war:
Adam und Eva hinterfragen die Aussage der Schlange nicht und werden aus dem Paradies geworfen und die Folgen davon – die Unvollkommenheit – tragen auch wir heute noch (1. Mose Kapitel 3)
Abraham und Sarah
Sie können keine Kinder bekommen, aber da sie von Jehova die Zusage haben, dass sich durch Abrahams Same mal alle Nationen segnen werden (Kapitel 12) und sie dennoch 10 Jahre danach keine Nachkommen haben, nehmen die die Angelegenheit selbst in die Hand. Sie denken „hier ist dann wohl Eigeninitiative gefragt“ und Sarah gibt ihrem Mann ihre Magdt als Nebenfrau bzw Leihmutter (Kapitel 16)
Sie bekommen auf diese Weise einem Sohn: Ismael. Aber das Ergebnis ist nicht ganz so schön. Es beginnt damit, dass sich Hagar über Sarah überhebt, da diese keine eigenen Kinder bekommen kann. Dann schaut Ismael hochmütig auf den kleinen Bruder Isaak mit dem Ergebnis, dass Abraham ihn und seine Mutter weg schicken muss (Kapitel 21)
Jakob und Rebekka
Später bekommt Isaak mit Rebekka nach 40 Jahren Ehe mit Jehovas Hilfe endlich ein Kind – ach ne, sind ja zwei – aber es kommt zu Probleme, als der eigentlich Erstgeborene, Esau, leichtfertig sein Erstgeburtsrecht an den jüngeren verkauft (25:29). Als es darum geht, dass Isaak seinen Erstgeborenen segnen will, bekommt Rebekka dies mit und meint, sie müsse etwas unternehmen, damit der Vater den segnet, dem das Recht zusteht. Denn immerhin hatte es Esau ja an Jakob verkauft und zum anderen hatte Jehova ja noch während der Schwangerschaft gesagt, dass Jakob derjenige sein würde, dem der andere dienen würde (25:26)
Isaak will also Esau segnen und Rebekka meint, dies verhindern zu müssen. Sie fragt nicht Jehova und scheinbar geht sie auch nicht davon aus, dass Jehova dies selbst regeln könne. Wie dem auch sei, ist sie der Ansicht, sie wäre nun gefragt, sie müsse nun handeln.
Und so weist sie den jüngeren Sohn an, dem Vater vorzuspielen, er sei Esau, um den Segen zu bekommen. Mir ist beim Anhören aufgefallen, dass Isaak mehrfach fragt, ob er auch wirklich Esau sei. Also erweckte Jakob nicht einfach nur den Eindruck, sondern er log den Vater mehrfach an.
Er bekommt zwar den Segen, zieht sich aber den Zorn des Bruders zu, der sogar vorhat, ihn zu töten, wenn der Vater tot ist (Kapitel 27). So muss Jakob fliehen und so nicht nur sein Zuhause und damit das verheißene Land verlassen, sondern auch dort leben, wo sein Großvater auf garkeinen Fall wollte, dass sein Sohn dorthin zurück gehen würde (24:5-6) .
Aber damit nicht genug: er wird von seinem Schwiegervater übers Ohr gehauen, indem er dieselbe Tatsache nutzte, mit der er selbst seinen Vater ausgetrickst hatte: er schickt ihm im Dunkeln die falsche Frau ins Bett und so ist er vor Gott mit Lea verheiratet, muss weitere 7 Jahre um „die richtige Braut“ dienen und dadurch sind weitere Probleme direkt vorprogrammiert. Die beiden Frauen wetteifern um seine Liebe und das geht scheinbar am besten durch Söhne. Dabei werden noch die Mägde der beiden mit hineingezogen und so hat Jakob insgesamt 4 Frauen (Kapitel 28)
Aber damit nicht genug: die Brüder sind eifersüchtig auf Josef und verkaufen ihn in die Sklaverei und so trauert Jakob viele Jahre um den geliebten Sohn (Kapitel 37). Ja, am Ende wird alles gut – aber das Leben von Jakob war wahrlich kein Zuckerschlecken
Ja, wir können bereuen und umkehren, aber die Konsequenzen für unser verkehrtes Handeln müssen wir selbst tragen und ganz ehrlich: bei Abraham und Sarah und Jakob und Rebekka finde ich das Handeln eigentlich verständlich. Im übrigen hatte auch Rebekka die Konsequenzen zu tragen, dass sie Jakob zu dem Betrug angestiftet hatte, denn direkt danach musste Jakob ja fliehen und sie sah ihn nie wieder in ihrem Leben. Das sehen wir daran, dass sie zu Jakob sagte, sie würde nach ihm schicken lassen, wenn sich Esau beruhigt hätte (27:45), das aber nie geschehen war. Wir lesen hinterher nur, dass beide Brüder gemeinsam den Vater beisetzten (25:9-10)
Aber noch viel krasser finde ich eine Geschichte, die sich deutlich später abspielt:
David und Bathseba
Wir haben nun schon mehrfach darüber gesprochen, dass alles, was uns von Gott weg bringt oder seinen Platz einnimmt, in Wirklichkeit Götzendienst ist <—- Alles was uns davon abhält, Jehova so zu dienen, wie er das gerne möchte. Zum einen hat er ja das Recht dazu, denn er hat uns erschaffen und daher ist der eigentliche Sinn unseres Lebens, dass wir Gott dienen (sagt ER selbst) und zum anderen weiß er als unser Schöpfer besser als wir, was uns wirklich glücklich macht
Ok
David geht also abends auf seiner „Dachterasse“ spazieren und sieht Batseba, die badet – natürlich ist sie dabei nackt und wie die Bibel sagt, wunderschön. David erkundigt sich über sie, da er hin und weg ist. Man teilt ihm mit, dass diese Frau verheiratet ist, aber das kann ihn auch nicht mehr halten. Diese oder keine, diese muss er unbedingt haben und da ist ihm egal, was Jehova dazu sagt. Vielleicht hat er sich gedacht „Jehova will ja, dass ich glücklich bin und das werde ich nur, wenn ich diese Frau haben kann. Das muss ER einfach verstehen…“
Und dann rennt er sehenden Auges In sein Unglück: er lässt sie holen und nimmt sich, was er will. Batseba wird schwanger, aber da der Ehemann die ganze Zeit an der Front war, konnte man ihm das Kind nicht unterschieben (2. Samuel Kapitel 11 und folgende). Davids Tricks helfen da nichts und da bleibt nur, den Mann umzubringen und schnell die Witwe zu heiraten, es passiert ja häufiger, dass Kinder zu früh geboren werden und dann ist das Kind ganz legitim Seins und Batsebas
So weit, so gut. Der Plan geht auf und sie bekommt das Kind🤗, juhu, alles gut gegangen 😁, keiner hat’s gemerkt
Aber dann schickt Jehova den Propheten Nathan und macht ihm klar, wie ER das sieht und David kommt zur Besinnung, entschuldigt sich und bereut. Jehova nimmt beides an, lässt ihm aber auch ganz klar sagen, dass und welche Konsequenzen das haben würde (12:11-15). David versucht noch alles, um den Tod des Kindes abzuwenden, er fastet und betet Tag und Nacht („wir beten und bitten die ganze Zeit“) – aber Jehova hält Wort und das Kind stirbt. Zwar bekommt er mit Batseba einen weiteren Sinn, von dem Jehova ihm sagt, dass aus diesem der Same, der Messias kommen würde, und daran erkennen wir, dass Jehova ihm verziehen hat und die Beziehung zwischen ihm und Jehova wieder im reinen ist, auch die von Batseba
Trotzdem muss David für den Rest seines Lebens die schmerzlichen Konsequenzen tragen. Zwar mildert Jehova bei beiden den Schmerz über den Tod des ersten gemeinsamen Sohnes, aber den Teil mit „in deiner Familie wird die ganze Zeit Streit sein“ erlässt ER ihm nicht
Ein Sohn vergewaltigt die Schwester, die daran zerbricht. Ein weiterer Sohn rächt seine Schwester und bringt den Vergewaltiger um. David kann damit nicht umgehen und verbannt den Brudermörder (Kapitel 13). Nicht nur, dass er den Sohn vermisst, dieser flieht zu einem Onkel, der Jehova nicht dient und nährt den Hass auf den Vater. Dieser lässt ihn zwar wieder kommen, aber er darf sich nicht bei Hofe zeigen (Kapitel 14). Ergebnis: er spinnt Intrigen, übernimmt die Macht und David muss fliehen (Kapitel 15). Zum Schluss wird der Sohn im Krieg umgebracht und David kriegt sich vor Trauer nicht mehr ein, man muss mit ihm ein Machtwort sprechen, damit er sich selbst nicht noch mehr Probleme einheimst (Kapitel 19).
Wollen wir mit David tauschen? Ich nicht!
Ja, sein Verhältnis zu Jehova war schon längst wiederhergestellt, dennoch musste er den Rest seines Lebens die Folgen dafür tragen und die hat ihm Jehova auch nicht genommen
Heute
Ähnlich, wenn ich ohne Not vom Dach eines Hochhauses springe – da kann ich nicht erwarten, dass mich Jehova auffängt, weil er Liebe ist und ich auf ihn vertraue und vorher viel gebetet habe. Entweder bin ich tot oder so schwer verletzt, dass ich am liebsten sterben würde – und da hilft dann kein Gebet, selbst wenn die halbe Welt mit dafür beten würde. Ich muss diese Konsequenzen tragen
Wenn ich meine, mein Glück besteht darin, dass ich wahllos durch die Betten springe und ich fange mir dabei AIDS ein, dann habe ich zwar die Möglichkeit, wieder zu Jehova umzukehren. Mein Verhältnis zu und mit IHM mag wieder ganz toll werden- und dennoch wird er die Krankheit nicht von mir nehmen. Da helfen dann auch keine Gebete, ER wird kein Wunder für mich tun, ich muss die Konsequenzen für mein Verhalten tragen
Als ich das vor fast einem Jahr einer Schwester sagte, guckte sie mich groß an und hätte mich am liebsten gefressen, denn es passte nicht in ihr Bild von Jehova
Aber es ist so: er hat jedem von uns einen freien Willen gegeben, den wir so ausleben können, wie wir wollen, er hindert uns nicht. Aber wir müssen dann auch dafür die Konsequenzen tragen, auch wenn wir noch so viel beten
Daher sollten wir ganz vorsichtig sein mit dem Thema „freier Wille“ und „ich muss mich selbst darum kümmern, dass ich glücklich werde“
Wirklich glücklich können wir nur ganz nahe bei Jehova sein, alles andere ist Selbstbetrug. Für mich persönlich ist es immer wieder schwer, wenn ich sehe, dass Menschen die ich mag, sich von Jehova weg wenden um ihr Glück zu suchen. Und nein: Jehova muss das nicht verstehen. Er lässt sie zwar, aber sie müssen dann die Konsequenzen tragen und in manchen Fällen wird sie das den Rest ihres Lebens verfolgen – siehe die biblischen Beispiele
In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen schönen und gesegneten Tag 😘