
GASTFREUNDSCHAFT: EIN EINSTIEG IN DIE EVANGELISATION
Hebräer 13,2
„Vergesst nicht, Fremde gastfreundlich aufzunehmen; denn dadurch haben manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt.“
Eines der wirkungsvollsten Mittel zur Evangelisation ist weder ein Mikrofon noch eine Bühne oder eine große Menschenmenge. Manchmal beginnt das größte Zeugnis für Christus mit einem Lächeln, einer Mahlzeit, einem offenen Ohr oder einer offenen Tür. Gastfreundschaft ist mehr als nur Freundlichkeit – sie ist Dienst. Sie ist gelebte Liebe.
In einer Welt, die immer kälter, misstrauischer und entfremdeter wird, wird Gastfreundschaft zu einem lebendigen Zeugnis des Evangeliums. Menschen mögen Predigten zunächst ablehnen, aber echte Liebe vergessen sie selten.
Von Genesis bis zur Offenbarung offenbart sich Gott als einladend, mitfühlend und gnädig. Er nimmt Sünder auf, heilt die Gebrochenen und bereitet einen Platz für sein Volk.
Jesus selbst war gastfreundlich. Er aß mit Zöllnern und Sündern. Er hieß Kinder willkommen. Er hielt inne für die Leidenden. Er schuf Raum für Menschen, die von der Gesellschaft ignoriert wurden.
Das Evangelium selbst ist eine Einladung:
„Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“ (Matthäus 11,28).
Wenn Gläubige Gastfreundschaft üben, spiegeln sie das Herz Christi wider. Evangelisation bedeutet nicht nur, die Wahrheit zu verkünden; sie bedeutet, die Liebe hinter der Wahrheit zu zeigen.
Viele Menschen kommen in die Kirche, weil sie zuvor von jemandem in einem Zuhause, einem Gespräch oder einer Freundschaft willkommen geheißen wurden.
Menschen sind offener dafür, die Botschaft Jesu zu hören, wenn sie sich wertgeschätzt und angenommen fühlen. Ein herzlicher Empfang kann ein verhärtetes Herz erweichen.
In Römer 12,13 heißt es:
„Teilt mit den Gläubigen, die in Not sind. Übt Gastfreundschaft.“
Beachte das Wort ausüben. Gastfreundschaft ist etwas Bewusstes. Sie erfordert weder Reichtum noch Luxus. Du brauchst keine Villa, um zu evangelisieren. Manchmal kann eine einfache Mahlzeit, eine Tasse Kaffee oder ein aufrichtiges Gespräch die Tür für den Dienst öffnen.
Jesus diente oft am Tisch. Zachäus fand das Heil, als Jesus sein Haus betrat. Die Jünger auf dem Weg nach Emmaus erkannten Jesus, während sie gemeinsam aßen. Viele Leben wurden in ganz gewöhnlichen Situationen verwandelt, in denen sich die Menschen gesehen und geliebt fühlten.
Gastfreundschaft macht aus Fremden Freunde, und Freunde werden offen für das Evangelium.
Die Urkirche wuchs nicht nur durch die Verkündigung, sondern auch durch liebevolle Gemeinschaft.
In Apostelgeschichte 2,46–47 heißt es:
„Sie brachen das Brot in ihren Häusern und aßen gemeinsam mit frohen und aufrichtigen Herzen … Und der Herr fügte täglich zu ihrer Gemeinschaft diejenigen hinzu, die gerettet wurden.“
Die Menschen wurden von der Atmosphäre der Liebe angezogen.
Die Welt ist voller einsamer Menschen – Witwen, Mütter in Not, vernachlässigte ältere Menschen, entmutigte Jugendliche und zerrüttete Familien. Manchmal brauchen Menschen, bevor man ihnen die Lehre erklärt, erst einmal Mitgefühl, das ihnen entgegengebracht wird.
Eine gastfreundliche Gemeinde sagt:
„Du bist hier wichtig.“
„Du bist hier willkommen.“
„Es ist Platz für dich am Tisch.“
Dieser Geist wird zu einem kraftvollen Zeugnis für Ungläubige.
Wahre Gastfreundschaft kostet etwas – Zeit, Mühe, Geduld, Ressourcen und Bequemlichkeit. Aber Evangelisation war schon immer mit Opfern verbunden.
Der barmherzige Samariter unterbrach seine Reise, um einem verwundeten Fremden zu helfen. Er gab sein Öl, seine Zeit und sein Geld. Sein Mitgefühl wurde zu einem Zeugnis.
Manchmal geschieht Dienst nicht in geplanten Programmen, sondern in unterbrochenen Zeitplänen. Gastfreundschaft bedeutet, in unserem Leben Platz zu schaffen für Menschen, die Gott erreichen möchte.
Nicht jeder Gast wird einfach sein. Nicht jeder Besucher wird sich perfekt benehmen. Aber Liebe öffnet Türen, die Urteile oft verschließen.
Evangelisation bedeutet nicht nur, Seelen zu gewinnen; sie bedeutet, Seelen zu nähren.
Einige der tiefsten geistlichen Gespräche finden zu Hause statt, am Esstisch, in ganz alltäglichen Momenten des Lebens.
Wenn Menschen deine Geduld, dein Gebetsleben, deine Demut und deinen Frieden in Prüfungen sehen, beginnen sie, gelebtes Christsein zu erkennen.
Gastfreundschaft ermöglicht es Menschen, das Evangelium persönlich zu erleben.
Nicht jeder ist dazu berufen, öffentlich zu predigen, aber jeder Gläubige kann Freundlichkeit zeigen.
Eine einladende Haltung kann Evangelisation sein.
Ein gemeinsames Essen kann Evangelisation sein.
Ein mitfühlender Besuch kann Evangelisation sein.
Ein in der Kirche für jemanden freigehaltener Platz kann Evangelisation sein.
Dorcas evangelisierte durch Taten der Freundlichkeit. Lydia öffnete ihr Haus für den Dienst. Abraham hieß Fremde willkommen und erfuhr göttlichen Segen.
Unterschätze niemals, was Gott durch einen gastfreundlichen Geist bewirken kann.
Gastfreundschaft ist kein kleiner Dienst – sie ist ein Dienst für das Reich Gottes.
In einer verletzten Welt werden offene Herzen und offene Häuser zu offenen Türen für das Evangelium.
Die Menschen vergessen vielleicht unsere Predigten, aber sie erinnern sich oft daran, wie wir sie fühlen ließen. Wenn Gläubige echte Liebe weitergeben, offenbaren sie Jesus der Welt.
Mögen unsere Gemeinden zu Orten werden, an denen Fremde zur Familie werden.
Mögen unsere Häuser zu Orten des Gebets und der Gastfreundschaft werden.
Möge unsere Freundlichkeit die Menschen zu Christus führen.
Denn manchmal ist der erste Schritt zur Erlösung einfach, am Tisch willkommen geheißen zu werden.
Frag dich diese Woche:
Wer braucht Ermutigung?
Wer braucht Freundschaft?
Wer muss sich willkommen fühlen?
Wen kann ich einladen, helfen oder anhören?
Deine Gastfreundschaft könnte die Brücke sein, die jemanden zu Jesus führt.
(Hinweis: Erstellt mit Unterstützung von ChatGPT)
Montag Emmanuel
Ading Lanje Suan
Esther Ebu

Das zehnte Gebot unterscheidet sich von den anderen, weil es fast ausschließlich im Herzen spielt.
„Du sollst nicht begehren.“
Gott gebietet
seinem Volk nicht nur, äußere Sünden zu vermeiden.
Er spricht auch die verborgenen Sehnsüchte an.
Er rückt den Ort ins Blickfeld, den sonst niemand
sehen kann: den stillen Vergleich,
den heimlichen Neid, die unruhige
Sehnsucht nach dem, was einem anderen gehört.
Israel brauchte dieses Gebot in der Wüste.
Sie lebten in Zelten.
Sie hatten noch keine festen Behausungen.
Sie lernten, sich
auf das tägliche Brot vom Himmel zu verlassen.
Jeden Morgen erschien Manna
auf dem Boden, kein angesammelter Reichtum,
keine überquellenden Scheunen,
kein Luxus, aber genug.
Genug für heute.
Und das war die Prüfung.
Würden sie auf Gottes Versorgung vertrauen,
oder würden sie auf ein anderes Zelt blicken
und glauben, Gott sei
zu jemand anderem gütiger gewesen?
Begierde beginnt, wenn Dankbarkeit verschwindet.
Es geht nicht einfach darum, zu bemerken,
was jemand anderes hat.
Es geht darum, den Segen eines anderen
zum Maßstab für unsere Zufriedenheit werden zu lassen.
Es flüstert: „Gott hat ihnen mehr gegeben.
Gott hat mich vergessen. Ich wäre glücklicher,
wenn ich hätte, was sie haben.“
Aber Neid raubt nicht nur die Freude.
Er stellt die Güte Gottes in Frage.
Er trainiert das Herz, das Leben
durch Mangel statt durch Gnade zu sehen.
Er macht die Seele unruhig, selbst
wenn die Hände voll sind.
Deshalb ist dieses Gebot so liebevoll.
Gott sagt nicht bloß:
„Hör auf, Dinge zu begehren.“
Er beschützt sein Volk
vor einem Herzen, das keine Ruhe finden kann.
Jesus warnte: „Seid auf der Hut
und hütet euch vor jeder Art von Habgier,
denn das Leben eines Menschen besteht nicht aus
dem Überfluss seines Besitzes.“ (Lukas 12,15)
Das Leben wird nicht daran gemessen, was wir besitzen.
Frieden findet man nicht darin, mehr zu haben als andere.
Zufriedenheit ist nicht das Ergebnis
perfekter Umstände.
Zufriedenheit wächst, wenn wir
lernen, auf die Hand des Vaters zu vertrauen.
Das Evangelium gibt uns den
tiefsten Grund, zufrieden zu sein.
In Christus hat Gott sich
uns nicht vorenthalten.
Wenn wir Jesus haben, haben wir mehr, als
wir verdienen, und mehr, als
diese Welt uns sichern kann.
Er ist unser Schatz, unser Anteil,
unser tägliches Brot und unser ewiges Erbe.
Das bedeutet nicht, dass wir uns nie etwas wünschen,
träumen oder um Versorgung beten.
Es bedeutet, dass unsere Wünsche uns nicht mehr beherrschen.
Wir können uns freuen, wenn andere gesegnet sind.
Wir können dankbar sein für das, was wir haben.
Wir können Gott vertrauen, was uns fehlt.
Wir können sagen, selbst in der Wüste:
„Der Herr ist genug.“
Also frag dich heute ehrlich:
Wessen Segen habe
ich mit meinem verglichen?
Was hat der Neid meiner Freude geraubt?
Wo lädt Gott mich ein,
wieder Dankbarkeit zu üben?
Denn das Gegenteil von Begierde
ist nicht, so zu tun, als bräuchten wir nichts.
Das Gegenteil von Begierde ist das Vertrauen darauf,
dass Gott weiß, was wir brauchen.

✨ WENN SICH DIE STIMMUNG VERÄNDERT, WEIL DU DA BIST
📖 „Und als Saul Boten sandte, um David zu holen, und sie die Gruppe der Propheten sahen, die prophezeiten … da kam der Geist Gottes über die Boten Sauls.“ – 1. Samuel 19,20 KJV
Es gibt Menschen, die einen Raum betreten, und nichts ändert sich.
Aber es gibt andere, deren Ankunft das geistliche Klima augenblicklich verändert. 🔥
Nicht wegen Ruhm.
Nicht wegen eines Titels.
Nicht wegen Charisma.
Sondern weil sie eine lebendige Gegenwart in sich tragen. 🌊
Der größte Beweis dafür, dass ein Mensch bei Gott gewesen ist, ist nicht Lärm – es ist die Atmosphäre. Die unsichtbare Umgebung um dich herum beginnt, auf den Gott zu reagieren, den du in dir trägst.
Manche Gläubige bringen Angst mit in Räume.
Andere bringen Verwirrung mit.
Wieder andere bringen Streit mit.
Aber es gibt einen Bereich in Gott, in dem du zum Träger der himmlischen Umgebung wirst. 🕊️
Wenn du eintrittst:
Kommt Frieden herein.
Fällt Überzeugung.
Werden Dämonen unruhig.
Wird Anbetung leichter.
Herzen werden weich.
Das Gebet wird lebendig.
Genau das geschah, als Maria das Haus von Elisabeth betrat. Das Kind in Elisabeths Leib hüpfte beim Klang von Marias Gruß. 📖 Lukas 1,41
Eine Atmosphäre veränderte sich, weil jemand ankam, der Jesus in sich trug.
🔥 Es gibt Menschen, die keine Mikrofone brauchen, um zu predigen. Allein ihre Anwesenheit wird zur Predigt.
Mose kam vom Berg herab, und sein Gesicht strahlte von Herrlichkeit. Israel konnte ihn nicht mehr beiläufig ansehen. Warum? Weil Begegnungen mit Gott das geistliche Klima verändern. 📖 2. Mose 34,29-30
Gläubige wurden nie dazu bestimmt, nur Gottesdienste zu besuchen. Sie wurden dazu bestimmt, Gottes Gegenwart ständig in sich zu tragen.
🕯️ Du kannst beten, bis dein Zimmer von Herrlichkeit erfüllt ist.
🕯️ Du kannst anbeten, bis sich dein Arbeitsplatz anders anfühlt.
🕯️ Du kannst Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist haben, bis die Dunkelheit reagiert, wenn du erscheinst.
Manche Atmosphären sind bedrückend, weil noch niemand, der Licht in sich trägt, dort eingetreten ist.
📖 „Ihr seid das Licht der Welt.“ – Matthäus 5,14 KJV
Licht streitet nicht mit der Dunkelheit.
Licht kommt einfach … und die Dunkelheit verschwindet. ✨
Die Urkirche lebte diese Realität.
Petrus ging vorbei, und sogar sein Schatten wurde zu einem Ort der Heilung. 📖 Apostelgeschichte 5,15
Warum? Weil, wenn ein Mensch beständig Gott in sich beherbergt, selbst gewöhnliche Dinge um ihn herum von göttlichem Einfluss durchdrungen werden.
🔥 Es gibt eine Dimension, in der:
Deine Worte Gewicht haben.
Deine Gebete Gebiete verändern.
Deine Anbetung verändert Umgebungen.
Deine Gegenwart schwächt Unterdrückung.
Aber diese Dimension entsteht nicht durch Talent.
Sie entsteht aus Intimität. 🕊️
Der geheime Ort verändert öffentliche Atmosphären.
Du kannst kein göttliches Klima öffentlich ausstrahlen, wenn du keinen geheimen Altar im Privaten hast.
📖 „Diejenigen, die ihren Gott kennen, werden stark sein und Großes vollbringen.“ – Daniel 11,32 KJV
Viele wollen die Kraft ohne den Prozess.
Aber Träger der Herrlichkeit werden an verborgenen Orten geformt:
durch Gebet,
durch Hingabe,
durch Weihe,
durch Gehorsam,
durch Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist.
🔥 Manche Menschen betreten einen Raum und die Leute fühlen sich verurteilt.
Aber wahre Träger Gottes geben den Menschen das Gefühl, dass der Himmel sie zu Höherem ruft.
Jesus betrat Städte und die Atmosphäre veränderte sich:
Stürme legten sich,
Dämonen schrien auf,
Krankheiten wichen,
Leichen reagierten.
Die Gegenwart, die Er in sich trug, war stärker als die Umgebung um Ihn herum. 🌊
Und das ist Gottes Wunsch für Gläubige heute:
Nicht von der Atmosphäre kontrolliert zu werden…
sondern die Atmosphäre zu verwandeln.
📖 „Der, der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist.“ – 1. Johannes 4,4 KJV
🕊️ Kind Gottes, was geschieht geistlich, wenn du irgendwo ankommst?
Begegnen die Menschen Angst… oder Frieden?
Verwirrung… oder Klarheit?
Dunkelheit… oder Licht?
Druck… oder die Gegenwart Jesu?
🔥 Möge dein Leben so sehr von Gott durchdrungen sein, dass:
Häuser Frieden spüren, wenn du eintrittst,
Gebete entflammen, wenn du sprichst,
Ketten während der Anbetung zerbrechen,
und die Gegenwart des Himmels um dich herum unbestreitbar wird.
Denn es gibt einen Bereich, in dem deine Ankunft zu einem geistlichen Ereignis wird. ✨
🙏 Gebet
„Herr, mache mich zu einem Träger deiner Gegenwart. Lass mein Leben die Atmosphäre des Himmels ausstrahlen. Möge die Dunkelheit fliehen, Frieden entstehen und Herzen Jesus begegnen – durch den Geist, der auf meinem Leben ruht. Errichte in mir einen geheimen Altar, der deine Herrlichkeit bewahrt. In Jesu Namen, Amen.“ 🕊️🔥
❓ Frage an die Leser
✨ Gab es jemals einen Moment, in dem du gespürt hast, wie sich die Atmosphäre während des Gebets, der Anbetung oder durch jemanden, der wahrhaftig von Gottes Gegenwart erfüllt war, verändert hat?

Heute lesen wir Psalm 111 bis 118. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
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11 Uhr Lobpreis und anschließend
lesen & besprechen wir Sprüche 22
anschließend bis 18 Uhr geselliges Beisammensein – alle Fragen zum Thema Bibel
Zoom-Meeting Sonntag von 11-14Uhr
Meeting-ID: 979 4120 0715
Kenncode: 658157
oder per Telefon:
Einwählen über 06938079884
Dann nach Aufforderung 979 4120 0715# eingeben und dann nach Aufforderung 658157#eingeben
Dann bist du im Raum und drückst *6 und kannst auch reden
Ist ein ganz normaler Anruf auf Festnetz

Heute lesen wir 1. Chronik 27 bis 29, sowie Psalm 68. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
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Wenn du denkst, dass Zachäus derjenige war, der nach Jesus gesucht hat, schau dir Lukas 19 noch einmal an.
Hast du jemals das Gefühl gehabt, dass du erst an dir selbst arbeiten musst, bevor du zu Gott kommen kannst? Viele von uns tragen eine stille Checkliste in sich. Wenn wir versagen, ziehen wir uns zurück. Wir versuchen, die Dinge in Ordnung zu bringen. Wir glauben, wir müssten uns erst entschuldigen, unsere Schulden begleichen oder beweisen, dass wir uns geändert haben, bevor wir wieder näherkommen können. Es fühlt sich an, als müsse man sich Gottes Gegenwart erst verdienen.
Aber halte mal inne und schau dir an, was in Jericho wirklich passiert ist.
Lukas stellt Zachäus als „Obersten Zöllner“ und „reichen Mann“ vor. Zu jener Zeit hatten diese Worte eine schwere Bedeutung. Er hatte seinen Reichtum dadurch erworben, dass er sein eigenes Volk ausbeutete. Die Menschen mochten ihn nicht nur nicht. Sie lehnten ihn offen ab.
Die Bibel sagt, er wollte sehen, wer Jesus war. „Er wollte sehen, wer Jesus war, aber weil er klein war, konnte er über die Menge hinweg nicht sehen“ (Lukas 19,3, NIV). Also lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum, nur um einen Blick zu erhaschen.
Er wollte nur Jesus sehen.
Doch dann geschah etwas Unerwartetes.
Jesus blieb stehen. Er schaute nach oben. Er rief ihn beim Namen. „Zachäus, komm sofort herunter. Ich muss heute in deinem Haus übernachten“ (Lukas 19,5, NIV).
Ist dir das aufgefallen? Zachäus hatte ihn nicht eingeladen. Jesus hat ihn zuerst ausgewählt.
In diesem Moment hatte Zachäus noch nichts in Ordnung gebracht. Es gab keine öffentliche Entschuldigung. Keine Rückzahlung. Keinen Beweis für eine Veränderung.
Trotzdem ging Jesus zu ihm.
Die Menschen um sie herum waren verärgert. „Alle Leute sahen das und begannen zu murren: ‚Er ist zu einem Sünder gegangen, um dort zu Gast zu sein‘“ (Lukas 19,7, NIV). Sie konnten es nicht verstehen. In ihren Augen kommt Akzeptanz erst nach der Veränderung.
Aber Jesus zeigte etwas anderes.
Er bot zuerst Akzeptanz an. Die Veränderung kam danach. Er ging auf Zachäus zu, während dessen Vergangenheit noch dieselbe war. Er betrat sein Haus, bevor irgendetwas in Ordnung gebracht worden war.
Dann veränderte sich etwas in Zachäus.
Nachdem Jesus bereits bei ihm war, stand Zachäus auf und sagte: „Sieh, Herr. Hier und jetzt gebe ich die Hälfte meines Vermögens den Armen, und wenn ich jemanden um etwas betrogen habe, werde ich das Vierfache zurückzahlen“ (Lukas 19,8, NIV).
Siehst du die Reihenfolge?
Die Veränderung hat Jesus nicht in sein Leben gebracht. Jesu Gegenwart hat die Veränderung bewirkt.
Vielleicht wollte Zachäus Jesus nur aus der Ferne sehen. Vielleicht erwartete er nichts weiter als einen kurzen Blick. Aber Jesus hatte etwas Größeres im Sinn. Es war, als wäre er nach Jericho gekommen und hätte bereits gewusst, wen er treffen würde.
Denk nun über dein eigenes Leben nach.
Wartest du immer noch darauf, dich bereit zu fühlen, bevor du zu Gott kommst? Versuchst du, zuerst „gut genug“ zu werden?
Oder könnte es sein, dass er schon ganz nah ist, schon deinen Namen ruft, schon bereit ist, sich zu dir zu setzen?
„Heute ist diesem Haus das Heil widerfahren, denn auch dieser Mann ist ein Sohn Abrahams. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Lukas 19,9-10, NIV).
Worauf wartest du also noch?
Er wartet nicht darauf, dass du alles in Ordnung bringst.
Er streckt seine Hand bereits nach dir aus.
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Eine neue Schöpfung von innen heraus
Gott möchte nicht, dass wir so bleiben, wie wir sind. Er lädt uns ein, eine vollständige Veränderung zu erleben. Für Christus zu leben bedeutet nicht, sich noch mehr anzustrengen, um gut zu sein. Vielmehr ist es eine tiefgreifende Veränderung, die in deinem Herzen beginnt und sich nach außen ausbreitet.
Hast du dich jemals so gefühlt, als würdest du nur mechanisch deine Pflichten erfüllen?
In Römer 12,2 heißt es: Passt euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch durch die Erneuerung eures Sinnes. Dann könnt ihr prüfen und erkennen, was Gottes Wille ist: sein guter, wohlgefälliger und vollkommener Wille.
Das Wort, das für „Verwandlung“ verwendet wird, ist vergleichbar mit dem Prozess, bei dem sich eine Raupe in einen Schmetterling verwandelt. Eine Raupe wird nicht einfach besser im Kriechen. Sie wird zu einem völlig anderen Wesen mit Flügeln.
Das ist es, was Gott für dich will.
Er repariert nicht einfach dein altes Leben.
Er schenkt dir ein neues.
Wenn wir ihm nachfolgen, verblasst unsere alte Denkweise. Unser Herz beginnt, das zu begehren, was Er begehrt. Bist du bereit, die Person loszulassen, die du einmal warst?
Wenn wir uns Gott hingeben, beginnt Er das Werk, uns neu zu formen.
In Römer 12,1 heißt es: Ich ermahne euch also, liebe Brüder und Schwestern, im Hinblick auf Gottes Barmherzigkeit, eure Leiber als ein lebendiges Opfer darzubringen, das heilig und Gott wohlgefällig ist; das ist euer wahrer und angemessener Gottesdienst.
Diese Veränderung geschieht jeden einzelnen Tag.
Sie geschieht, wenn wir uns entscheiden, Seiner Wahrheit zu glauben statt den Lügen der Welt.
Gib dich nicht damit zufrieden, nur äußerlich religiös zu wirken.
Lass Gott dich von innen heraus verändern und der Welt Seine Kraft zeigen.

Auf dem Weg nach Emmaus wurden den Jüngern nicht sofort die Augen geöffnet. Erst als ihre Herzen brannten, erkannten sie, mit wem sie gesprochen hatten.
Lukas erzählt uns, dass Jesus zwar mit ihnen ging
und ihnen die Schriften erklärte,
sie ihn aber trotzdem nicht erkannten.
Erst später, am Tisch,
als er das Brot brach,
wurden ihnen die Augen geöffnet.
Diese Reihenfolge ist wichtig, weil sie zeigt,
dass ihr tiefstes Problem nicht nur die Trauer
über das war, was in Jerusalem passiert war.
Es war auch, dass sie die Heilige Schrift noch nicht gut genug verstanden,
um das Kreuz und das leere Grab zu begreifen.
Das hilft zu erklären, warum Jesus so reagierte, wie er es tat.
Er sagte nicht sofort: „Ich bin es.“
Er hat ihre Verwirrung nicht zuerst durch sein Aussehen aufgelöst.
Stattdessen sagte er: „Ihr Toren und trägen Herzens,
die ihr nicht glaubt, was die Propheten gesagt haben“ (Lukas 24,25).
Das ist eine ernste Aussage,
aber auch eine barmherzige.
Jesus zeigte ihnen, dass ihre Traurigkeit
durch eine unvollständige
Auslegung von Gottes Wort noch verstärkt worden war.
Sie hatten Herrlichkeit erwartet, aber sie hatten nicht
verstanden, dass der Messias leiden musste,
bevor er in seine Herrlichkeit eingehen konnte.
Sie kannten die Ereignisse, aber sie hatten noch nicht
die Bedeutung dieser
Ereignisse gemäß der Heiligen Schrift verstanden.
Deshalb fing Jesus mit Mose
und allen Propheten an und erklärte
ihnen die Dinge, die ihn betrafen.
Lukas will uns zeigen, dass der auferstandene Christus
nicht vom geschriebenen Wort getrennt ist.
Er hilft seinem Volk, seinen Tod
und seine Auferstehung zu verstehen, indem er die Heilige Schrift öffnet.
Bevor er ihnen die Augen öffnete,
hatte er bereits die Heilige Schrift geöffnet
und sie den Jüngern erklärt.
Bevor sie sagen konnten: „Wir haben ihn gesehen“,
wurde ihnen beigebracht,
alle Verheißungen Gottes im Licht seiner Person zu lesen.
Das macht die Aussage über ihre
brennenden Herzen noch bedeutungsvoller.
Ihre Herzen brannten, bevor ihre Augen
geöffnet wurden, weil Christus bereits
gegenwärtig war und bereits durch sein Wort wirkte,
auch wenn er noch nicht erkannt wurde.
Er war nicht abwesend, nur weil
sie nicht wussten, dass er es war.
Er war in ihrer Nähe, sprach zu ihnen, korrigierte sie
und führte sie geduldig
zum Verständnis.
Ich denke, genau hier trifft uns diese Passage still und leise.
Es gibt Zeiten, in denen Christus
uns verborgen zu sein scheint,
nicht weil er weg ist,
sondern weil wir langsam sind
im Verstehen dessen, was er gesagt hat.
Wir kennen vielleicht die Fakten des Evangeliums
und haben trotzdem Schwierigkeiten, sie richtig miteinander zu verbinden.
Wir tragen vielleicht Trauer, Verwirrung und
Enttäuschung mit uns herum, weil unsere Erwartungen
die Geschichte immer noch mehr prägen als die Heilige Schrift.
Aber der auferstandene Jesus ist so gütig, mit langsamen Jüngern zu gehen.
Er weist sie nicht zurück. Er lehrt sie.
Und wenn er das tut, tut er
mehr, als nur den Verstand zu informieren.
Er erwärmt das Herz.
Das macht diesen Abschnitt so tröstlich.
Der Christus, der gestorben und wieder auferstanden ist,
ist immer noch derjenige, der sich uns nähert,
die Heilige Schrift öffnet und sich
auf seine eigene Weise und zu seiner eigenen Zeit zu erkennen gibt.
Manchmal kommt die Erkenntnis erst später,
aber seine Gegenwart ist bereits da.
Dieser Abschnitt lädt uns also nicht nur dazu ein, uns zu fragen, ob wir uns Christus nahe fühlen, sondern auch, ob wir uns von ihm durch sein Wort lehren lassen. Der Weg zu klarerem Sehen beginnt oft mit demütigem Zuhören. Und oft beginnt unser Herz zu brennen, noch bevor sich unsere Augen vollständig öffnen.
by Jule with no comments yet
Heute lesen wir Hiob 29 bis 32. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yet