
Manche Leute denken, dass das Fallen emotional ist. Andere glauben, es sei nur gespielt. Wieder andere haben es noch nie erlebt und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Ja, manchmal tun Leute so, als ob, folgen der Masse oder reagieren nur körperlich. Aber eine Fälschung gibt es nur, weil es etwas Echtes gibt.
Die Bibel zeigt, dass menschliche Kraft oft nachgibt, wenn die Gegenwart Gottes sichtbar wird. Das hebräische Wort für Herrlichkeit ist kabod (כָּבוֹד) und bedeutet wörtlich Gewicht, Schwere, Substanz. In 2. Chronik 5,13–14, als der Tempel mit der Herrlichkeit des Herrn erfüllt war, „konnten die Priester ihren Dienst nicht weiter ausüben, denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus Gottes“. In 1. Könige 8,10–11 heißt es: „Die Priester konnten nicht stehen bleiben, um ihren Dienst zu verrichten …, weil die Herrlichkeit des Herrn das Haus erfüllte.“ Sie wurden nicht dazu angehalten – sie waren buchstäblich nicht in der Lage, unter dem Gewicht seiner Gegenwart zu stehen.
Das gleiche Muster sehen wir im Neuen Testament. In Johannes 18,4–6, als die Soldaten kamen, um Jesus zu verhaften, und er sagte: „Ich bin es“, wichen sie zurück und fielen zu Boden. Es gab keine Musik, keinen Altarruf, keine Erwartung – nur die offenbarte Autorität Christi. In Matthäus 17,6 fielen die Jünger bei der Verklärung auf ihr Gesicht. In Offenbarung 1,17 sagte Johannes: „Ich fiel wie tot zu seinen Füßen nieder.“ In Hesekiel 1,28 schreibt der Prophet: „Als ich das sah, fiel ich auf mein Angesicht.“ Dies ist eine durchgängige biblische Reaktion auf die offenbarte Gegenwart Gottes.
In Apostelgeschichte 8,17–19 sehen wir auch, dass, als die Apostel den Menschen die Hände auflegten und sie den Heiligen Geist empfingen, etwas so Reales und Sichtbares geschah, dass Simon, der Zauberer, versuchte, diese Kraft zu kaufen. Es gab eine sichtbare Manifestation. Es war nichts Psychologisches – es war unbestreitbar.
Ja, manche ahmen nach. Manche reagieren emotional. Manche folgen erlerntem Verhalten. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass viele Menschen – selbst diejenigen, die es nicht erwartet hatten und „nicht an so etwas glaubten“ – physisch auf eine echte Begegnung mit der Gegenwart Gottes reagiert haben.
Das Fallen ist nicht das Ziel und auch nicht unbedingt der Beweis. Aber in der Bibel, wenn die Herrlichkeit Gottes offenbart wird, gibt die menschliche Kraft oft nach. Paulus nennt es „eine ewige Herrlichkeit” (2. Korinther 4,17). Wenn die Realität der Gegenwart Gottes mehr wird als etwas, an das wir glauben – wenn wir ihr begegnen –, reagiert der Körper auf seine Herrlichkeit.
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