
Gott weiß, dass du müde bist. Nicht nur körperlich. Auch seelisch. Diese Art von Müdigkeit, die entsteht, wenn man versucht, alles zusammenzuhalten. Wenn man Verantwortung trägt. Wenn man für alle anderen stark sein muss. Wenn man betet und sich fragt, wann sich die Dinge ändern werden. Er sieht das. Er ist nicht enttäuscht von deiner Erschöpfung.
Er weiß, dass du dich bemühst. Er sieht den stillen Gehorsam, den niemand bejubelt. Die kleinen Entscheidungen, das Richtige zu tun, obwohl es einfacher wäre, aufzugeben. Die Anstrengung, freundlich zu bleiben, wenn du dich ausgelaugt fühlst. Die Gebete, die du flüsterst, wenn dir keine langen, ausgefeilten Worte mehr einfallen. Er sieht die Anstrengung deines Herzens.
Manchmal denken wir, wir müssten Gott mit Stärke beeindrucken. Aber Psalm 103 sagt, dass er sich daran erinnert, dass wir Staub sind. Er ist nicht überrascht von deinen Grenzen. Er hat dich geschaffen. Er weiß, welche Last du trägst. Und er steht nicht mit einer Checkliste über dir. Er ist mit Mitgefühl bei dir.
Stell ihn an die erste Stelle. Das heißt nicht, dass du dein ganzes Leben über Nacht umkrempeln musst. Es heißt, deinen Fokus zu verlagern. Bevor du scrollst, bevor du dich in Gedanken verstrickst, bevor du versuchst, alles aus eigener Kraft zu lösen, halte inne und erkenne ihn an. Lade ihn in deinen Tag ein. Sprich seinen Namen inmitten des Drucks aus. Ihn an die erste Stelle zu setzen, hat nichts mit Perfektion zu tun. Es geht um Abhängigkeit.
Vertraue ihm. Auch wenn du den Zeitpunkt nicht verstehst. Auch wenn der Weg unklar erscheint. Sprüche 3,5–6 erinnert uns daran, von ganzem Herzen auf den Herrn zu vertrauen und uns nicht auf unser eigenes Verständnis zu stützen. Das bedeutet, dass du nicht die gesamte Treppe sehen musst. Du machst einfach den nächsten Schritt mit ihm.
Er wird einen Weg bereiten. Nicht immer so, wie du es dir vorgestellt hast. Nicht immer so schnell, wie du es dir erhofft hast. Aber Jesaja 43 sagt, dass er einen Weg in der Wildnis und Flüsse in der Wüste bereitet. Er ist Spezialist für Wege, wo es keine gab. Er ist nicht durch das begrenzt, was dir unmöglich erscheint.
Wenn du das Gefühl hast, dass du dich kaum noch halten kannst, hör dir das bitte ganz ruhig an. Du bist nicht allein in diesem Kampf. Du bist nicht allein in der Wartezeit. Du bist nicht unsichtbar in deinem Kampf.
Ruh dein Herz für einen Moment aus. Heb deine Augen. Flüstere seinen Namen. Lass die Gnade dich dort treffen, wo du bist, nicht dort, wo du denkst, dass du sein solltest.
Gott weiß, dass du müde bist. Er weiß, dass du dich bemühst. Stell ihn an die erste Stelle. Vertrau ihm. Er wird einen Weg finden.
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