
Gottes Name ist heilig.
Für das alte Israel war ein Name
niemals eine Nebensache.
Ein Name stand für Identität, Charakter,
Ansehen und Autorität.
Als Gott seinem Volk also gebot,
seinen Namen nicht missbrauchen,
warnte er sie nicht nur
vor unbedachter Rede.
Er lehrte sie,
welches Gewicht es hat, zu ihm zu gehören.
Israel war nicht nur ein gerettetes Volk.
Es war ein Volk, das
den Namen des Herrn trug.
Sie hatten Seine Macht in Ägypten gesehen,
Seine Treue am Roten Meer,
Seine Versorgung in der Wüste
und Seine Heiligkeit am Sinai.
Nun, als Sein Bundesvolk,
sollte ihr Leben
die Wahrheit darüber verkünden, wer Er ist.
Deshalb ist dieses Gebot so ernst.
Gottes Namen zu missbrauchen bedeutet nicht nur,
seinen Namen mit unseren Lippen zu missbrauchen.
Es bedeutet auch, seinen Namen in unserem Leben leichtfertig zu behandeln.
Wenn jemand von Gott spricht,
aber in Heuchelei lebt, wird sein Name entehrt.
Wenn jemand Gottes Namen benutzt,
um andere zu manipulieren, wird sein Name entehrt.
Wenn jemand behauptet, zu Ihm zu gehören,
aber Menschen mit Stolz, Grausamkeit
oder Betrug behandelt, wird Sein Name entehrt.
Dieses Gebot geht über das Vokabular hinaus.
Es reicht bis ins Herz.
Jesus lehrte Seine Jünger zu beten:
„Unser Vater im Himmel, geheiligt werde
Dein Name.“ (Matthäus 6,9)
Bevor wir um das tägliche Brot,
um Vergebung oder um Erlösung bitten,
lehrte uns Jesus, mit Ehrfurcht zu beginnen.
Dein Name werde geehrt.
Dein Name werde geschätzt.
Dein Name werde als heilig behandelt.
Und wenn wir den Namen Christi tragen,
dann sollten unsere Worte, unsere Einstellungen, unsere Entscheidungen
und unsere Beziehungen Ihn nicht klein erscheinen lassen.
Die Welt beurteilt den Namen Jesu oft
anhand des Lebens derer, die behaupten, ihm nachzufolgen.
Das sollte uns demütig machen.
Nicht weil wir perfekt sind,
sondern weil wir Zeugen sind.
Als Christen tragen wir keinen gewöhnlichen Namen.
Wir tragen den Namen dessen, der uns gerettet hat,
uns vergeben hat und uns zu den Seinen gemacht hat.
Lass also unsere Sprache wahrhaftig sein.
Lass unsere Anbetung aufrichtig sein.
Lass unser Verhalten sanftmütig sein.
Lass unser Leben den Namen
Jesu vor anderen schön erscheinen.
Frag dich heute ehrlich:
Ehren meine Worte und Taten den Namen, den ich trage?