
Beruht meine Unterordnung auf dem Status?
Werde ich mich unterordnen, weil diese Person über mir steht, mich aber weigern, mich zu unterordnen, weil sie nur mein Freund ist?
Wenn sich mein Respekt und meine Unterordnung je nachdem ändern, wer vor mir steht, dann lebe ich vielleicht nicht wirklich in Unterordnung. Ich suche mir einfach aus, wen ich für würdig halte, dass ich ihm gehorche.
Wahre Unterordnung wird auf die Probe gestellt, wenn du nicht einer Meinung bist, wenn dich die Person nicht beeindruckt und wenn du durch Gehorsam nichts zu gewinnen hast.
Bei der Unterordnung geht es nicht allein um die Position der Person. Es geht darum, Gottes Ordnung zu ehren, auch wenn deine Gefühle etwas anderes sagen.
Gehorcht euren Leitern und unterwerft euch ihrer Autorität. Sie wachen über euch als solche, die Rechenschaft ablegen müssen.
Hebräer 13,17
Die Frage lautet nicht: „Mag ich diese Person genug, um mich ihr unterzuordnen?“
Die bessere Frage ist: „Kann ich Gottes Ordnung auch dann noch ehren, wenn es sich bei der Person um jemanden handelt, den ich nur als Freund betrachte?“
Denn wenn wir uns nur solchen Menschen unterordnen, die wir respektieren, bewundern oder von denen wir profitieren, dann praktizieren wir keine Unterordnung.
Dann praktizieren wir Vorlieben…
by Jule with no comments yet
🔥 JE GRÖSSER DIE BEFUGNIS, DESTO GRÖSSER DIE VERANTWORTUNG
Lehren aus dem Leben des Petrus
„Wem viel gegeben wurde, von dem wird auch viel verlangt werden.“ – Lukas 12,48
🌿 ANREGENDE FRAGE
Was passiert, wenn Gott einem Menschen große Befugnisse gibt, bevor dieser gelernt hat, damit richtig umzugehen?
Schau dir Petrus an.
Er war leidenschaftlich. Unerschrocken. Impulsiv. Mutig. Manchmal leichtsinnig.
Doch Jesus sah etwas in Petrus, das Petrus selbst noch nicht erkennen konnte.
Jesus berief Petrus nicht nur dazu, ihm nachzufolgen.
Er berief Petrus dazu, irgendwann andere zu stärken.
„Wenn du zu mir zurückgekehrt bist, stärke deine Brüder.“ – Lukas 22,32
Das ist das Geheimnis der Autorität im Reich Gottes:
Gott sieht vielleicht schon deine zukünftige Autorität, während er noch an deinem gegenwärtigen Charakter arbeitet. 🙏
🔥 1. PETRUS WURDE BERUFEN, BEVOR ER BEREIT WAR
Jesus sagte:
„Folge mir nach, und ich werde dich zum Menschenfischer machen.“ – Matthäus 4,19
Petrus war nicht perfekt, als Jesus ihn berief.
Er war noch im Entstehen begriffen.
Er hatte Leidenschaft – brauchte aber Reife.
Er hatte Mut – brauchte aber Beständigkeit.
Er hatte Offenbarung – kämpfte aber noch mit seinem Selbstvertrauen.
Und das lehrt uns etwas Wichtiges:
Berufung bedeutet nicht Vollendung.
Du kannst aufrichtig von Gott berufen sein und trotzdem Bereiche haben, die Gott noch verändern muss.
🌿 Die Salbung macht den Charakter nicht überflüssig.
Manchmal bitten wir Gott um die Autorität des Petrus, lehnen aber den Weg des Petrus ab.
Wir wollen den Petrus von Pfingsten, aber wir wollen nicht den gebrochenen Petrus, der seine Schwäche erkennen musste.
🔥 2. PETRUS’ GROSSE OFFENBARUNG BRACHTE GRÖSSERE VERANTWORTUNG MIT SICH
Jesus fragte:
„Wer, sagt ihr, bin ich?“
Petrus antwortete:
„Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ – Matthäus 16,15–16
Das war eine außergewöhnliche Offenbarung.
Jesus antwortete:
„Selig bist du, Simon, Sohn des Jona.“ – Matthäus 16,17
Doch unmittelbar nach dieser großen Offenbarung zeigte Petrus, dass Offenbarung nicht automatisch Reife bedeutet.
Als Jesus über sein bevorstehendes Leiden sprach, wehrte sich Petrus gegen diesen Gedanken.
Er sagte im Grunde: „Das darf dir niemals widerfahren.“
Jesus wies ihn scharf zurecht.
Warum?
Weil Petrus zwar eine Offenbarung erhalten hatte, seine Sichtweise aber noch einer Veränderung bedurfte.
⚠️ Eine der größten Gefahren in der Leiterschaft besteht darin, eine echte Offenbarung von Gott zu empfangen und dann anzunehmen, dass jeder Gedanke danach ebenfalls Gottes Gedanke sein muss.
Autorität erfordert Unterscheidungsvermögen.
Je größer die Offenbarung, desto größer die Verantwortung, lehrbar zu bleiben.
🔥 3. PETRUS WOLLTE DEN BERG, ABER JESUS BEREITETE IHN AUF DAS TAL VOR
Petrus erlebte den Berg der Verklärung.
Er sah Jesus verherrlicht.
„Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden so weiß wie das Licht.“ – Matthäus 17,2
Petrus wollte dort bleiben.
Doch Jesus führte seine Jünger schließlich wieder den Berg hinunter.
Warum?
Weil Begegnungen nicht nur zu unserem Vergnügen da sind; sie sind die Vorbereitung auf unseren Auftrag.
Petrus würde das, was er auf dem Berg gesehen hatte, brauchen, wenn er schließlich durch das Tal gehen würde.
🌿 Gott schenkt uns Begegnungen, um uns auf Verantwortung vorzubereiten.
Manche Menschen sehnen sich nach kraftvollen Erfahrungen mit Gott, wehren sich aber gegen die Verantwortung, die diese Erfahrungen mit sich bringen.
Eine echte Begegnung sollte jedoch Folgendes bewirken:
größeren Gehorsam, größere Demut, größeren Mut und größeren Dienst.
🔥 4. PETRUS’ GRÖSSTER FEHLER WURDE ZU EINER SCHULE DER DEMUT
Petrus erklärte:
by Jule with no comments yet