
Ruth kommt nicht mit Schwung in die Geschichte. Sie kommt mit Verlust.
Sie ist eine Witwe in einem fremden Land, arm, schutzlos und mit einem Namen, der sie als Außenseiterin kennzeichnet. Moabiter waren in der Geschichte Israels nicht willkommen. Man erinnerte sich an ihre Vergangenheit, aber sie wurden nicht in die Zukunft eingeladen. Ruth hat keinen Anspruch auf Schutz, kein Erbe, zu dem sie zurückkehren kann, und keine soziale Stellung, auf die sie sich stützen kann. Alles, was sie hat, ist Loyalität und Hunger.
Also tut sie, was Verletzliche tun. Sie sammelt Ähren.
Das Sammeln von Ähren war Überleben, kein Erfolg. Es war die Gnadenstraße der Gesellschaft. Der Ort, an dem die Machtlosen aufnahmen, was andere übersehen hatten. Ruth bittet nicht um eine Position. Sie bittet um Reste. Sie positioniert sich hinter den Erntehelfern, in der Hoffnung, unbemerkt und unversehrt zu bleiben.
Aber die Gnade nimmt sie wahr.
Boaz sieht sie. Nicht als Problem. Nicht als Risiko. Er fragt nach ihr. Er erfährt ihre Geschichte. Und dann schreibt er ihre Erfahrung neu. Er lädt sie ein, unter den Erntehelfern zu sammeln, statt hinter ihnen. Er weist seine Leute an, absichtlich Getreide aus den Garben zu ziehen und es für sie liegen zu lassen. Er sagt ihr, sie solle aus den Gefäßen trinken, die für Arbeiter bereitstehen, nicht für Fremde. Er nimmt sie unter seinen Schutz.
Ruth fällt auf ihr Gesicht und stellt die einzige Frage, die Scham zu stellen vermag: „Warum habe ich Gnade in deinen Augen gefunden, dass du mich beachtest, obwohl ich eine Fremde bin?“ Gnade erscheint denen, die ohne sie gelebt haben, immer unvernünftig.
Boas antwortet nicht, indem er ihre Qualifikationen aufzählt. Er antwortet, indem er ihre Geschichte anerkennt und ihr trotzdem seine Freundlichkeit entgegenbringt. Er leugnet ihre Vergangenheit nicht. Er setzt sich darüber hinweg.
Später wird Boas ihr Erlöser. Er begibt sich in eine rechtliche prekäre Lage und sichert ihre Zukunft. Er erlöst Land, das sie nicht zurückfordern konnte. Er stellt einen Namen wieder her, den sie nicht verteidigen konnte. Er gibt ihr einen Platz, den sie sich niemals verdienen konnte. Die Erlösung kommt zu Ruth, während sie noch arm ist. Sie klettert nicht in die Sicherheit. Die Sicherheit kommt zu ihr.
Das vollendete Werk Jesu zeigt dasselbe Muster.
Wir sind nicht mit Stärke an Gott herangetreten. Wir sind mit Leere zu ihm gekommen. Wir haben keinen Beitrag geleistet. Wir haben unsere Not angeboten. Und anstatt uns an den Rand zurückzuschicken, hat Gott uns nähergebracht. Er hat uns nicht gebeten, zu beweisen, dass wir dazugehören. Er hat es einfach gesagt.
Ruth war immer noch eine Fremde, als sie begünstigt wurde.
Sie war immer noch schutzlos, als sie beschützt wurde.
Sie war immer noch mit leeren Händen, als ihre Zukunft gesichert war.
Gnade wartet nicht darauf, dass die Verwandlung beginnt. Gnade beginnt die Verwandlung, indem sie zuerst Zugehörigkeit schenkt.
Wenn du das Gefühl hast, von Resten zu leben, unsichtbar und unsicher, wo dein Platz ist, erinnert dich Ruths Geschichte an etwas Wahres. Gott übersieht nicht die Übersehenen. Er misst dich nicht danach, woher du kommst. Er erlöst, was du nicht selbst retten kannst.
Und in Christus ist diese Erlösung bereits vollbracht.
Du musst dich nicht bemühen, aufgenommen zu werden.
Du bist bereits in seine Nähe gebracht worden.

TREUE FÜHRT ZU WIEDERHERSTELLUNG UND VERMÄCHTNIS – Die Geschichte von Ruth und Noomi (Ruth 1–4)
Noomi kehrte mit mehr als leeren Händen nach Bethlehem zurück – sie trug Trauer mit sich.
Sie war mit vollem Herzen gegangen und kam gebrochen zurück, nachdem sie ihren Mann und ihre Söhne verloren hatte. Für die Welt schien ihre Geschichte beendet zu sein. Aber Gott schrieb sie weiter.
An ihrer Seite ging Ruth – verwitwet, fremd und scheinbar ohne etwas zu gewinnen. Doch Ruth gab eine der kraftvollsten Glaubensbekenntnisse ab, die je gesprochen wurden: Sie entschied sich für Treue statt Bequemlichkeit, für einen Bund statt Annehmlichkeiten und für Gott statt Vertrautheit. Sie hielt an Noomi fest, nicht weil das Leben einfach war, sondern weil Liebe und Treue am stärksten sind, wenn sie auf die Probe gestellt werden.
Auf den Feldern von Bethlehem arbeitete Ruth still und treu und sammelte Tag für Tag Getreide. Kein Rampenlicht. Kein Applaus. Nur Gehorsam im Alltäglichen. Was sie nicht wusste, war, dass Gott ihre Schritte auf die Erlösung ausrichtete. Ihre Treue brachte sie auf das Feld von Boas – einem Mann von Integrität, Güte und Zielstrebigkeit.
Boas bemerkte, was der Himmel bereits erkannt hatte.
Er ehrte Ruth nicht nur für ihre Arbeit, sondern auch für ihren Charakter. Und durch Gottes göttliche Ordnung wurde Ruth erlöst, Noomi wiederhergestellt und Leere in Freude verwandelt.
Die einst bittere Noomi hielt nun ein Kind auf ihrem Schoß.
Die Frau, die dachte, Gott hätte sie vergessen, sah nun, dass er ihr die ganze Zeit treu gewesen war.
Ruth – die Außenseiterin – wurde eine Ehefrau, eine Mutter und Teil der Abstammungslinie von König David … und letztendlich von Jesus Christus.
Das ist die Kraft der Treue.
💛 Treue in Zeiten des Schmerzes führt zur Wiederherstellung.
💛 Treue in Zeiten der Unbekanntheit schafft ein Vermächtnis.
💛 Treue zu Gott führt zu einer Erlösung, die alle Vorstellungskraft übersteigt.
Was heute wie ein Verlust aussieht, kann der Nährboden für das Wunder von morgen sein.
Bleiben Sie treu. Gott verschwendet niemals ein treues Herz.
by Jule with 1 commentHeute lesen wir das Buch Ruth. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 🥰
by Jule with no comments yetHeute lesen wir das Bibelbuch Ruth. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
Hier findet ihr die Zusammenfassung der Gedanken, die wir seinerzeit als Gruppe beim Lesen und Besprechen gemeinsam herausgearbeitet haben
Ruth und Noomi – ein tolles Gespann
by Jule with 23 commentsHeute ging es im Buch Ruth weiter, dieses Mal mit Kapitel 2
Kurze Zusammenfassung von Kapitel 1
Letzte Woche haben wir von einem Ehepaar gelesen, das während einer Hungersnot Israel mit ihren minderjährigen Söhnen verlässt, um in Moab ihre Familie versorgen zu können. Der Mann stirbt, die Söhne heiraten Moabiterinnen und dann sterben auch diese und lassen Mutter und Frauen kinderlos zurück.
Noomi hört davon, dass es in Israel wieder ausreichend Nahrung gibt und was hält sie noch in Moab? Die Schwiegertöchter standen nun vor der Entscheidung ob sie im Land bleiben und Kinder und Familie haben, oder für die Schwiegermutter sorgen.
Letztendlich geht Ruth mit Noomi nach Israel
Als sie dort ankommen, sagt Noomi zu den Frauen des Landes „Voll bin ich ausgegangen und leer wieder hergekommen“ – mit voll waren die Kinder gemeint, die nun tot sind. Sie sagt, „Ich bin ausgegangen“ – es war also ihre eigene Entscheidung, sie ist nicht einfach nur mitgegangen, weil der Mann es so wollte (sie übernahm selbst die Verantwortung, sie gab nicht anderen die Schuld)
Boas und das Gesetz der Nachlese
Heute lesen wir im Kapitel 2 von der Begegnung von Ruth mit Boas. Wer ist dieser Boas, von dem wir heute so viel hören werden? Er war Verwandtschaft von Elimelech, sehr einflussreich und wohlhabend und aus der gleichen Sippe, seine Uroma war Rahab, die die Kundschafter in Jericho versteckt hatte (Josua 2 und 6, Matthäus 1:5)
Wir lesen das zweite Kapitel von Ruth
Ruth will aufs Feld, um durch die Nachlese für sich und Noomi zu sorgen. Wir befinden uns zur Zeit der Gerstenernte, das ist so um die Zeit des Passahs herum
Ruth kennt das Gesetz von Israel und weiß, dass für die Armen die Nachlese erlaubt ist. Diese Nachlese ist nicht wie Hartz4 oder die Tafeln:
Laut Gesetz ist jeder, der ein größeres Feld hat, verpflichtet, die Ränder stehen zu lassen und nicht zu ernten.
Dies ist besser als die heutigen Sozialleistungen, denn Jehova wollte, dass die Leute, die gesund sind, arbeiten. Denn wer ging jetzt auf das Feld? Ruth ging zur Ernte, Noomi blieb zu Hause (Vers 18, sie bringt ungefähr zwei 20Liter Eimer Gerste mit nach Hause)
Die Wahl des Feldes – Zufall oder Vorsehung?
Auf welches Feld geht Ruth? Auf das von Boas (Vers 3), der Begriff „es traf sich“ kommt relativ selten in der Bibel vor – hebräisches Wort bedeutet, dass Gott dafür gesorgt hat
In hebräischer Bibel steht „Zufall“ und dann geht es weiter mit „und siehe“ …. Gott selbst hatte dafür gesorgt
Arnold Fruchtenbaum sagt in seinem Kommentar „Richter und Ruth dazu:
„Das Hebräische ist hier ziemlich einzigartig: „Sie traf zufällig auf den Acker des Boas“. Der Ausdruck findet sich nur in Prediger 2,14-15 wieder.Aus menschlicher Sicht bedeutet die Formulierung, dass es sich um einen einfachen Glücksfall handelte: Sie „stieß zufällig“ auf das Feld. Der Ausdruck unterstreicht, dass sie die volle Bedeutung ihres Tuns nicht verstand. Sie kannte die Leute nicht, sie kannte den Besitzer des Feldes nicht; sie kam rein zufällig auf ein Feld und bearbeitete einen bestimmten Teil des Feldes, der Boas gehörte. Aber das ist die menschliche Perspektive.
Aus göttlicher Sicht war das alles göttliche Vorsehung. Es weist auf die Wahrheit hin, dass nicht der Mensch die Ereignisse steuert, sondern dass die Hand Gottes hinter ihnen steht; er führt seine eigenen Absichten aus. Die Tatsache, dass Rut auf dieses Feld kam und auf kein anderes, sollte zu ihrer Bekanntschaft mit Boas und ihrer anschließenden Heirat und allem, was damit zusammenhing, führen, einschließlich der Tatsache, dass dies zur Geburt von König David führte.
Was in Rut 2,3 zunächst wie ein Zufall aussah, war die Hand Gottes, die die Weichen für das Kommen Davids und letztlich für das Kommen des Messias stellte. Um den göttlichen Plan zu erfüllen[…]“
Auszug aus Richter und Ruth Arnold Fruchtenbaum„
Der Gruß des Boas unterscheidet sich vom gewöhnlichen „Schalom“ (Friede sei mit euch), er sagt „Jehova sei mit euch“, „Jehova segne dich“
In Richter hatten sich die meisten vom Volk Israel von Jehova weg bewegt, Boas gehörte zu den wenigen, die noch zu IHM riefen
Wir sehen immer wieder, dass es zu jeder in der Bibel Einzelne gibt, die weiterhin Jehova anhängen
Warum fällt Ruth ihm auf? Ist es die Kleidung, die ihm ins Auge sticht?
Ruth ist ausgesprochen fleißig und auch ein wenig kess, denn sie wartet nicht erst, bis die Schnitter komplett fertig sind, sondern geht direkt hinter ihnen her, sie hatte sich zuvor beim Knecht die Erlaubnis dafür geholt (Vers 7)
Nach mosaischem Gesetz sollte erst gesammelt werden, wenn die Schnitter fertig sind
Der Knecht erwähnt dies und auch, dass sie seit dem Morgen ununterbrochen am Arbeiten war, sogar ohne Pause zu machen Warum?
Die Erntezeit ist ja nur kurz und sie muss ja für zwei Leute bis zur nächsten Ernte sammeln
Wie reagiert Boas, rügt er sie?
Er ist beeindruckt und gewährt ihr größere Vorrechte
Er hatte bereits nachgefragt, wer sie ist, und wusste daher, dass sie die Schwiegertochter von Noomi ist, daher wusste er auch, dass er einer der Rückkäufer ist
Warum behandelt er sie bevorzugt?
In Vers 11 und 12 lesen wir, warum, er sie weiter aufs Feld lässt
Er hatte mitbekommen, dass sie eine Ausländerin ist, die Zuflucht bei Jehova gesucht hatte und da er selbst das Kind einer nichtJüdin war, wusste er, welche Problem das mit sich bringt
In Vers 12 lesen wir, dass er sie segnet und ihr Jehovas Lohn wünscht
Der erste, der von dem wir lesen, dass er von Jehova gesegnet wurde, ist Abraham, dem Jehova Segen verpricht, wenn er das Land verlässt
„Zuflucht unter den Flügeln Jehovas“
„Jehova vergelte dir dein Tun, und voll sei dein Lohn von Jehova, dem Gott Israels, unter dessen Flügeln Zuflucht zu suchen du gekommen bist!“
RUT 2:12
In Vers 12 spricht er vom Zuflucht unter den Flügeln Jehovas , dies erinnert an das Bild, „wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel scharrt“ – ähnliches sagt Jesus, als er auf dem Ölberg zu seinen Jüngern spricht:
„»Jerusalem! … Wie oft schon wollte ich deine Bewohner um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt! Aber ihr habt es nicht gewollt.“
Matthäus 23:37 HFA
Jesus ist derjenige, unter dessen Flügeln man Zuflucht finden kann, daher ist der Ausdruck, den Boas hier benutzt, sehr interessant, denn er deutet schon darauf hin, dass Ruth doch Kinder bekommen wird
Boas bevorzugt sie und lässt extra aus den Bündeln mehrere Halme heraus ziehen – warum?
Er sagt, Jehova möge sie segnen und erweist sich gleichzeitig als Werkzeug Jehovas, damit dieser sie segnen kann
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, uns noch einmal vor Augen zu führen, was genau eigentlich ein Segen von Jehova ist und was nicht
Segen ist ein übergroßer Lohn für geleistete Arbeit
Wenn Ruth nicht losgegangen wäre, hätte sie an diesem Tag nichts mit nach Hause gebracht und sie und Noomi hätten somit auch nix zu essen gehabt
Wenn sie ohne Jehova raus gegangen wäre, hätte sie nur das Nötigste gehabt. Mit Jehova bekommt sie überreich
„Wer andere segnet, wird seinerseits von Jehova gesegnet“
Wie reagiert Noomi, als Ruth nach Hause kommt? Sie ist erstaunt über die Menge, und warum ihnen Jehova eigentlich so viel Gutes tut. In den Versen 19 und 20 sehen wir, dass Noomi begreift, dass Jehova gewirkt hat. „Es ist ein Segen von Jehova und weil Boas uns gesegnet hat, soll auch er von Jehova gesegnet sein“
Boas hat 15kg von seiner Ernte verschenkt und Noomi sagt, dass Jehova diesen segnen möge, damit dieser mehr von Jehova ernten möge, weil er das getan hat
Noomi weiß, dass Jehova denjenigen der gibt, mit mehr Ernte segnen würde
Wahrscheinlich hatte Ruth das zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden
Am Ende von Kapitel 1 war Noomi „depressiv“, es ging ihr so schlecht, dass sie nicht mit Ruth raus zur Ernte gehen konnte. Nun sehen wir an ihren Worten, dass sie durch die mitgebrachte Ernte von Ruth komplett aufblüht, da sie den Segen Jehovas darin erkennt
In Vers 20 sagt Noomi, dass Jehovas Güte auch von den Toten nicht abgelassen hat – in der HfA heißt es hier dass „der Name unserer Männer nicht vergessen wird“, evtl dachte sie dabei schon an die Schwagerehe, zumindest wusste sie, dass alles wieder gut wird, es jetzt irgendeine Möglichkeit geben wird, ihr Land wieder zurück zu bekommen
Zum Schluss lesen wir in Vers 23, dass Ruth die komplette Erntezeit wie verrückt auf den Feldern von Boas arbeitet, um so Vorräte bis zur nächsten Ernte zu sammeln
Noomi konnte ja nicht mehr für sich selbst sorgen und so arbeitete Ruth für beide, um auch Noomi zu versorgen. Sie liess sogar von dem guten Essen des Boas einen Teil für die Schwiegermutter über
So kann man auch sehen, wie der Glaube wirkt
Wenn wir uns selbst in den dunkelsten Momenten nicht von Jehova abwenden, wird alles gut
Boas war ein reicher Mann und teilt sein Vermögen mit anderen, in dem Glauben, dass Jehova ihm das zurück geben wird
Hier lesen wir dann nächsten Sonntag in Kapitel 3 weiter
Wir wünschen euch noch einen schönen Tag und eine gesegnete Woche 😘
by Jule with no comments yetWie reagiert Noomi, als Ruth nach Hause kommt? Sie ist erstaunt über die Menge, und warum ihnen Jehova eigentlich so viel Gutes tut. In den Versen 19 und 20 sehen wir, dass Noomi begreift, dass Jehova gewirkt hat. „Es ist ein Segen von Jehova und weil Boas uns gesegnet hat, soll auch er von Jehova gesegnet sein“
Boas hat 15kg von seiner Ernte verschenkt und Noomi sagt, dass Jehova diesen segnen möge, damit dieser mehr von Jehova ernten möge, weil er das getan hat
Noomi weiß, dass Jehova denjenigen der gibt, mit mehr Ernte segnen würde
Wahrscheinlich hatte Ruth das zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden
Am Ende von Kapitel 1 war Noomi „depressiv“, es ging ihr so schlecht, dass sie nicht mit Ruth raus zur Ernte gehen konnte. Nun sehen wir an ihren Worten, dass sie durch die mitgebrachte Ernte von Ruth komplett aufblüht, da sie den Segen Jehovas darin erkennt
In Vers 20 sagt Noomi, dass Jehovas Güte auch von den Toten nicht abgelassen hat – in der HfA heißt es hier dass „der Name unserer Männer nicht vergessen wird“, evtl dachte sie dabei schon an die Schwagerehe, zumindest wusste sie, dass alles wieder gut wird, es jetzt irgendeine Möglichkeit geben wird, ihr Land wieder zurück zu bekommen
Zum Schluss lesen wir in Vers 23, dass Ruth die komplette Erntezeit wie verrückt auf den Feldern von Boas arbeitet, um so Vorräte bis zur nächsten Ernte zu sammeln
Noomi konnte ja nicht mehr für sich selbst sorgen und so arbeitete Ruth für beide, um auch Noomi zu versorgen. Sie liess sogar von dem guten Essen des Boas einen Teil für die Schwiegermutter über
So kann man auch sehen, wie der Glaube wirkt
Wenn wir uns selbst in den dunkelsten Momenten nicht von Jehova abwenden, wird alles gut
Boas war ein reicher Mann und teilt sein Vermögen mit anderen, in dem Glauben, dass Jehova ihm das zurück geben wird
Hier lesen wir dann nächsten Sonntag in Kapitel 3 weiter
Wir wünschen euch noch einen schönen Tag und eine gesegnete Woche 😘
by Jule with no comments yetWas genau ein Segen ist
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, uns noch einmal vor Augen zu führen, was genau eigentlich ein Segen von Jehova ist und was nicht
Segen ist ein übergroßer Lohn für geleistete Arbeit
Wenn Ruth nicht losgegangen wäre, hätte sie an diesem Tag nichts mit nach Hause gebracht und sie und Noomi hätten somit auch nix zu essen gehabt
Wenn sie ohne Jehova raus gegangen wäre, hätte sie nur das Nötigste gehabt. Mit Jehova bekommt sie überreich
Ebenso bedeutet der „Fluch“ Jehivas nicht, dass er uns böses tut, sondern lediglich, dass er seine Hand zurückzieht und wir die Dinge alleine tun müssen – und damit kommen wir eben nicht weit 😉
by Jule with no comments yet„Jehova vergelte dir dein Tun, und voll sei dein Lohn von Jehova, dem Gott Israels, unter dessen Flügeln Zuflucht zu suchen du gekommen bist!“
RUT 2:12
In Vers 12 spricht er vom Zuflucht unter den Flügeln Jehovas , dies erinnert an das Bild, „wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel scharrt“ – ähnliches sagt Jesus, als er auf dem Ölberg zu seinen Jüngern spricht:
„»Jerusalem! … Wie oft schon wollte ich deine Bewohner um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt! Aber ihr habt es nicht gewollt.“
Matthäus 23:37 HFA
Jesus ist derjenige, unter dessen Flügeln man Zuflucht finden kann, daher ist der Ausdruck, den Boas hier benutzt, sehr interessant, denn er deutet schon darauf hin, dass Ruth doch Kinder bekommen wird
Boas bevorzugt sie und lässt extra aus den Bündeln mehrere Halme heraus ziehen – warum?
Er sagt, Jehova möge sie segnen und erweist sich gleichzeitig als Werkzeug Jehovas, damit dieser sie segnen kann
by Jule with no comments yetDie Einstellung des Boas
Der Gruß des Boas unterscheidet sich vom gewöhnlichen „Schalom“ (Friede sei mit euch), er sagt „Jehova sei mit euch“, „Jehova segne dich“
In Richter hatten sich die meisten vom Volk Israel von Jehova weg bewegt, Boas gehörte zu den wenigen, die noch zu IHM riefen
Wir sehen immer wieder, dass es zu jeder in der Bibel Einzelne gibt, die weiterhin Jehova anhängen
Warum fällt Ruth ihm auf? Ist es die Kleidung, die ihm ins Auge sticht?
Ruth ist ausgesprochen fleißig und auch ein wenig kess, denn sie wartet nicht erst, bis die Schnitter komplett fertig sind, sondern geht direkt hinter ihnen her, sie hatte sich zuvor beim Knecht die Erlaubnis dafür geholt (Vers 7)
Nach mosaischem Gesetz sollte erst gesammelt werden, wenn die Schnitter fertig sind
Der Knecht erwähnt dies und auch, dass sie seit dem Morgen ununterbrochen am Arbeiten war, sogar ohne Pause zu machen Warum?
Die Erntezeit ist ja nur kurz und sie muss ja für zwei Leute bis zur nächsten Ernte sammeln
Wie reagiert Boas, rügt er sie?
Er ist beeindruckt und gewährt ihr größere Vorrechte
Er hatte bereits nachgefragt, wer sie ist, und wusste daher, dass sie die Schwiegertochter von Noomi ist, daher wusste er auch, dass er einer der Rückkäufer ist
Warum behandelt er sie bevorzugt?
In Vers 11 und 12 lesen wir, warum, er sie weiter aufs Feld lässt
Er hatte mitbekommen, dass sie eine Ausländerin ist, die Zuflucht bei Jehova gesucht hatte und da er selbst das Kind einer nichtJüdin war, wusste er, welche Problem das mit sich bringt
In Vers 12 lesen wir, dass er sie segnet und ihr Jehovas Lohn wünscht
Der erste, der von dem wir lesen, dass er von Jehova gesegnet wurde, ist Abraham, dem Jehova Segen verpricht, wenn er das Land verlässt
by Jule with no comments yetBoas und das Gesetz der Nachlese
Heute lesen wir im Kapitel 2 von der Begegnung von Ruth mit Boas. Wer ist dieser Boas, von dem wir heute so viel hören werden? Er war Verwandtschaft von Elimelech, sehr einflussreich und wohlhabend und aus der gleichen Sippe, seine Uroma war Rahab, die die Kundschafter in Jericho versteckt hatte (Josua 2 und 6, Matthäus 1:5)
Wir lesen das zweite Kapitel von Ruth
Ruth will aufs Feld, um durch die Nachlese für sich und Noomi zu sorgen. Wir befinden uns zur Zeit der Gerstenernte, das ist so um die Zeit des Passahs herum
Ruth kennt das Gesetz von Israel und weiß, dass für die Armen die Nachlese erlaubt ist. Diese Nachlese ist nicht wie Hartz4 oder die Tafeln:
Laut Gesetz ist jeder, der ein größeres Feld hat, verpflichtet, die Ränder stehen zu lassen und nicht zu ernten.
Dies ist besser als die heutigen Sozialleistungen, denn Jehova wollte, dass die Leute, die gesund sind, arbeiten. Denn wer ging jetzt auf das Feld? Ruth ging zur Ernte, Noomi blieb zu Hause (Vers 18, sie bringt ungefähr zwei 20Liter Eimer Gerste mit nach Hause)
by Jule with no comments yet