
Die meisten Menschen konzentrieren sich auf die Nägel, die Dornenkrone, das Blut und die Qualen am Kreuz. Aber die Heilige Schrift verbirgt etwas weitaus Beunruhigenderes, das offen sichtbar ist – etwas so Kleines und Gewöhnliches, dass man es leicht übersehen kann. Eine Pflanze. Ysop.
Ysop war nie beeindruckend. Er war nicht hoch wie eine Zeder oder stark wie eine Eiche. Er war gewöhnlich, wuchs dicht am Boden und wurde mit einer Sache in Verbindung gebracht: Reinigung. Nach dem Gesetz Israels wurde Ysop verwendet, um Blut, Wasser oder Opfergaben auf Menschen und Häuser aufzutragen, die unrein waren. Er war das Instrument der Reinigung, nicht die Quelle der Kraft selbst.
Beim ersten Passahfest befahl Gott Israel, Ysop in das Blut eines Lammes zu tauchen und damit die Türpfosten zu markieren. Der Tod ging nicht an den Häusern vorüber, weil sie stark waren, sondern weil das Blut genau so aufgetragen wurde, wie Gott es angeordnet hatte. Ysop war der Pinsel. Das Blut war der Schutz.
Jahrhunderte später, als Jesus im Sterben lag, berichtet die Schrift von einem seltsamen Detail. Man reichte ihm sauren Wein auf einem Schwamm, der an seinen Lippen gehalten wurde – auf einem Ysopzweig. Das war kein Zufall. Das war keine römische Bequemlichkeit. Das war theologische Präzision.
Die gleiche Pflanze, mit der einst das Blut eines Lammes aufgetragen wurde, um Israel vor dem Tod zu retten, wurde nun an die Lippen des wahren Lammes Gottes gehalten, als er die ganze Bitterkeit der Sünde trug. Der saure Wein symbolisierte Leiden, Demütigung und Fluch. Der Ysop symbolisierte Reinigung. Zusammen verkündeten sie, was das Kreuz vollbracht hatte: Reinigung durch Schmerz, Leben durch Opfer, Reinigung durch Blut.
An dieser Stelle wird das moderne Christentum oft oberflächlich. Wir wollen die Auferstehung ohne die Bitterkeit. Wir wollen Reinigung ohne Kosten. Wir wollen Vergebung ohne Blut. Aber Gott hat immer auf die gleiche Weise gewirkt – durch Gehorsam, durch Opfer, durch Demut, durch Dinge, die die Welt übersieht.
Ysop sagt uns etwas Unangenehmes. Gott braucht kein Spektakel. Er benutzt die Geringsten, um ewige Dinge zu vollbringen. Das Kreuz war nicht nur ein Moment des Leidens, es war die Erfüllung jedes Reinigungsrituals, das Israel jemals gekannt hatte. Jesus starb nicht einfach nur. Er vollendete die Reinigung.
Das Kreuz war nicht improvisiert. Es war lange vor der Existenz Roms in die Struktur der Heiligen Schrift geschrieben worden. Und selbst das kleinste Detail bezeugt, dass Jesus das makellose Lamm ist, dessen Blut allein die Unreinen rein macht.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
by Jule with 1 comment
Genesis 38 wirkt oft wie eine unerwünschte Unterbrechung der Josefsgeschichte, ein düsterer und beunruhigender Umweg voller Tod, Sex, Betrug und Gericht. Jahrelang behandelte ich es wie eine Werbepause und wollte ungeduldig zur Josefsgeschichte zurückkehren.
Doch diese Sichtweise verfehlte den Kern der Sache. Und zwar gewaltig. Genesis 38 ist keine Unterbrechung der Erzählung, sondern eine bewusste Parallele.
Genesis 37 stellt Josef vor; Genesis 38 stellt Juda vor. Man kann sich diese beiden Kapitel wie Türen vorstellen. Über der einen steht der Name Josef, über der anderen der Name Juda. Beide öffnen sich zu einem einzigen, gewundenen Gang – Genesis 37–50. Diese Kapitel erzählen nicht die Geschichte Josefs, sondern die Geschichte von Juda und Josef.
Beide Brüder erleben einen Abstieg. Juda ging von seinen Brüdern in die kanaanäische Gesellschaft hinab (1. Mose 38,1), während Josef nach Ägypten verschleppt wurde (1. Mose 39,1). Das hebräische Verb „yarad“ ist in beiden Versen dasselbe. Der eine steigt freiwillig hinab, der andere unfreiwillig. Beide werden von ihrer Familie getrennt.
Die Frage lautet: Was für ein Mensch wird jeder von ihnen werden?
In den Kapiteln von „Die Bibel in einem Jahr“ verfolgen wir die Geschichte zweier Brüder. Keiner von beiden ist idealisiert. Beide haben Fehler. Jeder hat seine Schwächen, Sünden und blinden Flecken. Und Gott wirkt in ihrem Leben, formt sie neu und macht sie zu Menschen, die er in seinem Heilsplan gebrauchen kann.
Josephs Vorbereitung ist auf ein Leben im Dienst an zweiter Stelle ausgerichtet. Er steht hinter Potiphar, hinter dem Gefängniswärter, hinter dem Pharao. Selbst innerhalb seiner Familie wird er letztendlich eine untergeordnete Rolle einnehmen.
Judas Vorbereitung hingegen ist auf eine Führungsrolle ausgerichtet. Er wird nach seiner Sünde mit seiner verwitweten Schwiegertochter Tamar schmerzlich gedemütigt. Doch er wird schließlich als der Bruder hervortreten, der sich für andere einsetzt und aus dessen Linie der Messias hervorgehen wird.
Diese letzten Kapitel der Genesis zeigen uns nicht nur die Entwicklung zweier Brüder, sondern auch, wie Gott in unserem Leben wirkt. Er formt uns auf unterschiedliche Weise für unsere verschiedenen Berufungen. Er demütigt uns, verletzt uns und erneuert uns. Er kreuzigt und erweckt uns zum Leben.
Er macht uns kleiner, damit in uns mehr Raum für Christus entsteht.
Mach mit bei „Die Bibel in einem Jahr“. Alle Informationen findest du unter https://www.1517.org/oneyear
by Jule with 1 comment
Diese Woche verweilte ich beim letzten Atemzug von Maleachis Worten und spürte die unerträgliche Last dessen, was folgen sollte.
Als der Prophet geendet hatte, antwortete der Himmel nicht.
Das Echo seiner Stimme verhallte … und dann … nichts.
Vierhundert Jahre Stille.
Keine Offenbarung.
Von Sehnsucht.
Vom Stöhnen.
Von Herzen, die sich gen Himmel erhoben und verschlossen schienen.
Generation um Generation wurde in die Stille hineingeboren.
Sie lebten.
Sie starben.
Und dennoch – keine Stimme.
Bis zu jener Nacht.
Auf einem Lehmboden an einem vergessenen Ort …
in einem Stall, der nicht heilig aussah …
im Schatten der Dunkelheit und Bedeutungslosigkeit …
erklang ein Laut.
Nach vierhundert Jahren sprach der Himmel erneut –
nicht mit Donner
In dieser Krippe machte sich der Große ICH BIN verletzlich.
Berührbar.
Tötbar.
Und mit einem heiligen Schrei zerbrach die Stille.
Die Trennung war aufgehoben.
Der Weg war offen.
Dann, plötzlich, konnte der Himmel nicht länger schweigen.
Der Himmel erhob sich mit Engelsstimmen, die verkündeten:
„Ehre sei Gott in der Höhe!“
Wunderbar.
Ratgeber.
Mächtiger Gott.
Ewiger Vater.
Fürst des Friedens.
Mit dem Schrei eines Kindes drang der Himmel auf die Erde ein.
Seht – unser Erlöser.
Seht – unser König.
Seht – die Erfüllung aller Verheißungen.
Seht – der Klang, der vierhundert Jahre Schweigen durchbrach.
Nicht das Getöse eines Heeres.
Nicht der Ruf eines Königs, der seine Krone beansprucht.
Sondern der zerbrechliche Schrei Gottes mit uns.
Er kam nicht mit einem Schwert in der Hand, sondern mit Nägeln, die bereits in seine Zukunft eingeschrieben waren.
Er erschien nicht in königlichem Gewand, sondern in Tüchern, die ein Begräbnis ankündigten.
Die Stille wurde nicht nur gebrochen, sie wurde erhört.
Jedes unerhörte Gebet.
Jede Träne, die in die Dunkelheit geweint wurde.
Jede Generation, die wartete, ohne zu sehen.
Jedes Versprechen, das sich verzögerte, aber nicht brach.
All das vereinte sich in diesem einen Schrei.
In jener Nacht sprach der Himmel nicht nur – er gab.
Gott sandte keinen weiteren Propheten.
Er sandte kein weiteres Zeichen.
Er sandte sich selbst.
Und in diesem Stall atmete die Ewigkeit ihren ersten, flachen Atemzug.
Allmacht lernte Schwäche kennen.
Herrlichkeit lernte Demut.
Liebe machte sich klein.
Der Schrei, der die Stille durchbrach, würde eines Tages wieder erklingen – nicht aus einer Krippe, sondern vom Kreuz.
Der erste Schrei lautete: „Er ist gekommen.“
Der letzte Schrei würde sagen: „Es ist vollbracht.“
Von Windeln zu Grabtüchern, vom Futtertrog zum geliehenen Grab – er kam, um gebrochen zu werden, damit wir Heilung finden konnten.
Und selbst jetzt noch hallt dieser Klang wider.
Er ruft die Müden.
Er erweckt die Vergessenen.
Er dringt in die Orte vor, wo der Himmel wieder verstummt ist.
Wenn Gott durch den Schrei eines Babys sprechen kann,
kann er auch in unserer dunkelsten Nacht die Stille brechen.
So seht ihn.
Nicht fern.
Nicht unerreichbar.
Nicht unberührt.
Sondern Immanuel.
Gott mit uns.
– Jessica Jecker
by Jule with no comments yetWir wünschen euch allen ein frohes und gesegnetes Pfingstfest
Auch im AktivGottesdienst nachher geht es um Pfingsten: was bedeutet es eigentlich, wo kommt es her und was hat das ganze mit uns heute zu tun?
Zoom-Meeting Sonntag von 11-14Uhr
https://zoom.us/j/97941200715?…WVlVZWHQrRmU5cmlnTjJPdz09
Meeting-ID: 979 4120 0715
Kenncode: 658157
oder per Telefon:
Einwählen über 06938079884
Dann nach Aufforderung 979 4120 0715# eingeben und dann nach Aufforderung 658157# eingeben
Dann bist du im Raum und drückst *6 und kannst auch reden
Ist ein ganz normaler Anruf auf Festnetz
by Jule with no comments yetHeute – wie jeden Sonntag – um 11 Uhr Lobpreis und anschließend lesen und besprechen wir Johannes Kapitel 18 und 19
Zoom-Meeting Sonntag von 11-14Uhr
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Dann nach Aufforderung 979 4120 0715# eingeben und dann nach Aufforderung 658157# eingeben
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by Jule with 20 commentsBitte merkt euch den Termin schon mal vor: 12. April 2025 ab 19:30 Uhr
(der Bibelgrundkurs morgen fällt deshalb aus)Thema Sédar Abend – Passah

Wir wollen an diesem Abend gerne das nachempfinden, was 33 u.Z. im Obergemach in Jerusalem geschah, aus dem heraus Jesus das „Abendmahl“ einführte. Wir werden „live“ dabei sein als einer der Jünger, der mit Jesus und den anderen Aposteln zusammen gekommen war, um wie jedes Jahr das Passah zu feiern. In diesem Rahmen werden wir auch traditional Lamm essen und uns mit den anderen über das reden, was Jehova seinerzeit bewirkt hat, um das Volk Israel aus Ägypten zu befreien. Wie seinerzeit werden wir Lieder zum Lobpreis dieses Gottes singen und erklären, wie Jesu wahrscheinlich gefeiert haben wird
In diesem Rahmen werden wir dann auch das Abendmahl feiern, so wie Jesus es eingeführt hatte
Wir freuen uns auf euch 😘



https://zoom.us/j/95513354603?pwd=a2doelhieXlRZGxxZ3JkYUxtSjlTUT09
Meeting-ID: 955 1335 4603
Kenncode: 057704
by Jule with 2 commentsJeden Sonntag von 11 Uhr bis 13:30 Uhr
Heute wird es um die Bedeutung von Pfingsten gehen, um den Ursprung und auch, was das eigentlich für „Sprachen“ waren, in denen die Jünger mit einem Mal redeten
Aktivgottesdienst per zoom
https://zoom.us/j/97941200715?pwd=VmlWekRWVlVZWHQrRmU5cmlnTjJPdz09
Meeting-ID: 979 4120 0715
Kenncode: 658157
und per Telefon
Einwählen über 06938079884 – die Nummer einfach generell als elizur Zoom abspeichern, ist immer die selbe
Dann nach Aufforderung 97941200715# und dann nach Aufforderung 658157#
Dann bist du im Raum und drückst *6 und kannst auch reden
Ist ein ganz normaler Anruf auf Festnetz
Danach bleibt der Raum noch bis 18 Uhr geöffnet für Fragen, Austausch oder einfach nur zum Kennenlernen
by Jule with no comments yetDas Fest der Erstlingsfrüchte ist der Zeitpunkt der Auferstehung Jesu und steht für den völligen Sieg über Satan. Es spricht von der Hingabe des ersten und besten Teils an Gott und seinem Anspruch auf unser Leben. Denn die neutestamentliche Gemeinde ist die Gemeinde der Erstgeborenen und somit ist die Auferstehung Jesu das Versprechen an die zukünftige Generation der Gläubigen (Joh 5,28-29). Historisch gesehen, spricht das Fest von der Durchquerung des Schilfmeeres und geistlich gesehen von Taufe und Weihe, dem Wandel als neue Schöpfung in einem erneuerten Lebensstil, Christus hingegeben.
NAME:
Das Fest hat insgesamt drei verschiedene Namen.
• Bikkurim (hebr. בִּכּוּרִים) und bedeutet „Fest der Erstlingsfrüchte“ oder „Fest der Erstlingsgarbe“
Der hebräische Begriff „Bikkurim“ leitet sich aus der gleichen Wortwurzel wie „bekor“ für Erstgeborener ab
• Reschit Katzir (hebr. רֵאשִׁית קָצִיר) und bedeutet „die ersten Früchte eurer Ernte“
• Garbenschwingen
Benannt nach den Ordnungen, die für diese Feier vorgeschrieben waren
WANN:
März/April (16. Nissan)
Das Fest beginnt immer am Tag nach dem Schabbat, während des Festes der ungesäuerten Brote. Es ist gleichzeitig der Beginn der ab nun ein halbes Jahr andauernden Erntesaison (bis Sukkot) und der Omer-Zählung (hebr. Sefirat Ha-Omer / Garbenzählen).
Hinweis:
Der jüdische Tag (hebr. Jom) ist zugleich der biblische Tag und beginnt bei Sonnenuntergang. Wir müssen wissen und verstehen, dass nach biblischer Zeitrechnung der Tag mit dem Sonnenuntergang beginnt und endet. Der erste Abend leitet den ersten Tag ein. Somit ergibt sich, dass jeder Tag auch einen „Vorabend“ (hebr. Erew) hat. Der biblische Tag dauert also von Abend zu Abend, der Tag beginnt mit dem Sonnenuntergang und endet mit dem nächsten Sonnenuntergang, um ca. 18 Uhr (vgl. 1Mo 1,5.8.13.19.23.31).
Diesem Zeitverständnis ist es zu verdanken, dass alle biblischen Feste (und auch alle Fast- & Gedenktage) am Abend beginnen. Da der biblische Tag bei Sonnenuntergang beginnt, ist daran zu denken, dass ein Fest-, Fast & Gedenktag tatsächlich am Abend vor dem Tag beginnt, der im jüdischen Kalender aufgeführt ist. So erstreckt sich ein bestimmter Fest-, Fast- & Gedenktag nach unserem gregorianischen Kalender also über zwei Tage. Die meisten jüdischen Kalender geben die vergangene Nacht nicht als Teil des Fest-, Fast- & Gedenktags an. Die Einhaltung beginnt also bei Sonnenuntergang am Tag vor dessen Eintragung im Kalender.
An diesem Tag haben mehrere wichtige Ereignisse in der Bibel stattgefunden.
BIBELSTELLEN:
• 4Mo 28,26-31: Die besonderen Opfer zu diesem Fest
• 5Mo 26,1-10: Die Zeremonie und das Dankgebet
• 3Mo 23,9-16: Omer-Zählung
Schriftstellen für das Konzept der Erstlingsfrüchte
1. Das Natürliche kommt vor dem Geistlichen (1Kor 15,46)
2. Israel war Gottes Erstgeborener (2Mo 4,22)
Aber der Erste wird der Letzte sein und der Letzte wird der Erste sein (Mk 10,31). Deswegen haben die Heiden zuerst den Messias angenommen. Am Ende dieses Zeitalter werden die Juden als Gemeinschaft Jesus als Messias auch anerkennen.
3. Das Evangelium wurde zuerst den Juden gepredigt und dann den Nicht-Juden (Röm 1,16; 2,9-10; Mt 10,5-6; 15,21-28; Apg 1,8)
4. Wir sind gerufen, zuerst das Königreich Gottes zu suchen (Mt 6,33)
5. Jesus war der Erstling, der aus den Toten auferstand (Apg 26,23)
6. Die ersten Gläubigen waren auch eine Art der Erstlingsfrucht (Jak 1,17-18)
7. Diejenigen, die mit Jesus während Seiner Auferstehung von den Toten auferstanden, waren die Erstlinge derjenigen, die von den Toten auferstehen würden (Mt 27,52-53; Eph 4,8; 1Thes 4,13-18)
8. Jesus hat uns zuerst geliebt und Er ist unsere erste Liebe (1Joh 4,9; Offb 2,4)
9. Jesus ist der Erste (Aleph) and der Letzte (Tav) (Offb 1,8.11.17; 22,13; Jes 41,4; 44,6; 48,12)
ALLGEMEIN:
Das Fest der Erstlingsfrüchte hat eine viel tiefere Bedeutung, als lediglich der Startschuss für den Erntebeginn zu sein. Bereits in den ersten Kapiteln der Bibel wird die Bedeutung des Opfers der Erstlinge deutlich (1Mo 4,3-4).
Der Begriff Erstling bezieht sich auf langwirtschaftliche Erzeugnisse, Tiere, Menschen oder auf eine ganze Nation beziehen (2Mo 13,12-13; 22,28-29; 23,19; 3Mo 22,27; 23,10; 4Mo 18,12-13).
Die Erstlingsfrüchte waren immer die ausgewählten, die besten, die allerersten, die allen anderen vorausgingen. Sie wurden bereits auf den Feldern markiert, besonders gepflegt, umsorgt, um dann als erstes geerntet, um geopfert zu werden. Sie waren dem HERRN heilig. Das Konzept des Erstgeborenen ist ein bedeutendes Thema in der Bibel (2Mo 23,16.19; 34,26; 3Mo 2,12.14; 23,20; 4Mo 18,12-15.26; 5Mo 18,1-5; 26,2-4.10; 2Chr 31,5; Neh 10,35-39; Spr 3,9; Jer 2,3, Hes 44,40; 48,14; Mal 3,8-14; Hebr 6,20; 7,1-8).
Jesus ist die Erstlingsfrucht
Jesus ist der Erstgeborene von Maria (Mt 1,23-25)
Jesus ist der Erstgeborene des Vaters (Hebr 1,6)
Jesus ist der Erstgeborene der ganzen Schöpfung (Kol 1,15)
Jesus ist der Erstgeborene aus den Toten (Offb 1,5)
Jesus ist der Erstgeborene unter vielen Brüdern (Röm 8,29)
Jesus ist der Erstling unter den von den Toten Auferstandenen (1Kor 15,20.23)
Jesus ist der Beginn der Schöpfung (Offb 3,14)
Jesus ist der Anfang (Kol 1,18)
Jesus ist der Heiligste und durch Seinen Vater geheiligt. Jesus ist der Erste, der Allerfeinste, der Hervorragendste. Er ist beides: Der Erstgeborene des HERRN und die Erstlingsfrucht für den HERRN. Jesus ist die wahre Erstlingsgarbe.
(auszugsweise aus einer anderen Website)
by Jule with no comments yet2.Mose 11-13
Das zentrale Thema in dieser Woche ist die Einsetzung des Passahfestes. An diesem Fest wurde ca. 1500 Jahre später (nach dem ersten Passah) Jesus von Nazareth als König der Juden an das Kreuz genagelt und wurde für Gläubige aus aller Welt DAS Passahlamm, welches für die Sünde der Welt geschlachtet wurde.
Obwohl Jesus an Passah starb und auferstand, wurde durch ein Kirchen Konzil entschieden, daß die Kreuzigung und Auferstehung Jesu nicht mehr an einem Passah zu feiern sei, sondern an dem nach der heidnischen Göttin Ostera benannten Ostern, welches zwar etwa in die gleiche Zeit fällt, aber mit dem eigentlichen Fest nichts mehr zu tun hat.
Selbst Luther übersetzte das Passahfest mit „das Ostern der Juden“ und trug damit wesentlich dazu bei, daß viele Christen keine Vorstellung des von Gott gegebenen biblischen Festes haben. Indem man jedoch das Opfer Jesu am Kreuz von Passah trennt, entzieht man viel der Aussagekraft durch die in der Parasha Bo enthaltenen Symbolik, die zu uns spricht:
Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: so wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch sein (2.Mose 12:13)
Das übergreifende Thema von Passah ist „Erlösung“. Obwohl Passah heute ein rein jüdisches Fest ist, war es von Anfang an nicht so. Passah war potentiell für jeden. Gott bot seine Erlösung jedem an, der seinen Anweisungen folge leistet:
Und der HERR, wird durch das Land gehen, um die Ägypter zu schlagen. Sieht er dann das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Türposten, wird der Herr an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, euch zu schlagen (2.Mose 12:23)
Gott sah einzig und allein auf das Blut des Lammes, welches auf die Türposten geschmiert wurde und nicht in das Haus, um zu sehen, wer sich darin befand. Er schaute auch nicht nach, ob es sich um eine „gute“ oder „schlechte“ Person handelte, sündig oder nicht, er schaute auf das Blut allein.
Die „Erlösung“ im Sinne von Passah ging zusammen, mit der Säuberung des Hauses von jedweder Art von Hefe (gesäuertem).
Hefeteig, Bier, Kuchen, Plätzchen…. alles wurde aus dem Haus entfernt. Der Sauerteig ist an verschiedenen Stellen des Neuen Testamentes eine Umschreibung für die Sünde. D.h. NACH der Erlösung, lebten die Erlösten symbolisch gesehen ein sündfreies Leben, indem sie die Sünde aus ihrem Hause entfernten.
Alles ging zusammen mit einem vollkommen neuen Lebensrhytmus. An dem Tag an dem Mose das letzte Mal den Pharao verließ sagte Gott:
Dieser Monat soll für euch der Anfangsmonat sein, er sei euch der erste von den Monaten des Jahres! (2.Mose 12:1)
Mit der Errettung gab Gott einen neuen Kalender, der von nun an das Leben der Erretteten bestimmen sollte.
Darum sollt ihr diesen Tag halten als ewige Ordnung für all eure Generationen (2.Mose 12:17)
In diesem neuen Lebensabschnitt waren verschiedene Tage besonders beachteswert:
Der erste Tag des neuen Monats, der Beginn des Auszuges aus Ägypten. Der Tag an dem Mose und Aaron das letzte Mal vom Pharao „rausgeschmissen“ wurden. Durch den Beginn des Monats wird das „Thema des Monats“ eingeläutet: Erlösung. Erlösung aus Sklaverei, Unfreiheit, Gebundenheit und Sünde. Obwohl die Erlösten des Herr von heute, nicht persönlich beim Auszug aus Ägypten dabei waren, sollen sie so sprechen als ob sie dabei gewesen wären.
Und du sollst deinem Sohn an jenem Tag so erklären: Es geschieht um deswillen, was der HERR für mich getan hat, als ich aus Ägypten zog. (2.M.13:8)
Die Erlösten des Herr waren an diesem Tag nicht nur die Kinder Israels, sondern das ganze Haus Israel, welches neben den Hausgeborenen auch viel Mischvolk hatte, welches mit den Kindern Israels aus Ägypten auszog (2.Mose 12:38). Daher kann heute jeder Gläubige, der durch das Blut des Lammes Jesus erlöst worden ist, den obigen Vers auf sich persönlich anwenden und seinen Kindern erzählen.
An diesem Tag sollte ein Lamm, (oder eine Ziege) ohne Fehler in die Familie gebracht werden. Das Lamm sollte vier Tage lang Teil des Haushaltes sein.
Können Sie sich vorstellen, wie es ist, ein kleines, süßes Lämmchen in der Familie zu haben? Es frißt einem aus der Hand und die Kinder des Hauses freunden sich mit ihm an, man spielt mit ihm. Es wird Teil der Familie.
Der jüdische Historiker Josephus erzählt uns in einem seiner Werke (Kriege IV.IX.3) das an einem Tag 265.000 Lämmer nach Jerusalem gebracht wurden, um vier Tage später im Tempel geschlachtet zu werden.
Vier Tage vor seiner Kreuzigung zog Jesus auf einem Esel reitend, zusammen mit den Zehntausenden Lämmern nach Jerusalem ein und war mit den anderen Lämmer inmitten der Familien, die Erlöst werden sollten. Dieser Tag wurde den Christen als Palmsonntag bekannt.
In diesem Zusammenhang ist es auch Interessant, das die Lämmer, die damals extra für die Tempelopferung gezüchtet wurden, alle aus Betlehem kamen, wie Jesus.
An diesem Tag sind zwei Ereignisse wichtig:
Die Anleitung für das Schlachten des Lammes hat zwei verschiedene Aspekte. Erstens den zeitlichen, wann es geschlachtet werden sollte und zweitens den tatsächlichen, was soll mit dem Lamm gemacht werden.
Das Lamm sollte zwischen den zwei Abenden geschlachtet werden (12:6). Laut der Überlieferung aus der Zeit des zweiten Tempels ( und auch nach einer der Fußnoten der Elberfelder Bibel) fand die Schlachtung am Nachmittag statt, etwa gegen 15 Uhr. Der Evangeliumsschreiber Lukas berichtet uns in Lukas 23:44-46, das Jesus gegen die neunte Stunde des Tages am Kreuz starb. Dies ist exakt die gleiche Zeit, wo hunderte Passah Lämmer gleichzeitig durch levitische Priester im Tempel geschlachtet wurden.
Das Blut des Lammes sollte dann mit Ysop Büscheln an die Türposten und den Oberen Türbalken des Hauses gestrichen werden.
Das Fleisch sollte zusammen mit dem ersten ungesäuerten Brot und bitteren Kräutern, gegrillt gegessen werden.
Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, Brot (Mazoth, ungesäuertes Brot) nahm und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib (ohne Sünde / ohne Sauerteig), der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis!
Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl (In der heutigen jüdischen Passahfeier ist der Kelch nach dem Mahl der dritte Kelch, der „Kelch der Erlösung“ genannt wird) und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut (der alte Bund im Blut des Lammes, der neue Bund im Blut des Herrn Jesus), dies tut, sooft ihr trinkt zu meinem Gedächtnis!
(1. Korinther 11:23-26)
Durch die Einsetzung des Abendmahles, gab Jesus die wahre Bedeutung von Passah. ER ist das Lamm, es ist SEIN Blut was Erlösung schenkt, ER ist das Brot, welches allein sättigt!
Die Kräuter müssen nicht mehr gegessen werden! In jüdischer Tradition sollen bei einer Seder (Name des ersten Passahsabends und des feierlichen Mahls) soviel bittere Kräuter gegessen werden, das einem die Augen tränen. Dies soll an die bittere Zeit der Sklaverei erinnern. Das Passah ist ein Bild auf die zukünftigen Dinge. Jesus ist das Echte.
Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung, das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden. (2.Korinther 5:17)
Jesus der alles Neu gemacht hat, hat uns auch von der Sklaverei der Sünde (aus unserem „Ägypten“) befreit. Wenn wir nun die Hand an den Pflug gelegt haben, sollen wir nicht mehr zurückschauen, daher brauchen wir auch keine bitteren Kräuter beim Abendmahl essen.
Mit der Erlösung durch das Blut des Lammes, beginnen die Erlösten ungesäuertes Brot zu essen. Dieses Brot ist nicht nur ein Symbol für den Leib Jesu, sondern auch ein Symbol für das neue Leben ohne Sünde als Erlöste. Das ungesäuerte Brot ist ein Zeichen für zukünftige Generationen.
Während der sieben Tage soll man ungesäuertes Brot essen, und kein gesäuertes soll bei dir gesehen werden, noch soll Sauerteig in all deinen Grenzen gesehen werden. Und du sollst dies deinem Sohn an jenem Tag so erklären: Es geschieht um deswillen, was der HERR für mich getan hat, als ich aus Ägypten zog.
Und es sei dir ein Zeichen (das Brot) auf deiner Hand (wenn man es zum Mund führt und in der Hand hält) und ein Gedenkzeichen zwischen deinen Augen (wenn man es zum Mund führt und ansieht) damit das Gesetz des HERRN in deinem Mund sei. (2.M.13:7-9)
(siehe auch Sprüche: wovon das Herz voll ist fließt der Mund über)
Wenn wir uns als Erlöste nicht daran erinnern was der Herr für uns getan hat und wenn wir uns nicht daran erinnern, was Jesus für uns getan hat und wir nicht ein Leben führen, welches von „ungesäuertem Brot“ geprägt ist, dann wird eines Tages der kommen, der den Platz an der Hand und den Platz zwischen unseren Augen beansprucht:
Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen udn die Armen, und die Freien und die Sklaven, daß man ihnen eine Mahlzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt;
(Offenbarung 13:16ff)
Das Fest der ungesäuerten Brote soll uns bildlich daran erinnern, das wir als Erlöste ein Leben ohne Sünde führen sollen und das Gesetz des Herr in unserem Mund und ihn unserem Herzen trgen sollen.
Seit einigen Jahren halte ich nun schon das Fest der ungesäuerten Brote. In den ersten zwei oder drei Tagen schmecken die Matzekräcker die man ißt noch richtig lecken, dann aber kommt der Hunger auf einen Hefezopf, ein Butterbrot, eine Pizza.
Dann, am siebten Tag, hält man einen Schabbat. Man denkt noch einmal über die letze Woche nach: unsere Erlösung durch das Blut des Lammes, den Sederabend, das Leben ohne Hefe, was Gott für uns getan hat und der Sieg des Geistes über das Fleisch.
Vollkommene Erlösung durch Jesus.
Passah hat soviel mehr zu bieten als Ostern, denn Jesus ist unser Passahlamm. Und das schöne an Passah ist, das es wirklich auch für uns ist. Denn Passah ist nicht nur für den Juden, sondern auch für den Griechen wie Paulus sagen würde.
Und der Herr sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen! (2.Mose 12:43)
So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Epheser 2:19)
Das bedeutet ebenfalls, das bei einer Abendmahlsfeier, kein Ungläubiger teilnehmen sollte.
Jeder um Geld gekaufte Sklave eines Mannes aber – wenn du ihn beschneidest, dann darf er davon essen. (2.Mose 12:44)
Denn ihr seid um einen Preis gekauft worden. (1.Korinther 6:20)
..Beschneidung ist die des Herzens, im Geist,..
(Römer 2:29)
by Jule with no comments yetEin Gesetz soll gelten für den Einheimischen und für den Fremdling, der sich mitten unter euch aufhält (2.Mose 12:49)
Bitte beim Lesen im Hinterkopf behalten, dass dies zu einem größeren Artikel gehört, der folgendes zum Thema hat:
„Bisher ist es mir um die Osterzeit rum immer emotional extrem schlecht gegangen und die Berichte davon in der Bibel lesen mochte ich auch nicht. Es hat mich immer tierisch aufgeregt, wie unfair das alles abgelaufen ist, welches große Unrecht Jesus angetan worden war …. Aber besser von Anfang an“
Diese Beiträge sind also keine pure Zusammenfassung von dem, was wir bei den Treffen besprochen haben – denn ich habe keine Notizen dazu gemacht – sondern es geht darum, warum und wie bei mir ein Umdenken statt gefunden hat, das mich derart befreit hat, dass ich das erste mal seit 30 Jahren keinen emotionalen Zusammenbruch um Ostern herum hatte
… to be continued…
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