• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • März 12thNur weil du in einem Moment der Schwäche deinen Glauben aufgibst, bedeutet das nicht, dass Gott dich aufgibt

      Es gibt Momente im Leben, in denen der Glaube zerbrechlich erscheint. Manche Gläubige haben sogar Worte gesagt, die sie nie für möglich gehalten hätten. Vielleicht hast du dich in Schmerz, Verwirrung, Wut oder tiefer Enttäuschung von Gott entfernt gefühlt. Vielleicht hat dein Herz geflüstert: „Ich weiß gerade nicht einmal, woran ich überhaupt noch glaube.“ Aber hier ist die sanfte, beständige Wahrheit, in der dein Herz heute Ruhe finden kann. Nur weil du in einem Moment der Schwäche deinen Glauben aufgibst, bedeutet das nicht, dass Gott dich aufgibt.

      Die Bibel gibt uns in 2. Timotheus 2,13 (ESV) einen starken Anker: „Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“ Beachte die Zärtlichkeit dieser Verheißung. Es heißt nicht, dass er nur dann treu bleibt, wenn du stark bist. Es heißt nicht, dass er nur dann in deiner Nähe bleibt, wenn deine Gefühle stabil sind. Es heißt, dass er selbst dann treu bleibt, wenn wir untreu sind. Warum? Weil deine Beziehung zu Gott nie auf der Stärke deines Festhaltens an ihm aufgebaut war. Sie war auf dem vollbrachten Werk Jesu Christi aufgebaut.

      Viele Gläubige tragen still eine große Angst in ihren Herzen. Sie lieben Jesus, aber tief in ihrem Inneren befürchten sie, dass eine schlechte Phase, ein emotionaler Zusammenbruch oder ein Moment des Zweifels Gott dazu bringen könnte, sich von ihnen abzuwenden. Aber hör dir die gute Nachricht des Evangeliums an. In Hebräer 10,14 (ESV) heißt es: „Denn durch ein einziges Opfer hat er für immer diejenigen vollendet, die geheiligt werden.“ Nicht vorübergehend vollendet. Nicht unter Bedingungen vollendet. Für alle Zeiten vollendet. Das Kreuz hat keine fragile Beziehung geschaffen, die von deiner perfekten Beständigkeit abhängt. Es hat eine sichere Grundlage geschaffen, die auf dem vollkommenen Opfer Christi beruht.

      Römer 5,8 (ESV) bringt das noch näher an unser Herz: „Gott aber hat seine Liebe zu uns darin gezeigt, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Siehst du die Gnade darin? Jesus hat nicht auf deinen stärksten Tag gewartet. Er hat nicht auf deine treueste Zeit gewartet. Er ist auf dich zugegangen, als du am schlimmsten warst. Das heißt, deine heutigen Schwierigkeiten überraschen ihn nicht und machen nicht zunichte, was er schon vollbracht hat.

      Denk mal an Petrus. In einem der schmerzhaftesten Momente, die in den Evangelien beschrieben werden, hat Petrus offen geleugnet, Jesus überhaupt zu kennen. Nicht nur einmal, sondern dreimal. Wenn es jemals jemanden gab, der einen Moment erlebt hat, der wie ein totaler Misserfolg aussah, dann war es Petrus. Doch nach der Auferstehung hat Jesus ihn nicht abgelehnt. Er hat ihn wiederhergestellt. Er hat ihn sanft wieder bei seinem Namen gerufen. Er hat ihm eine Aufgabe anvertraut. Diese Geschichte steht absichtlich in deiner Bibel. Sie ist Gnade in Aktion. Sie ist das vollendete Werk, das der menschlichen Schwäche mit überwältigender Güte begegnet.

      Hier ist der Kontrast, den viele Herzen hören müssen. Leistung sagt: Sei stark genug, dann bleibt Gott vielleicht bei dir. Gnade sagt: Jesus war stark genug, also bist du bereits gehalten. Leistung sagt: Mach keinen Fehler, sonst verlierst du deinen Platz. Gnade sagt: Dein Platz wurde durch das Blut Jesu gesichert, nicht durch dein perfektes Verhalten. Leistung hält dich angespannt. Gnade lässt deine Schultern endlich wieder atmen.

      Wenn dein Herz müde ist … wenn dein Glaube wackelig ist … wenn du jemals Angst hattest, Gott zu sehr enttäuscht zu haben … hör dies wie ein Kind, das von einem liebenden Vater an sich gezogen wird. Wegen Jesus bist du nicht verlassen. Du bist nicht disqualifiziert. Du wirst nicht langsam weggeschoben. Der Hirte ist immer noch in deiner Nähe. Seine Gnade ist immer noch beständig. Und seine Liebe zu dir ist nicht an einem Tag zerbrechlich.

      Vielleicht hast du das Gefühl, losgelassen zu haben. Aber das schöne, vollendete Werk Jesu steht immer noch. Und er hält dich immer noch treu fest.


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    • März 12thJesus trifft die weinenden Frauen

      „Töchter Jerusalems, weint nicht um mich“ – Jesus trifft die weinenden Frauen
      📖 Lukas 23,27–31 (NIV)

      Die engen Gassen Jerusalems waren voller Lärm, Verwirrung und Trauer. Eine große Menschenmenge folgte Jesus, als er das schwere Holzkreuz auf seinem zerrissenen und blutenden Rücken trug. Die Soldaten schubsten ihn grob vorwärts, während das Gewicht des Kreuzes auf seinen Schultern lastete. Sein Körper war geschwächt von den brutalen Schlägen, die er erlitten hatte, doch er setzte seinen schmerzhaften Weg nach Golgatha fort.

      Unter der Menge waren viele Frauen aus Jerusalem. Als sie Jesus sahen – sein Gesicht voller Blutergüsse, sein Körper verwundet und seine Kräfte schwanden – brach es ihnen das Herz. Sie fingen an, laut zu weinen und um ihn zu trauern. Ihre Schreie hallten durch die Straßen, während Tränen über ihre Gesichter liefen. Sie konnten es nicht ertragen, diesen unschuldigen Mann so grausam leiden zu sehen.

      Doch mitten in seinem unerträglichen Schmerz blieb Jesus stehen und wandte sich ihnen zu.

      Obwohl er erschöpft und verwundet war, waren seine Augen voller Mitgefühl. Anstatt sich auf sein Leiden zu konzentrieren, sprach er zu den trauernden Frauen mit einer ernsten Warnung und einer Botschaft, die weit über diesen Moment hinausging.

      „Töchter Jerusalems“, sagte er sanft, „weint nicht um mich; weint um euch selbst und um eure Kinder.“

      Die Menge wurde still, als seine Worte durch die Luft schwirrten. Jesus wusste, dass schwierige Tage auf Jerusalem zukamen. Er wusste um das zukünftige Gericht und Leiden, das über die Stadt kommen würde, weil viele die Wahrheit Gottes abgelehnt hatten.

      Er fuhr fort und sprach von einer Zeit, in der die Menschen sagen würden: „Selig sind die kinderlosen Frauen, die nie geboren und nie gestillt haben.“ Das bevorstehende Leiden würde so groß sein, dass die Menschen darum flehen würden, dass die Berge auf sie fallen und die Hügel sie bedecken mögen.

      Selbst als er auf das Kreuz zuging – den Ort, an dem er sein Leben für die Sünden der Welt geben würde – kümmerte sich Jesus noch immer tief um andere. In seinem Moment des Leidens warnte er, lehrte er und zeigte er Mitgefühl.

      Dieser Moment offenbart das Herz Christi. Während er die Last der Sünden der Menschheit trug, hielt er dennoch inne für die Gebrochenen, die Trauernden und die Unwissenden. Seine Worte waren nicht in Wut gesprochen, sondern in Liebe – er rief die Menschen dazu auf, die Ernsthaftigkeit der Zeit zu erkennen und sich Gott zuzuwenden.

      Der Weg zum Kreuz war voller Schmerz, aber auch voller Barmherzigkeit. Und selbst im dunkelsten Moment der Menschheitsgeschichte rief die Stimme Jesu die Menschen weiterhin zur Wahrheit, zur Umkehr und zur Hoffnung auf.


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    • März 12thBevor der öffentliche Dienst von Petrus wieder hergestellt wurde, stand die private Barmherzigkeit an erster Stelle

      In Lukas 24,34 sagen die Jünger: „Der Herr ist wirklich auferstanden und ist Simon erschienen.“

      Auch Paulus erwähnt das in seiner Zusammenfassung
      der Zeugen der Auferstehung:
      „Er ist dem Kephas erschienen“
      (1. Korinther 15,5).

      Dieses kleine Detail wirft eine wichtige Frage auf.
      Warum sollten die Autoren des Neuen Testaments
      darauf achten, diese Erscheinung zu erwähnen,
      wenn sie sie nicht beschreiben wollten?

      Die Evangelien nehmen oft eine langsamere Erzählweise an,
      um Ereignisse sorgfältig wiederzugeben.
      Hier jedoch ist die Begegnung zwischen Jesus
      und Petrus fast in einem einzigen Satz versteckt.

      Der Kontext hilft uns zu verstehen, warum dies wichtig ist.
      Nur wenige Tage zuvor hatte Petrus
      Jesus dreimal öffentlich verleugnet.

      Im Hof des Hohenpriesters,
      während Jesus drinnen verhört wurde,
      behauptete Petrus, dass er ihn nicht einmal kenne.

      Lukas berichtet, dass in dem Moment,
      als Petrus Jesus zum dritten Mal verleugnete, der Hahn krähte
      und Jesus sich umdrehte und Petrus ansah
      (Lukas 22,61). Petrus ging daraufhin hinaus
      und weinte bitterlich.

      Dieses Versagen dürfte ihn sehr belastet haben.
      Die anderen Jünger waren geflohen,
      aber Petrus‘ Verleugnung war
      laut und wiederholt gewesen.

      In der Kultur von Ehre und Schande,
      die die Welt des ersten Jahrhunderts prägte,
      konnte ein solcher Moment einen Menschen
      für den Rest seines Lebens verfolgen.

      Petrus wusste, was er getan hatte.

      Deshalb hat die kurze Erwähnung
      dieser Erscheinung nach der Auferstehung
      so viel Gewicht.

      Bevor es zu einer öffentlichen Wiederherstellung kam,
      vor dem bekannten Gespräch
      am See Genezareth in Johannes 21,
      kam der auferstandene Jesus privat zu Petrus.

      Die Schrift sagt uns nicht, was gesagt wurde.
      Sie sagt uns nur, dass Jesus ihm erschien.

      Die Reihenfolge der Ereignisse ist bemerkenswert.
      Petrus hatte noch nicht wieder gutgemacht, was er kaputt gemacht hatte.
      Er hatte seine Loyalität noch nicht erneut bewiesen.

      Dennoch kam der auferstandene Christus zuerst zu ihm.
      Die Initiative ging von Jesus aus.

      Dies zeigt etwas Wichtiges
      über den Charakter des auferstandenen Herrn.
      Die Auferstehung war nicht nur
      ein Sieg über den Tod, sondern auch
      der Beginn der Wiederherstellung
      für diejenigen, die ihn enttäuscht hatten.

      Jesus ließ Petrus nicht allein
      mit seiner Scham, sondern suchte ihn auf.

      Später würde Petrus mutig
      vor Menschenmengen stehen und
      von der Auferstehung erzählen.

      Aber hinter diesem öffentlichen Mut
      stand eine stille Begegnung mit
      dem auferstandenen Christus.

      Derjenige, der Jesus verleugnet hatte,
      wurde von ihm nicht im Stich gelassen.

      Wenn ich diese kurze Zeile in Lukas
      und in Paulus‘ Brief lese, erinnert sie mich daran,
      dass der auferstandene Jesus sich nicht nur
      in den stärksten Momenten seiner Jünger mit ihnen befasst.

      Er kommt auch zu ihnen an die Orte,
      an denen sie wissen, dass sie versagt haben.

      Die Geschichte von Petrus zeigt, dass die Wiederherstellung
      nicht damit begann, dass Petrus seine Vergangenheit in Ordnung brachte.
      Sie begann damit, dass Jesus zu ihm kam.

      Und dieses kleine Detail in den Auferstehungsberichten weist uns wieder still auf die Gnade Christi hin, der sein Volk sucht, selbst wenn es sich am unwürdigsten fühlt, gefunden zu werden.


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    • März 12thDie Bibelverse, die beweisen, dass Gott dir deine Sünden nicht anrechnet

      Einige Wahrheiten in der Bibel sind so einfach, dass man sie fast übersehen könnte. Sie stehen ganz unauffällig mitten im Evangelium, aber sie verändern total, wie wir Gott, uns selbst und unsere Stellung vor ihm sehen. Für viele Leute wird das christliche Leben als ständiges Bemühen dargestellt, mit Gott im Reinen zu bleiben. Ein einziger Fehler fühlt sich an wie Distanz. Ein einziger Ausrutscher fühlt sich an wie Disqualifikation. Die Leute fragen sich, ob Gott immer noch ihre Sünden zählt und ihre Beziehung zu ihm an ihren Leistungen misst. Doch genau im Zentrum der Botschaft des Evangeliums offenbart die Heilige Schrift etwas, das dem Herzen tiefe Ruhe schenkt.

      „Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu.“ (2. Korinther 5,19)

      Dieser Vers offenbart, was tatsächlich am Kreuz geschah. Gott stand nicht in der Ferne und wartete darauf, dass die Menschen sich reinigten. Er war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst. Und während diese Versöhnung stattfand, passierte etwas Bemerkenswertes. Gott rechnete ihnen ihre Verfehlungen nicht an. Beim Kreuz ging es nicht darum, dass Gott den Menschen widerwillig vergab, nachdem sie ihr Verhalten verbessert hatten. Beim Kreuz ging es darum, dass Gott auf die Menschheit zuging und durch Jesus vollständig mit der Sünde fertig wurde. Das vollendete Werk Christi bedeutet, dass die Sünde in einem einzigen Moment göttlicher Erlösung vollständig beseitigt wurde. Das Evangelium lädt uns ein, aufzuhören, auf unsere Leistung zu schauen, und stattdessen anzuschauen, was Jesus für uns erreicht hat.

      Das Buch der Hebräer erklärt die Tiefe dieses vollendeten Werks mit unglaublicher Klarheit. Es sagt uns, dass Jesus keine vorübergehende Lösung für die Sünde angeboten hat, sondern eine vollständige und ewige. Die Schrift sagt: „Denn durch ein einziges Opfer hat er für immer diejenigen vollendet, die geheiligt werden.“ (Hebräer 10,14) Beachte die Sprache der Vollendung in diesem Vers. Ein einziges Opfer. Keine wiederholten Opfer. Keine Vergebung, die erlischt, wenn jemand versagt. Durch das Opfer Jesu wurde etwas Dauerhaftes vollbracht. Das Wort „vollendet“ spricht von einer vollendeten Stellung vor Gott. Es bedeutet, dass durch Christus das Werk, das notwendig ist, um uns in eine richtige Beziehung zu Gott zu bringen, bereits vollbracht wurde.

      Der Hebräerbrief fährt dann mit einer Verheißung fort, die dem Gläubigen unglaubliche Gewissheit gibt. „Ich werde ihre Sünden und ihre gesetzwidrigen Taten nicht mehr gedenken.“ (Hebräer 10,17) Das heißt nicht, dass Gott Informationen vergessen hat. Gott verliert kein Wissen. Es bedeutet, dass er sich nicht mehr auf die Sünden seines Volkes bezieht. Das vollendete Werk Jesu hat die Sünde so vollständig beseitigt, dass sie nicht mehr die Beziehung zwischen Gott und denen bestimmt, die an Christus glauben. Wegen des Kreuzes führt Gott keine Liste der Verfehlungen derer, die in Jesus sind. Die Schuld wurde bereits beglichen.

      Jahrelang haben viele Gläubige so gelebt, als würde Gott ständig ihre vergangenen Fehler überprüfen, ihre Verfehlungen abwägen und entscheiden, ob sie noch für seine Annahme in Frage kommen. Aber das Evangelium zeigt uns was viel Schöneres. Wegen dem vollendeten Werk von Jesus Christus hängt unsere Stellung vor Gott nicht von unseren Leistungen ab. Sie ist durch seinen Sohn gesichert. Das Kreuz hat keinen zerbrechlichen Frieden mit Gott geschaffen, der jedes Mal zerbricht, wenn wir stolpern. Es hat einen neuen Bund geschaffen, in dem Vergebung auf dem vollendeten Werk Christi beruht.

      Wenn diese Wahrheit in deinem Herzen Wurzeln schlägt, lässt der Druck, dich beweisen zu müssen, nach. Die Angst, Gottes Anerkennung zu verlieren, verschwindet allmählich. An ihre Stelle tritt ein tiefes Gefühl der Ruhe. Das Evangelium verkündet nicht, dass du dein Leben perfekt in den Griff bekommen musst, damit Gott dir nahe bleibt. Das Evangelium verkündet, dass Gott dich durch Jesus Christus bereits mit sich versöhnt und die Schuld, die einst gegen dich sprach, getilgt hat. Aufgrund des vollbrachten Werkes Christi ist die Geschichte zwischen dir und Gott nicht länger eine Geschichte, in der Sünden gezählt werden. Es ist eine Geschichte über eine Erlösung, die bereits vollbracht ist.


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    • März 12thWas heißt es wirklich, unseren Nächsten zu lieben?

      Was ist Freundlichkeit? Was heißt es wirklich, unseren Nächsten zu lieben?

      Möge der Friede Gottes mit euch allen sein.

      Heute will ich über etwas reden, worüber viele Leute reden, aber nur wenige wirklich leben. Das ist Freundlichkeit und Liebe zu anderen. Nicht als schöne Worte. Nicht als inspirierende Zitate, die wir online teilen. Sondern als etwas Tieferes. Laut der Bibel sind Freundlichkeit und Liebe zu anderen klare Zeichen dafür, dass Gott wirklich im Herzen eines Menschen lebt.

      Hast du dir diese Frage schon mal gestellt? Wenn jemand beobachten würde, wie du andere behandelst, würde er dann die Liebe Gottes in dir sehen?

      Jesus hat diese Lehre sehr einfach, aber sehr kraftvoll formuliert. Als er über das wichtigste Gebot sprach, sagte er etwas, das jeden Bereich des Lebens berührt.

      „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
      Matthäus 22,39 NIV

      Beachte etwas Wichtiges. Jesus sagte nicht, dass du deinen Nächsten tolerieren sollst. Er sagte nicht, dass du deinen Nächsten einfach ertragen sollst. Und er sagte nicht, dass du nur diejenigen lieben sollst, die dich gut behandeln.

      Er sagte Liebe.

      Warum? Weil wahre Liebe nicht aus der menschlichen Natur kommt. Wahre Liebe beginnt bei Gott.

      Die Bibel lehrt uns, dass Freundlichkeit nicht nur etwas ist, was wir ab und zu tun. Es ist nicht nur eine gute Tat, wenn wir uns großzügig fühlen. Freundlichkeit ist Teil von etwas Tieferem. Sie ist die Frucht des Geistes, der im Leben eines Menschen wirkt.

      Der Apostel Paulus erklärt das ganz klar.

      „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue.“
      Galater 5,22 NIV

      Das heißt, Freundlichkeit bedeutet nicht nur, höflich zu sein. Sie ist ein Zeichen dafür, dass der Geist Gottes das Herz verändert. Wenn Gott wirklich in jemandem lebt, beginnt sich etwas zu verändern. Die Art, wie wir sprechen, verändert sich. Die Art, wie wir reagieren, verändert sich. Die Art, wie wir Menschen behandeln, verändert sich.

      Man beginnt, andere mit anderen Augen zu sehen.

      Jesus lehrte Liebe nicht nur mit Worten. Er zeigte sie auch durch Taten. Eines der deutlichsten Beispiele dafür ist die Geschichte vom barmherzigen Samariter. In dieser Geschichte erklärte Jesus etwas, das viele Menschen auch heute noch schwer verstehen können.

      Dein Nächster ist nicht nur dein Freund. Dein Nächster ist nicht nur deine Familie. Dein Nächster ist nicht nur jemand, der mit dir einer Meinung ist.

      Dein Nächster ist jeder, der Barmherzigkeit braucht.

      Die Bibel beschreibt den Moment, als der Samariter den verwundeten Mann auf der Straße sah.

      „Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam zu der Stelle, wo der Mann lag, und als er ihn sah, hatte er Mitleid mit ihm.“
      Lukas 10,33 NIV

      So sieht Liebe zu anderen aus. Sie sieht Schmerz und geht nicht weg. Sie sieht Not und entscheidet sich zu handeln. Sie fragt nicht zuerst, ob die Person Hilfe verdient. Sie versteht, dass jeder Mensch irgendwann in seinem Leben Barmherzigkeit braucht.

      Aber die Bibel gibt uns auch eine ernste Warnung.

      „Wer nicht liebt, kennt Gott nicht, denn Gott ist Liebe.“

      1. Johannes 4,8 NIV

      Diese Worte sind stark, aber sie sind wahr. Ein Mensch kann nicht behaupten, Gott zu lieben, während er andere mit Hass, Stolz oder Grausamkeit behandelt. Es ist nicht möglich, unsere Hände zum Gebet zu erheben und dann mit denselben Händen jemanden zu verletzen, zu beleidigen oder zu ignorieren, der neben uns steht.

      Deshalb hat der Apostel Johannes auch diese Erinnerung geschrieben.

      „Und er hat uns dieses Gebot gegeben: Wer Gott liebt, muss auch seine Brüder und Schwestern lieben.“

      1. Johannes 4,21 NIV

      Freundlichkeit zeigt sich oft in kleinen Momenten. Sie zeigt sich in einem sanften Wort, wenn jemand traurig ist. Sie zeigt sich in Vergebung, wenn jemand uns verletzt hat. Sie wächst durch Geduld, wenn Situationen schwierig werden. Manchmal zeigt sie sich in stiller Hilfe, die niemand sonst bemerkt.

      Die Bibel ermutigt uns mit diesen Worten.

      „Seid freundlich und barmherzig zueinander und vergebt einander, so wie Gott euch in Christus vergeben hat.“
      Epheser 4,32 NIV

      Jesus selbst gab das größte Beispiel für die Liebe zu anderen. Er lebte ein Leben, in dem es darum ging, zu dienen, anstatt bedient zu werden. Seine Mission war es nicht, Macht oder Anerkennung zu erlangen.

      Sie bestand darin, den Menschen zu helfen.

      „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen.“
      Matthäus 20,28 NIV

      Wahre Liebe sucht nicht nach Vorteilen. Sie sucht nach Möglichkeiten, zu dienen. Sie sucht nicht nach Lob. Sie sucht nach Möglichkeiten, jemandem, der leidet, Erleichterung zu verschaffen. Sie jagt nicht nach Applaus. Sie entscheidet sich für den Gehorsam gegenüber Gott.

      Wir leben heute in einer Zeit, in der Egoismus zunimmt und viele Herzen kalt werden. Deshalb werden Freundlichkeit und Liebe zu anderen noch wichtiger. Sie leuchten wie ein Licht in einer Welt, die sich oft dunkel anfühlt.

      Das ist nicht immer einfach. Aber es ist immer notwendig.

      Hier ist also eine Frage, über die wir alle heute nachdenken sollten.

      Lebe ich wirklich die Liebe, die Gott uns aufgetragen hat?
      Oder rede ich nur darüber?

      Denn Freundlichkeit und Liebe zu anderen sind nicht nur Ideen.

      Sie sind Beweise.
      Sie sind ein Zeugnis.
      Sie sind der Weg, den Gott uns gegeben hat, um ihn zu gehen.

      Diese Worte sind nicht von Menschen erfunden.

      Sie stehen in der Heiligen Schrift.
      Sie sind lebendig.

      Und sie rufen uns auch heute noch dazu auf, sie zu leben.


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    • März 12thEs gibt keinen anderen Gott

      Es gibt keinen anderen Gott.
      Nicht dein Komfort.
      Nicht deine Politik.
      Nicht deine Identität.
      Nicht dein Trauma.
      Nicht dein Erfolg.
      Nicht deine Gefühle.
      Nicht deine Plattform.
      Nicht deine Freiheit.
      Nicht deine Version der Wahrheit.

      Es gibt nur einen.

      Hast du jemals innegehalten und dich gefragt, wer wirklich auf dem Thron deines Lebens sitzt? Viele Dinge versuchen, diesen Platz einzunehmen. Komfort kann sich wie ein Gott anfühlen. Erfolg kann still und leise unsere Entscheidungen bestimmen. Sogar unsere eigenen Gefühle können zu der Stimme werden, der wir folgen. Aber die Bibel erinnert uns an eine einfache und kraftvolle Wahrheit.

      „Ich bin der Herr, und es gibt keinen anderen; außer mir gibt es keinen Gott.“ (Jesaja 45,5, NIV)

      Bevor es Nationen gab und bevor die Menschheitsgeschichte begann, war Gott bereits da. Er ist derjenige, der sprach und das Universum zum Leben erweckte. Galaxien sind nicht zufällig entstanden. Sterne leuchten nicht von selbst. Die Schöpfung begann, weil Gott sprach.

      „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ (Genesis 1,1, NIV)

      Denk mal einen Moment darüber nach. Derselbe Gott, der die Sterne formte, formte auch das menschliche Herz. Er schrieb sein Gesetz nicht nur in Stein, sondern auch in unser Gewissen. Warum spüren wir den Unterschied zwischen richtig und falsch? Warum ist uns Gerechtigkeit wichtig? Weil der Schöpfer dieses Bewusstsein in uns gelegt hat.

      Doch die Geschichte Gottes endete nicht mit der Schöpfung. Das Erstaunliche ist, dass der Schöpfer in seine eigene Welt trat. Er kam uns nahe. Er wandelte unter den Menschen. Er empfand Schmerz. Er trug Narben.

      „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ (Johannes 1,14, NIV)

      Jesus kam nicht, um mächtige Führer zu beeindrucken. Er kam, um gebrochene Menschen zu retten. Er liebte seine Feinde. Er vergab Sündern. Er heilte die Verletzten. Und am Ende gab er sein Leben für genau die Menschen, die ihn abgelehnt hatten.

      „Gott aber hat seine Liebe zu uns darin gezeigt, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8, NIV)

      Dann passierte etwas, das alles veränderte. Das Grab konnte ihn nicht halten. Der Tod hatte nicht das letzte Wort. Jesus ist auferstanden und hat damit bewiesen, dass Gottes Macht größer ist als Sünde und Tod.

      „Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ (Matthäus 28,6, NIV)

      Eines Tages wird jeder Mensch vor diesem selben Gott stehen. Könige, Führer, Prominente und ganz normale Leute werden ihm gegenüberstehen. Titel werden dann keine Rolle mehr spielen. Macht wird keine Rolle mehr spielen. Jede Stimme wird verstummen vor dem Einen, der alle Dinge geschaffen hat.

      „Denn es steht geschrieben: ‚So wahr ich lebe, spricht der Herr, vor mir wird jedes Knie sich beugen, und jeder Zunge wird Gott bekennen.‘“ (Römer 14,11, NIV)

      Hier ist also eine Frage, über die es sich nachzudenken lohnt. Versuchen wir, Gott so umzugestalten, dass er unseren Vorlieben entspricht? Passen wir seine Gebote an, wenn sie unseren Lebensstil in Frage stellen? Viele Menschen wünschen sich heute einen Gott, der mit ihnen übereinstimmt. Einen Gott, der sie nie korrigiert. Einen Gott, der alles gutheißt, was sie wählen.

      Aber der wahre Gott lässt sich nicht verändern.

      „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ (2. Mose 20,3, NIV)

      Wir können ihn nicht nach unserem Bild neu erschaffen. Wir können seine Wahrheit nicht umschreiben. Seine Heiligkeit ist nichts, worüber wir verhandeln können. Gott ist nicht eine Option unter vielen Ideen. Er ist kein Symbol, das wir für unsere persönlichen Anliegen nutzen können.

      Er ist Gott.

      Und es gibt keinen anderen.


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    • März 12th“Eine Frau, die Jehova fürchtet“

      Sprüche 31,30 ist ein Vers, der in einer Zeit wie unserer fast wie ein Gegenruf aus dem Himmel klingt.

      Wir leben in einer Welt, die das Äußere vergöttert.
      Eine Welt, in der Schönheit vermarktet wird, Gesichter bearbeitet werden, Persönlichkeiten gespielt werden und Charakter oft hinter Wirkung zurücktritt. Vieles dreht sich um Ausstrahlung, Stil, Image, Anziehungskraft, Außenwirkung. Aber Gottes Wort geht tiefer. Es bleibt nicht an der Oberfläche stehen. Es durchdringt das Herz.

      „Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht; aber eine Frau, die den HERRN fürchtet, die wird gelobt werden.“
      (Sprüche 31,30)

      Dieser Vers ist nicht gegen Schönheit. Gott ist der Schöpfer von Schönheit. Er hat Blumen gemacht, Sterne, Farben, Licht, Anmut, Würde, Form, Harmonie. Aber dieser Vers setzt die richtige Ordnung. Er zeigt uns, was bleibt und was nicht bleibt. Er zeigt uns, worauf Gott wirklich schaut.

      Im hebräischen Urtext steht hier:

      שֶׁקֶר הַחֵן וְהֶבֶל הַיֹּפִי אִשָּׁה יִרְאַת־יְהוָה הִיא תִתְהַלָּל
      Sheqer hachen, wehevel hayofi; ishah yir’at-YHWH hi tit’halal.

      Ganz einfach und verständlich erklärt:

      1. „Anmut ist trügerisch“ – שֶׁקֶר הַחֵן (sheqer hachen)

      Das Wort „sheqer“ bedeutet nicht nur eine kleine Unwahrheit. Es bedeutet Täuschung, Trug, etwas, das einen falschen Eindruck erzeugt.
      Und das Wort „chen“ bedeutet Anmut, Charme, Gefälligkeit, äußere Lieblichkeit.

      Das heißt:
      Der Vers sagt nicht, dass Freundlichkeit oder ein schönes Auftreten böse wären. Nein. Aber er sagt: äußere Anmut kann täuschen, wenn sie nicht aus einem Herzen kommt, das Gott gehört.

      Ein Mensch kann sehr freundlich wirken und innerlich stolz sein.
      Ein Mensch kann sehr sanft reden und dennoch manipulativ sein.
      Ein Mensch kann nach außen fromm, sauber, stilvoll und angenehm erscheinen und im Herzen voller Selbstsucht, Bitterkeit oder Eitelkeit sein.

      Gott warnt uns hier liebevoll:
      Lass dich nicht vom Schein blenden.
      Was geschniegelt aussieht, ist nicht automatisch rein.
      Was sanft klingt, ist nicht automatisch wahr.
      Was schön wirkt, ist nicht automatisch heilig.

      1. „Schönheit vergeht“ – וְהֶבֶל הַיֹּפִי (wehevel hayofi)

      Das Wort „hevel“ ist sehr stark. Es bedeutet wörtlich Hauch, Dunst, Nebel, Vergänglichkeit.
      Es beschreibt etwas, das da ist — und im nächsten Moment verschwunden. Wie Atem an kalter Luft. Wie Nebel am Morgen. Wie ein kurzer Schatten.

      Und genau dieses Wort benutzt die Bibel für die sichtbare Schönheit:
      „hayofi“ = die Schönheit.

      Also nicht: Schönheit sei wertlos im Sinn von „Gott hasst sie“.
      Sondern: Schönheit ist nicht tragfähig als Fundament.
      Sie ist nicht beständig.
      Sie ist nicht das, worauf ein Leben sicher gebaut werden kann.

      Das trifft in Wahrheit uns alle.
      Jugend vergeht.
      Frische vergeht.
      Körper verändern sich.
      Gesichter altern.
      Kraft schwankt.
      Alles Sichtbare ist dem Zahn der Zeit ausgesetzt.

      Und genau deshalb ist es so töricht, wenn eine Kultur das vergängliche Äußere zur höchsten Wahrheit erhebt.
      Wer sein Leben auf Schönheit baut, baut auf Nebel.
      Wer seine Identität aus Attraktivität zieht, baut auf Dampf.
      Wer seinen Wert aus Blicken, Komplimenten oder Bewunderung zieht, bindet sein Herz an etwas, das nicht bleiben kann.

      1. „Aber eine Frau, die den HERRN fürchtet“ – אִשָּׁה יִרְאַת־יְהוָה (ishah yir’at-YHWH)

      Hier liegt das Herz des ganzen Verses.

      Das Wort „yir’ah“ bedeutet Furcht, Ehrfurcht, tiefer heiliger Respekt, Staunen vor Gott, innere Beugung vor seiner Heiligkeit.
      Es bedeutet nicht bloß Angst im menschlichen Sinn.
      Es bedeutet:
      Ein Herz lebt in dem Bewusstsein: Gott ist heilig. Gott sieht mich. Gott ist wahr. Gott ist würdig. Ich gehöre Ihm.

      Die Furcht des HERRN ist im biblischen Sinn keine finstere Panik, sondern die Haltung eines Herzens, das Gott den höchsten Platz gibt.
      Es ist eine Ehrfurcht, die sagt:

      Herr, Dein Wort ist wahr, auch wenn die Welt etwas anderes sagt.

      Herr, Dein Blick ist mir wichtiger als Menschenmeinungen.

      Herr, ich will Dich ehren, nicht mich selbst darstellen.

      Herr, ich will rein sein, nicht nur gut wirken.

      Herr, ich will Dir gefallen, nicht der Masse.

      Eine Frau, die den HERRN fürchtet, ist nicht einfach religiös.
      Sie ist nicht einfach traditionell.
      Sie ist nicht einfach moralisch geschniegelt.
      Sie ist innerlich vor Gott ausgerichtet.
      Sie lebt nicht für Applaus, sondern für Treue.
      Sie lebt nicht von Aufmerksamkeit, sondern aus Hingabe.
      Sie fragt nicht zuerst: „Wie wirke ich?“
      Sie fragt: „Wie sieht Christus mein Herz?“

      1. „Die wird gelobt werden“ – הִיא תִתְהַלָּל (hi tit’halal)

      Dieser Ausdruck bedeutet sinngemäß:
      Sie ist die, die wirklich Lob empfangen soll. Sie ist die, die gelobt werden wird.

      Das ist gewaltig.
      Gott sagt damit: Nicht die Frau, die am meisten Eindruck macht, ist vor Ihm groß.
      Nicht die Frau, die äußerlich am meisten bewundert wird.
      Nicht die, die alle Blicke auf sich zieht.

      Sondern die, die Ihn fürchtet.
      Die treu bleibt.
      Die im Verborgenen betet.
      Die in Reinheit lebt.
      Die in Schwierigkeiten auf Gott vertraut.
      Die nicht ihr eigenes Reich baut, sondern in Demut mit dem Herrn geht.

      Das ist für mich persönlich so stark, weil es alles zurechtrückt.

      In einer Welt voller Filter, Rollenbilder, Selbstinszenierung und Dauervergleich erinnert uns Gottes Wort daran, dass der Himmel ganz anders misst. Der Himmel misst nicht nach äußerem Glanz, sondern nach innerer Wahrheit. Nicht nach Selbstdarstellung, sondern nach Gottesfurcht. Nicht nach kurzlebiger Wirkung, sondern nach bleibendem Charakter.

      Und ja, das betrifft nicht nur Frauen. Dieser Vers spricht direkt über die gottesfürchtige Frau, aber das Prinzip offenbart Gottes Maßstab für uns alle:
      Was aus Ehrfurcht vor dem Herrn geboren ist, hat ewigen Wert.
      Alles andere vergeht.

      Mich berührt dabei auch, dass dieser Vers Frauen eine Würde zurückgibt, die diese Welt ihnen oft raubt. Die Welt sagt so oft: „Sei begehrenswert. Sei auffällig. Sei makellos. Sei bewundert.“
      Aber Gott sagt:
      Sei mein.
      Fürchte mich.
      Lebe in Wahrheit.
      Deine Schönheit vor mir ist nicht Schminke, sondern Heiligkeit. Nicht Fassade, sondern Treue. Nicht Wirkung, sondern Hingabe.

      Was für eine Befreiung.
      Man muss sich nicht verkaufen.
      Man muss nicht mit der Welt konkurrieren.
      Man muss nicht jedem Ideal entsprechen.
      Man muss nicht gefallen, um wertvoll zu sein.
      Wer dem Herrn gehört, hat schon jetzt seine Würde nicht aus Menschenhänden, sondern aus Gottes Hand.

      Und ich glaube, wir brauchen genau das heute wieder:
      Frauen Gottes, die nicht nur schön erscheinen wollen, sondern heilig leben wollen.
      Frauen, die nicht nur bewundert, sondern vor Gott bewährt sein wollen.
      Frauen, die nicht Trends hinterherlaufen, sondern Jesus nachfolgen.
      Frauen, deren Stärke nicht aus Selbsterhöhung kommt, sondern aus stiller Tiefe in Christus.

      Denn die Frau, die den HERRN fürchtet, trägt etwas in sich, das kein Alter zerstören kann, kein Zeitgeist entwerten kann und kein Mensch wegnehmen kann.
      Ihre Würde wächst aus der Gegenwart Gottes.
      Ihre Schönheit kommt aus einem geheiligten Herzen.
      Ihr Wert hängt nicht am Spiegel, sondern am Kreuz.
      Und ihr Lob kommt nicht zuerst von Menschen, sondern von dem Herrn, der ins Verborgene sieht.

      Herr, schenke uns wieder Augen für das, was vor Dir wirklich kostbar ist.
      Nicht Glanz ohne Wahrheit.
      Nicht Wirkung ohne Charakter.
      Nicht Religion ohne Hingabe.
      Sondern Herzen, die Dich fürchten, lieben und ehren.

      Jesus Christus allein gebührt alle Ehre.
      Denn ohne Ihn könnten wir weder rein leben noch Gott wirklich erkennen.
      Er ist nicht nur der Lehrer der Wahrheit — Er ist die Wahrheit.
      Er ist nicht nur das Vorbild der Reinheit — Er reinigt uns durch Sein Blut.
      Er ist nicht nur würdig, gefürchtet zu werden — Er ist würdig, angebetet zu werden.
      Und jede Frau, jeder Mensch, der sein Leben vor Ihm beugt, findet darin nicht Knechtschaft, sondern wahre Würde, wahre Identität und bleibenden Wert.

      Nicht der Schein zählt. Nicht der Hauch zählt. Christus zählt.
      Und wer den Herrn fürchtet, lebt nicht umsonst.


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    • März 12thGott liebt alle Nationen, sein Plan ist Erlösung

      Viele Leute reden heute über den Iran und Israel, wenn sie über das Weltgeschehen sprechen. Manche verbinden sogar den heutigen Iran mit dem, was die Bibel über die Zukunft sagt. Aber wusstest du, dass das Land, das wir heute Iran nennen, in der Bibel mal als Persien bekannt war? Neben Persien gab es auch Regionen wie Elam und Medien. Wenn wir die Bibel genau lesen, sehen wir, dass Persien nicht nur für seine Macht oder Konflikte bekannt war. Es war auch Teil von Gottes großem Plan, seinen Willen und seine Liebe für alle Menschen zu zeigen.

      Hast du dich jemals gefragt, woher die Nationen der Welt ursprünglich kamen? Die Bibel verweist uns auf einen gemeinsamen Ursprung. Nach der Sintflut zur Zeit Noahs begannen verschiedene Nationen zu wachsen und sich über die Erde zu verbreiten. Eine dieser frühen Nationen war Elam. In der Bibel steht: „Die Söhne Sems: Elam, Assur, Arpachschad, Lud und Aram.“ Genesis 10,22 (NIV). Das erinnert uns daran, dass alle Nationen der Erde, einschließlich des Landes, das später Persien wurde, aus derselben menschlichen Familie stammen. Keine Nation steht außerhalb von Gottes Wissen oder seinem Plan.

      Einer der überraschendsten Momente in der Bibel, der mit Persien zu tun hat, betrifft einen König namens Cyrus. Was diese Geschichte so bemerkenswert macht, ist, dass Cyrus nicht zu Israel gehörte. Er war ein fremder Herrscher, doch Gott entschied sich, ihn für einen besonderen Zweck einzusetzen. Lange bevor Cyrus regierte, sprach Gott durch den Propheten Jesaja über ihn. In der Bibel steht: „So spricht der Herr zu seinem Gesalbten, zu Cyrus, dessen rechte Hand ich ergreife, um Völker vor ihm zu unterwerfen.“ Jesaja 45,1 (NIV). Durch diesen persischen König hat Gott dem jüdischen Volk den Weg geebnet, nach vielen Jahren im Exil nach Jerusalem zurückzukehren. Das Dekret von Cyrus ermöglichte es ihnen, den Tempel wieder aufzubauen und ihr Leben in ihrer Heimat neu zu beginnen. Esra hielt diesen Moment fest, als er schrieb: „Im ersten Jahr des Königs Cyrus von Persien, um das Wort des Herrn zu erfüllen, das durch Jeremia gesprochen worden war, bewegte der Herr das Herz des Königs Cyrus von Persien, eine Proklamation zu erlassen.“ Esra 1,1 (NIV). Zeigt das nicht, dass Gott das Herz jedes Führers bewegen kann, um seinen Plan zu verwirklichen?

      Eine weitere beeindruckende Geschichte im Zusammenhang mit dem Persischen Reich findet sich im Buch Ester. Hast du dich jemals gefragt, wie Gott sein Volk schützt, selbst wenn die Gefahr nahe zu sein scheint? Zu Esters Zeiten wurde ein schrecklicher Plan geschmiedet, um das im Reich lebende jüdische Volk zu vernichten. Die Lage schien hoffnungslos. Doch Gott setzte Esther als Königin in den Palast. In einem entscheidenden Moment sprach ihr Cousin Mordechai Worte, die auch heute noch die Leser herausfordern. „Wer weiß, ob du nicht gerade für eine Zeit wie diese zur Königin geworden bist?“ Esther 4,14 (NIV). Esthers Mut trug dazu bei, ihr Volk zu retten. Auch wenn Gottes Name in der Geschichte nicht oft direkt erwähnt wird, ist seine führende Hand doch deutlich zu erkennen.

      Persien wird auch in prophetischen Schriften erwähnt, die von der Zukunft sprechen. Der Prophet Hesekiel nahm Persien in die Liste mehrerer Nationen auf, als er Ereignisse beschrieb, die später in der Geschichte geschehen würden. „Persien, Kusch und Put werden mit ihnen sein, alle mit Schilden und Helmen.“ Hesekiel 38,5 (NIV). In einer anderen Prophezeiung sprach Gott über Elam und versprach sowohl Gericht als auch Hoffnung. In der Bibel heißt es: „Doch ich werde das Schicksal Elams in zukünftigen Tagen wiederherstellen.“ Jeremia 49,39 (NIV). Diese Passagen erinnern uns daran, dass Gott mit den Nationen gerecht umgeht, aber dass sein Wunsch immer die Wiederherstellung und nicht die Zerstörung ist.

      Wenn wir einen Schritt zurücktreten und die ganze Bibel betrachten, erkennen wir eine noch größere Botschaft. Gottes Geschichte handelt nicht nur von einer Nation. Sie handelt von seiner Liebe zur ganzen Welt. Von Anfang an versprach Gott, dass sein Plan alle Völker der Erde segnen würde. Er sagte zu Abraham: „Durch dich werden alle Völker der Erde gesegnet werden.“ Genesis 12,3 (NIV). Diese Verheißung findet später ihre größte Bedeutung in Jesus Christus. Die Bibel sagt uns: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab.“ Johannes 3,16 (NIV). Und das letzte Bild von Gottes Reich in der Offenbarung zeigt Menschen aus allen Nationen, die ihn gemeinsam anbeten. „Danach sah ich, und vor mir stand eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen.“ Offenbarung 7,9 (NIV).

      Was lehrt uns also die Geschichte von Persien und Israel heute? Nationen entstehen und vergehen. Reiche werden mächtig und verschwinden später wieder. Konflikte kommen und gehen im Laufe der Geschichte. Aber durch all das hindurch lenkt Gott die Ereignisse weiterhin nach seinem größeren Plan. Seine Liebe ist nicht auf eine Kultur oder ein Land beschränkt. Er lädt jede Nation und jeden Menschen ein, ihn kennenzulernen.

      Letztendlich zeigt uns die Bibel, dass Gott der Herr aller Nationen ist, nicht nur einer. Sein Plan dreht sich nicht um endlose Konflikte. Sein Plan dreht sich um Erlösung, Versöhnung und Menschen aus allen Nationen, die unter seiner Herrschaft leben. Vom alten Persien bis zur modernen Welt, in der wir heute leben, ruft Gott die Nationen immer noch dazu auf, sich ihm zuzuwenden.

      Gottes Plan für die Nationen ist nicht Zerstörung. Es ist Erlösung.


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    • März 12th“Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

      Unter den sieben letzten Worten Jesu
      ist das der Satz, der mir immer am schwersten gefallen ist.

      Nicht, weil er mir fremd wäre.
      Viele Christen kennen ihn gut.

      Sondern weil er mir jedes Mal, wenn ich mich damit beschäftige,
      immer noch wie der tiefste Punkt
      des Kreuzes und des Opfers Jesu vorkommt.

      „Mein Gott, mein Gott,
      warum hast du mich verlassen?“
      (Matthäus 27,46; Markus 15,34)

      Markus hat sogar den Ausruf auf Aramäisch festgehalten:

      „Eloi, Eloi, lema sabachthani?“
      (Markus 15,34)

      Ich finde, dieses Detail verdient es, genauer betrachtet zu werden.

      Die Verfasser der Evangelien haben uns nicht nur erzählt,
      was Jesus in diesem Moment gesagt hat.

      Sie sind sogar so weit gegangen,
      genau festzuhalten, wie er es gesagt hat.

      Das war keine Umschreibung.
      Es war keine Zusammenfassung.

      Es war genau dieser Schrei selbst.
      Und das war kein Zufall.

      Diese Worte stammen direkt aus Psalm 22,1.

      Das ist wichtig, weil es bedeutet,
      dass Jesus nicht ziellos
      inmitten seines Schmerzes sprach.

      Er sprach aus der Heiligen Schrift.

      Er nahm die Worte des gerechten Leidenden auf seine Lippen,
      desjenigen, der von Spöttern umgeben war,
      desjenigen, der öffentlich gedemütigt wurde,
      desjenigen, dessen Leiden
      später zu Rechtfertigung führen würde.

      Das ist ein Teil dessen, was
      diesen vierten Ausspruch so bedeutungsvoll macht.

      Jesus schrie nicht nur vor Schmerz.
      Er schrie mit den Worten,
      die die Heilige Schrift bereits gegeben hatte.

      Und doch gibt es hier noch ein weiteres Detail,
      das leicht zu übersehen ist.

      Selbst in diesem Schrei der Verlassenheit
      sagt Jesus immer noch:

      „Mein Gott, mein Gott.“

      Er sagte nicht:
      „Du bist nicht mehr mein Gott.“

      Er sprach nicht in Unglauben.
      Er sprach in Qual, ja.
      Aber er sprach immer noch zu Gott.

      Diese Spannung ist Teil der Tiefe
      dieses Augenblicks.

      Das Kreuz hat seinen Gehorsam nicht aufgehoben.
      Das Leiden hat seine Beziehung zum Vater nicht ausgelöscht.

      Aber es hat ihn in den vollen Schrecken dessen gebracht,
      was er zu ertragen hatte.

      Deshalb finde ich diesen Ausspruch
      so schwer zu ertragen.

      Weil er mich daran erinnert,
      dass das Kreuz niemals oberflächlich war.

      Jesus blutete nicht nur.
      Er wurde nicht nur verspottet.
      Er wurde nicht nur hingerichtet.

      Er trat ein in die tiefste Last
      der Mission, die er zu erfüllen gekommen war.

      Die Evangelien hatten bereits gezeigt,
      dass Jesus Ablehnung,
      Hass, Verrat, Ungerechtigkeit
      und körperliche Qualen ertragen konnte.

      Aber hier, am Kreuz,
      dürfen wir das Leiden von innen heraus hören.

      Nicht erklärt.
      Nicht abgeschwächt.

      Er schrie.
      Und die Heilige Schrift hat diesen Schrei festgehalten.

      Für mich persönlich ist dies unter den sieben letzten Worten
      dasjenige, das mich am längsten innehalten lässt.

      Es lässt mich tiefer darüber nachdenken,
      was es Christus gekostet hat, uns Sünder zu retten.

      Nicht in einer Weise, die mich denken lässt,
      ich könnte ihm das irgendwie zurückzahlen, denn ich weiß
      ganz genau, dass ich das nicht kann.

      Und auch nicht in einer Weise, die mir das Gefühl gibt,
      ich müsse mich irgendwie als würdig erweisen,
      ich weiß ganz genau, dass ich immer zu kurz komme.

      Sondern in einer Weise, die mich wieder demütig macht,
      genau wie beim ersten Mal, als ich darauf stieß.

      Denn je mehr ich
      diesen Schrei vom Kreuz höre,
      desto mehr wird mir klar, dass
      meine Erlösung nicht billig zu haben war,
      sondern mit einem so hohen Preis verbunden war,
      den ich niemals selbst bezahlen könnte.

      Er ging dorthin, wo ich nicht hingehen konnte.
      Er trug, was ich nicht tragen konnte.
      Er betrat eine Dunkelheit,
      die ich allein niemals überleben könnte.

      Und dennoch, selbst dort
      hielt er am Vater fest.

      Deshalb verdient dieser Spruch
      es, dass wir uns etwas mehr Zeit nehmen, um ihn zu betrachten.

      Er zeigt uns, dass das Kreuz
      nicht einfach nur eine Zurschaustellung von Schmerz war.

      Es war der Ort, an dem
      der Sohn Gottes vollständig
      anstelle der Sünder stand
      und die Last
      des Gerichts und des Leids
      bis zum Ende ertrug.

      „Mein Gott, mein Gott,
      warum hast du mich verlassen?“

      Je öfter ich das höre,
      desto weniger denke ich darüber nach,
      was ich Jesus geben kann.

      Und desto mehr werde ich daran erinnert,
      was es ihn gekostet hat, mich zu Gott zu bringen,
      und desto mehr brennt in meinem Herzen der Wunsch,
      auch ihm mehr verlorene Schafe zu bringen.


      by Jule with no comments yet
    • März 12th„Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist.“

      Das letzte Wort Jesu am Kreuz wird normalerweise als das Wort in Lukas 23,46 angesehen: „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist.“

      Als ich mir das genauer ansah, fiel mir
      bei diesem Vers besonders
      das Wort „Vater“ auf.

      Jesus hatte gerade die Dunkelheit des Leidens durchlebt,
      und im vorherigen Spruch
      rief er: „Mein Gott, mein Gott,
      warum hast du mich verlassen?“

      Aber hier, am Ende, spricht er Gott wieder
      als Vater an.
      Dieses Detail ist wichtig, weil
      es zeigt, dass das Kreuz nicht
      in Verwirrung oder Chaos endet.
      Jesus stirbt im Vertrauen.

      Sein letzter Atemzug ist kein verzweifelter
      Schrei ohne Richtung.
      Es ist ein bewusstes Sich-Hingeben
      in die Hände des Vaters.

      Lukas berichtet von diesem Moment mit großer Zurückhaltung.

      Er sagt, dass Jesus mit lauter Stimme rief
      und dann diese Worte sprach,
      bevor er seinen letzten Atemzug tat.
      Auch dieses Detail scheint wichtig zu sein.

      Jesus starb nicht einfach
      als hilfloses Opfer Roms.
      Natürlich war die Kreuzigung
      eine brutale und schändliche Hinrichtungsmethode,
      und Jesus litt wirklich in seinem menschlichen Körper.

      Aber Lukas will uns auch zeigen, dass sein Tod
      nicht nur etwas war, das ihm angetan wurde.
      Jesus vertraute sich sogar im Tod aktiv
      dem Vater an.

      Er verlor sein Leben nicht in dem Sinne,
      dass er von Ereignissen überrollt wurde,
      die außerhalb seiner Kontrolle lagen.

      Er gab sich selbst in Gehorsam hin.

      Der Wortlaut selbst stammt aus der Heiligen Schrift.
      Jesus bezieht sich auf Psalm 31,5,
      wo David sagt: „In deine Hand
      befehle ich meinen Geist.“

      In seinem ursprünglichen Kontext ist dieser Psalm
      ein Gebet der Not und des Vertrauens.
      David ist von Schwierigkeiten umgeben,
      doch er vertraut sich Gottes Fürsorge an.

      Jesus nimmt diese Worte am Kreuz auf seine Lippen,
      aber er tut dies
      auf eine tiefere und umfassendere Weise.

      Was David als leidender Diener Gottes betete,
      betet Jesus als der sündlose Sohn, der
      das Werk vollendet, das der Vater
      ihm aufgetragen hat.

      Dies zeigt etwas Wichtiges
      darüber, wie Jesus dem Leiden begegnete.
      Selbst in seinem letzten Moment
      sind sein Geist und sein Herz
      von der Heiligen Schrift geprägt.

      Er greift nicht zu leeren Worten.
      Er spricht aus der Sprache
      des Vertrauens, die bereits in Gottes Wort gegeben ist.

      Ich denke, hier wird die Bedeutung
      des Sprichworts deutlicher.
      Das letzte Wort handelt nicht nur vom Sterben.
      Es geht um die Art des Todes, den Jesus stirbt.
      Er stirbt in vollem Vertrauen auf den Vater.
      Er stirbt als gehorsamer Sohn.
      Er stirbt in dem Wissen, dass sein Leben
      in den Händen des Vaters liegt, selbst wenn
      er durch den Tod selbst geht.

      Das ist wichtig, weil das Kreuz
      manchmal nur
      in Bezug auf Schmerz, Spott und Verlassenheit
      beschrieben wird, und diese Dinge sind tatsächlich vorhanden.

      Aber diese letzten Worte erinnern uns daran,
      dass das Kreuz auch der Ort
      vollkommenen Gehorsams ist.

      Jesus leidet nicht nur kurz vor seinem Ende.
      Er bleibt bis zum Ende treu.

      Das hilft uns auch, Christus klarer zu sehen.
      Jesus ist nicht nur ein Vorbild des Vertrauens,
      er ist derjenige, der
      dem Vater an unserer Stelle vollkommen vertraut hat.

      Oft sind unsere Herzen gespalten.
      Wir sagen, dass wir Gott vertrauen, aber oft kommen Angst, Selbstschutz
      und Unglaube in uns hoch.

      Jesus aber hat sich
      voll und ganz dem Vater anvertraut.

      Er hat das nicht nur gemacht, um uns zu zeigen, wie Glaube aussieht,
      sondern um unsere Erlösung durch
      sein gehorsames Leben und seinen gehorsamen Tod zu vollbringen.

      Sein letztes Wort ist wertvoll, weil es
      zum Werk des Kreuzes selbst gehört.

      Derjenige, der seinen Geist dem Vater anvertraut hat,
      ist derselbe, der bereits
      die Sünden seines Volkes getragen hat.

      Sein Vertrauen war nicht von seinem Erlösungswerk getrennt.
      Es war Teil seiner treuen Vollendung desselben.

      Hier liegt auch ein stiller Trost für die Gläubigen.
      Weil Christus sich dem Vater anvertraut
      und sein Werk vollendet hat, sehen diejenigen, die zu ihm gehören,
      dem Tod nicht so entgegen wie die Welt.

      Der Tod bleibt ein Feind, aber er ist nicht mehr
      ein unbekannter Schrecken ohne Hoffnung.
      Jesus ist seinem Volk vorausgegangen.
      Er ist im Glauben in den Tod gegangen und
      ist siegreich aus dem Grab auferstanden.

      Wenn wir also davon sprechen, in Christus zu ruhen,
      ist das keine sentimentale Sprache.
      Es gründet sich auf den gekreuzigten
      und auferstandenen Herrn, der sich
      in die Hände des Vaters begab und gerechtfertigt wurde.

      Was mir am meisten im Gedächtnis bleibt, ist, dass Jesus dort endet,
      wo der Glaube immer enden sollte: in den Händen des Vaters.

      Nach dem Verrat, der Ungerechtigkeit, der Verspottung,
      der Dunkelheit und dem Leiden
      ruht er dort.
      Nicht in sichtbarer Erleichterung.
      Nicht in irdischer Rettung.
      Sondern im Vater.

      Das ist eine stille, aber starke Erinnerung daran, dass der tiefste Frieden nicht in leichteren Umständen zu finden ist, sondern in dem Gott, der sein Volk hält. Und wenn der Sohn dies am Rande des Todes sagen konnte, dann können diejenigen, die im Sohn sind, langsam und unvollkommen lernen, sich in dieselben treuen Hände zu begeben.


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