• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • Nov. 17thDürfen wir Gott nach dem „Warum?“ fragen?

      Bis vor zwei Wochen hatten wir das 1. Buch Mose gelesen, das war Geschichte und man konnte Gott nur ahnen. Nun im Bibelbuch Hiob dürfen wir einen Blick in den Himmel werfen und Gott direkt sehen. Wir hatten die ersten beiden Kapitel gelesen, wissen wir noch, worum es ging?

      Jehova Gott (oder auch Jahwe) hatte zu einer Versammlung im Himmel eingeladen und alle Geistwesen waren dort, auch Satan. Worüber haben sie sich unterhalten? Es ging um Hiob: beide waren sich einig, dass dieser Mann gottesfürchtig ist und dass er der einzige zu diesem Zeitpunkt ist. Aber Satan macht Gott den Vorwurf, dass er dies nur ist, weil Gott ihn beschützt. Daher lässt dieser zu, dass Satan Hiob prüft. Als erstes nimmt er ihm all seine Habe (Kapitel 1) und dann darf er auch an Hiobs „Fleisch“, er schlägt ihn mit einer schlimmen Krankheit, die der heutigen in Europa bekannten Syphilis in den Symptomen ähnlich ist und dann wendet sich seine Frau gegen ihn. Zum Schluss haben wir gelesen, dass 3 seiner Freunde zu Besuch kamen, um ihn zu trösten und zu ermuntern. Aber sie waren sprachlos und saßen stumm 7 Tage mit ihm dort (Kapitel 2). Interessant, dass 7 Tage damals die übliche Trauerzeit für einen Toten war.

      Nun geht’s also weiter mit

      Kapitel 3:

      Wir lesen die Worte eines zutiefst deprimierten Mannes. Können wir ihn verstehen? Warum?

      Er hat eigentlich alles verloren, bis auf sein Leben. Als erstes ist sein ganzer Reichtum, sein Vermögen weg, seine Angestellten sind alle tot, seine Kinder sind alle gestorben, seine Frau wendet sich von ihm und von Gott ab und nun auch noch diese quälende und demütigende Krankheit, die schmerzhaft ist und ihn schlaflos macht. Er hat allen Grund, gefrustet und entmutigt zu sein, denn im Gegensatz zu uns, die wir die ersten beiden Kapitel vom Bibelbuch Hiob gelesen haben, weiss er nicht einmal, warum das alles.

      Was verwünscht er als erstes? Er verflucht den Tag seiner Geburt. Er wünschte, er wäre garnicht geboren worden (Verse 1-12).

      Aber wo wäre er, wenn er nicht geboren worden wäre? Dann wäre er tot, im Grab. Ab Vers 13 zählt er alle auf, die im Grab liegen, auch die Fehlgeburten oder Totgeburten. Alle Toten liegen im Grab. Daher zählt für Jehova auch bereits das ungeborene Leben, das bedeutet also eindeutig, dass Abtreibungen sich nicht mit Gottes Willen vereinbaren lassen. Für ihn lebt bereits das Ungeborene (Vers 16). Hier sehen wir also auch, was mit den Kindern ist, die sterben, bevor sie geboren wurden oder bevor sie getauft wurden. Für Jehova beginnt das Leben mit der Zeugung, daher haben auch alle auch eine Hoffnung auf eine Auferstehung.

      Er wusste, dass er im Grab liegen und schlafen würde, „dann hätte ich Ruhe“ (Vers 13). Im Tod sind wir alle gleich, egal ob arm oder reich.

      Nun kommen wir noch mal kurz auf seine Freunde zurück, die bereits seit 7 Tagen zu Besuch sind und immer noch schweigen. Erinnern wir uns noch, was das für Männer sind, wo sie herkommen? Wir befinden uns in der Zeit zwischen Josephs Tod und der Geburt von Mose. Die Israeliten sind immer noch im Land Ägypten. Die drei Freunde werden Nachkommen von Esau, oder von Abraham mit seiner Zweiten Frau Ketura gewesen sein.

      Hiob hatte sogar von den beeindruckenden Grabmalen in Ägypten gehört, er spricht von „Königen… welche sich verödete Plätze erbauten“ (Vers 14). Sein Fazit: im Tod sind wir alle gleich, egal was war.

      Weiter geht es mit den Versen 20 bis 26:

      Wie lesen und verstehen wir diese Verse? Wen meint Hiob mit „er“? Da es in Vers 20 heißt: „er gibt Leben“, kann es sich hier ja nur um Gott selbst handeln.

      Aber wenn er all diese Fragen Gott stellt – ist dies denn gerechtfertigt?

      Dürfen wir unseren Schöpfer solche Sachen fragen? Dürfen wir ihn nach dem „Warum?“ fragen? Ist das nicht respektlos? Müssen wir denn nicht alles von ihm annehmen? Ist es gerechtfertigt, solche Fragen nach dem „Warum?“ zu stellen, wenn wir so bedrängt sind? Darf man das?

      „Fragen darf ich doch…“, siehe auch das Thema von einem großen Teil der Psalmen, die David geschrieben hatte, während er vor Saul auf der Flucht war oder vor seinem Sohn, der den Thron an sich reisen wollte. Da stellt David fast nur solche Fragen. Wenn es nicht angemessen wäre, würden solche Fragen nicht einen großen Teil von Gottes Wort einnehmen.

      Denken wir auch an die Diskussion von Abraham und Gott wegen Sodom und Gomorrah , die wir vor einigen Wochen gelesen haben (1. Mose Kapitel 18). Da verhandelt Abraham mit Gott, ob er wirklich die ganze Stadt vernichten wolle, wenn doch einige Gerechte darin sind. Hier lesen wir nichts davon, dass Jehova sauer oder genervt ist, sondern er redet geduldig mit Abraham, bis dieser verstanden hatte…

      Wahrscheinlich müssen wir zum besseren Verständnis über unser Verhältnis zum Schöpfer nachdenken. Was ist er für uns? Jemand der ganz weit weg ist und vor dem wir Angst haben und zittern? Oder ist er für uns unser himmlischer Vater, an dessen Hand wir vertrauensvoll gehen?

      Ein Kind wird seinem Vater nach dem „Warum“ fragen, wenn es etwas nicht versteht, was er tut oder warum es etwas nicht darf. Ein liebevoller Vater wird es seinem Kind geduldig erklären und nicht sauer oder genervt deswegen sein.

      Wenn wir uns nicht trauen, Gott nach dem „Warum?“ zu fragen, dann haben wir ein falsches Gottesbild, dann ist unsere Beziehungsebene kaputt.

      Wenn wir ein Problem haben, etwas nicht verstehen, dann müssen wir darüber reden, so oder so. Besser, wir reden mit dem, mit dem wir ein Problem haben, sonst wird eher Geschwätz daraus. Wenn ich von einer Freundin oder meinem Mann enttäuscht bin, dann beschäftigt mich das so sehr, dass ich darüber reden muss. Aber wenn ich damit zu anderen gehe und mich ausheule und denen erzähle, wie schlimm die Freundin oder mein Mann… dann rede ich schlecht über denjenigen und das beeinflusst, wie derjenige, dem ich es erzähle, den Verursacher sieht. Ich rede hier aus Erfahrung – da es mir oft schwer fällt, den Mann neutral zu sehen, über den eine Freundin sich ausheult. Daher haben Thom und ich bereits vor einigen Jahren beschlossen, sowas nur im 4er Gespräch zu tun, so dass beide zu Wort kommen.

      Aber der Grundgedanke hier ist ja, dass wir mit demjenigen reden sollen, mit dem wir das Problem haben. Wenn diese Person nicht reden will, dann sollten wir zu Gott gehen und unser Herz bei ihm ausschütten (siehe auch den Film „War Room, das Gebet ist eine mächtige Waffe.‘, den wir hier vor kurzem gemeinsam angesehen hatten). Das ist es, wie Gott will, dass wir bei Konflikten mit anderen mit dem Beteiligten selbst reden.

      Und ganz selbstverständlich will er auch, dass wir zu ihm gehen und es ihm sagen, wenn wir was nicht verstehen. Er weiss es ja sowieso schon, sieht ja, was in unserem Herzen ist. Es ist daher keinesfalls respektlos, wenn wir ihn nach dem „Warum“ fragen, sondern das ist es, was er will?.

      Unser Gott sitzt zwar auf dem Thron und ist ein mächtiger Herrscher, dem wir Respekt zollen sollten – aber er ist auch der Daddy zum Knuddeln, dem wir auf dem Schoß krabbeln und an den wir uns ankuscheln dürfen und den wir alles fragen dürfen.

      Das ist hier wirklich ein sehr wichtiger und interessanter Punkt in Hiob Kapitel 3, der auch uns persönlich heute noch betrifft❣️

      Überlegen wir mal, was Hiob zu diesem Zeitpunkt über den Schöpfer weiß

      Hiob lebt nach den Geschehnissen, die wir in diesem Jahr im 1. Buch Mose gelesen haben. Er kannte die Geschichten um Adam, Abraham, Isaak und Jakob. Wie war deren Verhältnis zu Jehova? Wie war da die Kommunikation?

      1. Adam und Eva haben sich regelmäßig jeden Tag zur Abendzeit im Garten Eden mit IHM getroffen, sind zusammen spazieren gegangen und haben geredet (1. Mose 3:8). Auch nach dem Sündenfall haben sie miteinander geredet und er hat die beiden liebevoll gefragt nach dem was und dem warum
      2. Kain hatte ähnliche Gespräche mit Jehova „face to face“. Jehova fragte ihn, warum er so aufgebracht ist und warnte ihn davor, etwas Falsches zu tun. Auch nachdem dieser seinen Bruder Abel umgebracht hatte, redete Jehova persönlich mit Kain (1. Mose Kapitel 4, wir haben uns jetzt erst lange ausgiebig )im Bibelgrundkurs damit beschäftigt).
      3. Auch Abraham sprach „face to face“ mit Jehova, denken wir an die bereits erwähnte Diskussion um Sodom und Gomorrah (1. Mose Kapitel 18)

      Das sind jetzt nur einige Beispiele. Hiob kennt die Geschichte und kann daher so freimütig mit Gott reden.

      Ralf sagte, dass einige auf den Berg gingen, um mit Jehova zu reden. Das taten nicht alle Glaubensmänner, aber es geht hier um die Grundhaltung. Es ist eine andere, eine demütige ehrfurchtsvolle Grundhaltung. Aber man darf im Gebet auch sagen : „ich habe hier ein Problem mit dir…“. Gebet ist nicht nur „ich danke…“ und „ich brauche…“.

      Ist dieser Gedanke vielleicht für uns neu? Verändert dies unsere Einstellung oder unsere Beziehung zu Gott?

       

      Tja, das war die 1. Rede von Hiob, mit der er das 7tägige Schweigen bricht. Bisher hatten seine Freunde geschwiegen, aber ab nächste Woche lesen wir die Antworten der anderen.

      In den kommenden Wochen werden wir immer jeweils eine Rede von einem seiner Freunde betrachten und die Antwort von Hiob darauf. Wir wollen einfach vermeiden, dass wir mit den negativen und oftmals völlig falschen Gedanken der Freunde nach Hause gehen und sich das bei uns einprägt. Wir wollen uns lieber das einprägen, was wirklich Gottes Wort und seinem Wesen entspricht.

      Hiob ist wirklich ein gutes Vorbild für uns. Wir sehen, wie Gott Hiob und auch heute noch Menschen mit Behinderungen gebraucht, um anderen Mut zu machen.

      Wir denken da auch an Nick Vujicic, den Mann ohne Arme und Beine. Auch er hatte als Kind mit seinem Schicksal gehadert – heute ist er ein sehr erfolgreicher Motivationstrainer und wird immer wieder auch eingeladen, um andere durch seine eigene Geschichte mit Gott zu Christus zu führen. Wir haben vor einigen Jahren von einer sehr lieben Freundin und Schwester sein Hörbuch geschenkt bekommen „Leben ohne Limits“ und es hat uns stark beeindruckt?.

      Er sagt ebenso wie Hiob in Kapitel 1, den Versen 20 bis 22, dass wir alles von Gott annehmen sollten, „ob Gutes oder Schlechtes“. Hiob wendet sich nie wirklich von Gott ab, auch wenn er über sein Schicksal klagt. Er dachte wie Paulus, dass wir der Ton in Gottes Händen sind:

      „…Wer seid ihr denn eigentlich, ihr Menschen, dass ihr meint, Gott zur Rechenschaft ziehen zu können? Glaubt ihr wirklich, dass ein Gefäß aus Ton den Töpfer fragt: »Warum hast du mich so gemacht?« Der Töpfer hat schließlich die Freiheit, aus ein und demselben Klumpen Lehm zwei verschiedene Gefäße zu machen: ein kostbares zum Schmuck und ein gewöhnliches für den Abfall.“
      ‭‭Römer‬ ‭9:20-21‬ ‭HFA‬‬

      Klagen und danach zu fragen, warum uns bestimmte Dinge passieren, bedeutet noch lange nicht, dass wir Gott zur Rechenschaft ziehen ?

      Da wir ab diesen Sonntag die Erwiderungen seiner Freunde lesen, wollen wir uns noch kurz ansehen, was die Namen der Freunde bedeuten, denn interessanterweise geht auch ihr Rat an Hiob in die entsprechende Richtung:

      1. Eliphas bedeutet „Gott ist reich“ und seine These ist: „Gott straft nach Saat und Ernte“
      2. Bildad bedeutet „Sohn des Streits“ und er argumentiert, dass Gott immer den Bosen straft
      3. Zophar bedeutet „rau, haarig“ und er pocht darauf, dass Gott Sünder bestraft

      Alle drei sind sich scheinbar einig, dass Hiob leidet, weil Gott ihn für verborgene Sünden straft. Aber stimmt dies? Was hatten wir noch mal in den ersten beiden Kapiteln dazu gelesen, warum es Hiob nun so dreckig geht?

      Am Sonntag lesen wir gemeinsam die Kapitel 4 bis 7, es bleibt also auch weiterhin spannend?


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    • Nov. 14thDas Gesehene an die 7 Versammlungen schicken

      Nun geht es in Vers 9 um das, was Johannes „sieht“.

      Ihm wird gesagt, er solle das aufschreiben, was er sieht und an die Versammlungen schicken. Im Verlauf der Offenbarung sagt er öfters: „ich sehe etwas, das aussieht wie…“, aber auch „ich sehe“. Manchmal sah er also auch die Sachen direkt. Wie ist es mit uns“ bin ich objektiv bei dem, „was ich sehe“?

      Ihm wird gesagt, er solle es an die Versammlungen senden, hier werden buchstäblich 7 aufgeführt und wir könnten wieder auf die Idee kommen, dass wirklich nur diese genannten Versammlungen gemeint sind. Wie passt das zu dem, was wir letzte Woche herausgefunden hatten, dass es nicht um buchstäblich 7 Versammlungen ging (Vers 4), sondern an die gesamten Versammlungen und somit auch an uns heute?

      Haben wir eine Landkarte, wo diese Orte drauf sind? Lesen wir doch einmal den Text mit den Orten vor und sehen dabei auf die Landkarte und verfolgen wir die Orte in der genannten Reihenfolge:

      Wenn wir uns eine Karte von Griechenland ansehen und den griechischen Inseln, dann erkennen wir, dass wir Klein Asien vor uns haben. Wenn wir den Orten nun auf der Karte folgen, dann sehen wir, dass hier der Postweg beschrieben ist. Es ist die damalige Hauptstraße, die vom Süden hoch nach Norden geht und dann wieder nach Süden.

      Die Städte sind hier in Vers 9 so aufgezählt, wie man die Hauptstraße damals dort gehen würde, um auf dem Postweg etwas zuzustellen ?


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    • Nov. 14thDie Posaune

      Als nächstes hört Johannes „eine laute Stimme.., wie eine Posaune“ (Vers 10)

      Woran werden wir erinnert, wenn wir etwas von einer Posaune bzw Trompete lesen? Mir fällt als erstes eine laute Sirene ein, die vor Kriegsausbruch oder Feuer warnt. Als ich Kind war, ging bei uns in der Stadt jeden Samstag Mittag für einige Minuten eine laute Sirene los. Es war der übliche Probealarm. Die Kinder fragten die Eltern, was das zu bedeuten habe und hängen geblieben bei mir ist, dass es vor Gefahr warnen solle. In der damaligen DDR gab es diesen Probealarm immer Mittwochs um 14 Uhr, es war unüberhörbar.

      Wo lesen wir in der Bibel sonst noch von Posaunen oder Trompeten?

      Mir fiel zuerst ein, dass bei der Wüstewanderung immer die Posaune zum Aufbruch geblasen wurde und dass sie damit die Mauern von Jericho zu Fall gemacht haben. Aber Thom hatte da eher 2. Mose im Sinn:

      „Und Mose stieg vom Berge zu dem Volke hinab; und er heiligte das Volk, und sie wuschen ihre Kleider. Und er sprach zu dem Volke: Seid bereit auf den dritten Tag; nahet nicht zum Weibe. Und es geschah am dritten Tage, als es Morgen war, da waren Donner und Blitze und eine schwere Wolke auf dem Berge und ein sehr starker Posaunenschall; und das ganze Volk zitterte, das im Lager war. Und Mose führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen; und sie stellten sich auf am Fuße des Berges. Und der ganze Berg Sinai rauchte, darum, daß Jehova auf ihn herabstieg im Feuer; und sein Rauch stieg auf, wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg bebte sehr. Und der Posaunenschall wurde fort und fort stärker; Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer Stimme.“
      ‭‭2. Mose‬ ‭19:14-19‬ ‭ELB‬‬

      Der Posaunenschall auf dem Berg war die Stimme Gottes, zeigte, dass Jehova anwesend war.

      Eine Posaune war nicht wie wir sie heute kennen, aus Metall, sondern sie wurde aus dem Horn eines Tieres hergestellt. Es gab nur einige wenige Tiere, deren Hörner dazu geeignet und laut Mosaischen Gesetz erlaubt waren. Das waren Widder oder Schafe.

      Neben diesem Ereignis am Berg Sinai und dem Aufbruch in der Wüste oder dem Fall der Mauern von Jericho, wurden diese Posaunen noch an verschiedenen Festtagen der Juden eingesetzt. Unter anderem beim Laubhüttenfest oder beim Beginn des Neuen Jahres.


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    • Nov. 14th„Der Tag des Herrn“ – was ist das für ein Tag?

      Weiter lesen wir, dass er sich „am Tag des Herrn“ dort befand und eine Vision hatte. Was ist mit diesem Tag gemeint? Geht es um den Sabbat, den Gott angeordnet hatte oder um den Tag danach? Die Juden hielten und halten auch heute noch den Sabbat und den Tag danach nutzten die ersten Christen, um Zeugnis über Jesus zu abzulegen.

      Andere übersetzen es als „dem Herrn gehörenden Tag“. Ist dies „Der Gerichtstag Gottes“ oder „der Tag der Auferstehung Jesu“?

      Die ganze Diskussion darum ob und warum, hat mich derart verwirrt, dass sich bei mir die Erklärung festgesetzt hatte, dass es der Sonntag sein müsse, weil dies ja der Tag des Herrn sei, weil ja da auch die Auferstehung Jesu gefeiert wird und weil Johannes aufschreiben und schicken solle, also Dinge im realen Leben, nicht so sehr Vision. Allerdings scheine ich die einzige gewesen zu sein, die bei dem Gedanken hängen geblieben ist, alle anderen haben es schon als Gerichtstag Gottes verstanden. („Witzig“, denn so hatte ich es bisher auch immer verstanden. Das zeigt mal wieder wie wichtig es ist, aufmerksam zuzuhören, denn ansonsten verlieren wir den Faden und kommen auf absonderliche Schlussfolgerungen?).


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    • Nov. 14thWas macht er auf der Insel Patmos?

      Nun kommen wir also zu den neuen Versen, den Versen 9 bis 11

      Als erstes bezeichnet er sich als „Bruder und Mitgenosse in der Drangsal“ und sagt, dass er wegen des Zeugnisses über den Christus auf der Insel Patmos ist (Vers 9). Was bedeutet das? Hatte er dort Urlaub gemacht oder war er auf einer Missionsreise?

      Dies könnte durchaus sein. Aber wenn wir bedenken, dass die Insel Patmos zu der Zeit als Gefängnisinsel für die Römer fungiert hatte, dann merken wir, dass es weder Urlaub noch Mission war. Er wurde verbannt, weil er nicht aufgehört hatte, „mit seinem Gerede über Jesus zu nerven“ (frei nach Pape).


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    • Nov. 14thOffenbarung 1:4-8 Kurzzusammenfassung

      Am Donnerstag haben wir uns weiter die Offenbarung angesehen, diesmal haben wir die Verse 9 bis 11 von Kapitel behandelt. Aber vorher noch eine kurze Wiederholung:

      Letztes mal hatten wir die Verse 4-8 gelesen und verstanden, dass „die 7 Versammlungen in Asien“ keine buchstäblichen 7 waren, sondern dass die Botschaft an alle Versammlungen und somit auch an alle Christen heute gerichtet ist (Vers 4). Wir haben verstanden, dass Jesus „der Erstgeborene von den Toten“ ist, weil er als einziger nach seiner Auferweckung nicht mehr sterben musste.

      Wir hatten die Frage behandelt, warum Jesus bereits heute „Der Fürst der Könige der Erde“ ist, obwohl es eher so aussieht, als ob der Satan regieren würde. Wir hatten beim Betrachten von den ersten beiden Kapiteln im Buch Hiob gesehen, dass der Satan Jehova (oder auch Jahwe) erst fragen muss, bevor er einen Anbeter Jehovas angreift. Aber dies betrifft nur diejenigen, die sich freudig Jehova unterordnen. Bei denen, die dies nicht tun, muss er nicht vorher extra nachfragen. (Vers 5)

      Warum hat er uns „zu einem Königtum, zu Priestern“ gemacht“? Wissen wir noch, inwiefern wir Priester sind? Indem wir anderen von Jehova erzählen und sie über seine Gebote belehren und für sie beten. Aber die Belehrung sollte nicht untereinander sein, sondern wir sollten Neue zu Christus führen. (Vers 6)

      Wir haben uns angesehen, wer „mit den Wolken des Himmels kommt“ und woher wir dies wissen (Vers 7). Es ist Jesus Christus, wir lesen es in Apostelgeschichte 1:8-11. Jeder wird ihn kommen sehen, auch diejenigen, die nicht an ihn glauben, sich ihm nicht unterordnen wollen. „Alle werden weh klagen“ hatten wir in Sacharja gelesen. Thom hat noch mal richtig gestellt, dass es hier nicht darum geht, dass sie Angst vor Strafe haben, sondern mehr darum, dass alle Juden ihn als ihren Retter und Erlöser, als den Messias Gottes anerkennen (Vers 7, Sacharja 12).

      Jehova ist „das Alpha und das Omega“, weil er als einziger ohne Anfang und Ende ist (Vers 8).


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    • Nov. 11thWarum dienen wir Gott?

      Diesen Sonntag haben wir uns mit Hiob beschäftigt. Eigentlich passt das Buch nicht nur chronologisch zum 1. Buch Mose, sondern auch vom Thema her. In den letzten Wochen haben wir viel von Joseph gelesen, von dem, wie sich das Negative ins Positive verwandelt hat. Auch er wird sich oftmals die Frage gestellt haben, warum ihm so schlimme Dinge passieren:

      Wir erinnern uns, dass er von seinen Brüdern gehasst war und zwar so sehr, dass sie ihn überfielen, in ein dunkles Loch warfen und dann in die Sklaverei verkauft hatten. Dann kam er zu Potiphar und es sah gut für ihn aus, er bekam große Verantwortung und Vorrechte. Aber dann verknallte sich dessen Frau in ihn, versuchte ihn zu verführen und als dies nicht klappte, beschuldigte sie ihn, sie vergewaltigt zu haben. Wieder einmal fiel er in ein tiefes Loch, emotional. Er kam ins Gefängnis und musste dort viele Jahre verbringen, obwohl er sich nichts hatte zu Schulden kommen lassen. Aber dann gedachte Jehova (oder auch Jahwe) an ihn und er konnte die Träume des Pharao deuten und kam nicht nur frei, sondern wurde ein mächtiger und angesehener Mann. Später wurde er sogar mit seiner ganzen Familie vereint. Sicherlich stellte er sich oft die Frage nach dem „Warum?“. Im Nachhinein Begriff er, dass Gott immer mit ihm gewesen war und ihn auf die Aufgabe vorbereitet hatte, die er zum Schluß hatte: er konnte sein ganzes Volk in der Hungersnot bewahren und war sogar Teil der Prophezeiung, die Gott seinem Ur-Großvater Abraham, seinem Opa Isaak und seinem Vater Jakob gegeben hatte. Auch bekam er mehr als einen Erbanteil, auch wenn das Recht der Erstgeburt an Juda ging.

      Nun lesen wir also gemeinsam das Buch Hiob und hier wird gleich zu Anfang eine Antwort auf die Frage nach dem „Warum?“ gegeben. Wir lesen die ersten beiden Kapitel…

      Aber als erstes stellt sich für jeden von uns die Frage: „warum diene ich Gott?“, welche Motivation haben wir, worum geht es uns?

      Viele von uns Christen dienen Gott, weil er uns ewiges Leben verspricht. Oder auch weil wir von ihm gesegnet werden und weil er uns hilft. Aber was bleibt davon übrig, wenn es mal nicht so aussieht?

      Für Hiob stellt sich hier genau diese Frage:
      ⁃ Warum dienst du Gott?
      ⁃ Wer ist Gott eigentlich für mich?
      ⁃ Wer ist Gott wirklich?

      Wir lesen erst Mal gemeinsam Kapitel 1 und erfahren am Anfang in den Versen 1 bis 5, wer Hiob eigentlich ist:

      Jehova selbst sagt von ihm, er sei „untadelig, gottesfürchtig und rechtschaffen, vom Bösen weichend“ (Vers 1). Außerdem ist er steinreich, in unserer heutigen Zeit hätte er wahrscheinlich einen Konzern (Vers 3). All seine Habe hatte er zum einen durch seine eigene harte Arbeit, aber auch, weil Gott ihn gesegnet hatte (Vers 10).

      Wir lesen, dass er 10 Kinder hat, 7 Söhne und 3 Töchter, ihre Namen werden allerdings nicht genannt – wahrscheinlich, weil sie starben, bevor sie selbst Kinder hatten, dadurch waren die Namen für die späteren Stämme, die Aufteilung des Landes und die Abstammungslinie nicht wichtig.

      Was wissen wir sonst über seine Kinder, wie alt mögen sie gewesen sein?

      Sie waren auf jeden Fall schon erwachsen, denn wir lesen, dass sie jeweils reihum in ihrem eigenen Haus ein Festessen für alle gaben (Vers 4). Ihr Haus war bereits so groß, dass sie eine große Anzahl von Leuten einladen konnten, daher schätzten wir, dass sie so Mitte 20 und älter gewesen sein werden, denn sie hatten es schon zu etwas gebracht.

      Hiob hatte Angst, dass sich seine Kinder gegen Gott versündigt haben könnten, daher brachte er regelmäßig Brandopfer für sie dar. Was für eine Tätigkeit ist das, was er hier ausübt?

      Wir hatten uns am Donnerstag damit beschäftigt, wieso wir „Könige und Priester Gottes sind“ und haben gelernt, dass ein Priester mehrere Aufgaben im alten Israel hatte:
      ⁃ Er brachte Sühnopfer dar
      ⁃ Er belehrte die Menschen über Gott und seine Gebote
      ⁃ Er betete für andere, legte Fürsprache für sie ein
      Wir sehen, dass Hiob hier als Priester seines Hauses, seiner Familie, amtete

      Was ist unser Job heute als von Jesus eingesetzte Priester? Auch wir erzählen von Gott und erklären Sein Wort und wir legen Fürsprache für andere ein, indem wir für sie beten. Nicht nur, wenn wir sehen, dass sie von ihren Problemen erdrückt werden, sondern ganz besonders wenn wir sehen, dass sie vom rechten Weg abkommen und Dinge tun, die sich mit Gottes Willen für uns nicht vereinbaren lassen.
      Als nächstes lesen wir die Verse 6 bis 12 und sehen in den Himmel, der jetzt hier für uns geöffnet wird, damit wir einen Blick hinein werfen können:

      Wir sind Zeuge bei einem Streitgespräch zwischen Jehova und Satan. Wissen wir eigentlich, was der Name Satan bedeutet? Wir erinnern uns, dass die hebräischen Namen immer eine Bedeutung haben: Satan bedeutet „der Ankläger“. Er ist derjenige, der uns bei Gericht gegenüber sitzt. Unser Anwalt verteidigt uns und der Staatsanwalt klagt uns an. Satan ist derjenige, der uns bei Gott anklagt. Wir bekommen hier ein sehr eindeutiges und klares Bild davon.

      der Ankläger

      Aber warum ist dieser Ankläger eigentlich im Himmel bei Jehova? Hatte er Langeweile? Warum hat so ein Typ kein Hausverbot im Himmel? Was will er bei Gott?

      Jehova selbst hatte zu einem Treffen eingeladen und alle Geistwesen sind hier anwesend, und dadurch natürlich auch Satan. Vielleicht müssen sie sich vor Gott rechtfertigen für das was sie getan oder nicht getan haben und höchstwahrscheinlich bekommen sie hier auch ihre Aufträge.

      Was sagt der Ankläger hier und gilt dies nur für Hiob oder auch für uns Heute?

      „»Überrascht dich das?«, fragte der Satan. »Er tut’s doch nicht umsonst! Du hast ihn, seine Familie und seinen ganzen Besitz stets bewahrt. Seine Arbeit war erfolgreich, und seine Herden haben sich gewaltig vermehrt. Aber – versuch es doch einmal und lass ihn Hab und Gut verlieren, dann wird er dich ganz sicher vor allen Leuten verfluchen.«“
      ‭‭Hiob‬ ‭1:9-11‬ ‭HFA‬‬

      Satan wirft Hiob vor, dass er Jehova nur aus Eigennutz dient – daher auch die Frage ganz zu Anfang, warum wir eigentlich Gott dienen. Denn es betrifft eigentlich auch heute noch jeden von uns.

      Jehova ist stolz auf Hiob, er sagt „es gibt keinen wie ihn…“. Daher muss es die Zeit gewesen sein, als die Israeliten in Ägypten im Land Gosen wohnten, sonst hätte Jehova hier auch Abraham, Isaak, Jakob und Joseph erwähnt, wenn diese noch gelebt hätten (oder Mose und Aaron, wenn diese bereits schon gelebt hätten).

      Satan macht dies wütend, denn er will selbst angebetet werden, dies war schon im Garten Eden so, deshalb verführte er auch Adam und Eva, sich von Gott loszusagen. Seinerzeit sagte er schon, dass Gott ihnen etwas Bedeutendes vorenthalten würde, er appelierte an ihre Selbstsucht und es hat ja auch funktioniert (1. Mose Kapitel 3). Von Hiob denkt er ebenso und daher wirft er es Jehova ins Gesicht: „Hiob macht das alles ja nur aus reiner Selbstsucht“. (Mich machen diese beiden Kapitel von Hiob immer wieder wütend, dass er so mit unserem liebevollen Schöpfer spricht, empört mich immer wieder).

      Aber achten wir mal beim Lesen genau darauf, wer seine Hand gegen Hiob ausstrecken soll: Satan will, dass Jehova es tut, aber das wird kathegorisch abgelehnt, das muss der Ankläger schon selbst tun (Vers 11). Jehova sagt im Prinzip: „ich mache das nicht, das musst du schon selbst tun“ und Satan legt sofort los?.
      Wir lesen die Verse 13 bis 19:

      Bisher war Hiob also sehr von Jehova gesegnet, alles, was er tat, gelang. Nun wendet sich das Blatt und 4 Boten kommen mit einer „Hiobsbotschaft“. Was passiert?

      Hiobsbotschaften

      Als erstes wird ihm fast sein ganzes Vieh „geklaut“, er verliert seinen Reichtum von jetzt auf gleich (Verse 14-15).

      Als nächstes verliert er „durch Feuer vom Himmel“ alles weiteres Vieh und seine Angestellten (Vers 16). Vielleicht handelte es sich dabei um ein Feuer, das durch einen Blitz verursacht worden war.

      Kaum hat er diese Nachricht vernommen, kommt schon der nächste Bote und teilt mit, dass auch alles restliche Vieh und alle anderen Hirten und Angestellten bei einem Überfall ums Leben kamen (Vers 17).

      Dies ist keine leichte Sache, es geht nicht nur um das Materielle, denn er hat mit seinen Angestellten eng zusammen gearbeitet, da hatten sich bestimmt Beziehungen aufgebaut und so kommt hier auch noch die Trauer um lieb gewordene Menschen mit hinzu.

      Als letztes, als der 4. Bote eintrifft, erfährt er, dass alle seine Kinder, die bei einem ihrer gewohnten Festmähler saßen, dass sie alle zu Tode gekommen sind (Verse 18-19). Das Dach war eingestürzt, wahrscheinlich durch ein Erdbeben!

      Das ist ziemlich perfide, denn durch „den Blitz vom Himmel“ und durch „den starken Wind“ – vielleicht ein Tornado – dadurch dass das Leid durch Naturgewalten hervorgerufen wird, entsteht der Eindruck, als habe der Schöpfer, der Allmächtige Gott, hier seine Finger mit im Spiel. Das ist sicherlich vom Satan auch genau so beabsichtigt *grummel. Er geht hier wirklich „gut“ geplant vor…

      Wie reagieren wir, wenn wir von jemanden hören, dem großes Unheil widerfährt? „Oh Gott!“

      Wie reagiert Hiob?

      „Da stand Hiob auf, zerriss sein Obergewand und schor sich den Kopf.“
      ‭‭Hiob‬ ‭1:20‬ ‭HFA‬‬

      Hiob trauert um seine Kinder, eine völlig normale Reaktion! Aber macht er Gott Vorwürfe?

      „Obwohl dieses Leid über ihn hereinbrach, versündigte Hiob sich nicht. Kein böses Wort gegen Gott kam über seine Lippen.“
      ‭‭Hiob‬ ‭1:22‬ ‭HFA‬‬

      Er sagt auch „Gott hat gegeben und Gott hat genommen“ (Vers 21).

      Inwiefern hatte Gott gegeben? Er hatte all seinen Reichtum nicht nur mit seiner eigenen fleißigen Arbeit erwirtschaftet, sondern Gott hatte es gesegnet. Zudem hatte er Gesundheit und Körperliche Kraft, ebenso wie die Fähigkeit, gut wirtschaften zu können, als Gabe von Gott erhalten. Insofern hatte Gott gegeben.

      Aber inwiefern hatte Gott genommen? War das nicht der Teufel, der seine Hand gegen ihn ausstreckte? Was hatte denn Jehova damit zu tun?

      Ausgeführt hatte es der Teufel, aber Gott hatte es zugelassen, ohne seine Zulassung wäre das nicht gegangen (Verse 21 und 12). In einem der Kommentare, die ich zur Zeit lese, wird gesagt: „der Teufel ist wie ein Hofhund an einer langen Kette. Er kommt nur soweit ihn die Kette lässt“. In gewissem Sinne ist der Satan auch bei Jehova an der langen Kette, er kann nur das tun, was dieser auch zulässt. Aber das erfahren wir im nächsten Kapitel etwas näher.

      Wo hatte Jehova bereits schon mal etwas genommen oder gesagt „gib es mir jetzt“?

      Wir denken hier an Abraham und Isaak: als Jehova ihn auffordert, den geliebten Sohn zu opfern, auf den er fast 25 Jahre gewartet hatte und den er nur durch ein Wunder von Jehova erhalten hatte. Abraham war dazu bereit, glücklicherweise hielt Gottes Engel ihn auf, Jehova reichte es aus, die Bereitschaft zu sehen (1. Mose Kapitel 22).

      Auch als Joseph von seinen Brüdern überfallen und nach Ägypten in die Sklaverei verkauft wurde, ließ Jehova es zu, er griff nicht ein, obwohl er es hätte tun können. Erst am Ende der Geschichte verstehen wir, warum er es zugelassen hatte und was er bewirkt hat dadurch.

      Obwohl Hiob nicht versteht, warum Gott dies alles geschehen lässt, hält er weiterhin an Jehova fest, ebenso wie Joseph auch weiterhin Gott angebetet und gepriesen hatte…

      Weiter geht es mit Kapitel 2

      Wieder dürfen wir einen Blick in den Himmel werfen und haben beim Lesen ein dejavue:

      In den Versen 1 bis 6 lesen wir, dass Satan mächtig unzufrieden ist. Er ist genervt, dass Hiob trotz allem noch an Jehova festhält. Er will noch einen draufsetzen und Hiobs Gesundheit angreifen. Jehova lässt ihn – wie beim ersten Mal auch.

      Was können wir für uns heute daraus lernen?

      Haben wir bemerkt, dass der Teufel erst noch mal fragen muss, dass er weiter machen darf? (Vers 5), und wieder wäre es ihm am liebsten, wenn Jehova Hiobs Gesundheit angreifen würde. Aber auch diesmal lässt sich Jehova nicht darauf ein. Er sagt „wenn es schon sein muss, dann mach es gefälligst selbst“ (frei nach Pape).

      Ist es nicht höchst interessant, dass Satan erst um Erlaubnis fragen muss, bevor er uns angreifen darf? Er ist wie ein Hofhund an einer langen Kette – er kommt nur soweit, wie die Kette reicht und ihn lässt. Ob ihn das nicht total wütend macht??

      Wir lesen weiter die Verse 7 bis 10:

      Nun wird der arme Hiob also weiter geprüft. Zuerst bekommt er eine unangenehme, schmerzhafte Krankheit, die ihn demütigt und auch ausgrenzt und dann kommt noch seine Frau und sagt, er solle besser „Gott fluchen“ und sterben.

      Warum jetzt? Warum kommt die Frau erst jetzt?

      Zum einen ist es das letzte Mittel, das Satan noch hat, ein verzweifelter letzter Versuch. Aber am wichtigsten ist, dass er es vorher nicht durfte!

      Erinnern wir uns, was Jehova ihm beim ersten Mal erlaubt hatte?:
      „Aber – versuch es doch einmal und lass ihn Hab und Gut verlieren, dann wird er dich ganz sicher vor allen Leuten verfluchen.« »Gut«, sagte der Herr, »mach mit seinem Besitz, was du willst, nur ihn selbst taste nicht an!« So verließ der Satan die Gegenwart des Herrn.“
      ‭‭Hiob‬ ‭1:11-12‬ ‭HFA‬‬

      Er durfte nur das wegnehmen, was Hiob gehörte. Was gehört alles dazu? Seine Habe, sein Vieh, seine Angestellten (Sklaven) und auch seine Kinder.

      Was ist mit der Ehefrau – gehört sie denn nicht auch ihm?

      Was sagt denn Gott, als er die erste Ehe im Garten Eden schloss?:
      „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.“
      ‭‭1. Mose‬ ‭2:24‬ ‭ELB‬‬

      Leider übersetzen die anderen Übersetzungen wie „Hoffnung für Alle“ und „Neue Bibel Heute“ es nicht entsprechend. Umso erfreulicher finde ich die Formulierung dieses Verses in der Volxbibel: „Darum ist das jetzt so, dass ein Mann irgendwann seinen Vater und seine Mutter verlässt und mit einer Frau zusammenzieht. Die beiden werden dann ganz fest zusammenwachsen, sie werden wie ein Mensch sein.“

      Also „gehörte“ die Frau Hiob oder „zu“ Hiob?

      Hier wird ganz klar gesagt, dass sie „ein Fleisch“, etwa wie siamesische Zwillinge sein würden, wobei das ja auch eher zwei Persönlichkeiten in einem Körper sind. In der Volxbibel gefällt mir der Gedanke, dass sie „eine Person“ sein würden. Wenn Satan also seine Frau angreift, greift er in Wirklichkeit Hiobs Leib an. Das war dem Satan beim ersten mal noch nicht gestattet, Jehova sagte ganz deutlich „nach ihm strecke deine Hand nicht aus“. Interessant, dass Satan sich daran hält ?

      Um noch mal auf die „Geschwüre“ zurück zu kommen: in Europa am bekanntesten ist Syphilis, die solche Symptome hervorruft. Dass er in der Asche sitzt und sich mit einer Scherbe kratzt: hier geht es wohl eher um eine Art „verlängertem Arm“, den man benutzt, um sich an Stellen zu kratzen, wo man sonst so nicht dran kommt.

      Interessant ist auch, wie Hiob auf die Aufforderung seiner Frau reagiert (Vers 10). Er beschimpft sie nicht, sondern sagt „wie…“, („aber ich kenne dich besser“ frei nach Pape). Er sagt also nicht, dass sie dumm und unverständig ist, er greift sie nicht als ganze Person an, sondern nur diesen einen Ausspruch, der war nicht ganz so intelligent

      Liebe Freunde (?)

      Zum Schluss in den Versen 11-13 lesen wir, dass seine Freunde zu Besuch kommen.

      Was sind das für Männer, wo kommen sie her? Wahrscheinlich sind das Nachkommen im weitesten Sinne von Abraham, die er mit seiner 2. Frau Ketura hatte, die aber nicht mehr den reinen Glauben haben, wie seinerzeit Abraham.

      Wir lesen in Vers 12, dass sie ihn zuerst nicht erkennen.

      Kennen wir Personen, die durch ihre Krankheit entstellt sind oder waren? Ich denke da auch an Helga Feddersen, von der ich gehört habe, dass sie mal sehr hübsch gewesen sein solle. Ich persönlich habe noch keine Fotos von dem vorher gesehen, durch ihre Krankheit jedoch war ihr Gesicht hinterher völlig schief.

      Ich erinnere mich, als wir Jenny eine Woche bevor sie in die Klinik kam, gesehen hatten. Ihr Gesicht wirkte fremd für uns und wir hatten lange überlegt, was es war, es war nicht nur, dass sie durch ihre Diät viel Gewicht verloren hatte, es war irgendwas anderes, fremdes und bedrohliches darin. Als wir hörten, dass sie nur eine Woche später als Notfall in die Klinik gekommen und dem Tod nur knapp von der Schippe gesprungen ist, war uns klar, woran es gelegen hatte. Sie war schon länger krank gewesen, hatte kaum geschlafen und fühlte sich nicht gut.

      Bei Hiob wird es ein Zwischending zwischen Schmerzen und Jucken gewesen sein, wahrscheinlich hatte er auch bereits länger nicht mehr geschlafen. Wenn sie ihn als gesunden und dynamischen Mann kannten, ist es verständlich, dass sie über sein Aussehen geschockt sind.

      Sie kommen, um ihm ihr Mitgefühl zu bekunden und ihn zu trösten (Vers 11). Sieben Tage sind sie sprachlos, so betroffen sind sie von dem, was sie sehen. Hiob ist es dann, der in Kapitel 3 das Schweigen bricht…

      Um noch einmal auf das zurück zu kommen, was seine Frau zu ihm sagte: „Fluche Gott..“. Im Urtext steht „segne Gott…“. Warum wird dies dann mit „Fluchen“ übersetzt? Es ist eine negative Form von Segen, so wie wir beim Abschied „Tschüss“ sagen. Hiob sollte Gott „Tschüss“ sagen.
      Tja, soviel zu letztem Mal. Es war doch recht viel, so dass ich einige Tage an der Zusammenfassung gesessen habe, auch weil das ganze Thema die ganze Woche in mir nachgeklungen ist und nicht nur mich weiter beschäftigt hat.

      Wir haben gesehen, dass der Name „Satan“ eigentlich „Ankläger“ bedeutet und dass dies „sein Job ist.“ Er klagt nicht nur Hiob bei Gott an, es betrifft auch uns. Auch uns klagt er bei Gott an, zeigt auf unsere Fehler und beharrt darauf, dass wir IHM nur aus reinem Eigennutz dienen.

      Woher wissen wir dies?

      „Und ich hörte eine laute Stimme in dem Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus gekommen; denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte.“

      ‭‭Offenbarung‬ ‭12:10‬ ‭ELB‬‬
      Nun ist die Woche schon fast wieder rum, wir hatten Kapitel 3 vom Buch Hiob auf unserem Leseplan – Hiob bricht das allgemeine Schweigen. Hier machen wir am Sonntag weiter. Es bleibt also auch weiterhin spannend


      by Jule with no comments yet
    • Nov. 8thGemeinsam durch das Buch Hiob

      Seit Januar 2017 lesen wir im Gottesdienst als Gruppe gemeinsam die Bibel. Wir haben mit dem 1. Buch Mose begonnen und machen jetzt mit dem Buch Hiob weiter, da dies in der Zeit zwischen Josephs Tod und der Geburt von Mose spielte

      Dabei sind einige sehr schöne Gedanken heraus gearbeitet worden. Da sie in der Kategorie absteigend aufgelistet werden und sich dadurch etwas schlechter lesen lassen, hier ein kurzes Inhaltsverzeichnis für euch:

      • Warum dienen wir Gott?
      • Dürfen wir Gott nach dem „Warum?“ Fragen?
      • Nicht die Wahrheit mit der Lüge vermischen
      • Kann man vor Jehova bestehen?
      • …

      by Jule with 2 comments
    • Nov. 8thGemeinsam durch das 1. Buch Mose

      Seit Januar 2017 lesen wir im Gottesdienst als Gruppe gemeinsam die Bibel – wir haben mit dem 1. Buch Mose begonnen – und dabei sind einige sehr schöne Gedanken heraus gearbeitet worden. Da sie in der Kategorie absteigend aufgelistet werden und sich dadurch etwas schlechter lesen lassen, hier ein kurzes Inhaltsverzeichnis für euch:

      • Was es bedeutet, dass wir „das Ebenbild Gottes“ sind
      • Wieso die Kleidung auf die Opfer hinweist  
      • Der Sündenfall
      • Kain und Abel
      • Warum die Flut kommen musste
      • Der Regenbogenbund
      • Nimrod und der Turmbau zu Babel
      • Abram und der Anfang der Juden
      • Abram und Lot
      • Sarai und Hagar
      • Abraham und die Beschneidung 
      • Abrahams Fürbitte und Lot
      • Gott erfüllt Verheißungen, egal wie
      • Isaak und die Auferstehung 
      • Saras Begrabnis und die Auferstehung 
      • Was ist, wenn ich eine Aufgabe bekomme, die mich überfordert?
      • Wenn wir nicht weiter wissen: beten und warten
      • Die Sache mit „der Thronfolge“
      • Isaak und die Brunnen – wie reagieren wir auf Streit?
      • Der Vatersegen – oder: Lauter Betrüger
      • Jakob erkennt Jehova auf eine besondere Weise
      • Jakob legt alles ganz in Jehovas Hände 
      • Unser Vertrauen auf Gott und Geduld 
      • Vertrauen auf Jehova und weniger selbst machen 
      • Jehova entzieht Laban seinen Segen 
      • Laban ist egal, was Gott von ihm will
      • Jakob ringt mit Gott 
      • Jakob und Esau – worauf halte ich meinen Blick gerichtet?
      • Dina und die Sache mit den Gesprächen 
      • Wo sind heute unsere Götzen?
      • Jehova ist immer vertrauenswürdig 
      • Joseph der Träumer 
      • Juda und Tamar, warum dieser Einschub?
      • Von Gott gesegnet – wie sieht das aus?
      • Pharaos Träume
      • Joseph – wird er sich rächen?
      • Vergebung: immer und ohne wenn und aber?
      • Vergebung und vertrauensvolles Warten auf Gott
      • Jakob – Treue, Glaube und Loyalität, obwohl es nicht immer gut läuft 
      • Jehova lässt Jakob sehen, was in Zukunft geschehen wird
      • Joseph hatte ein gutes und erfülltes Leben 

      Nachdem wir das 1. Buch Mose zu Ende gelesen haben, geht es weiter mit dem Buch Hiob. Warum?

      Wir erinnern uns an die Prophezeiung, die Gott Abraham gab, als er ihm das verheißene Land zusagte und dass sich Nationen wegen seines Glaubens segnen würden. In diesem Zusammenhang sprach er davon, dass das Volk Israel 400 Jahre als Fremdlinge in einem anderen Land unterdrückt würde (1. Mose 15:13-14).

      Nachdem Joseph seine Familie nachgeholt hatte, befand sich also das komplette Volk Israel in Ägypten und die 400 Jahre der Fremdlingsschaft haben begonnen. Es ist also ein sehr großer Zeitsprung zwischen Josephs Tod, von dem wir in 1. Mose Kapitel 50 lesen und der Geburt von Mose, von der wir im 2. Mose Kapitel 1 lesen.

      Das, was wir im Bibelbuch Hiob lesen, ist irgendwann in der Zwischenzeit passiert. Daher lesen wir dies zuerst, bevor es für uns mit dem 2. Buch Mose weiter geht. So ist es für uns auch nachher viel greifbarer, dass viel Zeit dazwischen ist und nicht Mose fast direkt nach Joseph geboren wird?


      by Jule with no comments yet
    • Nov. 8thGemeinsam durch die Offenbarung

      Seit Oktober 2017 lesen wir als Gruppe gemeinsam die Offenbarung und dabei sind bereits einige sehr schöne Gedanken heraus gearbeitet worden. Da sie in der Kategorie absteigend aufgelistet werden und sich dadurch etwas schlechter lesen lassen, hier ein kurzes Inhaltsverzeichnis für euch:

      Kapitel 1

      • Wer ist dieser Johannes?
      • Wer oder was ist Gott?
      • Die Offenbarung „des Johannes“
      • Offenbarung 1:1-3 kurze Zusammenfassung
      • Warum heißt es hier „bald“?
      • Warum sind wir glücklich, wenn wir „laut lesen“?
      • Was ist ein „Märtyrer“?
      • Offenbarung 1:4-6 kurze Zusammenfassung
      • An wen richtet sich eigentlich die Offenbarung?
      • Wer redet hier zu uns?
      • Wer regiert eigentlich heute die Welt?
      • Inwiefern werden wir „zu einem Königtum und Priestern“?
      • Alle werden ihn kommen sehen
      • Offenbarung 1:4-8 Kurz zusammengefasst
      • Was macht er auf der Insel Patmos?
      • Was der der Tag des Herrn?
      • Die Posaune
      • Nun doch buchstäblich 7 Versammlungen?
      • Offenbarung 1:9-11 kurz zusammengefassrt
      • wer ist der „gleich dem Sohne des Menschen“?
      • Was bedeutet das weiße Gewand?
      • Das Haupt weiß wie Schnee und Füße wie aus Kupfer
      • Wie das Rauschen vieler Wasser
      • Das zweischneidige Schwert aus dem Mund“
      • Warum fällt Johannes nieder„
      • Offenbarung 1:12-17 kurz zusammengefasst
      • Wer spricht hier zu ihm?
      • Die 7 Leuchter
      • Sind hier buchstäbliche Engel gemeint?
      • Wieso dann soviel Unrecht in den Gemeinden?
      • Offenbarung 1:18-20 kurz zusammen gefasst

      Kapitel 2

      • …

      by Jule with no comments yet
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