Danke an Achim, Gaby, Marion und Samuel fürs Kommen
Der wichtige Hauptgedanke war heute, was für ein Glaube genau das war, der Abraham als Gerechtigkeit angerechnet wurde
Hierbei ging es nicht darum, dass er glaubte, dass Jehova der Schöpfer ist. Denn „das glauben auch sue Dämonen und schaudern“.
Bei diesem Glauben geht es darum, dass Abraham wie seinerzeit Abel glaubte, dass er ein Sünder ist und dass er einen Erlöser braucht, der als Mittler dafür sorgt, dass wir uns Jehova ohne Furcht nähen können.
Es geht um die Prophezeiung aus 1. Mose 3:15, um den Samen
Und natürlich ging es auch noch einmal um den Gedanken, dass Jehova uns kennt und liebt. Da ER außerhalb von Raum und Zeit ist, weiss er nicht nur, was wir getan haben und gerade tun, sondern auch, was wir noch tun werden (ähnlich wie wenn wir ein Video von einem Fußballspiel sehen mit jemanden, der das noch nicht gesehen hat. Wir kennen schon den Ausgang, ohne dass wir jetzt noch beeinflussen könnten, wie es ausgeht). Jehova liebt uns trotzdem .
Ein wichtiger Gedanke
by Jule with 1 commentHeute ging es im Buch Ruth weiter, dieses Mal mit Kapitel 2
Kurze Zusammenfassung von Kapitel 1
Letzte Woche haben wir von einem Ehepaar gelesen, das während einer Hungersnot Israel mit ihren minderjährigen Söhnen verlässt, um in Moab ihre Familie versorgen zu können. Der Mann stirbt, die Söhne heiraten Moabiterinnen und dann sterben auch diese und lassen Mutter und Frauen kinderlos zurück.
Noomi hört davon, dass es in Israel wieder ausreichend Nahrung gibt und was hält sie noch in Moab? Die Schwiegertöchter standen nun vor der Entscheidung ob sie im Land bleiben und Kinder und Familie haben, oder für die Schwiegermutter sorgen.
Letztendlich geht Ruth mit Noomi nach Israel
Als sie dort ankommen, sagt Noomi zu den Frauen des Landes „Voll bin ich ausgegangen und leer wieder hergekommen“ – mit voll waren die Kinder gemeint, die nun tot sind. Sie sagt, „Ich bin ausgegangen“ – es war also ihre eigene Entscheidung, sie ist nicht einfach nur mitgegangen, weil der Mann es so wollte (sie übernahm selbst die Verantwortung, sie gab nicht anderen die Schuld)
Boas und das Gesetz der Nachlese
Heute lesen wir im Kapitel 2 von der Begegnung von Ruth mit Boas. Wer ist dieser Boas, von dem wir heute so viel hören werden? Er war Verwandtschaft von Elimelech, sehr einflussreich und wohlhabend und aus der gleichen Sippe, seine Uroma war Rahab, die die Kundschafter in Jericho versteckt hatte (Josua 2 und 6, Matthäus 1:5)
Wir lesen das zweite Kapitel von Ruth
Ruth will aufs Feld, um durch die Nachlese für sich und Noomi zu sorgen. Wir befinden uns zur Zeit der Gerstenernte, das ist so um die Zeit des Passahs herum
Ruth kennt das Gesetz von Israel und weiß, dass für die Armen die Nachlese erlaubt ist. Diese Nachlese ist nicht wie Hartz4 oder die Tafeln:
Laut Gesetz ist jeder, der ein größeres Feld hat, verpflichtet, die Ränder stehen zu lassen und nicht zu ernten.
Dies ist besser als die heutigen Sozialleistungen, denn Jehova wollte, dass die Leute, die gesund sind, arbeiten. Denn wer ging jetzt auf das Feld? Ruth ging zur Ernte, Noomi blieb zu Hause (Vers 18, sie bringt ungefähr zwei 20Liter Eimer Gerste mit nach Hause)
Die Wahl des Feldes – Zufall oder Vorsehung?
Auf welches Feld geht Ruth? Auf das von Boas (Vers 3), der Begriff „es traf sich“ kommt relativ selten in der Bibel vor – hebräisches Wort bedeutet, dass Gott dafür gesorgt hat
In hebräischer Bibel steht „Zufall“ und dann geht es weiter mit „und siehe“ …. Gott selbst hatte dafür gesorgt
Arnold Fruchtenbaum sagt in seinem Kommentar „Richter und Ruth dazu:
„Das Hebräische ist hier ziemlich einzigartig: „Sie traf zufällig auf den Acker des Boas“. Der Ausdruck findet sich nur in Prediger 2,14-15 wieder.Aus menschlicher Sicht bedeutet die Formulierung, dass es sich um einen einfachen Glücksfall handelte: Sie „stieß zufällig“ auf das Feld. Der Ausdruck unterstreicht, dass sie die volle Bedeutung ihres Tuns nicht verstand. Sie kannte die Leute nicht, sie kannte den Besitzer des Feldes nicht; sie kam rein zufällig auf ein Feld und bearbeitete einen bestimmten Teil des Feldes, der Boas gehörte. Aber das ist die menschliche Perspektive.
Aus göttlicher Sicht war das alles göttliche Vorsehung. Es weist auf die Wahrheit hin, dass nicht der Mensch die Ereignisse steuert, sondern dass die Hand Gottes hinter ihnen steht; er führt seine eigenen Absichten aus. Die Tatsache, dass Rut auf dieses Feld kam und auf kein anderes, sollte zu ihrer Bekanntschaft mit Boas und ihrer anschließenden Heirat und allem, was damit zusammenhing, führen, einschließlich der Tatsache, dass dies zur Geburt von König David führte.
Was in Rut 2,3 zunächst wie ein Zufall aussah, war die Hand Gottes, die die Weichen für das Kommen Davids und letztlich für das Kommen des Messias stellte. Um den göttlichen Plan zu erfüllen[…]“
Auszug aus Richter und Ruth Arnold Fruchtenbaum„
Der Gruß des Boas unterscheidet sich vom gewöhnlichen „Schalom“ (Friede sei mit euch), er sagt „Jehova sei mit euch“, „Jehova segne dich“
In Richter hatten sich die meisten vom Volk Israel von Jehova weg bewegt, Boas gehörte zu den wenigen, die noch zu IHM riefen
Wir sehen immer wieder, dass es zu jeder in der Bibel Einzelne gibt, die weiterhin Jehova anhängen
Warum fällt Ruth ihm auf? Ist es die Kleidung, die ihm ins Auge sticht?
Ruth ist ausgesprochen fleißig und auch ein wenig kess, denn sie wartet nicht erst, bis die Schnitter komplett fertig sind, sondern geht direkt hinter ihnen her, sie hatte sich zuvor beim Knecht die Erlaubnis dafür geholt (Vers 7)
Nach mosaischem Gesetz sollte erst gesammelt werden, wenn die Schnitter fertig sind
Der Knecht erwähnt dies und auch, dass sie seit dem Morgen ununterbrochen am Arbeiten war, sogar ohne Pause zu machen Warum?
Die Erntezeit ist ja nur kurz und sie muss ja für zwei Leute bis zur nächsten Ernte sammeln
Wie reagiert Boas, rügt er sie?
Er ist beeindruckt und gewährt ihr größere Vorrechte
Er hatte bereits nachgefragt, wer sie ist, und wusste daher, dass sie die Schwiegertochter von Noomi ist, daher wusste er auch, dass er einer der Rückkäufer ist
Warum behandelt er sie bevorzugt?
In Vers 11 und 12 lesen wir, warum, er sie weiter aufs Feld lässt
Er hatte mitbekommen, dass sie eine Ausländerin ist, die Zuflucht bei Jehova gesucht hatte und da er selbst das Kind einer nichtJüdin war, wusste er, welche Problem das mit sich bringt
In Vers 12 lesen wir, dass er sie segnet und ihr Jehovas Lohn wünscht
Der erste, der von dem wir lesen, dass er von Jehova gesegnet wurde, ist Abraham, dem Jehova Segen verpricht, wenn er das Land verlässt
„Zuflucht unter den Flügeln Jehovas“
„Jehova vergelte dir dein Tun, und voll sei dein Lohn von Jehova, dem Gott Israels, unter dessen Flügeln Zuflucht zu suchen du gekommen bist!“
RUT 2:12
In Vers 12 spricht er vom Zuflucht unter den Flügeln Jehovas , dies erinnert an das Bild, „wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel scharrt“ – ähnliches sagt Jesus, als er auf dem Ölberg zu seinen Jüngern spricht:
„»Jerusalem! … Wie oft schon wollte ich deine Bewohner um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt! Aber ihr habt es nicht gewollt.“
Matthäus 23:37 HFA
Jesus ist derjenige, unter dessen Flügeln man Zuflucht finden kann, daher ist der Ausdruck, den Boas hier benutzt, sehr interessant, denn er deutet schon darauf hin, dass Ruth doch Kinder bekommen wird
Boas bevorzugt sie und lässt extra aus den Bündeln mehrere Halme heraus ziehen – warum?
Er sagt, Jehova möge sie segnen und erweist sich gleichzeitig als Werkzeug Jehovas, damit dieser sie segnen kann
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, uns noch einmal vor Augen zu führen, was genau eigentlich ein Segen von Jehova ist und was nicht
Segen ist ein übergroßer Lohn für geleistete Arbeit
Wenn Ruth nicht losgegangen wäre, hätte sie an diesem Tag nichts mit nach Hause gebracht und sie und Noomi hätten somit auch nix zu essen gehabt
Wenn sie ohne Jehova raus gegangen wäre, hätte sie nur das Nötigste gehabt. Mit Jehova bekommt sie überreich
„Wer andere segnet, wird seinerseits von Jehova gesegnet“
Wie reagiert Noomi, als Ruth nach Hause kommt? Sie ist erstaunt über die Menge, und warum ihnen Jehova eigentlich so viel Gutes tut. In den Versen 19 und 20 sehen wir, dass Noomi begreift, dass Jehova gewirkt hat. „Es ist ein Segen von Jehova und weil Boas uns gesegnet hat, soll auch er von Jehova gesegnet sein“
Boas hat 15kg von seiner Ernte verschenkt und Noomi sagt, dass Jehova diesen segnen möge, damit dieser mehr von Jehova ernten möge, weil er das getan hat
Noomi weiß, dass Jehova denjenigen der gibt, mit mehr Ernte segnen würde
Wahrscheinlich hatte Ruth das zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden
Am Ende von Kapitel 1 war Noomi „depressiv“, es ging ihr so schlecht, dass sie nicht mit Ruth raus zur Ernte gehen konnte. Nun sehen wir an ihren Worten, dass sie durch die mitgebrachte Ernte von Ruth komplett aufblüht, da sie den Segen Jehovas darin erkennt
In Vers 20 sagt Noomi, dass Jehovas Güte auch von den Toten nicht abgelassen hat – in der HfA heißt es hier dass „der Name unserer Männer nicht vergessen wird“, evtl dachte sie dabei schon an die Schwagerehe, zumindest wusste sie, dass alles wieder gut wird, es jetzt irgendeine Möglichkeit geben wird, ihr Land wieder zurück zu bekommen
Zum Schluss lesen wir in Vers 23, dass Ruth die komplette Erntezeit wie verrückt auf den Feldern von Boas arbeitet, um so Vorräte bis zur nächsten Ernte zu sammeln
Noomi konnte ja nicht mehr für sich selbst sorgen und so arbeitete Ruth für beide, um auch Noomi zu versorgen. Sie liess sogar von dem guten Essen des Boas einen Teil für die Schwiegermutter über
So kann man auch sehen, wie der Glaube wirkt
Wenn wir uns selbst in den dunkelsten Momenten nicht von Jehova abwenden, wird alles gut
Boas war ein reicher Mann und teilt sein Vermögen mit anderen, in dem Glauben, dass Jehova ihm das zurück geben wird
Hier lesen wir dann nächsten Sonntag in Kapitel 3 weiter
Wir wünschen euch noch einen schönen Tag und eine gesegnete Woche 😘
by Jule with no comments yetWie reagiert Noomi, als Ruth nach Hause kommt? Sie ist erstaunt über die Menge, und warum ihnen Jehova eigentlich so viel Gutes tut. In den Versen 19 und 20 sehen wir, dass Noomi begreift, dass Jehova gewirkt hat. „Es ist ein Segen von Jehova und weil Boas uns gesegnet hat, soll auch er von Jehova gesegnet sein“
Boas hat 15kg von seiner Ernte verschenkt und Noomi sagt, dass Jehova diesen segnen möge, damit dieser mehr von Jehova ernten möge, weil er das getan hat
Noomi weiß, dass Jehova denjenigen der gibt, mit mehr Ernte segnen würde
Wahrscheinlich hatte Ruth das zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden
Am Ende von Kapitel 1 war Noomi „depressiv“, es ging ihr so schlecht, dass sie nicht mit Ruth raus zur Ernte gehen konnte. Nun sehen wir an ihren Worten, dass sie durch die mitgebrachte Ernte von Ruth komplett aufblüht, da sie den Segen Jehovas darin erkennt
In Vers 20 sagt Noomi, dass Jehovas Güte auch von den Toten nicht abgelassen hat – in der HfA heißt es hier dass „der Name unserer Männer nicht vergessen wird“, evtl dachte sie dabei schon an die Schwagerehe, zumindest wusste sie, dass alles wieder gut wird, es jetzt irgendeine Möglichkeit geben wird, ihr Land wieder zurück zu bekommen
Zum Schluss lesen wir in Vers 23, dass Ruth die komplette Erntezeit wie verrückt auf den Feldern von Boas arbeitet, um so Vorräte bis zur nächsten Ernte zu sammeln
Noomi konnte ja nicht mehr für sich selbst sorgen und so arbeitete Ruth für beide, um auch Noomi zu versorgen. Sie liess sogar von dem guten Essen des Boas einen Teil für die Schwiegermutter über
So kann man auch sehen, wie der Glaube wirkt
Wenn wir uns selbst in den dunkelsten Momenten nicht von Jehova abwenden, wird alles gut
Boas war ein reicher Mann und teilt sein Vermögen mit anderen, in dem Glauben, dass Jehova ihm das zurück geben wird
Hier lesen wir dann nächsten Sonntag in Kapitel 3 weiter
Wir wünschen euch noch einen schönen Tag und eine gesegnete Woche 😘
by Jule with no comments yetWas genau ein Segen ist
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, uns noch einmal vor Augen zu führen, was genau eigentlich ein Segen von Jehova ist und was nicht
Segen ist ein übergroßer Lohn für geleistete Arbeit
Wenn Ruth nicht losgegangen wäre, hätte sie an diesem Tag nichts mit nach Hause gebracht und sie und Noomi hätten somit auch nix zu essen gehabt
Wenn sie ohne Jehova raus gegangen wäre, hätte sie nur das Nötigste gehabt. Mit Jehova bekommt sie überreich
Ebenso bedeutet der „Fluch“ Jehivas nicht, dass er uns böses tut, sondern lediglich, dass er seine Hand zurückzieht und wir die Dinge alleine tun müssen – und damit kommen wir eben nicht weit 😉
by Jule with no comments yet„Jehova vergelte dir dein Tun, und voll sei dein Lohn von Jehova, dem Gott Israels, unter dessen Flügeln Zuflucht zu suchen du gekommen bist!“
RUT 2:12
In Vers 12 spricht er vom Zuflucht unter den Flügeln Jehovas , dies erinnert an das Bild, „wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel scharrt“ – ähnliches sagt Jesus, als er auf dem Ölberg zu seinen Jüngern spricht:
„»Jerusalem! … Wie oft schon wollte ich deine Bewohner um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt! Aber ihr habt es nicht gewollt.“
Matthäus 23:37 HFA
Jesus ist derjenige, unter dessen Flügeln man Zuflucht finden kann, daher ist der Ausdruck, den Boas hier benutzt, sehr interessant, denn er deutet schon darauf hin, dass Ruth doch Kinder bekommen wird
Boas bevorzugt sie und lässt extra aus den Bündeln mehrere Halme heraus ziehen – warum?
Er sagt, Jehova möge sie segnen und erweist sich gleichzeitig als Werkzeug Jehovas, damit dieser sie segnen kann
by Jule with no comments yetDie Einstellung des Boas
Der Gruß des Boas unterscheidet sich vom gewöhnlichen „Schalom“ (Friede sei mit euch), er sagt „Jehova sei mit euch“, „Jehova segne dich“
In Richter hatten sich die meisten vom Volk Israel von Jehova weg bewegt, Boas gehörte zu den wenigen, die noch zu IHM riefen
Wir sehen immer wieder, dass es zu jeder in der Bibel Einzelne gibt, die weiterhin Jehova anhängen
Warum fällt Ruth ihm auf? Ist es die Kleidung, die ihm ins Auge sticht?
Ruth ist ausgesprochen fleißig und auch ein wenig kess, denn sie wartet nicht erst, bis die Schnitter komplett fertig sind, sondern geht direkt hinter ihnen her, sie hatte sich zuvor beim Knecht die Erlaubnis dafür geholt (Vers 7)
Nach mosaischem Gesetz sollte erst gesammelt werden, wenn die Schnitter fertig sind
Der Knecht erwähnt dies und auch, dass sie seit dem Morgen ununterbrochen am Arbeiten war, sogar ohne Pause zu machen Warum?
Die Erntezeit ist ja nur kurz und sie muss ja für zwei Leute bis zur nächsten Ernte sammeln
Wie reagiert Boas, rügt er sie?
Er ist beeindruckt und gewährt ihr größere Vorrechte
Er hatte bereits nachgefragt, wer sie ist, und wusste daher, dass sie die Schwiegertochter von Noomi ist, daher wusste er auch, dass er einer der Rückkäufer ist
Warum behandelt er sie bevorzugt?
In Vers 11 und 12 lesen wir, warum, er sie weiter aufs Feld lässt
Er hatte mitbekommen, dass sie eine Ausländerin ist, die Zuflucht bei Jehova gesucht hatte und da er selbst das Kind einer nichtJüdin war, wusste er, welche Problem das mit sich bringt
In Vers 12 lesen wir, dass er sie segnet und ihr Jehovas Lohn wünscht
Der erste, der von dem wir lesen, dass er von Jehova gesegnet wurde, ist Abraham, dem Jehova Segen verpricht, wenn er das Land verlässt
by Jule with no comments yetDie Wahl des Feldes – Zufall oder Vorsehung?
Auf welches Feld geht Ruth? Auf das von Boas (Vers 3), der Begriff „es traf sich“ kommt relativ selten in der Bibel vor – hebräisches Wort bedeutet, dass Gott dafür gesorgt hat
In hebräischer Bibel steht „Zufall“ und dann geht es weiter mit „und siehe“ …. Gott selbst hatte dafür gesorgt
Boas und das Gesetz der Nachlese
Heute lesen wir im Kapitel 2 von der Begegnung von Ruth mit Boas. Wer ist dieser Boas, von dem wir heute so viel hören werden? Er war Verwandtschaft von Elimelech, sehr einflussreich und wohlhabend und aus der gleichen Sippe, seine Uroma war Rahab, die die Kundschafter in Jericho versteckt hatte (Josua 2 und 6, Matthäus 1:5)
Wir lesen das zweite Kapitel von Ruth
Ruth will aufs Feld, um durch die Nachlese für sich und Noomi zu sorgen. Wir befinden uns zur Zeit der Gerstenernte, das ist so um die Zeit des Passahs herum
Ruth kennt das Gesetz von Israel und weiß, dass für die Armen die Nachlese erlaubt ist. Diese Nachlese ist nicht wie Hartz4 oder die Tafeln:
Laut Gesetz ist jeder, der ein größeres Feld hat, verpflichtet, die Ränder stehen zu lassen und nicht zu ernten.
Dies ist besser als die heutigen Sozialleistungen, denn Jehova wollte, dass die Leute, die gesund sind, arbeiten. Denn wer ging jetzt auf das Feld? Ruth ging zur Ernte, Noomi blieb zu Hause (Vers 18, sie bringt ungefähr zwei 20Liter Eimer Gerste mit nach Hause)
by Jule with no comments yetHeute ging es im Buch Ruth weiter, dieses Mal mit Kapitel 2
Kurze Zusammenfassung von Kapitel 1
Letzte Woche haben wir von einem Ehepaar gelesen, das während einer Hungersnot Israel mit ihren minderjährigen Söhnen verlässt, um in Moab ihre Familie versorgen zu können. Der Mann stirbt, die Söhne heiraten Moabiterinnen und dann sterben auch diese und lassen Mutter und Frauen kinderlos zurück.
Noomi hört davon, dass es in Israel wieder ausreichend Nahrung gibt und was hält sie noch in Moab? Die Schwiegertöchter standen nun vor der Entscheidung ob sie im Land bleiben und Kinder und Familie haben, oder für die Schwiegermutter sorgen.
Letztendlich geht Ruth mit Noomi nach Israel
Als sie dort ankommen, sagt Noomi zu den Frauen des Landes „Voll bin ich ausgegangen und leer wieder hergekommen“ – mit voll waren die Kinder gemeint, die nun tot sind. Sie sagt, „Ich bin ausgegangen“ – es war also ihre eigene Entscheidung, sie ist nicht einfach nur mitgegangen, weil der Mann es so wollte (sie übernahm selbst die Verantwortung, sie gab nicht anderen die Schuld)
by Jule with no comments yet
Heute ging es im Bibelgrundkurs um Abram (1. Mose 11 – 13)
Ein Grundgedanke zog sich durch alle drei Kapitel, ein Gedanke, auf den wir immer wieder in der Bibel treffen:
Jehova liebt uns, bevor wir irgendetwas tolles getan haben. „ER liebt uns zuerst“ und tut uns Gutes. Daraus entsteht eine Beziehung, Dankbarkeit und Liebe auf unserer Seite und aus dieser Liebe heraus kommt alles andere
Als wir Abram in Kapitel 11 begegnen, lebt er mit seiner Familie in Ur, einer reichen Stadt, wo es in den Häusern schon fließendes warmes Wasser gibt. Er ist zu diesem Zeitpunkt kein Anbeter Jehovas, sie beten noch andere Götter an:
„Dann redete Josua zum Volk: »So spricht der Herr, der Gott Israels: Vor langer Zeit lebten eure Vorfahren auf der anderen Seite des Euphrat: Terach mit seinen Söhnen Abraham und Nahor. Sie verehrten dort andere Götter.“
Josua 24:2 HFA
Dennoch spricht Jehova zu Abram und sagt ihm, er solle aus dem Land ausziehen und gibt ihm gleichzeitig ein Versprechen – Abram selbst hat bis hierhin noch nichts getan, womit er sich dessen als würdig erweist. Es ist die unverdiente Güte Jehovas
Es kam die Frage auf, ob Abram sich das nicht durch irgendeine Wesensart verdient haben könne – denn warum spricht Jehova ausgerechnet diesen Mann an? Waren nicht genug andere Menschen da, die ER hätte fragen oder bitten konnte?
Wir sind es aufgrund unserer Vergangenheit als ZJ gewohnt, beim Lesen der Bibel darauf zu achten, was die erwähnten Personen falsch oder richtig gemacht haben, also ist es für uns ganz klar: Abram war etwas besonderes und darum kam Jehova genau zu diesem Mann
Ist es uns schon einmal in den Sinn gekommen, dass Jehova evtl vorher bereits andere Männer angesprochen hatte – und nur Abram darauf reagiert hat?
Wir leiten beim Lesen immer für uns ab, was wir nun tun müssen oder auf gar keinen Fall tun dürfen. Immerhin ist die Bibel ja für uns so eine Art Ratgeber …
Versuchen wir das Ganze doch einmal mit anderen Augen zu sehen und die Bibel nicht in erster Linie als Ratgeber, sondern als „Geschichte aus Gottes Sicht“
Es geht nicht so sehr darum, was oder wie wir sind – auch wenn wir das so gelernt haben – sondern es geht um Jehova, wie ER ist
Schon sieht das alles ganz anders aus, er ist „der ganz andere“, er ist nicht so, wie wir denken, er ist kein harter und fordernder Gott – er ist ein Gott der Liebe, die Bibel sagt sogar, dass er Liebe ist!
Jehova liebt uns, einfach, weil wir seine Kinder sind. Darin besteht unsere Identität. Wir sind das geliebte Kind Gottes, egal, was wir auch tun mögen
Da wir mit Samuel einen Vater einer kleinen Tochter in der Gruppe hatten, kamen wir schnell auf ein Bild, das jeder verstehen wird:
Die Eltern lieben ihr Kind – auch dann, wenn es sich in die Windeln macht oder so noch einpullert (falls es bereits ohne Windel ist). Klar ist es ärgerlich, wenn die Eltern das Kind umziehen müssen und es vermehrte Wäsche bedeutet – aber es ändert nichts an ihrer Liebe, sie wissen, dass so etwas dazu gehört♥️
Jehova reicht jedem von uns immer wieder seine Hand, wir müssen sie nur ergreifen. Auch wenn dies Jahre dauert, so reicht ER sie uns dennoch ohne Unterlass
Gaby erzählte von Gesprächen mit Menschen, die obdachlos sind, seit Jahren Drogen nehmen und einfach nicht davon los kommen. Sie hatte die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Menschen an Gott glauben und fragte sich, warum sie nicht zu Jehova um Hilfe beten
Eine berechtigte Frage
Ich denke, das hat mit dem Bild zu tun, das sie von Gott haben und gerade darum liegt es uns auch so am Herzen, dieses Bild gerade zu rücken
Ein Obdachloser oder jemand, der Drogen nimmt oder was auch immer – du kannst hier gerne dein eigenes Problem einsetzen – so jemand schämt sich und fühlt sich nicht würdig, sich an den Schöpfer zu wenden —-> denn dieser wird ihn ja sicherlich verurteilen
N E I N !!!!!
Das ist eine Lüge!!!!
Das ist, was der Satan uns einreden will und das ist, was uns manche Menschen einreden wollen. Aber das ist NICHT Jehova!!!!
Er kennt dich, er kennt dein Herz und er kennt auch deinen Mangel, aus dem heraus du diese Dinge tust – und es schmerzt ihn. Nicht so sehr, dass du diese Dinge tust, sondern viel mehr, dass du denkst, es könne ihn so sehr abschrecken, dass du dich nicht mehr in seine Nähe traust
„Hä? Aber hatte er denn nicht auch sein Volk Israel verworfen und sogar in eine 70 jährige Gefangenschaft geschickt?“
„Aber die Bibel sagt doch, dass er Sünde verurteilt und dass man die Menschen an ihren Früchten erkennen würde…?“
Ja, das ist alles richtig. Aber bei dieser Argumentation wird das wichtigste außer Acht gelassen: das Herz und der Beweggrund
Jehova hasst es, wenn wir willentlich sündigen, wenn uns egal ist, wie er darüber denkt
Aber: ER verurteilt keinen Menschen, der bereut, was er getan hat und evtl noch tut, weil es sich zu einer Sucht entwickelt hat. Denken wir hierbei auch an das Gleichnis, das Jesus erzählt von dem Schriftgelehrten und dem Pharisäer: er verurteilt den Pharisäer, der sich voller Stolz an die Brust schlägt, weil er ja alles richtig macht und spricht voller Liebe über den Sünder, der sich schämt mit dieser Sünde vor ihn zu kommen
Die meisten negativen Dinge, die wir tun, tun wir, um den Mangel auszufüllen, der an uns nagt: wir alle sehnen uns nach bedingungsloser Liebe, nach nur einem Menschen, der uns so liebt, wie wir sind, dem wir wichtig sind, dessen Aufmerksamkeit und Anerkennung wir haben. Dies ist ein menschliches Grundbedürfnis, etwas womit wir erschaffen wurden
Auf der Jagt nach dem Glück suchen wir überall, an den unwahrscheinlichsten Orten, wir versuchen diesen Mangel, diese Lücke mit allem möglichen zu füllen: Drogen und Alkohol um zu vergessen, Sex, wechselnde Beziehungen, Reichtum und Macht, um Anerkennung zu bekommen und und und
Und Jehova weiß dies, er kennt uns und den Mangel, der an uns nagt
Wenn ich also zb in meiner Kindheit das Gefühl hatte, dass ich „zu kurz komme“, dass meine Eltern mich nicht lieben, dass ich mir die Anerkennung der Eltern verdienen müsse oder ähnliches, dann ist mein Mangel sehr groß. Ich versuche diesen zu füllen, indem ich auf eigene Faust versuche zu bekommen, was mir fehlt:
Meine Eltern haben mich nicht wichtig genommen, ich hatte das Gefühl, nie genug zu sein?
Manche kompensieren das, indem sie zum Workaholik werden, sie wollen unbedingt Karriere machen oder reich werden, weil sie hoffen, dass sie dann die erhoffte Anerkennung finden. Manche Männer gehen immer wieder fremd, um sich die Anerkennung bei Frauen zu holen und und und
Viele wissen nicht, warum sie dies tun. Ein großer Teil fühlt sich hinterher schlecht, das Gewissen schlägt ihnen, aber sie tun es immer wieder, weil es halt schon zur Sucht geworden ist
Da gibt es diejenigen, die diese Lücke füllen, indem sie in Alkohol und Drogen oder Spielsucht Vergessen suchen
Sie können sich selbst nicht leiden
Ok, nehmen wir mal den Mann, der immer wieder fremd geht. Er kann nicht erwarten, dass seine Frau Verständnis hat und das toleriert, vielleicht verlässt sie ihn sogar
Keine Frage, sein Verhalten ist falsch und es ist auch in Jehovas Augen falsch, wir wollen da nichts beschönigen
Aber: Jehova liebt ihn trotzdem.
Wie der Vater sein 3 jähriges Kind liebt, das zwar schon trocken ist, aber unter Stress nachts ab und an noch ins Bett macht – es gehört eben dazu
Ein Mensch, auch ein Christ (!!!), ist nicht vollkommen und so machen wir alle Fehler und jeder, der noch nicht begriffen hat, wie Jehova wirklich ist, wie sehr er bereits auch jetzt (in seiner Sünde) von Jehova geliebt ist, hat es sehr schwer, aus der Sünde heraus zu finden
Denn: so etwas können wir nicht allein, dies schaffen wir nur mit Jehova und dazu ist unter anderem auch das Gebet wichtig. Aber: wie soll das gehen, wenn derjenige sich nicht würdig fühlt, sich Jehova zu nahen?
Mich macht es unglaublich wütend, wenn ich höre, dass dann genau so ein Mensch von den Ältesten zu hören bekommt, dass er erst einmal seine Sünde (Sucht) ablegen müsse, dann könne er auch wieder mit Jehova versöhnt werden
N E I N !!!
Das ist eine Lüge!!!
Jehova liebt dich und er ist auch und gerade jetzt für dich da
Ja, er liebt dich auch jetzt, wo du verschämt in deiner Ecke sitzt
Ja, er liebt dich auch jetzt noch, wo du völlig verdreckt bist. Du darfst zu ihm kommen – denn genau dazu ist Jesus für dich und mich gestorben
Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen – auch nicht unsere Sucht
Auch nicht, wenn wir das so bei den ZJ gelernt haben
Die Bibel spricht eine andere Sprache ♥️
Und nein: ich rede jetzt hier nicht von denen, die bewusst sündigen, denen es egal ist – sondern von denen, die es allein nicht schaffen und die sich nicht trauen, Jehova um Hilfe zu bitten, weil sie jetzt ja noch nackt und verschmutzt sind
Jehova reicht jedem von uns seine Hand, jeden Tag und in jeder Situation – wir müssen sie „nur“ ergreifen
Ich weiß, dass das für jeden in dieser Situation nicht leicht ist und darum lasst uns für all jene beten, die sich selbst nicht trauen
Und bitte, lasst uns sie nicht verurteilen und ihnen nicht sagen, was sie tun müssen – helfen wir ihnen, zu erkennen, wie Jehova ist und beten wir für sie und mit ihnen
In diesem Sinne wünschen wir euch noch einen schönen Abend und eine ruhige und erholsame Nacht 😘
◦