
Die Gedanken in deinem Kopf bedeuten nicht, dass Gott dich verlassen hat. Ich kenne viele Gläubige, die Jesus von ganzem Herzen lieben, aber wegen der Gedanken, mit denen sie kämpfen, den Mut verlieren. Sie gehen davon aus, dass etwas mit ihrer Beziehung zu Gott nicht stimmen kann, nur weil Angst, Zweifel oder Unruhe auftauchten oder ein unerwünschter Gedanke in ihren Kopf kam. Aber das Auftauchen eines Gedankens ist nicht dasselbe wie der Stand deines Herzens. Gedanken kommen und gehen. Gefühle schwanken. Aber dein Stand vor Gott bleibt sicher, dank des vollbrachten Werkes Jesu Christi.
Einer der größten Fehler, den wir machen können, ist, Gottes Gegenwart an unserer geistigen Verfassung zu messen. Wenn wir mental einen guten Tag haben, nehmen wir an, dass Gott nah ist. Wenn wir mental einen schwierigen Tag haben, nehmen wir an, dass Gott fern ist. Aber Gottes Nähe wird nicht durch deine Gedanken bestimmt. Gottes Nähe wurde durch das Kreuz besiegelt. In Hebräer 13,5 heißt es: „Ich werde dich niemals verlassen und dich nicht im Stich lassen.“ Beachte die Gewissheit dieser Verheißung. Nicht: „Ich bleibe, wenn du perfekt denkst.“ Nicht: „Ich bleibe, wenn du nie zu kämpfen hast.“ Er sagt einfach: „Ich werde dich niemals verlassen.“
Viele Gläubige kämpfen in ihren Gedanken Kämpfe, die niemand sonst sehen kann. Manche kämpfen gegen Angst. Manche kämpfen gegen aufdringliche Gedanken. Manche kämpfen gegen Angst. Manche kämpfen gegen Entmutigung. Manche kämpfen gegen Gedanken, die völlig im Widerspruch zu dem stehen, woran sie wirklich glauben. Wenn solche Momente kommen, flüstert der Feind oft: „Siehst du? Ein echter Christ würde so etwas nicht denken.“ Aber Versuchung ist keine Verlassenheit. Kampf ist keine Ablehnung. Ein schwieriger Gedanke bedeutet nicht, dass Gott sich von dir abgewandt hat. Es bedeutet, dass du ein Mensch bist, der in einer gefallenen Welt lebt und dabei lernt, in der Güte Gottes Ruhe zu finden.
Ich denke an die Jünger während des Sturms. Der Wind tobte. Die Wellen brachen sich. Angst erfüllte ihre Gedanken. Doch Jesus war immer noch im Boot. Ihre Angst brachte ihn nicht dazu, zu gehen. Ihre Panik brachte ihn nicht dazu, sie im Stich zu lassen. Ihr Missverständnis stieß ihn nicht von sich. Tatsächlich war er näher, als ihnen bewusst war. Oft nehmen wir an, der Sturm in unserem Geist bedeute, dass Jesus gegangen ist, während er in Wirklichkeit mitten darin direkt neben uns sitzt.
Eine der schönen Wahrheiten des Evangeliums ist, dass Jesus die menschliche Schwäche versteht. Er steht nicht in der Ferne und verurteilt Menschen, die zu kämpfen haben. Er geht auf sie zu. Er weiß, wie es sich anfühlt, müde zu sein. Er weiß, wie es sich anfühlt, bedrückt zu sein. Er weiß, wie es sich anfühlt, unter Druck zu stehen. Deshalb musst du dich vor ihm nie verstellen. Du musst schwierige Gedanken nicht vor dem verbergen, der sie bereits kennt. Du kannst jede Angst, jede Sorge und jeden Kampf direkt zu ihm bringen.
Das vollendete Werk Jesu bedeutet, dass deine Beziehung zu Gott auf der Treue Christi beruht, nicht auf der Vollkommenheit deiner Gedanken. Wenn die Erlösung von makellosem Denken abhinge, hätte niemand Zuversicht. Gott sei Dank ruht unsere Sicherheit auf dem, was Jesus vollbracht hat, und nicht auf dem, was uns an einem schwierigen Tag durch den Kopf geht. Das Blut Jesu ist stärker als jeder ängstliche Gedanke. Seine Gnade ist größer als jeder Moment der Angst. Seine Liebe bleibt beständig, auch wenn deine Gefühle sich unbeständig anfühlen.
Eine Sache, die ich gelernt habe, ist, dass Gedanken oft Versprechen machen, die sie nicht halten können. Die Angst sagt dir, dass eine Katastrophe bevorsteht. Die Sorge sagt dir, dass alles auseinanderfällt. Die Selbstverurteilung sagt dir, dass Gott von dir enttäuscht ist. Aber diese Stimmen sind nicht die Stimme deines Hirten. Jesus spricht Frieden. Jesus spricht Wahrheit. Jesus spricht Gewissheit. Seine Stimme weist dich immer wieder auf sein vollbrachtes Werk hin, nicht auf deine Fehler.
In Jesaja 41,10 heißt es: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht verzagt, denn ich bin dein Gott.“ Beachte, dass Gott nicht sagt: „Fürchte dich nicht, denn Angst wird dich niemals heimsuchen.“ Er sagt: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.“ Die Antwort war nie die Abwesenheit von Schwierigkeiten. Die Antwort war immer Seine Gegenwart. Selbst wenn es in deinem Kopf laut ist, bleibt Seine Verheißung unverändert. Er ist bei dir. Er ist für dich da. Er hält dich fest.
Wenn du das hier liest und dich wegen der Gedanken, mit denen du kämpfst, entmutigt fühlst, möchte ich dich daran erinnern, dass Gedanken nicht deine Identität sind. Gedanken sind nicht dein Herr. Gedanken sind nicht der Maßstab für Gottes Liebe zu dir. Du gehörst zu Jesus. Du bist Sein. Du wirst geliebt. Du wirst angenommen. Du bist geborgen. Das Kreuz hat das für immer besiegelt. Ein schwieriger Tag in deinem Kopf kann nicht rückgängig machen, was Christus für dich vollbracht hat.
Atme also heute tief durch. Hör auf, Gottes Liebe durch die Brille deiner aktuellen Gedanken zu betrachten. Betrachte stattdessen deine Gedanken durch die Brille von Gottes Liebe. Das leere Grab steht noch immer. Das Kreuz spricht noch immer. Die Gnade hat noch immer das letzte Wort. Dank des vollbrachten Werkes Jesu Christi kannst du dich darauf verlassen, dass ein Kampf in deinem Kopf nicht bedeutet, dass Gott dich verlassen hat. Er ist noch immer bei dir. Er hält dich noch immer fest. Er ist noch immer treu. Und er ist noch immer näher, als du denkst.
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