
Manchmal kommt es mir so vor, als würde das Wasser schneller steigen, als ich atmen kann.
In solchen Momenten spricht Jesaja 43,2 zu mir – wenn das Leben überwältigend, unsicher und schwerer ist, als ich erwartet habe. Ich habe Zeiten durchlebt, in denen mich Angst bedrückte, Trauer anhielt und Antworten weit entfernt schienen. Tiefe Gewässer zeigen mir, wie wenig Kontrolle ich wirklich habe.
Doch Gottes Verheißung besagt nicht, dass ich den Wassern ausweichen werde. Sie besagt, dass Er in ihnen bei mir sein wird. Diese Wahrheit hat mein Herz unzählige Male gestärkt. Als ich mich unsichtbar fühlte, war Er da. Als ich mich schwach fühlte, war Er stark. Als ich dachte, ich würde weggefegt werden, hielt Seine Hand mich fest.
Rückblickend sehe ich, dass die Gewässer mich nicht zerstört haben – sie haben mich geformt. Gott hat sie genutzt, um mein Vertrauen zu vertiefen, mein Herz zu erweichen und mich daran zu erinnern, dass seine Gegenwart meine größte Sicherheit ist. Ich bin nicht allein hindurchgegangen, auch wenn es sich so angefühlt hat.
Die tiefen Gewässer haben mich gelehrt, dass Glaube nicht die Abwesenheit von Angst ist, sondern die Entscheidung, Gott zu vertrauen, während man mitten drin steht. Und jedes Mal, wenn ich wieder auftauche, trage ich die stille Zuversicht in mir, dass Er, wenn Er damals treu war, auch wieder treu sein wird.
Bibelvers:
„Wenn du durch tiefes Wasser gehst, bin ich bei dir.“ – Jesaja 43,2
Gebet & Andacht:
Herr, wenn das Wasser tief ist und meine Kraft gering erscheint, erinnere mich daran, dass du nahe bist. Hilf mir, mehr auf deine Gegenwart zu vertrauen als auf meine Angst. Trage mich durch jede Jahreszeit und lass dieses Wasser meinen Glauben vertiefen, statt meine Hoffnung zu ertränken. Ich ruhe in dir. Amen. 🙏
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