
Viele Gläubige lieben Gott echt, aber kämpfen trotzdem mit etwas, das sie vielleicht gar nicht merken, was in ihren Herzen passiert. Sie leben mit der Einstellung eines Waisenkindes statt mit der Einstellung eines Sohnes oder einer Tochter. Ein Waisenkind glaubt, dass man sich alles verdienen muss. Es glaubt, dass man sich Akzeptanz durch Leistung verdienen muss. Es fragt sich ständig, ob es genug getan hat, um Gott nah zu bleiben. Aber das vollendete Werk von Jesus Christus hat diese Beziehung komplett verändert.
Die Bibel sagt: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn … damit wir die Sohnschaft empfangen“ (Galater 4,4–5 ESV). Das Kreuz hat nicht nur Sünden vergeben. Durch das vollendete Werk Jesu hat Gott die Gläubigen vollständig in seine Familie aufgenommen. In Christus hast du nicht einfach eine weitere Chance bekommen, dich mehr anzustrengen. Du hast eine neue Identität bekommen. Durch Jesus bist du in die Familie Gottes aufgenommen worden.
Eine Waisenmentalität sagt: „Ich muss mich beweisen.“ Eine Sohnesmentalität sagt: „Mein Vater hat mich wegen Jesus bereits angenommen.“ Die Bibel sagt: „Seht, welche Liebe uns der Vater erwiesen hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen – und wir sind es auch“ (1. Johannes 3,1 ESV). Beachte die Sprache des Evangeliums. Es heißt nicht, dass wir Kinder Gottes werden können, wenn wir genug leisten. Durch das vollendete Werk Jesu werden Gläubige bereits als Kinder Gottes bezeichnet.
Wenn jemand wie ein Waisenkind denkt, lebt er oft in Angst. Er macht sich Sorgen, dass Gott sich von ihm abwenden wird, wenn er versagt. Aber das Evangelium nimmt diese Angst weg, weil die Beziehung zu Gott jetzt auf dem beruht, was Jesus vollbracht hat, und nicht auf menschlichen Leistungen. In der Bibel steht: „Ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: ‚Abba! Vater!‘“ (Römer 8,15 ESV). Durch Jesus sind Gläubige in eine echte Beziehung zu Gott als ihrem Vater gebracht worden.
Ein Waisenkind fragt: „Wie überlebe ich?“ Ein Sohn fragt: „Was hat mein Vater bereits bereitgestellt?“ Das vollendete Werk Jesu bedeutet, dass Gläubige sich nicht mehr wie Fremde an Gott wenden, die versuchen, sich ihren Platz zu verdienen. Durch Christus gehören sie bereits zum Haus Gottes.
Die Bibel sagt: „So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“ (Epheser 2,19 ESV). Durch das vollendete Werk Jesu Christi bist du bereits in die Familie aufgenommen worden. Dein Platz im Haus des Vaters hängt nicht von deiner Leistung ab. Er beruht auf dem, was Jesus bereits vollbracht hat.
Wenn du also jemals merkst, dass deine Gedanken zu Angst, Druck oder dem Gefühl abschweifen, dass du dich vor Gott beweisen musst, halte inne und erinnere dich daran, was Jesus bereits getan hat. Das Kreuz hat nicht nur deine Sünden vergeben. Durch das vollendete Werk Jesu hat es deine geistliche Verwaisung beendet und dich als Sohn oder Tochter in die Familie Gottes aufgenommen.
Und Söhne leben nicht in dem Bestreben, sich einen Platz im Haus zu verdienen. Söhne leben aus der Gewissheit heraus, dass sie bereits dazugehören.
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