
Johannes 17,24 ist einer der atemberaubendsten Verse in der gesamten Heiligen Schrift, denn er offenbart, was Jesus sich wirklich für dich wünscht. Kurz bevor er ans Kreuz ging, betete Jesus zum Vater und sagte: „Vater, ich wünsche mir, dass auch sie, die du mir gegeben hast, bei mir sind, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit sehen …“ (Johannes 17,24)
Denk einen Moment darüber nach.
Vor den Nägeln.
Vor der Dornenkrone.
Vor der Kreuzigung.
Jesus dachte bereits daran, dich für immer zu sich zu holen.
Dieser Vers lässt mein Herz schmelzen, weil er das tiefste Verlangen Jesu offenbart. Es ging ihm nie nur darum, religiöse Menschen zu schaffen, die äußerlich ihre Pflichten erfüllen. Sein Verlangen galt immer der Beziehung. Der Nähe. Der Einheit. Der ewigen Vertrautheit mit dem Vater.
Jesus ging nicht widerwillig ans Kreuz.
Er wollte dich bei sich haben.
Ich glaube, viele Menschen sehen Gott insgeheim als distanziert, frustriert oder ständig von ihnen enttäuscht an. Sie leben so, als würden sie geistlich kaum toleriert. Aber Johannes 17 zerstört diese Denkweise vollständig. Jesus sagt dem Vater offen, was er sich am meisten wünscht, und sein Wunsch ist, dass du bei ihm bist.
Nicht getrennt.
Nicht verlassen.
Nicht wegen deiner Fehler auf Distanz gehalten.
Bei ihm.
Das verändert alles.
Denn am Kreuz ging es nie darum, dass Gott die Menschheit von sich stieß. Am Kreuz ging es darum, dass Jesus jede Barriere beseitigte, die die Menschheit vom Vater trennte. Die Sünde schuf Distanz, aber Jesus kam, um diese Trennung durch sein vollbrachtes Werk für immer zu zerstören. (Epheser 2,13)
Und ehrlich gesagt glaube ich, dass viele Menschen immer noch nicht ganz begreifen, wie sehr Gott sie begehrt.
Du bist kein unerwünschter Außenseiter, der versucht, den Himmel davon zu überzeugen, dich in seiner Nähe bleiben zu lassen.
Jesus selbst hat um deine Nähe gebetet.
Der Sohn Gottes hat sich schon vor der Grundlegung der Welt gewünscht, dass du bei ihm bist. (Epheser 1,4)
Und was diesen Vers noch kraftvoller macht, ist, dass Jesus sagt, der Vater habe ihn „vor der Grundlegung der Welt“ geliebt. (Johannes 17,24) Das bedeutet, dass schon vor der Schöpfung selbst die Liebe innerhalb der Dreifaltigkeit existierte. Der Vater liebte den Sohn von Ewigkeit her. Durch Jesus wurde dann die Menschheit in dieselbe Liebesbeziehung eingeladen.
Das ist überwältigend.
Das Evangelium ist nicht nur die Vergebung der Sünden. Das Evangelium bedeutet, durch Jesus Christus selbst in eine Beziehung zum Vater gebracht zu werden.
Deshalb geht es beim ewigen Leben nicht nur darum, eines Tages in den Himmel zu kommen. Jesus definiert das ewige Leben als das Erkennen des Vaters und das Erkennen von Jesus Christus. (Johannes 17,3) Das ewige Leben beginnt jetzt durch die Beziehung zu ihm.
Und ehrlich gesagt, dieser Vers schenkt meinem Herzen so viel Frieden, weil er mich daran erinnert, dass Jesus nicht versucht, dich von sich fernzuhalten.
Er zieht dich zu sich hin.
Selbst jetzt.
In deiner Schwäche.
In deinen Fragen.
In deinen Kämpfen.
In deinem unvollkommenen Prozess.
Das Kreuz hat Sein Verlangen nach dir für immer bereits bewiesen.
Und ich glaube, einige von euch müssen aufhören, der Lüge zu glauben, dass Gott jedes Mal, wenn ihr kämpft, Abstand von euch will. Jesus hat Sein Verlangen in Johannes 17,24 bereits klar zum Ausdruck gebracht.
Er will dich bei sich haben.
Deshalb ist der Vorhang zerrissen.
Deshalb wurde Sein Blut vergossen.
Deshalb lädt dich die Gnade nun mutig und ohne Furcht in die Gegenwart des Vaters ein. (Hebräer 4,16)
Du musst dein Leben nicht damit verbringen, dich zu fragen, ob Gott dich wirklich in Seiner Nähe haben will.
Jesus hat die Antwort bereits offen vor dem Kreuz gebetet.
Und das Kreuz hat bewiesen, wie ernst es Ihm damit war, dich für immer an sich zu ziehen.
– Brian
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