• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • Nov. 18th„Es ist von mir…“

      Bibelstellen mit Trost von Gott:

      Der Beobachter der Menschen nimmt von allem Kenntnis. Er sieht alles und weiß um jede Sünde. Jeder empfängt Vergebung, der in Buße und Bekenntnis zu Ihm kommt und im Glauben den von Ihm gesandten Retter ergreift.

      Sollte Er in Seiner Vaterliebe nicht besonders Seine Geliebten beobachten, gerade dann, wenn Er sie in den Schmelztiegel der Leiden legt?

      „Du führst hinauf, hinab, durch Frost und Glut – stets ist es gut!“
      Es ist von mir: welch eine sel’ge Stunde, da ich erkannte dieses Wort des Herrn als eine gute Botschaft, frohe Kunde, zu halten Angst und Kummer von mir fern! (Ps 119,162)

      Es ist von mir: wenn Trost dir ward gegeben in tiefem Schmerz, der dich bedrückte schwer, ein Wort der Liebe, um dich zu erheben aus Nacht der Trübsal und der Sorgen Meer. (Jes 51,12)

      Es ist von mir: wenn dein Herz ward gekränket
      von einem, der dir lieb und teuer ist, der Herr alsdann zu dir sich neigt und lenket den Blick auf Ihn, der auch dein Alles ist. (2. Sam 16,10–11)

      Es ist von mir: wenn plötzlich ist geschehen ein Missgeschick, ein Unglück in der Stadt; bedenke dies: der Herr hat es ersehen, Er selbst bezeugt, dass Er’s bewirket hat. (Amos 3,6)

      Es ist von mir: wenn der, den Jesus liebet, ist krank und liegt in Leid und Schmerzen hier, nicht mutlos werd‘ dein Herze und betrübet -bedenke dieses Wort Es ist von mir! (Joh 11,3)

      Es ist von mir: o welches Wort der Gnade, des Trostes, seiner Huld in Trübsal hier; es leuchte dir auf deinem Pilgerpfade das heil’ge Wort des Herrn: Es ist von mir! (Ps 119,105)

       

      (aus: „Geläutert im Schmelztiegel Gottes“)


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    • Nov. 18thGott im Leid Preisen

      Eine schwergeprüfte Schwester, die schon 42 Jahre gelähmt ist, sandte dieses Gedicht:

      Gottes Gedanken – wie groß sind sie doch!
      Immer voll Weisheit und Liebe!
      Auch wenn wir fragen: „Wie lange noch?“
      Wenn uns zu schwer wird des Lebens Joch,
      wenn die Sonne versinkt, wenn es trübe.

      Gottes Gedanken – sie füllen die Welt,
      füllen den Abgrund der Sorgen;
      leiten die Sterne am Himmelszelt –
      selbst wenn wir ins tiefste Dunkel gestellt –
      sie bringen uns dennoch den Morgen.

      Gottes Gedanken verlassen uns nie,
      müssen wir Liebstes auch lassen.
      Führt unser Weg auch durch Tränen und Müh‘,
      wie Diamanten gewinnen sie,
      kann das Gold des Glaubens sie fassen.

      Gottes Gedanken umgeben auch dich!
      Sie wollen dir helfend begegnen.
      Wenn auch dein trotziges Herz Ihm entwich –
      zog Er doch nie einen Trennungsstrich,
      will weiterhin führen und segnen!


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    • Nov. 17thDürfen wir Gott nach dem „Warum?“ fragen?

      Bis vor zwei Wochen hatten wir das 1. Buch Mose gelesen, das war Geschichte und man konnte Gott nur ahnen. Nun im Bibelbuch Hiob dürfen wir einen Blick in den Himmel werfen und Gott direkt sehen. Wir hatten die ersten beiden Kapitel gelesen, wissen wir noch, worum es ging?

      Jehova Gott (oder auch Jahwe) hatte zu einer Versammlung im Himmel eingeladen und alle Geistwesen waren dort, auch Satan. Worüber haben sie sich unterhalten? Es ging um Hiob: beide waren sich einig, dass dieser Mann gottesfürchtig ist und dass er der einzige zu diesem Zeitpunkt ist. Aber Satan macht Gott den Vorwurf, dass er dies nur ist, weil Gott ihn beschützt. Daher lässt dieser zu, dass Satan Hiob prüft. Als erstes nimmt er ihm all seine Habe (Kapitel 1) und dann darf er auch an Hiobs „Fleisch“, er schlägt ihn mit einer schlimmen Krankheit, die der heutigen in Europa bekannten Syphilis in den Symptomen ähnlich ist und dann wendet sich seine Frau gegen ihn. Zum Schluss haben wir gelesen, dass 3 seiner Freunde zu Besuch kamen, um ihn zu trösten und zu ermuntern. Aber sie waren sprachlos und saßen stumm 7 Tage mit ihm dort (Kapitel 2). Interessant, dass 7 Tage damals die übliche Trauerzeit für einen Toten war.

      Nun geht’s also weiter mit

      Kapitel 3:

      Wir lesen die Worte eines zutiefst deprimierten Mannes. Können wir ihn verstehen? Warum?

      Er hat eigentlich alles verloren, bis auf sein Leben. Als erstes ist sein ganzer Reichtum, sein Vermögen weg, seine Angestellten sind alle tot, seine Kinder sind alle gestorben, seine Frau wendet sich von ihm und von Gott ab und nun auch noch diese quälende und demütigende Krankheit, die schmerzhaft ist und ihn schlaflos macht. Er hat allen Grund, gefrustet und entmutigt zu sein, denn im Gegensatz zu uns, die wir die ersten beiden Kapitel vom Bibelbuch Hiob gelesen haben, weiss er nicht einmal, warum das alles.

      Was verwünscht er als erstes? Er verflucht den Tag seiner Geburt. Er wünschte, er wäre garnicht geboren worden (Verse 1-12).

      Aber wo wäre er, wenn er nicht geboren worden wäre? Dann wäre er tot, im Grab. Ab Vers 13 zählt er alle auf, die im Grab liegen, auch die Fehlgeburten oder Totgeburten. Alle Toten liegen im Grab. Daher zählt für Jehova auch bereits das ungeborene Leben, das bedeutet also eindeutig, dass Abtreibungen sich nicht mit Gottes Willen vereinbaren lassen. Für ihn lebt bereits das Ungeborene (Vers 16). Hier sehen wir also auch, was mit den Kindern ist, die sterben, bevor sie geboren wurden oder bevor sie getauft wurden. Für Jehova beginnt das Leben mit der Zeugung, daher haben auch alle auch eine Hoffnung auf eine Auferstehung.

      Er wusste, dass er im Grab liegen und schlafen würde, „dann hätte ich Ruhe“ (Vers 13). Im Tod sind wir alle gleich, egal ob arm oder reich.

      Nun kommen wir noch mal kurz auf seine Freunde zurück, die bereits seit 7 Tagen zu Besuch sind und immer noch schweigen. Erinnern wir uns noch, was das für Männer sind, wo sie herkommen? Wir befinden uns in der Zeit zwischen Josephs Tod und der Geburt von Mose. Die Israeliten sind immer noch im Land Ägypten. Die drei Freunde werden Nachkommen von Esau, oder von Abraham mit seiner Zweiten Frau Ketura gewesen sein.

      Hiob hatte sogar von den beeindruckenden Grabmalen in Ägypten gehört, er spricht von „Königen… welche sich verödete Plätze erbauten“ (Vers 14). Sein Fazit: im Tod sind wir alle gleich, egal was war.

      Weiter geht es mit den Versen 20 bis 26:

      Wie lesen und verstehen wir diese Verse? Wen meint Hiob mit „er“? Da es in Vers 20 heißt: „er gibt Leben“, kann es sich hier ja nur um Gott selbst handeln.

      Aber wenn er all diese Fragen Gott stellt – ist dies denn gerechtfertigt?

      Dürfen wir unseren Schöpfer solche Sachen fragen? Dürfen wir ihn nach dem „Warum?“ fragen? Ist das nicht respektlos? Müssen wir denn nicht alles von ihm annehmen? Ist es gerechtfertigt, solche Fragen nach dem „Warum?“ zu stellen, wenn wir so bedrängt sind? Darf man das?

      „Fragen darf ich doch…“, siehe auch das Thema von einem großen Teil der Psalmen, die David geschrieben hatte, während er vor Saul auf der Flucht war oder vor seinem Sohn, der den Thron an sich reisen wollte. Da stellt David fast nur solche Fragen. Wenn es nicht angemessen wäre, würden solche Fragen nicht einen großen Teil von Gottes Wort einnehmen.

      Denken wir auch an die Diskussion von Abraham und Gott wegen Sodom und Gomorrah , die wir vor einigen Wochen gelesen haben (1. Mose Kapitel 18). Da verhandelt Abraham mit Gott, ob er wirklich die ganze Stadt vernichten wolle, wenn doch einige Gerechte darin sind. Hier lesen wir nichts davon, dass Jehova sauer oder genervt ist, sondern er redet geduldig mit Abraham, bis dieser verstanden hatte…

      Wahrscheinlich müssen wir zum besseren Verständnis über unser Verhältnis zum Schöpfer nachdenken. Was ist er für uns? Jemand der ganz weit weg ist und vor dem wir Angst haben und zittern? Oder ist er für uns unser himmlischer Vater, an dessen Hand wir vertrauensvoll gehen?

      Ein Kind wird seinem Vater nach dem „Warum“ fragen, wenn es etwas nicht versteht, was er tut oder warum es etwas nicht darf. Ein liebevoller Vater wird es seinem Kind geduldig erklären und nicht sauer oder genervt deswegen sein.

      Wenn wir uns nicht trauen, Gott nach dem „Warum?“ zu fragen, dann haben wir ein falsches Gottesbild, dann ist unsere Beziehungsebene kaputt.

      Wenn wir ein Problem haben, etwas nicht verstehen, dann müssen wir darüber reden, so oder so. Besser, wir reden mit dem, mit dem wir ein Problem haben, sonst wird eher Geschwätz daraus. Wenn ich von einer Freundin oder meinem Mann enttäuscht bin, dann beschäftigt mich das so sehr, dass ich darüber reden muss. Aber wenn ich damit zu anderen gehe und mich ausheule und denen erzähle, wie schlimm die Freundin oder mein Mann… dann rede ich schlecht über denjenigen und das beeinflusst, wie derjenige, dem ich es erzähle, den Verursacher sieht. Ich rede hier aus Erfahrung – da es mir oft schwer fällt, den Mann neutral zu sehen, über den eine Freundin sich ausheult. Daher haben Thom und ich bereits vor einigen Jahren beschlossen, sowas nur im 4er Gespräch zu tun, so dass beide zu Wort kommen.

      Aber der Grundgedanke hier ist ja, dass wir mit demjenigen reden sollen, mit dem wir das Problem haben. Wenn diese Person nicht reden will, dann sollten wir zu Gott gehen und unser Herz bei ihm ausschütten (siehe auch den Film „War Room, das Gebet ist eine mächtige Waffe.‘, den wir hier vor kurzem gemeinsam angesehen hatten). Das ist es, wie Gott will, dass wir bei Konflikten mit anderen mit dem Beteiligten selbst reden.

      Und ganz selbstverständlich will er auch, dass wir zu ihm gehen und es ihm sagen, wenn wir was nicht verstehen. Er weiss es ja sowieso schon, sieht ja, was in unserem Herzen ist. Es ist daher keinesfalls respektlos, wenn wir ihn nach dem „Warum“ fragen, sondern das ist es, was er will?.

      Unser Gott sitzt zwar auf dem Thron und ist ein mächtiger Herrscher, dem wir Respekt zollen sollten – aber er ist auch der Daddy zum Knuddeln, dem wir auf dem Schoß krabbeln und an den wir uns ankuscheln dürfen und den wir alles fragen dürfen.

      Das ist hier wirklich ein sehr wichtiger und interessanter Punkt in Hiob Kapitel 3, der auch uns persönlich heute noch betrifft❣️

      Überlegen wir mal, was Hiob zu diesem Zeitpunkt über den Schöpfer weiß

      Hiob lebt nach den Geschehnissen, die wir in diesem Jahr im 1. Buch Mose gelesen haben. Er kannte die Geschichten um Adam, Abraham, Isaak und Jakob. Wie war deren Verhältnis zu Jehova? Wie war da die Kommunikation?

      1. Adam und Eva haben sich regelmäßig jeden Tag zur Abendzeit im Garten Eden mit IHM getroffen, sind zusammen spazieren gegangen und haben geredet (1. Mose 3:8). Auch nach dem Sündenfall haben sie miteinander geredet und er hat die beiden liebevoll gefragt nach dem was und dem warum
      2. Kain hatte ähnliche Gespräche mit Jehova „face to face“. Jehova fragte ihn, warum er so aufgebracht ist und warnte ihn davor, etwas Falsches zu tun. Auch nachdem dieser seinen Bruder Abel umgebracht hatte, redete Jehova persönlich mit Kain (1. Mose Kapitel 4, wir haben uns jetzt erst lange ausgiebig )im Bibelgrundkurs damit beschäftigt).
      3. Auch Abraham sprach „face to face“ mit Jehova, denken wir an die bereits erwähnte Diskussion um Sodom und Gomorrah (1. Mose Kapitel 18)

      Das sind jetzt nur einige Beispiele. Hiob kennt die Geschichte und kann daher so freimütig mit Gott reden.

      Ralf sagte, dass einige auf den Berg gingen, um mit Jehova zu reden. Das taten nicht alle Glaubensmänner, aber es geht hier um die Grundhaltung. Es ist eine andere, eine demütige ehrfurchtsvolle Grundhaltung. Aber man darf im Gebet auch sagen : „ich habe hier ein Problem mit dir…“. Gebet ist nicht nur „ich danke…“ und „ich brauche…“.

      Ist dieser Gedanke vielleicht für uns neu? Verändert dies unsere Einstellung oder unsere Beziehung zu Gott?

       

      Tja, das war die 1. Rede von Hiob, mit der er das 7tägige Schweigen bricht. Bisher hatten seine Freunde geschwiegen, aber ab nächste Woche lesen wir die Antworten der anderen.

      In den kommenden Wochen werden wir immer jeweils eine Rede von einem seiner Freunde betrachten und die Antwort von Hiob darauf. Wir wollen einfach vermeiden, dass wir mit den negativen und oftmals völlig falschen Gedanken der Freunde nach Hause gehen und sich das bei uns einprägt. Wir wollen uns lieber das einprägen, was wirklich Gottes Wort und seinem Wesen entspricht.

      Hiob ist wirklich ein gutes Vorbild für uns. Wir sehen, wie Gott Hiob und auch heute noch Menschen mit Behinderungen gebraucht, um anderen Mut zu machen.

      Wir denken da auch an Nick Vujicic, den Mann ohne Arme und Beine. Auch er hatte als Kind mit seinem Schicksal gehadert – heute ist er ein sehr erfolgreicher Motivationstrainer und wird immer wieder auch eingeladen, um andere durch seine eigene Geschichte mit Gott zu Christus zu führen. Wir haben vor einigen Jahren von einer sehr lieben Freundin und Schwester sein Hörbuch geschenkt bekommen „Leben ohne Limits“ und es hat uns stark beeindruckt?.

      Er sagt ebenso wie Hiob in Kapitel 1, den Versen 20 bis 22, dass wir alles von Gott annehmen sollten, „ob Gutes oder Schlechtes“. Hiob wendet sich nie wirklich von Gott ab, auch wenn er über sein Schicksal klagt. Er dachte wie Paulus, dass wir der Ton in Gottes Händen sind:

      „…Wer seid ihr denn eigentlich, ihr Menschen, dass ihr meint, Gott zur Rechenschaft ziehen zu können? Glaubt ihr wirklich, dass ein Gefäß aus Ton den Töpfer fragt: »Warum hast du mich so gemacht?« Der Töpfer hat schließlich die Freiheit, aus ein und demselben Klumpen Lehm zwei verschiedene Gefäße zu machen: ein kostbares zum Schmuck und ein gewöhnliches für den Abfall.“
      ‭‭Römer‬ ‭9:20-21‬ ‭HFA‬‬

      Klagen und danach zu fragen, warum uns bestimmte Dinge passieren, bedeutet noch lange nicht, dass wir Gott zur Rechenschaft ziehen ?

      Da wir ab diesen Sonntag die Erwiderungen seiner Freunde lesen, wollen wir uns noch kurz ansehen, was die Namen der Freunde bedeuten, denn interessanterweise geht auch ihr Rat an Hiob in die entsprechende Richtung:

      1. Eliphas bedeutet „Gott ist reich“ und seine These ist: „Gott straft nach Saat und Ernte“
      2. Bildad bedeutet „Sohn des Streits“ und er argumentiert, dass Gott immer den Bosen straft
      3. Zophar bedeutet „rau, haarig“ und er pocht darauf, dass Gott Sünder bestraft

      Alle drei sind sich scheinbar einig, dass Hiob leidet, weil Gott ihn für verborgene Sünden straft. Aber stimmt dies? Was hatten wir noch mal in den ersten beiden Kapiteln dazu gelesen, warum es Hiob nun so dreckig geht?

      Am Sonntag lesen wir gemeinsam die Kapitel 4 bis 7, es bleibt also auch weiterhin spannend?


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    • Nov. 14thDas Gesehene an die 7 Versammlungen schicken

      Nun geht es in Vers 9 um das, was Johannes „sieht“.

      Ihm wird gesagt, er solle das aufschreiben, was er sieht und an die Versammlungen schicken. Im Verlauf der Offenbarung sagt er öfters: „ich sehe etwas, das aussieht wie…“, aber auch „ich sehe“. Manchmal sah er also auch die Sachen direkt. Wie ist es mit uns“ bin ich objektiv bei dem, „was ich sehe“?

      Ihm wird gesagt, er solle es an die Versammlungen senden, hier werden buchstäblich 7 aufgeführt und wir könnten wieder auf die Idee kommen, dass wirklich nur diese genannten Versammlungen gemeint sind. Wie passt das zu dem, was wir letzte Woche herausgefunden hatten, dass es nicht um buchstäblich 7 Versammlungen ging (Vers 4), sondern an die gesamten Versammlungen und somit auch an uns heute?

      Haben wir eine Landkarte, wo diese Orte drauf sind? Lesen wir doch einmal den Text mit den Orten vor und sehen dabei auf die Landkarte und verfolgen wir die Orte in der genannten Reihenfolge:

      Wenn wir uns eine Karte von Griechenland ansehen und den griechischen Inseln, dann erkennen wir, dass wir Klein Asien vor uns haben. Wenn wir den Orten nun auf der Karte folgen, dann sehen wir, dass hier der Postweg beschrieben ist. Es ist die damalige Hauptstraße, die vom Süden hoch nach Norden geht und dann wieder nach Süden.

      Die Städte sind hier in Vers 9 so aufgezählt, wie man die Hauptstraße damals dort gehen würde, um auf dem Postweg etwas zuzustellen ?


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    • Nov. 14thDie Posaune

      Als nächstes hört Johannes „eine laute Stimme.., wie eine Posaune“ (Vers 10)

      Woran werden wir erinnert, wenn wir etwas von einer Posaune bzw Trompete lesen? Mir fällt als erstes eine laute Sirene ein, die vor Kriegsausbruch oder Feuer warnt. Als ich Kind war, ging bei uns in der Stadt jeden Samstag Mittag für einige Minuten eine laute Sirene los. Es war der übliche Probealarm. Die Kinder fragten die Eltern, was das zu bedeuten habe und hängen geblieben bei mir ist, dass es vor Gefahr warnen solle. In der damaligen DDR gab es diesen Probealarm immer Mittwochs um 14 Uhr, es war unüberhörbar.

      Wo lesen wir in der Bibel sonst noch von Posaunen oder Trompeten?

      Mir fiel zuerst ein, dass bei der Wüstewanderung immer die Posaune zum Aufbruch geblasen wurde und dass sie damit die Mauern von Jericho zu Fall gemacht haben. Aber Thom hatte da eher 2. Mose im Sinn:

      „Und Mose stieg vom Berge zu dem Volke hinab; und er heiligte das Volk, und sie wuschen ihre Kleider. Und er sprach zu dem Volke: Seid bereit auf den dritten Tag; nahet nicht zum Weibe. Und es geschah am dritten Tage, als es Morgen war, da waren Donner und Blitze und eine schwere Wolke auf dem Berge und ein sehr starker Posaunenschall; und das ganze Volk zitterte, das im Lager war. Und Mose führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen; und sie stellten sich auf am Fuße des Berges. Und der ganze Berg Sinai rauchte, darum, daß Jehova auf ihn herabstieg im Feuer; und sein Rauch stieg auf, wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg bebte sehr. Und der Posaunenschall wurde fort und fort stärker; Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer Stimme.“
      ‭‭2. Mose‬ ‭19:14-19‬ ‭ELB‬‬

      Der Posaunenschall auf dem Berg war die Stimme Gottes, zeigte, dass Jehova anwesend war.

      Eine Posaune war nicht wie wir sie heute kennen, aus Metall, sondern sie wurde aus dem Horn eines Tieres hergestellt. Es gab nur einige wenige Tiere, deren Hörner dazu geeignet und laut Mosaischen Gesetz erlaubt waren. Das waren Widder oder Schafe.

      Neben diesem Ereignis am Berg Sinai und dem Aufbruch in der Wüste oder dem Fall der Mauern von Jericho, wurden diese Posaunen noch an verschiedenen Festtagen der Juden eingesetzt. Unter anderem beim Laubhüttenfest oder beim Beginn des Neuen Jahres.


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    • Nov. 14th„Der Tag des Herrn“ – was ist das für ein Tag?

      Weiter lesen wir, dass er sich „am Tag des Herrn“ dort befand und eine Vision hatte. Was ist mit diesem Tag gemeint? Geht es um den Sabbat, den Gott angeordnet hatte oder um den Tag danach? Die Juden hielten und halten auch heute noch den Sabbat und den Tag danach nutzten die ersten Christen, um Zeugnis über Jesus zu abzulegen.

      Andere übersetzen es als „dem Herrn gehörenden Tag“. Ist dies „Der Gerichtstag Gottes“ oder „der Tag der Auferstehung Jesu“?

      Die ganze Diskussion darum ob und warum, hat mich derart verwirrt, dass sich bei mir die Erklärung festgesetzt hatte, dass es der Sonntag sein müsse, weil dies ja der Tag des Herrn sei, weil ja da auch die Auferstehung Jesu gefeiert wird und weil Johannes aufschreiben und schicken solle, also Dinge im realen Leben, nicht so sehr Vision. Allerdings scheine ich die einzige gewesen zu sein, die bei dem Gedanken hängen geblieben ist, alle anderen haben es schon als Gerichtstag Gottes verstanden. („Witzig“, denn so hatte ich es bisher auch immer verstanden. Das zeigt mal wieder wie wichtig es ist, aufmerksam zuzuhören, denn ansonsten verlieren wir den Faden und kommen auf absonderliche Schlussfolgerungen?).


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    • Nov. 14thWas macht er auf der Insel Patmos?

      Nun kommen wir also zu den neuen Versen, den Versen 9 bis 11

      Als erstes bezeichnet er sich als „Bruder und Mitgenosse in der Drangsal“ und sagt, dass er wegen des Zeugnisses über den Christus auf der Insel Patmos ist (Vers 9). Was bedeutet das? Hatte er dort Urlaub gemacht oder war er auf einer Missionsreise?

      Dies könnte durchaus sein. Aber wenn wir bedenken, dass die Insel Patmos zu der Zeit als Gefängnisinsel für die Römer fungiert hatte, dann merken wir, dass es weder Urlaub noch Mission war. Er wurde verbannt, weil er nicht aufgehört hatte, „mit seinem Gerede über Jesus zu nerven“ (frei nach Pape).


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    • Nov. 14thOffenbarung 1:4-8 Kurzzusammenfassung

      Am Donnerstag haben wir uns weiter die Offenbarung angesehen, diesmal haben wir die Verse 9 bis 11 von Kapitel behandelt. Aber vorher noch eine kurze Wiederholung:

      Letztes mal hatten wir die Verse 4-8 gelesen und verstanden, dass „die 7 Versammlungen in Asien“ keine buchstäblichen 7 waren, sondern dass die Botschaft an alle Versammlungen und somit auch an alle Christen heute gerichtet ist (Vers 4). Wir haben verstanden, dass Jesus „der Erstgeborene von den Toten“ ist, weil er als einziger nach seiner Auferweckung nicht mehr sterben musste.

      Wir hatten die Frage behandelt, warum Jesus bereits heute „Der Fürst der Könige der Erde“ ist, obwohl es eher so aussieht, als ob der Satan regieren würde. Wir hatten beim Betrachten von den ersten beiden Kapiteln im Buch Hiob gesehen, dass der Satan Jehova (oder auch Jahwe) erst fragen muss, bevor er einen Anbeter Jehovas angreift. Aber dies betrifft nur diejenigen, die sich freudig Jehova unterordnen. Bei denen, die dies nicht tun, muss er nicht vorher extra nachfragen. (Vers 5)

      Warum hat er uns „zu einem Königtum, zu Priestern“ gemacht“? Wissen wir noch, inwiefern wir Priester sind? Indem wir anderen von Jehova erzählen und sie über seine Gebote belehren und für sie beten. Aber die Belehrung sollte nicht untereinander sein, sondern wir sollten Neue zu Christus führen. (Vers 6)

      Wir haben uns angesehen, wer „mit den Wolken des Himmels kommt“ und woher wir dies wissen (Vers 7). Es ist Jesus Christus, wir lesen es in Apostelgeschichte 1:8-11. Jeder wird ihn kommen sehen, auch diejenigen, die nicht an ihn glauben, sich ihm nicht unterordnen wollen. „Alle werden weh klagen“ hatten wir in Sacharja gelesen. Thom hat noch mal richtig gestellt, dass es hier nicht darum geht, dass sie Angst vor Strafe haben, sondern mehr darum, dass alle Juden ihn als ihren Retter und Erlöser, als den Messias Gottes anerkennen (Vers 7, Sacharja 12).

      Jehova ist „das Alpha und das Omega“, weil er als einziger ohne Anfang und Ende ist (Vers 8).


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    • Nov. 13thJammern und Klagen, weil man sich von Gott entfernt hat?

      Wir hatten schon im Kapitel 3 von Klagen gelesen und uns gefragt, ob es nicht undankbar oder gottlos sei, wenn wir uns bei unserem Gott beklagen. Interessant, was A.C. Gaebeiein in seinem Kommentar zum Alten Testament dazu sagt:

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    • Nov. 13thEliphas – wenn wir die Dinge aus dem Zusammenhang reissen

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        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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