• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • Nov. 23rdDas lange Schwert aus dem Mund

      Zum Schluss kommen wir zu einem Thema, das heiß diskutiert wurde:
      „… und aus seinem Munde ging hervor ein scharfes, zweischneidiges Schwert….“
      ‭‭Offenbarung‬ ‭1:16‬ ‭ELB‬‬

      Worum handelt es sich hier? Mir persönlich kommt gleich Hebräer 4:12 in den Sinn:
      „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens; und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.“
      ‭‭Hebräer‬ ‭4:12-13‬ ‭ELB‬‬

      Denn auch hier ist von einem zweischneidigen Schwert die Rede, das mit „dem Wort“ zu tun hat, was ja aus dem Mund kommt. Eine völlig logische Schlussfolgerung meiner Ansicht nach?. Flo denkt da eher an die Anweisung Jesu, dass jeder, der ein Schwert hat, es umbinden und zum Schutz vor Feinden mitnehmen soll, als er die Jünger das zweite mal auf Missionsreise schickt (Lukas 22:36-38).

      Als erstes betrachten wir, welche zwei Arten von Schwertern es zu der Zeit gibt, die also Johannes bekannt sind:
      Ein Kurzschwert, das eher die Funktion von einem guten Taschenmesser hatte und das man benötigte, um eine Schlange zu töten oder einen Apfel zu schneiden. Dies ist in Lukas gemeint
      Ein langes Schwert, in der Fußnote ist von einem langen breiten Schwert die Rede, wie ein Degen

      In Offenbarung 1:16 haben wir gelesen, dass dieses lange Schwert aus seinem Mund kommt. Woher kennen wir ähnliches?

      Unsere „Profis für animierte Computerspiele“ kennen nur ein einziges Spiel, wo dies so ist, dort trägt der Kämpfer rechts und links eine weitere Waffe. Also hat er keine Hand mehr frei für das Schwert und muss es mit dem Mund führen ?

      Sehen wir uns noch mal die Vision des Johannes an: Jesus hat hinter sich die Leuchter und in der Hand die Sterne. Die andere Hand wäre also frei und es gäbe keine Veranlassung, das Schwert mit dem Mund zu führen.

      Das Schwert in Hebräer 4 ist nicht zum Töten, sondern zum Trennen gedacht, wie das kurze Schwert, das man als Taschenmesser benutzte. Also kann es nicht gemeint sein.

      Das lange Schwert hier in Offenbarung 1:16 ist eigentlich ein Kriegsschwert – was aus der Fußnote über den Begriff im Urtext hervorgeht – aber es kommt aus dem Mund!
      Im Laufe der Offenbarung sehen wir Jesus, wie er Krieg führt. Achten wir beim Lesen mal darauf: er tut es nie mit der Hand. Woran erinnert uns das?

      Es erinnert gleich an die ersten Verse in der Bibel. Wenn wir uns den Schöpfungbericht ansehen, lesen wir immer wieder „und Gott sprach, es werde…“ Und genau so geschah es dann auch (1. Mose Kapitel 1). Gott machte die Dinge also auch nicht mit den Händen, sondern mit dem Mund – durch sein Wort.

      Das ist wirklich spannend ?


      by Jule with 1 comment
    • Nov. 23rdWie das Rauschen vieler Wasser

      Beim vorherigen Mal haben wir von einer Stimme „wie eine Posaune“ gelesen (Vers 10), dieses Mal ist die Stimme „wie das Rauschen vieler Wasser“ (Vers 15). Was stellen wir uns darunter vor?

      Wasser ist beruhigend, aber wenn wir uns einen Wasserfall oder einen rauschenden Wildbach mit Schmerzwasser vorstellen, dann ist dies sehr laut, so laut, dass wir unser eigenes Wort nicht mehr verstehen. Wir haben dieses Phänomen sogar, wenn es stark regnet – dann verstehen wir im Zelt auch nichts mehr und müssen unterbrechen, bis dieser nachlässt.

      Wie empfinden wir das Rauschen eines Wasserfalls? Es ist zwar sehr laut, aber auch beruhigend. Wenn also die Stimme Jesu wie das Rauschen eines Wasserfalls ist, dann müssen wir keine Angst haben.

      Was hat er in seiner Hand? 7 Sterne. Was bedeuten sie? Die Engel der Versammlungen. Sind dies buchstäbliche Engel oder hat es mit der Position von Menschen zu tun?

      Wenn ansonsten in der Bibel und besonders in der Offenbarung von Engeln die Rede ist, sind damit buchstäbliche Engel gemeint, warum sollte dies jetzt anders sein? Aber wie kann eine Versammlung buchstäbliche Engel haben?

      Diese Frage haben wir bisher noch nicht zufriedenstellend geklärt, aber vielleicht kommt das ja noch ?


      by Jule with no comments yet
    • Nov. 23rdDas weiße Haupt und Füße aus Kupfer

      Warum war sein Haupt „weiß wie Schnee“ (Vers 14)?

      „…sein Haupt aber und seine Haare weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme,“
      ‭‭Offenbarung‬ ‭1:14‬ ‭ELB‬‬

      Es könnte auf Alter oder Weisheit hindeuten, wir kennen diesen Anblick auch aus Daniel und Hesekiel, wo es um „den Alten an Tagen“ geht, wo allerdings der Vater gemeint ist und nicht Jesus. Wer ist also hier gemeint? Geht es immer noch um Jesus?

      Welche Besonderheit hat denn Schnee? Er ist rein, er glänzt und es blendet uns, wenn wir auf den Schnee sehen. Dies erinnert uns an die Umgestaltungszene:

      „Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, mit und führt sie auf einen hohen Berg besonders. Und er wurde vor ihnen umgestaltet. Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht; und siehe, Moses und Elias erschienen ihnen und unterredeten sich mit ihm. Petrus aber hob an und sprach zu Jesu: Herr, es ist gut, daß wir hier sind. Wenn du willst, laß uns hier drei Hütten machen, dir eine und Moses eine und Elias eine. Während er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme kam aus der Wolke, welche sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe; ihn höret.“
      ‭‭Matthäus‬ ‭17:1-5‬ ‭ELB‬‬

      Wir lesen hier, dass Jesus leuchtet und hier in der Offenbarung in Vers 14 wird er ähnlich beschrieben. Das bedeutet, dass es hier weiterhin um Jesus geht und nicht um den Vater, auch wenn die Formulierung ähnlich wie in Daniel ist.

      Außerdem glänzen seine Füße wie Kupfer (Vers 15). In der „Neuen Bibel Heute“ wird es als Gold übersetzt. Auf jeden Fall ist es ein Metall, das leuchtet.

      Woran erinnern wir uns bei Kupfer? Wo war ganz viel Kupfer verarbeitet?

      In der Stiftshütte und später im Tempel war ganz viel Kupfer verarbeitet, angefangen vom Altar, von den großen Becken, in denen die Priester sich und die Geräte wuschen, Geräte aus Kupfer usw. Es hatte auf jeden Fall mit der Anbetung und dem Opfer zu tun.


      by Jule with no comments yet
    • Nov. 22ndWas bedeutet das weiße Gewand?

      Was hatte er an?

      Auch dies erinnert uns an das, was wir In Daniel 10 gelesen haben:
      „…einen gleich dem Sohne des Menschen, angetan mit einem bis zu den Füßen reichenden Gewande, und an der Brust umgürtet mit einem goldenen Gürtel;“
      ‭‭Offenbarung‬ ‭1:13‬ ‭ELB‬‬

      Wen oder was bringen wir mit „einem langen Gewand bis zu den Füßen mit einem Gürtel an der Brust“ in Verbindung?

      Einigen kommt ein König in den Sinn, wegen dem kostbaren goldenen Gürtel, etwas Hochstehendes, jemand mit Macht.

      Johannes war Jude – woran denkt ein Jude bei diesem Outfit?

      Wissen wir noch, wie ein Priester bekleidet sein müsste? Sein Gewand musste ihn ganz bedecken, er musste sogar lange Unterhosen tragen und durfte keine Treppen hinaufsteigen, damit man seine Blöße nicht sehen konnte und einen Gürtel. Während der Arbeit band ein Jude sein Gewand damit hoch, so dass er sich ungehindert bewegen konnte. Dass der Gürtel jetzt oben, über der Brust ist, könnte bedeuten, dass er jetzt gerade nicht arbeitet.

      Aber wir denken hier eher an den Hohepriester, der ebenso ein langes weißes Gewand mit einem Gürtel trug und über der Brust einen Ephod hatte.

      Die meisten von uns bringen das weiße Gewand mit Hoheit in Verbindung, mit einem König. Aber damals bei den Juden war es anders. Es gab drei Variationen:
      – Einfarbig für das einfache Volk
      – Bunt für einen König (siehe auch das bunte Gewand bei Joseph) und
      – Weiß für die Priester und den Hohepriester

      Das Weiße stand für Reinheit, so wie heute noch die Bräute in weiß heiraten, was ursprünglich ihre Jungfräulichkeit symbolisierte.

      Erinnern wir uns an Jesus beim letzten Abendmahl: Was tat er, bevor er sich mit seinen Jüngern zu Tisch setzte? Er Wunsch ihnen die Füße. Was tat er unmittelbar davor? Er in sich das Obergewand aus. Was hatte er nun an? Ein weisses Untergewand. So sah er aus wie ein Priester, was auch passend war, da er der wahre Oberpriester ist. Dieses Bild wird Johannes in Den Sinn gekommen sein, als er jetzt hier den weiß gekleideten Sohn des Menschen sieht. Er wird nicht groß gerätselt haben, wer damit gemeint ist


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    • Nov. 22ndWer ist der „gleich dem Sohne des Menschen“?

      Im Vers 13 lesen wir, dass Johannes jemanden sah „gleich dem Sohne des Menschen“. Wer oder was ist damit gemeint?

      Näheren Aufschluss finden wir in der Fußnote, wo uns Daniel 7:13 angegeben ist:
      „Ich schaute in Gesichten der Nacht: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn; und er kam zu dem Alten an Tagen und wurde vor denselben gebracht.“
      „Und ich erhob meine Augen und sah: und siehe, da war ein Mann in Linnen gekleidet, und seine Lenden waren umgürtet mit Gold von Uphas; und sein Leib war wie ein Chrysolith, und sein Angesicht wie das Aussehen des Blitzes, und seine Augen wie Feuerfackeln, und seine Arme und seine Füße wie der Anblick von leuchtendem Erze; und die Stimme seiner Worte war wie die Stimme einer Menge.“
      ‭‭Daniel‬ ‭7:13‬; 10:5-6‬ ‭ELB‬‬

      Wen bringen wir damit in Verbindung, dass er „mit den Wolken des Himmels kommt“? Erinnern wir uns noch, was wir vor einigen Wochen dazu heraus gearbeitet haben? Es ist Jesus Christus selbst!

      Warum wurde Jesus seinerzeit von den Obersten verurteilt? Sie warfen ihm vor, er habe gesagt, er sei der Sohn Gottes. Aber dies hatte er nie so gesagt – er selbst bezeichnete sich immer als der „Sohn des Menschen“ bzw „Menschensohn“, je nachdem, welche Übersetzung wir benutzen. In gewisser Hinsicht hatte er das auch gesagt, aber nur für diejenigen, die die Prophezeiung aus Daniel 7:13 und 10:5-6 auf ihn anwandten ?


      by Jule with no comments yet
    • Nov. 22ndOffenbarung 1:9-11 Kurzfassung

      Letzten Donnerstag haben wir in der Offenbarung die Verse 12 bis 16 gelesen, aber zuerst einmal eine kurze Wiederholung vom letzten Mal, als wir die Verse 8 bis 11 gelesen haben. Worum ging es?

      Wir hatten festgestellt, dass Johannes auf der Insel Patmos als Gefangener war, denn Patmos war zu der Zeit die Gefängnisinsel der Römer (Vers 9). Der Tag des Herrn ist wahrscheinlich der kommende Gerichtstag Gottes (Vers 10). Die Posaune Gottes erinnern uns an den Berg Sinai, auf dem Mose die Gesetzestafeln bekommen hat. Dort redete Gott mit einer lauten Stimme „wie eine Posaune“, es zeigte die Anwesenheit Gottes (2. Mose 19:14-19). Das selbe wird hier durch die Posaune symbolisiert. Johannes sollte alles aufschreiben, was er „sieht“ (Vers 11), dies kann aber auch symbolisch sein.

      Das es zum „Tag des Herrn“ zu Missverständnissen gekommen war – ob es nun ein Sonntag war, oder der Tag, wo Gott ins Geschehen eingreift – haben wir hier noch mal Hesekiel 8 gelesen.

      Zum Kontext: als dies geschrieben wurde, lebte der größte Teil der Juden noch im Verheißenen Land. Aber die Jugendlichen, wie Daniel und seine drei Freunde, waren bereits nach Babylon verschleppt worden. Wir lesen darüber im Bibelbuch Daniel. Zu dieser Zeit berichtet Hesekiel folgendes:

      „Im 6. Jahr der Verbannung unseres Volkes, am 5. Tag des 6. Monats, war ich in meinem Haus, und die führenden Männer von Juda saßen bei mir. Da wurde ich von Gott, dem Herrn, ergriffen, und er gab mir eine Vision. Ich sah eine lodernde Gestalt, die der eines Mannes glich. Unterhalb der Hüfte sah sie aus wie Feuer, oberhalb leuchtete ihr Leib wie glänzendes Metall. Sie streckte so etwas wie eine Hand nach mir aus und packte mich bei den Haaren. In der Vision hob mich der Geist Gottes weit über die Erde empor und brachte mich nach Jerusalem, zum Nordtor des inneren Tempelvorhofs. Dort stand eine Götzenstatue, die den leidenschaftlichen Zorn des Herrn erregte. Plötzlich erblickte ich den Gott Israels in seiner Herrlichkeit, so wie ich ihn schon im Tal am Fluss Kebar gesehen hatte.“
      ‭‭Hesekiel‬ ‭8:1-4‬ ‭HFA‬‬

      Wir lesen eigentlich die Elberfelder Bibel, da dort der Name Gottes noch als Jehova oder Jahwe vorkommt, aber hier zitiere ich zum besseren Verständnis aus der „Hoffnung für Alle“. Natürlich darf und sollte jeder die Bibel Übersetzung benutzen, die ihm persönlich zusagt?

      Zurück zum Text: Hesekiel befand sich im Haus, es waren Leute bei ihm, aber dann wurde er von Jehova in einer Vision an einen anderen Ort versetzt. Ebenso war Johannes auf der Insel Patmos, aber in der Vision versetzte ihn Jehova an den Tag des Herrn.


      by Jule with no comments yet
    • Nov. 21stNicht die Wahrheit mit der Lüge vermischen

      Wie ihr wisst, lesen wir inzwischen gemeinsam das Bibelbuch Hiob – bisher haben wir die ersten 7 Kapitel gelesen und wissen, worum es eigentlich geht:

      Es geht um einen Streit im Himmel. Jehova und Satan waren sich einig, dass Hiob ein besonders gottesfürchtiger Mann war, scheinbar der einzige überhaupt zu dieser Zeit. Aber es herrschte Uneinigkeit über seine Motivation, denn Satan behauptete, dass er dies nur aus Eigennutz tun würde, weil er von Gott gesegnet war und dass es ihm nicht um Gott selbst ginge (Kapitel 1). Um dies ein für alle mal zu klären, ließ Jehova den Satan machen, er durfte ihm alles nehmen, nur sein Leben war tabu. Und so nahm dieser ihm alles, seine Habe, seine Angestellten, seine Kinder; die Frau lehnte sich gegen ihn und Gott auf und als Krönung wurde er mit einer schlimmen Krankheit geschlagen.

      Satan hatte Hiob wirklich alles genommen, trotzdem hielt dieser weiterhin an Gott fest, er war der Ansicht, dass man nicht nur das Gute annehmen müsse. Als er total am Ende war, bekam er Besuch von drei seiner engeren Freunden, die so geschockt über seinen desolatent Zustand waren, dass sie 7 Tage schweigend bei ihm saßen (Kapitel 2).

      Nach dieser Zeit brach Hiob sein Schweigen und alle waren betroffen, wie deprimiert er war, er wünschte sich tot zu sein, ja nicht einmal geboren worden zu sein. Er wollte keine Probleme mehr haben und ganz nah bei Gott sein. Wir hatten geklärt, dass wir Gott in so einer Situation ruhig nach dem Warum fragen dürfen. Denn zum einen weiß er es eh schon, da er uns ins Herz sehen kann und zum anderen gehört es zu einer wirklich gesunden Beziehung, dass man über alles reden kann und Probleme anspricht, wenn sie da sin. Seine Beziehung zu Gott war also wirklich in Ordnung (Kapitel 3).

      Wir lesen weiter die Kapitel 4 bis 7. Nun steigen die 3 Freunde mit in die Diskussion ein und jeder von Ihnen hat eine bestimmte Meinung, die wir auch heute noch in den verschiedensten Kirchen vorfinden. Als erstes ergreift Eliphas das Wort, sein Name bedeutet „Gott ist reich“ und er ist der Ansicht, dass Gott nach dem Prinzip von „Saat und Ernte“ bestraft.

      Kapitel 4 und 5

      Als erstes lesen wir die Kapitel 4 und 5 und sehen uns an, wie dieser Eliphas Hiob trösten will:

      Gleich in den ersten Versen von Kapitel 4 erfahren wir etwas über Hiob, was wir aus den ersten Kapiteln noch nicht kennen: er war bekannt dafür, dass er stets anderen geholfen und zur Seite gestanden hat, „nun bist du dran, dass es dir mal schlecht geht“ (Verse 3-5). Außerdem sei er selbst schuld, er habe etwas falsch gemacht (Vers 7).

      Ist dies nicht eine merkwürdige Art des Tröstens? Würden wir wirklich einem Bruder, der gerade zum 3. Mal seinen Job verloren hat, sagen, er sei selbst schuld, er solle überlegen, was er falsch gemacht hätte? Würden wir wirklich nach jemanden treten, der schon auf dem Boden liegt?

      Aber was, wenn es doch stimmt, wenn er immer wieder gekündigt wird, weil er nicht zuverlässig ist, wenn er laufend unpünktlich ist und seine Arbeit nicht ordentlich macht, weil er keine Lust hat? Gehört es dann nicht zu den Pflichten eines echten Freundes, ihm dies auch zu sagen?

      Ja, das stimmt, aber es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an. In dem Moment sind wir erst mal als Tröster gefragt, wir müssen ihm erst wieder auf die Beine helfen und dann, wenn er wieder richtig steht ohne Krücke, dann können wir ihn liebevoll darauf hinweisen, dass er selbst etwas ändern muss, auch hier kommt es auf das „wie“ an.

       

      Eliphas verflechtet hier geschickt Wahrheit und Lüge. Wenn 80% von dem was er sagt stimmt und der Rest Lüge ist, dann fällt es schwer, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden oder sogar, dies überhaupt zu erkennen. So sagt er:

      1. „Sollte ein Mensch gerechter sein als Gott?“ – Nein!, damit hat er Recht
      2. „Oder sollte ein Mensch reiner sein als Gott?“ – Nein, auch damit hat er Recht (Vers 17)
        Aber
      3. „Auf seine Knechte vertraut er nicht“ – das ist falsch, er vertraut seinen Engeln, nur einzelnen, wie dem Satan kann man nicht trauen, aber den Engeln im allgemeinen traut er schon (Vers 18)

      Erkennen wir, was gemeint ist und wie gefährlich solch eine Vermischung von Wahrheit und Lüge ist? Wir merken es dann auch an Hiobs Reaktion darauf.

      Sie hatten 7 Tage schweigend bei Hiob gesessen, bis er das Schweigen bricht und sagt, wie er sich fühlt – wir sind heute noch betroffen von dem, was wir die Woche davor gelesen haben, wie schlimm es für Hiob ist – und Eliphas antwortet ihm, indem er sagt, er ernte nur, was er sät, er sei selbst Schuld daran *grummel

      Kapitel 6 und 7

      Wir lesen weiter die Kapitel 6 und 7 und hören uns Hiobs Antwort an: Wie fühlt er sich jetzt, wo Eliphas ihn „getröstet“ hat?

      Er fühlt sich einsam und verlassen, er fühlt sich wie unter der Last vom „Sand des Meeres“ (Kapitel 6:3). Stellen wir uns vor, welch eine schwere Last es ist, wenn man uns mit dem Sand des Meeres überhäufen würde. Das hört sich nicht so an, als hätten ihn die Worte des Freundes getröstet, eher im Gegenteil. Er ist noch verzweifelter als vorher.

      Was denkt er, woher seine Probleme kommen? Er denkt, das käme von Gott selbst (Vers 4). Er weiss ja nichts von dem Streit im Himmel. Wissen wir noch, warum Gott Hiob prüft?

      Weil Satan Hiob prüfen lassen wollte, da dieser seiner Ansicht nach Gott nur dient, weil er etwas dafür bekommt. Jehova lässt ihn machen. Daher ist das Gefühl von Hiob, er sei „von Gott verlassen“ in gewisser Hinsicht richtig.

      Aber bedeute das, dass Jehova ein launischer Gott ist, dass er gibt und nimmt, wie es ihm gerade in den Sinn kommt, um ihn zu prüfen? Wir dürfen nicht vergessen, dass das Ganze nicht Jehovas Idee war, sondern vom Satan ausging.

      Hiob möchte am liebsten sterben. Aber wer sollte ihm den Tod bringen? Gott selbst (Verse 8-9). Warum war das sein „Verlangen“? Es wäre für ihn ein Trost, Gott bis zum Schluss treu gewesen zu sein (Vers 10). Können wir dies verstehen und nachvollziehen?

       

      Nun ist Hiob so verzweifelt, dass er seine Freunde angreift (Verse 15-16). Warum? Womit vergleicht er sie?

      Er sagt, sie wären wie ein Wildbach: zur Regenzeit sprudelt er über, ist ein reißendes Gewässer, aber im Sommer, wenn es heiß ist und man sich nach Abkühlung sehnt, dann ist er nur ein kleines Rinnsal, fast ausgetrocknet und daher sinnlos und unbrauchbar in dieser Hinsicht. Im übertragenen Sinne sagt er hier: „Nun, wo es mir schlecht geht und ich euch brauche, verlasst ihr mich. Ich kann euch nicht gebrauchen, ihr seid mir keine Hilfe“?.

      Hier müssen wir uns die Frage stellen, was wir selbst für Freunde sind? Es muss ja nicht sein, dass Eliphas ihn hier ganz gezielt und bewusst entmutigt. Auch wir könnten einen anderen in Not unbewusst entmutigen anstatt zu trösten, wie es unsere Absicht war. Manchmal reisen wir den anderen unbewusst nieder.

      Wir brauchen Freunde um uns herum, die uns aufbauen, die aber auch hinterfragen. Wie vorhin bereits angeführt, kommt es auf das wann und wie an, auf den richtigen Zeitpunkt und die Art und Weise.

       

      Weiter geht es mit Kapitel 7 und wir fragen uns, wie lange diese unerträgliche Situation bereits für Hiob anhält?

      In Vers 3 spricht er von „Monden der Nichtigkeit“. Inwiefern sagt dies etwas über den Zeitraum aus? Was wird denn in Monden gemessen? Ein Mondzyklus macht einen Monat aus. Wenn er hier von Monden redet, dann bedeutet dies, dass die Situation bereits mehrere Monate anhält. Es war also nicht nur ein kurzes Intermezzo.

      Dann beschreibt er wieder seine Krankheit und fängt an, mit Gott zu diskutieren.

       

      Wo ist sein Problem mit Gott?

      „Warum vergibst du mir mein Unrecht nicht? Kannst du keine Sünde übersehen? Denn bald liege ich unter der Erde, und wenn du mich dann suchst, bin ich nicht mehr da.«“
      ‭‭Hiob‬ ‭7:21‬ ‭HFA‬‬

      Wieder einmal fragt er nach dem „Warum?“. Er weiss, es gibt Missetaten in seinem Leben und fragt: „warum kannst du mir nicht einfach vergeben?“

      Hier kam in der Gruppe die Frage nach dem Konzept „biblischer Seelsorge“ auf. Hier ist das Ziel, dem Betreffenden in Jüngerschaft zu helfen, ihm zu helfen, Gott ähnlicher zu werden. Dafür sind die Mentoren da. Hiobs Freunde hingegen reissen ihn nieder. Hier fand das Konzept keine Anwendung, hier kommen nur Schuldzuweisungen, die Hiob nicht weiter helfen, eher im Gegenteil.

      Wenn wir den zweiten Teil von Vers 21 noch mal lesen, dann sehen wir, dass Hiob denkt, eine unheilbare Krankheit zu haben und dass er bald sterben muss – aber er hat nicht gegen Gott gesündigt in seinen Worten. Auch wenn einige das so sehen und es manchmal so aussieht, denn am Ende vom Buch Hiob greift Gott ein:

      „Nachdem der Herr dies alles zu Hiob gesagt hatte, wandte er sich an Elifas aus Teman: »Ich bin voller Zorn über dich und deine beiden Freunde, ihr habt nicht die Wahrheit über mich gesagt, so wie mein Diener Hiob es tat!“
      ‭‭Hiob‬ ‭42:7‬ ‭HFA‬‬

      Heute ging es also darum, wie wir andere trösten und wie es richtig wäre: Wir müssen den Hilfesuchenden erst aufbauen und dann, wenn er wieder steht, dann ehrlich aber liebevoll auf seinen eigenen Anteil auf der Situation hinweisen.

      Um ganz klar zu machen, wer da nun spricht, werden wir auch künftig zwei Leser haben. Einen, der die Rede des Freundes vorliest und einen, der Hiobs Antwort vorliest, so dass es ganz klar in unserem Gedächtnis bleibt, wer was gesagt hat. Bei der Menge des Stoffes könnten wir sonst einiges durcheinander bringen und wir wir gerade im letzten Kapitel vom Buch Hiob gelesen haben, sagt Jehova selbst, dass das, was die Freunde sagen, Unsinn ist, wohingegen Hiob die Wahrheit redet?

      Zum Schluss von dem Buch muss Hiob für seine drei Freunde Fürbitte leisten, da sie aus Gottes Sicht falsch lagen:

      „Nachdem der Herr dies alles zu Hiob gesagt hatte, wandte er sich an Elifas aus Teman: »Ich bin voller Zorn über dich und deine beiden Freunde, ihr habt nicht die Wahrheit über mich gesagt, so wie mein Diener Hiob es tat! Bringt nun sieben junge Stiere und sieben Schafböcke, geht damit zu meinem Diener Hiob und bringt sie als Brandopfer dar! Hiob soll für euch beten, denn nur ihn will ich erhören und euch um seinetwillen nichts Böses tun. Denn ihr habt nicht wie er die Wahrheit über mich gesagt.«“
      ‭‭Hiob‬ ‭42:7-8‬ ‭HFA‬‬

      Es ist ganz wichtig, dass wir diese beiden Verse im Sinn behalten, während wir die Reden der Freunde lesen, damit wir nicht in eine Falle tappen. Denn viele der Kommentatoren, die ich zur Zeit zum Bibelbuch Hiob lese, machen Hiob Vorwürfe und sehen ihn und seine Gefühle und Reden als Abfall von Gott oder ähnliches. Teilweise bekomme ich selbst solche negativen Gefühle beim Lesen. In letzter Zeit habe ich unter der Woche oft mit Thom darüber diskutiert, dass unter anderem der Eliphas doch recht hat, auch wenn es falsch angewandt ist, da wir aus den ersten beiden Kapiteln wissen, dass Hiob eben nicht leidet, weil er irgendwas falsch gemacht hat. Daher prägen wir uns bitte die eben zitierten Verse gut ein und behalten wir sie beim Lesen dieses Bibelbuches im Sinn?

      Wieder einmal sehen wir, wie wichtig es ist, die Bibel im Zusammenhang zu lesen und nichts aus dem Kontext zu reißen.

      Diese Woche lesen wir die Kapitel 8 bis 10, der zweite Kumpel gibt seinen Senf dazu und Hiob antwortet ihm. Warum ich das hier so respektlos formuliere? Lies doch einfach schon mal die 3 Kapitel, spätestens am Sonntag wirst du meine Worte verstehen, es bleibt spannend ?


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        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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