Die tägliche Andacht von Bayless:
Verletzte Beziehungen heilen
Sprüche 18,19 sagt uns:
„Ein getäuschter (gekränkter) Bruder ist unzugänglicher als eine befestigte Stadt; und Streitigkeiten sind wie der Riegel einer Burg.“
Die „befestigte Stadt“, von der hier die Rede ist, ist eine Stadt mit Stadtmauern, die bewacht wird. Man kann nicht einfach vor das Tor einer befestigten Stadt ziehen und die Kapitulation verlangen. Es bedarf einer durchdachten Strategie, um solch eine Stadt einzunehmen. Man muss alles durchdenken und einen Plan entwickeln.
Es bedeutet auch, dass unermüdlicher Einsatz nötig sein wird. Und sehr wahrscheinlich wird man sich dabei in Gefahr begeben. Ja, es ist unmöglich, eine befestigte Stadt einzunehmen, ohne Risiken einzugehen, ohne sich selbst angreifbar zu machen.
Das trifft auch zu, wenn ein Bruder gekränkt ist. Es bedarf sorgfältiger Planung und ernsthafter Bemühungen, und manchmal müssen wir uns auch verletzbar machen, obwohl wir das nicht wollen.
Vielleicht hast du heute mit einer verletzten Beziehung zu kämpfen und vielleicht hast du dich noch nicht um Heilung in dieser Beziehung bemüht, weil du nicht weißt, wie du das machen sollst. Es fängt immer mit Gebet an. Du musst mit Gott über den anderen und über dich selbst sprechen und dann musst du hingehen und mit der betreffenden Person reden.
Wenn du es dann tust – bitte lies jetzt sehr genau –, sollte es nicht mit der Absicht geschehen zu beweisen, dass du im Recht bist. Recht zu haben ist nicht das Ziel. Das Ziel ist Frieden. Meistens ist es wichtiger, barmherzig zu sein, als recht zu haben.
Wenn du dich um eine Lösung bemühst, aber nur mit der Absicht, dass der andere deine Sichtweise versteht, damit du beweisen kannst, dass du recht hast, dann behältst du vielleicht recht, schließt aber nie Frieden.
Wenn du dich bemühst, einen gekränkten Bruder zu gewinnen, dann höre ihm gut zu und versuche, seine Sichtweise nachzuvollziehen. Sei bereit zu hören und nicht nur gehört zu werden. Denn auch wenn es schwierig ist, kannst du doch zum Frieden gelangen und erleben, dass eine zerbrochene Beziehung heil wird.
Was machen wir Menschen nicht alles, um etwas Liebe, Anerkennung oder Zugehörigkeit zu bekommen! Wir geben unser Bestes, um das Loch in unserem Herzen zu stopfen, das sich immer wieder zeigt und schreit: „Fülle mich!“ Dieses Loch ist bei denjenigen von uns noch ausgeprägter, die als Kind nicht die Nestwärme, die sichere Bindung, den Schutz und die Unterstützung erhalten haben, die wir dringend gebraucht hätten. Nicht wenige verbinden ihre Kindheit zudem mit unschönen oder gar traumatischen Erfahrungen. Auch wenn wir uns vielleicht nicht mehr bewusst an frühere Erlebnisse erinnern können, laufen die damit verbundenen Prägungen und Programme im Hintergrund nach wie vor mit und bestimmen unbewusst unser Denken, Fühlen und Handeln im Alltag. Erst wenn wir dies zu reflektieren beginnen, können wir aussteigen und etwas daran ändern.
Viele unserer Muster haben wir bereits früh in unserer Kindheit etabliert. Um emotional über die Runden zu kommen, waren wir sehr einfallsreich: „Wie muss ich mich verhalten, damit ich von Mama und Papa geliebt werde? Was muss ich tun, damit ich akzeptiert werde und dazugehöre?“ Als Kinder machen wir die Erfahrung, dass Liebe oft an gewisse Bedingungen geknüpft ist und wir uns die Akzeptanz „verdienen“ müssen, indem wir lieb, brav, angepasst, still oder hilfsbereit sind. Aber das hat Auswirkungen. Aufgrund solcher Erfahrungen entwickeln wir unbewusst Bewältigungsstrategien und Schutzstile, mit denen wir uns heute noch durchs Leben navigieren. Typische Schutzstrategien können Perfektionismus, Rückzug, Harmoniesucht, Macht-, Leistungs- oder Kontrollstreben, Anpassung, Opferhaltung oder Helfersyndrom sein. Wir laufen als Erwachsene immer noch in dieser alten Rüstung herum, die für das Kind hilfreich und schützend war, die aber heute längst nicht mehr nötig ist. Meist erst durch den Weckruf einer Krise, Krankheit oder durch einen Konflikt – oft zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr – wachen viele auf.
Innere Glaubenssätze aufspüren
Einer meiner Glaubenssätze aus der Kindheit lautete: „Ich bin immer für die gute Stimmung verantwortlich. Nur wenn ich für Harmonie sorge, werde ich geschätzt und gehöre dazu.“ Bereits als Kind versuchte ich in der Familie Streit zu schlichten und zu vermitteln. Dies war unbewusst mein Auftrag. Damit kam ich auch im weiteren Leben ziemlich gut voran, bis ich in meinem Führungsalltag Mitarbeitern gegenüber auch negatives Verhalten und unbequeme Dinge ansprechen musste. Das ging gegen meine Grundüberzeugung und brachte mich in Bedrängnis.
Vielleicht kennen Sie ähnliche Glaubenssätze? Folgenden Grundüberzeugungen begegne ich in der Beratung öfter: „Nur wenn ich mich ständig anpasse, gehöre ich dazu.“ „Ich muss immer helfen, nur so habe ich eine Lebensberechtigung.“ „Ich muss alles kontrollieren, nur so bin ich sicher.“ „Ich muss mich ständig zurückziehen, nur so kann ich mich schützen.“ „Nur wenn ich alles perfekt mache, werde ich nicht abgelehnt.“
Andere innere Überzeugungen können lauten: „Ich bin nichts wert.“ „Niemand mag mich.“ „Ich bin nicht willkommen.“ „Ich bin für alles allein verantwortlich.“
Hinterfragen Sie solche destruktiven Glaubenssätze! Sind sie wirklich wahr? Wie könnte das Gegenteil lauten? Ersetzen Sie Lügen konsequent mit Wahrheit und biblischen Werten.
Oft sind wir Menschen erst dann willens, alte Prägungen zu verändern, wenn der Leidensdruck groß ist oder wenn neue Ziele uns motivieren. Doch selbst dann sind wir nicht so schnell bereit, unsere Komfortzone zu verlassen. Denn eine Veränderung bringt Unsicherheiten und Ängste mit sich. Und dies vermeiden wir grundsätzlich.
Im Konflikt mit mir selbst
Bei all unserem Veränderungsstreben kommen wir mit uns selbst in Konflikt und tun oft exakt das Gegenteil von dem, was wir uns vorgenommen hatten. Bereits der Apostel Paulus hat diese Erfahrung gemacht. Er stellt fest: „Ich verstehe ja selbst nicht, was ich tue. Das Gute, das ich mir vornehme, tue ich nicht; aber was ich verabscheue, das tue ich“ (Römer 7,15). Wenn wir Probleme haben und nicht so können, wie wir eigentlich wollen, dann erleben wir zwei Dynamiken: Einerseits sehen wir uns als Opfer von Umständen oder Menschen. Wir fühlen uns ausgeliefert und meinen, dass es uns nur dann besser gehen würde, wenn endlich der Chef verständnisvoller, der Partner rücksichtsvoller, die Kinder folgsamer wären. Andererseits springt in uns ein Selbstabwertungsprogramm an. Wir werden hart gegen uns selbst und klagen uns an: „Ich blöder Esel, ich bin einfach unfähig. Ich dumme Nuss, wie konnte ich nur, ich bin eine Versagerin!“ Wir werten uns innerlich ab und machen uns fertig. Dies ist jedoch keine hilfreiche Lösungsstrategie. Im Gegenteil, solche Selbstverurteilungen setzen uns nur noch stärker unter Druck.
Zur Wahrheit stehen
Wie wäre es, wenn wir uns als Erstes eingestehen, dass wir es nicht aus eigener Kraft schaffen und auf Unterstützung angewiesen sind? Wir dürfen lernen, barmherzig mit uns selbst zu sein und falsche Ideale loszulassen. Sich so anzunehmen, wie wir sind, und nicht so, wie wir sein sollten, fällt vielen schwer. Aber dieses Eingeständnis verschafft uns Luft und setzt Kraftreserven frei. Denn nun müssen wir nicht mehr so viel Energie darauf verwenden, alles zu beschönigen, zu unterdrücken und zu verdrängen.
Dieser Schritt – zur eigenen Wahrheit zu stehen – geht gegen unseren Stolz. Wir haben Angst, die Kontrolle zu verlieren, und deshalb leugnen, verharmlosen und kaschieren wir unsere Schwächen. Wir halten die Illusion aufrecht, alles im Griff zu haben.
Eine neue Identität
Abgesehen von der Beziehung zu Gott und zu anderen gibt es noch einen wichtigen Faktor in unserem Leben: die Beziehung zu uns selbst. Sie beeinflusst jeden anderen Bereich und jede unserer Beziehungen weit mehr, als wir denken. Ob wir liebevoll oder verurteilend mit uns selbst umgehen, bestimmt maßgeblich unsere emotionale Gesundheit und die Art, wie wir uns anderen Menschen gegenüber verhalten. Erst wenn wir aus der Verbindung mit Gott unsere Identität erneuern lassen, können wir liebevoller mit uns selbst umgehen. Dies ist eine entscheidende Grundlage für einen dauerhaften Veränderungsprozess und hat positive Auswirkungen auf unser Umfeld. Dann können wir uns selbst sagen: „Ich muss mich nicht mehr verdrehen, um Liebe zu bekommen. Ich darf zu mir stehen, weil Gott mich in Jesus bereits vollkommen liebt, mich vorbehaltslos annimmt und ich bedingungslos dazugehöre.“
Lernen Sie, bewusst auf Gottes wohlwollende Stimme zu hören. Zu Jesus sagte der Vater im Himmel: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude“ (Markus 1,11). Seine Liebeszusage gilt auch Ihnen und mir. Auf dieser Grundlage können wir Verhaltensänderungen gelassener angehen und sind nicht mehr darauf angewiesen, uns so zu verhalten, dass uns alle mögen und toll finden.
Studien haben gezeigt, dass wir in Veränderungsprozessen meist vier Phasen durchlaufen. Zufriedenheit, Verleugnung, Chaos/Verwirrung und Erneuerung. Wir durchlaufen jede dieser Phasen auf unserer Reise. In der letzten Phase geht es vor allem um die Erneuerung unseres Denkens, Fühlens und Handelns. Sich Neuem zu öffnen und Veränderungen anzugehen heißt, sich auf unbekanntes Terrain zu wagen. Dabei ist die Erneuerung des Denkens zentral. Die Bibel bestätigt das: „Was ich dir jetzt rate, ist wichtiger als alles andere: Achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben!“ (Sprüche 4,23).
Aufgrund unserer Geschichte laufen wir oft noch mit unserer alten Brille herum: „Nun werde ich wieder abgelehnt, nicht gesehen, geliebt, einbezogen. Nun denkt sie sicher wieder, ich bin eine Versagerin.“ Je besser es uns gelingt, die alte Brille abzusetzen, desto objektiver können wir Situationen neu betrachten und anders handeln. Menschen in unserem Umfeld haben dann weniger Macht über uns. Sie können uns nicht mehr so schnell in Rage bringen und damit alte destruktive Verhaltensweisen oder Schutzstile auslösen.
Umdenken und anders handeln
Die Hirnforscherin Dr. Caroline Leaf weist darauf hin, dass die Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen in unserem Gehirn ständig umgebaut werden. Mit jeder Entscheidung, jedem Gedanken verbinden sich Nervenzellen mit anderen, verstärken bereits bestehende Verbindungen oder schaffen neue. Unser Gehirn ist also nicht einfach so, wie es ist, sondern wie wir es mehrheitlich nutzen! Das heißt, wenn wir unser Denken erneuern, verändern wir gleichzeitig unser Gehirn. Hirnforscher sprechen von einigen Monaten, die es braucht, bis sich in unserem Gehirn neue Denkstrukturen etablieren können, die stark genug sind, damit neue Gewohnheiten automatisiert werden. Das braucht Geduld und Durchhaltevermögen. Denn diese müssen durch Wiederholungen immer wieder neu stimuliert werden. Das heißt, je mehr wir ermutigendes, wohlwollendes Denken und positive Verhaltensmuster trainieren, desto stärker werden diese neuronalen Verbindungen im Gehirn werden. Dies hat Auswirkungen auf unsere Gefühlswelt und befähigt uns, anders zu handeln.
Ich mache Ihnen Mut, Ihren persönlichen Veränderungsweg zu gehen und sich mit den tieferen Schichten Ihrer Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Rechnen Sie mit Gottes Liebe und Annahme. Steigen Sie mutig aus der Opferrolle aus und beginnen Sie bewusst, anders zu handeln. Und wenn Sie in alte Muster zurückfallen, macht das nichts. Beginnen Sie von Neuem. Dieser Prozess führt zu mehr Zufriedenheit, Tiefe, Erfüllung und Freiheit in Ihrem Leben.
Christoph Hickert arbeitet als Coach und Supervisor in eigener Praxis in Männedorf/Schweiz (www.beratung-coaching.ch). Dieser Artikel erschien in Lydia 1/2019.
by Jule with no comments yetVor einigen Tagen zufällig auf Spotify gehört und seither der totale Ohrwurm: ich kann einfach nicht anders, als es volle Pulle aufzudrehen und lauthals mitzusingen ??
Warum eigentlich? Ist es die Melodie oder der Text?
Wahrscheinlich erinnert es mich einfach an meine Situation vor einem Jahr, als ich völlig ausgebrannt und am Ende aus Berlin hier in Allerbüttel angekommen bin. Dazu kam, dass ich ungeplant mit einem mal für zwei Wochen hier komplett allein saß. Jeder, der mich kennt, hat sich große Sorgen um mich gemacht, da ich seit Jahren aufgrund meiner Phobie große Probleme mit dem Alleinsein hatte.
Aber ich saß hier warm eingemuckelt vor dem Panorama Fenster und habe die Vögel am Himmel beobachtet. Schnell fiel mir ein Greifvogel ins Auge, der mein Interesse weckte und sich später als Rotmilan entpuppt hat. Es war faszinierend, ihm zuzusehen. Ich saß dort (konnte ja eh nix anderes machen mangels Möglichkeiten), hatte die Lobpreismusik volle Pulle aufgedreht und lauthals mitgesungen…
Gerade in dieser Zeit bin ich zur Ruhe und zu Kräften gekommen, habe mich Gott so nah und mich so geborgen gefühlt, wie sonst nie. Es war eine wunderbare Zeit, die mich sehr gestärkt hat, nicht nur im Glauben sondern auch emotional und psychisch
Jetzt, wo ich das Lied höre, könnte es meins sein – so als wäre es in dieser Situation für mich geschrieben
Hört es euch an, es lohnt sich
Ich bin dem Schöpfer Sooo dankbar ❣️❤️
In der Osterwoche fällt der Bibelgrundkurs aus. Da wir an dem dann kommenden Osterwochenende die Auferstehung Jesu feiern, wollen wir am Gründonnerstag in einer kleinen Passahfeier nachempfinden, wie Jesus seinen letzten Abend mit seinem Jüngern verbrachte. Was genau feierten sie, wie und warum? Wir wissen, dass diese Feier im letzten Abendmahl Jesu endete, bei dem Jesus einen Bund mit seinen Jüngern schloss
Da wir keine genauen Aufzeichnungen finden konnten, wie genau Jesus dieses Passah mit seinen Jüngern beging, müssen wir mit dem vorlieb nehmen, wie es die Juden heute noch feiern. Dieser Ablauf ist etwas abgewandelt, weil heute vieles mit dem nicht mehr vorhandenen Tempel zu tun hat, der 70 unserer Zeit zerstört wurde.
Wir fangen um 18 Uhr mit einem gemeinsamen Essen an – es gibt dem Anlass entsprechend Lamm, was auf das Passahlamm hindeuten soll – und dann dürfen wir gespannt sein
Bitte gebt uns noch Bescheid, ob und mit wie vielen Personen ihr kommt, damit wir besser planen können
Wir freuen uns auf euch
by Jule with no comments yetHier einige Kommentare, die ich gerade zum 2. Buch Mose lese, um mich auf die BibelArbeit am Sonntag vorzubereiten:
Vielleicht hat der eine oder andere ja noch einen guten Tipp, welches ich noch mit einbeziehen könnte?
by Jule with no comments yetWusstet ihr eigentlich, dass schon in der Bibel ein Rap steht? Hier mal das Siegeslied des Mose in der Volxbibel als Rap. Interessant, dass es sich nicht um die Leute an sich oder deren Gefühle oder Befindlichkeiten dreht – sondern darum, wie wunderbar dieser Gott ist. Wirklich ein sehr hervorragendes Lobpreislied. Aber genug von dem Vorwort, hier der Rap
Das Siegeslied – „ein Rap für Gott“
Mose freut sich und schreibt ein Lied
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Als das abgegangen war, schrieb Mose einen Song darüber, den er mit den Israeliten zusammen für Gott sang:
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„Nur für Gott will ich was singen,
denn er ließ es mit seiner krassen Kraft gelingen.
Gott ist der Größte, er hat es gerissen.
Er hat sie alle ins Wasser geschmissen,
unsere Feinde mit ihren Panzerwagen.
Mit meinem Rap will ich ihm danke sagen.
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Gott, der mir geholfen hat, als ich im Dreck saß,
ohne Maß,
seine Hilfe, die kam krass.
Ich danke dem Gott, dem mein Vater schon dankte.
Er ist der Typ mit der Bärenpranke,
sein Name ist ,Ich bin schon da‘.
Ganz wunderbar
warf er das Heer vom Präsidenten
in den See, mit bloßen Händen.
Auch die schnellsten Panzer und die besten Soldaten
ersoffen in Raten,
sie konnten nicht abwarten,
bis das Wasser kam und sie einfach überrollte.
Sie versanken im See, wie ein Stein, nein, ich prollte
hier nicht, denn Gottes Hand hat den Sieg errungen,
gegen seine Kraft war es dem Feind nicht gelungen,
sich zu wehren.
In deiner Größe, Gott, zeigst du dich, wir müssen dich ehren.
Du machst den Feind fertig, wirfst ihn zu Boden,
er frisst nur noch Staub, kriegt auf die Hoden.
Wenn du sauer bist, dann frisst jeder Gegner nur Staub,
dein Zorn ist wie Feuer, verbrennt jedes Laub.
Du bläst mit deinem Atem auf das Schilfmeer,
dann entstehen zwei Wände, rechts und links, vor dir her.
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Die Feinde machten den Lauten: ,Jetzt haben wir sie!
Holt euch die Beute, tötet sie wie Vieh! Und wie!
Tötet alle, lasst keinen am Leben.
Wir teilen das Ganze, wird für jeden was geben.‘ Aber mein Gott blies nur einmal in die Richtung,
schon war da überall Wasser, es gab keine Rettung.
Sie sanken auf den Grund, wie ein Sack voller Schrott.
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Wo gibt es denn Götter, die so sind wie unser Gott?
Wer ist so besonders, so heilig, dreimal dürft ihr raten?
Wer schafft sich so krass Respekt durch seine heiligen Taten?
Du brauchst nur einmal deine Hand auszustrecken.
Und schon sind alle Feinde gleich am Verrecken.
Mit deiner starken Hand hast du deine Leute befreit,
mit deiner Liebe hast du sie eingereiht,
in deine ganz besondere Wohnung gebracht.
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Bei den anderen Völkern hat diese Nachricht gekracht,
sie haben sich in die Hose gemacht,
Philister kriegten Panik in der Nacht.
Auch die Chefs von Edom fingen an zu zittern,
die Regierung von Moab, die Kanaaniter voll am Bibbern.
Sie kriegten erst mal Angst, machten sich in die Hose,
vor deiner großen Kraft waren sie wie eine Mimose.
Damit deine Leute einfach weitergehen konnten.
Du hast sie erwählt, so sind einfach die Fronten.
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Du nimmst sie untern Arm und pflanzt sie auf den Berg Zion,
der nur dir gehört, wo du wohnst, immer schon.
Du hast den gemacht, heilig ist er,
Gott, du bist der Präsi, jetzt und jeden Tag mehr!“
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(Volxbibel 2. Mose 15:1-18)
Das erinnert mich an das „Siegeslied“, das auf der neuen „Feiert Jesus 24“ drauf ist und von dem ich ein Ohrwurm habe. Wir haben es in den letzten Wochen immer Sonntags zu Beginn gesungen, ebenso wie „Höre Israel“
by Jule with no comments yetAls wir beim Gottesdienst am Sonntag darüber gesprochen haben, wurde mir erst mal so richtig klar, dass es ein doppeltes Wunder war:
Nicht nur, dass Gott durch ein Wunder für dieses Manna, diese Speise in der Wüste gesorgt hatte, sondern er beeinflusste auch, wieviel jeder hatte
„Und am nächsten Morgen lag Tau rings um das Lager. Als er verdunstet war, blieben auf dem Wüstenboden feine Körner zurück, die aussahen wie Reif. Die Israeliten entdeckten sie und fragten sich: »Was ist das bloß?« Nie zuvor hatten sie so etwas gesehen. Mose erklärte ihnen: »Dies ist das Brot, das euch der Herr zu essen gibt. Der Herr hat angeordnet: Jeder von euch soll so viel sammeln, wie er für seine Familie braucht, einen Krug von zweieinhalb Litern für jede Person, die in seinem Zelt lebt.« Die Israeliten hielten sich daran und lasen die Körner auf, einer mehr, der andere weniger. Doch als sie es zu Hause maßen, hatte der nicht zu viel, der viel eingesammelt hatte, und wer nur wenig aufgelesen hatte, dem fehlte nichts. Jeder hatte genauso viel mitgenommen, wie er für seine Familie brauchte.“ 2. Mose 16:13-18 HFA
Also, egal wieviel jeder gesammelt hatte, am Ende hatte jeder nur das, was er brauchte. Egal, ob er zu viel oder zu wenig gesammelt hatte
Am sechsten Tag dürfen sie so viel sammeln, wie sie wollen. Die werden dann beim Backen merken, dass sie doppelt so viel gesammelt haben, wie an den anderen Tagen Vers 5 Volxbibel
Dies ist deshalb wichtig, weil Jehova gleich am Anfang zu Mose sagte, dass er ihnen Speise geben wolle, um sie auf die Probe zu stellen (Vers 4)
Etwas später lesen wir ja, dass Gott auch sagte, sie sollten nicht davon aufheben – und trotzdem taten das einige und das Aufgehobene verfaulte (Verse 19-20). Warum bewahrten sie es wohl auf? Vielleicht hatten sie Angst, dass es am nächsten Morgen nicht wieder Neues geben würde (obwohl Jehova doch genau dies versprochen hatte)
Etwas später lesen wir, dass sie am sechsten Tag wie normal gesammelt hatten, aber dennoch die doppelte Menge hatten, was sie sehr verwirrte (Vers 22). Auch dies war ein Wunder im Wunder, denn sie sammelten ganz normal auf und hatten mit einem mal die doppelte Menge – ganz anders als an den Tagen davor
Was sie nicht wußten war, dass Jehova bereits zu Beginn zu Mose sagte, dass sie am sechsten Tag mehr sammeln sollten, da es am siebten Tag nichts geben würde (Verse 5 und 22-23)
Dadurch, dass Mose dem Volk nicht vorher gesagt hatte, dass sie am sechsten Tag doppelt so viel einsammeln sollten, war es ein ganz klares Wunder: Jehova beeinflusste in beiden Fällen die Menge, die jeder hatte, ganz egal, was dieser tat
Später bezieht sich jesus darauf, als er durch ein Wunder tausende mit einigen wenigen Fischen und Broten speist:
by Jule with no comments yet„Gegen Abend kamen die Jünger zu ihm und sagten: »Es ist spät geworden, und die Gegend hier ist einsam. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und dort etwas zu essen kaufen können!« Aber Jesus antwortete: »Das ist nicht nötig. Gebt ihr ihnen zu essen!« »Wir haben doch nur fünf Brote und zwei Fische hier«, wandten seine Jünger ein. »Dann bringt sie mir her!«, sagte Jesus. Er forderte die Leute auf, sich ins Gras zu setzen, nahm die fünf Brote und die beiden Fische, sah zum Himmel auf und dankte Gott. Dann teilte er das Brot, reichte es seinen Jüngern, und die Jünger gaben es an die Menge weiter. Alle aßen und wurden satt. Als man anschließend die Reste einsammelte, da waren es noch zwölf Körbe voll. Etwa fünftausend Männer hatten zu essen bekommen, außerdem noch viele Frauen und Kinder.“ Matthäus 14:15-21 HFA
Am Sonntag haben wir gelesen, wie die Israeliten aus Ägypten auszogen. Erst wurden sie buchstäblich rausgeworfen, dann verfolgt, weil man die billigen Arbeitskräfte nicht verlieren wollte.
Wir haben gesehen, dass sie nicht allein waren, dass Gott sie durch eine Wolken- und Feuersäule führte und so bei ihnen war. Trotzdem bekamen sie Angst, als sie die Verfolger sahen.
Durch ein Wunder teilte Gott das Rote Meer, so dass sie trockenen Fußes hindurch ziehen könnten. Die Ägypter waren von ihrem Zorn so geblendet und auch, weil Gott ihren Blick verschleierte, so daß sie ihnen blindlings nachliefen. Schön dumm, denn sie liefen in die Falle: Jehova ließ die Wasser über ihnen zusammen fallen und begrub sie alle unter sich
Das Volk Israel war frei! Sie müssten nichts tun, so wie Gott Ihnen durch Mose hatte sagen lassen, sie standen da und sahen, wie ihr Gott sie rettete
Wie hätten wir darauf reagiert?
Diesen Sonntag werden wir uns mit dem großartigen Siegeslied beschäftigen, dass sie anstimmten und dass noch heute jeder Jude kennt und das bei. Passah gesungen wird
Wir freuen uns auf euch. Auch ja, es geht weiter mit Kapitel 15
by Jule with 7 comments