
Als Jesus gekreuzigt wurde, bot man ihm mit Galle (oder Myrrhe) vermischten Wein an, ein mildes Betäubungsmittel, das Verurteilten üblicherweise gereicht wurde, um Schmerzen zu lindern und Leiden zu mindern. Die Heilige Schrift berichtet eindeutig, dass Jesus davon kostete – und es dann ablehnte. Diese Entscheidung war nicht zufällig. Jesus lehnte das Getränk nicht ab, weil er sich der bevorstehenden Schmerzen nicht bewusst war. Er lehnte es ab, weil er beschloss, das Kreuz bei vollem Bewusstsein, in voller Präsenz und in vollem Gehorsam zu ertragen. Er wollte das Leiden nicht betäuben. Doch später änderte sich etwas. Jesus rief: „Mich dürstet!“, und diesmal nahm er den sauren Wein an, der ihm auf einem Ysopzweig gereicht wurde. Aber er trank ihn nicht, um Schmerzen zu lindern. Johannes erklärt uns ausdrücklich, warum Jesus ihn annahm: „Danach, als Jesus wusste, dass alles vollbracht war, sagte er (um die Schrift zu erfüllen): ‚Mich dürstet!‘“ (Johannes 19,28). Als er davon trank, erfüllte er Psalm 69,21: „Sie gaben mir Gift zu essen und Essig zu trinken, weil ich durstig war.“ Unmittelbar nachdem er es empfangen hatte, erklärte Jesus: „Es ist vollbracht.“ Er lehnte das Getränk ab, das sein Leiden gelindert hätte, nahm aber das an, das die Erlösung vollendete. Jeder Schritt, jedes Wort und selbst jeder Schluck waren bewusst gewählt.This entry was posted in Fundstücke, Gemeinsam die Bibel in einem Jahr lesen, Johannes, Psalm by Jule with 1 comment
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When Jesus was crucified, He was offered wine mixed with gall (or myrrh), a mild anesthetic drink commonly given to condemned men to dull pain and lessen suffering. Scripture tells us plainly that Jesus tasted it—and then refused it.
That choice was not random.
Jesus did not reject the drink because He was unaware of the pain ahead. He refused it because He chose to endure the cross fully conscious, fully present, and fully obedient. He would not numb the suffering.
But later, something changed. Jesus cried out, “I thirst,” and this time He accepted the sour wine offered to Him on a hyssop branch. But He didn’t take it for pain relief. John tells us explicitly why Jesus accepted it:
“After this, Jesus, knowing that all was now finished, said (to fulfill the Scripture), ‘I thirst’” (John 19:28). When he drank it He fulfilled Psalm 69:21: “They gave me poison for food, and for my thirst they gave me sour wine to drink.”
Immediately after receiving it, Jesus declared, “It is finished.” He refused the drink that would ease His suffering, but accepted the one that completed redemption. Every step, every word, and even every sip was intentional.