
Eine der größten Kräfte auf der Welt ist die Hoffnung.
Hoffnung ist das, was uns in Bewegung hält, wenn das Leben unsicher ist. Hoffnung ist das, was uns aufrecht hält, wenn die Dinge keinen Sinn ergeben. Hoffnung ist wie der Motor, der das Fahrzeug des Lebens am Laufen hält, auch wenn der Weg vor uns unklar ist.
Wir reden oft über den Glauben und wie mächtig er ist. Aber wir reden nicht immer über die Hoffnung. Doch ohne Hoffnung hat der Glaube nichts, womit er arbeiten kann.
In der Bibel steht im Brief an die Hebräer 11,1, dass der Glaube die Substanz der Dinge ist, auf die man hofft. Das heißt, die Hoffnung kommt zuerst. Der Glaube gibt einfach Substanz zu dem, was die Hoffnung sich schon vorgestellt hat.
Hoffnung ist die stille Erwartung, dass noch etwas Gutes passieren kann.
Wenn du an die Frau mit dem Blutfluss denkst, oder an den blinden Bartimäus, oder an die vielen Menschen, die in der Zeit von Jesus Christus Wunder erlebt haben, musst du dir eine wichtige Frage stellen.
Was hat sie in den Tagen, in denen sich noch nichts geändert hatte, am Leben gehalten?
Was hat sie am Glauben festhalten lassen, als es keine sichtbare Antwort gab?
Es war die Hoffnung. Etwas in ihnen flüsterte ihnen immer wieder zu: „Eines Tages werde ich mein Wunder erleben. Eines Tages wird Gott einen Weg finden.“
Die Hoffnung hielt sie am Leben, bis der Glaube zum Ausdruck kam.
Stell dir das so vor: Hoffnung ist wie ein Schuh, und Glaube ist wie der Fuß im Schuh. Der Schuh allein kann sich nicht bewegen. Aber in dem Moment, in dem ein Fuß hineinkommt, beginnt er zu laufen.
Genauso wartet die Hoffnung still. Und wenn der Glaube eintritt, beginnt die Bewegung.
Lass mich ein anderes Bild zeichnen. Stell dir vor, du bist mitten in einem Sturm auf einem Schiff, das Schiffbruch erleidet. Alles um dich herum ist zusammengebrochen. Die Wellen sind heftig und du bist kurz davor zu ertrinken.
Aber plötzlich greift deine Hand nach einem Stück Holz, das im Wasser treibt.
Du hältst dich daran fest, und dieses kleine Stück Holz hält dich über Wasser, bis du das Ufer erreichst.
Das ist Hoffnung. Hoffnung hält dich im Sturm am Leben. Aber in dem Moment, in dem du das Ufer erreichst und auf deinen Füßen stehst, ist das Glaube.
Unterschätze also niemals die Kraft der Hoffnung.
Hoffnung ist die ruhige Zuversicht, dass die Dinge nicht immer so bleiben werden, wie sie sind. Es ist der stille Glaube, dass Gott irgendwie noch einen Weg finden wird.
Wenn der Arzt sagt, die Situation sei hoffnungslos, flüstert die Hoffnung: „Gott hat immer noch das letzte Wort.“
Wenn das Bankkonto leer ist und die Zukunft ungewiss erscheint, sagt die Hoffnung: „Irgendwie wird für uns gesorgt werden.“
Hoffnung ist nicht laut. Sie ist eine stille, beständige Zuversicht, dass morgen alles anders sein kann.
Die Bibel nennt Gott in Römer 15,13 sogar den Gott der Hoffnung.
Und letztendlich finden wir unsere größte Hoffnung in einer Person. In Kolosser 1,27 heißt es:
„Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Anstatt dir also heute Sorgen um morgen zu machen, nimm dir einen Moment Zeit, um dem Gott der Hoffnung zu danken. Demjenigen, der dich durch Stürme getragen hat, von denen du nie gedacht hättest, dass du sie überstehen würdest.
Derjenige, der dich beschützt hat, als das Leben dich zu überwältigen drohte. Und denk daran:
Egal, wie düster die Lage heute auch sein mag, dein Sieg ist in Christus bereits gesichert.
Denn solange die Hoffnung lebt, ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Und mit Christus in dir wird es immer Hoffnung geben.
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