
„Wenn der Traum vor dem Verständnis kommt“
Was tun Sie, wenn Gott Ihnen einen Traum schenkt, den die Menschen um Sie herum nicht verstehen?
Josef war noch jung, als Gott begann, durch Träume zu ihm zu sprechen. Er wurde von seinem Vater geliebt und teilte ihm seine Visionen ohne Zögern mit. In seinen Träumen beugten sich Sonne, Mond und Sterne vor ihm. In einem anderen Traum standen einige Getreidegarben hoch, während andere sich tief neigten (1. Mose 37,5–9).
Für Josef fühlten sich diese Träume wie Verheißungen Gottes an. Für seine Brüder klangen sie nach Stolz und Gefahr. Was Josef unschuldig erzählte, weckte Neid. Langsam wuchs der Zorn in ihren Herzen, und aus dem Groll wurde Tat (1. Mose 37,11).
Seine Brüder nahmen ihm sein Gewand, das Zeichen der Gunst seines Vaters, und warfen ihn in eine Grube (1. Mose 37,23–24). Später verkauften sie ihn als Sklaven und schickten ihn weit weg von zu Hause (1. Mose 37,28).
Alles, was Josef verlor, schien im Widerspruch zu den Träumen zu stehen, die Gott ihm geschenkt hatte. Er hatte seine Stellung verloren. Sein Komfort war dahin. Seine Zukunft sah ganz anders aus, als Gott sie ihm gezeigt hatte. Doch Gott hatte ihn nicht verlassen.
Die Heilige Schrift bekräftigt diese Wahrheit immer wieder in Josefs Geschichte. Der Herr war mit ihm
(1. Mose 39,2). Selbst in der Sklaverei, selbst in der Not, wirkte Gott.
Der Traum verschwand nicht in der Grube. Er verblasste nicht in der Gefangenschaft. Gott formte Josef in Zeiten, die er noch nicht verstehen konnte.
Manchmal lässt Gott Ablehnung zu. Manchmal führt der Weg zur Erfüllung über Missverständnisse, Verluste und Wartezeiten. Doch Verzögerungen heben ein Versprechen nicht auf. Und Widerstand kann Gottes Vorhaben nicht aufhalten.
Wenn Gott einen Traum schenkt, trägt er ihn auch. Selbst wenn andere nicht bereit sind, ihn zu hören. Selbst wenn dein Leben ganz anders aussieht als das Versprechen. Gott ist treu und vollendet, was er begonnen hat (1. Mose 50,20).
This entry was posted in 1. Mose, Fundstücke, Gemeinsam die Bibel in einem Jahr lesen by Jule with 1 commentDu musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
“When the Dream Comes Before the Understanding”
What do you do when God gives you a dream, but the people around you cannot receive it?
Joseph was young when God began to speak to him through dreams. He was loved by his father and unafraid to share what he saw. In his dreams, the sun, the moon, and the stars bowed down to him. In another dream, bundles of grain stood tall while the others bowed low (Genesis 37:5–9 NIV).
To Joseph, these dreams felt like promises from God. To his brothers, they sounded like pride and danger. What Joseph shared in innocence was heard through jealousy. Anger slowly grew in their hearts, and resentment turned into action (Genesis 37:11 NIV).
His brothers took away his robe, the sign of his father’s favor, and threw him into a pit (Genesis 37:23–24 NIV). Later, they sold him as a slave and sent him far from home (Genesis 37:28 NIV).
Everything Joseph lost seemed to stand against the dreams God had given him. His position was gone. His comfort was gone. His future looked nothing like what God had shown him. But God had not left him.
Scripture repeats this truth throughout Joseph’s story. The Lord was with him
(Genesis 39:2 NIV). Even in slavery, even in hardship, God was still working.
The dream did not disappear in the pit. It did not fade in captivity. God was shaping Joseph through seasons that did not make sense yet.
Sometimes God allows rejection to become part of the process. Sometimes the road to fulfillment passes through misunderstanding, loss, and waiting. But delay does not cancel a promise. And opposition does not stop what God has decided to do.
When God gives a dream, He also carries it. Even when others are not ready to hear it. Even when your life looks nothing like the promise. God is still faithful to finish what He started (Genesis 50:20 NIV).