
Pelatja war einer der Führer Jerusalems in einer seiner dunkelsten Zeiten.
Er wurde respektiert.
Er hatte Einfluss.
Er bekleidete eine Führungsposition.
Doch Führung ohne Unterordnung unter Gott kann gefährlich werden.
Pelatja und die anderen Führer versicherten dem Volk, dass es in Sicherheit sei. Sie glaubten, Jerusalem könne nicht fallen, und ermutigten das Volk, sein Vertrauen auf menschliche Vernunft statt auf Gottes Warnung zu setzen.
Hesekiel 11,1–3
Gott sah, was das Volk nicht sehen konnte.
Er kannte die Herzen ihrer Führer.
Während Hesekiel prophezeite, starb Pelatiah plötzlich.
Der Moment war so schockierend, dass Hesekiel mit dem Gesicht nach unten zu Boden fiel und zu Gott schrie und fragte, ob Er den Rest Israels vollständig vernichten würde.
Hesekiel 11,13
Pelatjas Geschichte ist kurz, aber ihre Botschaft ist kraftvoll.
Du kannst Einfluss haben, ohne eine innige Beziehung zu Gott zu haben.
Du kannst einen Titel tragen, ohne Seine Zustimmung zu haben.
Du kannst selbstbewusst klingen und trotzdem geistlich im Unrecht sein.
Verwechsle Popularität niemals mit Gottes Gunst.
Geh niemals davon aus, dass Einfluss ein Beweis für Seinen Segen ist.
Gott sucht keine beeindruckenden Führer.
Er sucht treue Führer.
Die größte Gefahr besteht nicht darin, deine Position zu verlieren.
Sie besteht darin, Menschen zu führen, während dein eigenes Herz sich von Gott entfernt.
Mögen wir uns niemals mehr darum sorgen, unseren Ruf zu schützen, als unsere Beziehung zu Ihm zu bewahren.
Denn am Ende wird Gott nicht fragen, wie einflussreich wir waren.
Er wird fragen, ob wir treu waren. ❤️🔥
by Jule with no comments yet
Ein Widerspruch?
Heute lesen wir in Hesekiel die Kapitel 9 bis 12. Wir erfahren, dass Hesekiel zu dem 10StämmeReich gehörte und mit den anderen in Assyrien im Exil ist. Er prophezeit für den Rest der Istaeliten, die zum Stamm Juda gehören und unter anderem in Jerusalem leben
Warum ist das jetzt wichtig und was hat es mit der Aussage auf dem Bild zu tun?
Diese Kapitel zählen mit zu denen, aus denen immer aus dem Zusammenhang gerissene Verse herangezogen werden um zu „beweisen“, dass der Gott des AT ein anderer ist als der im NT und dass er sehr brutal und unfair sei. Wir lesen davon, dass ganze Völker umgebracht oder als Gefangene uns Exil geführt werden sollen – auch die Frauen und die Kinder
Jetzt ist es wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass Jehova viele Jahre zuvor bereits die Propheten geschickt hatte, um sein Volk zu warnen (wir haben ja bereits Jesaja, Jeremia, Amos, Micha usw gelesen, das heißt, dass diese Propheten bereits da waren). Leider hörte das Volk nicht auf sie und so schickte Jehova diejenigen, die den Krieg und das Gemetzel überlebten, nach Assyrien in die Gefangenschaft (besser gesagt: er ließ das zu). Dies wussten die anderen vom Stamm Juda, es war kein Geheimnis. Da Jehova zuvor immer wieder davor gewarnt hatte, dass sie doch bitte umkehren sollen, damit er sie nicht Strafen müsse, war ganz klar, dass dies die Strafe Jehovas war.
Hatte dies Einfluss auf das Leben der im Land verbliebenen Juden? Änderten sie irgendwas an ihrem Verhalten?
Wir lesen in Hesekiel, welche schockierenden Zustände in Jerusalem herrschten. Sie waren nicht nur schlimmer als die vom 10StämmeReich – nein, sie waren sogar noch schlimmer als diejenigen, die Jehova nicht kannten und andere Götter angebetet haben. Wie furchtbar! Wir beschäftigen uns im Bibelgrundkurs gerade mit den 10 Geboten und hatten diese Woche das Gebot betrachtet, dass man den Namen Jehovas nicht in respektloser Weise benutzen solle. Um zu vermeiden, dies aus versehen zu tun, benutzten die meisten Juden den Namen überhaupt nicht mehr. Aber das, was wir hier gerade in Hesekiel über die Zustände in Israel lesen, ist schlimmer, als alles, was die Götzenanbeter und die gottlosen taten. Stellen wir uns mal vor, in welchem Ruf dadurch Jehova und sein Name kam😮🙄, schließlich waren sie ja SEIN Volk!!!
Jehova hatte auch die Juden immer und immer wieder gewarnt, dass er eingreifen müsse, wenn sie nicht endlich zur Vernunft kommen würden. Dass er dies auch tun würde, hatte er ja bereits beim 10StämmeReich bewiesen. Trotzdem machten sie weiter
Was dann passiert und was er bereits angedroht hatte, ist nur die logische Schlussfolgerung ihrer Handlungen, für die sie selbst verantwortlich waren. Und wer ist für seine Kinder verantwortlich? Die Eltern und in allererster Linie die Väter. Also ist das Leid, was dann über die Menschen kommt, nicht das was ein böser grausamer und brutaler Gott tut, sondern eigentlich „nur“ die Konsequenz von ihrem Handeln
Wir wissen, dass nachher nicht alle zu Tode kommen. Es gibt eine große Gruppe, die dann von den Babyloniern als Kriegsgefangene mitgenommen werden (und dort auch weiterhin Jehova an ihrer Seite hatten) und einige, die im Land verblieben. Sicherlich werden diejenigen Familien, die bei all dem umkommen, nicht zufällig ausgewählt sein
Wir sehen, dass das, was wir in Hesekiel heute lesen und der Text von diesem schönen Bild sich auf garkeinen Fall widersprechen
Wir wünschen euch allen einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yet