
Verborgene Wahrheiten in der Bibel
Das Urteil lautete: Tod. Der Fluss war Leben. Das Gesetz des Pharaos war unumstößlich: Jeder hebräische Junge musste in den Nil geworfen werden. Es war ein systematischer Versuch, die Zukunft eines Volkes zu ertränken. Doch Moses’ Mutter, Jochebed, erkannte: Wenn der Fluss als Grab gedacht war, würde sie ihn in eine Straße verwandeln. Sie „verließ“ ihren Sohn nicht einfach; sie legte ihn in eine Arche des Glaubens.
Die Strategie der Souveränität
Die winzige Arche: Im hebräischen Originaltext ist das Wort für Moses’ „Korb“ dasselbe wie das für Noahs „Arche“ (tebah). So wie die erste Arche die Menschheit vor der Sintflut rettete, war dieses winzige Gefährt dazu bestimmt, den Befreier durch genau jene Gewässer zu tragen, die ihn vernichten sollten.
Die göttliche Ironie: Dies ist vielleicht die größte „Wendung“ in der Heiligen Schrift. Der Pharao, der Mann, der den Völkermord angeordnet hatte, finanzierte am Ende unwissentlich die Rebellion. Er stellte den Palast, die Ausbildung und den Schutz für genau den Mann bereit, der sein Reich schließlich in die Knie zwingen würde.
Der Lohn der Mutter: Jochebed gab ihren Sohn auf, um ihn zu retten, und im Gegenzug gab Gott ihn ihr mit einem Gehaltsscheck zurück. Sie wurde aus der ägyptischen Staatskasse bezahlt, um ihr eigenes Kind zu stillen und großzuziehen. Gott hat nicht nur das Baby beschützt; er hat die Familie wiederhergestellt.
„Als das Kind älter wurde, brachte sie es zur Tochter des Pharaos, und es wurde ihr Sohn. Sie nannte ihn Mose und sagte: ‚Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.‘“
(2. Mose 2,10)
Die „verborgene Wahrheit“ hier ist, dass Gott sich von den Verordnungen der Menschen nicht einschüchtern lässt. Er umgeht nicht nur den Plan des Feindes; oft nutzt er das eigene Haus des Feindes, um das Wunder zu bewirken. Mose war im Palast in Sicherheit, denn der letzte Ort, an dem der Pharao nach einem hebräischen Befreier suchen würde, war sein eigenes Kinderzimmer.
Hast du Angst vor dem „Erlass“ oder dem „Sturm“, der dein Leben umgibt, oder kannst du darauf vertrauen, dass Gott genau das, was dich zerstören soll, nutzt, um dich zu deinem nächsten Ziel zu tragen?
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