• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • Apr. 17thWenn du dich weigerst, dich mit dem auseinanderzusetzen, was in dir vorgeht, wird das, was dich umgibt, zerstört

      Kain war nicht von Anfang an ein Mörder…
      Er war zunächst ein Anbeter.

      Er brachte Gott ein Opfer dar, genau wie sein Bruder Abel.
      Zur gleichen Zeit. Bei gleicher Gelegenheit.

      Aber etwas war anders.

      „Der Herr schaute wohlwollend auf Abel und sein Opfer, aber auf Kain und sein Opfer schaute er nicht wohlwollend.“
      Genesis 4,4-5

      Es ging nicht nur um das Opfer.
      Es ging um das Herz dahinter.

      Und anstatt nachzudenken,
      wurde Kain wütend.

      Gott warnte ihn.

      „Die Sünde lauert vor deiner Tür; sie begehrt dich, aber du sollst über sie herrschen.“
      Genesis 4,7

      Das war sein Moment.

      Eine Chance, innezuhalten.
      Sein Herz zu prüfen.
      Sich anders zu entscheiden.

      Aber das tat er nicht.

      Er schürte den Zorn.
      Er hegte die Eifersucht.
      Er ließ sie im Verborgenen wachsen.

      Bis das, was in ihm war,
      das zerstörte, was vor ihm lag.

      Er tötete seinen eigenen Bruder.

      Sünde bleibt niemals klein.
      Was du ignorierst, wird wachsen.
      Was du nicht aufgeben willst, wird die Kontrolle übernehmen.

      Wir denken, es sei nur ein Gefühl.
      Nur ein bisschen Neid.
      Nur ein bisschen Stolz.

      Aber wenn man es ungehindert lässt,
      kann es dich weiter führen, als du jemals vorhattest.

      Gottes Warnung an Kain ist auch heute noch aktuell.

      Kümmere dich frühzeitig um dein Herz.
      Warte nicht, bis es Schaden anrichtet.

      Denn was du in dir nicht angehst,
      kann letztendlich alles um dich herum zerstören. ❤️‍🔥


      by Jule with no comments yet
    • Apr. 16thManchmal geht der Körper weg, aber das Herz bleibt zurück

      Bei Jesu Warnung vor der Endzeit ging es nicht um den Teufel. Es ging um Lots Frau.

      Die meisten von uns glauben, wegzugehen sei ganz einfach. Man packt seine Sachen, schließt die Tür und geht. Aber ist es wirklich so einfach? Manchmal geht der Körper weg, aber das Herz bleibt zurück. Ist dir das schon mal aufgefallen?

      Du kannst an einem neuen Ort sein, es besser haben, aber trotzdem an dein altes Leben denken. Wie jemand, der eine schlechte Angewohnheit aufgibt, aber Erinnerungen daran bewahrt. Oder wie jemand, der neu anfängt, aber ständig über die Vergangenheit redet. Sie sind vorangekommen, aber ihr Herz ist zurückgeblieben.

      Die wahre Gefahr besteht nicht nur darin, zurückzuschauen. Es ist das Zögern. Es ist dieser Moment, in dem du innehältst. Du kannst so nah an der Sicherheit sein und trotzdem alles verlieren, weil du nicht ganz bereit warst, loszulassen.

      In Genesis 19 wird dieser Frau nicht einmal ein Name gegeben. Sie wird nur Lots Frau genannt. Die Bibel sagt einfach: „Aber Lots Frau blickte zurück, und sie wurde zu einer Salzsäule.“ (Genesis 19,26, NIV). Keine lange Geschichte. Keine Erklärung. Nur das.

      Bevor dies geschah, zeigte Gott große Barmherzigkeit. Die Stadt stand kurz vor der Zerstörung, doch die Familie wollte nicht gehen. Die Engel mussten sie an den Händen nehmen und hinausführen. Der Befehl war klar: „Flieht um eures Lebens willen! Schaut nicht zurück!“ (Genesis 19,17, NIV).

      Sie entkam nicht, weil sie stark oder perfekt war. Man half ihr dabei. Sie war bereits auf dem Weg in die Sicherheit. Sie wurde bereits gerettet.

      Aber sie war hinter den anderen zurückgeblieben. Ihre Füße bewegten sich vorwärts, doch ihre Gedanken waren noch in der Stadt. Das Wort „zurückblickte“ bedeutet mehr als nur einen flüchtigen Blick. Es bedeutet, dass sie stehenblieb und sich konzentrierte. Sie schaute tief in sich hinein, als wäre sie nicht bereit zu gehen. War es ihr Zuhause? Ihre Freunde? Ihr Leben dort? Wir wissen es nicht. Aber wir wissen, wo ihre Augen waren, als alles endete.

      Jesus spricht später über diesen Moment. In Lukas 17,31–32 sagt er: „An jenem Tag soll niemand, der auf dem Dach ist und sein Hab und Gut im Haus hat, hinuntersteigen, um es zu holen. Ebenso soll niemand, der auf dem Feld ist, zurückgehen, um etwas zu holen. Denkt an Lots Frau!“ (NIV). Warum sollte Jesus das sagen? Warum sie erwähnen?

      Er lehrte über Dringlichkeit. Wenn es Zeit ist zu gehen, zögere nicht. Geh nicht zurück. Halte nicht fest. In ihrer Geschichte geht es nicht um böse Taten, sondern um Zögern.

      Hast du jemals gezögert, als du wusstest, was Gott von dir verlangte?

      Manchmal versuchen wir, an Dingen festzuhalten, von denen Gott uns bereits sagt, dass wir sie loslassen sollen. Eine Beziehung. Eine Gewohnheit. Eine Erinnerung. Wir stehen dazwischen und denken: Vielleicht noch ein einziges Mal.

      Gott hatte bereits alles für sie getan. Er warnte sie. Er gab ihr einen Ausweg. Er half ihr sogar beim Weggehen. Aber er zwang ihr Herz nicht, loszulassen. Sie entkam dem Feuer, wurde aber dennoch Teil der Zerstörung, weil sie die Vergangenheit nicht loslassen konnte.

      Sie steckte zwischen zwei Orten fest. In ihrem Herzen noch nicht ganz gerettet, aber auch nicht mehr in der Stadt. Das erinnert uns an das, was Jesus sagte: „Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, werde ich dich aus meinem Mund ausspeien.“ (Offenbarung 3,16, NIV).

      Jesus sagte nicht, man solle sich an das Feuer erinnern. Er sagte nicht, man solle sich an die Sünden der Stadt erinnern. Er sagte: Erinnert euch an die Frau, die es fast geschafft hätte. Diejenige, die so nah dran war und doch stehen blieb.

      Denk nun einmal darüber nach.

      Was ist eine Sache, die du bereits hinter dir gelassen hast, zu der dein Herz aber immer wieder zurückkehrt?


      by Jule with no comments yet
    • März 31stWas sich wie Ablehnung anfühlte, war in Wirklichkeit Gnade

      GNADE, DIE DICH FINDET

      Unsere biblische Grundlage finden wir in Genesis, Kapitel 3.

      Wenn du den Namen Adam hörst, woran denkst du dann? An Versagen? An Ungehorsam? An den Moment, als er von der verbotenen Frucht aß? Aber was wäre, wenn wir innehalten und noch einmal hinschauen? Was wäre, wenn wir nicht nur den Sündenfall sehen, sondern auch Gottes Fürsorge?

      Denn selbst nachdem alles schiefgelaufen war, wandte sich Gott nicht von Adam ab.

      In Genesis 3,9 rief Gott, der Herr, den Mann: „Wo bist du?“ (NIV)

      Hat Gott das wirklich gefragt, weil er es nicht wusste? Oder hat er Adam eingeladen, aus seinem Versteck hervorzukommen? War das nicht der Beginn der Wiederherstellung?

      Adam hatte gesündigt. Er versteckte sich. Doch Gott kam in den Garten, um nach ihm zu suchen.

      Das ist Gnade.

      Noch bevor Adam sich überhaupt umdrehte, streckte Gott schon seine Hand aus.

      Das zeigt uns das Herz unseres Vaters. Wenn wir versagen, wenn wir uns schämen, wenn wir versuchen, uns zu verstecken, kommt Gott dennoch zu uns. Hast du auch schon einmal versucht, dich vor Gott zu verstecken?

      Nachdem Adam gesündigt hatte, sah er seine Nacktheit. Er und Eva fertigten sich Bedeckungen aus Feigenblättern an. Sie versuchten, ihre Situation aus eigener Kraft zu lösen. Hast du schon einmal versucht, deine eigene Gebrochenheit selbst zu heilen?

      Doch in Genesis 3,21 heißt es: „Da machte Gott, der Herr, Adam und seiner Frau Kleider aus Fellen und bekleidete sie.“ (NIV)

      Gott ersetzte das Schwache durch etwas, das Bestand haben würde.

      Diese Feigenblätter stehen für menschliche Anstrengung. Gottes Bekleidung steht für seine Gerechtigkeit.

      Ein unschuldiges Leben wurde geopfert, damit Adam bekleidet werden konnte. Blut wurde vergossen, damit die Scham weggenommen werden konnte.

      Selbst in einem Moment des Gerichts zeigte Gott Barmherzigkeit.

      Mitten in den Folgen gab Gott auch eine Verheißung. In Genesis 3,15 sagte er: „Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ (NIV)

      Genau dort, im Scheitern, sprach Gott vom Sieg.

      Adam verlor Eden, aber die Hoffnung war nicht verloren.

      Gott hatte bereits einen Plan. Von Anfang an lag die Erlösung in Seinem Herzen.

      Gott hatte gesagt, dass das Essen der Frucht den Tod bringen würde. Doch Adam starb nicht sofort.

      Warum?

      Weil Barmherzigkeit eingriff.

      Der Tod würde später kommen, ja. Aber Gott erlaubte Adam zu leben, eine Familie zu gründen, das Leben zu erfahren. Das ist Gnade am Werk.

      Adam wurde zum Stammvater vieler Generationen. Und eines Tages würde durch diese Linie der Erlöser kommen.

      Gott hätte in diesem Moment alles beenden können. Aber Er entschied sich, die Geschichte weiterlaufen zu lassen.

      Manchmal sieht das, was Gott tut, auf den ersten Blick vielleicht nicht wie ein Segen aus.

      Adam und Eva wurden aus dem Garten vertrieben. Es fühlte sich wie ein Verlust an. Aber Genesis erzählt uns, dass Gott Cherubim postierte, um den Baum des Lebens zu bewachen.

      Warum sollte Er das tun?

      Damit die Menschen nicht für immer in einem gebrochenen Zustand leben würden.

      Selbst in der Vertreibung lag Schutz.

      Gott sagte auf seine Weise, dass er etwas Besseres vorhatte.

      Was sich wie Ablehnung anfühlte, war in Wirklichkeit Barmherzigkeit.

      Adams Geschichte endet nicht im Scheitern.

      Im Neuen Testament wird Jesus Christus der zweite Adam genannt.

      Wo Adam im Garten versagte, entschied sich Jesus, im Garten zu gehorchen.

      Wo Adam ungehorsam war, folgte Jesus dem Willen des Vaters.

      Wo Adam den Tod brachte, brachte Jesus das Leben.

      Durch einen Menschen kam die Sünde. Durch einen anderen kam die Erlösung.

      Gottes Fürsorge für Adam galt nicht nur diesem einen Moment. Sie wies auf etwas Größeres hin.

      Vielleicht fühlst du dich heute wie Adam.

      Vielleicht hast du Fehler gemacht.
      Vielleicht versteckst du dich.
      Vielleicht fühlst du dich weit von Gott entfernt.

      Aber hör genau zu. Derselbe Gott, der im Garten wandelte, streckt immer noch seine Hand nach dir aus.

      Er fragt immer noch: „Wo bist du?“

      Er bedeckt dich immer noch.
      Er verspricht immer noch.
      Er bringt immer noch Hoffnung aus dem Scheitern.

      Dein Fehler ist nicht das Ende.

      Gottes Gnade ist größer.

      Adam fiel, aber Gott sorgte für ihn.

      Er schenkte seine Gegenwart.
      Er schenkte Bedeckung.
      Er schenkte ein Versprechen.
      Er schenkte Schutz.
      Und mit der Zeit schenkte er einen Erlöser.

      Wenn Gott Adam am Anfang der Geschichte nicht verlassen hat, wird er dich jetzt auch nicht verlassen.

      Die Gnade begann in einem Garten.
      Die Hoffnung wurde in einem Garten verkündet.
      Und der Sieg wurde in einem anderen Garten errungen.

      Warum also weiter verstecken?

      Komm zu ihm.
      Nimm an, was er dir anbietet.
      Vertraue auf das, was er getan hat.

      Denn auch nach dem Sündenfall sorgt Gott immer noch für dich.


      by Jule with no comments yet
    • März 14thDer Junge, den Gott nie ignorierte

      Der Junge, den Gott nie ignorierte

      Genesis 16; 21,8–21

      Halten wir einen Moment inne und denken wir über Ismaels Kindheit nach. Viele lesen seine Geschichte nur flüchtig und blättern weiter. Doch hinter diesen kurzen Versen verbirgt sich das Leben eines Jungen, der einen Schmerz trug, den er nicht selbst verursacht hatte. Hast du jemals darüber nachgedacht, wie es sich angefühlt haben muss, in seiner Situation aufzuwachsen?

      Ismael war nicht nur ein Name in einer Familiengeschichte. Er war ein Kind, das Verwirrung, Spannungen und Ablehnung erlebte. Doch sein Leben zeigt auch etwas Beeindruckendes über Gott. Seine Geschichte erinnert uns daran, dass Gott das Kind bemerkt, das andere vergessen.

      Ishmaels Leben begann in einem komplizierten Zuhause. Sein Vater war Abraham, der Mann, dem Gott gesegnet zu haben versprochen hatte. Seine Mutter war Hagar, eine ägyptische Magd, die Sarah gehörte.

      Aber Ishmael hat sich nichts davon ausgesucht. Er hat sich die Entscheidungen, die ihn auf die Welt brachten, nicht ausgesucht. Seine Geburt kam zustande, weil Abraham und Sarah versuchten, Gottes Verheißung auf ihre eigene Weise zu lösen. Menschliche Ungeduld schuf eine Situation, die das Leben eines Kindes prägen sollte.

      Ist dir schon mal aufgefallen, wie oft Kinder die Last der Entscheidungen von Erwachsenen tragen?

      Noch bevor Ismael überhaupt sprechen konnte, war er bereits von Spannungen umgeben. Noch bevor er Liebe verstehen konnte, war er Teil einer schmerzhaften Geschichte zwischen Erwachsenen. Seine Kindheit begann in einem Umfeld voller Konflikte.

      Doch selbst bei diesem schwierigen Start hatte Gott ihn nicht vergessen.

      Noch während Ismael im Mutterleib heranwuchs, sprach Gott über ihn. Der Engel des Herrn sagte in Genesis 16,11:
      „Du bist jetzt schwanger und wirst einen Sohn gebären. Du sollst ihn Ismael nennen, denn der Herr hat dein Elend gehört.“

      Der Name Ismael bedeutet „Gott hört“.

      Denk mal einen Moment darüber nach. Noch bevor Ismael seinen ersten Atemzug tat, hatte Gott bereits verkündet, dass Er hört.

      Als Hagar schwanger in die Wüste floh, fühlte sie sich allein und verängstigt. Sie hatte keinen Schutz und keine Zukunft, die sie sehen konnte. Doch in dieser einsamen Wildnis begegnete Gott ihr.

      Das bedeutet, dass Ismaels Geschichte nicht in Geborgenheit oder Sicherheit begann. Sie begann in einer Wüste. Aber selbst dort wachte der Himmel über ihn.

      Manchmal übersehen Eltern ein Kind.
      Manchmal stempelt die Gesellschaft ein Kind ab.
      Manchmal hinterlassen schmerzhafte Umstände tiefe Spuren in einem jungen Leben.

      Aber Gott hört den Schrei jedes Kindes.

      Jahre vergingen, und ein weiteres Kind wurde geboren. Isaak kam als der verheißene Sohn durch Sara. Doch mit Isaaks Geburt wurde die Spannung in der Familie noch größer.

      Ishmael war wahrscheinlich ein Teenager, als der schmerzhafte Moment kam. Eines Tages wachte Abraham früh auf, gab Hagar Brot und Wasser und schickte sie mit Ishmael fort.

      Genesis 21,14 beschreibt diesen Moment:
      „Am nächsten Morgen nahm Abraham früh etwas zu essen und einen Wasserschlauch und gab sie Hagar. Er legte sie ihr auf die Schultern und schickte sie dann mit dem Jungen fort.“

      Kannst du dir vorstellen, wie sich dieser Moment für einen kleinen Jungen angefühlt haben muss?

      Zu sehen, wie dein Vater sich umdreht und weggeht.

      Ablehnung ist eine tiefe Wunde. Viele Menschen kennen dieses Gefühl heute. Manche wissen, wie es ist, sich ersetzt, vergessen oder unerwünscht zu fühlen.

      Aber hier ist etwas Wichtiges zu beachten. Abraham schickte sie fort, aber Gott tat das nicht.

      Sie gingen in die Wüste, aber Gott ging auch dorthin.

      Bald ging das Wasser aus. Die Hitze der Wüste war zu stark. Hagar konnte es nicht ertragen, ihren Sohn leiden zu sehen. Sie legte ihn unter einen Busch und ging weg, weil der Anblick für sie zu schmerzhaft war.

      Und dann weinte der Junge.

      In Genesis 21,17 heißt es:
      „Gott hörte den Jungen weinen, und der Engel Gottes rief Hagar vom Himmel herab zu und sprach zu ihr: ‚Was ist los, Hagar? Fürchte dich nicht; Gott hat den Jungen weinen hören, wie er dort liegt.‘“

      Beachte etwas Erstaunliches in diesem Vers.

      Die Bibel sagt nicht, dass Gott Abraham hörte.
      Es heißt nicht, dass Gott Sara hörte.
      Es heißt, dass Gott den Jungen hörte.

      Der Schrei eines Kindes in der Wüste erreichte den Himmel.

      Gott ignorierte ihn nicht einfach, weil Isaak das Kind der Verheißung war. Gott hatte immer noch einen Plan für Ismaels Leben.

      Gott sagte Hagar, dass Ismael zu einem großen Volk werden würde.

      Was lehrt uns das?

      Kein Kind ist für Gott unsichtbar.
      Keine Träne bleibt unbemerkt.
      Kein Ort in der Wüste ist zu weit für Seine Gegenwart.

      Dann geschah etwas Wunderbares. Die Bibel sagt, Gott öffnete Hagars Augen.

      In Genesis 21,19 heißt es:
      „Da öffnete Gott ihre Augen, und sie sah einen Wasserbrunnen. Da ging sie hin, füllte den Schlauch mit Wasser und gab dem Jungen zu trinken.“

      Der Brunnen war schon da.

      Aber Angst und Verzweiflung hatten es ihr unmöglich gemacht, ihn zu sehen.

      Manchmal lässt uns der Schmerz glauben, dass keine Hilfe mehr da ist. Doch oft ist Gottes Versorgung schon ganz in der Nähe. Wir brauchen nur, dass Er uns die Augen öffnet.

      Ismael starb nicht in der Wüste.

      Er wuchs heran.
      Er überlebte die Wüste.
      Er wurde stark.

      In Genesis 21,20 heißt es:
      „Gott war mit dem Jungen, während er heranwuchs. Er lebte in der Wüste und wurde ein Bogenschütze.“

      Dieser eine Satz ist vielleicht der kraftvollste Teil seiner Kindheitsgeschichte.

      Gott war mit dem Jungen.

      Nicht in den bequemen Zelten Abrahams.
      Nicht bei den fröhlichen Festen der Familie.

      Sondern in der Wüste.

      Was wie Verlassenheit aussah, wurde zur Vorbereitung.

      Ismael lernte, in der Wüste zu überleben. Er entwickelte Kraft und Geschick. Der Ort, an dem er sich abgelehnt fühlte, wurde zum Ort, an dem er stärker wurde.

      Viele Menschen haben heute in ihrer Kindheit Zeiten der Wildnis erlebt. Manche standen vor emotionalen Wüsten. Andere hatten mit finanziellen Schwierigkeiten oder zerbrochenen Beziehungen zu kämpfen.

      Aber manchmal nutzt Gott die Wildnis, um in uns Stärke aufzubauen.

      Die Wüste ist nicht immer das Ende der Geschichte.

      Manchmal ist sie der Übungsplatz.

      Ismaels Kindheit lehrt uns wichtige Lektionen.

      Erwachsene müssen mit ihren Entscheidungen vorsichtig sein, denn oft tragen die Kinder die Folgen.

      Kinder sollten niemals als weniger wichtig behandelt werden.

      Und wir dürfen niemals annehmen, dass Gott keinen Plan für jemanden hat, nur weil er nicht Teil unseres Plans ist.

      Gott hatte einen Bund durch Isaak. Aber er hatte auch Mitgefühl und eine Zukunft für Ismael.

      In Gottes Herzen ist Platz für das Kind, das sich übersehen fühlt.
      Der Name Ismael spricht auch heute noch.
      Er bedeutet: Gott hört.

      Vielleicht warst du das Kind, das sich als Zweiter fühlte.
      Vielleicht hast du dich beiseitegeschoben gefühlt.
      Vielleicht bist du in Anspannung oder Verwirrung aufgewachsen.

      Hör genau auf diese Wahrheit.

      Gott hat dich damals gehört.
      Und Gott hört dich auch heute noch.

      Der Schrei eines Kindes in der Wüste erreicht immer noch den Himmel. Und der Himmel antwortet immer noch.

      Die Kindheit Ismaels erinnert uns an vier wunderschöne Wahrheiten.

      Gott sieht die Ausgestoßenen.
      Gott hört das Weinen.
      Gott sorgt in der Wüste für dich.
      Gott bleibt bei dem vergessenen Kind.

      Wenn Gott bei Ismael in der Wüste geblieben ist, wird er auch bei dir in deiner Wüste bleiben.

      Du bist nicht verlassen.
      Du wirst gehört.
      Du wirst gesehen.

      Und Gott ist bei dir


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    • März 12thAls sie sich umdrehte – ihr Herz war noch in Sodom

      ALS SIE SICH UMDRÜCKTE – EIN HERZ NOCH IMMER IN SODOM
      📖 Genesis 19:1–29

      Im Buch Genesis lesen wir eine der ernüchterndsten und unvergesslichsten Geschichten der Heiligen Schrift – die Zerstörung von Sodom und Gomorra.

      Die Städte Sodom und Gomorra waren bekannt für ihre tiefe Bosheit, Gewalt und Rebellion gegen Gott. Die Sünde wurde nicht mehr versteckt, sondern gefeiert. Die Straßen waren voller Korruption. Barmherzigkeit war angeboten worden, Warnungen waren ausgesprochen worden, aber nun stand das Gericht bevor.

      Doch selbst im Gericht dachte Gott an Barmherzigkeit.

      In Sodom lebte ein Mann namens Lot, der Neffe Abrahams. Obwohl er sich aus Gründen der Bequemlichkeit und wegen der vielen Möglichkeiten entschieden hatte, sich in der Nähe der Stadt niederzulassen, fand er sich von Dunkelheit umgeben wieder. Als die Zeit kam, dass Gott die Stadt zerstören würde, wurden Engel geschickt, um Lot und seine Familie zu retten. Die Gnade klopfte an ihre Tür, bevor Feuer vom Himmel fiel.

      Die Engel drängten sie: „Rettet euch! Schaut nicht zurück. Haltet nirgendwo in der Ebene an. Flieht in die Berge, sonst werdet ihr vernichtet.“

      Es war eine klare Anweisung. Ein einfacher Befehl. Geht vorwärts. Schaut nicht zurück.

      Als die Morgendämmerung anbrach, rannten Lot, seine Frau und seine beiden Töchter aus der Stadt. Hinter ihnen regnete es Schwefel und Feuer. Der Himmel färbte sich rot. Der Boden bebte. Alles, was sie kannten – ihr Zuhause, ihr Besitz, ihre Erinnerungen – wurde verschlungen.

      Dann passierte es.

      Lots Frau wurde langsamer.

      Vielleicht hing ihr Herz noch an dem Leben, das sie zurückließ. Vielleicht dachte sie an ihr Zuhause, ihre Freunde, den Komfort, den sie einst gekannt hatte. Vielleicht zweifelte sie daran, ob es sich lohnte, zu gehen. In einem fatalen Moment drehte sie den Kopf und blickte zurück nach Sodom.

      Und augenblicklich verwandelte sie sich in eine Salzsäule.

      Körperlich war sie aus der Stadt geflohen, aber ihr Herz hatte sie nie ganz verlassen.

      Die Tragödie bestand nicht nur darin, dass sie zurückblickte – sondern dass sie sich nach dem Zurücksehnen sehnte. Ihr Körper rannte in Richtung Erlösung, aber ihr Herz klammerte sich an die Zerstörung.

      Diese Geschichte ist mehr als nur alte Geschichte. Sie ist eine Warnung und eine Lektion für jede Generation. Wenn Gott dich aus etwas herausruft, schau nicht immer wieder zurück. Wenn er dich von Sünde, von giftigen Umgebungen, von zerstörerischen Gewohnheiten befreit, romantisier nicht das, was dich fast zerstört hätte.

      Du kannst nicht in deine Zukunft gehen, während du auf deine Vergangenheit starrst.

      Gottes Gnade hat Lots Familie gerettet. Aber Gehorsam war nötig, um in Sicherheit zu bleiben.

      Manchmal ist das Schwierigste an der Befreiung, loszulassen.

      Jesus selbst sagte später: „Denkt an Lots Frau.“ Ein kurzer Satz mit einer starken Bedeutung. Denk daran, was passiert, wenn dein Herz an dem festhält, von dem Gott dich retten will.

      Wenn Gott dich vorwärts ruft, vertraue ihm genug, um nicht zurückzuschauen.


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    • März 12thAls Träume im Gefängnis sprachen: der Mundschenk und der Bäcker

      🔥 ALS TRÄUME IM GEFÄNGNIS SPRACHEN: DER KELLNER UND DER BÄCKER

      📖 Genesis 40:1–23

      In den dunklen Gängen eines ägyptischen Gefängnisses verloren zwei mächtige Männer in einem einzigen Moment ihre Gunst. Der Oberkellner und der Oberbäcker des Pharaos hatten ihren König beleidigt. Einst waren sie vertraute Diener im Palast gewesen, jetzt trugen sie Ketten statt feiner Kleidung.

      Und im selben Gefängnis war ein junger Hebräer namens Josef – von seinen Brüdern verraten, in die Sklaverei verkauft und zu Unrecht beschuldigt. Von den Menschen vergessen, aber niemals von Gott.

      Eines Nachts hatten sowohl der Mundschenk als auch der Bäcker beunruhigende Träume. Als der Morgen kam, waren ihre Gesichter voller Verwirrung. Josef bemerkte das. Trotz seines eigenen Leidens kümmerte er sich so sehr um sie, dass er fragte: „Warum seht ihr heute so traurig aus?“

      Sie erzählten ihm ihre Träume – und Joseph antwortete zuversichtlich: „Gehört die Deutung nicht Gott?“

      Der Mundschenk sprach als Erster. In seinem Traum sah er einen Weinstock mit drei Zweigen. Er trieb aus, blühte und brachte reife Trauben hervor. Er presste sie in den Becher des Pharaos und reichte ihn dem König.

      Josephs Deutung war klar und deutlich: „In drei Tagen wird der Pharao dich wieder einsetzen und dir deine Position zurückgeben.“

      Hoffnung erfüllte die Zelle.

      Dann erzählte der Bäcker, ermutigt durch die guten Nachrichten, seinen Traum. Er hatte drei Körbe mit Brot auf dem Kopf, und Vögel fraßen aus dem obersten Korb.

      Aber diese Deutung war anders. Joseph sagte ohne Angst die Wahrheit: „In drei Tagen wird der Pharao dich wieder einsetzen – und du wirst hingerichtet werden.“

      Drei Tage später, am Geburtstag des Pharaos, passierte alles genau so, wie Joseph es gesagt hatte. Der Mundschenk wurde wieder eingesetzt. Der Bäcker wurde hingerichtet.

      Aber hier kommt die schmerzhafte Wendung – der Mundschenk vergaß Joseph.

      Der Mann, dem Gnade zuteil geworden war, kehrte in den Palast zurück und ließ denjenigen zurück, der ihm geholfen hatte.

      Doch das war nicht das Ende von Josephs Geschichte.

      Denn wenn Gott spricht, geschieht es. Wenn Gott etwas offenbart, erfüllt es sich. Und wenn Gott dich in die Unbekanntheit versetzt, ist das nur die Vorbereitung auf den Aufstieg.

      Das Gefängnis war nicht Josephs Schicksal. Es war sein Trainingsplatz.

      Und derselbe Gott, der mit Joseph in der Grube, in der Sklaverei und im Gefängnis war, ist derselbe Gott, der dich an deinem versteckten Ort sieht.

      Deine Verzögerung ist nicht deine Ablehnung.
      Dein Warten ist nicht deine Verschwendung.
      Und der Traum, den Gott dir gegeben hat, wird zur festgesetzten Zeit sprechen.


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    • März 12thEs gibt keinen anderen Gott

      Es gibt keinen anderen Gott.
      Nicht dein Komfort.
      Nicht deine Politik.
      Nicht deine Identität.
      Nicht dein Trauma.
      Nicht dein Erfolg.
      Nicht deine Gefühle.
      Nicht deine Plattform.
      Nicht deine Freiheit.
      Nicht deine Version der Wahrheit.

      Es gibt nur einen.

      Hast du jemals innegehalten und dich gefragt, wer wirklich auf dem Thron deines Lebens sitzt? Viele Dinge versuchen, diesen Platz einzunehmen. Komfort kann sich wie ein Gott anfühlen. Erfolg kann still und leise unsere Entscheidungen bestimmen. Sogar unsere eigenen Gefühle können zu der Stimme werden, der wir folgen. Aber die Bibel erinnert uns an eine einfache und kraftvolle Wahrheit.

      „Ich bin der Herr, und es gibt keinen anderen; außer mir gibt es keinen Gott.“ (Jesaja 45,5, NIV)

      Bevor es Nationen gab und bevor die Menschheitsgeschichte begann, war Gott bereits da. Er ist derjenige, der sprach und das Universum zum Leben erweckte. Galaxien sind nicht zufällig entstanden. Sterne leuchten nicht von selbst. Die Schöpfung begann, weil Gott sprach.

      „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ (Genesis 1,1, NIV)

      Denk mal einen Moment darüber nach. Derselbe Gott, der die Sterne formte, formte auch das menschliche Herz. Er schrieb sein Gesetz nicht nur in Stein, sondern auch in unser Gewissen. Warum spüren wir den Unterschied zwischen richtig und falsch? Warum ist uns Gerechtigkeit wichtig? Weil der Schöpfer dieses Bewusstsein in uns gelegt hat.

      Doch die Geschichte Gottes endete nicht mit der Schöpfung. Das Erstaunliche ist, dass der Schöpfer in seine eigene Welt trat. Er kam uns nahe. Er wandelte unter den Menschen. Er empfand Schmerz. Er trug Narben.

      „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ (Johannes 1,14, NIV)

      Jesus kam nicht, um mächtige Führer zu beeindrucken. Er kam, um gebrochene Menschen zu retten. Er liebte seine Feinde. Er vergab Sündern. Er heilte die Verletzten. Und am Ende gab er sein Leben für genau die Menschen, die ihn abgelehnt hatten.

      „Gott aber hat seine Liebe zu uns darin gezeigt, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8, NIV)

      Dann passierte etwas, das alles veränderte. Das Grab konnte ihn nicht halten. Der Tod hatte nicht das letzte Wort. Jesus ist auferstanden und hat damit bewiesen, dass Gottes Macht größer ist als Sünde und Tod.

      „Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ (Matthäus 28,6, NIV)

      Eines Tages wird jeder Mensch vor diesem selben Gott stehen. Könige, Führer, Prominente und ganz normale Leute werden ihm gegenüberstehen. Titel werden dann keine Rolle mehr spielen. Macht wird keine Rolle mehr spielen. Jede Stimme wird verstummen vor dem Einen, der alle Dinge geschaffen hat.

      „Denn es steht geschrieben: ‚So wahr ich lebe, spricht der Herr, vor mir wird jedes Knie sich beugen, und jeder Zunge wird Gott bekennen.‘“ (Römer 14,11, NIV)

      Hier ist also eine Frage, über die es sich nachzudenken lohnt. Versuchen wir, Gott so umzugestalten, dass er unseren Vorlieben entspricht? Passen wir seine Gebote an, wenn sie unseren Lebensstil in Frage stellen? Viele Menschen wünschen sich heute einen Gott, der mit ihnen übereinstimmt. Einen Gott, der sie nie korrigiert. Einen Gott, der alles gutheißt, was sie wählen.

      Aber der wahre Gott lässt sich nicht verändern.

      „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ (2. Mose 20,3, NIV)

      Wir können ihn nicht nach unserem Bild neu erschaffen. Wir können seine Wahrheit nicht umschreiben. Seine Heiligkeit ist nichts, worüber wir verhandeln können. Gott ist nicht eine Option unter vielen Ideen. Er ist kein Symbol, das wir für unsere persönlichen Anliegen nutzen können.

      Er ist Gott.

      Und es gibt keinen anderen.


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    • März 12thTamar – eine Lektion über unerwartete Durchbrüche

      Im Buch Genesis 38 gibt’s ’ne starke und ungewöhnliche Geschichte über ’ne Frau namens Tamar. Ihr Leben war kompliziert, sie wurde oft missverstanden und hatte mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Aber in ihrer Geschichte steckt ’ne Lektion über unerwartete Durchbrüche.

      Die Bibel erzählt uns, dass, als Tamar ihr Kind zur Welt bringen sollte, was Ungewöhnliches passierte. Eines der Babys streckte zuerst seine Hand aus. Als die Hebamme die Hand sah, band sie schnell einen scharlachroten Faden darum und erklärte, dass dieses Kind zuerst zur Welt gekommen sei. Später wurde es Zerah genannt.

      Alles in diesem Moment deutete darauf hin, dass es der Erstgeborene sein würde. Doch plötzlich passierte etwas Unerwartetes.

      Das Baby zog seine Hand zurück. Und bevor irgendjemand begreifen konnte, was vor sich ging, drängte sich das andere Kind nach vorne und kam zuerst zur Welt.

      Die Hebamme war so schockiert, dass sie ausrief: „Wie hast du es geschafft, durchzubrechen?“

      Und dieses Kind wurde Perez genannt, was „Durchbruch“ bedeutet.

      Halt jetzt mal inne und denk darüber nach. Einer erschien zuerst. Einer sah so aus, als würde er die Führung übernehmen. Einer war bereits als der Erste gekennzeichnet worden.

      Aber durch eine plötzliche Wendung der Ereignisse zog er sich zurück.
      Und derjenige, den niemand erwartet hatte, brach plötzlich durch.

      Freund, das Leben kann sich genau so anfühlen.
      Manchmal siehst du zu, wie andere vorankommen, während du das Gefühl hast, immer noch im Hintergrund zu warten. Jemand bekommt zuerst die Chance. Jemand unterschreibt zuerst den Vertrag. Jemand erreicht zuerst den Traum.

      Und wenn du nicht aufpasst, bekommst du vielleicht das Gefühl, dass du nie aufholen wirst. Du schaust vielleicht auf dein Leben und kommst leise zu dem Schluss:
      „Ich bin zu spät.“

      Aber Tamars Geschichte erinnert uns an etwas Wichtiges. Es gibt Hoffnung für die Lebenden. In der Bibel steht in Prediger 9,4: Wer unter den Lebenden ist, der hat Hoffnung. Ein lebender Hund ist besser als ein toter Löwe.

      Im Leben können sich die Dinge plötzlich ändern. Die Lebenden können immer noch aufholen.

      In einem Moment scheint jemand vorne zu sein. Im nächsten Moment ändern sich die Umstände. Türen schließen sich. Positionen ändern sich.
      Menschen ziehen sich zurück. Und plötzlich kommt derjenige, der zurückzuliegen schien, nach vorne.

      Deshalb heißt es in der Bibel im Buch Prediger 9,11: „Der Lauf gehört nicht den Schnellen, noch der Kampf den Starken … sondern Zeit und Zufall treffen sie alle.“

      Mit anderen Worten: Das Schicksal wird nicht immer davon bestimmt, wer zuerst erscheint.

      Manchmal ordnet Gott die Ereignisse auf eine Weise neu, die niemand vorhersagen kann. Dieses Muster findet sich in der gesamten Bibel.

      Die Leute dachten, Joseph sei am Ende, als er als Sklave verkauft wurde. Aber Jahre später wurde der Gefangene zum Statthalter.

      Die Leute übersahen David, als der Prophet kam, um einen König zu salben. Doch der Hirtenjunge wurde zum Herrscher Israels.

      Und sogar die Geschichte von Jakob und Esau zeigt uns, dass manchmal derjenige, von dem man erwartet, dass er die Führung übernimmt, nicht als Erster ins Ziel kommt.

      Gott hat eine Art, Zeiten und Jahreszeiten zu verändern. Er kann jemanden in einem Augenblick aus dem Hintergrund in den Vordergrund rücken.

      Deshalb darfst du niemals aufgeben, nur weil du dich zurückgesetzt fühlst. Du weißt nicht, welche Wendung der Ereignisse Gott für dich vorbereitet.

      Du weißt nicht, welche Tür sich plötzlich öffnen wird. Du weißt nicht, wer sich von dem Platz zurückziehen wird, den du für bereits vergeben gehalten hast.

      In einem Moment fühlst du dich vielleicht vergessen.
      Im nächsten Moment betrittst du vielleicht etwas, das niemand von dir erwartet hätte.

      Und die Leute werden dein Leben betrachten und dieselbe Frage stellen, die die Hebamme an diesem Tag gestellt hat:

      „Wie hast du den Durchbruch geschafft?“ Wie hast du es geschafft, aufzusteigen, obwohl alles darauf hindeutete, dass du zurückgeblieben bist? Wie bist du angekommen, als andere schon vorausgegangen waren? Wie hast du das scheinbar Unmögliche geschafft?

      Und die Wahrheit wird sein: Gott hat den Zeitpunkt geändert. Gott hat die Ereignisse neu geordnet. Gott hat einen Weg geschaffen.

      Und hier ist das Schöne daran: Dieser Durchbruch war kein Zufall. Von Perez, dem Unerwarteten, der „den Durchbruch geschafft hat“
      Wie Matthäus 1,3 berichtet, entstand die Linie, die zu König David und schließlich zu Jesus Christus selbst führte. Inmitten einer komplizierten, unvollkommenen Familiengeschichte hat Gott einen Faden der Erlösung gewoben, der auf den größten Durchbruch von allen hinweist: den Erlöser, der uns einen Weg bereitet, selbst wenn wir uns zu weit zurück oder zu gebrochen fühlen, um dafür in Frage zu kommen. Seine Gnade verwandelt das „zu spät” in „genau rechtzeitig”.

      Aber es gibt hier noch eine weitere Lektion. Das ist eine rein praktische menschliche Erfahrung.

      Wenn du gerade derjenige bist, der vorne zu liegen scheint, zieh dich nicht von deinem Platz zurück. Denn manchmal, wenn jemand von seiner Aufgabe zurücktritt, lässt Gott eine andere Person nach vorne treten und diesen Platz einnehmen.

      Das Schicksal belohnt diejenigen, die ihrer Position treu bleiben. Ob du dich heute also zurück oder vorne fühlst, denk daran:

      Gott kontrolliert die Zeiten. Gott kontrolliert die Jahreszeiten. Und er kann die Reihenfolge der Dinge auf eine Weise ändern, die niemand erwartet.

      Wenn du dich heute also zurückgesetzt fühlst, verliere nicht den Mut. Die Geschichte von Tamars Zwillingen erinnert uns daran, dass derjenige, der an zweiter Stelle zu stehen schien, plötzlich an erster Stelle stehen kann.

      Und wenn dieser Moment kommt, werden die Menschen dein Leben mit Staunen betrachten und dieselbe Frage stellen, die vor so vielen Jahren in diesem Raum widerhallte: „Wie hast du den Durchbruch geschafft?“ Und dein Leben wird still bezeugen: Gott hat einen Weg geschaffen.


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    • März 11thBevor es Predigten, Kirchen oder sogar Nationen gab, gab es den Atem

      Bevor es Predigten, Kirchen oder sogar Nationen gab, gab es den Atem.

      Die Bibel sagt uns, dass der allererste Moment des menschlichen Lebens mit etwas Unsichtbarem begann. In Genesis heißt es: „Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Staub vom Erdboden und blies ihm den Lebensatem in die Nase, und so wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen“ (Genesis 2,7). Die Menschheit begann nicht mit Kraft, Intelligenz oder Anstrengung. Die Menschheit begann mit dem Atem Gottes. Das Leben selbst entstand nicht aus sich selbst heraus. Es wurde geschenkt. Von Anfang an hing die Existenz der Menschheit von dem Leben ab, das aus Gottes eigenem Atem kam.

      Derselbe Atem taucht immer wieder in der Heiligen Schrift auf, oft in Momenten, in denen Gott Leben, Rettung oder Erneuerung bringt.

      Generationen später befand sich das Volk Israel zwischen dem Roten Meer und der Armee des Pharaos gefangen. Hinter ihnen näherten sich Streitwagen. Vor ihnen lag ein unüberwindbares Meer. Es gab keinen Weg nach vorne und keine Kraft in ihnen, um zu entkommen. Doch in diesem Moment handelte Gott erneut durch den Wind. In der Bibel heißt es: „Da streckte Mose seine Hand über das Meer aus, und der Herr trieb das Meer durch einen starken Ostwind die ganze Nacht zurück und machte das Meer zu trockenem Land“ (2. Mose 14,21).

      Derselbe Gott, der Adam Leben eingehaucht hatte, benutzte nun den Wind, um einen Weg zu öffnen, wo es keinen Weg gab. Was wie eine sichere Vernichtung aussah, wurde zur Befreiung. Das Wasser, das unüberquerbar schien, wurde zu Mauern zu beiden Seiten, als Gott sein Volk sicher hindurchführte.

      Dann, Jahrhunderte später, kommt ein weiterer Moment, der an diese beiden Szenen erinnert. Nachdem Jesus gestorben und wieder auferstanden war, versammelten sich seine Jünger in Jerusalem. Sie warteten, wie Jesus es ihnen gesagt hatte, auf die Verheißung des Vaters. Und plötzlich passierte wieder etwas Vertrautes. In der Bibel steht: „Und plötzlich kam aus dem Himmel ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen“ (Apostelgeschichte 2,2).

      Wieder taucht der Wind auf.

      Aber dieses Mal teilt der Wind nicht das Wasser. Er erfüllt die Menschen. Der Heilige Geist kommt über die Gläubigen und gibt ihnen auf neue und dauerhafte Weise die Kraft des Lebens und die Gegenwart Gottes. Der Atem Gottes, der einst Adam formte, und der Wind, der einst das Meer teilte, kommen jetzt in die Herzen der Gläubigen.

      Wenn man einen Schritt zurücktritt und diese Momente zusammen betrachtet, zeigt sich ein schöner roter Faden. Gottes Atem bringt Leben. Gottes Wind bringt Befreiung. Und Gottes Geist bringt Veränderung.

      Dieser rote Faden findet seine größte Erfüllung im vollbrachten Werk Jesu Christi.

      Vor dem Kreuz war die Menschheit geistlich leblos, durch die Sünde vom Leben Gottes getrennt. Aber durch den Tod und die Auferstehung Jesu geschah etwas Außergewöhnliches. Die Barriere zwischen Gott und den Menschen wurde beseitigt. Derselbe Geist, der Jesus von den Toten auferweckt hat, lebt jetzt in denen, die glauben. In der Bibel steht: „Wenn der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt … wird der, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber durch seinen Geist, der in euch wohnt, lebendig machen“ (Römer 8,11).

      Mit anderen Worten: Der Atem Gottes ist zurückgekehrt.

      Das Leben, das Adam durch die Sünde verloren hatte, wurde durch Christus wiederhergestellt. Die Befreiung, die Israel am Meer erlebt hat, weist jetzt auf eine größere Befreiung von Sünde und Tod hin. Und der Wind von Pfingsten zeigt, dass Gott nicht mehr nur um sein Volk herum wirkt. Er lebt jetzt in ihnen.

      Deshalb verändert das vollendete Werk Jesu alles für den Gläubigen. Dein Leben mit Gott hängt nicht davon ab, dass du selbst geistliche Kraft entwickeln kannst. So wie Adam sich selbst kein Leben einhauchen konnte, können wir auch kein geistliches Leben durch Anstrengung oder Bemühungen hervorbringen. Das Leben Gottes kommt als Geschenk durch den Heiligen Geist.

      Es wird immer noch Momente geben, in denen sich das Leben anfühlt, als stünde man am Rande des Roten Meeres, mit Hindernissen vor sich und Druck hinter sich. Aber derselbe Gott, der einst den Wind sandte, um die Wasser zu teilen, wirkt auch heute noch. Der Geist Gottes bringt immer noch Leben, wo es keines gab, schafft immer noch einen Weg, wo es keinen gab, und erfüllt immer noch die Herzen der Gläubigen mit der Gegenwart Gottes.

      Und dank des vollbrachten Werks von Jesus Christus ist der Wind Gottes nicht mehr weit entfernt.

      Der Atem, der einst Adam formte, der Wind, der einst das Meer teilte, und der rauschende Geist, der zu Pfingsten kam, erinnern uns jetzt an eine einfache, aber kraftvolle Wahrheit.

      Das Leben Gottes ist nichts, was du erschaffen musst.

      Es ist etwas, das Gott dir liebevoll einhaucht.


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    • März 11thDas sanfte Bild einer Taube

      Manche Momente in der Bibel sind ruhig, aber sie haben eine riesige Bedeutung. Es sind keine lauten Siege oder dramatischen Wunder. Es sind einfache Zeichen dafür, dass sich etwas für immer verändert hat. Eines dieser Zeichen zeigt sich im sanften Bild einer Taube.

      Nach der Sintflut in den Tagen Noahs war die Erde monatelang mit Wasser bedeckt gewesen. Der Sturm des Gerichts war vorbei, aber Noah und seine Familie warteten immer noch in der Arche und fragten sich, wann das Leben wieder beginnen könnte. Also ließ Noah eine Taube fliegen, um zu sehen, ob das Wasser zurückgegangen war. Das erste Mal kam die Taube ohne Beute zurück. Aber als Noah sie erneut aussandte, kehrte der Vogel mit einem kleinen Olivenblatt im Schnabel zurück. In der Bibel heißt es: „Da wusste Noah, dass das Wasser von der Erde zurückgegangen war“ (1. Mose 8,11).

      Dieses kleine Olivenblatt hatte eine starke Botschaft. Die Sintflut war vorbei. Das Gericht war vorbei. Ein neues Leben begann. Die Taube wurde zum stillen Boten, der verkündete, dass die Welt einen Neuanfang machen würde.

      Jahrhunderte später taucht das Bild einer Taube erneut in einem anderen Moment auf, der alles veränderte.

      Als Jesus zum Jordan kam, um sich von Johannes taufen zu lassen, passierte etwas Außergewöhnliches. Als Jesus aus dem Wasser stieg, öffnete sich der Himmel und der Geist Gottes kam in Form einer Taube auf ihn herab (Matthäus 3,16). Es war ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Dienst Jesu begann und dass Gottes Geist auf ihm ruhte.

      Dieser Moment war kein Zufall. Dasselbe Symbol, das einst das Ende der Sintflut verkündete, tauchte nun zu Beginn des Wirkens Jesu wieder auf.

      Die Verbindung ist wunderschön.

      Zu Noahs Zeiten verkündete die Taube, dass das Wasser des Gerichts vorüber war und dass die Erde einen neuen Anfang nahm. Zur Zeit Jesu erschien die Taube erneut, um zu signalisieren, dass Gott etwas noch Größeres begann.

      Jesus war gekommen, um eine neue Schöpfung zu bringen.

      Durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung würde Jesus das Werk vollbringen, das die Menschheit aus eigener Kraft niemals vollbringen könnte. Am Kreuz trug er das Gericht, das die Sünde über die Welt gebracht hatte. Und als er aus dem Grab auferstand, öffnete er der Menschheit den Weg zu einem neuen Leben mit Gott.

      Deshalb verändert das vollendete Werk Jesu Christi alles für den Gläubigen. Der Sturm des Gerichts, der einst über der Menschheit stand, wurde bereits am Kreuz beantwortet. Jesus trug ihn vollständig. Die Auferstehung verkündet, dass das Werk vollbracht ist und eine neue Schöpfung begonnen hat.

      So wie die Taube zu Noah zurückkehrte mit dem Zeichen, dass die Flut vorbei war, so offenbarte der Geist, der auf Jesus herabkam, dass die wahre Rettung gekommen war.

      Durch Christus hat Gott nicht einfach nur die Welt nach einer Flut wiederhergestellt. Er hat die Menschheit selbst wiederhergestellt.

      Durch das vollendete Werk Jesu werden diejenigen, die glauben, nicht mehr durch das alte Leben der Sünde und Trennung definiert. Die Schrift sagt: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ (2. Korinther 5,17).

      Die Taube, die einst ein Olivenblatt über das Wasser trug, wies auf etwas viel Größeres hin. Sie wies auf den Tag hin, an dem der Geist Gottes auf Jesus ruhen würde, auf den Einen, der den wahren Neuanfang bringen würde.

      Und wegen ihm ist die Botschaft der Taube auch heute noch wahr.

      Der Sturm ist vorbei. Das Gericht ist vollzogen worden. Und durch Jesus Christus hat ein neues Leben begonnen.


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