(auszugsweise Zitat von Dr. Arnold Fruchtenbaum)
Und im Laufe der Zeit geschah es. Im Hebräischen heißt es wörtlich „am Ende der Tage“, das heißt „zu einer bestimmten, festgesetzten Zeit“. Es gab also schon so früh in der Menschheitsgeschichte eine feste Zeit, in der die Opfergaben dargebracht werden sollten. Es war eindeutig eine regelmäßig vorgeschriebene Zeit. Dies bedeutet, dass dies nicht das erste Mal war, dass Opfer dargebracht wurden, und auch nicht das erste Mal, dass Kain ein Opfer darbrachte. Früher hätte Kain, da Abel der Hirte und Kain der Bauer war, ein Schaf oder eine Ziege von seinem Bruder Abel kaufen müssen, um ein Blutopfer darzubringen.
Diesmal aber entschied er sich, es nicht auf diese Weise zu tun, sondern Kain brachte von der Frucht des Ackers ein Opfer dar. Das hebräische Wort minchah bedeutet allgemein „Opfergabe“. In Kains Fall war es jedoch unblutig; und weil es unblutig war, war es unannehmbar. Dies ist ein Beispiel für einen religiösen Akt, der jedoch nicht auf Glauben beruht. Er tat nur so, als ob er seine Pflicht erfüllen wollte. Obwohl Gott später Getreideopfer akzeptierte, kamen selbst die Getreideopfer des mosaischen Gesetzes immer mit Blut in Berührung.
Was Kain opferte, war also von der Frucht des Ackers, und es gibt keinen Hinweis darauf, dass es von bester Qualität war, nicht einmal, dass es sich um die ersten Früchte handelte. Es Jehova zu bringen bedeutete, dass er es an einen bestimmten Ort brachte, an einen vorgeschriebenen Ort; aber es gibt keinen Hinweis auf einen Altar. Der Ort kann also durchaus am Eingang des Gartens Eden gewesen sein, wo sich die Gegenwart der Schechinah-Herrlichkeit manifestierte.
Dann kam die Opfergabe von Abel: Und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde. Abels Opfergabe unterschied sich in zweierlei Hinsicht von der Kains: Es war ein Erstling, ein Erstgeborener, und es war ein Blutopfer. Der Text fügt hinzu, dass Abel von seinem Fett opferte, das als der beste Teil angesehen wurde (Lev. 3:16). Für Abel war dieses Opfer ein Akt des Glaubens, um seine geistliche Pflicht zu erfüllen. Die Erwähnung des Fettes zeigt, dass es sich um ein Blutopfer handelte. Die populäre Beziehungstheologie versucht zu behaupten, dass die ganze Sache eine Frage der Einstellung war, dass Kain die falsche Einstellung hatte, Abel aber die richtige Einstellung. Dafür gibt es im Text jedoch keinerlei Anhaltspunkte, und der Tenor der Heiligen Schrift ist, dass das Problem ein Mangel an Blut war, wie im Hebräerbrief gezeigt wird: Durch den Glauben brachte Abel Gott ein vorzüglicheres Opfer dar als Kain (Heb 11,4); das Blut des Messias spricht besser als das von Abel (Heb 12,24). Die Betonung liegt hier eindeutig auf dem Blut, nicht nur auf der Haltung. Sowohl Kain als auch Abel waren Sünder; beide wurden nach dem Sündenfall und außerhalb des Gartens Eden geboren; beide hatten die gleichen Eltern, die gleiche Erziehung, die gleiche Umgebung und das gleiche Wissen. Kains Opfer war jedoch kein Glaubensopfer, während Abels Opfer ein Akt des Glaubens als Antwort auf Offenbarung und Erkenntnis war.
In 1. Mose 4,4b-5a antwortet Gott. In Vers 4b antwortet Gott auf die Opfergabe Abels: Und Jehova hatte Achtung vor Abel und vor seiner Opfergabe. Er respektierte Abels Glauben, und er hatte Respekt vor Abels Opfergabe, denn sie entsprach der vorgeschriebenen Art. Es war ein Erstling, und er hatte Blut. Wie Gott seine Annahme zeigte, wird nicht gesagt. Nach Raschi wurde es angenommen, indem Feuer vom Himmel herabkam und es verzehrte. Obwohl es im Text keinen Hinweis darauf gibt, ist es klar, dass es auf irgendeine Weise deutlich gemacht wurde. In Vers 5a antwortet Gott auf Kains Opfer: Er hatte keinen Respekt. Gott verwarf Kain, weil Kain keinen Glauben hatte, und sein Mangel an Glauben zeigte sich in der Art des Opfers, das er darbrachte. Gott hatte keine Achtung vor Kains Opfer, weil es nicht die Erstlingsfrüchte waren und kein Blut im Spiel war.
Der zweite besondere Baum im Garten war: der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, der nur hier und in Vers 17 erwähnt wird. Das hebräische Wort für Erkenntnis bezieht sich auf „Erfahrungswissen“. Der Ausdruck, die Erkenntnis von Gut und Böse, ist ein Merismus, ein antonymisches Paar für Einheit, Ganzheit und Totalität; ein Ausdruck für Dinge, die das Leben schützen, und Dinge, die das Leben zerstören.
Andere Beispiele für die gleichen Merismen sind: Mose 24,50, wir können nicht zu dir reden, weder Gutes noch Böses; Mose 31,24, wo Gott Laban ermahnt, Jakob nichts zu sagen, weder Gutes noch Böses; II Samuel 14,17. David glich einem Engel, da er Gut und Böse kannte. Dieser Merismus beinhaltet auch das Konzept, dass man die Macht hat, selbst zu entscheiden, was in seinem Interesse ist und was nicht: Deuteronomium 1,39, junge Menschen, die alt genug sind, um verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen; und 1. Könige 3,9, wo es ebenfalls darum geht, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.
Das ist das Wesen des Baumes, und er würde den Menschen die Macht geben, selbst zu entscheiden, was in ihrem besten Interesse ist und was nicht, und wie Gott zu sein. In der christlichen Tradition war die verbotene Frucht ein Apfel, aber der Text selbst sagt nicht genau, um welche Art von Frucht es sich handelte. Die Rabbiner hatten verschiedene Ansichten darüber, was der Baum war.
Einige Rabbiner meinten, es sei ein Weinstock gewesen, weil keine andere Frucht so viel Elend und Kummer verursacht. Eine andere rabbinische Ansicht besagt, dass es sich um Weizen handelte; und Weizen wuchs damals nach dieser rabbinischen Tradition auf Bäumen. In der rabbinischen Theologie steht Weizen für Wissen: Ein Kind beginnt erst zu lernen, wenn es alt genug ist, Weizen zu essen. Eine dritte rabbinische Auffassung war, dass es sich um einen Feigenbaum handelte, da die Blätter des Feigenbaums verwendet wurden, um die Blöße von Adam und Eva zu bedecken. Eine andere rabbinische Ansicht war, dass es sich um den Etrog oder die Zitrone handelte, denn in Genesis 3:6 sah [Eva], dass er gut zum Essen war, und dies bezieht sich auf den Teil, der Geschmack hat, oder den Etrogbaum, den Zitronenbaum.
Was auch immer die Frucht gewesen sein mag, der Genuss der Frucht verschaffte dem Menschen Erfahrungswissen über Gut und Böse, aber er gab ihm nicht die Kraft, das Gute zu wählen und das Böse abzulehnen.
(Aus dem Kommentar von Arnold Fruchtenbaum „Genessis 1 – 11“
by Jule with no comments yetHier mal ein anderes Video, diesmal in deutsch
es ist nicht das selbe wie das, was ich heute verlinkt habe, ist aber in deutsch, von dem selben project und gibt einen groben Überblick über die ersten 11 Kapitel – vielleicht ist das ja für dich interessant. Ich habe es erst am Ende vom dritten Tag eingefügt, aber vielleicht magst du es jetzt schon sehen, da du heute sicherlich mehr Zeit hast als unter der Woche 😘
by Jule with 1 comment
Wer mich kennt, weiß, dass ich stark übergewichtig bin. Wie gerne würde ich abnehmen und ich bete auch regelmäßig dafür, ja ich flehe immer wieder zu Gott, dass er mir helfen wird 🙏 – leider ohne Erfolg, ich nehme immer mehr zu
In meiner Not bitte ich Freunde, für mich zu beten, aber auch das funktioniert nicht, obwohl meine ganzen christlichen Freunde ebenso wie welche, die es eigentlich nicht sind, für mich beten
Ich bin traurig 😢und entmutigt 😒und verstehe die Welt nicht mehr 🙄. Was ist da los? Mir fällt nichts anderes ein, als weiterhin zu beten und zu bitten und meine Freunde zu bitten, ebenfalls weiter für mich zu bitten
Unglaublich, was dann passiert 🥺
Eine Freundin, die mich kennt und oft bei mir zu Besuch ist und daher weiß, dass ich fastfood und Sahnetorten liebe, weist mich vorsichtig darauf hin, dass ich eventuell meine Ernährung in der Hinsicht verändern sollte, dass ich diese Dinge weg lasse 🙁. Ich verstehe, was sie meint und ich weiß ja, dass sie es sagt, weil sie mich liebt – aber das ist doch das Einzige, was mir noch an Schönem im Leben bleibt, ich kann doch nicht auf alles verzichten
Und schon entspinnt sich ein lebhaftes Gespräch zum Thema Verzicht und dass man ja erntet, was man sät. Ja, Gott hat allen einen freien Willen gegeben und auch mir, daher darf ich mich entscheiden, weiter zu machen wie bisher – allerdings muss ich dann auch die Konsequenzen tragen: Gott wird jetzt nicht extra für mich ein Wunder wirken und mich auf wundersame Weise erschlanken lassen. Er wird ja auch nicht für mich die Schwerkraft außer Kraft setzen, wenn ich nur so aus Spaß vom Dach eines Hochhauses springe
Jetzt werde ich langsam sauer, fühle mich angegriffen und muss mich zusammen reißen, um dieser sogenannten Freundin keine häßlichen und verletzenden Worte ins Gesicht zu schleudern. Nachdem ich mich etwas beruhigt habe, sage ich, dass Gott mich ja kennt und liebt und weiß, wie sehr ich fastfood und Sahnetorte liebe und dass ich nicht darauf verzichten kann. Von der anderen Seite kommt nichts mehr und ich bin erleichtert 😊
Aber dann mache ich mich an meine Bibellese und komme zu merkwürdigen Texten, wie die Sache mit dem Sabbat und den drei großen Festen der Israeliten. Boah, langweiliger Stoff 🥴
Wie war das noch mal? Gott gebot den Israeliten, den Sabbat zu halten, denn sie sollten nicht nur ihrem Körper und dem Vieh und auch dem Boden die nötige Zeit zur Regenerierung geben, sondern auch mal wieder – wie alle 6 Tage – einen ganzen Tag Zeit mit Gott verbringen, sich auf ihn und sein Wort konzentrieren. Wer den Sabbat brach, würde gesteinigt werden, wer ihn hielt, würde gesegnet.
Dazu gehörten auch die Sabbate in der Erntezeit, wo man die Ernte einfahren musste, da Regen angesagt war. Wenn man es am 6. Tag nicht geschafft hatte, durfte man eben nicht am Sabbat raus fahren und „schnell“ die Ernte einbringen, damit sie nicht verdarb. Da erwartete Gott trotzdem, dass sie den Sabbat hielten und wer es trotzdem machte, wurde zu Tode gesteinigt.
Ist das denn nicht brutal? Wusste Gott den nicht, dass sonst die ganze Ernte vernichtet würde, wenn sie dem Regen ausgesetzt wäre? Musste er da nicht Verständnis haben? Warum „verlangte“ er es trotzdem?
Weil, wie „der kleine Jo“ immer so schön sagte: „Gott ist gut – immer und zu jeder Zeit.“🤗
Unser Gott ist größer als wir und es gibt nichts, was er nicht tun kann und „seine Gedanken sind höher als unsere Gedanken“. Er will, dass wir die Dinge in seine Hand legen und auf ihn vertrauen. Wer auf IHN hörte und trotzdem den Sabbat hielt, dessen Ernte wurde trotz allem bewahrt
Ein ähnliches Prinzip bei den großen Festen: er gebot, dass jeder Erwachsene Mann und Jungs im entsprechenden Alter, drei mal im Jahr nach Jerusalem reisen sollten, um diese Feste zu feiern. Einige dieser Feste gingen über Tage bzw Wochen. Dennoch verlangte er es von seinem Volk
Und was war dann mit den Familien, Frauen und Kindern dieser Männer und mit dem Vieh und mit dem Feld, wenn die Männer weg waren? Sie waren schutzlos evtl Feinden ausgeliefert, für die es ein leichtes gewesen wäre, sie anzugreifen, zu ermorden und zu plündern. Dennoch dieses Gebot 🤔. Hatte er kein Mitleid mit den Zurückbleibenden? Sicherlich hätte er doch Verständnis für die Männer, die aus Sorge um die Familie und den Besitz zu Hause bleiben würden – oder?
Und wenn ich mich in den Mann meiner besten Freundin verlieben würde, dann gilt der Grundsatz dass Gott Ehebruch hasst, sicherlich auch nicht – denn er kennt mich ja und will, dass ich glücklich bin —- oder?🙁🤔
Fakt ist, dass Gott jedem von uns den freien Willen gegeben hat, mir und auch Dir und jedem anderen (selbst den Engeln). Also können wir unsere Entscheidungen selbst treffen …. soweit ist ja alles klar …😎
Als wir im 5. Buch Mose waren, ging es zum Schluss um den Segen und den Fluch und dass Gott will, dass wir den Segen, das Leben, wählen
Was ein Segen ist, wissen wir wohl alle, aber was bedeutet, wenn wir von Gott den Fluch erhalten? Das hört sich ja mehr als dramatisch an und wir mögen kaum glauben, dass Jehova will, dass wir krank werden, sterben, unfruchtbar sind oder verarmen.
Richtig gedacht. Es bedeutet lediglich, dass er seine Hand von uns zurück zieht und wir nun alles nur noch aus eigener Kraft erreichen müssen – denn wenn ich sage, „ich will nicht so leben, wie du das gerne für mich möchtest“ dann sagt er „oki, ich lass dich in Ruhe. Wenn du es dir anders überlegst, du weißt ja wo du mich findest 😘„
Und wir wissen alle, was dabei heraus kommt, wenn wir die Dinge alleine regeln, ohne Gottes Hilfe. Wir verlieren unsere Kraft und unsere Freude und nichts gelingt mehr. Aber wir wollten es ja so?😩
Nun gehen wir weiter unseren Weg und ohne uns umzudrehen bitten und beten wir die ganze Zeit zu unserem himmlischen Vater, er möge uns doch bitte helfen <—- während wir weiter unseren eigenen Weg gehen, ohne uns umzudrehen und uns wirklich zu ihm hinzuwenden
Wird das wohl Erfolg haben?
Was hatte er gesagt?: „Ich bleibe hier stehen und lasse dich machen. Wenn du mich brauchst, weißt du ja, wo ich bin. Ich warte hier auf dich und wenn du wirklich zu mir zurück kommst, renne ich dir entgegen, nehme dich voller Liebe in meine Arme und helfe Dir“
Aber ich habe nicht ganz verstanden, was er gesagt hat, mir klingt nur im Ohr „ich warte auf dich und wenn du kommst und Hilfe brauchst, helfe ich dir“ und so drehe ich mich kurz rum, um ihm zu sagen, er solle mir bitte helfen und drehe mich wieder weg und gehe meinen eigenen Weg, denn ich muss ja zusehen dass…
Hm….
Wenn ich also abnehmen will, dann reicht es nicht, Gott um Hilfe zu bitten und andere anzuhalten, ebenso für mich zu bitten – ich muss auch Sahnetorte und co weg lassen und mich ganz auf IHN verlassen
Wir haben gestern im Akrivgottesdienst über Josua und Ai gesprochen und wie es sein kann, dass sie – obwohl sie sein Volk waren und Gott ihnen das verheißene Land gegeben hat – in die Flucht geschlagen wurden und 36 Männer dabei starben.
Wenn wir nicht darauf hingewiesen worden wären, wäre es uns überhaupt nicht aufgefallen: Gott hatte ihnen nicht gesagt, dass sie jetzt Ai angreifen sollten. Wenn man es genau nimmt, hat ER seit der Einnahme von Jericho nicht mehr mit ihnen gesprochen und gleich in Vers 1 von Kapitel 7 lesen wir, dass es um eine verborgene Sünde inmitten von Istael ging. Aber woher hätte Josua das wissen sollen und warum hatte Gott nicht mehr mit ihm gesprochen und wie hätte es auffallen sollen? Wir wissen ja nicht genau, wieviel Zeit zwischen der Einnahme von Jericho und dem Kriegszug gegen Ai lag.
Wieder wurden wir auf das Gesetz hingewiesen: Gott hatte angeordnet, dass sie erst dann in den Krieg aufbrachen, wenn die Priester mit der Trompete das Signal geben.und woher sollten diese wissen, dass es los geht? Gott selbst würde es ihnen sagen ….
Aber wir lesen nichts davon, dass die Priester ein Signal gegeben hatten. Gott selbst hatte diesen Feldzug nicht angeordnet und daher war es auch nicht verwunderlich, dass er nicht bei Ihnen war und so haben sie diesen Feldzug ganz allein geführt – wobei natürlich einige Männer fielen
Die Frage kam auf, woran wir heute denn merken würden, dass Gott nicht mehr mit uns „redet“?
Gott redet durch sein Wort zu uns, durch die Bibel und wenn wir nicht mehr in der Bibel lesen und auch nicht mehr den Wunsch verspüren, es zu tun, dann sollten wir hellhörig werden, denn ER redet nicht mehr mit uns. Das bedeutet meist, dass in unserer Beziehung etwas nicht stimmt
Aus Erfahrung weiß ich, dass ich in Zeiten, wo ich auf einem Weg war, der deutlich von Gott weg ging – weil ich Gedanken und Gefühlen Raum gegeben habe, die er hasst – keine Lust zum Bibel lesen hatte und wenn ich es doch gemacht habe, hab ich sie schnell wieder weg gelegt, weil ich mich nicht gut dabei fühlte. Das war unter anderem zu einer Zeit so, als ich Groll gegen eine andere Person gehegt habe und ich davon nicht ablassen wollte. Da hat ER meine Entscheidung respektiert, aber dann musste ich alleine dadurch. Es hat eine Weile gedauert, bis ich gemerkt habe, dass Gott überhaupt nicht erwartet, dass ich den anderen sofort liebe, aber schon, dass ich IHN darum bitte, diesem Wunsch in mein Herz zu legen.
Ab da ging auf einmal alles wieder „ganz einfach“, der Knoten war geplatzt
Wenn ich also keine Lust mehr darauf habe, mit Gott Zeit zu verbringen, aus welchen Gründen auch immer, dann stimmt etwas in unserer Beziehung nicht und dann kann ich auch keinen Segen von IHM erwarten, selbst wenn ich und die halbe Welt stundenlang dafür beten 🤭
Au Weia
Ich wünsche euch allen noch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with 1 commentEin Thema, als immer wieder aktuell ist und auch mich immer wieder von den Füßen haut. Wie ihr wisst, bieten wir von unserem Bibelkreis auch Biblische Seelsorge am und auch hier bei dem Thema kommt man damit weiter, selbst wenn der Hilfesuchende noch ganz am Anfang des christlichen Glaubens steht.
Ich kopiere euch hier mal den Anfang aus dem „Handbuch für Biblische Seelsorge“ hier ein
Kapitel 2 – Ablehnung
Die Heilung eines verwundeten Herzens
Nichts tut so weh wie Ablehnung; und die Ablehnung durch einen Menschen, den wir lieben, ist am schlimmsten. Wir sind am Boden zerstört, wenn uns jemand den Rücken kehrt, den wir lieb gewonnen haben. Die Erinnerung an diesen Menschen lässt sich nicht wegwischen, und immer wieder hören wir in unserem Inneren die Worte: „Du bist unerwünscht… Du bist unwürdig.“ Wenn dein Schmerz grenzenlos erscheint, weil dich jemand abgelehnt hat, der dir wichtig ist, dann kannst du in den folgenden Worten Trost finden: „Jehova ist denen nahe, die verzweifelt sind und rettet diejenigen, die alle Hoffnung verloren haben“ (Psalm 34:19)
Auch wenn du zuweilen abgelehnt wirst, sagt das noch lange nichts über deinen persönlichen Wert. Gott hat einen ganz besonderen Plan für dein Leben!… „
Bis hier her aus dem Buch
Und nun kommen wir an den Punkt, der in der biblischen Seelsorge immer wieder auftaucht. Den man auch gut verstehen kann, wenn man Gott und sein Wort noch nicht so gut kennt, nicht weiss, wo man passende Stellen in der Bibel findet usw
Es kommt darauf an, auf was wir sehen

In der Welt muss ich alles dransetzen, den richtigen Partner zu finden. Im Reich Gottes darf ich alles dransetzen, der richtige Partner zu werden.?♥️
(nach Nicola Vollkommer)Vater im Himmel, hilf mir jeden Tag dabei, meinem Ehemann eine liebevolle, loyale, authentische und sanftmütige Partnerin zu sein.?♥️
Quelle: Frau nach dem Herzen Gottes
by Jule with no comments yetWir müssen unsere kleine Paulina gehen lassen und ich wollte dich fragen, ob du Aufnahmen von uns machen würdest, wenn Paulina geboren wird. Wir wissen nicht genau, wann ihr Herz aufhören wird zu schlagen.“
Nur zwei Sätze, aber wie schwer muss es der Mama gefallen sein, diese zu schreiben.
Zu dem Zeitpunkt war die Mama in der 25. Schwangerschaftswoche.
In den nächsten drei Tagen habe ich jeden Tag mit der lieben Mama geschrieben. In den Tagen danach las ich, dass Paulina immer schwächer wird… unvorstellbar, wie schwer diese Zeit für die Eltern ist… zu hoffen, Bewegungen zu spüren… die Angst, wenn es ruhiger ist… ruhiger wird…
Was war passiert?
Bei einer Routineuntersuchung in der 23 SSW stellte die Frauenärztin fest, dass Paulina seit drei Wochen nicht mehr gewachsen ist. Zudem sieht man nur noch sehr wenig Fruchtwasser. Eine weitere Untersuchung stellt fest: Ihr geht es gar nicht gut, die Eltern müssen jeden Moment damit rechnen, dass ihre Tochter im Bauch einschläft. Fassungslosigkeit – die Mama schreibt mir, dass sie sich zu dem Zeitpunkt in einer Grauzone bewegten. Paulina ist in der 23.SSW und wiegt unter 500g. Kommt sie nun zur Welt, werden keine lebenserhaltenen Maßnahmen eingeleitet.
Zu Hause angekommen, haben die Eltern ihre Familien angerufen und ihnen gesagt, dass Paulina wahrscheinlich sehr bald im Bauch einschlafen wird. Ja. Paulina. Jetzt verraten sie den Namen, denn Paulina soll nicht bloß das Baby sein, dass tot zur Welt kommen wird. Sie soll ihren Namen tragen.
Eine Woche später die nächste Untersuchung… das Herz schlägt noch aber die Situation ist noch schlechter. Es soll nur noch eine Frage der Zeit sein, bis „es“ passiert. Die Mama erzählt: „Mir wird angeboten, die Schwangerschaft abzubrechen. Das kann ich nicht. Paulina soll selbst entscheiden, wann es soweit ist und in Würde bei uns sterben.
Wir entscheiden uns für „abwartendes Verhalten“ und fahren nach Hause.“
Drei Wochen nach dem ersten Kontakt, habe ich mich dann getraut, der Mama nochmal anzuschreiben und zu fragen, wie es der kleinen Paulina geht. Es sei bisher alles unverändert… ihr kleines Herz schlägt und schlägt… berichtet sie mir. Sie bleibt länger, als die Ärzte es vermutet haben… schrieb sie. Das waren gute Nachrichten.
5 Wochen später schlägt Paulinas Herz noch immer.
Eine weitere Untersuchung im Klinikum: „Die Diagnosen sind niederschmetternd und mir wird wieder angeboten die Schwangerschaft zu beenden, aber wir wollen das gemeinsam mit Paulina durchstehen und uns nie fragen müssen, wie und wann das sonst zu Ende gegangen wäre. Wir fahren nach Hause. Herztonkontrollen. Sie bleibt, sie kämpft.
Inzwischen ist die Schwangerschaft so weit fortgeschritten, dass man handeln muss, wenn die Geburt aus irgendeinem Grund losgeht und Paulina lebend zur Welt kommt.“
Einige Tage später eine erneute Untersuchung. „Wir haben nichts mehr zu verlieren. Die Ärztin bietet uns die Fruchtwasserauffüllung an. Wir beide schauen uns an und es ist so unfassbar… seit 8Wochen laufen wir mit dem Gedanken herum, dass unser Baby einschlafen wird und nun kann es vielleicht doch in die andere Richtung gehen… wir trauen uns nicht zu positiv zu denken.“
Zwei Tage später betraten die Eltern das Krankenhaus. Keiner konnte sagen, wie es ausgehen wird.
Zielgenau und hochkonzentriert punktiert die Ärztin Paulinas Fruchthöhle… es hätte fast nicht geklappt und aufgrund des wenigen Fruchtwassers war es medizinisches Geschick, dass sie das geeignete Fruchtwasserdepot traf. Paulina wurde Sprite für Spritze NaCl zugefügt… 8 Spritzen glaube ich… danach ein Kontrollultraschall…es war sooo ergreifend… denn Paulina fing direkt an das Fruchtwasser zu schlucken, machte Blubberbläschen und sie bewegte sich wieder… so vergingen 2,5 Wochen im Krankenhaus, 2x tägl. CTG-Kontrollen, tägliche Dopplerkontrollen. Ich war unter Spannung, denn wir hätten jeden Moment auf dem OP Tisch landen können. Ich hatte Angst vor dem Moment… keiner wusste, wie das hier ausgehen wird. Zwei Mal wurde Fruchtwasser aufgefüllt.
Hoffnung.
Alles wurde in die Wege geleitet. In der 34 SSW sollte Paulina nun auf die Welt geholt werden.
Am 03.04. schrieb die Mama:
„Unsere Paulina wird heute per Kaiserschnitt auf die Welt geholt.
Kurz vor dem Kaiserschnitt überkam mich plötzlich ein innerer Frieden… ich hatte das Gefühl, dass ganz vielleicht alles gut werden kann. Aber ich wusste genau, dass Paulina vielleicht sterben wird, während ich noch operiert werde. Es ging los, ich blieb ganz ruhig… für unsere Paulina… ganz ruhig.
Es war ganz ruhig, bis wir hörten „hier gestikuliert schon jemand“ und dann hörten wir drei Schreie. Paulina… da ist sie… uns liefen die Tränen… wir schauten rüber zur Reanimationseinheit, auf der Paulina von den Kinderärzten versorgt wurde. Jeder Moment war so kostbar… sie konnten anscheinend etwas für sie tun… wir sagten immer wieder „jetzt lebt sie schon 3 Minuten, jetzt 5, jetzt 8, jetzt 10“ und dann kam man mit ihr auf mich zu. Ich dachte: „Oh nein, muss ich mich jetzt verabschieden?“ Aber nein… es sah erst mal soweit ok aus, dass sie mit auf die Neugeborenen Intensivstation genommen werden konnte und sie wurde mir gereicht, damit ich ihr einen Abschiedskuss geben konnte. Es war unfassbar, sie hat es auf die Station geschafft (wir hatten uns die Station vorher angesehen und wussten nicht ob sie es überhaupt bis dahin schafft und es war ein Geschenk für uns, dass sie es geschafft hat).
Ich wusste von all dem natürlich nichts, war aber die ganze Zeit in Gedanken bei den lieben Eltern und der kleinen Kämpferin.. Den ganzen Nachmittag stand das Telefon still und am späten Abend dann die SMS… eine SMS mit nur zwei Worten:
Sie lebt.♥️
Paulina ist mit 615g auf die Welt gekommen.
Ein Wunder.
Und dann… am Weltfrühgeborenen-Tag stand die kleine Familie auf einmal vor mir. Die Mama wandte sich zum Papa: „Das ist die Fotografin, die die Fotos gemacht hätte. Ich sprach Paulina an und sie schenke mir ein Lächeln… ich war so gerührt.
Die Mama möchte mit ihrer Geschichte anderen Eltern Mut und Hoffnung geben. Keiner von den Ärzten hatte diese Hoffnung… es schien aussichtslos… aber die Eltern hatten den Mut Paulina entscheiden zu lassen.
Als wir nach dem Shooting im Flur standen sagte die Mama mir, sie hatte ganz intensive Gefühl als sie zu mir ins Studio gefahren ist. Das wir uns an einem „Fototermin“ kennenlernen würden, war für die Mama klar, aber das es „so ein“ Fototermin wird… ein Termin wo Paulina lacht… und fröhlich ist… und lebt… sie hat es als ganz großes Geschenk empfunden, dass sie mich wieder treffen konnte … unter ganz anderen Bedingungen… unter diesen schönen Bedingungen.
Heute ist Paulina fast 2 Jahre alt und ein aufgewecktes, fröhliches und süßes kleines Mädchen.♥️
(etw. gekürzt, nach einem wunderbaren Erlebnis von der Fotografin Tanja von Rohden)
GOTT SCHENKT LEBEN – GOTT NIMMT LEBEN.
SEIN PLAN IST IMMER GUT – SEIN PLAN IST IMMER RICHTIG.♥️⏳♥️
Beziehungen sind ein aktuelles Thema und werden es bleiben, denn schon bei der Schöpfung hat Gott die zwischenmenschliche Beziehung eingeplant.
Doch wie sieht es mit unseren eigenen Beziehungen aus? Fremdfischen ist bekanntlich schon seit jeher aufregender als im eigenen, öden Beziehungsteich nach mickrigen Fischen zu suchen… die Informationsflut im Internet liefert dazu die optimale Angelausrüstung.
Wir leben in einer Beziehungsinflation. Zum einen leben wir in einer Gesellschaft, die sich zunehmend nur um eines dreht: „Ich, meiner, mir, mich“. Das oberste Gebot dabei: Lebe deinen Traum aus, auf wessen Kosten auch immer!
Die Gesellschaft vermittelt nicht mehr Selbstlosigkeit, Demut, Geduld, Verlässlichkeit oder andere Tugenden, die für gelungene Beziehungen unverzichtbar sind, sondern das Verhaltensschema: „Du willst sie? Dann hol sie dir! – Du willst ihn? Dann hol ihn dir!“.
Wo einst Grund-, Sicherheits- und Gemeinschaftsbedürfnisse das solide Fundament bildeten, stehen heute die Ich-Bedürfnisse sowie Selbstverwirklichungsbedürfnisse.
Nicht etwa geburtenstarke Jahrgänge sind das Problem der Kindertagesstätten, sondern Kleinkinder, die in staatlichen Einrichtungen die ersten Schritte laufen und die ersten Worte sprechen sollen, während Mama und Papa beide fleißig an ihrer Karriere feilen.
Trennungsgründe sind nicht etwas häusliche Gewalt, sondern „unüberbrückbare Differenzen“ und „Auseinanderleben“. Scheidungsraten schnellen rasant in die Höhe.
Kann es sein, dass wir verlernt haben, „in guten wie in schlechten Zeiten“ treu zu bleiben und dieses Versprechen zu halten? Liebe setzt sich aus weit mehr Komponenten zusammen als nur aus Gefühlen. Der Wille sowie die Entscheidung treu zu bleiben, scheinen die beiden entscheidenden Fehlfaktoren des 21. Jahrhunderts zu sein. Leidtragende dieser Bequemlichkeits- und Selbstverwirklichungsmentalität sind unsere Beziehungen und damit letztendlich – wir selbst.
Zum anderen verzerren die Sozialen Netzwerke unser Bild von Freundschaft und Beziehung. Vielleicht würden wir heute immer noch meinen, Freund sei einfach Freund, wenn da nicht z.B. dieser Mark Zuckerberg gewesen wäre, der eine Art „Freundschaftsrevolution“ in die Gänge brachte. Fortschrittliche Freundschaft ist heute Freundschaft auf Schaltflächen. Ein Klick – ein Freund. Viele Freunde – viel Glück.
Offline gehen in einer reellen Beziehung ist nicht möglich. In schwierigen Zeiten stehen Facebook-Freunde nicht zur Verfügung. Beziehungen setzen Investittion, Treue und Zeit voraus. Das Herzchen auf der Pinnwand des anderen oder das schnelle „liken“ eines Status kann einen Abend „face to face“ von Familie oder Freunden nicht ersetzen. Soziale Netzwerke erleichtern zwar die Kontaktaufnahme erheblich, erschweren aber die Kontaktpflege, weil das Zeitbudget durch die Kontaktinflation schmaler geworden ist. „Wir haben online so viele Freunde, dass wir ein neues Wort für die echten brauchen.“ Echte Freundschaften beanspruchen Investition und Zeit, während oberflächliche Facebook-Freundschaften, die dem gängigen Prinzip „Erst ich – dann du!“, der heutigen Werbewelt entsprechen.
Die Cyberspace-Generation verfällt zunehmend in eine Freundschaftsseichtheit.
Viel mehr als um des Glück von anderen geht es heutzutage um das Glück im eigenen Leben. Selbstverständliche Hilfeleistungen, Familienleben über Generationen hinweg und echtes Glück ohne totale Selbstentfaltung in Beruf und Familie sind verlorengegangen und zugleich essentiell, wenn wir weiter glücklich leben wollen. Denn Glück misst sich weder an der Schwere des Kontos noch an dem Erfolgsgrad im Beruf.
Das Gegenmodell zur heutigen Lebensweise liefert Jesus Christus. Sein Leben war gekennzeichnet von der absolut selbstlosen Liebe zum Nächsten.
Für ihn war und ist Beziehung und Freundschaft kein Selbstzweck. Wer keine inflationären Beziehungen haben will, muss raus aus dem „Ich-Karussell“ und hin zum göttlichen Beziehungsprinzip.
(nach Jessica T. Vollkommer)
Dass sich in unserem Erziehungsstil etwas ändern muss, haben viele Eltern und Erzieher erkannt. In den Gesprächsrunden auf den Fernsehkanälen sieht man das Heil in der Balance zwischen den zwei Extremen – etwas mehr Drill und etwas weniger Kuschelpädagogik – ist das die Lösung?
Müsste man sich nicht vielmehr fragen: Was sind die wahren Werte, die wir unseren Kindern vermitteln wollen? Sind Ehrgeiz, Leistung und Erfolg die Dinge, die uns zufrieden machen? Kann ich nur zufrieden sein, wenn ich besser, schöner, erfolgreicher bin als andere? Wer Gott aus seinem Leben ausklammert, wird diese Dinge seinen Kindern als erstrebenswert darstellen.
Leider haben auch Christen diese Ziele für ihre Kinder übernommen. Aber Leben ist mehr, viel mehr! Haben wir das Doppelgebot der Liebe vergessen, das uns Gottes Sohn aufgetragen hat: „Du sollst dem Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt … und deinen Nächsten wie dich selbst“ (Matthäus 22,37+39)?
Unsere höchste Aufgabe als Eltern ist es, unsere Kinder mit Gott und seinem Wort bekannt zu machen, sie zu lieben, zu leiten und ihnen Beispiel und Vorbild zu sein. In der Abhängigkeit vom Herrn werden wir die rechte Balance finden zwischen Liebe und Strenge, zwischen Gewährenlassen und Disziplinierung.
Gott zu lieben, bedeutet, nach seinem Wort zu leben, seine Ehre (nicht die eigene) zu suchen.
(nach Yvonne Schwengeler)