• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • März 12thEs gibt keinen anderen Gott

      Es gibt keinen anderen Gott.
      Nicht dein Komfort.
      Nicht deine Politik.
      Nicht deine Identität.
      Nicht dein Trauma.
      Nicht dein Erfolg.
      Nicht deine Gefühle.
      Nicht deine Plattform.
      Nicht deine Freiheit.
      Nicht deine Version der Wahrheit.

      Es gibt nur einen.

      Hast du jemals innegehalten und dich gefragt, wer wirklich auf dem Thron deines Lebens sitzt? Viele Dinge versuchen, diesen Platz einzunehmen. Komfort kann sich wie ein Gott anfühlen. Erfolg kann still und leise unsere Entscheidungen bestimmen. Sogar unsere eigenen Gefühle können zu der Stimme werden, der wir folgen. Aber die Bibel erinnert uns an eine einfache und kraftvolle Wahrheit.

      „Ich bin der Herr, und es gibt keinen anderen; außer mir gibt es keinen Gott.“ (Jesaja 45,5, NIV)

      Bevor es Nationen gab und bevor die Menschheitsgeschichte begann, war Gott bereits da. Er ist derjenige, der sprach und das Universum zum Leben erweckte. Galaxien sind nicht zufällig entstanden. Sterne leuchten nicht von selbst. Die Schöpfung begann, weil Gott sprach.

      „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ (Genesis 1,1, NIV)

      Denk mal einen Moment darüber nach. Derselbe Gott, der die Sterne formte, formte auch das menschliche Herz. Er schrieb sein Gesetz nicht nur in Stein, sondern auch in unser Gewissen. Warum spüren wir den Unterschied zwischen richtig und falsch? Warum ist uns Gerechtigkeit wichtig? Weil der Schöpfer dieses Bewusstsein in uns gelegt hat.

      Doch die Geschichte Gottes endete nicht mit der Schöpfung. Das Erstaunliche ist, dass der Schöpfer in seine eigene Welt trat. Er kam uns nahe. Er wandelte unter den Menschen. Er empfand Schmerz. Er trug Narben.

      „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ (Johannes 1,14, NIV)

      Jesus kam nicht, um mächtige Führer zu beeindrucken. Er kam, um gebrochene Menschen zu retten. Er liebte seine Feinde. Er vergab Sündern. Er heilte die Verletzten. Und am Ende gab er sein Leben für genau die Menschen, die ihn abgelehnt hatten.

      „Gott aber hat seine Liebe zu uns darin gezeigt, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8, NIV)

      Dann passierte etwas, das alles veränderte. Das Grab konnte ihn nicht halten. Der Tod hatte nicht das letzte Wort. Jesus ist auferstanden und hat damit bewiesen, dass Gottes Macht größer ist als Sünde und Tod.

      „Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ (Matthäus 28,6, NIV)

      Eines Tages wird jeder Mensch vor diesem selben Gott stehen. Könige, Führer, Prominente und ganz normale Leute werden ihm gegenüberstehen. Titel werden dann keine Rolle mehr spielen. Macht wird keine Rolle mehr spielen. Jede Stimme wird verstummen vor dem Einen, der alle Dinge geschaffen hat.

      „Denn es steht geschrieben: ‚So wahr ich lebe, spricht der Herr, vor mir wird jedes Knie sich beugen, und jeder Zunge wird Gott bekennen.‘“ (Römer 14,11, NIV)

      Hier ist also eine Frage, über die es sich nachzudenken lohnt. Versuchen wir, Gott so umzugestalten, dass er unseren Vorlieben entspricht? Passen wir seine Gebote an, wenn sie unseren Lebensstil in Frage stellen? Viele Menschen wünschen sich heute einen Gott, der mit ihnen übereinstimmt. Einen Gott, der sie nie korrigiert. Einen Gott, der alles gutheißt, was sie wählen.

      Aber der wahre Gott lässt sich nicht verändern.

      „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ (2. Mose 20,3, NIV)

      Wir können ihn nicht nach unserem Bild neu erschaffen. Wir können seine Wahrheit nicht umschreiben. Seine Heiligkeit ist nichts, worüber wir verhandeln können. Gott ist nicht eine Option unter vielen Ideen. Er ist kein Symbol, das wir für unsere persönlichen Anliegen nutzen können.

      Er ist Gott.

      Und es gibt keinen anderen.


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    • März 12th“Eine Frau, die Jehova fürchtet“

      Sprüche 31,30 ist ein Vers, der in einer Zeit wie unserer fast wie ein Gegenruf aus dem Himmel klingt.

      Wir leben in einer Welt, die das Äußere vergöttert.
      Eine Welt, in der Schönheit vermarktet wird, Gesichter bearbeitet werden, Persönlichkeiten gespielt werden und Charakter oft hinter Wirkung zurücktritt. Vieles dreht sich um Ausstrahlung, Stil, Image, Anziehungskraft, Außenwirkung. Aber Gottes Wort geht tiefer. Es bleibt nicht an der Oberfläche stehen. Es durchdringt das Herz.

      „Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht; aber eine Frau, die den HERRN fürchtet, die wird gelobt werden.“
      (Sprüche 31,30)

      Dieser Vers ist nicht gegen Schönheit. Gott ist der Schöpfer von Schönheit. Er hat Blumen gemacht, Sterne, Farben, Licht, Anmut, Würde, Form, Harmonie. Aber dieser Vers setzt die richtige Ordnung. Er zeigt uns, was bleibt und was nicht bleibt. Er zeigt uns, worauf Gott wirklich schaut.

      Im hebräischen Urtext steht hier:

      שֶׁקֶר הַחֵן וְהֶבֶל הַיֹּפִי אִשָּׁה יִרְאַת־יְהוָה הִיא תִתְהַלָּל
      Sheqer hachen, wehevel hayofi; ishah yir’at-YHWH hi tit’halal.

      Ganz einfach und verständlich erklärt:

      1. „Anmut ist trügerisch“ – שֶׁקֶר הַחֵן (sheqer hachen)

      Das Wort „sheqer“ bedeutet nicht nur eine kleine Unwahrheit. Es bedeutet Täuschung, Trug, etwas, das einen falschen Eindruck erzeugt.
      Und das Wort „chen“ bedeutet Anmut, Charme, Gefälligkeit, äußere Lieblichkeit.

      Das heißt:
      Der Vers sagt nicht, dass Freundlichkeit oder ein schönes Auftreten böse wären. Nein. Aber er sagt: äußere Anmut kann täuschen, wenn sie nicht aus einem Herzen kommt, das Gott gehört.

      Ein Mensch kann sehr freundlich wirken und innerlich stolz sein.
      Ein Mensch kann sehr sanft reden und dennoch manipulativ sein.
      Ein Mensch kann nach außen fromm, sauber, stilvoll und angenehm erscheinen und im Herzen voller Selbstsucht, Bitterkeit oder Eitelkeit sein.

      Gott warnt uns hier liebevoll:
      Lass dich nicht vom Schein blenden.
      Was geschniegelt aussieht, ist nicht automatisch rein.
      Was sanft klingt, ist nicht automatisch wahr.
      Was schön wirkt, ist nicht automatisch heilig.

      1. „Schönheit vergeht“ – וְהֶבֶל הַיֹּפִי (wehevel hayofi)

      Das Wort „hevel“ ist sehr stark. Es bedeutet wörtlich Hauch, Dunst, Nebel, Vergänglichkeit.
      Es beschreibt etwas, das da ist — und im nächsten Moment verschwunden. Wie Atem an kalter Luft. Wie Nebel am Morgen. Wie ein kurzer Schatten.

      Und genau dieses Wort benutzt die Bibel für die sichtbare Schönheit:
      „hayofi“ = die Schönheit.

      Also nicht: Schönheit sei wertlos im Sinn von „Gott hasst sie“.
      Sondern: Schönheit ist nicht tragfähig als Fundament.
      Sie ist nicht beständig.
      Sie ist nicht das, worauf ein Leben sicher gebaut werden kann.

      Das trifft in Wahrheit uns alle.
      Jugend vergeht.
      Frische vergeht.
      Körper verändern sich.
      Gesichter altern.
      Kraft schwankt.
      Alles Sichtbare ist dem Zahn der Zeit ausgesetzt.

      Und genau deshalb ist es so töricht, wenn eine Kultur das vergängliche Äußere zur höchsten Wahrheit erhebt.
      Wer sein Leben auf Schönheit baut, baut auf Nebel.
      Wer seine Identität aus Attraktivität zieht, baut auf Dampf.
      Wer seinen Wert aus Blicken, Komplimenten oder Bewunderung zieht, bindet sein Herz an etwas, das nicht bleiben kann.

      1. „Aber eine Frau, die den HERRN fürchtet“ – אִשָּׁה יִרְאַת־יְהוָה (ishah yir’at-YHWH)

      Hier liegt das Herz des ganzen Verses.

      Das Wort „yir’ah“ bedeutet Furcht, Ehrfurcht, tiefer heiliger Respekt, Staunen vor Gott, innere Beugung vor seiner Heiligkeit.
      Es bedeutet nicht bloß Angst im menschlichen Sinn.
      Es bedeutet:
      Ein Herz lebt in dem Bewusstsein: Gott ist heilig. Gott sieht mich. Gott ist wahr. Gott ist würdig. Ich gehöre Ihm.

      Die Furcht des HERRN ist im biblischen Sinn keine finstere Panik, sondern die Haltung eines Herzens, das Gott den höchsten Platz gibt.
      Es ist eine Ehrfurcht, die sagt:

      Herr, Dein Wort ist wahr, auch wenn die Welt etwas anderes sagt.

      Herr, Dein Blick ist mir wichtiger als Menschenmeinungen.

      Herr, ich will Dich ehren, nicht mich selbst darstellen.

      Herr, ich will rein sein, nicht nur gut wirken.

      Herr, ich will Dir gefallen, nicht der Masse.

      Eine Frau, die den HERRN fürchtet, ist nicht einfach religiös.
      Sie ist nicht einfach traditionell.
      Sie ist nicht einfach moralisch geschniegelt.
      Sie ist innerlich vor Gott ausgerichtet.
      Sie lebt nicht für Applaus, sondern für Treue.
      Sie lebt nicht von Aufmerksamkeit, sondern aus Hingabe.
      Sie fragt nicht zuerst: „Wie wirke ich?“
      Sie fragt: „Wie sieht Christus mein Herz?“

      1. „Die wird gelobt werden“ – הִיא תִתְהַלָּל (hi tit’halal)

      Dieser Ausdruck bedeutet sinngemäß:
      Sie ist die, die wirklich Lob empfangen soll. Sie ist die, die gelobt werden wird.

      Das ist gewaltig.
      Gott sagt damit: Nicht die Frau, die am meisten Eindruck macht, ist vor Ihm groß.
      Nicht die Frau, die äußerlich am meisten bewundert wird.
      Nicht die, die alle Blicke auf sich zieht.

      Sondern die, die Ihn fürchtet.
      Die treu bleibt.
      Die im Verborgenen betet.
      Die in Reinheit lebt.
      Die in Schwierigkeiten auf Gott vertraut.
      Die nicht ihr eigenes Reich baut, sondern in Demut mit dem Herrn geht.

      Das ist für mich persönlich so stark, weil es alles zurechtrückt.

      In einer Welt voller Filter, Rollenbilder, Selbstinszenierung und Dauervergleich erinnert uns Gottes Wort daran, dass der Himmel ganz anders misst. Der Himmel misst nicht nach äußerem Glanz, sondern nach innerer Wahrheit. Nicht nach Selbstdarstellung, sondern nach Gottesfurcht. Nicht nach kurzlebiger Wirkung, sondern nach bleibendem Charakter.

      Und ja, das betrifft nicht nur Frauen. Dieser Vers spricht direkt über die gottesfürchtige Frau, aber das Prinzip offenbart Gottes Maßstab für uns alle:
      Was aus Ehrfurcht vor dem Herrn geboren ist, hat ewigen Wert.
      Alles andere vergeht.

      Mich berührt dabei auch, dass dieser Vers Frauen eine Würde zurückgibt, die diese Welt ihnen oft raubt. Die Welt sagt so oft: „Sei begehrenswert. Sei auffällig. Sei makellos. Sei bewundert.“
      Aber Gott sagt:
      Sei mein.
      Fürchte mich.
      Lebe in Wahrheit.
      Deine Schönheit vor mir ist nicht Schminke, sondern Heiligkeit. Nicht Fassade, sondern Treue. Nicht Wirkung, sondern Hingabe.

      Was für eine Befreiung.
      Man muss sich nicht verkaufen.
      Man muss nicht mit der Welt konkurrieren.
      Man muss nicht jedem Ideal entsprechen.
      Man muss nicht gefallen, um wertvoll zu sein.
      Wer dem Herrn gehört, hat schon jetzt seine Würde nicht aus Menschenhänden, sondern aus Gottes Hand.

      Und ich glaube, wir brauchen genau das heute wieder:
      Frauen Gottes, die nicht nur schön erscheinen wollen, sondern heilig leben wollen.
      Frauen, die nicht nur bewundert, sondern vor Gott bewährt sein wollen.
      Frauen, die nicht Trends hinterherlaufen, sondern Jesus nachfolgen.
      Frauen, deren Stärke nicht aus Selbsterhöhung kommt, sondern aus stiller Tiefe in Christus.

      Denn die Frau, die den HERRN fürchtet, trägt etwas in sich, das kein Alter zerstören kann, kein Zeitgeist entwerten kann und kein Mensch wegnehmen kann.
      Ihre Würde wächst aus der Gegenwart Gottes.
      Ihre Schönheit kommt aus einem geheiligten Herzen.
      Ihr Wert hängt nicht am Spiegel, sondern am Kreuz.
      Und ihr Lob kommt nicht zuerst von Menschen, sondern von dem Herrn, der ins Verborgene sieht.

      Herr, schenke uns wieder Augen für das, was vor Dir wirklich kostbar ist.
      Nicht Glanz ohne Wahrheit.
      Nicht Wirkung ohne Charakter.
      Nicht Religion ohne Hingabe.
      Sondern Herzen, die Dich fürchten, lieben und ehren.

      Jesus Christus allein gebührt alle Ehre.
      Denn ohne Ihn könnten wir weder rein leben noch Gott wirklich erkennen.
      Er ist nicht nur der Lehrer der Wahrheit — Er ist die Wahrheit.
      Er ist nicht nur das Vorbild der Reinheit — Er reinigt uns durch Sein Blut.
      Er ist nicht nur würdig, gefürchtet zu werden — Er ist würdig, angebetet zu werden.
      Und jede Frau, jeder Mensch, der sein Leben vor Ihm beugt, findet darin nicht Knechtschaft, sondern wahre Würde, wahre Identität und bleibenden Wert.

      Nicht der Schein zählt. Nicht der Hauch zählt. Christus zählt.
      Und wer den Herrn fürchtet, lebt nicht umsonst.


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    • März 12thGott liebt alle Nationen, sein Plan ist Erlösung

      Viele Leute reden heute über den Iran und Israel, wenn sie über das Weltgeschehen sprechen. Manche verbinden sogar den heutigen Iran mit dem, was die Bibel über die Zukunft sagt. Aber wusstest du, dass das Land, das wir heute Iran nennen, in der Bibel mal als Persien bekannt war? Neben Persien gab es auch Regionen wie Elam und Medien. Wenn wir die Bibel genau lesen, sehen wir, dass Persien nicht nur für seine Macht oder Konflikte bekannt war. Es war auch Teil von Gottes großem Plan, seinen Willen und seine Liebe für alle Menschen zu zeigen.

      Hast du dich jemals gefragt, woher die Nationen der Welt ursprünglich kamen? Die Bibel verweist uns auf einen gemeinsamen Ursprung. Nach der Sintflut zur Zeit Noahs begannen verschiedene Nationen zu wachsen und sich über die Erde zu verbreiten. Eine dieser frühen Nationen war Elam. In der Bibel steht: „Die Söhne Sems: Elam, Assur, Arpachschad, Lud und Aram.“ Genesis 10,22 (NIV). Das erinnert uns daran, dass alle Nationen der Erde, einschließlich des Landes, das später Persien wurde, aus derselben menschlichen Familie stammen. Keine Nation steht außerhalb von Gottes Wissen oder seinem Plan.

      Einer der überraschendsten Momente in der Bibel, der mit Persien zu tun hat, betrifft einen König namens Cyrus. Was diese Geschichte so bemerkenswert macht, ist, dass Cyrus nicht zu Israel gehörte. Er war ein fremder Herrscher, doch Gott entschied sich, ihn für einen besonderen Zweck einzusetzen. Lange bevor Cyrus regierte, sprach Gott durch den Propheten Jesaja über ihn. In der Bibel steht: „So spricht der Herr zu seinem Gesalbten, zu Cyrus, dessen rechte Hand ich ergreife, um Völker vor ihm zu unterwerfen.“ Jesaja 45,1 (NIV). Durch diesen persischen König hat Gott dem jüdischen Volk den Weg geebnet, nach vielen Jahren im Exil nach Jerusalem zurückzukehren. Das Dekret von Cyrus ermöglichte es ihnen, den Tempel wieder aufzubauen und ihr Leben in ihrer Heimat neu zu beginnen. Esra hielt diesen Moment fest, als er schrieb: „Im ersten Jahr des Königs Cyrus von Persien, um das Wort des Herrn zu erfüllen, das durch Jeremia gesprochen worden war, bewegte der Herr das Herz des Königs Cyrus von Persien, eine Proklamation zu erlassen.“ Esra 1,1 (NIV). Zeigt das nicht, dass Gott das Herz jedes Führers bewegen kann, um seinen Plan zu verwirklichen?

      Eine weitere beeindruckende Geschichte im Zusammenhang mit dem Persischen Reich findet sich im Buch Ester. Hast du dich jemals gefragt, wie Gott sein Volk schützt, selbst wenn die Gefahr nahe zu sein scheint? Zu Esters Zeiten wurde ein schrecklicher Plan geschmiedet, um das im Reich lebende jüdische Volk zu vernichten. Die Lage schien hoffnungslos. Doch Gott setzte Esther als Königin in den Palast. In einem entscheidenden Moment sprach ihr Cousin Mordechai Worte, die auch heute noch die Leser herausfordern. „Wer weiß, ob du nicht gerade für eine Zeit wie diese zur Königin geworden bist?“ Esther 4,14 (NIV). Esthers Mut trug dazu bei, ihr Volk zu retten. Auch wenn Gottes Name in der Geschichte nicht oft direkt erwähnt wird, ist seine führende Hand doch deutlich zu erkennen.

      Persien wird auch in prophetischen Schriften erwähnt, die von der Zukunft sprechen. Der Prophet Hesekiel nahm Persien in die Liste mehrerer Nationen auf, als er Ereignisse beschrieb, die später in der Geschichte geschehen würden. „Persien, Kusch und Put werden mit ihnen sein, alle mit Schilden und Helmen.“ Hesekiel 38,5 (NIV). In einer anderen Prophezeiung sprach Gott über Elam und versprach sowohl Gericht als auch Hoffnung. In der Bibel heißt es: „Doch ich werde das Schicksal Elams in zukünftigen Tagen wiederherstellen.“ Jeremia 49,39 (NIV). Diese Passagen erinnern uns daran, dass Gott mit den Nationen gerecht umgeht, aber dass sein Wunsch immer die Wiederherstellung und nicht die Zerstörung ist.

      Wenn wir einen Schritt zurücktreten und die ganze Bibel betrachten, erkennen wir eine noch größere Botschaft. Gottes Geschichte handelt nicht nur von einer Nation. Sie handelt von seiner Liebe zur ganzen Welt. Von Anfang an versprach Gott, dass sein Plan alle Völker der Erde segnen würde. Er sagte zu Abraham: „Durch dich werden alle Völker der Erde gesegnet werden.“ Genesis 12,3 (NIV). Diese Verheißung findet später ihre größte Bedeutung in Jesus Christus. Die Bibel sagt uns: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab.“ Johannes 3,16 (NIV). Und das letzte Bild von Gottes Reich in der Offenbarung zeigt Menschen aus allen Nationen, die ihn gemeinsam anbeten. „Danach sah ich, und vor mir stand eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen.“ Offenbarung 7,9 (NIV).

      Was lehrt uns also die Geschichte von Persien und Israel heute? Nationen entstehen und vergehen. Reiche werden mächtig und verschwinden später wieder. Konflikte kommen und gehen im Laufe der Geschichte. Aber durch all das hindurch lenkt Gott die Ereignisse weiterhin nach seinem größeren Plan. Seine Liebe ist nicht auf eine Kultur oder ein Land beschränkt. Er lädt jede Nation und jeden Menschen ein, ihn kennenzulernen.

      Letztendlich zeigt uns die Bibel, dass Gott der Herr aller Nationen ist, nicht nur einer. Sein Plan dreht sich nicht um endlose Konflikte. Sein Plan dreht sich um Erlösung, Versöhnung und Menschen aus allen Nationen, die unter seiner Herrschaft leben. Vom alten Persien bis zur modernen Welt, in der wir heute leben, ruft Gott die Nationen immer noch dazu auf, sich ihm zuzuwenden.

      Gottes Plan für die Nationen ist nicht Zerstörung. Es ist Erlösung.


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    • März 12thWarum ein behinderter Mann plötzlich an den Tisch des Königs eingeladen wurde

      Es gibt ein stilles Thema, das sich durch die Bibel zieht und von vielen Lesern übersehen wird. Es ist das Bild eines Tisches. In der Heiligen Schrift geht es bei einem Tisch selten nur um Essen. Es geht um Zugehörigkeit. Es geht um Gnade. Es geht um jemanden, der sich einst fern fühlte und nun in die Familie aufgenommen wird. Wenn man diesen Faden vom Alten Testament bis ins Leben Jesu verfolgt, offenbart der Tisch etwas Schönes darüber, was Gläubige nun durch das vollendete Werk Christi haben.

      Einer der eindrucksvollsten Momente findet sich in der Geschichte von Mephiboschet. Er war der Sohn Jonathans und der Enkel von König Saul. Nach Sauls Tod brach Mephiboschets Leben zusammen. Als Kind war er von seiner Amme auf der Flucht vor einer Gefahr fallen gelassen worden, wodurch er an beiden Füßen verkrüppelt wurde. Er wuchs versteckt an einem Ort namens Lo-Debar auf, was wörtlich „Ort ohne Weide“, „Ort der Leere“ bedeutet. In jener Zeit wurde oft die Familie des früheren Königs ausgelöscht, wenn ein neuer König an die Macht kam, um Rebellionen zu verhindern. Mephiboscheth hatte allen Grund zu glauben, dass sein Leben enden würde, wenn der König ihn jemals finden würde.

      Aber König David erinnerte sich an einen Bund, den er Jahre zuvor mit Jonathan geschlossen hatte. Anstatt Rache zu nehmen, fragte David, ob noch jemand aus Sauls Familie übrig sei, dem er Gnade erweisen könne. Als Mephiboscheth vor den König gebracht wurde, fiel er vor Angst zu Boden. Doch David sprach Worte, die sein Leben komplett veränderten. „Fürchte dich nicht, denn ich werde dir um deines Vaters Jonathan willen Gnade erweisen … und du sollst immer an meinem Tisch essen“ (2. Samuel 9,7). In einem einzigen Augenblick wurde ein Mann, der sich in Scham und Armut versteckt hatte, in den Palast gebracht und erhielt einen festen Platz am Tisch des Königs.

      Dieser Moment hat eine tiefe symbolische Bedeutung. Mephiboscheth war verkrüppelt und gebrochen, aber als er am Tisch des Königs saß, wurde seine Schwäche unter der Tischdecke verborgen. Sein Zustand hinderte ihn nicht daran, dazuzugehören. Stattdessen bestimmte die Güte des Königs seine neue Identität. Er war nicht mehr der vergessene Nachkomme eines gefallenen Königs. Die Schrift sagt, dass er an Davids Tisch aß „wie einer der Söhne des Königs“ (2. Samuel 9,11).

      Das Bild des Tisches taucht auch in den Psalmen wieder auf. David schreibt: „Du bereitest einen Tisch vor mir vor den Augen meiner Feinde“ (Psalm 23,5). Beachte die Situation. Die Feinde sind immer noch da, aber der Gläubige hat keine Angst. Gott deckt einen Tisch. Das Bild steht für Frieden und Sicherheit. Ein Tisch ist nichts, was man in der Eile einer Schlacht aufstellt. Es ist ein Ort, an dem man sitzt, sich ausruht und das bekommt, was schon für einen vorbereitet wurde.

      Als Jesus in den Evangelien auftaucht, wird dieses Thema noch deutlicher. Eines der Dinge, die die religiösen Führer an Jesus am meisten schockierten, war, mit wem er zu essen pflegte. Die Pharisäer beschwerten sich und sagten: „Dieser Mann nimmt Sünder auf und isst mit ihnen“ (Lukas 15,2). In dieser Kultur bedeutete das gemeinsame Essen Akzeptanz und Beziehung. Doch Jesus hieß immer wieder diejenigen willkommen, die sich für unwürdig hielten. Zöllner, Ausgestoßene und Sünder saßen plötzlich dem Sohn Gottes gegenüber am Tisch.

      Dann, in der Nacht vor dem Kreuz, versammelte Jesus seine Jünger zu dem, was als das Abendmahl bekannt werden sollte. An diesem Tisch brach er das Brot und teilte den Kelch und offenbarte, dass sein Leib hingegeben und sein Blut vergossen werden würde zur Vergebung der Sünden. Was als Mahl begann, wurde zur Verkündigung eines neuen Bundes. Durch sein Opfer öffnete Jesus den Weg für die Menschheit, wieder in die Familie Gottes aufgenommen zu werden.

      Der Tisch in der Heiligen Schrift weist letztlich auf die Gnade hin, in der die Gläubigen jetzt aufgrund des vollbrachten Werks Jesu Christi leben. Wie Mephiboscheth war die Menschheit zerbrochen und unfähig, sich selbst wiederherzustellen. Doch Gott hat uns durch seine Güte nahegebracht. Die Heilige Schrift sagt, dass wir, die wir einst fern waren, jetzt durch das Blut Christi nahegebracht worden sind (Epheser 2,13). Wir stehen nicht draußen und hoffen, angenommen zu werden. Durch Jesus sind wir in die Familie aufgenommen worden.

      Das bedeutet, dass das christliche Leben nicht darin besteht, sich einen Platz an Gottes Tisch zu verdienen. Der Platz ist uns durch Christus bereits gegeben worden. Der Feind mag dir immer noch Vorwürfe zuflüstern. Die Umstände mögen dich immer noch an deine Vergangenheit erinnern. Aber der Tisch ist bereits gedeckt. Das Kreuz hat deinen Platz in der Familie bereits gesichert.

      Dank Jesus ist der Tisch nicht mehr ein Ort, der nur für die Perfekten reserviert ist. Es ist ein Ort, an dem Gnade die Gebrochenen wiederherstellt und sie daran erinnert, dass sie dazugehören. Und durch das vollendete Werk Christi stehst du nicht mehr draußen vor dem Raum. Du bist eingeladen, dich zu setzen, dich auszuruhen und als Sohn oder Tochter im Haus des Vaters zu leben.


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    • März 12thDie Beziehung beginnt mit dem, was Gott bereits durch Jesus für uns getan hat

      Viele Leute denken, Gott zu folgen heißt, nach einer Religion zu leben. Religion fühlt sich oft wie ein System von Regeln und Erwartungen an, die messen, wie gut jemand spirituell ist. Sie stellt ständig Fragen wie: „Mache ich genug?“ oder „War ich heute gut genug?“ Aber wenn wir das Evangelium durch das vollendete Werk von Jesus Christus betrachten, sehen wir etwas ganz anderes. Jesus kam nicht, um eine Religion zu gründen. Er kam, um die Beziehung zwischen der Menschheit und Gott wiederherzustellen.

      Religion basiert auf menschlichen Anstrengungen. Sie lehrt, dass Nähe zu Gott durch Leistung, Disziplin und Verhalten erreicht werden muss. Beziehung beginnt mit dem, was Jesus bereits getan hat. Durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung hat Jesus alles erreicht, was für unsere Versöhnung mit Gott notwendig ist. Als Jesus sagte: „Es ist vollbracht“, erklärte er, dass das Werk, das für unsere Vergebung und Annahme vor dem Vater erforderlich war, vollständig vollbracht worden war. Dank seines Opfers müssen wir uns den Zugang zu Gott nicht verdienen. Durch Christus ist uns dieser Zugang bereits gewährt worden.

      Religion konzentriert sich darauf, was wir für Gott tun müssen. Die Beziehung beginnt mit dem, was Gott bereits durch Jesus für uns getan hat. Die Schrift sagt, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Durch das Kreuz wurden unsere Sünden vergeben, unsere Schuld getilgt und unsere Stellung vor Gott gesichert. Der Hebräerbrief sagt, dass Jesus durch ein einziges Opfer alle, die geheiligt werden, für immer vollendet hat. Unsere Annahme vor Gott hängt nicht davon ab, wie wir uns heute verhalten. Sie ist in dem vollendeten Werk Christi verankert.

      Religion macht oft Angst, weil sie die Leute im Ungewissen lässt, wo sie bei Gott stehen. Wenn es im Glauben darum geht, Anerkennung zu bekommen, fühlt sich jedes Versagen wie eine Entfernung von Gott an. Aber das vollendete Werk Jesu nimmt diese Angst weg. Durch Christus sind wir Gott nahe gebracht worden. Wir stehen nicht vor ihm, um eine Position zu verteidigen. Wir stehen vor ihm als Söhne und Töchter, die in seine Familie aufgenommen wurden.

      Religion versucht, das Verhalten von außen zu verändern. Eine Beziehung verändert das Herz von innen heraus. Wenn jemand versteht, dass er durch Jesus vollständig vergeben, vollständig angenommen und tief geliebt ist, wird Gehorsam zu einer Antwort der Liebe. Heiligkeit wird zur Frucht eines Lebens, das bereits in Gottes Annahme ruht.

      Das vollendete Werk Jesu offenbart auch Gottes Herz uns gegenüber. Gott ist nicht fern oder wartet darauf, dass wir uns beweisen. Durch Jesus haben wir das Vertrauen, in die Gegenwart Gottes zu kommen. Dieses Vertrauen basiert nicht auf unserer Stärke oder Beständigkeit. Es basiert ausschließlich auf dem, was Christus am Kreuz vollbracht hat.

      Wenn du unter der Last der Religion zu kämpfen hast, lass dein Herz in dieser Wahrheit ruhen. Jesus hat sein Leben nicht gegeben, damit du deine Tage damit verbringst, dich zu fragen, ob du gut genug bist. Das Kreuz hat diese Frage geklärt. Durch sein Opfer wurden deine Sünden weggenommen, die Anschuldigungen gegen dich zum Schweigen gebracht und dein Platz vor dem Vater gesichert.

      Du musst nicht um Gottes Anerkennung kämpfen, weil Jesus sie dir bereits gesichert hat. Du musst deinen Wert nicht beweisen, denn dein Wert wurde am Kreuz festgelegt. Durch Christus bist du vergeben, angenommen und dem Vater nahegebracht worden.

      Die Einladung des Evangeliums besteht nicht darin, härter für Gott zu arbeiten. Die Einladung besteht darin, in dem zu ruhen, was Jesus bereits vollbracht hat. In ihm bist du vergeben. In ihm bist du angenommen. In ihm bist du dem Vater nahe. Und nichts, was du heute erlebst, kann das Werk ungeschehen machen, das Christus bereits für dich vollbracht hat.


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    • März 11thDu musst dich nicht anstrengen, um von Gott angenommen zu werden

      Viele Leute haben sich still und leise von der Kirche abgewendet und tragen Wunden mit sich herum, die niemand sonst sehen kann. Keine Wunden, die Jesus verursacht hat, sondern Wunden, die durch die Religion entstanden sind. Vielleicht wurde dir gesagt, dass Gott ständig von dir enttäuscht ist. Vielleicht wurde dir beigebracht, dass Gott sich von dir abwenden könnte, wenn du nicht genug betest, nicht genug dienst oder nicht schnell genug alle Schwierigkeiten überwindest. Vielleicht hast du jahrelang unter dem Druck gelebt, deine Hingabe durch Verhaltensänderungen beweisen zu müssen, und dich immer gefragt, ob du genug tust, um akzeptiert zu bleiben.

      Wenn das deine Erfahrung war, möchte ich heute sanft zu deinem Herzen sprechen. Was dir über Gottes Haltung dir gegenüber beigebracht wurde, spiegelt möglicherweise nicht wider, was das Evangelium tatsächlich offenbart.

      Die gute Nachricht von Jesus Christus handelt nicht davon, dass Menschen genug leisten müssen, um von Gott geliebt zu bleiben. Die gute Nachricht ist, dass Gott in Liebe zu uns gekommen ist, lange bevor wir jemals etwas für ihn getan haben. In der Bibel steht: „Gott aber hat seine Liebe zu uns darin gezeigt, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5,8 ESV). Beachte den Zeitpunkt. Jesus hat nicht darauf gewartet, dass sich die Menschheit zuerst verbessert. Das Kreuz geschah, als wir noch gebrochen waren. Das bedeutet, dass die Grundlage deiner Beziehung zu Gott nicht deine Leistung ist. Es ist seine Liebe, die durch Jesus zum Ausdruck kommt.

      Die Religion lehrt oft, dass Gottes Haltung sich danach richtet, wie gut du dich benimmst. Aber das vollendete Werk Jesu zeigt was ganz anderes. Als Jesus sein Leben am Kreuz gab, fing er nicht mit einer vorübergehenden Lösung an. Er vollbrachte was Vollständiges und Endgültiges. Im Hebräerbrief steht: „Denn durch ein einziges Opfer hat er für immer diejenigen vollendet, die geheiligt werden.“ (Hebräer 10,14 ESV). Das heißt, das Werk, das deine Annahme bei Gott gesichert hat, wurde von Jesus vollbracht und wird nicht durch deine Leistung aufrechterhalten.

      Wenn jemand beginnt zu erkennen, wie sehr er wegen Jesus geliebt und angenommen wird, geschieht etwas Schönes in seinem Herzen. Veränderung kommt nicht mehr durch Druck oder Angst vor Ablehnung zustande. Sie entsteht ganz natürlich aus der Beziehung heraus. Liebe verändert das Herz viel tiefer, als es Angst jemals könnte.

      Jesus selbst hat das Herz des Vaters offenbart, als er sagte: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Johannes 6,37 ESV). Diese Worte bringen jedem, der durch religiösen Druck verletzt wurde, unglaubliche Ruhe. Jesus hat nicht gesagt, dass er dich vielleicht akzeptiert, wenn du das richtige Maß an geistlicher Leistung aufrechterhältst. Er hat gesagt, dass er niemanden abweisen wird, der zu ihm kommt.

      Denk darüber nach, was das heute für dein Herz bedeutet. Der Vater steht nicht in der Ferne und bewertet, ob du gut genug bist, um zu bleiben. Durch Jesus ist die Tür bereits offen. Durch sein Opfer bist du ihm nahe gekommen. In der Schrift heißt es: „Denn durch ihn haben wir beide in einem Geist Zugang zum Vater“ (Epheser 2,18 ESV). Der Zugang zu Gott wird nicht durch religiösen Erfolg verdient. Er wurde von Christus erkauft.

      Deshalb bringt das Evangelium der Seele so tiefe Ruhe. Wenn jemand glaubt, dass seine Beziehung zu Gott von seiner Beständigkeit abhängt, wird sein Leben anstrengend. Jedes Versagen fühlt sich wie eine Bedrohung seiner Zugehörigkeit an. Jede Schwäche fühlt sich an, als könnte sie ihn disqualifizieren. Aber das vollendete Werk Jesu nimmt dir diese Last. Dein Platz beim Vater wurde durch Christus gesichert, nicht durch deine Fähigkeit, alles zusammenzuhalten.

      Gottes Herz dir gegenüber ist nicht kalt, distanziert oder leicht zu kränken. Das deutlichste Bild seiner Haltung ist das Kreuz. Wenn du dich jemals fragst, wie Gott zu dir steht, schau dorthin. Das Kreuz ist Gott, der sich der Menschheit zuwendet, nicht von ihr abwendet. Das Kreuz ist Gott, der unser Versagen auf sich nimmt, anstatt uns deswegen zu verlassen.

      Und weil Jesus von den Toten auferstanden ist, endete die Geschichte nicht nur mit Vergebung. Die Gläubigen wurden in eine neue Beziehung zu Gott als Söhne und Töchter gebracht. Die Schrift sagt: „Du bist also nicht mehr Sklave, sondern Sohn; bist du aber Sohn, dann auch Erbe durch Gott“ (Galater 4,7 ESV). Deine Identität mit Gott wird nicht mehr durch religiöse Leistungen definiert. Sie wird durch das definiert, was Jesus vollbracht hat.

      Wenn dein Herz also müde ist, weil du versucht hast, dich spirituell zu beweisen, kannst du heute zur Ruhe kommen. Du musst dich nicht anstrengen, um von Gott angenommen zu werden. Durch Jesus wurde dir diese Annahme bereits geschenkt. Die Einladung des Evangeliums besteht nicht darin, härter zu arbeiten, um Gottes Liebe zu verdienen. Die Einladung besteht darin, in der Liebe zu ruhen, die bereits durch Christus gezeigt wurde, als er sein Werk am Kreuz vollbrachte.

      Das Herz des Vaters dir gegenüber ist beständig. Seine Liebe wurde am Kreuz besiegelt. Und weil das Werk Jesu vollbracht ist, kannst du endlich aufhören, so zu leben, als hinge deine Beziehung zu Gott davon ab, dass du alles zusammenhältst.

      Sie hängt von ihm ab. Und er hat das Werk bereits vollbracht.


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    • März 11thWenn Gott bei gebrochenen Menschen bleibt

      Wenn Gott bei gebrochenen Menschen bleibt

      Als Moses total fertig war, schrie er zu Gott mit schmerzhafter Ehrlichkeit.

      „Ich kann nicht alle diese Leute alleine tragen; die Last ist zu schwer für mich. Wenn du mich so behandeln willst, dann tu es bitte und töte mich.“ (4. Mose 11,14-15 NIV)

      Hast du jemals so eine tiefe Erschöpfung gespürt? Die Art, bei der du dich total kraftlos fühlst und die Last auf deinen Schultern zu schwer zum Tragen scheint?

      Sogar Moses, der große Anführer, den Gott ausgewählt hatte, um Israel zu führen, kam an einen Punkt, an dem er sich überfordert fühlte. Die Verantwortung, die Beschwerden der Leute und der ständige Druck zehrten an seinen Kräften.

      Doch Gott ließ ihn in diesem Moment der Schwäche nicht im Stich.

      Auch Jeremia erlebte tiefe emotionale Schmerzen. An einem Punkt wurde seine Trauer so groß, dass er mit folgenden Worten schrie:

      „Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren wurde! Möge der Tag, an dem meine Mutter mich geboren hat, nicht gesegnet sein!“ (Jeremia 20,14 NIV)

      Jeremia wurde berufen, Gottes Botschaft an Menschen zu verkünden, die ihn oft ablehnten. Er war mit Einsamkeit, Ablehnung und tiefer Entmutigung konfrontiert. Seine Worte zeigen, wie real sein Kampf war.

      Hast du dich jemals so entmutigt gefühlt, dass du alles in Frage gestellt hast?

      Die Bibel verschweigt diese Gefühle nicht. Sie zeigt, dass sogar Gottes Diener Momente tiefer Verzweiflung erlebten.

      Auch Elia kam an einen Punkt, an dem Angst und Erschöpfung sein Herz beherrschten. Nachdem er um sein Leben gerannt war, setzte er sich unter einen Baum und betete etwas sehr Schmerzhaftes.

      „Ich habe genug, Herr“, sagte er. „Nimm mein Leben; ich bin nicht besser als meine Vorfahren.“ (1. Könige 19,4 NIV)

      Dies war derselbe Elia, der gerade Gottes Macht auf dem Berg Karmel erlebt hatte. Doch selbst nach einem so großen Sieg überwältigten ihn Angst und Erschöpfung.

      Überrascht dich das? Manchmal denken wir, dass starker Glaube bedeutet, dass wir uns nie schwach fühlen werden. Aber die Bibel zeigt uns etwas anderes.

      Selbst diejenigen, die mächtige Momente mit Gott erlebt hatten, mussten sich dennoch mit dunklen und schwierigen Tagen auseinandersetzen.

      Dann war da noch Hiob. Sein Leiden war fast unbeschreiblich. Er verlor seine Kinder, seinen Reichtum und seine Gesundheit. Der Schmerz wurde so groß, dass er eine herzzerreißende Frage stellte.

      „Warum bin ich nicht schon bei meiner Geburt umgekommen und gestorben, als ich aus dem Mutterleib kam?“ (Hiob 3,11 NIV)

      Hiob gab nicht vor, stark zu sein. Er sprach ehrlich über seinen Schmerz. Seine Worte zeigen, wie tief sein Leiden war.

      Aber hier ist etwas Wichtiges zu beachten.

      Die Bibel ist kein Buch voller perfekter Helden, die nie zu kämpfen hatten.
      Es ist ein Buch voller gebrochener, müder und verwundeter Menschen.

      Und doch hat Gott sie nie im Stich gelassen.

      Mose war erschöpft. Jeremia war entmutigt. Elia hatte Angst. Hiob war vom Leid niedergeschlagen.

      Trotzdem blieb Gott bei ihnen.

      Wenn du dich heute müde, verwirrt oder emotional ausgelaugt fühlst, bist du nicht allein.

      Die gleichen Kämpfe, die dein Herz berühren, haben schon das Leben vieler gläubiger Menschen vor dir berührt.

      Aber ihre Geschichte endete nicht in Verzweiflung.

      Gott hat sie wieder aufgerichtet.
      Gott hat sie gestärkt, als ihre Kraft erschöpft war.
      Gott gab ihnen Hoffnung in ihren dunkelsten Momenten.

      Vielleicht hast du heute das Gefühl, dass dein Leben nicht mehr vorankommt. Vielleicht fühlst du dich in einer Phase festgefahren, die sich schwer und unsicher anfühlt.

      Aber deine Geschichte ist noch nicht zu Ende.

      Dein Leben ist nicht unterbrochen.
      Deine Zukunft ist nicht verloren.
      Und deine Reise ist noch nicht vorbei.

      Gott schreibt immer noch deine Geschichte.
      Selbst wenn die Seite dunkel aussieht, bereitet er ein Kapitel vor, das du noch nicht sehen kannst.

      In Jeremia 29,11 (NIV) heißt es: „Denn ich weiß, welche Pläne ich für euch habe“, spricht der Herr, „Pläne, euch zu gedeihen und nicht zu schaden, Pläne, euch Hoffnung und eine Zukunft zu geben.“

      Derselbe Gott, der Mose trug, Jeremia tröstete, Elia wiederherstellte und mit Hiob ging, wirkt auch heute noch.

      Und er ist mit deinem Leben noch nicht fertig.


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    • März 11thStille Zeit bedeutet nicht, dass Gott dich verlassen hat

      Manchmal gibt es im christlichen Leben Zeiten, in denen Gottes Gegenwart nicht mehr so nah zu sein scheint wie früher. Das Gebet fühlt sich vielleicht still an. Der Gottesdienst fühlt sich vielleicht anders an. Die Freude, die man früher so stark empfunden hat, scheint schwerer zu spüren zu sein. Wenn das passiert, fragen sich viele Gläubige, ob sie etwas falsch gemacht haben oder ob Gott sich von ihnen entfernt hat. Aber die Bibel erinnert uns sanft daran, dass eine stille Zeit nicht bedeutet, dass Gott dich verlassen hat. Oft ist das, was sich wie eine Wüste anfühlt, eigentlich ein Ort, an dem Gott still etwas Gutes vorbereitet.

      Das Volk Israel hat das ganz konkret erlebt. Nachdem Gott sie aus Ägypten befreit hatte, wanderten sie vierzig Jahre lang durch die Wüste. Manchmal kam ihnen die Reise lang und unsicher vor, aber Gott hat sie nie im Stich gelassen. Im Deuteronomium steht, dass der Herr sie durch die Wüste geführt hat, um sie zu lehren und ihre Herzen zu formen (Deuteronomium 8,2). Selbst als das Land um sie herum öde aussah, sorgte Gott weiterhin für sie. Er schickte Manna vom Himmel, Wasser aus dem Felsen und führte sie bei Tag mit einer Wolkensäule und bei Nacht mit einer Feuersäule. Die Wüste war kein Beweis dafür, dass Gott sie verlassen hatte. Sie war der Weg, auf dem er sie zum verheißenen Land führte.

      Ein weiterer Moment wie dieser findet sich im Leben des Propheten Elia. Nach einem großen Sieg war Elia erschöpft und entmutigt. Gott begegnete ihm in seiner Schwäche und versorgte ihn mit übernatürlichem Brot, das ihn für die bevorstehende Reise stärkte. Die Schrift sagt, dass Elia dann vierzig Tage lang durch die Wüste zum Berg Horeb wanderte (1. Könige 19,8). Selbst als Elia sich allein und überwältigt fühlte, sorgte Gott immer noch für ihn, versorgte ihn mit Nahrung und führte ihn Schritt für Schritt voran.

      Das gleiche Muster taucht auch im Leben von Jesus auf. Bevor Jesus seinen öffentlichen Dienst begann, führte ihn der Geist vierzig Tage lang in die Wüste (Matthäus 4,1–2). Dieser Moment war kein Zeichen dafür, dass der Vater ihn verlassen hatte. Er war Teil der Vorbereitung auf die nächste Phase von Gottes Plan. Was wie Isolation aussah, war in Wirklichkeit ein Tor zu allem, was als Nächstes kommen würde.

      Wenn man diese Geschichten zusammen betrachtet, zeigt sich ein schöner roter Faden, der sich durch die ganze Bibel zieht. Die Wüste ist oft kein Ort der Verlassenheit. Sie ist ein Ort, an dem Gott die Menschen auf das vorbereitet, was er tun wird.

      Aber die gute Nachricht für die Gläubigen von heute ist aufgrund des vollbrachten Werks Jesu Christi noch größer. Vor dem Kreuz führte Gott sein Volk oft durch Zeiten der physischen Wüste. Aber durch den Tod und die Auferstehung Jesu ist etwas Neues geschehen. Der Geist Gottes wohnt jetzt in jedem Gläubigen. Das heißt, Gottes Gegenwart ist nicht mehr auf einen Ort oder ein Gefühl beschränkt. In der Bibel steht: „Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen“ (Hebräer 13,5). Durch Jesus ist Gottes Gegenwart bei dir sicher.

      Das heißt, selbst wenn du dich emotional ruhig oder distanziert fühlst, hat sich an der Wahrheit nichts geändert. Deine Beziehung zu Gott hängt nicht davon ab, wie stark du seine Gegenwart an einem bestimmten Tag spürst. Sie beruht auf dem, was Jesus bereits vollbracht hat. Durch das Kreuz bist du ein für alle Mal Gott nahegebracht worden. Die Bibel sagt, dass wir durch Christus jetzt Zugang zum Vater haben (Eph 2,18). Dieser Zugang verschwindet nicht in schwierigen Zeiten.

      Manchmal ist die Wüste einfach nur ein ruhiger Ort zwischen einem Kapitel und dem nächsten. Es kann sich manchmal langsam, unsicher oder sogar einsam anfühlen. Aber Gott hat dich dort nicht vergessen. So wie er Israel in das verheißene Land geführt, Elia für die Reise gestärkt und Jesus vor Beginn seines Wirkens vorbereitet hat, so leitet Gott auch heute noch das Leben seiner Kinder.

      Wenn du also das Gefühl hast, gerade durch eine Zeit der Wüste zu gehen, lass dein Herz in dieser Wahrheit ruhen. Gott hat sich nicht von dir entfernt. Durch das vollendete Werk Jesu Christi ist seine Gegenwart bei dir gesichert. Dieselbe Gnade, die dich gerettet hat, trägt dich auch weiterhin. Selbst wenn der Weg still erscheint, führt Gott dich dennoch vorwärts.

      Und oft ist die Wildnis nicht das Ende der Geschichte. Sie ist der Ort, an dem Gott seine Kinder auf die schönen Dinge vorbereitet, die er als Nächstes tun wird.


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    • März 11thMaria kam unter Tränen und wurde von Jesus angesprochen

      In Johannes 20,11–18 kam Maria zum Grab, um nach einem toten Körper zu suchen. Sie rechnete nicht mit einer Auferstehung. Sie trauerte.

      Sie hatte gesehen, dass der Stein weg war,
      hatte es den Jüngern erzählt und war
      unter Tränen zum Grab zurückgekehrt.

      Johannes zeigt uns eine Frau, deren
      Trauer echt und persönlich war.
      Sie trauerte nicht um eine Idee.
      Sie trauerte um den Herrn, den sie liebte,
      und soweit sie es verstanden hatte,
      hatte sie ihn komplett verloren.

      Was mir auffällt, ist, dass
      Maria in der Nähe des Grabes blieb,
      auch nachdem die anderen gegangen waren.

      Sie schaute an den Ort des Todes,
      weil sie dachte, dass
      Jesus immer noch dort war.

      Selbst als sie die Engel sah,
      verschwand ihre Trauer nicht sofort.

      Sie sagte: „Sie haben meinen Herrn weggenommen,
      und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben“
      (Johannes 20,13). Sie nennt ihn immer noch „meinen Herrn“,
      was ihre Liebe zeigt, aber sie redet
      wie jemand, der glaubt, dass er weg ist.

      Dann sagt Johannes, dass sie sich umdrehte und
      Jesus dort stehen sah,
      aber sie wusste nicht, dass es Jesus war.

      Dieses Detail ist wichtig, weil Jesus
      bereits in ihrer Nähe war, auch wenn
      Maria ihn nicht erkennen konnte.

      Das Problem war nicht seine Abwesenheit.
      Es war ihre Trauer und ihr begrenztes
      Verständnis in diesem Moment.

      Sie dachte, er sei der Gärtner
      und redete weiter, als würde sie
      immer noch nach dem Leichnam ihres verstorbenen Herrn suchen.

      Der Wendepunkt kommt, als
      Jesus ein einziges Wort sagt: „Maria“ (Johannes 20,16).

      Da erkennt sie ihn.
      Sie kommt hier nicht zum Glauben,
      weil sie alles selbst durchdenken kann.

      Sie erkennt ihn, als
      der auferstandene Christus sie beim Namen ruft.
      Das passt so gut zu dem, was Jesus
      zuvor in Johannes gesagt hat, dass der
      gute Hirte seine
      Schafe beim Namen ruft.

      Der auferstandene Herr ist nicht nur lebendig.
      Er ist persönlich. Er kennt seine Leute
      und spricht zu ihnen.

      Das macht diese Passage so rührend.

      Maria dachte, sie hätte ihn komplett verloren,
      aber der auferstandene Christus war näher, als sie dachte.
      Sie kam, um einen toten Körper zu suchen,
      und ging, nachdem sie ihren Namen
      vom lebendigen Christus gehört hatte.

      Jesus schämte sie nicht für ihr Weinen.
      Er begegnete ihr in ihrer Trauer und verwandelte
      ihre Trauer in Zeugnis.

      Dann schickt Jesus sie zu den Jüngern
      mit der Botschaft, dass er zu seinem Vater und ihrem Vater auffährt.

      Maria, die unter Tränen kam,

      Maria, die unter Tränen gekommen war,
      wird die Erste in diesem Evangelium,
      die verkündet: „Ich habe den Herrn gesehen“
      (Johannes 20,18).

      Ihre Trauer war nicht das Ende der Geschichte.
      Der auferstandene Christus verwandelte sie
      von einer Trauernden in eine Botschafterin.

      Was mir am meisten in Erinnerung bleibt, ist Folgendes:
      Maria schaute immer noch zum Grab,
      während Jesus bereits neben ihr stand.

      Das macht ihre Trauer nicht weniger echt,
      aber es zeigt, dass Trauer nicht immer bedeutet,
      dass Christus weit weg ist.

      Manchmal sehen wir nicht klar, aber er ist schon näher, als wir denken. Diese Stelle erinnert uns daran, dass Jesus keine Erinnerung ist, die man bewahren muss. Er ist der lebendige Herr, der die Seinen kennt, sich den Trauernden nähert und sein Volk immer noch beim Namen ruft.


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    • März 11thFür unsere Sünden durchbohrt

      FÜR UNSERE SÜNDEN DURCHBOHRT

      📖 Jesaja 53,5

      Lange bevor die Welt seinen Namen kannte, sprach der Prophet Jesaja von einem Diener, der die Last der Sünden der Menschheit tragen würde. Dieser Diener, vollkommen und unschuldig, würde unvorstellbares Leid erfahren – nicht wegen seiner eigenen Verfehlungen, sondern wegen der Sünden anderer.

      Stell dir die Szene vor: ein Mann, geschlagen und verletzt, durchbohrt und durchdrungen. Jede Wunde eine Erinnerung an die Gebrochenheit der Welt, jeder Schlag eine Reflexion des Schmerzes, den wir selbst verdienen. Und doch hatte sein Schweigen und sein Gehorsam einen Sinn – eine göttliche Mission, Frieden zu bringen, wo Streit herrschte, Heilung, wo Verletzungen waren, und Leben, wo Tod war.

      Er trug die Strafe, die für uns bestimmt war. Sein Körper ertrug, was wir verdient hatten. Sein Leiden war nicht sinnlos – es war erlösend. Durch seine Wunden konnten die Zerbrochenen und Belasteten Hoffnung finden. Durch seine Narben konnten die Verlorenen Wiederherstellung finden. Das Kreuz war nicht nur Holz und Nägel; es war die Brücke zwischen einem heiligen Gott und einer gefallenen Welt.

      Jede Träne, die er vergoss, jeder Tropfen Blut, den er vergoss, war für dich und mich. Er trug unsere Scham, unsere Schuld, unser Versagen und unsere Sünden. Und durch all das bot er uns ein Versprechen an: dass wir in Freiheit leben können, geheilt und wiederhergestellt, nicht aufgrund unserer Verdienste, sondern aufgrund seines Opfers.

      Das ist der Kern des Evangeliums. Eine Liebe, die so tief und aufopferungsvoll ist, dass sie alles verändert. Keine Übertretung ist zu groß, keine Sünde zu schwer, als dass seine durchbohrten Hände sie nicht bedecken könnten.

      Schau auf ihn, nimm seine Gnade an und lass deine Seele erneuert werden. Er litt, damit wir leben können. Er blutete, damit wir ganz sein können.

      Durch ihn sind wir vergeben. Durch ihn sind wir frei.


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        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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