
Heute – wie jeden Sonntag – treffen wir uns um 11 Uhr zum Lobpreis und anschließend lesen und besprechen wir Prediger 7
, anschließend bis 15 Uhr geselliges Beisammensein – alle Fragen zum Thema Bibel
Zoom-Meeting Sonntag von 11-14Uhr
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Was ist gut?
„»Ein guter Ruf ist mehr wert als kostbares Parfüm«, heißt es, und ich sage: Der Tag des Todes ist besser als der Tag der Geburt.
Geh lieber in ein Haus, wo man trauert, als dorthin, wo gefeiert wird. Denn im Trauerhaus wird man daran erinnert, dass der Tod auf jeden Menschen wartet. Wer noch lebt, sollte sich dies zu Herzen nehmen! Kummer ist besser als Lachen, Trauer verändert den Menschen zum Guten. Der Weise geht dorthin, wo man trauert, aber der Unverständige hat nichts anderes im Sinn, als sich zu vergnügen.
Man hat mehr davon, auf die Zurechtweisung eines verständigen Menschen zu achten, als sich die Loblieder von Dummköpfen anzuhören! Denn wie ein Strohfeuer auflodert und schnell wieder verlischt, so vergeht alles törichte Gelächter – es bleibt ohne Bedeutung.
Wenn ein Verständiger sich unter Druck setzen lässt, wird er zum Narren; wer Bestechungsgeschenke annimmt, lässt sich den Verstand vernebeln.
Das Ende einer Sache ist besser als ihr Anfang; Geduld zu haben, bringt weiter als Überheblichkeit.
Werde nicht schnell zornig, denn nur ein Dummkopf braust leicht auf.
Frag nicht: »Warum war früher alles besser?« Damit zeigst du nur, wie wenig Weisheit du besitzt.
Weisheit ist so wertvoll wie ein reiches Erbe, sie ist für jeden Menschen auf dieser Welt ein Gewinn. Sie bietet so viel Sicherheit wie Geld, ja, sie schenkt sogar noch mehr: Wer die Weisheit besitzt, den erhält sie am Leben.
Halte dir vor Augen, was Gott tut! Wer kann gerade machen, was er gekrümmt hat?
Wenn es dir gut geht, dann freu dich über dein Glück, und wenn es dir schlecht geht, dann bedenke: Gott schickt dir beides, und du weißt nie, was die Zukunft bringen wird.
Vermeide das Extreme!
In meinem vergänglichen Leben habe ich viel gesehen: Manch einer richtet sich nach Gottes Geboten und kommt trotzdem um; ein anderer will von Gott nichts wissen, aber er genießt ein langes Leben. Sei nicht allzu fromm und übertreib es nicht mit deiner Weisheit! Warum willst du dich selbst zugrunde richten? Sei aber auch nicht gewissenlos und unvernünftig! Warum willst du sterben, bevor deine Zeit gekommen ist? Es ist gut, wenn du dich an beides hältst und die Extreme vermeidest. Wer Ehrfurcht vor Gott hat, der findet den richtigen Weg.
Weisheit beschützt einen Menschen mehr, als zehn Machthaber einer Stadt ihm helfen können. Doch es ist kein Mensch auf der Erde so gottesfürchtig, dass er nur Gutes tut und niemals sündigt.
Hör nicht auf das Geschwätz der Leute; dann hörst du auch nicht, wie dein Untergebener über dich lästert! Du weißt genau, dass auch du schon oft über andere hergezogen bist.
Wer ist Weise?
Ich habe versucht, dies alles mit meiner Weisheit zu erforschen; ich wollte Einsicht erlangen, aber sie blieb mir unerreichbar fern. Was geschieht, kann man nicht ergründen – es ist tief verborgen und nicht zu verstehen. Trotzdem bemühte ich mich mit aller Kraft, Weisheit zu erlangen und den Dingen auf den Grund zu gehen. Ich wollte wissen, ob Gottlosigkeit auf Unwissenheit beruht und ob mangelnde Einsicht mit Verblendung zusammenhängt.
Dabei habe ich gemerkt: Etwas ist noch schlimmer als der Tod, nämlich jene Frau, die einem Fangseil gleicht, deren Liebe dich einfängt wie ein Netz und deren Arme dich umschließen wie Fesseln. Ein Mann, der Gott gefällt, kann sich vor ihr retten, aber der Gottlose wird von ihr gefangen.
Ja, sagt der Prediger, das habe ich nach und nach herausgefunden, während ich nach Antworten suchte. Doch worum ich mich die ganze Zeit mühte, habe ich immer noch nicht gefunden. Unter tausend Menschen fand ich nur einen Mann, dem ich mein Vertrauen schenken konnte, aber keine Frau.
Nur dieses eine habe ich gelernt: Gott hat die Menschen aufrichtig und wahrhaftig geschaffen, jetzt aber sind sie falsch und berechnend.“
Prediger 7:1-29 HFA
Prediger 7
Was mit dem Tod abgeht
1 Es ist besser, einen guten Ruf zu haben als ein dickes Konto. Und wenn jemand stirbt, ist das besser, als wenn er geboren wird.
2 Bei einer Trauerfeier dabei zu sein bringt es mehr, als zu einer Hochzeit zu gehen. Schließlich muss jeder Mensch mal sterben, deshalb geht das auch jeden Menschen etwas an.
3 Es ist besser zu weinen, als ständig zu lachen. Trauer ist ein eindeutiges Gefühl, und die Leute, die traurig sind, haben bessere Chancen, innerlich korrekt draufzukommen.
4 Der Schlaue merkt, wenn es an der Zeit ist, ernst zu sein oder zu trauern, aber der Dumme checkt gar nix, der macht immer nur Party.
5 Aus der Kritik von einem schlauen Menschen kann man mehr lernen, als wenn tausend Hirnis einem die ganze Zeit auf die Schultern klopfen und einen ganz toll finden.
6 Wenn Idioten sich über etwas freuen, ist das, als wenn man Popcorn im Kessel beim Knallen zuhört. Es bringt nichts und ist völlig umsonst.
7 Durch Bestechung mit Geld kann auch ein schlauer, weiser Mensch zum Vollidioten werden. Geld verdirbt den Charakter!
Wie das ist mit der Geduld
8 Es ist besser, sich kurz zu fassen, als jemanden ohne Ende vollzulabern. Entspannt zu sein ist besser als ehrgeizig und stolz.
9 Raste nicht so schnell aus. Wut ist die Lebensenergie von Beknackten.
10 Mach nicht solche Sprüche nach dem Motto: „Ja, früher, da war alles noch viel besser!“ Denn wenn du so was sagst, bedeutet es nur, dass du noch gar nichts kapiert hast.
11 Was im Leben gecheckt zu haben und schlau zu sein, ist genauso viel wert, wie eine Menge Kohle geerbt zu haben. Es ist sogar besser als das, und das gilt für alle Menschen.
12 Beides verspricht einem Sicherheit, aber wenn man viel gelernt und was gecheckt hat, dann hilft es einem auch, durchzuhalten und am Leben zu bleiben.
13 Da musst du dir mal anschauen, was Gott alles gemacht hat! Wer will ihm da in die Arbeit reinpfuschen? Wer kann etwas wieder gerade biegen, was er krumm gemacht hat?
14 Wenn du an einem Tag mal voll Glück gehabt hast, dann freu dich drüber! Und wenn du am nächsten Tag voll die Pechsträhne hast, dann solltest du Folgendes nicht vergessen: Beide Tage hat Gott gemacht! Und ein Mensch ist nicht in der Lage rauszukriegen, was am nächsten Tag alles passieren wird.
15 Was ich jetzt schreibe, hab ich wirklich getestet. In der Zeit, wo ich ganz unten war, wurde mir eins klar: Es gibt Menschen, die korrekt für Gott gelebt haben und trotzdem plötzlich sterben. Und andere, die die ganze Zeit Sachen machen, die Gott total ätzend findet, haben ein superlanges Leben.
16 Mein Tipp dazu ist: Tu nicht so, als wärst du der superkorrekte, gottmäßig lebende Hypergläubige, der einfach alles weiß. Was bringt dir das? Warum willst du dir selbst eine Falle stellen?
17 Übertreib es nicht, klar? Sei nicht blöd! Warum willst du früher sterben als vorgesehen?
18 Es ist gut, zweigleisig zu fahren. Gib beide Seiten nicht ganz auf. Menschen, die Respekt vor Gott haben, entscheiden sich auf jeden Fall richtig.
19 Schnall vom Leben zu haben, hilft schlauen Leuten mehr, als wenn zehn Präsidenten in ihrer Stadt wären. 20 Und es gibt keinen Menschen, der nur superkorrekt lebt und nie Mist baut.
21 Du musst auch nicht immer alles mitkriegen, was die Leute so erzählen. Sonst kriegst du am Ende doch nur mit, wie einer deiner Leute dir die Krätze an den Hals wünscht. 22 Schließlich hast du das ja auch schon oft gemacht, oder hast du das schon wieder vergessen?
Zum Thema „Wo neue Erkenntnisse überhaupt herkommen“
23 Ich habe diese ganzen Sachen ausgetestet, weil ich unbedingt mehr vom Leben kapieren wollte. Aber am Ende war ich immer noch meilenweit davon entfernt, auf jede Frage eine Antwort zu haben.
24 Wie und warum alles genau passiert, das war alles zu heftig für mich. Wer ist überhaupt in der Lage, wirklich alles zu verstehen?
25 Ich bin zu folgendem Ergebnis gekommen: Ich wollte rausfinden, was es eigentlich ausmacht, viel vom Leben gecheckt zu haben und alles für sich selbst richtig beurteilen zu können. Außerdem hat es mich interessiert, ob es einen Zusammenhang gibt, wenn man ohne Gott lebt und bestimmte Dinge in seinem Leben einfach nicht erkennt. Und ob es eine Verbindung gibt zwischen Dummheit und der Tatsache, eigene Fehler nicht einzusehen.
26 Zum Beispiel gibt es da so eine Frau, die superfinster drauf ist. Wenn man sich auf die einlässt, dann sitzt man in der Falle. Männern, die radikal mit Gott leben, kann sie vielleicht nichts anhaben, aber Männer, die ohne Gott leben, fallen voll auf sie rein.
27 Geb dir das mal, was ich herausgefunden habe! Ich habe wirklich geforscht und unterschiedliche Quellen herangezogen, um zu einem korrekten Ergebnis zu kommen. 28 Ich kann sagen, dass ich das, was ich eigentlich immer gesucht habe, bis jetzt nirgends finden konnte. Einen Mann hab ich gefunden unter Millionen, aber eine Frau war nicht dabei.
29 Folgendes ist mir am Ende klargeworden: Gott hat den Menschen einfach gemacht, aber der Mensch will unbedingt immer alles wissen.
Pred 7
1 Besser: Name gut als Duftöl; so des Todes Tag als der Geburt.
2 Besser: Gehn ins Haus der Trauer als zu gehn ins Haus des Mahles; dieweil jenes aller Menschen Ende, und der Lebende sichs zu Herzen nehmen mag.
3 Besser: Unmut als das Lachen denn bei trüber Miene tuts dem Herzen wohl. 4 Das Herz der Weisen ist im Haus der Trauer das Herz der Toren in dem Haus der Lust.
5 Besser: Weisen schelten hören als wer hört der Toren Sang; 6 denn wie der Dornen Prasseln unterm Kessel, so ist des Toren Lachen. – Und auch das ist eitel. 7 Denn: Erpressung(sgeld) macht Weisen toll und den Verstand verdirbt Bestechung.
8 Besser: Einer Sache End als Anfang. Besser: Ein Langmütiger als ein Hochmütiger.
9 Übereile dich nicht in deinem Sinn, unmutig zu werden, denn: Unmut weilet in der Toren Brust. 10 Sprich nicht: ,Wie ist es gekommen, daß die früheren Tage besser waren als diese?‘ Denn nicht aus Weisheit fragst du danach.
11 Gut ist Weisheit bei Besitz und Vorteil denen, die die Sonne schauen. 12 Denn im Schatten der Weisheit (ists wie) im Schatten des Geldes, doch der Vorzug der Erkenntnis ist: Die Weisheit erhält ihren Besitzer am Leben.
13 Betrachte Gottes Werk denn wer kann grade machen was er gekrümmt?
14 Am Tag des Glücks sei guter Dinge; – und am Unglückstag bedenke: Auch diesen ebenso wie jenen hat Gott gemacht, nach der Weise, daß der Mensch nach ihm gar nichts ausfinden kann.
15 Alles habe ich gesehn in meiner Nichtigkeit Tagen: Es gibt manchen Gerechten, der zugrunde geht bei seiner Gerechtigkeit, und es gibt manchen Bösewicht, der lange lebt bei seiner Schlechtigkeit.
16 Sei nicht allzu gerecht und zeige dich nicht überweise, warum willst du dich vereinsamen?
17 Frevle nicht zu sehr und sei kein Tor, warum willst du vor deiner Zeit sterben?
18 Gut ists, daß du an diesem festhältst und auch von jenem deine Hand nicht läßt, denn der Gottesfürchtige entgeht dem allen.
19 Die Weisheit leiht dem Weisen Stärke, mehr als die der zehn Machthaber, die in der Stadt waren. 20 Denn: Keinen Menschen gibts auf Erden, so gerecht, daß er nur Gutes tät und nimmer fehlte.
21 Kümmere dich auch nicht um alles Gerede, das man redet, damit du nicht deinen Knecht dir fluchen hörest. 22 Denn gar vieler Male ist sich dein Herz bewußt, da auch du anderen geflucht hast.
23 All dies hab ich versucht mit Weisheit, ich dachte: Ich will die Weisheit erlangen; aber sie blieb fern von mir. 24 Fern ists, wie es gewesen und tief, tief wer kanns erreichen?
25 Ich wandte mich, und mein Sinn stand, zu erkennen und zu erforschen und zu suchen Weisheit und Berechnung; und dies – um zu erkennen: Frevel als Torheit und Torheit als Wahnsinn.
26 Auch finde ich bittrer als den Tod das Weib, das (voller) Schlingen ist, des Herz ein Netzwerk, dessen Arme Fesseln sind; wer recht vor Gott, entrinnt ihr, aber ders verfehlt, wird von ihr verstrickt.
27 Sieh, dies habe ich gefunden, spricht Kohelet, eins zum andern (fügend), um die Berechnung zu finden. 28 Was meine Seele immerfort gesucht und nicht gefunden: Einen Menschen unter Tausend habe ich gefunden, aber ein Weib habe ich unter all diesen nicht gefunden.
29 Nur dies, sieh, fand ich, daß Gott den Menschen schlicht geschaffen hat, jene aber suchten vieles zu ersinnen.