
Hast du schon mal immer wieder um etwas gebetet, aber tief in deinem Inneren wusstest du, dass Gott auch darauf wartete, dass du deinen Teil dazu beiträgst? Seien wir mal ehrlich.
So viele Christen bitten Gott heute immer wieder um Chancen, Wachstum und offene Türen, während sie die Gewohnheiten ignorieren, die sie darauf vorbereiten würden, mit diesen Segnungen gut umzugehen. Wir beten um Gunst, bitten um Durchbrüche und warten auf Wunder, haben aber Mühe, in den kleinen Dingen, die Gott uns bereits vor die Füße gelegt hat, treu zu bleiben.
Die Bibel lehrt niemals Glauben ohne Verantwortung.
Die Sprüche sprechen sehr deutlich über Faulheit. In Sprüche 26,14 (NIV) heißt es: „Wie sich eine Tür auf ihren Angeln dreht, so wälzt sich ein Faulenzer auf seinem Bett.“ Das zeichnet ein eindringliches Bild. Sich bewegen, aber nirgendwo hinkommen. Veränderung wollen, aber Wachstum ablehnen. Auf mehr hoffen, aber Disziplin vermeiden.
Sind wir zu Menschen geworden, die die Belohnung ohne den Prozess wollen? Viele wollen Erfolg ohne Opfer, Führung ohne Demut, Einfluss ohne Charakter und Segen ohne Gehorsam.
Gott gab Adam Verantwortung, bevor Er ihm Eva gab.
Gott gab Josef Verantwortung, bevor Er ihm Autorität gab.
Gott gab David Schafe, bevor Er ihm ein Königreich gab.
Disziplin war schon immer Teil von Gottes Vorbereitung.
Manchmal ist das, was wir als geistlichen Angriff bezeichnen, in Wirklichkeit ein Mangel an Beständigkeit. Nicht jede Verzögerung wird vom Feind verursacht. Manchmal rührt sie von Aufschub, Ablenkung, schlechten Entscheidungen und der Vernachlässigung dessen her, was Gott uns bereits aufgetragen hat.
In Jakobus 2,17 (NIV) heißt es: „Der Glaube allein, wenn er nicht von Taten begleitet wird, ist tot.“ Das ist nicht nur ein motivierendes Zitat. Das ist die Wahrheit aus der Schrift. Gott ehrt Gehorsam, keine Ausreden.
Wir beten um finanziellen Segen, vermeiden es aber, unser Geld klug auszugeben.
Wir beten um größeren Einfluss, weigern uns aber zu lernen.
Wir beten um gesunde Beziehungen, vermeiden aber ehrliche Gespräche.
Wir beten um geistliches Wachstum, schlagen aber unter der Woche kaum die Bibel auf.
Gefühle können Segen nicht aufrechterhalten. Disziplin schon.
Sogar Jesus lebte so. Er zog sich oft zurück, um zu beten. Er lebte zielgerichtet. Er ging nie sorglos mit seiner Zeit um, ließ sich nie von Lärm ablenken und ließ sich nie von Druck beherrschen. Seine Kraft entsprang Beständigkeit, nicht gelegentlichen Momenten der Leidenschaft.
Viele Menschen wollen die Salbung, vermeiden aber den Prozess, der sie formt.
Sie wollen Beförderung, vermeiden aber die Vorbereitung.
Sie wollen Anerkennung, vermeiden aber Korrektur.
Hier ist eine Wahrheit, die viele Menschen noch einmal hören müssen.
Gott belohnt keine Faulheit, denn Segen ohne Charakter kann einen Menschen zerstören. Das Herz muss auf die Dinge vorbereitet sein, für die wir immer wieder beten.
Die Erlösung ist kostenlos. Die Verantwortung dafür ist es nicht.
Diese Botschaft soll niemanden beschämen. Sie ist eine Einladung zum Wachstum. In dem Moment, in dem deine Gewohnheiten beginnen, mit deinen Gebeten übereinzustimmen, wird sich dein Leben verändern.
Vielleicht wartet der Segen, um den du immer wieder betest, auf die Version von dir, die bereit ist, früher aufzustehen, beständig zu bleiben, mehr zu lernen, ehrlich zu beten, schneller zu vergeben, still zu dienen und treu zu bleiben, auch wenn es niemand bemerkt.
Was, wenn der Durchbruch, um den du bittest, in der Disziplin verborgen ist, die du immer wieder vermeidest?
Und vielleicht hören wir auf, Gott nur um offene Türen zu bitten, und fangen an, ein Leben aufzubauen, das den König wirklich widerspiegelt, wenn die Gemeinde wieder Verantwortung lernt.
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