
Matthäus 28,6 ist einer der kraftvollsten Verse in der gesamten Heiligen Schrift, denn er enthält einen Satz, der auf stille Weise die absolute Treue Jesu Christi offenbart.
„Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, genau wie er es gesagt hat.“ (Matthäus 28,6)
Genau wie er es gesagt hat.
Dieser Satz rührt mich jedes Mal zu Tränen, wenn ich ihn lese, denn er erinnert mich daran, dass Jesus sein Wort immer vollständig erfüllt. Vor dem Kreuz sagte Jesus seinen Jüngern wiederholt, dass er verraten, gekreuzigt und am dritten Tag wieder auferstehen würde. (Matthäus 16,21) Und als die Frauen am Grab ankamen, verkündete der Himmel selbst die Auferstehung mit dieser einfachen, aber kraftvollen Erinnerung:
Genau wie er gesagt hat.
Jesus tat genau das, was er versprochen hatte.
Ich glaube, vielen Menschen fällt es schwer, Gott zu vertrauen, weil das Leben sie so tief enttäuscht hat. Menschen brechen Versprechen. Beziehungen scheitern. Umstände ändern sich unerwartet. Aber die Auferstehung ist der ewige Beweis dafür, dass Jesus Christus vollkommen vertrauenswürdig ist. Das leere Grab ist die Verkündigung des Himmels, dass man jedem Versprechen, das mit Jesus verbunden ist, voll und ganz vertrauen kann.
Und ehrlich gesagt finde ich es toll, dass der Engel nicht einfach gesagt hat: „Er ist auferstanden.“ Der Engel fügte bewusst hinzu: „genau wie er gesagt hat.“ Es ist, als würde der Himmel die Menschheit daran erinnern, dass Jesus den Sieg bereits verkündet hatte, noch bevor die Schlacht überhaupt begonnen hatte.
Das verändert die Art und Weise, wie ich jedes Versprechen in der Schrift betrachte.
Wenn Jesus sagt, dass er dich niemals verlassen oder im Stich lassen wird, dann meint er es ernst. (Hebräer 13,5)
Wenn Jesus sagt, dass niemand dich aus seiner Hand reißen kann, dann meint er es ernst. (Johannes 10,28)
Wenn Jesus sagt, dass deine Sünden durch sein Blut vergeben sind, dann meint er es ernst. (Epheser 1,7)
Wenn Jesus sagt, dass jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben hat, dann meint er es ernst. (Johannes 3,16)
Die Auferstehung beweist, dass Jesus keine leeren Worte spricht.
Er erfüllt, was er verspricht.
Ich glaube, dieser Vers offenbart auch etwas Wunderschönes über das vollendete Werk Christi. Die Auferstehung war keine emotionale Erholung nach einer Tragödie. Es war ein Sieg, der genau nach Gottes Plan von Anfang an vollbracht wurde. Die Sünde wurde besiegt, genau wie er es gesagt hatte. Der Tod wurde besiegt, genau wie er es gesagt hatte. Die Trennung wurde aufgehoben, genau wie er es gesagt hatte.
Alles, was Jesus vollbracht hat, geschah genau so, wie es der Himmel versprochen hatte.
Und ehrlich gesagt, ich glaube, einige von euch müssen sich das heute wieder ins Gedächtnis rufen.
Vielleicht fühlt sich das Leben gerade unsicher an.
Vielleicht scheinen Gebete auf sich warten zu lassen.
Vielleicht wirken die Umstände verwirrend.
Aber das leere Grab verkündet immer noch dieselbe Wahrheit:
Jesus ist seinem Wort treu.
Die Jünger standen einst am Boden zerstört da und glaubten, alles sei vorbei. Angst erfüllte ihre Herzen. Die Hoffnung schien in diesem Grab begraben zu sein. Doch während die Menschheit dachte, die Geschichte sei zu Ende, bereitete der Himmel bereits die Auferstehung vor.
Genau wie Er es gesagt hatte.
Das bedeutet, dass eure aktuelle Situation nicht größer ist als die Treue Jesu Christi. Derselbe Retter, der aus dem Grab hervorkam, hält auch heute noch euer Leben in Seinen Händen. Seine Verheißungen sind nicht zerbrechlich. Seine Gnade ist nicht vorübergehend. Sein vollbrachtes Werk ist nicht unvollständig.
Und ich denke, einer der schönsten Aspekte der Auferstehungsgeschichte ist, dass Jesus nicht nur auferstanden ist, um seine Macht zu beweisen. Er ist auferstanden, damit die Menschheit für immer in voller Versöhnung mit dem Vater leben kann. (Römer 4,25)
Das leere Grab ist nicht nur ein Beweis dafür, dass Jesus lebt.
Es ist der Beweis, dass das Kreuz gewirkt hat.
Der Beweis, dass die Sünde vollständig gesühnt wurde.
Der Beweis, dass die Gnade größer ist.
Ein Beweis dafür, dass der Tod seine Macht verloren hat.
Ein Beweis dafür, dass Gläubige nun durch Christus gerecht vor Gott stehen.
Genau wie er es gesagt hat.
Diese vier Worte erinnern mich ständig daran, dass man Jesus vollkommen vertrauen kann. Nicht nur teilweise. Vollkommen.
Und wenn er durch seine Auferstehung das größte Versprechen von allen erfüllt hat, dann kannst du ihm auch bei jedem anderen Versprechen vertrauen, das mit deinem Leben zu tun hat.
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