
In Exodus 12 wies Gott Israel an, das Passahmahl mit umgürtetem Lenden, an den Füßen Sandalen und mit dem Stab in der Hand einzunehmen.
Dieses Detail übersieht man leicht, vor allem
weil es für uns moderne Leser nicht wirklich Sinn ergibt,
die wir normalerweise
unseren „Lenden nicht umgürten“ müssen,
Doch in der Antike trugen die Menschen lange Gewänder.
Bevor sie rannten, arbeiteten, kämpften oder reisten,
mussten sie ihre Gewänder in den Gürtel stecken,
damit ihre Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wurde.
Das nannte man „die Lenden gürten“.
Es bedeutete:
„Ich bin bereit, mich zu bewegen.“
„Ich bin bereit zu gehorchen.“
„Ich werde mich nicht aufhalten lassen.“
Als Israel also auf diese Weise das Passahmahl aß,
aßen sie nicht einfach nur so.
Sie aßen wie Menschen,
die bereit waren, die Sklaverei hinter sich zu lassen.
Die Gnade war gekommen.
Die Befreiung war nahe.
Und Gehorsam erforderte Bereitschaft.
Jesus greift denselben Gedanken in Lukas 12,35 auf:
„Seid bereit zum Handeln.“
Der Gläubige ist nicht zu geistlicher Trägheit berufen.
Wir leben wachsam. Wir leben vorbereitet.
Wir leben bereit für die Wiederkunft des Meisters.
Glaube ist nicht nur Warten.
Glaube bedeutet, mit eingestecktem Gewand zu warten.
Lukas 12,35
35 „Seid bereit zum Dienst und haltet eure Lampen brennend,
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