
DIE JÜNGER: GRUNDLAGEN DER EKKLESIA
TAG 5: JAKOBUS (SOHN DES ZEBEDÄUS)
Der intensive Jünger und die Läuterung des Eifers
„Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, der Bruder des Jakobus, denen er den Namen Boanerges gab, das heißt: Söhne des Donners.“ (Markus 3,17)
Jakobus war nicht subtil … Er war intensiv! Jesus gab ihm einen Spitznamen, der sein Wesen offenbarte: Sohn des Donners.
Das war weder ein Kompliment noch eine Zurechtweisung, sondern eine Diagnose. Jakobus war voller Leidenschaft, Feuer und emotionaler Kraft, er fühlte tief, reagierte schnell und brannte vor Eifer! Allein das offenbart eine Wahrheit des Reiches Gottes: Gott beseitigt Intensität nicht, er verfeinert sie.
Jakobs Stärke war sein Eifer.
Er war bereit zu handeln, sich zu stellen, zu verteidigen und mutig einzustehen. Wenn andere zögerten, war Jakob bereit, aber Eifer ohne Verfeinerung kann zerstörerisch werden.
Einmal war Jakob bereit, Feuer vom Himmel auf ein samaritanisches Dorf herabzurufen, das Jesus abgelehnt hatte. Er dachte, er würde das Reich Gottes verteidigen, aber Jesus hat ihn zurechtgewiesen …
„Du weißt nicht, von welchem Geist du bist.“
Dieser Moment ist wichtig!
Jakobus liebte Jesus von ganzem Herzen, aber er musste lernen, dass die Autorität des Reiches Gottes vom Geist geleitet wird, nicht von Emotionen. Seine Schwäche war nicht Rebellion.
Es war ungezügelte Leidenschaft.
Intensität ohne Ausrichtung kann das schädigen, was sie zu schützen versucht.
Was die meisten Menschen übersehen: Jesus entfernte Jakobus nach diesem Moment nicht aus seiner Nähe, sondern behielt ihn bei sich. Jakobus gehörte zum inneren Kreis Jesu, er war Zeuge der Verklärung und er war im Garten Gethsemane dabei.
Jesus vertraute Jakobus, weil er wusste, dass Eifer geformt werden kann.
Jakobus steht für Gläubige, die tief empfinden, sich intensiv kümmern und stark reagieren, die sich leidenschaftlich für Wahrheit, Gerechtigkeit und Ehre einsetzen.
Aber Jakobus lehrt uns auch, dass Feuer kontrolliert werden muss.
Jakobus zeigt uns, dass nicht jeder Apostel in der Öffentlichkeit vielseitig ausdrucksstark ist.
Einige sind grundlegend durch:
• Treue
• Loyalität
• Nähe
• Bereitschaft, ohne Erklärung zu leiden
Jakobus‘ apostolische Autorität wurde nicht durch Worte oder Wunder bewiesen, sondern durch seine Anwesenheit und sein Martyrium.
Die Schrift zeigt nicht eindeutig, dass Jakobus über seine apostolische Berufung hinaus in einem weiteren fünffachen Amt tätig war. Seine Autorität zeigte sich eher durch Nähe, Eifer und ultimatives Opfer als durch eine sekundäre Begabung.
Schließlich wurde Jakobus als erster der Zwölf gemartert, nicht in Wut, nicht aus Impulsivität, sondern in stiller Gehorsamkeit.
Der Donner lernte, sich zu unterwerfen.
Jakobus zeigt der Ekklesia, dass Eifer zu Opferbereitschaft verfeinert werden muss, dass Feuer der Liebe unterworfen werden muss. Intensität muss vom Geist gelenkt werden.
Die Kirche feiert oft Leidenschaft.
Das Königreich verlangt nach Formung.
In dieser Stunde erheben sich Jakobusse.
Leidenschaftlich. Intensiv. Wild loyal. Und doch noch in der Verfeinerung begriffen.
Wenn du das bist, unterdrücke dein Feuer nicht.
Unterwirf es.
Was Gott verfeinert, dem vertraut er auch!
Pastor Scott
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