• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Aug. 13thWo sind heute unsere Götzen?

      In der Vorwoche ging es um Dina und darum, wie wichtig es ist, bei unseren Gesprächen sensibel zu sein und darauf zu achten, wie das, was wir sagen, beim Gegenüber ankommt. Aber es ging auch um Gottes Liebe, dass ER aus einer Strafe etwas Gutes machte (Stichwort „Leviten“)

      Wir hatten gelesen, dass Dina’s Brüder die Vergewaltigung rächten, indem sie das Volk Sichems durch eine List schwächten und dann alle männlichen Bewohner der Stadt getötet haben, wonach sie die Stadt geplündert und Frauen und Kinder mit sich als Sklaven mitgenommen haben. Jakob war nicht begeistert davon, im Gegenteil, er war sauer und auch besorgt, denn damit hatten sie sich zu Feinden des Landes gemacht (34:30).

      Nun zieht Jakob von Sichem nach Bethel – weil Gott ihn dazu auffordert. Wir lesen 1. Mose 35:1-20

      Woran erinnert uns der Name Bethel? Nicht nur, dass es „Haus Gottes“ bedeutet, sondern Bethel war der Ort, wo Jakob, bevor er zu Laban kam, Engel auf einer Himmelsleiter auf- und absteigen sah und wo ihm Gott zugesichert hatte, dass ER bei ihm sein würde (Kapitel 28:11-22). Eigentlich hatte Jakob vorgehabt, bei seiner Rückkehr ins verheißene Land wieder genau dorthin zu kommen und Gott zu opfern, aber bisher war er scheinbar noch nicht dort gewesen. Wer sich auf der Landkarte auskennt, weiß, dass Jakob vom Norden Richtung Süden gezogen war und bisher noch nicht in Bethel angekommen ist.

      Allerdings scheint er sich in Sichem längere Zeit aufgehalten zu haben, denn beim vorletzten Mal hatten wir was von Häusern gelesen (Kapitel 33:17-19). Trotzdem macht Jehova (du darfst stattdessen für dich gern Jahwe einsetzen?) ihm hier keinen Vorwurf, sondern fordert ihn lediglich auf, „Mache dich auf, ziehe hinauf nach Bethel und wohne daselbst, und mache daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau flohest.“ (1. Mose‬ ‭35:1‬ ‭ELB‬‬). Wir sehen: es ist kein Vorwurf, sondern lediglich ein Auftrag.

      Die fremden Götter

      Dann fordert Jakob seine Leute auf: „Tut die fremden Götter hinweg, die in eurer Mitte sind, und reiniget euch und wechselt eure Kleider“ Vers 2). Von welchen fremden Göttern spricht er hier? Waren sie denn nicht alle Anbeter Jehovas?

      Zum einen hatte Rahel die Hausgötzen ihres Vaters mitgehen lassen, höchstwahrscheinlich, um das Erbe zu sichern (Kapitel 31:19) und zum anderen hatten wir beim letzten Mal gelesen, dass seine Söhne die Frauen und Kinder aus Sichem mitnahmen, nachdem sie die Stadt geplündert hatten (Kapitel 34:27-29). Zudem hatte Jakob 20 Jahre bei Laban in Haran gelebt, wo die meisten auch keine Anbeter Jehovas waren – wie sonst hätte der Schwiegervater Hausgötzen haben können, die ihm die Tochter dann entwendet hatte – und Jakob hatte in diesen Jahren nicht nur seine Habe und sein Vieh „angehäuft“, sondern er hatte ja auch Personal wie Hirten, Hausangestellte usw, die ebenfalls sicher keine Anbeter des wahren Gottes waren ?. All diese Leute hatten sicherlich einige Götzen und weitere Gegenstände bei sich, die mit dem Götzendienst verbunden waren, wie z.B. die Ringe, von denen wir in Vers 4 lesen. Von diesem wird in der Fußnote gesagt, dass sie sie als Amulette trugen.

      In gewissem Sinne sagt Jakob zu ihnen: „bevor wir zum Haus Gottes gehen – weg damit!“ (Verse 2-3, frei nach Pape).

      Was ist mit den Göttern oder Götzen unserer Vergangenheit? Haben auch wir gesagt „weg damit!“? Was könnten solche Götzen heute sein? Amulette und Götzen zeigen, worauf wir vertrauen, was wir anbeten. Was nimmt in meinem Leben zu viel Raum ein?

      Bei den Ringen, die das Volk abnimmt und sie sie mit den Götzen entsorgen, geht es nicht um den Gegenstand an sich, nicht um den Schmuck. Es geht darum, dass sie Götzendarstellungen waren, die sie als Amulett am Hals oder als Ring am Ohr oder Finger trugen. Sie vertrauten darauf, dass dieser „Gott“ ihnen hilft, solange sie ihn am Hals, am Ohr oder am Finger tragen.

      Danach sollten sie sich reinigen. Wie reinigt man sich am besten? Wir heute würden ein Bad nehmen. Die Juden reinigen sich durch „untertauchen“, sie gehen durch ein tiefes Becken, wo sie in der Mitte komplett unter Wasser sind. Dieses Untertauchen erinnert uns an die Taufe. Wohin führen wir Neue, Menschen, die sich für Gott und sein Wort interessieren?

      Deborah

      Als nächstes lesen wir, dass Deborah, die Amme von Rebekka stirbt (Vers 8). Wieso ist sie nicht bei Rebekka, sondern bei Jakob? Vermutlich ist Rebekka bereits tot. Immerhin wollte sie ja nach Jakob schicken lassen, wenn sich Esau beruhigt hätte und das hatte sie nicht getan. Wahrscheinlich war Deborah zu Jakob gekommen, um ihn von dem Tod der Mutter zu unterrichten. Jakob begräbt sie unter einer Eiche.

      Wir lesen weiter die Verse 10 bis 15. wir hatten ja gelesen, dass Jakob, als er das verheißene Land betrat, mit einem Engel rang und uns die Frage gestellt, wer dieser Engel war (Kapitel 32:25-31). Einige Kommentatoren vermuten sogar, dass dieser Engel Esau beschützen sollte. Hier in Vers 10 lesen wir, dass es Gott selbst war, denn vorher hatten wir gelesen, dass der Engel ihm den Namen Israel gab, hier lesen wir, dass Gott selbst zu ihm sagt, sein Name sei nunmehr Israel. Damit ist jeglicher Zweifel ausgeräumt.

      Nachdem Jehova die Sache mit dem neuen Namen Israel noch mal klar gestellt hat, fordert er Jakob auf: „sei fruchtbar und mehre dich; eine Nation und ein Haufe von Nationen soll aus dir werden, und Könige sollen aus deinen Lenden hervorkommen.“ (Vers 11). Wieso wird er hier dazu aufgefordert? Immerhin hat er bereits 11 Söhne, der 12. ist unterwegs und jede Menge Töchter. Wahrscheinlich meinte Gott damit „die Söhne, die du hast, diese sollen Könige und Priester werden“ (frei nach Pape). Dies ist der erste Hinweis in der Bibel, dass Gott vorhat, dass Könige über Israel herrschen sollen.

      Bethel

      Wieder einmal wiederholt Gott den Bund, den er bereits mit Abraham und Isaak hatte, dass er auch zwischen ihm und Jakob besteht (Verse 11-12).

      Abermals richtet Jakob ein Denkmal auf und salbt den Stein. Wir erinnern uns, dass Jehova Jakob bereits beim Verlassen des Landes hier in Bethel erschienen war und seinen Bund bestätigt hatte. Auch da hatte Jakob ein Denkmal errichtet und er dem Ort den Namen Bethel gegeben (Kapitel 28). Wir erinnern uns, was der Name bedeutet: „Beth“ bedeutet Haus und „El“ Gott. Diese Endung für Gott wird uns immer wieder begegnen, daher ist es von Nutzen, dies im Hinterkopf zu behalten

      Wir lesen weiter die Verse 16 bis 20, Benjamin wird geboren und die Lieblingsfrau stirbt

      Wieder sehen wir, wie wichtig die Namen im Hebräischen sind und deren Bedeutung. Rahel merkt, dass es mit ihr zu Ende geht und sie nennt ihren Sohn Benoni, was „Sohn meiner Not“ bedeutet, der Vater ändert den Namen in Benjamin, was „Sohn der Rechten, d.h. des Glücks“ bedeutet. „Ben“ bedeutet also Sohn, auch dies wird uns immer wieder beim Lesen begegnen.

      Alle anderen Söhne Jakobs sind in den ersten 7 Ehejahren geboren, danach lebten sie noch 6 Jahre in Haran, also ist ein deutlicher Altersunterschied vorhanden, Benjamin ist der Nachzögling.

      Das Grab

      Rahel stirbt bei der Geburt und wird dort begraben, an dem Ort auf dem Weg nach Ephrata, was Betlehem bedeutet.

      Dies ist interessant, denn als Sara starb, hatte Abraham extra eine Höhle auf einem Feld gekauft – wir erinnern uns, dass dies mit der Auferstehungshoffnung zu tun hatte, dass er mit seiner geliebten Frau dort auferstehen wollte, wo sie dann leben würden (Kapitel 23). Sie wurden später im selben Grab beigesetzt (Kapitel 25:9-10). Auch sein Sohn Isaak wird später in dieser Höhle beigesetzt (Kapitel 35:27-29). Mit großer Wahrscheinlichkeit ist auch seine Frau Rebekka dort in diesem Familiengrab beigesetzt.

      Warum nun hier dieser Unterschied?

      Später werden wir lesen, dass Jakob seine Frau Lea ebenfalls dorthin legen lässt, ebenso wie seine eigenen Gebeine. Diese sollen seine Jungs sogar extra aus Ägypten dort hin bringen (Kapitel 47:29-31). Auch Joseph ordnet an, dass sie seine Gebeine mitnehmen und dorthin bringen sollten, wenn sie wieder in das verheißene Land ziehen (Kapitel 49:29-33). Das Familiengrab scheint ihm wichtig. Also warum liegt er dann dort mit Lea und nicht mit seiner Lieblingsfrau Rahel?

      Der erste Gedanke war ja, es könnte mit der Hitze zusammenhängen, dass sie schnell bestattet werden musste, da in diesem Klima der Verwesungsprozess schnell einsetzt. Wir erinnern uns, dass Martha zu Jesus sagt, dass Lazarus „bereits riecht“ (Johannes 11:39). Aber wir wissen, dass Jakob und Joseph später aus weit größerer Entfernung dorthin überführt wurden. Von Rahel lesen wir dies nicht. Lesen wir nochmals in Kapitel 49 die Verse: „in der Höhle, die in dem Felde Machpela vor Mamre ist, im Lande Kanaan, welche Abraham samt dem Felde von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegräbnis gekauft hat. Dort haben sie Abraham begraben und sein Weib Sara; dort haben sie Isaak begraben und sein Weib Rebekka; und dort habe ich Lea begraben; das Feld und die Höhle, die darin ist, sind erkauft von den Kindern Heth.“ 1. Mose‬ ‭49:30-32‬ ‭ELB‬‬

      Es ist also eindeutig, dass Rahel auch später nicht in dieses Familiengrab überführt wurde. Warum nicht?

      Auch der Gedanke, dass sie auf der Flucht gewesen seien, fällt weg, denn er hätte sie später nachholen können. Zudem waren sie nicht wirklich auf der Flucht. Zwar hatte Jakob seit der Aktion vom Simeon und Levi Angst vor der Reaktion der umliegenden Völker, aber in unseren heutigen Kapitel 35, in Vers 5 lesen wir „Und sie brachen auf. Und der Schrecken Gottes kam über die Städte, die rings um sie her waren, so daß sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten.“

      ‭‭
      Also warum wird Rahel nicht im Familiengrab bestattet?

      Wenn wir uns die Aufzählung ansehen, dann ist jeweils der Patriarch mit seiner Ehefrau dort begraben, mit der er die Ewigkeit verbringen wird. Scheinbar war Jakob der Meinung, dass er die Ewigkeit nicht mit Rahel, sondern mit Lea verbringen wird.

      Rahel Grab befindet sich also auf dem Weg von Bethel nach Betlehem Ephrata. Wir werden diesem Grab auch später noch begegnen, unter anderem bei den zehn Kundschaftern. Aber dazu später mehr …

      Hauptpunkt für uns heute ist die Sache mit den Götzen, die entsorgt werden sollten, bevor man sich Gott naht. Nehmen wir doch mal eine ehrliche Selbstprüfung vor, wo es bei uns solche Götzen noch gibt – welche Dinge sind uns noch wichtiger, als Gott?

      Interessant auch der Schlußsatz von Thom: „Rahel war Jakobs Lieblingsfrau. Als sie stirbt (und er scheinbar nicht damit rechnet, sie in der Auferstehung wiederzusehen) zwingt ihn das dazu, noch mehr auf Gott zu vertrauen, IHN noch mehr an die erste Stelle zu setzen“. Ich persönlich habe ein sehr großes Problem damit, die Kontrolle abzugeben, es macht mir Angst – selbst wenn ich sie an Gott abgebe. Ich denke, ich tue es, ich meine, ich werfe alles auf Jehova – aber in Wirklichkeit bin ich auch weiter bemüht, selbst Kontrolle zu haben, einen Plan B zu haben…

      Wie wir sehen, war auch diesmal wieder etwas für uns heute dabei, worüber wir unter der Woche nachdenken und auch mit anderen Glaubensgeschwistern reden können ?

      In der kommenden Woche lesen wir 1. Mose 35:21-36:43. Dies erscheint uns auf dem ersten Blick nicht so spannend, da es vor lauter für uns unaussprechlichen Namen wimmelt. Aber vielleicht ist es gerade deswegen sehr spannend – zu erfahren, was dies mit uns heute zu tun hat und was wir für uns persönlich daraus ziehen können…


      by Jule with no comments yet
    • Juli 23rdJakob ringt mit Gott

      Letzte Woche haben wir uns mit 1. Mose Kapitel 32 beschäftigt – Jakob zieht auf Geheiß von Gott wieder ins Verheißene Land und bereitet sich auf die Begegnung mit seinem Bruder Esau vor.

      Wir erinnern uns: Jakob und Esau sind Zwillinge, im Abstand von nur wenigen Minuten geboren. Bereits während der Schwangerschaft sagte Gott zu Rebekka, dass es der Jüngere sein würde, der den Segen erbt und die Linie des Samens fortsetzen wird. Jakob und Esau sind völlig unterschiedlich, Jakob interessiert sich mehr für Jehova/Jahwe, Esau interessiert das ganze sogar so wenig, dass er sein Erstgeburtsrecht für ein einfaches Essen verkauft (Kapitel 25). Als es soweit ist, dass der Vater die Söhne segnet, erschleicht sich Jakob mit einer List den Segen für den Erstgeboren. Zwar steht ihm der eigentlich eh zu, dennoch raucht Esau buchstäblich vor Zorn, so dass die besorgte Mutter Jakob vom Vater weg schicken lässt unter dem Vorwand, er solle sich eine Frau suchen – sie würde nach ihm schicken lassen, sobald sich Esau beruhigt habe (Kapitel 27).

      Das ist nun gute 20 Jahre her und Jakob hat immer noch nichts von der Familie gehört. Wir haben beim letzten mal gelesen, dass Jehova selbst ihn nun zurück zu seiner Familie schickt. Wie sich Jakob wohl fühlt? Ob sich Esau inzwischen beruhigt hatte? Warum hatte die Mutter immer noch nicht nach Jakob schicken lassen?

      Wir lesen 1. Mose Kapitel 32, die Verse 2 bis 13: gleich zu Anfang sieht Jakob Engel Gottes. Dies wird ihn sicherlich an seine Vision mit der Himmelsleiter erinnern, an der die Engel auf und ab stiegen (Kapitel 28:11-12). Als er die Engel sieht, gibt er dem Ort den Namen „Doppellager“ – weil er hier sein Lager sieht und das Lager des Himmels.

      Als nächstes schickt er in mehreren Abständen Boten zu seinem Bruder Esau, jedesmal sollen sie sagen „… dein Knecht Jakob…“ Er macht sich selbst klein, obwohl er gerade die Engel gesehen hat und weiss, dass Jehova mit ihm ist. Gemäß dem Segen war er der Herr, aber er kommt zu Esau als Knecht.

      Warum tut er das? Wovor hat er Angst?

      Der erste Bote, den er losgeschickt hatte, um Esau seine Ankunft anzukündigen, kam mit der Information zurück, dass Esau ihm mit 400 Mann entgegen ziehen würde, „da fürchtete sich Jakob sehr“ (Vers 7-8). Interessant, dass wir automatisch damit eine Kriegserklärung verbinden, Jakob geht es ebenso. Aber es ist eine reine Spekulation, denn es steht so nicht in der Bibel. Es könnte auch eine Siegestruppe gewesen sein oder eine Eskorte zum Schutz für Esau. Es ist einfach die Menge der Leute, die Jakob Angst macht, dies ist rein menschliches Denken

      Obwohl er weiss, dass er Gottes Engel zu seinem Schutz hat, teilt er die Gruppe und schickt Esau Geschenke (Vers 8). Dann betet er (Verse 10-13). Dies ist eine der wenigen Stellen in 1. Mose, wo ein direktes Gebet aufgezeichnet ist: „du hast zu mir gesagt, ich solle zurück nach Hause gehen, dann musst du mich auch beschützen. Ich habe alles getan, um Esau zu besanftigen, nun bist du dran…“ (Frei nach Pape)

      Hier können wir wieder viel für uns lernen
      —> wenn wir in Not geraten, dann gibt es 2 Aspekte:
      ⁃ Wir tun unseren Teil (er erniedrigte sich, schickte Geschenke und teilte die Lager auf)
      ⁃ Dann müssen wir Gott alles im Gebet hinlegen („jetzt musst du handeln“)

      Wir müssen selbst unseren Teil tun, den Rest macht Gott! Das erinnert mich an ein nettes Bild, das ich vor kurzem auf Facebook gefunden habe ?

      Wir lesen weiter die Verse 14 bis 24 – Jakob nimmt von seinem Reichtum und sendet es seinem Bruder als Geschenk. Aber warum lässt er immer wieder einen Abstand dazwischen? Er hofft, Esau mit jedem neuen Geschenk etwas mehr zu beruhigen. Wenn wir uns die Zahlen ansehen, dann schickt er dem Bruder sehr viel Vieh, das ist großer Reichtum. Die Boten sollten zu Esau sagen: „es ist ein Geschenk, das Jakob seinem Herrn Esau sendet“. Auch diese Formulierung immer wieder wird Esau besänftigt haben.

      In den Versen 25 bis 33 lesen wir von einem Kampf. Aber wer kämpft hier mit wem? Jakob kämpft mit einem Mann (Vers 25) – einem Engel Gottes oder mit Gott selbst? Was meinte wohl Jakob, mit wem er gekämpft hatte? Mit welchem der Götter?

      In Vers 29 lesen wir, dass er mit Gott gerungen hatte, in Vers 31 sagt Jakob, dass er Gott gesehen habe, „von Angesicht zu Angesicht“. Wen meint er: Gott den Vater, den Sohn oder den heiligen Geist?

      In Vers 30 fragt Jakob nach dem Namen und er erhält eine Gegenfrage: „warum fragst du nach meinem Namen?“ Wer hatte sich denn im Garten Eden mit Adam und Eva unterhalten? Mit wem sprach Abraham, als er wegen der zehn Gerechten mit Gott diskutiert? Wer hat mit Abraham gegessen?

      Wieder einmal begegnen wir Jesus bereits im ersten Buch Mose: er war als Mensch noch nicht auf der Erde geboren, aber es ist „Gott Sohn“, mit dem Jakob hier ringt. Vielen fällt es schwer zu begreifen, dass Jesus ewig ist, dass er schon war, bevor alles erschaffen wurde – und nicht erst mit seiner Geburt in Bethlehem ins Leben kam. Aber dies finden wir immer wieder in der Bibel, unter anderem in Philipper (s.u.)

      In Hosea 12:4-7 wird der Kampf Jakobs näher erklärt. Wir lesen, dass Jakob weinte und flehte (Vers 5), denn körperlich war er ja unterlegen. Daher kombiniert er den körperlichen Kampf mit einem geistigen Kampf.

      Worum geht es bei dem Kampf eigentlich?

      In 1. Mose 32:27 sagt Jakob: „ich lasse dich nicht gehen, bevor du mich nicht segnest“. Es geht also wieder einmal im den Segen, um die Linie, die zum Messias hinführt, um das Erstgeburtsrecht. Erst hatte er sich den Segen erschlichen, jetzt will er ihn sich erstreiten. Dies zeigt mal wieder, wie wichtig Jakob die Dinge sind, die Jehova betreffen

      Jakob geht als Sieger hervor. Er erhält nicht nur den Segen, sondern auch einen neuen Namen. Auch dies kennen wir bereits von Abraham und Sarah, die von Jehova einen neuen Namen mit einer wichtigen Bedeutung erhalten haben. Jakob heisst ab sofort Israel, der Name bedeutet: „mit Gott und den Menschen gestritten“ und „Gott streitet für sie“ – dies ist also die Geburtsstunde der Israeliten! (Vers 29)

      Aber noch mal zurück zu dem Thema GOTT (Vater, Sohn und Geist) und Jesus:

      Seit wann gibt es Jesus? Was sagt die Bibel?

      „Denn diese Gesinnung sei in euch, die auch in Christo Jesu war, welcher, da er in Gestalt Gottes war, es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein, sondern sich selbst zu nichts machte und Knechtsgestalt annahm, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist, und, in seiner Gestalt wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte, indem er gehorsam ward bis zum Tode, ja, zum Tode am Kreuze. Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist, auf daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.“
      ‭‭Philipper‬ ‭2:5-11‬ ‭ELB‬‬

      Wir sehen, Jesus ist ein Teil derer, die unter den Namen Jehova/Jahwe bzw GOTT fallen. Er war auch schon zu Erschaffung der Welt ein Teil davon, nicht erst, nachdem er – wieder – in den Himmel aufgefahren ist. Sein Name Jesus bedeutet „Jehova rettet“, „Jehova ist Rettung von der Sünde“.

      Wenn wir also lesen, dass Jehova im Garten Eden mit Adam und Eva zum Zeitpunkt der Brise wandelte, dann ist dort bereits von Jesus die Rede. Er war es, der da mit ihnen wandelte. Wenn Abraham mit Jehova gegessen oder von Angesicht zu Angesicht geredet hatte, dann war dies Jesus, der ihm gegenüber stand. Und wenn Jakob hier mit Gott ringt, dann ist es Jesus, von dem die Rede ist. Jesus kämpft hier mit Jakob und er lässt ihn gewinnen.

      Als Jesus später als Mensch geboren wird, kommt er, um als Mensch zu leben und als Mensch zu sterben. Nur dies konnte uns von der Sünde erlösen, die wir durch Adam und Eva geerbt haben.

      In diesem Zusammenhang war es passend, gemeinsam das Abendmahl zu feiern, um uns zu erinnern, dass er als Mensch geboren wurde und für unsere Sünden gestorben ist. Er gab seine Herrschaft im Himmel auf, wie wir in Philipper 2 gelesen hatten, und wurde als Baby geboren – um letztendlich für uns und unsere Sünden zu sterben. Wir sehen: Jesus begegnet uns immer wieder im AT

      In dieser Woche lesen wir 1. Mose Kapitel 33 und sind live dabei, wenn sich Jakob und Esau versöhnen. Es bleibt also auch weiterhin spannend


      by Jule with no comments yet

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        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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