
„Ehre deinen Vater und deine Mutter.“ (2. Mose 20,12)
Möge der Friede Gottes heute mit dir sein.
Hast du dir schon mal überlegt, warum Gott dieses Gebot gegeben hat? Warum hat Gott aus allen Anweisungen, die in den Zehn Geboten stehen, gerade dieses ausgewählt und ihm einen so wichtigen Platz gegeben?
Dieses Gebot wurde nicht beiläufig ausgesprochen. Es war kein Vorschlag. Es war kein Ratschlag, den die Menschen nur befolgen konnten, wenn es ihnen gerade passte. Es war ein direktes Gebot von Gott selbst.
In der Bibel steht: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“ (2. Mose 20,12, NIV)
Beachte etwas Schönes an diesem Gebot. Es beginnt nicht mit einer Drohung. Es beginnt mit einem Versprechen.
Gott verbindet Ehre mit Segen. Er verbindet Respekt mit Leben und Stabilität. Mit anderen Worten: Die Ehrung der Eltern betrifft nicht nur die familiären Beziehungen. Sie betrifft auch die Gesundheit unseres Lebens und unserer Gemeinschaften.
Aber was bedeutet es wirklich, unseren Vater und unsere Mutter zu ehren?
Viele denken, es geht nur darum, als Kind zu gehorchen. Aber Respekt geht tiefer.
Jemanden zu ehren heißt, ihn zu respektieren. Es heißt, ihn wertzuschätzen. Es heißt, mit Würde über ihn zu sprechen und seine Rolle in unserem Leben anzuerkennen.
Eltern zu ehren heißt nicht, dass sie perfekt waren. Keine Eltern sind perfekt. Aber sie waren trotzdem die Menschen, die Gott benutzt hat, um uns in diese Welt zu bringen.
Das allein hat schon Bedeutung.
Die Bibel lehrt uns, dass Respekt oft zu Hause anfängt. Bevor man lernt, Führungskräfte, Lehrer oder sogar Gott zu respektieren, kommen die ersten Lektionen über Respekt normalerweise aus der Beziehung zu den Eltern.
Deshalb hat dieses Gebot eine besondere Bedeutung.
Der Apostel Paulus hat die Gläubigen später daran erinnert, als er schrieb: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, das ist das erste Gebot mit einer Verheißung.“ (Epheser 6,2, NIV)
Denkt mal über die Welt um uns herum nach. Warum gibt es so viele Konflikte in Familien? Warum haben so viele Familien mit kaputten Beziehungen, Bitterkeit und Distanz zu kämpfen?
Manchmal fängt es damit an, dass der Respekt verschwindet.
Wenn der Respekt in der Familie nachlässt, geht er auch in der Gesellschaft langsam verloren. Die Worte werden härter. Die Herzen werden härter. Eltern fühlen sich vergessen und Kinder tragen Wunden, die nie heilen.
Das passiert nicht, weil Gottes Wort versagt hat. Es passiert, weil sein Wort ignoriert wurde.
Sogar Jesus hat über dieses Gebot gesprochen. Als er religiöse Führer sah, die davon redeten, die Eltern zu ehren, es aber nicht wirklich taten, hat er sie zur Rede gestellt.
Jesus sagte: „Denn Gott hat gesagt: ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter.‘“ (Matthäus 15,4, NIV)
Jesus machte deutlich, dass die Ehrung der Eltern nicht nur etwas ist, was man bei religiösen Versammlungen sagt. Sie muss durch Taten gezeigt werden.
Wahre Ehrerbietung zeigt sich darin, wie wir mit unseren Eltern sprechen. Sie zeigt sich darin, wie wir sie behandeln, wenn sie älter werden. Sie zeigt sich in der Fürsorge, die wir ihnen entgegenbringen, wenn sie schwach, krank oder bedürftig sind.
Gott versteht etwas, das viele Menschen heute nur schwer akzeptieren können.
Wenn der Respekt gegenüber den Eltern verloren geht, bricht auch eine Kette des Segens.
Bitterkeit kann im Herzen wachsen. Wut kann jahrelang anhalten. Und wenn das Herz voller Groll ist, wird es schwierig, Frieden zu finden.
Die Bibel gibt sogar eine ernste Warnung darüber, wie wir unsere Eltern behandeln sollen. Dort heißt es: „Wer seinen Vater oder seine Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.“ (2. Mose 21,17, NIV)
Diese Warnung zeigt, wie ernst Gott diese Beziehung nimmt. Es geht nicht nur um harte Worte. Es geht auch um respektloses Verhalten, Vernachlässigung und Demütigung.
Dennoch bedeutet die Ehrung der Eltern nicht, so zu tun, als hätten sie nie Fehler gemacht. Es bedeutet auch nicht, jede ihrer Entscheidungen gut zu finden.
Ehrung bedeutet, sich dafür zu entscheiden, das Herz nicht von Hass beherrschen zu lassen. Es bedeutet, den Platz zu respektieren, den Gott ihnen in unserem Leben eingeräumt hat.
Manchmal bedeutet die Ehrung der Eltern, zu vergeben. Manchmal bedeutet es, freundlich zu sprechen, auch wenn die Erinnerungen an die Vergangenheit schmerzhaft sind. Manchmal bedeutet es einfach, sich zu weigern, weiterhin Bitterkeit zu hegen.
Gott weiß, dass ein Herz, das frei von Hass ist, endlich in Frieden leben kann.
Deshalb ist dieses Gebot auch heute noch wichtig. In einer Welt, in der Respekt langsam verschwindet, sagt Gott weiterhin dasselbe.
Ehre deinen Vater.
Ehre deine Mutter.
Denn in dieser Ehrerbietung liegt Leben. In dieser Ehrerbietung liegt Segen. In dieser Ehrerbietung liegt Ordnung.
Und das Versprechen, das Gott vor langer Zeit gegeben hat, gilt auch heute noch.
„Damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“ (2. Mose 20,12, NIV)
Das ist nicht nur ein schöner Satz.
Es ist eine spirituelle Wahrheit.
Die eigentliche Frage ist heute also nicht, ob wir dieses Gebot kennen.
Die eigentliche Frage ist, ob wir danach leben.
Denn Segen kommt nicht dadurch, dass man das Gebot kennt. Segen kommt dadurch, dass man es befolgt.
Und diese Botschaft ist, wie jedes Wort in der Heiligen Schrift, nicht etwas, das Menschen erfunden haben.
Sie ist geschrieben.
Sie ist lebendig.
Und sie spricht auch heute noch zu uns.
by Jule with no comments yet
𝐓𝐡𝐞 𝐁𝐞𝐥𝐭 𝐨𝐟 𝐓𝐫𝐮𝐭𝐡
Paulus schreibt mit eiserner Entschlossenheit. Ein römischer Soldat steht in seiner Nähe, einen Ledergürtel fest um die Taille geschnallt, dessen Metallbeschläge leise klirren, wenn er sein Gewicht verlagert. Dieser Gürtel ist kein Schmuckstück. Er hält die Tunika zusammen, hält das Schwert fest und stützt den Körper bei plötzlichen Bewegungen. Ohne ihn würde der Soldat über seine eigenen Kleider stolpern. Paulus sieht dies und beginnt damit. „Steht also fest“, sagt er in Epheser 6, „und legt den Gürtel der Wahrheit um“.
Die Wahrheit kommt an erster Stelle, weil sie alles andere an seinem Platz hält. In der Antike symbolisierte der Gürtel Bereitschaft. Er war der Unterschied zwischen Faulenzen und Wachsamkeit. Paulus leiht sich dieses Bild, um über das christliche Leben zu sprechen. Der Gläubige gleitet nicht in die Treue hinein. Er wird von der Wahrheit gesammelt, zusammengehalten und bereit gemacht.
Aber die Wahrheit in der Schrift ist niemals dünn oder abstrakt. Sie ist nicht nur die Fähigkeit, Tatsachen zu nennen oder Positionen zu verteidigen. Biblische Wahrheit ist Treue. Sie ist solide und zuverlässig, weil sie von Gott selbst kommt. Wenn die Psalmen von Gottes Wahrheit sprechen, sprechen sie von seiner unerschütterlichen Liebe, seinen gehaltenen Verheißungen, seinem Wort, das nicht versagt. Und wenn Jesus vor Pilatus steht und von Wahrheit spricht, verweist er nicht auf eine Liste von Aussagen. Er steht dort verkörpert, verwundet, treu.
Paulus‘ Worte spiegeln diese Realität wider. Den Gürtel der Wahrheit anzulegen bedeutet, an das gebunden zu sein, was Gott offenbart hat, und nicht an das, was im Moment plausibel oder nützlich erscheint. Von Anfang an war die große Gefahr nie die völlige Leugnung, sondern die Verzerrung. Die Schlange hat Gottes Wort nicht ausgelöscht. Sie hat es verändert. Ein lockerer Gürtel fällt nicht auf einmal herunter. Er rutscht allmählich, bis jede Bewegung gefährlich wird.
Deshalb ist die Wahrheit kein Accessoire. Sie ist das, was ein zerbrochenes Leben wieder zusammenfügt. Wenn das Leid drückt und Gebete unbeantwortet bleiben, sagt die Wahrheit, dass Gott immer noch treu ist. Wenn Anschuldigungen flüstern, dass man durch seine Sünde definiert ist, sagt die Wahrheit, dass das Urteil bereits gefällt wurde. Wenn die Welt darauf besteht, dass sich die Realität dem Verlangen beugt, besteht die Wahrheit darauf, dass die Realität Gott gehört.
Hier kommt auch eine zutiefst menschliche Zärtlichkeit zum Ausdruck. Paulus sagt den erschöpften Gläubigen nicht, sie sollen die Zähne zusammenbeißen und härter kämpfen. Er sagt ihnen, sie sollen standhaft bleiben. Und Standhaftigkeit beginnt nicht mit Anstrengung, sondern mit Festigkeit. Die Wahrheit wird empfangen, bevor sie gelebt wird. Sie wird getragen, bevor sie eingesetzt wird. Der Christ wird nicht durch Entschlossenheit zusammengehalten, sondern durch Offenbarung.
Den Gürtel der Wahrheit anzulegen bedeutet, um Christus versammelt zu leben, nicht mehr über Lügen oder Halbwahrheiten zu stolpern, nicht mehr durch schwankenden Boden bloßgestellt zu werden. Es bedeutet, bereit zu stehen, nicht weil der Feind schwach ist, sondern weil das, was dich hält, stark ist.
ReformedAndRooted
by Jule with no comments yetWir sehen uns nachher beim MädelsKreis
Bibelgrundkurs für Frauen 😉
Mittwochs 15 bis 17 Uhr
Und beim
Online Bibelkurs
Mittwoch 17 bis 19 Uhr
https://zoom.us/j/95513354603?pwd=a2doelhieXlRZGxxZ3JkYUxtSjlTUT09
Meeting-ID: 955 1335 4603
Kenncode: 057704
und per Telefon:
Einwählen über 06938079884
Dann nach Aufforderung 95513354603# eingeben und dann nach Aufforderung 057704# eingeben und dann *6 damit du auch reden kannst