
LEHREN AUS DER WILDNIS
In dieser Botschaft geht’s um Ismael, den Sohn von Abraham und Hagar.
In Genesis 21,20 steht in der Bibel:
„Gott war mit dem Jungen, als er aufwuchs. Er lebte in der Wildnis und wurde ein Bogenschütze.“
Ismael wurde Jäger – ein Mann mit dem Bogen – ein Überlebenskünstler in der Wildnis. Und in seiner Geschichte finden wir wichtige Lektionen für unser heutiges Leben.
Beachte den ersten Satz: „Gott war mit dem Jungen.“
Ismael wuchs nicht im Komfort von Abrahams Haupthaushalt auf. Er und seine Mutter wurden in die Wüste geschickt. Er erlebte Ablehnung. Er wusste, was es bedeutete, verstoßen zu werden.
Aber selbst in der Wildnis war Gott mit ihm.
Die Wildnis steht in der Bibel oft für Not – Dürreperioden, Einsamkeit, Unsicherheit. Doch gerade in der Wildnis wurde Ismael stark.
Einige von uns befinden sich gerade in einer Phase der Wildnis. Vielleicht fühlst du dich übersehen, vergessen oder beiseite geschoben. Aber derselbe Gott, der mit Ismael war, ist auch mit dir.
Deine Wüste ist nicht deine Verlassenheit.
Sie ist dein Trainingsgelände.
Die Bibel sagt, dass Ismael ein Bogenschütze wurde – ein Jäger.
Jäger sind nicht auf Bequemlichkeit angewiesen. Sie sind auf Geschicklichkeit, Konzentration, Geduld und Ausdauer angewiesen. Die Wüste lehrte Ismael, wie man überlebt, wie man sorgfältig zielt, wie man auf den richtigen Moment wartet.
Bequemlichkeit bringt selten Stärke hervor.
Härte schon.
Während andere vielleicht in Zelten voller Reichtümer lebten, lernte Ismael, wie man von dem lebt, was das Land hergibt. Er lernte Widerstandsfähigkeit.
Manchmal lässt Gott uns schwieriges Terrain durchqueren, weil er unser Ziel formt.
Ein Jäger muss:
wachsam sein
diszipliniert sein
geduldig sein
genau sein
Genauso müssen Gläubige lernen, sich spirituell zu konzentrieren. Wir können nicht blindlings Pfeile abschießen. Wir müssen auf ein Ziel zielen, auf unser Schicksal zielen, auf Gottes Verheißungen zielen.
Ishmaels Geschichte beginnt mit Konflikt und Trennung. Viele denken vielleicht, dass weggeschickt zu werden bedeutet, vergessen zu werden.
Aber Gott gab Ishmael ein Versprechen. Er sagte, er würde ihn zu einem großen Volk machen (Genesis 21,18).
Weggeschickt zu werden war nicht das Ende.
Es war der Anfang seines eigenen Weges.
Manchmal ist Trennung eine göttliche Führung.
Was wie Ablehnung aussah, war in Wirklichkeit eine Neuausrichtung.
Gott ließ Ismael nicht im Schatten Isaaks bleiben. Er gab ihm sein eigenes Territorium, seine eigene Identität, seine eigene Zukunft.
Wenn du dich von der Berufung eines anderen überschattet fühlst, denk daran: Gott hat etwas Einzigartiges für dich.
Die Wildnis ist still.
Jäger müssen aufmerksam lauschen – auf den Wind, auf Bewegungen, auf leise Geräusche.
Ismaels Wachstum fand an ruhigen Orten statt.
Wir leben in einer lauten Welt. Aber spirituelle Stärke wächst oft in der Stille.
In der Wildnis
begegnete Mose Gott.
lernte David zu beten.
wurde Johannes der Täufer vorbereitet.
Und in der Wildnis wurde Ismael stark.
Verachte deine ruhige Zeit nicht. Vielleicht schult Gott gerade dein Gehör.
Ishmaels Geburt war das Ergebnis komplizierter familiärer Entscheidungen. Seine Geschichte begann mit menschlicher Ungeduld.
Dennoch kümmerte sich Gott um ihn.
Das ist eine gute Nachricht für uns.
Selbst wenn Situationen unvollkommen beginnen …
Selbst wenn Familiengeschichten chaotisch sind …
Selbst wenn Menschen Fehler machen …
Gottes Gnade reicht immer noch bis in die Wildnis hinein.
Gott hat Ismael nicht aufgegeben.
Er hat ihn beschützt.
Er hat ihn unterstützt.
Er hat ihn gesegnet.
Ein Bogenschütze muss den Bogen spannen, bevor der Pfeil fliegen kann.
Manchmal zieht Gott uns zurück, bevor er uns in unsere Bestimmung schickt.
Die Spannung ist notwendig.
Das Dehnen ist notwendig.
Das Warten ist notwendig.
Ismaels Jahre in der Wildnis waren seine Zeit des „Zurückziehens”.
Aber diese Spannung hat ihn auf seine Stärke vorbereitet.
Wenn du dich gedehnt fühlst, gib nicht auf.
Gott positioniert dich vielleicht für den Start.
Ishmael, der Jäger, lehrt uns:
Gott ist mit uns in der Wildnis.
Harte Zeiten stärken den Geist.
Ablehnung kann zu einer Neuausrichtung werden.
Stille kann unser Gehör schärfen.
Dehnung bereitet uns auf den Start vor.
Du hast dir deine Wildnis vielleicht nicht ausgesucht.
Aber du kannst dich dafür entscheiden, darin zu wachsen.
Und so wie Gott mit Ismael war, ist er auch mit dir.
Derselbe Gott, der in der Wüste sieht – El Roi – der Gott, der sieht – wacht über jede Wüstenzeit deines Lebens.
Also bleib standhaft.
Schärfe dein Ziel.
Vertraue dem Prozess.
Deine Wüste ist nicht dein Ende.
Sie ist deine Vorbereitung.
(Hinweis: Erstellt mit Unterstützung von ChatGPT)
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