
DIE FLUT – Eine Geschichte aus Genesis 6–9
Schlüsselvers: Genesis 6,8 – „Aber Noah fand Gnade in den Augen des Herrn.“
Es gab mal eine Zeit, in der die Erde voller Menschen, Städte, Familien und Alltag war – aber irgendwas war total schiefgelaufen.
Laut Genesis 6,5 sah der Herr, dass die Bosheit der Menschen auf der Erde groß geworden war. Gewalt erfüllte das Land (Genesis 6,11). Die Verderbtheit hatte sich so weit verbreitet, dass sie jeden Teil der Gesellschaft erfasst hatte. Was Gott gut geschaffen hatte, war durch die Sünde verdorben worden.
Doch inmitten dieser Finsternis stand ein Mann, der anders war.
Sein Name war Noah.
Genesis 6,9 sagt, dass Noah in seiner Generation gerecht war. Während andere Gott ignorierten, wandelte Noah mit ihm. Und in einer Welt, die in Korruption versank, veränderte ein Satz alles:
Genesis 6,8 – „Aber Noah fand Gnade in den Augen des Herrn.“
Gott sprach zu Noah mit einer klaren Anweisung. Das Gericht kam – nicht weil Gott grausam war, sondern weil das Böse seine Fülle erreicht hatte. Doch bevor der Regen fiel, schuf Gott einen Ausweg.
„Baue eine Arche“, sagte er (Genesis 6,14).
Es war ein riesiges Bauwerk, weit entfernt von jedem Meer. Die Anweisungen waren genau – Maße, Materialien, Design. Es erforderte Glauben, etwas zu bauen, was die Welt noch nie gesehen hatte, für einen Sturm, den sich die Welt noch nie vorgestellt hatte.
Und Noah gehorchte.
In Genesis 6,22 steht, dass er alles genau so tat, wie Gott es ihm befohlen hatte.
Tag für Tag wuchs die Arche. Die Leute schauten wahrscheinlich zu, stellten Fragen, machten sich vielleicht sogar lustig. Aber Noah machte weiter. Sein Gehorsam war lauter als ihre Zweifel.
Dann war es soweit.
Gott sagte Noah, er solle mit seiner Familie in die Arche gehen (Genesis 7,1). Die Tiere kamen, genau wie Gott es gesagt hatte. Und dann veränderte ein einziger mächtiger Moment die Geschichte:
Genesis 7,16 – „Und der Herr schloss ihn ein.“
Die Tür schloss sich.
Der Regen setzte ein.
Vierzig Tage und vierzig Nächte lang goss es vom Himmel (1. Mose 7,12). Das Wasser stieg von unten und von oben. Die Erde war bedeckt. Alles außerhalb der Arche ging zugrunde (1. Mose 7,21–23).
Aber innerhalb der Arche war man in Sicherheit.
Die Arche hielt den Sturm nicht auf. Sie hob diejenigen, die sich in ihr befanden, über ihn hinaus.
Die Zeit verging. Der Regen hörte auf. Das Wasser bedeckte immer noch die Erde. Es mag sich still, unsicher, zwischen Zerstörung und Hoffnung schwebend angefühlt haben.
Dann kommt einer der tröstlichsten Verse in der Heiligen Schrift:
Genesis 8,1 – „Aber Gott dachte an Noah.“
Gott ließ das Wasser zurückgehen. Die Arche kam auf den Bergen von Ararat zum Stillstand (Genesis 8,4). Langsam, geduldig erschien trockener Boden.
Noah wartete. Er ließ einen Raben fliegen, dann eine Taube. Schließlich kam die Taube mit einem Olivenzweig zurück (Genesis 8,11). Das Leben begann von Neuem.
Als Noah und seine Familie trockenen Boden betraten, baute er als Erstes kein Haus. Er baute einen Altar (Genesis 8,20). Er betete an.
Und Gott antwortete mit einem Versprechen.
In Genesis 9,13 sagte der Herr: „Ich setze meinen Regenbogen in die Wolken, und er soll ein Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde sein.“
Der Sturm war echt gewesen. Das Gericht war ernst gewesen. Aber die Gnade hatte das letzte Wort.
Die Geschichte von der Sintflut handelt nicht nur von Regen und Wasser. Es geht um einen heiligen Gott, der die Verdorbenheit sieht, einen gerechten Mann, der gehorsam ist, und eine Gnade, die vor dem Gericht Erlösung schenkt.
Sie erinnert uns daran, dass:
Die Sintflut war nicht das Ende der Geschichte.
Sie war ein neuer Anfang.
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