
MARIA MAGDALENA – VON DER VERLORENEN ZUR AUSERWÄHLTEN
📖 Lukas 8,2; Johannes 20
Einst verloren, übersehen und missverstanden … wurde Maria Magdalenas Leben von Gott verändert. Sie wurde befreit, wiederhergestellt und als erste Zeugin der Auferstehung Jesu geehrt.
Ihre Geschichte zeigt: Deine Vergangenheit bestimmt nicht, wer du bist. Gott kann dich erlösen, wiederherstellen und dir eine neue Identität geben.
Beginne heute, deine Bestimmung zu leben – was verloren war, kann wiedergefunden werden, was zerbrochen war, kann wieder ganz werden, und dein Leben kann zu einem Zeugnis der Herrlichkeit Gottes werden.
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Der Name Bethlehem hat eine tiefe, prophetische Bedeutung, die viele Christen übersehen. Bethlehem heißt „Haus des Brotes“. Dieses „Haus des Brotes“ wurde zum Geburtsort von Jesus, dem wahren Brot des Lebens (Johannes 6,35). In einer bescheidenen Stadt, deren Name für Nahrung und Versorgung steht, kam Gottes größtes Geschenk – sein Sohn – auf die Welt, um unseren tiefsten Hunger zu stillen.
Die Ironie ist wunderschön: Gott wählte eine Stadt, die nach physischem Brot benannt ist, um das geistliche Brot hervorzubringen, das ewiges Leben schenkt. Bethlehem erinnert uns daran, dass Gott seine Verheißungen oft auf unerwartete, bescheidene Weise erfüllt – indem er gewöhnliche Dinge nutzt, um außergewöhnliche Erlösung zu bringen.
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Johannes 1,14 ist vielleicht einer der bekanntesten Verse in der Bibel, aber auch einer der kraftvollsten und von den Gläubigen heute am wenigsten verinnerlichten. „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Johannes 1,14, ESV). Dieser Vers ist keine poetische Füllung. Er ist ein theologisches Erdbeben. Er sagt uns, dass Gott keine Anweisungen vom Himmel herabgerufen oder ein weiteres Gesetz gesandt hat, um die Menschheit zu verbessern. Er ist selbst gekommen. Das Christentum beginnt nicht mit Ratschlägen. Es beginnt mit der Menschwerdung. Gott ist in die Geschichte der Menschheit eingetreten, hat echtes Fleisch angenommen und ist in unsere zerbrochene Welt gekommen, damit die Erlösung von innen heraus geschehen konnte.
Der Satz „Das Wort wurde Fleisch“ verändert für die Gläubigen von heute alles. Das Wort ist kein Konzept oder eine Botschaft, die in der Luft schwebt. Das Wort ist eine Person. Jesus hat nicht nur die Wahrheit gesagt. Er hat sie verkörpert. Das ist wichtig, weil es uns zeigt, dass Gott nicht weit weg von menschlicher Schwäche, Schmerz oder Kampf ist. Er hat es selbst erlebt. Hebräer 4,15 bestätigt das, indem es sagt, dass Jesus mit unseren Schwächen mitfühlen kann, weil er in jeder Hinsicht wie wir versucht worden ist, aber ohne Sünde (ESV). Gott rettet uns nicht aus der Ferne. Er rettet uns, indem er sich uns nähert. Für Gläubige bedeutet das, dass wir nie mit etwas konfrontiert werden, das Gott nicht versteht. Er ist in unsere Realität eingetreten und hat sie von innen heraus erlöst.
Johannes sagt auch, dass Jesus „unter uns gewohnt hat“, und dieses Wort hat eine enorme Bedeutung. Das hier verwendete griechische Wort verweist auf die alttestamentarische Vorstellung, dass Gott in der Stiftshütte unter Israel wohnt. Aber jetzt ist die Wohnstätte Gottes nicht mehr ein Zelt oder ein Gebäude. Es ist eine Person. Jesus ist der wahre Treffpunkt zwischen Gott und den Menschen. Deshalb heißt es später in der Schrift: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kolosser 2,9, ESV). Gott ist nicht nur teilweise erschienen. Er ist vollständig angekommen. Für Gläubige heute bedeutet das, dass der Zugang zu Gott nicht mehr mit Orten, Ritualen oder religiösen Anstrengungen zu tun hat. Es geht um die Beziehung zu Christus. Gott findet man nicht in einem System. Man findet ihn in einem Retter.
Der Vers fährt fort, dass wir seine Herrlichkeit gesehen haben, „voller Gnade und Wahrheit“. Hier müssen jahrelange Missverständnisse ausgeräumt werden. Viele Menschen denken, Gnade und Wahrheit seien Gegensätze, als ob Gnade Güte und Wahrheit Härte wäre. Aber in Jesus sind Gnade und Wahrheit keine konkurrierenden Kräfte. Sie sind perfekt vereint. Wahrheit ohne Gnade zerbricht die Menschen. Gnade ohne Wahrheit lässt die Menschen stecken bleiben. Jesus bringt beides ohne Kompromisse zusammen. Johannes stellt später einen Kontrast her, indem er sagt: „Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, Gnade und Wahrheit kamen durch Jesus Christus“ (Johannes 1,17, ESV). Das bedeutet nicht, dass das Gesetz böse war. Es bedeutet, dass das Gesetz die Sünde diagnostizieren, aber nicht heilen konnte. Jesus deckt nicht nur das Problem auf. Er ist die Lösung.
Für Gläubige heute ist Johannes 1,14 grundlegend, weil es uns sagt, wie Gott ist. Wenn du wissen willst, wie Gott über Sünder denkt, schau auf Jesus. Wenn du wissen willst, wie Gott auf Schwäche reagiert, schau auf Jesus. Wenn du wissen willst, ob Gott geduldig, mitfühlend oder bereit ist, sich zu nähern, schau auf Jesus. „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“, sagt Jesus später (Johannes 14,9, ESV). Dieser Vers widerlegt die Vorstellung, dass Gott im Neuen Testament liebevoll, im Alten Testament aber streng ist. Jesus ist keine abgeschwächte Version Gottes. Er ist die deutlichste Offenbarung Gottes. Die Menschwerdung zeigt uns, dass es Gottes Herzenswunsch immer war, sich den Menschen zu nähern und sie nicht von sich zu stoßen.
Dieser Vers bedeutet nicht, dass Gott vorübergehend Mensch wurde und sich dann, ohne Interesse an der Menschheit, wieder in den Himmel zurückzog. Die Menschwerdung war kein Besuch. Es war eine Rettungsmission mit dauerhaften Folgen. Jesus bleibt auch jetzt noch ganz Mensch und ganz Gott. Das bedeutet, dass die Menschheit durch Christus für immer mit Gott vereint ist. Deshalb werden Gläubige im gesamten Neuen Testament als „in Christus“ beschrieben. Erlösung ist nicht nur die Vergebung von Sünden. Sie ist die Teilhabe an einem neuen Leben. Wie es in 2. Korinther 5,17 heißt: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur” (ESV). Die Menschwerdung hat eine neue Schöpfung möglich gemacht.
Die Anwendung von Johannes 1,14 ist zutiefst persönlich. Weil Jesus im Fleisch gekommen ist, ist dein Glaube nicht theoretisch. Er berührt das reale Leben. Gott kümmert sich um Körper, Gefühle, Beziehungen, Schmerzen und tägliche Kämpfe. Er interessiert sich nicht nur für deine Ewigkeit. Er ist in deinem Jetzt gegenwärtig. Du musst dich nicht reinigen, um dich ihm zu nähern. Er ist bereits in dein Chaos eingetreten. Gnade bedeutet nicht, dass Gott dich toleriert. Gnade bedeutet, dass Gott auf dich zukommt. Und Wahrheit bedeutet nicht, dass Gott dich bloßstellt, um dich zu beschämen. Wahrheit bedeutet, dass Gott offenbart, was dich heilt.
Wenn du dich jemals gefragt hast, ob Gott dich wirklich versteht, beantwortet Johannes 1,14 diese Frage ein für alle Mal. Er versteht dich. Wenn du dich jemals gefragt hast, ob Gott dir nahe sein möchte, gibt Johannes 1,14 die Antwort. Er ist bereits gekommen. Du streckst dich nicht nach einer fernen Gottheit aus. Du reagierst auf einen Gott, der dir nahe gekommen ist. Das Wort wurde Fleisch, damit du lebendig werden kannst. Und weil Jesus das Werk vollbracht hat, musst du dir Gottes Gegenwart nicht verdienen. Du lebst aus ihr heraus.
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Als Jesus gekreuzigt wurde, haben die römischen Soldaten ein brutales, aber effizientes Protokoll befolgt. Die Gekreuzigten konnten tagelang leiden, und um den Tod zu beschleunigen, haben die Soldaten den noch lebenden Opfern die Beine gebrochen, damit sie sich nicht mehr hochdrücken konnten, um zu atmen. Genau das haben sie mit den beiden Männern gemacht, die neben Jesus gekreuzigt wurden. Aber als sie zu Jesus kamen, haben sie was total Unerwartetes gemacht. Sie haben ihm nicht die Beine gebrochen. Die Bibel sagt uns ganz klar, warum, aber die Tiefe dessen, was da passierte, geht weit über das Offensichtliche hinaus.
Johannes beschreibt diesen Moment mit beeindruckender Genauigkeit. „Da kamen die Soldaten und brachen dem ersten und dem anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war, die Beine. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, brachen sie ihm die Beine nicht“ (Johannes 19,32–33, ESV). Praktisch gesehen sahen die Soldaten keine Notwendigkeit, ihm die Beine zu brechen, da er bereits tot war. Aber Johannes sagt uns sofort, dass dies nicht nur eine medizinische Beobachtung war. Es war eine Erfüllung.
„Denn diese Dinge geschahen, damit die Schrift erfüllt würde: ‚Keiner seiner Knochen wird zerbrochen werden‘“ (Johannes 19,36, ESV). Das war keine spontane Entscheidung der römischen Henker. Es war die Erfüllung einer Verheißung, die Jahrhunderte zuvor geschrieben worden war. Gott hatte schon lange vor der Gründung Roms über diesen Moment gesprochen.
Die erste Parallele geht zurück auf das Passahlamm. Im Buch Exodus gibt Gott Israel genaue Anweisungen für das Lamm, dessen Blut sie vor dem Tod schützen würde. „Es soll in einem Haus gegessen werden; ihr sollt nichts von seinem Fleisch außerhalb des Hauses mitnehmen und ihr sollt keine seiner Knochen brechen“ (Exodus 12,46, ESV). Das Lamm durfte geschlachtet, gebraten und gegessen werden, aber seine Knochen durften nicht gebrochen werden. Jesus stirbt während des Passahfestes. Er wird das Lamm Gottes genannt. Und wie beim echten Passahlamm wird keiner seiner Knochen gebrochen. Das Zeichen ist unverkennbar. Die endgültige Befreiung ist da.
Eine weitere Parallele findet sich in den Psalmen, die David lange vor der Einführung der Kreuzigung geschrieben hat. „Er bewahrt alle seine Knochen, keiner von ihnen wird gebrochen“ (Psalm 34,20, ESV). Im unmittelbaren Kontext spricht der Vers davon, dass Gottes Gerechter vom Herrn bewahrt wird. Aber in Jesus, dem Gerechten par excellence, erreicht der Vers seine volle Bedeutung. Bewahrung bedeutet hier nicht Rettung vor dem Tod. Es bedeutet Erfüllung durch den Tod. Gott bewahrt die Integrität des Opfers, selbst wenn das Leben ausgegossen wird.
Hier ist eine Parallele, die fast niemand berücksichtigt. Gebrochene Beine hätten bedeutet, dass Jesus wie die anderen durch Ersticken gestorben wäre. Aber Jesus stirbt nicht, weil ihm das Leben genommen wird. Er stirbt, weil er sein Leben hingibt. Zu einem früheren Zeitpunkt im Evangelium sagt Jesus: „Niemand nimmt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin“ (Johannes 10,18, ESV). Als die Soldaten eintreffen, ist sein Werk bereits vollbracht. Seine Beine sind ungebrochen, weil seine Autorität ungebrochen ist. Der Tod hat ihn nicht überwältigt. Er hat sich selbst hingegeben.
Es gibt auch eine Parallele zum Bund, die offen sichtbar ist. Im Alten Testament symbolisierten gebrochene Knochen oft Gericht, Fluch oder Züchtigung. Jesus trägt die ganze Last des Gerichts, doch seine Knochen bleiben unversehrt. Dies ist eine stille Erklärung, dass der Fluch vollständig aufgenommen wurde, ohne das Opfer zu beschädigen. Das Opfer ist vollständig, makellos und unbefleckt. Nichts fehlt. Nichts ist beschädigt.
Sogar der Speer, der seine Seite durchbohrt, unterstreicht diese Wahrheit. Johannes sagt uns: „Einer der Soldaten durchbohrte seine Seite mit einem Speer, und sofort floss Blut und Wasser heraus“ (Johannes 19,34, ESV). Der Speer bestätigt den Tod, ohne die Knochen zu verletzen. Blut und Wasser fließen und signalisieren Reinigung und Leben, nicht Niederlage. Das Opfer ist bewiesen, nicht zerstört.
Den beiden Männern neben Jesus wurden die Beine gebrochen, weil ihnen das Leben genommen wurde. Die Beine Jesu wurden nicht gebrochen, weil sein Leben bereits gegeben worden war. Der eine Tod wird erzwungen. Der andere wird angeboten. Der eine endet in Stille. Der andere endet mit den Worten: „Es ist vollbracht.“
Dieses Detail ist kein Zufall. Es ist die Präzision des Evangeliums. Gott sorgt dafür, dass Jesus selbst im Tod jede Vorahnung, jedes Vorbild und jede Verheißung erfüllt. Die ungebrochenen Knochen halten eine stille Predigt. Das Lamm ist vollkommen. Das Opfer ist vollbracht. Die Erlösung ist gekommen.
– Brian Romero
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Jedes Mal, wenn ich Johannes 19 lese, kommt was Tiefes in mir hoch. Das passiert jedes Mal. Ich lese die Worte und spüre die Anspannung in meiner Brust, weil ich will, dass Jesus freigelassen wird. Ich will, dass jemand eingreift und das Geschehen stoppt. Ich merke, wie ich fast mit der Seite rede und sage: Komm schon, Jesus, verteidige dich, sag was, tu was, beende das. Es ist unerträglich, zu sehen, wie er weitergeht, während alles in mir möchte, dass er dem entkommt, was auf ihn zukommt.
Johannes 19 entfaltet sich langsam und schmerzhaft. Jesus wird ausgeliefert, verspottet, geschlagen, mit Dornen gekrönt und vor der Menge zur Schau gestellt. Pilatus schwankt hin und her, sucht nach einem Ausweg und erklärt wiederholt: „Ich finde keine Schuld an ihm“ (Johannes 19,4, ESV). Jedes Mal, wenn ich diesen Satz lese, empfinde ich dieselbe Frustration. Wenn er unschuldig ist, dann lass ihn frei. Beende das jetzt. Aber es hört nicht auf. Die Geschichte schreitet voran, und mit jedem Vers wird sie schwerer.
Was wie Chaos aussieht, ist in Wirklichkeit etwas viel Tieferes. Jesus steht schweigend, verletzt und blutend da, und Pilatus erinnert ihn an seine Autorität und sagt, er habe die Macht, ihn freizulassen oder zu kreuzigen. Das ist der Moment, in dem ich mir wünsche, dass Jesus sich wehrt, die Ungerechtigkeit aufdeckt und seine Macht geltend macht. Stattdessen spricht Jesus mit ruhiger Autorität und sagt: „Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre“ (Johannes 19,11, ESV). Mit diesem einen Satz ändert sich alles. Jesus ist nicht gefangen. Er ist nicht machtlos. Er ist nicht der Gnade Roms, der Menge oder der Angst ausgeliefert. Er steht genau dort, wo er stehen will.
In diesem Moment wird klar, dass niemand in dieser Geschichte wirklich die Kontrolle hat außer dem Vater. Pilatus bestimmt nicht den Ausgang. Die Menge entscheidet nicht über die Zukunft. Selbst die Gewalt, die sich entfaltet, bestimmt nicht den Moment. Was sich wie Ungerechtigkeit anfühlt, ist Gehorsam. Was sich wie Schweigen anfühlt, ist Zurückhaltung. Was sich wie Verlust anfühlt, ist absichtliche Erfüllung. Dies war kein Plan, der sich auflöste. Dies war der Plan, der ausgeführt wurde.
Johannes zeigt das, ohne es jemals direkt zu erklären. Jesus trägt sein eigenes Kreuz (Johannes 19,17, ESV). Niemand zerrt ihn. Niemand zwingt ihn, weiterzugehen. Er geht freiwillig. Es gibt keine Aufzeichnungen über einen Kampf, keinen Widerstand, keinen Fluchtversuch. Selbst in seinem Leiden bestimmt er den Moment. Er reagiert nicht auf Ereignisse. Er erfüllt seinen Zweck.
Gegen Ende macht Johannes unmissverständlich klar, dass Jesus genau weiß, wo er in der Geschichte steht. „Danach, als Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er (um die Schrift zu erfüllen): ‚Ich habe Durst‘“ (Johannes 19,28, ESV). Er kennt den Zeitplan. Er kennt den Punkt der Vollendung. Und als alles vollbracht ist, sagt er: „Es ist vollbracht“ (Johannes 19,30, ESV), und er gibt seinen Geist auf. Niemand nimmt ihm das Leben. Er gibt es frei.
Als mir das klar wird, schwindet mein Wunsch, dass Jesus flieht. Hätte Jesus sich verteidigt, wäre ich nicht verteidigt worden. Wäre er befreit worden, wäre ich es nicht. Hätte er das Kreuz vermieden, würde die Last der Sünde immer noch auf der Menschheit lasten. Die Liebe verlangte von ihm, zu bleiben. Die Erlösung verlangte von ihm, es zu Ende zu bringen.
Johannes 19 lehrt mich, dass Liebe nicht immer wie eine Rettung in diesem Moment aussieht. Manchmal sieht sie wie eine kontrollierte Hingabe aus. Manchmal sieht der Sieg wie Gehorsam bis zum Tod aus. Es gab keinen Plan, der den Plan des Vaters außer Kraft setzen konnte. Keine politische Macht. Kein religiöser Druck. Keine Angst. Der Himmel reagierte nicht auf die Erde. Die Erde führte den Willen des Himmels aus.
Wenn ich jetzt Johannes 19 lese, spüre ich immer noch den Schmerz. Aber es ist keine Verzweiflung mehr. Es ist Ehrfurcht. Ich möchte nicht mehr, dass Jesus aufhört. Ich möchte ihn dafür anbeten, dass er es zu Ende gebracht hat. Denn das Kreuz war nicht etwas, das ihm angetan wurde. Es war etwas, das er für uns gewählt hat.
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Als ich Johns Bericht über die Auferstehung las, fiel mir auf, wie zurückhaltend er schreibt.
Er fing nicht mit einer Erklärung
oder einer theologischen Schlussfolgerung an.
Er schrieb genau auf, was er gesehen hatte,
in der Reihenfolge, in der er es gesehen hatte, und ließ
die Details für sich sprechen.
Als Petrus das Grab betrat,
sagt uns Johannes, dass er die
Leinentücher dort liegen sah.
Dann fügt Johannes ein spezifisches
und scheinbar unbedeutendes Detail hinzu.
Das Tuch, das den Kopf Jesu bedeckt hatte,
lag nicht bei den anderen Tüchern.
Es war gefaltet und separat beiseite gelegt worden.
Zuerst schien dieses Detail nicht wichtig zu sein.
Man hätte es leicht übersehen können.
Aber im ganzen Johannesevangelium
sind Details nie zufällig.
Johannes fügt immer konkrete
Beobachtungen an wichtigen Stellen ein,
oft bevor ihre Bedeutung
vollständig verstanden wird.
Dieses Muster hat mich innehalten lassen
und mich fragen lassen, warum dieses Detail festgehalten wurde.
Die jüdischen Bestattungsbräuche im
ersten Jahrhundert helfen, die Szene zu verstehen.
Der Leichnam des Verstorbenen wurde
zusammen mit Grabbeigaben fest in Leinentücher gewickelt.
Diese Wickel waren keine
vorübergehenden Hüllen.
Sie markierten die Endgültigkeit des Todes.
Einmal angelegt, sollten die Tücher
an ihrem Platz bleiben.
Vor diesem Hintergrund
wird der Zustand des Grabes
bedeutungsvoll.
Wäre der Leichnam Jesu gestohlen worden,
wie manche Leute damals vermuteten,
hätte es keinen Grund gegeben,
die Tücher zu entfernen.
Den Leichnam ohne die Tücher mitzunehmen,
wäre unpraktisch
und geradezu respektlos gewesen.
Wenn die Auferstehung
in Verwirrung oder Eile stattgefunden hätte, wären die Tücher
wahrscheinlich
zerzaust oder verstreut zurückgelassen worden.
Aber Johannes sagt uns, dass nichts davon passiert ist.
Die Grabtücher blieben liegen.
Das Gesichtstuch war gefaltet.
Nichts im Grab deutete auf
Panik, Unterbrechung oder Kampf hin.
Was Johannes beschreibt, deutet
stattdessen auf Absicht und Ordnung hin.
Das passt zu der Art und Weise, wie Johannes
Jesus im gesamten Evangelium darstellt.
Jesus sagt wiederholt, dass
er sein Leben freiwillig hingeben wird
und dass er die Macht hat,
es wieder aufzunehmen.
Die Auferstehung wird nicht
als Flucht vor dem Tod dargestellt,
sondern als eine Handlung, die
auch nach dem vollständigen Eintritt in den Tod
unter seiner Macht bleibt.
Die gefalteten Leichentücher
unterstützen stillschweigend diese Darstellung.
Sie zeigen, dass der Bestattungsprozess
sein ordentliches Ende gefunden hat und dass
der Anspruch des Todes erschöpft war.
Der Körper war weg,
nicht weil er weggenommen worden war,
sondern weil er sowieso nicht mehr
in dieses Grab gehörte.
Dieses Detail passt auch zu den letzten Worten Jesu
am Kreuz: „Es ist vollbracht.“
Im Johannesevangelium signalisieren diese Worte
Vollendung, nicht Unterbrechung.
Die Auferstehung hat das Kreuz nicht rückgängig gemacht,
sondern bestätigt, dass das dort vollbrachte Werk
vollendet ist.
Die ruhige Ordnung des Grabes
spiegelt diese Endgültigkeit wider.
Nichts ist überstürzt.
Nichts bleibt ungelöst.
Johannes lässt physische Details sprechen,
bevor Erklärungen gegeben werden.
Bevor Engel erscheinen
und bevor die Jünger
verstehen, was passiert ist,
legt das Grab selbst Zeugnis ab.
Der Leser wird aufgefordert, genau hinzuschauen,
genau wie die Jünger.
Johannes erwähnt die Details
der gefalteten Leichentücher,
weil sie wichtig sind.
Sie prägen das Verständnis der Auferstehung.
Was passierte, war kein Chaos, gefolgt von einer Korrektur.
Es war Vollendung, gefolgt von stiller Autorität.

Der Tod von Josef
🌿Die Bibel erzählt nicht, wie Josef, der irdische Vater von Jesus, gestorben ist, aber dass er später in der Bibel nicht mehr auftaucht, ist ein leises, aber starkes Zeichen.
Joseph ist bei der Geburt und Kindheit Jesu dabei – er beschützt Maria, flieht nach Ägypten und zieht Jesus in Gehorsam und Glauben auf. Das letzte Mal, dass Joseph erwähnt wird, ist, als Jesus 12 Jahre alt ist (Lukas 2,41–52). Danach wird Joseph nie wieder erwähnt.
Als Jesus sein Wirken beginnt, ist Joseph nicht mehr am Leben. Am Kreuz vertraut Jesus seine Mutter Maria dem Apostel Johannes an (Johannes 19,26–27), was normalerweise ein lebender Ehemann oder Vater tun würde. Dies deutet stark darauf hin, dass Joseph bereits verstorben war.
Bedeutung und Lehre 💙
Joseph starb wahrscheinlich still, treu und ohne Anerkennung – doch sein Gehorsam prägte den Erlöser der Welt. Jesus wusste, was Verlust, Verantwortung und menschliche Trauer bedeuten. Er versteht unseren Schmerz, weil er ihn selbst erlebt hat.
Josephs Leben erinnert uns daran:
Treue braucht keinen Ruhm.
Gehorsam ist wichtig, auch wenn die Geschichte darüber schweigt.
Gott erinnert sich an das, was in der Schrift nicht aufgezeichnet ist.
📖 Lukas 2,52 | Johannes 19,26–27

Die genaue Zielgruppe von Johannes in 1 Johannes 1,8 sind nicht Gläubige, die in ihrer neuen Identität als Geschöpfe leben. Er spricht eine bestimmte Gruppe an, die es in der frühen Kirche gab und die die Realität der Sünde komplett leugnete, nicht Gläubige, die lernten, wie man gerecht lebt. Dieser Unterschied ist echt wichtig. Johannes konfrontiert Menschen, die vom frühen proto-gnostischen Denken beeinflusst sind, einem Glaubenssystem, das behauptete, spirituelle Erleuchtung mache einen Menschen von Natur aus rein, unberührt von Sünde und ohne Bedarf an Sühne. Diese Personen erkannten ihre Schwäche nicht demütig an. Sie behaupteten spirituelle Überlegenheit und Selbstgenügsamkeit. Ihre Behauptung lautete nicht: „Ich kämpfe“, sondern: „Ich habe nie Erlösung gebraucht.“
Wenn Johannes schreibt: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben“, beschreibt er nicht das normale Bekenntnis eines Christen. Er deckt eine theologische Behauptung auf, die von falschen Lehrern und denen, die sich ihnen anschließen, aufgestellt wird. Zu sagen „wir haben keine Sünde“ bedeutete, die Notwendigkeit des Kreuzes, der Menschwerdung und des Blutvergießens insgesamt abzulehnen. Es war eine Leugnung des gefallenen Zustands der Menschheit. Johannes geht es nicht um moralisches Verhalten. Ihm geht es um Christologie. Jeder, der behauptet, nie gesündigt zu haben, behauptet gleichzeitig, dass er Jesus nie gebraucht hat, um seine Sünden zu tragen.
Deshalb baut Johannes seinen ganzen Brief auf der Tatsache auf, dass Jesus wirklich im Fleisch gekommen ist, wirklich die Sünden getragen hat und wirklich mit ihnen fertig geworden ist. Die Leugnung der Sünde war keine Demut. Es war Täuschung. Und diese Täuschung hatte verheerende Folgen, weil sie das Evangelium seiner Kraft beraubte. Wenn niemand Sünde hatte, dann brauchte auch niemand Reinigung. Wenn niemand Reinigung brauchte, dann wurde das Kreuz überflüssig. Johannes sagt ganz klar, dass, wenn jemand diese Behauptung aufstellt, „die Wahrheit nicht in uns ist“, denn die Wahrheit ist eine Person, und diese Person kam gerade deshalb, weil die Sünde real und tödlich war.
Dieser Vers wurde oft missbraucht, um Gläubige als fortwährende Sünder zu bezeichnen, selbst nachdem sie in Christus erneuert wurden, aber diese Lesart schafft einen Widerspruch innerhalb des Briefes selbst. Johannes sagt später: „Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil eure Sünden um seines Namens willen vergeben sind“ (1. Johannes 2,12, ESV). Er sagt auch: „Niemand, der aus Gott geboren ist, sündigt regelmäßig“ (1. Johannes 3,9, ESV). Johannes ist nicht verwirrt. Er ist nicht wankelmütig. Er sagt ganz klar, dass Gläubige vergeben, gereinigt und verwandelt sind. Die Kategorie „wir haben keine Sünde“ beschreibt nicht erlöste Menschen, die aus Gnade leben. Sie beschreibt unerlöste Menschen, die ihre Notwendigkeit der Gnade leugnen.
Johannes schließt sich selbst in die Formulierung „wenn wir sagen“ ein, nicht weil er sich als Sünder sieht, sondern weil er einen gängigen rhetorischen Stil benutzt, um eine hypothetische Behauptung aufzustellen und ihre Falschheit aufzudecken. Er widerlegt ein Argument, statt eine Identität zu bekennen. In der gesamten Heiligen Schrift benutzen die Apostel oft eine inklusive Sprache, um Irrtümer anzusprechen, ohne sie zu legitimieren.
Wenn Gläubige 1. Johannes 1,8 verwenden, um sich selbst als Sünder zu definieren, nachdem sie zu neuen Geschöpfen geworden sind, stellen sie sich ungewollt auf die Seite genau der Behauptung, die Johannes ablehnt. Das Evangelium lehrt nicht, dass Gläubige leugnen, dass Sünde jemals vorhanden war. Es lehrt, dass die Sünde vollständig beseitigt wurde. Die Wahrheit ist nicht, dass wir immer noch Sünder sind. Die Wahrheit ist, dass wir Sünder waren, die einen Erlöser brauchten und einen vollständig erhalten haben.
Johannes‘ Ziel ist es nicht, Gläubige an ihrer alten Identität festhalten zu lassen. Sein Ziel ist es, die Kirche vor Lehren zu schützen, die das Kreuz auslöschen, indem sie das Problem leugnen, das es gelöst hat. Die Ehrlichkeit, zu der Johannes aufruft, ist keine fortwährende Selbstverurteilung. Es ist die ein für alle Mal getroffene Erkenntnis, dass wir ohne Jesus verloren waren und dass wir dank Jesus nun Vergebung und Reinigung erfahren haben und im Licht wandeln.
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Johannes 20,17 ist einer dieser Verse, die einen verunsichern können, wenn man sie zu schnell liest. Jesus ist von den Toten auferstanden. Maria Magdalena erkennt ihn. Ihre Trauer wird zu Ehrfurcht und ihr Kummer zu Freude. Und in diesem Moment sagt Jesus etwas, das fast überraschend wirkt. „Halte mich nicht fest, denn ich bin noch nicht zum Vater aufgefahren“ (Johannes 20,17, ESV). Für viele Gläubige wirft dieser Satz stille Fragen auf. Warum würde Jesus sich in einem so zärtlichen Moment zurückziehen? Warum würde er Distanz schaffen, wenn Trost am dringendsten gebraucht wird? Aber Jesus schafft keine Distanz. Er schafft Frieden.
Maria greift nach Jesus, weil sie denkt, dass sie ihn wieder verlieren wird. Ihr Instinkt ist menschlich und verständlich. Sie hat ihn bereits einmal sterben sehen. Sie hat bereits einen unerträglichen Verlust erlebt. Als sie merkt, dass er lebt, will sie ihn festhalten, nicht nur aus Zuneigung, sondern auch aus Angst vor der Trennung. Jesus sieht das. Und anstatt ihre Trauer zu tadeln, gibt er dem Moment sanft eine neue Bedeutung. Als Jesus sagt: „Halte mich nicht fest“, weist er sie nicht zurück. Er beruhigt sie. Er sagt ihr, dass dieses Wiedersehen nicht nur vorübergehend, zerbrechlich oder gefährdet ist. Er sagt ihr im Wesentlichen, dass sie sich nicht mehr aus Angst festhalten muss. Ich gehe nicht weg, so wie du denkst.
Dann offenbart Jesus etwas Erstaunliches. „Geh zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott“ (Johannes 20,17, ESV). Dies ist das erste Mal, dass Jesus nach der Auferstehung so spricht. Er sagt nicht nur „mein Vater“, sondern „dein Vater“. Er sagt nicht nur „mein Gott“, sondern „dein Gott“. Mit einem Satz bringt Jesus die Gläubigen in seine eigene Beziehung zum Vater. Was wie Zurückhaltung klingt, ist in Wirklichkeit Einbeziehung. Was sich wie Distanz anfühlt, ist in Wirklichkeit eine Einladung.
Jesus sagt nicht, dass Maria ihn nicht berühren darf. Tatsächlich lädt er später Thomas ein, seine Wunden zu berühren. Was Jesus hier anspricht, ist nicht der physische Kontakt. Es ist die emotionale Bindung, die in der Angst vor dem Verlust begründet ist. Maria hält an der alten Art der Beziehung zu Jesus fest, in der seine physische Gegenwart als Quelle der Sicherheit empfunden wird. Jesus führt sie sanft in eine tiefere Realität, in der seine Gegenwart nicht mehr durch Nähe begrenzt ist. Die Auferstehung verändert alles. Jesus ist nicht mehr ein Rabbi, der verloren gehen, verhaftet oder erneut getötet werden kann. Er ist der auferstandene Sohn, der sich darauf vorbereitet, aufzusteigen, damit sein Leben durch den Heiligen Geist mit vielen geteilt werden kann. Wenn Maria an ihm festhält, wie er war, wird sie verpassen, was er für sie und für alle Gläubigen wird.
Das ist ein großer Trost für uns. Jesus verlangt von den Gläubigen nicht, dass sie ihren Halt an ihm lockern. Er verlangt von ihnen, dass sie ihren Halt an der Angst lockern. Er sagt, dass die Beziehung jetzt sicher, dauerhaft und vollendet ist. Die Himmelfahrt bedeutet nicht, dass Jesus die Menschheit zurücklässt. Es bedeutet, dass Jesus die Menschheit mit sich in die Gegenwart des Vaters nimmt. Johannes 20,17 sagt uns, dass wir nicht mehr von außen mit Gott in Beziehung stehen. Wir sind nicht mehr Gäste, die hoffen, in seine Nähe gelassen zu werden. Wir sind Söhne und Töchter. Der gleiche Vater, zu dem Jesus geht, ist jetzt unser Vater, und der gleiche Zugang, den Jesus hat, wird jetzt durch ihn mit uns geteilt.
Deshalb kann Jesus sagen: Haltet nicht fest. Es gibt nichts mehr zu verlieren. Für Gläubige, die Trauer, Unsicherheit oder Veränderungen durchleben, spricht dieser Vers leise, aber kraftvoll. Ihr werdet nicht verlassen werden. Ihr werdet nicht zurückgelassen werden. Was sich wie Distanz anfühlt, ist in Wirklichkeit Gott, der euch in etwas Sichereres hineinzieht, als ihr es je gekannt habt. Jesus ist nicht zerbrechlich, und deine Beziehung zu ihm ist nicht zerbrechlich. Sie hängt nicht davon ab, wie fest du dich festhältst. Sie hängt davon ab, was er bereits vollbracht hat.
Johannes 20,17 ist keine Warnung. Es ist eine Einladung. Eine Einladung zur Ruhe. Eine Einladung zum Vertrauen. Eine Einladung, aufzuhören, sich aus Angst festzuhalten, und anzufangen, in dem vollendeten Werk Christi zu stehen. Du verlierst Jesus nicht. Du wirst nach Hause gebracht.
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❤️🔥❤️🔥Das „Ich bin“ von Christus: ❤️🔥❤️🔥
Wissen, wer er wirklich ist
Als Jesus „ICH BIN“ sagte, meinte er das nicht nur so. Er hat damit seine göttliche Identität gezeigt. Der Ausdruck erinnert an Gottes Selbstoffenbarung an Moses in Exodus 3,14 – „ICH BIN DER ICH BIN“. Jede „ICH BIN“-Aussage zeigt, wer Christus ist und was die Menschheit dringend braucht.
Jesus sagt, dass er die einzige wahre Nahrung für die Seele ist. So wie Brot für das physische Leben wichtig ist, stillt nur Christus den spirituellen Hunger. Religion kann unterhalten, Erfolg kann ablenken, aber nur Jesus gibt dauerhafte Erfüllung. Diejenigen, die zu ihm kommen, leben nicht mehr in spiritueller Hungersnot, weil er den inneren Menschen mit ewigem Leben nährt.
Christus deckt die Dunkelheit auf und gibt Orientierung. Ohne ihn wandelt die Menschheit blind – verwirrt durch Sünde, Täuschung und Angst. Jesus weist nicht nur auf das Licht hin, er ist das Licht. Ihm zu folgen bedeutet, dass Klarheit die Verwirrung ersetzt, Wahrheit die Lüge und Hoffnung die Verzweiflung.
Jesus ist der einzige legitime Zugang zur Erlösung. Es gibt nicht viele Türen, Wege oder Alternativen. Jeder andere Weg ist ein Dieb oder eine Lüge. Nur durch Christus erhalten wir Zugang zu Sicherheit, Freiheit und ewigem Leben. Diese Aussage konfrontiert uns mit Exklusivität: Erlösung ist nicht weit gefasst – sie ist spezifisch.
Im Gegensatz zu angeheuerten Führern, die bei Gefahr fliehen, gibt Jesus sein Leben für die Schafe hin. Er kennt die Seinen persönlich, führt sie treu und beschützt sie aufopferungsvoll. Dies offenbart das tiefe Mitgefühl und Engagement Christi – er verlässt sein Volk nicht, wenn der Preis hoch ist.
Jesus verspricht nicht nur die Auferstehung – er verkörpert sie. Der Tod ist für diejenigen, die in Christus sind, nicht endgültig. Selbst angesichts von Trauer und Verlust halten Gläubige an dieser Wahrheit fest: Das Leben geht über das Grab hinaus weiter, weil Jesus den Tod besiegt hat. Die Hoffnung endet nicht am Grab.
Jesus beseitigt jede Verwirrung über die Erlösung. Er ist nicht ein Weg, eine Wahrheit oder ein Leben – er ist der einzige Weg zum Vater. Wahrheit ist nicht relativ, und Leben ist nicht selbstdefiniert. Nur Christus verbindet die sündige Menschheit mit einem heiligen Gott.
Jesus lehrt, dass das geistliche Leben von der ständigen Verbindung zu ihm abhängt. Ohne Christus gibt es keine Frucht, kein Wachstum und keine bleibende Wirkung. In ihm zu bleiben bringt Gehorsam, Charakter und geistliche Kraft hervor. Das Christentum ist keine Unabhängigkeit – es ist Abhängigkeit von Christus.
Fazit
Die „Ich bin“-Aussagen Jesu sind keine inspirierenden Slogans – sie sind Bekenntnisse seiner Göttlichkeit und Einladungen zum Vertrauen. Jede einzelne davon geht auf menschliche Bedürfnisse ein und zeigt, dass Gott alles ist, was wir brauchen. Zu leugnen, wer Christus sagt, dass er ist, bedeutet, das Leben selbst abzulehnen. Ihm zu glauben bedeutet, alles zu finden, wonach die Seele gesucht hat.
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