• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • März 12thWas heißt es wirklich, unseren Nächsten zu lieben?

      Was ist Freundlichkeit? Was heißt es wirklich, unseren Nächsten zu lieben?

      Möge der Friede Gottes mit euch allen sein.

      Heute will ich über etwas reden, worüber viele Leute reden, aber nur wenige wirklich leben. Das ist Freundlichkeit und Liebe zu anderen. Nicht als schöne Worte. Nicht als inspirierende Zitate, die wir online teilen. Sondern als etwas Tieferes. Laut der Bibel sind Freundlichkeit und Liebe zu anderen klare Zeichen dafür, dass Gott wirklich im Herzen eines Menschen lebt.

      Hast du dir diese Frage schon mal gestellt? Wenn jemand beobachten würde, wie du andere behandelst, würde er dann die Liebe Gottes in dir sehen?

      Jesus hat diese Lehre sehr einfach, aber sehr kraftvoll formuliert. Als er über das wichtigste Gebot sprach, sagte er etwas, das jeden Bereich des Lebens berührt.

      „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
      Matthäus 22,39 NIV

      Beachte etwas Wichtiges. Jesus sagte nicht, dass du deinen Nächsten tolerieren sollst. Er sagte nicht, dass du deinen Nächsten einfach ertragen sollst. Und er sagte nicht, dass du nur diejenigen lieben sollst, die dich gut behandeln.

      Er sagte Liebe.

      Warum? Weil wahre Liebe nicht aus der menschlichen Natur kommt. Wahre Liebe beginnt bei Gott.

      Die Bibel lehrt uns, dass Freundlichkeit nicht nur etwas ist, was wir ab und zu tun. Es ist nicht nur eine gute Tat, wenn wir uns großzügig fühlen. Freundlichkeit ist Teil von etwas Tieferem. Sie ist die Frucht des Geistes, der im Leben eines Menschen wirkt.

      Der Apostel Paulus erklärt das ganz klar.

      „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue.“
      Galater 5,22 NIV

      Das heißt, Freundlichkeit bedeutet nicht nur, höflich zu sein. Sie ist ein Zeichen dafür, dass der Geist Gottes das Herz verändert. Wenn Gott wirklich in jemandem lebt, beginnt sich etwas zu verändern. Die Art, wie wir sprechen, verändert sich. Die Art, wie wir reagieren, verändert sich. Die Art, wie wir Menschen behandeln, verändert sich.

      Man beginnt, andere mit anderen Augen zu sehen.

      Jesus lehrte Liebe nicht nur mit Worten. Er zeigte sie auch durch Taten. Eines der deutlichsten Beispiele dafür ist die Geschichte vom barmherzigen Samariter. In dieser Geschichte erklärte Jesus etwas, das viele Menschen auch heute noch schwer verstehen können.

      Dein Nächster ist nicht nur dein Freund. Dein Nächster ist nicht nur deine Familie. Dein Nächster ist nicht nur jemand, der mit dir einer Meinung ist.

      Dein Nächster ist jeder, der Barmherzigkeit braucht.

      Die Bibel beschreibt den Moment, als der Samariter den verwundeten Mann auf der Straße sah.

      „Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam zu der Stelle, wo der Mann lag, und als er ihn sah, hatte er Mitleid mit ihm.“
      Lukas 10,33 NIV

      So sieht Liebe zu anderen aus. Sie sieht Schmerz und geht nicht weg. Sie sieht Not und entscheidet sich zu handeln. Sie fragt nicht zuerst, ob die Person Hilfe verdient. Sie versteht, dass jeder Mensch irgendwann in seinem Leben Barmherzigkeit braucht.

      Aber die Bibel gibt uns auch eine ernste Warnung.

      „Wer nicht liebt, kennt Gott nicht, denn Gott ist Liebe.“

      1. Johannes 4,8 NIV

      Diese Worte sind stark, aber sie sind wahr. Ein Mensch kann nicht behaupten, Gott zu lieben, während er andere mit Hass, Stolz oder Grausamkeit behandelt. Es ist nicht möglich, unsere Hände zum Gebet zu erheben und dann mit denselben Händen jemanden zu verletzen, zu beleidigen oder zu ignorieren, der neben uns steht.

      Deshalb hat der Apostel Johannes auch diese Erinnerung geschrieben.

      „Und er hat uns dieses Gebot gegeben: Wer Gott liebt, muss auch seine Brüder und Schwestern lieben.“

      1. Johannes 4,21 NIV

      Freundlichkeit zeigt sich oft in kleinen Momenten. Sie zeigt sich in einem sanften Wort, wenn jemand traurig ist. Sie zeigt sich in Vergebung, wenn jemand uns verletzt hat. Sie wächst durch Geduld, wenn Situationen schwierig werden. Manchmal zeigt sie sich in stiller Hilfe, die niemand sonst bemerkt.

      Die Bibel ermutigt uns mit diesen Worten.

      „Seid freundlich und barmherzig zueinander und vergebt einander, so wie Gott euch in Christus vergeben hat.“
      Epheser 4,32 NIV

      Jesus selbst gab das größte Beispiel für die Liebe zu anderen. Er lebte ein Leben, in dem es darum ging, zu dienen, anstatt bedient zu werden. Seine Mission war es nicht, Macht oder Anerkennung zu erlangen.

      Sie bestand darin, den Menschen zu helfen.

      „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen.“
      Matthäus 20,28 NIV

      Wahre Liebe sucht nicht nach Vorteilen. Sie sucht nach Möglichkeiten, zu dienen. Sie sucht nicht nach Lob. Sie sucht nach Möglichkeiten, jemandem, der leidet, Erleichterung zu verschaffen. Sie jagt nicht nach Applaus. Sie entscheidet sich für den Gehorsam gegenüber Gott.

      Wir leben heute in einer Zeit, in der Egoismus zunimmt und viele Herzen kalt werden. Deshalb werden Freundlichkeit und Liebe zu anderen noch wichtiger. Sie leuchten wie ein Licht in einer Welt, die sich oft dunkel anfühlt.

      Das ist nicht immer einfach. Aber es ist immer notwendig.

      Hier ist also eine Frage, über die wir alle heute nachdenken sollten.

      Lebe ich wirklich die Liebe, die Gott uns aufgetragen hat?
      Oder rede ich nur darüber?

      Denn Freundlichkeit und Liebe zu anderen sind nicht nur Ideen.

      Sie sind Beweise.
      Sie sind ein Zeugnis.
      Sie sind der Weg, den Gott uns gegeben hat, um ihn zu gehen.

      Diese Worte sind nicht von Menschen erfunden.

      Sie stehen in der Heiligen Schrift.
      Sie sind lebendig.

      Und sie rufen uns auch heute noch dazu auf, sie zu leben.


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    • März 12th“Steh auf!“ – der Mann, der 38 Jahre gewartet hatte

      🔥 ERHEB DICH! – DER MANN, DER 38 JAHRE GEWARTET HAT
      📖 Johannes 5:1–15

      Achtunddreißig lange Jahre lag er am Teich.

      Achtunddreißig Jahre lang sah er zu, wie andere das bekamen, worum er gebetet hatte.
      Achtunddreißig Jahre voller Hoffnung, Versuche und zu spätem Handeln.
      Achtunddreißig Jahre voller Enttäuschungen, die tiefe Spuren in seiner Seele hinterließen.

      Am Teich namens Bethesda versammelten sich die Kranken, weil sie glaubten, dass das aufgewühlte Wasser Heilung bringen würde. Aber dieser Mann hatte niemanden, der ihm half. Jedes Mal, wenn sich das Wasser bewegte, kam ihm jemand zuvor.

      Festgefahren. Vergessen. Übersehen.

      Dann kam Jesus zu ihm.

      Im Vers 6 sah Jesus ihn dort liegen und stellte ihm eine Frage, die tiefer ging als seine Lähmung:

      „Willst du gesund werden?“

      Der Mann begann, seine Ausreden, seine Einschränkungen und seinen Mangel an Hilfe zu erklären. Aber Jesus berührte das Wasser nicht. Er wartete nicht auf die Bewegung.

      Er sprach einfach.

      📖 Johannes 5:8
      „Steh auf, nimm deine Bahre und geh!“

      Ein Satz.
      Ein Befehl.
      Ein Moment, der 38 Jahre Schmerz auslöschte.

      Sofort füllte Kraft seine Beine. Nerven erwachten. Muskeln reagierten. Der Mann, der jahrzehntelang getragen worden war, stand auf eigenen Beinen. Die Matte, die ihn einst getragen hatte, wurde zu etwas, das er trug.

      Was ihn zurückhielt, wurde zum Beweis für seinen Durchbruch.

      Vielleicht hast du gewartet.
      Vielleicht sind andere dir immer wieder voraus.
      Vielleicht fühlst du dich in einer Phase festgefahren, die sich einfach nicht ändern will.

      Aber wenn Jesus spricht, hört das Warten auf.
      Wenn Jesus befiehlt, verliert die Lähmung ihre Macht.
      Wenn Jesus „Steh auf“ sagt, kann deine Vergangenheit nichts dagegen sagen.

      Deine Situation mag 38 Jahre alt sein – aber sein Wort ist ewig.

      Hör ihm heute wieder zu:

      STEIG AUF.


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    • März 12thAls Träume im Gefängnis sprachen: der Mundschenk und der Bäcker

      🔥 ALS TRÄUME IM GEFÄNGNIS SPRACHEN: DER KELLNER UND DER BÄCKER

      📖 Genesis 40:1–23

      In den dunklen Gängen eines ägyptischen Gefängnisses verloren zwei mächtige Männer in einem einzigen Moment ihre Gunst. Der Oberkellner und der Oberbäcker des Pharaos hatten ihren König beleidigt. Einst waren sie vertraute Diener im Palast gewesen, jetzt trugen sie Ketten statt feiner Kleidung.

      Und im selben Gefängnis war ein junger Hebräer namens Josef – von seinen Brüdern verraten, in die Sklaverei verkauft und zu Unrecht beschuldigt. Von den Menschen vergessen, aber niemals von Gott.

      Eines Nachts hatten sowohl der Mundschenk als auch der Bäcker beunruhigende Träume. Als der Morgen kam, waren ihre Gesichter voller Verwirrung. Josef bemerkte das. Trotz seines eigenen Leidens kümmerte er sich so sehr um sie, dass er fragte: „Warum seht ihr heute so traurig aus?“

      Sie erzählten ihm ihre Träume – und Joseph antwortete zuversichtlich: „Gehört die Deutung nicht Gott?“

      Der Mundschenk sprach als Erster. In seinem Traum sah er einen Weinstock mit drei Zweigen. Er trieb aus, blühte und brachte reife Trauben hervor. Er presste sie in den Becher des Pharaos und reichte ihn dem König.

      Josephs Deutung war klar und deutlich: „In drei Tagen wird der Pharao dich wieder einsetzen und dir deine Position zurückgeben.“

      Hoffnung erfüllte die Zelle.

      Dann erzählte der Bäcker, ermutigt durch die guten Nachrichten, seinen Traum. Er hatte drei Körbe mit Brot auf dem Kopf, und Vögel fraßen aus dem obersten Korb.

      Aber diese Deutung war anders. Joseph sagte ohne Angst die Wahrheit: „In drei Tagen wird der Pharao dich wieder einsetzen – und du wirst hingerichtet werden.“

      Drei Tage später, am Geburtstag des Pharaos, passierte alles genau so, wie Joseph es gesagt hatte. Der Mundschenk wurde wieder eingesetzt. Der Bäcker wurde hingerichtet.

      Aber hier kommt die schmerzhafte Wendung – der Mundschenk vergaß Joseph.

      Der Mann, dem Gnade zuteil geworden war, kehrte in den Palast zurück und ließ denjenigen zurück, der ihm geholfen hatte.

      Doch das war nicht das Ende von Josephs Geschichte.

      Denn wenn Gott spricht, geschieht es. Wenn Gott etwas offenbart, erfüllt es sich. Und wenn Gott dich in die Unbekanntheit versetzt, ist das nur die Vorbereitung auf den Aufstieg.

      Das Gefängnis war nicht Josephs Schicksal. Es war sein Trainingsplatz.

      Und derselbe Gott, der mit Joseph in der Grube, in der Sklaverei und im Gefängnis war, ist derselbe Gott, der dich an deinem versteckten Ort sieht.

      Deine Verzögerung ist nicht deine Ablehnung.
      Dein Warten ist nicht deine Verschwendung.
      Und der Traum, den Gott dir gegeben hat, wird zur festgesetzten Zeit sprechen.


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    • März 12thGlaube geht, Angst sinkt

      🌊 GLAUBE GEHT. ANGST SINK.

      📖 Matthäusevangelium 14:22–33

      Die Nacht war über den See Genezareth hereingebrochen. Der Wind heulte wie ein wildes Tier, und die Wellen schlugen hoch gegen das Boot der Jünger. Sie waren erfahrene Fischer, Männer, die das Temperament des Meeres kannten – doch dieser Sturm machte ihnen Angst.

      Und Jesus war nicht bei ihnen.

      Er hatte sie vorausgeschickt, während er allein auf den Berg stieg, um zu beten. Stunden vergingen. Der Himmel wurde dunkler. Der Wind wurde stärker. Das Boot wurde hin und her geworfen und weit vom Ufer weggetrieben. Sie ruderten, strengten sich an und kämpften gegen Kräfte, die größer waren als sie selbst.

      Dann, in der vierten Nachtwache – zwischen 3 und 6 Uhr morgens, als die Erschöpfung am größten und die Hoffnung am geringsten war – tauchte etwas auf dem Wasser auf.

      Eine Gestalt.

      Sie ging.

      Auf dem Meer.

      Angst packte sie. „Es ist ein Geist!“, schrien sie. Aber sofort durchdrang eine Stimme den Sturm:

      „Habt Mut! Ich bin es. Fürchtet euch nicht.“

      Es war Jesus.

      Und dann tat Petrus etwas, was sonst niemand wagte.

      „Herr, wenn du es bist“, sagte er, „sag mir, ich soll zu dir auf das Wasser kommen.“

      Ein Wort veränderte alles.

      „Komm.“

      Petrus schwang seine Beine über die Seite des Bootes. Die gleichen Wellen, die ihn kurz zuvor noch zu ertränken drohten, lagen nun unter seinen Füßen. Er stieg aus – nicht auf ruhiges Wasser, sondern in einen tobenden Sturm. Und solange sein Blick auf Jesus gerichtet war, hielt ihn das Unmögliche aufrecht.

      Für einen Moment trotzte der Glaube der Natur.

      Aber als Petrus den Wind bemerkte … als er die Wellen einschätzte … als er seinen Fokus vom Retter auf den Sturm verlagerte – schlich sich Angst ein. Und Angst zieht herunter, was der Glaube emporhebt.

      Er begann zu sinken.

      „Herr, rette mich!“, rief er.

      Sofort – nicht irgendwann, nicht nach einer Predigt – sofort streckte Jesus seine Hand aus und fing ihn auf.

      „Du Kleingläubiger“, sagte Jesus sanft, „warum hast du gezweifelt?“

      Sie kletterten zusammen ins Boot. Der Wind legte sich. Das Meer wurde ruhig. Und die Jünger fielen auf die Knie und flüsterten, was ihre Herzen endlich zu verstehen begannen:

      „Wahrhaftig, du bist der Sohn Gottes.“

      Dies war nie nur eine Geschichte über Wasser.
      Es ging um den Fokus.
      Darum, einen Schritt zu wagen, wenn es keinen Sinn ergibt.
      Darum, es zu wagen, die Sicherheit des Bootes zu verlassen.

      Denn Boote geben ein Gefühl der Sicherheit – aber Wunder geschehen auf dem Wasser.

      Der Sturm hielt Petrus nicht davon ab, zu gehen.
      Sein Blick weg von Jesus tat es.

      Und selbst als er unterging …
      war die Gnade schon da.


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    • März 12thDas Buch Ruth – Ruths Treue

      📖 DAS BUCH RUTH (Ruth 1–4) – Ruths Treue

      In den Tagen, als Richter über Israel herrschten, wurde das Land von einer Hungersnot heimgesucht. Ein Mann namens Elimelech verließ Bethlehem mit seiner Frau Noomi und ihren beiden Söhnen, um in Moab zu überleben. Aber das Unglück folgte ihnen. Elimelech starb. Dann heirateten Noomis beiden Söhne moabitische Frauen – Ruth und Orpa – und nach einigen Jahren starben auch beide Söhne.

      Noomi blieb mit zwei Schwiegertöchtern und einer leeren Zukunft zurück.

      Als Naomi hörte, dass die Hungersnot in Bethlehem vorbei war, beschloss sie, nach Hause zurückzukehren. Sie drängte Ruth und Orpa, in Moab zu bleiben und sich ein neues Leben aufzubauen. Orpa küsste Naomi unter Tränen zum Abschied.

      Aber Ruth wollte nicht gehen.

      Mit einer der eindringlichsten Treuebekundungen in der Heiligen Schrift sagte Ruth:

      „Wohin du gehst, werde ich gehen,
      und wo du bleibst, werde ich bleiben.
      Dein Volk ist mein Volk,
      und dein Gott ist mein Gott.“

      Ruth entschied sich für Treue statt Bequemlichkeit. Sie ließ ihre Heimat, ihre Kultur und ihre Sicherheit hinter sich, um Noomi beizustehen.

      🌾 EIN NEUER ANFANG IN BETHLEHEM

      Als sie in Bethlehem ankamen, war Noomi bitter und gebrochen. Aber Ruth machte sich still an die Arbeit und sammelte Getreidereste auf den Feldern, um sie beide zu ernähren.

      Durch einen scheinbaren Zufall – der aber göttliche Vorsehung war – fand Ruth sich auf dem Feld von Boas wieder, einem Mann von Integrität und Güte. Als Boas Ruths Hingabe an Noomi sah, behandelte er sie mit Respekt und Schutz.

      Mit der Zeit wurde Boas ihr Verwandter und Erlöser – er heiratete Ruth und stellte Noomis Familienlinie wieder her.

      👶 WIEDERGEWONNENE HOFFNUNG

      Ruth und Boas hatten einen Sohn namens Obed. Naomi, die einst leer und traurig war, hielt nun wieder ein Kind in ihren Armen. Ihre Trauer verwandelte sich in Freude.

      Obed wurde der Großvater von König David.

      Und Generationen später sollte aus derselben Linie Jesus Christus hervorgehen.

      ✨ EINE GESCHICHTE ÜBER TREUE, FAMILIE UND NEUEN ANFANG

      Das Buch Ruth ist mehr als nur Geschichte.
      Es ist der Beweis dafür, dass:

      Loyalität ein Vermächtnis neu schreiben kann.

      Treue in kleinen Schritten zu einer göttlichen Bestimmung führt.

      Gott wiederherstellt, was völlig verloren scheint.

      Dein nächstes Kapitel mitten in einem gebrochenen Herzen beginnen kann.

      Manchmal beginnt dein größter Segen mit einer einfachen Entscheidung:
      „Ich werde nicht gehen.“


      by Jule with no comments yet
    • März 12thDie Qual in Gethsemane – ein Gebet, das die Welt veränderte

      DIE QUAL IN GETHSEMANE – EIN GEBET, DAS DIE WELT VERÄNDERTE

      Matthäus 26,36–46 (NIV)

      Die Nacht war still, als Jesus mit seinen Jüngern zu einem Garten namens Gethsemane ging. Die Olivenbäume standen still in der Dunkelheit, ihre knorrigen Äste streckten sich im Mondlicht. Es war ein ruhiger Ort – ein Ort, an den Jesus oft ging, um zu beten. Aber diese Nacht war anders. Die Last dessen, was kommen würde, lastete schwer auf seinem Herzen.

      Jesus bat die meisten seiner Jünger, in der Nähe zu bleiben, während er mit Petrus, Jakobus und Johannes weiter in den Garten hineinging. Seine Seele war von Trauer überwältigt. Er sah sie an und sagte: „Meine Seele ist von Trauer überwältigt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir.“ Doch selbst als er sprach, war die Last, die er trug, tiefer, als irgendjemand um ihn herum verstehen konnte.

      Jesus entfernte sich ein wenig, fiel mit dem Gesicht zu Boden und begann zu beten. Der Sohn Gottes, der Kranke geheilt, Stürme beruhigt und Tote auferweckt hatte, kniete nun in der Dunkelheit und rang im Gebet. Der Moment war gekommen, in dem er sich dem Leiden am Kreuz für die Sünden der Welt stellen würde.

      „Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorübergehen“, betete er. Der „Kelch“, von dem er sprach, war das Leiden, die Ablehnung, der Schmerz und die Last der Sünden der Menschheit, die er tragen würde. Doch selbst in seiner Qual blieb sein Herz Gott ergeben. Er beendete das Gebet mit Worten, die durch die Geschichte hallen: „Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

      Als er zu den Jüngern zurückkehrte, fand er sie schlafend vor. Ihre Augen waren schwer, sie waren sich der geistlichen Schlacht, die nur wenige Schritte entfernt stattfand, nicht bewusst. Sanft, aber bestimmt sagte Jesus zu Petrus: „Konntest du nicht eine Stunde mit mir wachen? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“

      Jesus ging ein zweites Mal weg und betete erneut. Die Qual wurde immer größer. Die Entscheidung war in seinem Herzen bereits gefallen, doch er schüttete sein Herz weiterhin vor dem Vater aus. Der Garten wurde zu einem Ort der Hingabe, an dem göttliche Liebe auf menschliches Leiden traf.

      Ein drittes Mal betete er, und als er zurückkam, war der Moment gekommen. In der Ferne tauchte das Leuchten von Fackeln auf. Soldaten und religiöse Führer näherten sich, um ihn zu verhaften. Der ruhige Garten, in dem Jesus im Gebet gerungen hatte, sollte zum Ausgangspunkt des größten Opfers der Geschichte werden.

      Jesus weckte seine Jünger und sagte: „Steht auf, lasst uns gehen! Hier kommt mein Verräter.“ Er stand nicht als besiegter Mann auf, sondern als Retter, der seinen Willen bereits dem Vater übergeben hatte. In diesem einsamen Garten war der Sieg des Gehorsams bereits errungen worden.

      Gethsemane erinnert uns daran, dass vor dem Kreuz das Gebet kam, vor dem Opfer die Hingabe und vor dem Sieg der Moment, in dem Jesus den Willen des Vaters über alles andere stellte.


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    • März 12thSeht den Mann an, den von der Menschenmenge abgelehnten König

      👑 SCHAUT DEN MANN AN – DEN VON DER MENSCHENMENGE ABGELEHNTEN KÖNIG

      📖 Johannes 19:1–6

      Die Nacht war lang, brutal und voller Ungerechtigkeit gewesen. Nach stundenlangen falschen Anschuldigungen und Spott stand Jesus geschlagen und blutend vor dem römischen Statthalter. Soldaten hatten ihn gnadenlos ausgepeitscht. Sie drückten ihm eine grausame Dornenkrone auf den Kopf, und Blut lief ihm über das Gesicht. Um seinen Anspruch als König zu verspotten, warfen sie ihm ein purpurfarbenes Gewand über seine verwundeten Schultern und lachten, während sie ihn schlugen.

      Dann brachte der Statthalter Pontius Pilatus Jesus vor die wütende Menge.

      Der Hof war voller zorniger Stimmen. Die religiösen Führer stachelten das Volk zur Wut an. Soldaten umringten die verletzte und schweigsame Gestalt Jesu Christi, der geschlagen und gedemütigt, aber seltsam ruhig dastand.

      Pilatus hob die Hand und zeigte auf ihn.

      „Seht, der Mensch!“
      (Johannes 19,5)

      In diesem Moment sah die Welt den leidenden Erlöser – mit einer Dornenkrone gekrönt, mit Spott bekleidet, von seinem eigenen Volk abgelehnt. Der König des Himmels stand vor ihnen, nicht mit einem Schwert, sondern mit Wunden.

      Pilatus hoffte, dieser Anblick würde ihre Herzen erweichen. Sicherlich würde die Menge Mitleid mit einem Mann empfinden, der bereits so viel gelitten hatte.

      Doch stattdessen wurde ihre Wut immer lauter.

      „Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!“, riefen sie.

      Der König, auf den sie gewartet hatten …
      Derjenige, der Kranke heilte, Blinde sehend machte, Hungrige speiste und Tote auferweckte …

      Stand nun abgelehnt von genau den Menschen, die er retten wollte.

      Doch selbst in diesem Moment der Demütigung vollzog sich etwas Größeres.

      Diese Dornen waren nicht nur Spott – sie waren die Krone eines leidenden Königs.
      Diese Wunden waren keine Niederlage – sie waren der Preis der Erlösung.
      Und der Mann, den die Menge abgelehnt hatte, war der Erlöser, der bald das Kreuz für die Sünden der Welt tragen würde.

      Als Pilatus sagte: „Seht, der Mensch!“, sprach er mehr Wahrheit, als ihm bewusst war.

      Denn vor ihnen stand nicht nur ein Mann …

      sondern das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt.

      Und obwohl die Menge an diesem Tag das Kreuz wählte, endete die Geschichte nicht mit dem Tod.

      Denn drei Tage später würde der abgelehnte König siegreich auferstehen.

      🔥 Seht, der Mensch.
      Seht das Opfer.
      Seht den Retter.


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    • März 12thGottes Wort ist ein Schild

      Es gibt Zeiten im Leben, in denen sich das Herz müde anfühlt. Einige von euch, die das hier lesen, machen vielleicht gerade Sachen durch, die ihr nicht geplant habt. Vielleicht habt ihr Lasten zu tragen, die niemand sonst sehen kann. Vielleicht kommt es euch so vor, als würden Gebete nur langsam erhört werden. Vielleicht hat das Leben eine Wendung genommen, die euch verwirrt, entmutigt oder still darüber nachdenken lässt, wie alles gut werden soll. Wenn ihr euch gerade in dieser Situation befindet, möchte ich euch an etwas Beständiges und Unerschütterliches erinnern.

      Gottes Wort hat dich nie im Stich gelassen.

      In der Bibel steht: „Jedes Wort Gottes ist wahr; er ist ein Schild für alle, die sich auf ihn verlassen“ (Sprüche 30,5). Dieser Vers enthält eine stille, aber kraftvolle Verheißung. Er sagt nicht, dass die meisten Worte Gottes wahr sind. Er sagt nicht, dass seine Verheißungen nur dann wahr sind, wenn die Umstände günstig erscheinen. Er sagt, dass jedes Wort Gottes wahr ist. Das heißt, wenn das Leben unsicher ist, sind die Verheißungen Gottes nicht unsicher. Sie bleiben stabil, auch wenn unsere Gefühle unruhig sind.

      Hier wird das vollendete Werk Jesu zu einer so tiefen Quelle der Hoffnung für Gläubige. Denn als Jesus in die Welt kam, sprach er nicht nur Gottes Verheißungen aus. Er erfüllte sie. Das Kreuz war kein Zufall in der Geschichte. Es war der Moment, in dem Gott ein für alle Mal bewies, dass man seinem Wort vollkommen vertrauen kann. Über Generationen hinweg versprach Gott Erlösung, Vergebung und Wiederherstellung durch den Messias. Als Jesus ans Kreuz ging und wieder auferstand, wurden diese Verheißungen erfüllt. Das vollendete Werk Christi wurde zum ultimativen Beweis dafür, dass jedes Wort Gottes wahr ist.

      Und diese Wahrheit ist von großer Bedeutung für die Zeiten, die du gerade durchlebst. Wenn sich das Leben unsicher anfühlt, versucht der Feind oft, dir einzureden, dass Gott dich vielleicht vergessen hat oder dass seine Verheißungen vielleicht doch nicht für dich bestimmt sind. Aber das Kreuz ist die endgültige Antwort auf diese Zweifel. Wenn Gott sein größtes Versprechen durch Jesus gehalten hat, kannst du ihm auch den Rest deiner Geschichte anvertrauen.

      In den Sprüchen steht, dass Gott ein Schutzschild für diejenigen ist, die bei ihm Zuflucht suchen. Ein Schutzschild nimmt dir nicht alle Kämpfe im Leben ab, aber es schützt die Person, die dahinter steht. Genauso ist das vollendete Werk Jesu zu einem Zufluchtsort für Gläubige geworden. Wegen dem, was Christus erreicht hat, bist du im Leben nicht allein. Du stehst in der Gnade, die Jesus gesichert hat.

      Das heißt, deine Hoffnung ist nicht zerbrechlich. Deine Hoffnung hängt nicht davon ab, ob das Leben heute glatt läuft oder morgen kompliziert wird. Deine Hoffnung ruht auf dem Charakter eines Gottes, dessen Wort sich schon als wahr erwiesen hat. Selbst wenn die Umstände unklar erscheinen, bleiben seine Verheißungen unverändert. Selbst wenn die Zukunft ungewiss erscheint, hat sich seine Treue nicht geändert. Selbst wenn dein Herz müde ist, hält dich die durch Jesus gesicherte Gnade immer noch fest.

      Was auch immer du gerade durchmachst, verliere nicht die Hoffnung. Jedes Wort, das Gott gesprochen hat, ist vertrauenswürdig. Das Kreuz hat es bereits bewiesen. Und derselbe Gott, der seine Verheißungen durch Jesus erfüllt hat, schreibt auch heute noch treu den Rest deiner Geschichte.


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    • März 12thDer gute Hirte

      DER GUTE HIRTE

      Johannes 10,15
      Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe.

      Er ist der Hirte, der die neunundneunzig zurücklässt, um das eine zu suchen. Er geht durch Täler, klettert auf Berge und sucht inmitten des Sturms – nicht weil das Schaf perfekt ist, sondern weil es wertvoll ist. Seine Liebe misst keine Entfernungen. Sie überwindet sie.

      Wenn der Weg dunkel und der Wind stark ist, trägt der Hirte das verlorene Schaf auf seinen Schultern. Wenn Angst das Herz wie Dornen umgibt, ruft seine Stimme sanft seinen Namen. Wenn Schwäche überhandnimmt, wird seine Kraft zum Schutz.

      Niemand wird vergessen. Niemand wird verlassen. Der Hirte sieht die Gebrochenen, die Verirrten und die Erschöpften – und er stellt sie mit Gnade wieder her. Sein Stab leitet. Sein Licht führt. Seine Liebe rettet.

      Du bist bekannt. Du bist wertvoll. Du bist gefunden.


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    • März 12thEine Nacht voller Mut auf der Tenne

      EINE NACHT VOLLER MUT AUF DER TANNENFLÄCHE

      (Ruth 3,7–11)

      Die Nachtluft über Bethlehem war kühl und ruhig.

      Der lange Erntetag war endlich vorbei. Die Arbeiter hatten das Getreide gedroschen, und das Lachen und Reden verstummte langsam in der Stille der Nacht. Nachdem er gegessen und getrunken hatte, legte sich Boas neben den Gerstenhaufen, um die Ernte bis zum Morgen zu bewachen.

      Über ihm erstreckte sich der weite, dunkle Himmel, übersät mit unzähligen Sternen.
      Es schien eine ganz normale Nacht zu sein.

      Doch der Himmel bereitete still einen Moment vor, der Generationen verändern würde.

      Nicht weit entfernt, versteckt im Schatten, wartete Ruth.

      Sie dachte an die Reise, die sie hierher gebracht hatte. Sie hatte alles zurückgelassen – ihre Heimat, ihr Volk und das Leben, das sie einst gekannt hatte. Sie hatte ihren Mann begraben und war ihrer Schwiegermutter Noomi in ein Land gefolgt, das nicht ihr eigenes war.

      Doch trotz all dieser Verluste war eines unverändert geblieben: ihr Glaube an den Gott Israels.

      Diese Nacht erforderte Mut, wie sie ihn noch nie zuvor erlebt hatte.

      Noomi hatte ihr genaue Anweisungen gegeben, weil sie glaubte, dass dieser Moment eine Tür zur Erlösung für ihre Familie öffnen könnte. Aber der Schritt, den Ruth gehen wollte, erforderte Vertrauen – nicht nur in Noomis Weisheit, sondern auch in Gottes unsichtbaren Plan.

      Leise ging Ruth auf die Tenne zu.

      Der Wind wehte sanft durch die Gerstenfelder, während sie leise durch die Dunkelheit schritt. Boas schlief friedlich neben dem Getreide, das er so mühsam geerntet hatte.

      Mit Demut und stiller Tapferkeit folgte Ruth Noomis Anweisungen.
      Sie deckte sanft seine Füße auf und legte sich hin.

      Die Nacht blieb still.

      Stunden vergingen unter den wachsamen Sternen.

      Dann, gegen Mitternacht, wachte Boas plötzlich auf.

      Erschrocken drehte er sich um und spürte jemanden zu seinen Füßen. In der dämmrigen Dunkelheit sah er die Umrisse einer Frau, die dort lag.

      „Wer bist du?“, fragte er, und seine Stimme durchbrach die Stille.

      Mit respektvoller Demut und mutigem Glauben antwortete Ruth:

      „Ich bin deine Magd Ruth. Breite den Saum deines Gewandes über mich, denn du bist der Schutzherr und Erlöser unserer Familie.“

      Ihre Bitte hatte eine tiefe Bedeutung.

      Ruth handelte nicht aus Verzweiflung. Sie berief sich auf das alte Gesetz der Erlösung – eine Bestimmung, die Gott gegeben hatte, um Familien zu schützen und Hoffnung wiederherzustellen. Sie bat Boas, sie zu beschützen, ihre Zukunft zu retten und Noomis Familienlinie zu bewahren.

      Boas setzte sich auf, tief bewegt.

      Er hatte Ruths Charakter bereits bemerkt – die Art, wie sie sich um Noomi kümmerte, die Demut, mit der sie auf den Feldern arbeitete, und den Glauben, der ihr Leben leitete.

      Aber heute Nacht offenbarte sich etwas noch Größeres: ihr Mut und ihre Integrität.

      „Meine Tochter“, sagte Boas sanft, „möge der Herr dich segnen. Diese Güte ist größer als das, was du zuvor gezeigt hast. Du bist nicht jüngeren Männern nachgelaufen, ob reich oder arm. Und jetzt fürchte dich nicht. Ich werde alles für dich tun, worum du mich bittest, denn jeder in der Stadt weiß, dass du eine Frau von edlem Charakter bist.“

      Auf dieser stillen Tenne, unter den stillen Sternen, kreuzten sich zwei gläubige Leben unter der Hand Gottes.

      Was wie ein einfacher Akt des Gehorsams aussah, wurde zum Anfang einer Erlösungsgeschichte, die über Generationen hinweg nachhallen sollte.

      Ruth – die fremde Witwe, die sich für den Glauben entschied.
      Boas – der ehrenwerte Mann, der sich für die Gerechtigkeit entschied.

      Zusammen wurden sie Teil einer Abstammungslinie, die eines Tages zur Geburt des Erlösers Jesus Christus führen sollte.

      Denn wenn Glaube auf Mut trifft und Gehorsam auf Gnade, schreibt Gott eine Geschichte, die weit größer ist, als sich irgendjemand vorstellen kann.

      Und manchmal finden die mächtigsten Momente in Gottes Plan nicht in Palästen oder vor Menschenmengen statt.

      Sie finden an ruhigen Orten statt.

      Unter den Sternen.

      Wo ein Herz im Glauben flüstert:
      „Herr, ich vertraue dir.“


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