• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Feb. 24thDie Frau am Brunnen

      DIE FRAU AM BRUNNEN
      Johannes 4,7–26

      Mittags, als die Sonne hoch stand und die Straßen leer waren, ging eine Frau allein zum Brunnen. Sie wählte diese Zeit absichtlich – um dem Getuschel, den Blicken und der Scham zu entgehen. Sie trug ihren Krug, aber sie trug auch ihre Vergangenheit mit sich.

      Und dort, am Brunnen sitzend, war Jesus.

      Er wich nicht zurück. Er schaute nicht angewidert. Er ignorierte sie nicht.

      Stattdessen sprach er sie an.

      „Gibst du mir etwas zu trinken?“

      Derjenige, der die Ozeane erschaffen hatte, bat eine Frau, die sich unsichtbar fühlte, um Wasser. Der Retter der Welt wartete auf jemanden, den die Welt mied. Er sah über ihren Ruf hinaus. Er sprach zu ihrem Herzen. Er offenbarte ihre Geschichte – nicht, um sie zu verurteilen, sondern um sie zu heilen.

      „Ich, der ich mit dir rede, bin es.“

      In diesem Moment verlor die Scham ihre Macht. Die Frau, die sich versteckt hatte, ging schreiend davon. Sie ließ ihren Krug fallen und rannte zurück in die Stadt, die sie einst gemieden hatte, und verkündete: „Kommt und seht einen Mann, der mir alles gesagt hat, was ich jemals getan habe!“

      Jesus begegnete ihr in ihrer Einsamkeit. Er bot ihr lebendiges Wasser an – Akzeptanz, Wahrheit und neues Leben.

      Und auch heute wartet er noch immer am Brunnen.

      Er sieht dich.
      Er kennt deine Geschichte.
      Und er geht nicht weg.


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    • Feb. 24thDie Kraft der Beharrlichkeit

      Die Kraft der Beharrlichkeit

      Genesis 32,26: „Ich lass dich nicht gehen, bevor du mich segnest.“

      Die meisten Leute bewundern Erfolg.
      Nur wenige verstehen, was dahintersteckt.

      Jakobs Aussage in Genesis 32,26 war nicht poetisch. Sie war verzweifelt. Er hatte die ganze Nacht gekämpft. Er war erschöpft, verletzt und trotzdem unnachgiebig. Als der Engel sagte: „Lass mich gehen“, antwortete Jakob: „Ich lasse dich nicht gehen, bevor du mich segnest.“

      Das ist die Sprache der Beharrlichkeit.

      Segnungen liegen oft auf der anderen Seite der Ausdauer. Verwandlung kommt normalerweise nach Anspannung. Jakob ging humpelnd davon, aber er ging auch verändert davon. Das Humpeln war der Beweis für den Kampf. Der neue Name, Israel, war der Beweis für die Segnung.

      Die hartnäckige Witwe, Lukas 18,2–8

      Im Lukasevangelium 18,2–8 erzählt Jesus von einer Witwe, die nicht aufhörte, einen ungerechten Richter anzuflehen. Sie hatte keine Macht, keinen Status, keinen Einfluss, nur Beharrlichkeit. Sie kam immer wieder, Tag für Tag.

      Der Richter reagierte nicht, weil er gerecht war. Er reagierte, weil sie nicht aufgab.

      Jesus erzählte diese Geschichte, damit wir Folgendes verstehen: Betet weiter, bittet weiter, klopft weiter an. Der Himmel ist nicht genervt von eurer Beharrlichkeit. Er ist davon bewegt.

      Die Frau mit dem Blutfluss

      Im selben Evangelium, Lukas 8,43-48, begegnen wir einer Frau, die seit zwölf Jahren an einer Blutungserkrankung litt. Zwölf Jahre voller Schmerzen. Zwölf Jahre voller Enttäuschungen. Zwölf Jahre voller unbeantworteter Fragen.

      Dennoch drängte sie sich durch die Menge, um den Saum von Jesu Gewand zu berühren.

      Sie hätte aus Scham zu Hause bleiben können. Sie hätte ihren Zustand akzeptieren können. Sie hätte sich der Verzweiflung hingeben können.

      Aber ihre Beharrlichkeit trieb sie voran.

      Und als sie ihn berührte, floss Kraft.

      Beharrlichkeit macht dich bereit für Wunder.

      Der Kampf hinter dem Sieg

      Myles Munroe hat mal gesagt: „Erfolgreiche Menschen sind wie Teebeutel. Wenn sie in heißes Wasser kommen, machen sie Tee.“

      Heißes Wasser zerstört einen Teebeutel nicht. Es zeigt, was drin ist.

      Druck schafft keinen Charakter, er bringt ihn zum Vorschein.

      Jakobs heißes Wasser war Angst und Konfrontation.
      Das heiße Wasser der Witwe war Ungerechtigkeit.
      Das heiße Wasser der blutenden Frau war chronisches Leiden.

      Aber in der Hitze wurde etwas Mächtiges offenbart: unerschütterliche Beharrlichkeit.

      Die Wahrheit über den Erfolg

      Die meisten Menschen bewundern Erfolg.
      Nur sehr wenige verstehen den Kampf, der dahintersteckt.

      Sie sehen den Segen.
      Sie sehen nicht das nächtliche Gebet.
      Sie sehen den Durchbruch.
      Sie sehen nicht die Jahre des Wartens.
      Sie sehen die Stärke.
      Sie sehen nicht das Hinken.

      Beharrlichkeit ist nicht laut. Sie ist nicht glamourös. Es ist eine stille Entschlossenheit, die sagt: „Ich werde nicht aufgeben.“

      Sie sagt: Ich werde wieder beten. Ich werde wieder glauben. Ich werde es wieder versuchen. Ich werde wieder aufstehen.

      Auch wenn es wehtut.
      Auch wenn ich müde bin.
      Selbst wenn ich es nicht verstehe.

      Deine Andacht

      Womit kämpfst du gerade?

      Bist du versucht, loszulassen, weil die Nacht zu lang erscheint?

      Hör auf das Flüstern des Geistes: „Lass noch nicht los.“

      Der Segen kommt vielleicht nicht am Anfang des Kampfes. Oft kommt er erst am Wendepunkt.

      Wenn du heute in Schwierigkeiten steckst, gerate nicht in Panik. Bleib standhaft. Lass deinen Glauben wachsen. Lass deinen Charakter sich entwickeln. Lass deine Ausdauer zunehmen.

      Sag mit Jakob: „Ich lasse dich nicht gehen, bevor du mich gesegnet hast.“

      Und wenn der Morgen kommt, und er wird kommen, wirst du vielleicht humpeln. Aber du wirst mit einem Segen gehen.

      Bleib beharrlich. Dein Durchbruch ehrt deine Ausdauer.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 24thLehren aus der Wildnis

      LEHREN AUS DER WILDNIS

      In dieser Botschaft geht’s um Ismael, den Sohn von Abraham und Hagar.

      In Genesis 21,20 steht in der Bibel:

      „Gott war mit dem Jungen, als er aufwuchs. Er lebte in der Wildnis und wurde ein Bogenschütze.“

      Ismael wurde Jäger – ein Mann mit dem Bogen – ein Überlebenskünstler in der Wildnis. Und in seiner Geschichte finden wir wichtige Lektionen für unser heutiges Leben.

      Beachte den ersten Satz: „Gott war mit dem Jungen.“

      Ismael wuchs nicht im Komfort von Abrahams Haupthaushalt auf. Er und seine Mutter wurden in die Wüste geschickt. Er erlebte Ablehnung. Er wusste, was es bedeutete, verstoßen zu werden.

      Aber selbst in der Wildnis war Gott mit ihm.

      Die Wildnis steht in der Bibel oft für Not – Dürreperioden, Einsamkeit, Unsicherheit. Doch gerade in der Wildnis wurde Ismael stark.

      Einige von uns befinden sich gerade in einer Phase der Wildnis. Vielleicht fühlst du dich übersehen, vergessen oder beiseite geschoben. Aber derselbe Gott, der mit Ismael war, ist auch mit dir.

      Deine Wüste ist nicht deine Verlassenheit.
      Sie ist dein Trainingsgelände.

      Die Bibel sagt, dass Ismael ein Bogenschütze wurde – ein Jäger.

      Jäger sind nicht auf Bequemlichkeit angewiesen. Sie sind auf Geschicklichkeit, Konzentration, Geduld und Ausdauer angewiesen. Die Wüste lehrte Ismael, wie man überlebt, wie man sorgfältig zielt, wie man auf den richtigen Moment wartet.

      Bequemlichkeit bringt selten Stärke hervor.
      Härte schon.

      Während andere vielleicht in Zelten voller Reichtümer lebten, lernte Ismael, wie man von dem lebt, was das Land hergibt. Er lernte Widerstandsfähigkeit.

      Manchmal lässt Gott uns schwieriges Terrain durchqueren, weil er unser Ziel formt.

      Ein Jäger muss:

      wachsam sein

      diszipliniert sein

      geduldig sein

      genau sein

      Genauso müssen Gläubige lernen, sich spirituell zu konzentrieren. Wir können nicht blindlings Pfeile abschießen. Wir müssen auf ein Ziel zielen, auf unser Schicksal zielen, auf Gottes Verheißungen zielen.

      Ishmaels Geschichte beginnt mit Konflikt und Trennung. Viele denken vielleicht, dass weggeschickt zu werden bedeutet, vergessen zu werden.

      Aber Gott gab Ishmael ein Versprechen. Er sagte, er würde ihn zu einem großen Volk machen (Genesis 21,18).

      Weggeschickt zu werden war nicht das Ende.
      Es war der Anfang seines eigenen Weges.

      Manchmal ist Trennung eine göttliche Führung.

      Was wie Ablehnung aussah, war in Wirklichkeit eine Neuausrichtung.

      Gott ließ Ismael nicht im Schatten Isaaks bleiben. Er gab ihm sein eigenes Territorium, seine eigene Identität, seine eigene Zukunft.

      Wenn du dich von der Berufung eines anderen überschattet fühlst, denk daran: Gott hat etwas Einzigartiges für dich.

      Die Wildnis ist still.

      Jäger müssen aufmerksam lauschen – auf den Wind, auf Bewegungen, auf leise Geräusche.

      Ismaels Wachstum fand an ruhigen Orten statt.

      Wir leben in einer lauten Welt. Aber spirituelle Stärke wächst oft in der Stille.

      In der Wildnis

      begegnete Mose Gott.

      lernte David zu beten.

      wurde Johannes der Täufer vorbereitet.

      Und in der Wildnis wurde Ismael stark.

      Verachte deine ruhige Zeit nicht. Vielleicht schult Gott gerade dein Gehör.

      Ishmaels Geburt war das Ergebnis komplizierter familiärer Entscheidungen. Seine Geschichte begann mit menschlicher Ungeduld.

      Dennoch kümmerte sich Gott um ihn.

      Das ist eine gute Nachricht für uns.

      Selbst wenn Situationen unvollkommen beginnen …
      Selbst wenn Familiengeschichten chaotisch sind …
      Selbst wenn Menschen Fehler machen …

      Gottes Gnade reicht immer noch bis in die Wildnis hinein.

      Gott hat Ismael nicht aufgegeben.
      Er hat ihn beschützt.
      Er hat ihn unterstützt.
      Er hat ihn gesegnet.

      Ein Bogenschütze muss den Bogen spannen, bevor der Pfeil fliegen kann.

      Manchmal zieht Gott uns zurück, bevor er uns in unsere Bestimmung schickt.

      Die Spannung ist notwendig.
      Das Dehnen ist notwendig.
      Das Warten ist notwendig.

      Ismaels Jahre in der Wildnis waren seine Zeit des „Zurückziehens”.

      Aber diese Spannung hat ihn auf seine Stärke vorbereitet.

      Wenn du dich gedehnt fühlst, gib nicht auf.
      Gott positioniert dich vielleicht für den Start.

      Ishmael, der Jäger, lehrt uns:

      Gott ist mit uns in der Wildnis.

      Harte Zeiten stärken den Geist.

      Ablehnung kann zu einer Neuausrichtung werden.

      Stille kann unser Gehör schärfen.

      Dehnung bereitet uns auf den Start vor.

      Du hast dir deine Wildnis vielleicht nicht ausgesucht.
      Aber du kannst dich dafür entscheiden, darin zu wachsen.

      Und so wie Gott mit Ismael war, ist er auch mit dir.

      Derselbe Gott, der in der Wüste sieht – El Roi – der Gott, der sieht – wacht über jede Wüstenzeit deines Lebens.

      Also bleib standhaft.
      Schärfe dein Ziel.
      Vertraue dem Prozess.

      Deine Wüste ist nicht dein Ende.
      Sie ist deine Vorbereitung.

      (Hinweis: Erstellt mit Unterstützung von ChatGPT)


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    • Feb. 24thDie Sache mit Elis Söhnen

      Als ich die Geschichte von Elis Söhnen in 1. Samuel 2 las, fiel mir zuerst nicht nur ihre Unmoral auf, sondern auch, wie die Bibel sie vorstellte: „Sie kannten den Herrn nicht“ (1. Samuel 2,12).

      Dieser Satz kam mir jetzt schwerer vor
      als damals, als ich ihn zum ersten Mal las.
      Die beiden waren keine Außenseiter.
      Sie waren Söhne eines Priesters und
      selbst Priester.

      Sie sind im Haushalt Elis aufgewachsen.
      Sie dienten im Tabernakel in Silo.
      Sie kümmerten sich um die Opfergaben, die
      als Symbol für Sühne und Anbetung dargebracht wurden.

      Deshalb finde ich es so schockierend, dass die
      Schrift sagt, sie kannten Ihn nicht.

      Als ich genauer hinschaute, erkannte ich, dass das Problem
      nicht nur darin bestand, dass sie keinen Zugang
      oder keine Nähe zu heiligen Dingen hatten.
      Es war das Fehlen echter Ehrfurcht in ihren Herzen.

      Die Bibel beschreibt, wie sie
      das Opfersystem missbraucht haben.

      Nach dem Gesetz waren bestimmte Teile
      der Opfergabe den Priestern zugeteilt.
      Aber Hofni und Pinehas verlangten
      mehr, als der Herr erlaubt hatte.
      Bevor das Fett verbrannt wurde, ein Teil, der
      dem Herrn gehörte, schickten sie Diener
      mit Gabeln, um sich das beste Fleisch zu holen.

      Wenn ein Gläubiger sich wehrte, drohten sie mit Gewalt.
      Die Schrift sagt, dass sie die Opfergabe
      des Herrn mit Verachtung behandelten.
      Die Wortwahl hier
      zeigt das tiefere Problem.

      Ihre Sünde war nicht nur Gier gegenüber den Menschen,
      sondern auch ihre Respektlosigkeit gegenüber dem Herrn.

      Was dazu gedacht war, den Herrn zu ehren,
      nahmen sie als Gelegenheit
      zur Selbstbefriedigung.

      Die Erzählung berichtet auch von moralischer Verkommenheit.
      Sie lagen mit den Frauen, die am
      Eingang des Zeltes der Begegnung dienten (1. Samuel 2,22).

      Der Ort, der eigentlich mit Gebet und Opfer verbunden war,
      wurde wegen ihnen zu einem Ort der Ausbeutung.

      Die Autorität, die eigentlich die Heiligkeit schützen sollte,
      wurde genutzt, um ihre persönlichen Wünsche zu befriedigen.

      Eli hörte von ihren Taten und schimpfte mit ihnen,
      aber irgendwie fehlte es seiner Zurechtweisung an Entschiedenheit.
      Später wird in der Schrift deutlich, dass
      es ihm nicht gelang, sie zu bremsen.

      Seine Schwäche als Vater und Anführer
      ließ zu, dass die Sünde ungehindert weiterging.
      Dieser Teil der Geschichte war ernüchternd,
      weil er zeigte, wie Passivität
      in der Führung zu tieferem Schaden führen kann.

      Als ich über ihr Leben nachdachte,
      wurde mir klar, dass die Gefahr in ihrer Geschichte
      sich nicht auf dramatische öffentliche Sünden beschränkte.
      Die tiefere Gefahr war Vertrautheit
      ohne echte Gottesfurcht.

      Sie wuchsen inmitten von Opfern auf.
      Sie hörten täglich viele Gebete.
      Sie waren umgeben von
      heiliger Sprache und heiligen Ritualen.
      Doch mit der Zeit wurde das Heilige
      für sie alltäglich.
      Was sie eigentlich zum Gottesdienst führen sollte,
      wurde für sie normal.

      Es ist also möglich, heiligen Dingen nahe zu sein
      und trotzdem geistig weit weg zu bleiben.

      Diese Warnung fühlte sich unangenehm relevant an
      für jeden, der im Dienst oder im Gemeindeleben tätig ist.
      Der Kontakt mit der Wahrheit garantiert nicht, dass man sich dadurch verändert.

      Im selben Kapitel gab es auch einen stillen Kontrast.
      Während Elis Söhne das Priestertum korrumpierten,
      diente der junge Samuel vor dem Herrn (1. Samuel 2,18).

      Am selben Ort, unter derselben
      geistlichen Führung, entwickelten sich zwei sehr unterschiedliche
      Haltungen.

      Die eine wurde hart und anspruchsvoll.
      Die andere wurde aufmerksam und demütig.

      Der Unterschied lag nicht in der Umgebung, sondern in der Reaktion.
      Gott war nicht von Abstammung oder Position beeindruckt.
      Er schaute auf das Innerste des Herzens.

      Das Urteil, das folgte, war hart.
      Ein Mann Gottes verkündete, dass Elis
      Haushalt seine priesterlichen Privilegien verlieren würde
      (1. Samuel 2,27–36).

      Schließlich starben beide Söhne
      am selben Tag in der Schlacht,
      und die Bundeslade wurde erobert
      (1. Samuel 4).

      Die Erzählung stellte diese Ereignisse nicht leichtfertig dar.
      Sie waren tragisch. Aber sie zeigten
      etwas über die Heiligkeit Gottes.
      Er ist geduldig, aber er duldet nicht auf unbestimmte Zeit
      die Verachtung seines Namens.
      Geistliche Privilegien bringen Verantwortung mit sich.

      Wenn ich über die Gefahr nachdenke, wie
      die Söhne Elis zu sein, dann beginnt diese nicht mit einem Skandal.
      Sie begann still und leise. Sie begann, als
      der Dienst die Beziehung ersetzte.

      Sie beginnt, wenn wir die Heilige Schrift,
      den Dienst oder die Leiterschaft als Routineaufgaben behandeln
      anstatt als heilige Aufgabe, wie wir es anfangs taten.
      Sie vertieft sich, wenn Korrektur kommt
      und wir uns dennoch entscheiden, uns dagegen zu wehren.

      Mit der Zeit kann das Herz stumpf werden,
      ohne dass wir es sofort bemerken.
      Es ist ein stiller, allmählicher Killer der Begeisterung.

      Aber hier ist eine wichtigere Lektion:
      Ihr Versagen bereitete den Weg für
      eine tiefere Sehnsucht Israels nach einem treuen Priester.

      Später wies die Heilige Schrift auf einen hin,
      der seine Autorität nicht missbrauchen würde,
      sondern sich selbst in Liebe hingeben würde.

      In Christus sehen wir den wahren und treuen Hohenpriester. Er

      hat sich nichts genommen, was ihm nicht gehörte.
      Er hat sich sogar freiwillig hingegeben.
      Er hat das Opfer nicht verachtet.
      Er wurde zum ultimativen, makellosen Opfer.

      Wo Elis Söhne Gott falsch darstellten,
      hat Christus ihn perfekt offenbart.

      Die Geschichte lädt also eher zu einer stillen Prüfung
      als zu einer schnellen Verurteilung ein.
      Zittern wir noch immer vor Gottes Wort?
      Dienen wir, weil wir ihn lieben,
      oder weil wir von dieser Rolle profitieren?
      Sind wir offen für Korrektur,
      auch wenn sie uns konfrontiert?

      Über Gott Bescheid zu wissen ist nicht dasselbe wie ihn zu kennen.
      Die Söhne Elis erinnern uns daran, dass heilige Stätten
      und geistliche Titel kein Ersatz für ein demütiges,
      gehorsames Herz vor dem Herrn sein können.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 24th„Der Herr wird dafür sorgen“

      Viele Gläubige haben schon mal den Namen Jehova Jireh gehört und gelernt, dass er „Gott wird versorgen“ bedeutet. Das stimmt, aber wenn wir uns Genesis 22 genauer anschauen, sehen wir was noch Schöneres. In diesem Moment geht es nicht nur darum, dass Gott ein Bedürfnis erfüllt. Es ist ein starkes Bild, das auf Jesus und die Gnade Gottes hinweist, die am Kreuz offenbart wurde.

      In Genesis 22 ist Abraham mit seinem Sohn Isaak auf dem Berg Moriah. Isaak merkt, dass etwas Wichtiges fehlt, und fragt seinen Vater: „Sieh, hier ist das Feuer und das Holz, aber wo ist das Lamm für das Brandopfer?“ Abraham antwortet in Genesis 22,8: „Gott wird sich selbst das Lamm für das Brandopfer verschaffen, mein Sohn.“ Im Hebräischen kommt der Ausdruck hinter Jehova Jireh von einem Wort, das „sehen“ bedeutet. Aber in der Bibel tut Gott etwas, wenn er eine Not sieht. Viele Gelehrte verstehen den Namen so, dass er die Bedeutung „Der Herr wird dafür sorgen“ oder einfach „Der Herr wird versorgen“ hat.

      Genau dort auf dem Berg versorgte Gott Isaak mit einem Widder. Der Widder starb anstelle von Isaak. Dies ist eines der deutlichsten frühen Bilder der Stellvertretung in der Bibel. Aber dieser Moment deutete auch auf etwas Größeres hin, das später kommen würde. Abraham hat das damals vielleicht nicht ganz verstanden, aber seine Worte waren prophetisch. Eines Tages würde Gott das wahre Lamm bereitstellen.

      Der Berg Moriah ist auch wichtig. Diese Gegend wurde später zum Gebiet von Jerusalem, wo Jesus Tausende von Jahren später gekreuzigt werden sollte. Was mit Abraham und Isaak passierte, war kein Zufall. Es war ein Schatten der größeren Geschichte, die Gott schrieb.

      Tausende von Jahren später sah Johannes der Täufer Jesus und sagte in Johannes 1,29: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Hier findet die Geschichte in Genesis ihre volle Bedeutung. Gott sah das größte Bedürfnis der Menschheit, nicht nur nach vorübergehender Hilfe, sondern nach vollständiger Vergebung und Wiederherstellung. In seiner Gnade stellte er Jesus zur Verfügung. Beachten Sie das Muster. Isaak fand den Widder nicht. Die Menschheit hat den Erlöser nicht hervorgebracht. Gott selbst hat dafür gesorgt.

      Das ist der Kern des vollendeten Werks Christi. Gott hat nicht darauf gewartet, dass wir uns selbst in Ordnung bringen. Er hat nicht von uns verlangt, dass wir uns seine Liebe verdienen. Aufgrund seiner Gnade sandte er seinen Sohn, um ein für alle Mal das Opfer für unsere Sünden zu sein. In Hebräer 10,14 heißt es: „Denn durch ein einziges Opfer hat er für immer diejenigen vollendet, die geheiligt werden.“ Das heißt, dass das Werk der Vergebung durch Jesus schon vollbracht wurde.

      Wenn wir heute den Namen Jehova Jireh hören, können wir uns daran erinnern, dass Gott in jedem Bereich unseres Lebens für uns sorgt. Aber noch wichtiger ist, dass er uns durch das Kreuz schon das gegeben hat, was wir am meisten brauchten. Wenn du immer noch das Gefühl hast, dass du dir verdienen musst, was Jesus schon bezahlt hat, erinnert Jehova Jireh dich daran, dass Gott deine Not schon gesehen und dafür gesorgt hat.

      Dank Jesus müssen wir nicht mehr darum kämpfen, von Gott angenommen zu werden. Wir leben aus der Gewissheit heraus, dass wir vollkommen geliebt, vollkommen vergeben und vollkommen willkommen sind. Jehova Jireh erinnert uns daran, dass Gott sieht, dass Gott sich kümmert und dass Gott bereits das Lamm bereitgestellt hat. Und dank des vollendeten Werks Jesu können wir in Ruhe, Zuversicht und Freude in der Gnade unseres guten Vaters leben.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 24thWie der Glaube an Gott aussieht, wenn das Herz in ihm verankert ist

      Es gibt Momente im Leben, in denen das, was vor dir steht, unüberwindbar erscheint. Eine Situation, die sich einfach nicht ändert. Ein Bericht, der nicht besser wird. Eine Tür, die fest verschlossen zu sein scheint. Jesus sprach genau solche Momente an, als er sagte: „Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagt: ‚Heb dich empor und stürze dich ins Meer!‘ und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschehen wird, dem wird es geschehen“ (Markus 11,23 ESV).

      Jesus lehrte keine leeren positiven Worte, und er schuf keine Formel, um Ergebnisse zu kontrollieren. Er zeigte, wie der Glaube an Gott aussieht, wenn das Herz in ihm verankert ist. In der ganzen Bibel stehen Berge oft für echte Hindernisse, die Gottes Volk im Weg stehen. Was Jesus vorstellte, war keine eigenständige menschliche Kraft, sondern das zuversichtliche Vertrauen in den Gott, der das bewegen kann, was wir nicht können.

      Nach dem Kreuz wird das noch deutlicher. Durch das vollendete Werk Jesu sind die Gläubigen dem Vater näher gebracht und in lebendige Gemeinschaft mit Christus gebracht worden. Unser Vertrauen liegt nicht in der Menge unserer Worte oder der Intensität unserer Bemühungen. Unser Vertrauen ruht auf dem, was Jesus bereits vollbracht hat. Die Bibel sagt, dass Gott „uns mit ihm auferweckt und mit ihm in den himmlischen Regionen in Christus Jesus eingesetzt hat“ (Epheser 2,6 ESV). Aus dieser sicheren Position heraus spricht der Glaube anders. Er spricht in Abhängigkeit, nicht in Verzweiflung.

      Das ist auch der Punkt, an dem der Feind oft versucht, sich einzumischen. Seine Strategie ist normalerweise subtil. Er flüstert dir zu, dass das Hindernis vor dir dauerhaft ist. Er vergrößert den Berg, bis er größer erscheint als Gottes Verheißungen. Er versucht, deinen Fokus auf Angst, Verzögerungen und Worst-Case-Szenarien zu lenken. Sein Ziel ist es nicht nur, Druck auszuüben, sondern auch dein Vertrauen in die Güte und Autorität Gottes zu untergraben.

      Aber das Evangelium erzählt eine stärkere Geschichte. Durch das vollendete Werk Jesu steht der Gläubige versöhnt, angenommen und sicher vor dem Vater. Der Feind hat nicht das letzte Wort über dein Leben. Er mag versuchen, dich einzuschüchtern, abzulenken oder zu entmutigen, aber er kann nicht rückgängig machen, was Christus bereits vollbracht hat. Die Schrift erinnert uns daran, „ihm zu widerstehen, fest im Glauben“ (1. Petrus 5,9 ESV). Beachte die Haltung. Keine Panik. Kein Kämpfen. Fest im Glauben.

      Wenn wir also zu dem Berg sprechen, geht es nicht darum, Gottes Hand zu zwingen. Es geht darum, dein Herz auf das auszurichten, was in Christus wahr ist. Es ist die ruhige, gefestigte Zuversicht, dass das Hindernis vor dir nicht größer ist als der Gott, der dich hält. Es ist der Glaube, der mitten in der Ungewissheit Vertrauen ausdrückt.

      Das hält auch unser Herz in Ruhe. Nicht jede Herausforderung verschwindet sofort, und nicht jeder Berg bewegt sich in dem von uns erwarteten Zeitrahmen. Aber der Gläubige steht niemals allein vor dem Berg. Der Vater ist gegenwärtig. Der Sohn hat das Werk vollbracht, das dich ihm nahegebracht hat. Und der Geist wirkt aktiv in dir.

      Was auch immer also gerade vor dir liegt, hebe wieder deinen Blick. Lehn die Lüge ab, dass das Hindernis die letzte Autorität hat. Verankere dein Herz wieder in dem, was Jesus vollbracht hat. Dann sprich in stiller Zuversicht im Glauben zu dem, was vor dir steht, nicht aus Druck, sondern aus Vertrauen.

      Du versuchst nicht, Autorität zu schaffen. In Christus bist du an einen Ort der sicheren Beziehung zu dem Einen gebracht worden, der alle Autorität hat. Und der Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat, wirkt auch heute noch treu in deinem Leben.


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    • Feb. 24th„Ich werde dir siebenmal so viel geben, wie du verloren hast.“

      „Ich werde dir siebenmal so viel geben, wie du verloren hast.“

      – 1. Könige 17,8-16
      Sie war Witwe. Elia sagte zu ihr: „Holst du mir bitte ein kleines Glas Wasser zu trinken?“ Als sie das Wasser holen wollte, sagte Elia: „Bring mir bitte auch ein Stück Brot.“ Die Frau antwortete: „Ich schwöre dir vor dem Herrn, deinem Gott, dass ich nichts mehr habe als eine Handvoll Mehl in einem Krug und ein bisschen Olivenöl in einem Krug. Ich bin hierher gekommen, um ein paar Holzstücke für ein Feuer zu sammeln, um unsere letzte Mahlzeit zu kochen. Mein Sohn und ich werden sie essen und dann vor Hunger sterben.“ Elia sagte zu der Frau: „Mach dir keine Sorgen. Geh nach Hause und koche dein Essen, wie du gesagt hast. Aber mach zuerst ein kleines Stück Brot aus dem Mehl, das du hast, und bring es mir. Dann koch etwas für dich und deinen Sohn. Der Herr, der Gott Israels, sagt: ‚Dieser Krug Mehl wird niemals leer werden, und der Krug wird immer Öl enthalten. Das wird so bleiben, bis der Tag kommt, an dem der Herr, der Gott Israels, sagt: ‚Dieser Krug Mehl wird niemals leer werden, und der Krug wird immer Öl enthalten. Das wird so bleiben, bis der Herr Regen auf das Land schickt.‘“ Also ging die Frau nach Hause und tat, was Elia ihr gesagt hatte.

      Kurz nachdem Elisa den Mantel Elias übernommen hatte, kam eine verzweifelte Witwe zu ihm. Ihr Mann, ein Prophet, war gestorben und hatte Schulden hinterlassen, die sie nicht bezahlen konnte. Die Gläubiger drohten, ihre beiden Söhne als Sklaven mitzunehmen.

      Elisa fragte sie: „Was hast du in deinem Haus?“
      Sie antwortete: „Nichts … außer einem kleinen Krug Öl.“

      Elisa sagte ihr, sie solle sich so viele leere Krüge wie möglich von ihren Nachbarn leihen. Dann begann sie mit ihren Söhnen, das kleine Glas Öl auszugießen. Zu ihrer Überraschung floss es weiter und füllte einen Krug nach dem anderen, bis alle Gefäße voll waren.

      Als das letzte Gefäß voll war, hörte das Öl auf zu fließen. Sie verkaufte das Öl, bezahlte ihre Schulden und hatte genug zum Leben.

      Das ist das Ergebnis ihres Glaubens und ihres Gehorsams!

      Denke darüber nach: 🔥

      Gott braucht nicht viel, um ein Wunder zu vollbringen – nur Glauben und Gehorsam. Das kleine Gefäß der Witwe wurde zu ihrem Durchbruch. Was hast du heute, das Gott vermehren könnte, wenn du ihm vertraust?

      Manchmal fühlen sich die Jahreszeiten unseres Lebens leer an, wie Gefäße, die einst überflossen, jetzt aber leer sind.

      Verlust, Verzögerung, Schmerz und Warten können uns glauben lassen, dass das, was uns genommen wurde, für immer verloren ist. Aber Gott ist ein Wiederhersteller. Was er leer werden lässt, weiß er auch wieder zu füllen – größer, tiefer und bedeutungsvoller als zuvor.

      Der Herr sieht jede Träne, jedes stille Gebet und jede Nacht, in der du dachtest, du würdest es nicht schaffen.

      Seine Verheißung in Joel 2,25 handelt nicht nur von Ersatz, sondern von Wiederherstellung – von der Wiederherstellung der Freude, wo Trauer herrschte, der Hoffnung, wo Enttäuschung Einzug hielt, der Stärke, wo Schwäche blieb, und des Glaubens, wo einst Zweifel lautstark waren.

      Was du verloren hast, war nicht umsonst. Was zerbrochen war, wurde nicht vergessen. Zu Gottes perfekter Zeit schüttet er Segen aus, der die Vergangenheit heilt und dich auf die Zukunft vorbereitet.

      Vertraue den Händen, die ausgießen – denn wenn Gott wiederherstellt, tut er es reichlich, treu und über deine Vorstellungskraft hinaus.

      „Der Herr sagt: Ich werde euch siebenfach zurückgeben, was ihr verloren habt.“ – Joel 2,25

      🙏 Bete
      Herr, hilf mir, dir mit dem Wenigen, das ich habe, zu vertrauen. Lehre mich, auch dann zu gehorchen, wenn die Anweisungen einfach erscheinen. Du bist in der Lage, mehr als genug zu geben, und ich lege meine Bedürfnisse in deine Hände. Amen.

      Ehre sei Gott 🙌🏻

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    • Feb. 24thElisa und das Öl der Witwe

      ELISHA UND DAS ÖL DER WITWE (2. Könige 4:1–7)

      Im zweiten Buch der Könige gibt’s eine beeindruckende Geschichte über Glauben und göttliche Versorgung. Eine Witwe, deren Mann treu Gott gedient hatte, geriet nach seinem Tod in große finanzielle Schwierigkeiten. Ein Gläubiger kam, um die Zahlung einzufordern, und drohte, ihre beiden Söhne als Sklaven zu nehmen, um die Schulden zu begleichen. Verzweifelt und verängstigt schrie sie den Propheten um Hilfe an.

      Sie ging zu Elisa und erzählte ihm von ihrer Situation. Elisa fragte sie, was sie in ihrem Haus habe. Sie antwortete, dass sie nichts außer einem kleinen Krug Öl habe. Was fast wie nichts aussah, sollte bald der Schlüssel zu ihrem Wunder werden.

      Elisa wies sie an, sich von ihren Nachbarn leere Krüge zu leihen – so viele, wie sie nur bekommen konnte. Er sagte ihr, sie solle mit ihren Söhnen ins Haus gehen, die Tür schließen und das Öl aus ihrem kleinen Krug in die geliehenen Gefäße gießen. Im Glauben gehorchte sie. Während sie goss, floss das Öl auf wundersame Weise weiter, bis alle Krüge gefüllt waren.

      Als keine Krüge mehr da waren, hörte das Öl auf zu fließen. Elisa sagte ihr dann, sie solle das Öl verkaufen, ihre Schulden abbezahlen und mit dem verbleibenden Gewinn mit ihren Söhnen leben. Gott verwandelte ihr Weniges in mehr als genug und verschaffte ihrer Familie Freiheit von Schulden und Sicherheit.

      Diese Geschichte erinnert uns daran, dass Glaube, Gehorsam und Vertrauen in Gott unmögliche Situationen in Zeugnisse der Versorgung und Hoffnung verwandeln können.


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    • Feb. 24thGnade ist keine Erlaubnis, so zu bleiben, wie man ist

      GNADE IST KEINE ERLAUBNIS, SO ZU BLEIBEN, WIE MAN IST

      Gnade sollte nie ein Versteck für Rebellion sein. Sie ist die Kraft, die uns verändert. Die Bibel sagt nicht, dass Gnade Stillstand okay macht; sie sagt, dass Gnade ihn zerstört. „Sollen wir in der Sünde verharren, damit die Gnade umso größer wird? Auf keinen Fall!“ (Römer 6,1–2). Paulus könnte nicht klarer sein.

      Das moderne Christentum hat Gnade in Toleranz umbenannt. Ändere dich nicht. Konfrontiere die Sünde nicht. Erwarte keinen Gehorsam. Beanspruche einfach Gnade und mach weiter. Diese Version von Gnade ist der Bibel fremd. Biblische Gnade vergibt vollständig – aber sie verlangt auch den Tod des alten Lebens.

      Gnade rettet sofort. Sie lässt dich nicht unverändert. „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur“ (2. Korinther 5,17). Neue Schöpfung bedeutet, dass die alten Wege, Muster und Loyalitäten nicht mehr herrschen. Gnade koexistiert nicht mit unveränderten Herzen. Sie verwandelt sie.

      Jesus vergab großzügig – und befahl dann Veränderung. „Geh und sündige nicht mehr“ (Johannes 8,11). Die Gnade begegnete der Frau in ihrer Sünde, aber sie ließ sie nicht dort zurück. Gnade hebt dich heraus. Sie stopft dich nicht ein.

      Wenn Gnade niemals deine Gewohnheiten in Frage stellt, niemals deinen Komfort stört, niemals deinen Gehorsam herausfordert, dann ist es keine Gnade – dann ist es Erlaubnis, verpackt in religiöser Sprache. Und Erlaubnis rettet niemals jemanden.

      Gnade sagt nicht „bleib“, sondern „folge“. Und Jesus zu folgen führt immer weg von dem, was du einmal warst.


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    • Feb. 24thWiederherstellung beginnt mit dem, was du hast

      1. Die Realität der „Heuschreckenjahre”
        In Joel 2,25 verspricht Gott: „Ich werde euch die Jahre zurückgeben, die die Heuschrecken gefressen haben.” Für die Witwe waren die „Heuschrecken” die schwere Hungersnot und der Tod ihres Mannes, die ihr nur eine „Handvoll Mehl” und ein „bisschen Öl” für ihre vermutlich letzte Mahlzeit übrig ließen.

      👉Die Lektion: Gott erkennt die spezifischen „Jahre“ und Lebensabschnitte an, die durch Umstände, die du nicht kontrollieren kannst, zerstört wurden.

      1. Wiederherstellung beginnt mit „dem, was du hast“
        So wie der Prophet Elisa später eine andere Witwe fragte: „Was hast du in deinem Haus?“, traf Elia die Witwe von Zarpat an einem Ort, an dem sie absolut nichts hatte. Gott stellt normalerweise nichts aus dem Nichts wieder her; er nutzt das „Winzige“, das du noch hast – das kleine Kännchen Öl – als Saat für deine Zukunft.

      👉Die Lektion: Verachte deine kleinen Anfänge nicht. Deine Wiederherstellung verbirgt sich oft gerade in dem, was du für „nicht genug“ hältst.

      1. Gehorsam ist der Auslöser für die Rückzahlung
        Die Verheißung in Joel folgt auf einen Aufruf zur Umkehr und zur Rückkehr zu Gott. In ähnlicher Weise musste die Witwe Elias „seltsamer“ Anweisung gehorchen, ihn zuerst zu versorgen, bevor sie sich selbst und ihren Sohn versorgte. Ihre Wiederherstellung war nicht nur eine Almosen, sondern eine Antwort auf ihre Bereitschaft, Gottes Wort mehr zu vertrauen als ihrer sichtbaren Realität.

      👉Die Lektion: Glaube ist eine Handlung. Gottes „Vergeltung“ wird freigesetzt, wenn wir das, was wir haben, in seine Hände legen.

      1. Kontinuierliche Versorgung, bis sich die Jahreszeit ändert
        Gott versprach den Israeliten, dass sie nach der Wiederherstellung „reichlich zu essen haben und satt werden“ würden (Joel 2,26). Für die Witwe ging der Krug mit Mehl nicht leer und der Krug mit Öl nicht leer, bis der Herr Regen schickte.

      👉Die Lektion: Wenn Gott die Jahre wiederherstellt, gibt er dir täglich Gnade, die dich durch die restliche Dürrezeit trägt, bis deine „Regenzeit“ wiederkommt.

      1. Von der Knappheit zur Bedeutung
        Joel 2,26 verspricht, dass Gottes Volk „nie wieder zuschanden werden“ wird. Am Ende der Geschichte der Witwe war sie nicht mehr Opfer der Hungersnot, sondern Versorgerin eines Propheten und Zeugin der Auferstehung ihres eigenen Sohnes.

      👉Die Lektion: Gottes Wiederherstellung bringt nicht einfach alles wieder in den alten Zustand zurück, sondern erhebt deine Geschichte zu einem Zeugnis seiner Macht.

      Befindest du dich gerade in einer „Heuschreckenzeit” des Wartens oder bist du bereit, mit dem „Wenigen”, das dir noch bleibt, einen Schritt im Glauben zu wagen?


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        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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