
Alle meine Helden sind im Knast gelandet:
Johannes der Täufer. Petrus. Paulus. Silas. Jakobus.
Nicht gelöscht, nicht gesperrt, nicht in den Kommentaren runtergemacht.
Eingesperrt.
Paulus hat die Bibel geschrieben, während er an eine Wand gekettet war. Wir trauen uns kaum zu reden, weil jemand uns vielleicht nicht mehr folgen würde.
Er hat Christus gepredigt, obwohl er wusste, dass ihn das Jahre seiner Freiheit kosten würde. Wir machen uns Sorgen um unseren Ruf. Er hat seine Rechte verloren.
Wir machen uns Sorgen um unsere Plattform. Er schrieb aus einer Zelle heraus.
Epheser.
Philipper.
Kolosser.
Philemon.
Die Briefe, über die wir beim Kaffee plaudern, wurden in Gefangenschaft geschrieben. Paulus bat Gott nicht, ihm das Leben leichter zu machen, er bat Gott, ihm Mut zu geben.
„Denkt an meine Ketten.“
Heute nennen wir Unannehmlichkeiten Verfolgung. Sie nannten das Gefängnis Gehorsam.
Die frühe Kirche wuchs nicht, weil sie sicher war. Sie wuchs, weil sie sich hingab.
Alle meine Helden kamen ins Gefängnis.
Herr, erwecke wieder eine Kirche,
die lieber alles riskiert,
als irgendetwas zu verwässern.
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