
Es gibt Momente im Leben, in denen das, was vor dir steht, unüberwindbar erscheint. Eine Situation, die sich einfach nicht ändert. Ein Bericht, der nicht besser wird. Eine Tür, die fest verschlossen zu sein scheint. Jesus sprach genau solche Momente an, als er sagte: „Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagt: ‚Heb dich empor und stürze dich ins Meer!‘ und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschehen wird, dem wird es geschehen“ (Markus 11,23 ESV).
Jesus lehrte keine leeren positiven Worte, und er schuf keine Formel, um Ergebnisse zu kontrollieren. Er zeigte, wie der Glaube an Gott aussieht, wenn das Herz in ihm verankert ist. In der ganzen Bibel stehen Berge oft für echte Hindernisse, die Gottes Volk im Weg stehen. Was Jesus vorstellte, war keine eigenständige menschliche Kraft, sondern das zuversichtliche Vertrauen in den Gott, der das bewegen kann, was wir nicht können.
Nach dem Kreuz wird das noch deutlicher. Durch das vollendete Werk Jesu sind die Gläubigen dem Vater näher gebracht und in lebendige Gemeinschaft mit Christus gebracht worden. Unser Vertrauen liegt nicht in der Menge unserer Worte oder der Intensität unserer Bemühungen. Unser Vertrauen ruht auf dem, was Jesus bereits vollbracht hat. Die Bibel sagt, dass Gott „uns mit ihm auferweckt und mit ihm in den himmlischen Regionen in Christus Jesus eingesetzt hat“ (Epheser 2,6 ESV). Aus dieser sicheren Position heraus spricht der Glaube anders. Er spricht in Abhängigkeit, nicht in Verzweiflung.
Das ist auch der Punkt, an dem der Feind oft versucht, sich einzumischen. Seine Strategie ist normalerweise subtil. Er flüstert dir zu, dass das Hindernis vor dir dauerhaft ist. Er vergrößert den Berg, bis er größer erscheint als Gottes Verheißungen. Er versucht, deinen Fokus auf Angst, Verzögerungen und Worst-Case-Szenarien zu lenken. Sein Ziel ist es nicht nur, Druck auszuüben, sondern auch dein Vertrauen in die Güte und Autorität Gottes zu untergraben.
Aber das Evangelium erzählt eine stärkere Geschichte. Durch das vollendete Werk Jesu steht der Gläubige versöhnt, angenommen und sicher vor dem Vater. Der Feind hat nicht das letzte Wort über dein Leben. Er mag versuchen, dich einzuschüchtern, abzulenken oder zu entmutigen, aber er kann nicht rückgängig machen, was Christus bereits vollbracht hat. Die Schrift erinnert uns daran, „ihm zu widerstehen, fest im Glauben“ (1. Petrus 5,9 ESV). Beachte die Haltung. Keine Panik. Kein Kämpfen. Fest im Glauben.
Wenn wir also zu dem Berg sprechen, geht es nicht darum, Gottes Hand zu zwingen. Es geht darum, dein Herz auf das auszurichten, was in Christus wahr ist. Es ist die ruhige, gefestigte Zuversicht, dass das Hindernis vor dir nicht größer ist als der Gott, der dich hält. Es ist der Glaube, der mitten in der Ungewissheit Vertrauen ausdrückt.
Das hält auch unser Herz in Ruhe. Nicht jede Herausforderung verschwindet sofort, und nicht jeder Berg bewegt sich in dem von uns erwarteten Zeitrahmen. Aber der Gläubige steht niemals allein vor dem Berg. Der Vater ist gegenwärtig. Der Sohn hat das Werk vollbracht, das dich ihm nahegebracht hat. Und der Geist wirkt aktiv in dir.
Was auch immer also gerade vor dir liegt, hebe wieder deinen Blick. Lehn die Lüge ab, dass das Hindernis die letzte Autorität hat. Verankere dein Herz wieder in dem, was Jesus vollbracht hat. Dann sprich in stiller Zuversicht im Glauben zu dem, was vor dir steht, nicht aus Druck, sondern aus Vertrauen.
Du versuchst nicht, Autorität zu schaffen. In Christus bist du an einen Ort der sicheren Beziehung zu dem Einen gebracht worden, der alle Autorität hat. Und der Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat, wirkt auch heute noch treu in deinem Leben.
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