
Die meisten Leute übersehen das… Jesus war nicht nur ein Zimmermann von Beruf. Er zeigte seine Natur durch seinen Beruf.
In Markus 6,3 sagten die Leute: „Ist das nicht der Zimmermann?“
Das griechische Wort dafür ist „tekton“ (τέκτων).
„Tekton“ bedeutete nicht nur jemand, der Möbel baute.
Es bedeutete einen Baumeister.
Einen Handwerker.
Einen Meister der Baukunst.
Jemanden, der mit Holz, Stein und Baumaterialien arbeiten konnte.
In der hebräischen Kultur war das Bauen eine zutiefst spirituelle Tätigkeit. Bauleute waren nicht nur Arbeiter. Sie waren Schöpfer von Wohnstätten. Sie waren Restauratoren zerbrochener Bauwerke. Sie waren Grundsteiner.
Betrachten wir das nun aus spiritueller Sicht.
Jesus war nicht zufällig Zimmermann.
Er zeigte prophetisch, wozu er gekommen war.
Er kam, um wieder aufzubauen, was die Sünde zerstört hatte.
Er kam, um wiederherzustellen, was der Mensch verdorben hatte.
Er kam, um der Eckstein zu werden, den die Menschheit abgelehnt hatte.
Psalm 118,22
„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.“
Epheser 2,20
Erbaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten, mit Christus Jesus selbst als Eckstein.
Ecksteine bestimmten die Ausrichtung.
Wenn der Eckstein nicht passte, passte das ganze Gebäude nicht.
Deshalb hat Jesus so viel Zeit damit verbracht, über Fundamente zu reden.
Matthäus 7,24
Der kluge Mann baut auf Fels.
Der törichte Mann baut auf Sand.
Das war keine zufällige Lehre.
Das war die Sprache der Baumeister.
Das war die Sprache der Tekton.
Geh jetzt tiefer.
Zimmerleute messen, bevor sie schneiden.
Sie verstehen die Gewichtsverteilung.
Sie kennen die Druckpunkte.
Sie wissen, was Gewicht tragen kann und was nicht.
Jesus macht dasselbe mit Menschen.
Er weiß, was du tragen kannst.
Er weiß, wo du Risse hast.
Er weiß, wo Verstärkung nötig ist.
Er weiß, wo abgerissen werden muss, bevor mit dem Wiederaufbau begonnen werden kann.
Deshalb fühlt sich die Nachfolge Christi manchmal wie Bauarbeit an.
Dinge werden abgetragen.
Wände werden eingerissen.
Fundamente werden freigelegt.
Stützbalken werden ersetzt.
Denn er dekoriert dein Leben nicht.
Er baut es neu auf.
In Jesaja 61 ist die Rede von „Reparateuren der Brüche” und „Wiederherstellern der Wege, auf denen man wohnen kann”.
Das ist die Sprache der Bauleute.
Hier ist nun, was die meisten Gläubigen übersehen.
Bevor Jesus Jünger formte, lebte er im Verborgenen und entwickelte Fähigkeiten, Geduld, Disziplin und Präzision.
Kein Rampenlicht.
Keine Menschenmassen.
Keine Bühne.
Nur Vorbereitung.
Über etwa 18 Jahre seines Erwachsenenlebens schweigt die Schrift weitgehend über Jesus.
Aber Schweigen bedeutet nicht Untätigkeit.
Es bedeutet Vorbereitung.
Einige von euch sind frustriert, weil ihr euch versteckt fühlt.
Aber Gott legt im Verborgenen das Fundament, bevor er öffentlich eine Bühne errichtet.
Eine weitere Ebene, die die meisten übersehen.
Bei der Kreuzigung wurde Holz verwendet.
Der Zimmermann, der mit Holz arbeitete, wurde später selbst an Holz genagelt.
Der Erbauer ließ sich „niederreißen”, damit wir wieder aufgebaut werden konnten.
Johannes 2,19
„Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufbauen.”
Er sprach von sich selbst.
Aber er sprach auch von uns.
Du wirst aufgebaut.
Wenn du also sagst, Jesus sei „nur” ein Zimmermann gewesen, verstehst du die Tiefe nicht.
Er baut auch heute noch.
Er baut Menschen auf.
Er baut Familien auf.
Er baut Charakter auf.
Er baut Ziele auf.
Er baut ein Leben im Reich Gottes auf, das tatsächlich Herrlichkeit tragen kann.
Die eigentliche Frage ist nicht:
Glaubst du an den Zimmermann?
Die eigentliche Frage ist:
Lässt du dich von ihm neu aufbauen?
Denn er flickt keine zerbrochenen Leben.
Er stellt sie von Grund auf wieder her.
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