
Euodia war eine treue Frau in der Urkirche.
Sie arbeitete gemeinsam mit Paulus und anderen Gläubigen daran, das Evangelium zu verbreiten.
Ihr Name taucht in Paulus’ Brief an die Philipper auf, nicht wegen eines großen Fehlers, sondern wegen eines Konflikts.
Irgendwann kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Euodia und einer anderen Gläubigen, Syntyche.
Die Meinungsverschiedenheit wurde so ernst, dass Paulus sie öffentlich ansprechen musste.
„Ich bitte Euodia und ich bitte Syntyche, im Herrn eines Sinnes zu sein.“
Philipper 4,2
Stell dir diesen Moment vor.
Zwei Frauen, die einst gemeinsam gedient haben, haben nun Mühe, gemeinsam weiterzugehen.
Das erinnert uns daran, dass selbst engagierte Gläubige in Konflikte geraten können.
Selbst Menschen, die Gott lieben, können einander missverstehen.
Der Dienst beseitigt keine menschlichen Emotionen.
Der Glaube lässt Meinungsverschiedenheiten nicht verschwinden.
Aber Paulus konzentrierte sich nicht darauf, wer Recht oder Unrecht hatte.
Er rief sie zur Einheit zurück.
Denn die Mission war größer als ihre Meinungsverschiedenheit.
Manchmal halten wir im Leben krampfhaft daran fest, Recht zu haben.
Wir verteidigen unseren Standpunkt.
Wir schützen unseren Stolz.
Aber Gott stellt oft eine tiefere Frage.
Ist dein Stolz wichtiger als eure Einheit?
Euodias Geschichte erinnert uns daran, dass Beziehungen in Gottes Familie wichtig sind.
Einheit bedeutet nicht, dass wir immer gleich denken.
Es bedeutet, dass wir Demut, Vergebung und Frieden der Spaltung vorziehen.
Das Evangelium kommt am besten voran, wenn Herzen Versöhnung dem Stolz vorziehen.
Manchmal ist das Stärkste, was wir tun können, nicht, den Streit zu gewinnen.
Es ist, die Beziehung wiederherzustellen. ❤️🔥
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.