• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • März 31stIsrael bekommt seinen ersten König

      Heute lesen wir 1. Samuel 9 bis 12. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘


      by Jule with 2 comments
    • März 31stDie Bundeslade wird geklaut

      Heute lesen wir 1. Samuel 4 bis 8. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘


      by Jule with 1 comment
    • März 29thAuch im Zusammenhang mit Anbetung kann es Schmerz und Leid geben

      Heute lesen wir 1. Samuel 1 bis 3. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘


      by Jule with 1 comment
    • März 11th„Rede, denn dein Diener hört.“

      „Rede, denn dein Diener hört.“ (1. Samuel 3,10, NIV)

      Möge der Friede Gottes mit euch allen sein.

      Diese Worte kamen nicht von einem mächtigen König. Sie kamen nicht von einem berühmten Propheten oder einem von vielen Menschen respektierten Anführer. Sie kamen von einem kleinen Jungen. Einem Jungen, der noch lernte, die Stimme Gottes zu erkennen. Doch diese einfachen Worte wurden für immer in der Bibel festgehalten, weil sie eine der wichtigsten Haltungen zeigen, die ein Mensch vor dem Herrn einnehmen kann.

      In der Schrift steht:
      „Da kam der Herr und trat wie zuvor an die Stelle und rief: Samuel! Samuel! Samuel antwortete: Rede, denn dein Diener hört.“ 1. Samuel 3,10 (NIV)

      Um die Schönheit dieses Moments zu verstehen, müssen wir erst mal wissen, wer Samuel war und was zu dieser Zeit passierte. Samuel war noch ein Kind, das unter der Anleitung des Priesters Eli im Tempel diente. Er lernte nach und nach die Wege Gottes kennen. Aber in diesen Tagen passierte etwas sehr Wichtiges. Die Bibel erklärt es ganz klar.

      „In jenen Tagen war das Wort des Herrn selten; es gab nicht viele Visionen.“ 1. Samuel 3,1, NIV

      Denkt mal einen Moment darüber nach. Die Stimme Gottes war selten zu hören. Die Menschen waren in ihrem Glauben kalt geworden. Das Priestertum war korrupt geworden. Viele Menschen machten weiter mit ihren religiösen Routinen, aber ihre Herzen hörten nicht mehr wirklich auf Gott.

      Und mitten in dieser geistlichen Stille beschloss Gott, wieder zu sprechen. Aber er rief nicht die mächtigen Führer. Er rief nicht die weisen Gelehrten oder die erfahrenen Männer. Gott rief ein Kind.

      Samuel hörte in der Nacht seinen Namen. Er rannte schnell zu Eli, weil er dachte, der Priester hätte ihn gerufen. Aber Eli sagte, er hätte ihn nicht gerufen. Das passierte mehr als einmal. Schließlich erkannte Eli, dass es der Herr war, der den Jungen rief, und gab Samuel einfache Anweisungen.

      „Geh und leg dich schlafen, und wenn er dich ruft, sag: ‚Rede, Herr, denn dein Diener hört.‘“ 1. Samuel 3,9, NIV

      Kannst du dir diesen Moment vorstellen? Eine ruhige Nacht. Ein kleiner Junge, der sich wieder hinlegt und sich fragt, was als Nächstes passieren wird. Dann ruft der Herr noch einmal.

      Und Samuel antwortet genau so, wie es ihm gesagt wurde.

      Diese Worte sind kraftvoll, weil Samuel nicht sagte: „Rede, denn ich bin neugierig.“ Er sagte nicht: „Rede, denn ich habe viele Fragen.“ Er sagte: „Rede, denn dein Diener hört.“

      Samuel wusste, wo sein Platz vor Gott war. Er wusste, wer der Herr war und wer er selbst war. Er ging nicht zu Gott, um zu streiten, zu diskutieren oder zu verhandeln. Er kam, um zuzuhören.

      Heute sagen viele Leute, dass sie wollen, dass Gott zu ihnen spricht. Aber wollen wir wirklich zuhören? Viele beten, aber sie halten nie inne, um still zu sein. Viele bitten Gott um Führung, aber sie sind nicht bereit, der Antwort zu folgen.

      Deshalb sagte Jesus:
      „ Wer Ohren hat, der höre.“ Matthäus 11,15, NIV

      Hören bedeutet in der Bibel mehr als nur einen Ton wahrzunehmen. Hören bedeutet, aufmerksam zu sein. Es bedeutet, die Botschaft aufzunehmen. Es bedeutet, Gottes Worten zu gehorchen. Deshalb sagte Samuel nicht einfach: „Rede.“ Er sagte: „Rede, denn dein Diener hört.“

      Das Wort „Diener“ ist sehr wichtig. Es zeigt Demut. Es bedeutet anzuerkennen, dass Gott führt und wir folgen. Gott befiehlt und wir antworten. Gott korrigiert und wir akzeptieren seine Führung.

      Die Bibel lehrt uns, dass Gott auch heute noch spricht.

      „Ruf mich an, dann werde ich dir antworten und dir große und unfassbare Dinge zeigen, die du nicht kennst.“ Jeremia 33,3, NIV

      Aber die Bibel zeigt auch, dass nicht jeder bereit ist zu hören. Manchmal spricht Gott, aber das Herz ist abgelenkt. Manchmal spricht er, aber der Verstand ist voller Lärm. Manchmal spricht er, aber der Mensch will sich nicht ändern.

      Samuel war anders. Er war bereit zuzuhören. Deshalb sprach Gott klar zu ihm. Deshalb erhob Gott ihn zum Propheten. Später erzählt uns die Schrift Folgendes über sein Leben.

      „Der Herr war mit Samuel, als er aufwuchs, und er ließ keines von Samuels Worten zu Boden fallen.“ 1. Samuel 3,19, NIV

      Alles begann mit der richtigen Einstellung. Einem Herzen, das bereit war, zuzuhören.

      Diese Botschaft gilt auch heute noch. Gott ruft immer noch Menschen. Manchmal spricht er durch sein Wort. Manchmal durch unser Gewissen. Manchmal durch Situationen im Leben. Manchmal durch die leise Stimme des Heiligen Geistes.

      Die eigentliche Frage ist also nicht, ob Gott spricht.

      Die eigentliche Frage ist: Antworten wir wie Samuel?

      Denn zu sagen: „Rede, denn dein Diener hört“, ist nicht nur ein schöner Satz. Es ist eine Entscheidung. Es ist Hingabe. Es bedeutet, zu Gott zu sagen: „Herr, was immer du sagst, ich werde dir folgen.“

      Und diese Art von Herz ist immer noch das Tor, durch das Gott sich offenbart.

      Diese Botschaft ist nicht erfunden.

      Sie steht in der Heiligen Schrift.
      Sie ist lebendig.
      Und auch heute noch ruft Gott.


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    • März 11thDie Hexe von Endor – Als ein König eine Stimme wählte, die Gott nicht geschickt hatte

      DIE HEXE VON ENDOR – ALS EIN KÖNIG EINE STIMME WÄHLTE, DIE GOTT NIE GESCHICKT HATTE

      📖 1. Samuel 28

      Es gab eine Nacht in der Geschichte Israels, in der die Angst lauter war als der Glaube.

      König Saul, der einst von Gott gesalbt und auserwählt worden war, zitterte vor der Schlacht. Die Philister hatten ihre Armeen versammelt, und Terror ergriff sein Herz. Er tat, was er schon immer getan hatte – er suchte den Herrn. Aber dieses Mal blieb der Himmel still. Keine Träume. Keine Propheten. Keine Antworten.

      Die Stille war kein Zufall. Saul hatte sich bereits weit vom Gehorsam entfernt. Er hatte Gottes Gebote abgelehnt und sah sich nun mit der schmerzhaften Konsequenz konfrontiert: göttliches Schweigen.

      Anstatt Buße zu tun und sich zu demütigen, traf Saul eine verzweifelte Entscheidung.

      Ironischerweise verkleidete sich derselbe König, der einst Medien und Spiritisten aus Israel vertrieben hatte, nun selbst und machte sich auf die Suche nach einem. Im Schutz der Dunkelheit reiste er nach Endor, um ein Medium zu konsultieren – jemanden, den Gott in seinem Gesetz eindeutig verboten hatte.

      Die Verzweiflung trieb ihn dorthin, wo Gehorsam ihn nicht hingeführt hätte.

      In diesem schwach beleuchteten Haus bat Saul die Frau, den Geist des Propheten Samuel zu beschwören. Und als die Gestalt erschien, war die Botschaft kein Trost – es war ein Urteil. Samuels Worte waren erschreckend: Weil Saul dem Herrn ungehorsam gewesen war, würde ihm das Königreich entrissen werden, und am nächsten Tag würden er und seine Söhne in der Schlacht fallen.

      Saul hatte nach Hoffnung gesucht … aber die Bestätigung seines Untergangs gefunden.

      In dieser Geschichte geht es nicht nur um eine Hexe. Es geht darum, was passiert, wenn wir Antworten außerhalb von Gottes Willen suchen. Es geht um die Gefahr spiritueller Kompromisse, wenn Angst uns kontrolliert. Sauls Tragödie bestand nicht darin, dass Gott schwieg. Es war Sauls Weigerung, zu dem Gott zurückzukehren, der auf seine Reue wartete.

      Wenn der Himmel still zu sein scheint, lauf nicht zu verbotenen Stimmen.
      Wenn du dich verloren fühlst, mach keine Kompromisse bei deiner Gehorsamkeit.
      Das Schweigen Gottes ist oft eine Einladung zur Hingabe – keine Ausrede, um nach Ersatz zu suchen.

      Angst wird dich zu Abkürzungen drängen. Der Glaube wird dich zur Hingabe zurückrufen.

      Entscheide dich für den Glauben


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    • März 9thIsai, der Vater, der nur das Sichtbare sah

      Jesse war ein einfacher Mann aus Bethlehem…

      Er hatte viele Söhne, die stark, fähig und in den Augen der Welt beeindruckend waren.
      Er sorgte für sie. Er zog sie groß. Er hoffte auf ihre Zukunft.

      Aber Gottes Wahl war nicht die offensichtliche.
      Es war der Jüngste, den Jesse kaum beachtete, David.
      Derjenige, den die Welt übersah, derjenige, den sein eigener Vater nicht als ersten in Betracht zog.

      Als Samuel kam, um Gottes König zu salben, stellte Jesse seine Söhne voller Stolz vor.
      Er schaute auf das, was er sehen konnte: Größe, Stärke, äußeres Erscheinungsbild.

      Aber Gott sagte:
      „Achte nicht auf sein Aussehen und seine Größe, denn ich habe ihn verworfen. Die Menschen schauen auf das Äußere, aber der Herr schaut auf das Herz.“
      (1. Samuel 16,7)

      In einer Zeit, in der Jesse nur das Offensichtliche sehen konnte, entschied sich Gott für das Herz.
      Es war nicht das Stärkste, das Größte oder das Beeindruckendste. Es war das Herz, das zählte …

      Manchmal sind wir in unserem eigenen Leben wie Jesse.
      Wir konzentrieren uns auf das, was beeindruckend erscheint, was erfolgreich aussieht, was sich sicher anfühlt. Aber Gott sieht über die Oberfläche hinaus. Er sieht unser Herz, unsere Motive und unsere Treue in den stillen Momenten …

      Jesse erinnert uns daran, dass es bei der Erziehung, der Mentorenschaft und sogar auf unserem eigenen Weg um den Glauben an Gottes unsichtbaren Plan geht.
      Es geht darum, darauf zu vertrauen, dass er durch das Unerwartete, das Übersehene und das Unterschätzte wirken kann.

      In einer Welt, die das Sichtbare schätzt, ruft Gott uns dazu auf, das Herz zu schätzen.
      Es zu pflegen, ihm zu vertrauen, es zu ehren.

      Denn Gottes Pläne drehen sich nie um das Offensichtliche …
      Sie drehen sich um die Gläubigen, die Demütigen und diejenigen, die bereit sind, still, treu und vollständig gebraucht zu werden. ❤️‍🔥



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    • März 5thAbigail – eine Frau mit gutem Verstand und schönem Aussehen

      Als die Bibel Abigail in 1. Samuel 25 vorstellt, macht sie das ganz bewusst. Sie fängt nicht mit ihrer Schönheit an. Sie sagt, dass sie eine Frau mit gutem Verstand und schönem Aussehen war.

      Die New Living Translation sagt, dass sie vernünftig und schön war. Erst Verstand, dann Schönheit.

      Der Himmel stellte sie zuerst nach ihren Tugenden und dann nach ihrem Aussehen vor. Das zeigt, was Gott wichtig ist. In Psalm 23, Vers 5 wird zuerst Öl auf den Kopf gegossen, dann fließt der Kelch über.

      Abigail hatte etwas auf dem Kopf. Sie hatte Verstand. Und als die Krise kam, rettete dieser Verstand ihren Haushalt.

      Sie war mit Nabal verheiratet, einem reichen Mann mit Einfluss und Vermögen. Aber die Bibel sagt, dass er hart und böse in seinen Geschäften war. Man kann wissen, wie man Reichtum vermehrt, und trotzdem nicht wissen, wie man Frieden vermehrt.

      Dennoch lebte Abigail in diesem Haus und blieb vernünftig. Sie ließ nicht zu, dass eine harte Umgebung ihren Geist korrumpierte. Das ist Reife. Weisheit ist nicht nur das, was man weiß. Es ist das, was man ablehnt zu werden.

      Als Nabal Davids Männer beleidigte, rannten die Diener nicht zu ihrem Herrn. Sie rannten zu Abigail. Das spricht Bände.

      Sie sagten, niemand könne mit Nabal sprechen, aber sie könnten mit ihr sprechen. Sie war zugänglich. Sie hörte zu. Sie behandelte die Menschen mit Würde.

      Dein Charakter bestimmt, welche Informationen dich erreichen. Wäre sie grausam gewesen, hätten die Diener geschwiegen und es wäre zu einer Katastrophe gekommen. Ihre Freundlichkeit ermöglichte ihr, Hilfe zu holen.

      In der Bibel heißt es: „Da eilte Abigail.“ Sie diskutierte nicht. Sie zögerte nicht. Sie handelte. Schnelligkeit in Krisensituationen ist mächtig. Viele Katastrophen nehmen zu, weil jemand gezögert hat.

      Sie bereitete Brot, Wein, Schafe, Getreide, Rosinen und Feigen vor. Keine Reste, sondern Überfluss. Wenn du einen Fehler korrigierst, dann mach es gründlich. Eine hervorragende Reaktion kann eine Katastrophe neutralisieren.

      Sie erzählte es ihrem Mann nicht. Das war keine Rebellion. Es war Einsicht. Sie wusste, dass Stolz die Rettung verhindern würde. Weisheit weiß, wann Schweigen strategisch sinnvoll ist, wie uns Prediger 3 lehrt. Das richtige Timing ist Teil des Verständnisses.

      Als sie David traf, stieg sie schnell vom Pferd und verbeugte sich. Eine reiche Frau. Eine schöne Frau. Eine vernünftige Frau. Und sie verbeugte sich. Das war keine Schwäche. Es war Strategie.

      Sie sagte: „Auf mich, mein Herr, auf mich komme diese Ungerechtigkeit.“ Sie übernahm die Verantwortung für etwas, das sie nicht getan hatte. Das ist Führungsstärke. Echte Führungsstärke nimmt Druck auf sich, um andere zu schützen. Selbstlosigkeit in Krisenzeiten bewahrt das Vermächtnis.

      Dann sprach sie über Davids Zukunft. Sie erinnerte ihn daran, dass der Herr ihm ein dauerhaftes Haus bauen würde. Sie verwies auf seine Schlachten, sogar auf die Schleuder. Während ihr Mann ihn abtat, erkannte sie das Schicksal. Unterscheidungsvermögen sieht, was Stolz ignoriert.

      Sie schützte David auch vor sich selbst. Sie warnte ihn, nicht mit eigener Hand Rache zu nehmen. Eine sanfte Antwort wendet den Zorn ab, heißt es in Sprüche 15, Vers 1. Ihre Demut entwaffnete einen Krieger.

      Davids Antwort zeigt ihre Macht. „Gesegnet sei dein Rat. Ich habe auf deine Stimme gehört.“ Nicht auf ihre Schönheit, sondern auf ihre Stimme. Das ist Einfluss. Einfluss ist Klarheit unter Druck.

      Sie hatte kein Schwert, aber sie hielt vierhundert bewaffnete Männer auf. Das ist die Stärke einer klugen Frau.

      Sie setzte sich für ihren Haushalt ein. Sie beschützte die Diener. Sie bewahrte einen zukünftigen König vor Schuld. Sie handelte, bevor das Unglück eintraf. Das ist Weitsicht.

      Und als Nabal später starb, geschah dies nicht durch ihre Hand oder Davids Schwert. Gott kümmerte sich um ihn. Manchmal besteht deine Aufgabe nicht darin, zu kämpfen, sondern weise zu handeln und den Rest dem Himmel zu überlassen. Die Rache gehört dem Herrn, wie uns Römer 12, Vers 19 erinnert.

      Das habe ich gelernt. Schönheit mag eine Tür öffnen, aber Verständnis erhält ein Haus. Reichtum mag Mauern errichten, aber Weisheit hält sie aufrecht. Stolz kann mit einem Satz zerstören, was Jahre gedauert hat, aufzubauen. Demut kann mit einem Gespräch Zerstörung verhindern.

      Abigail lehrt uns, dass man in einer schwierigen Umgebung leben und trotzdem würdevoll bleiben kann. Man kann mächtige Menschen beeinflussen, ohne die Stimme zu erheben.

      Und manchmal ist die mächtigste Person in einer Krise nicht die mit dem Schwert. Es ist die mit Verständnis.

      Das ist Abigail. Eine vernünftige und schöne Frau.

      Und wenn Weisheit zur richtigen Zeit spricht, hört sogar das Schicksal zu.


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    • März 4thDie Rüstung, die du nie tragen solltest!

      Die Rüstung, die du nie tragen solltest!

      Ich hab 1. Samuel 17 gelesen, und plötzlich hat sich in meinem Herzen was getan, was ich noch nie so erlebt hab. David ist nicht einfach schreiend aufs Schlachtfeld gerannt. Er hat zugehört.

      Er hat immer wieder gefragt: „Was bekommt derjenige, der diesen Philister besiegt?“ Sie haben ihm von der Belohnung erzählt. Sie haben es wiederholt. Seine Frage wurde Saul berichtet, und Saul ließ ihn zu sich kommen.

      Halt mal kurz inne. Der Hirtenjunge, der im Haus seines Vaters vergessen worden war, wird nun vom König gerufen. Nicht weil er einen Titel hatte. Nicht weil er eine Rüstung hatte. Sondern weil er Überzeugung hatte.

      Stell dir nun die Szene vor. Saul ist immer noch König.
      Er hat immer noch den Thron. Er hat immer noch die Krone. Aber er hat nicht mehr den Mut. Er hat die Position, aber die Salbung hat sich verlagert. Und manchmal im Leben versetzt Gott dich in eine Organisation, in ein System, in eine Umgebung, in der die verantwortliche Person immer noch das Amt innehat, aber nicht mehr das Öl.

      Und dann lässt Gott ein Problem zu. Nicht, um den Ort zu zerstören, sondern um die nächste Stufe von dir zu offenbaren.

      Goliath war nicht nur ein Riese. Er war eine Ankündigung. Er war die Bühne für den Aufstieg. Die Person in der Position hatte ihre Grenze erreicht. Aber David war noch im Aufstieg begriffen.

      Als David schließlich vor Saul stand, sagte er etwas, das mich noch immer bewegt: „Niemand soll wegen ihm verzagen; dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen.“

      Sehen Sie, was gerade passiert ist? Der König sollte eigentlich das Volk beruhigen. Aber jetzt beruhigt ein Hirtenjunge den König. In diesem Moment hat sich die Führung verschoben, noch bevor sich der Thron überhaupt bewegt hat.

      Aber Saul antwortete aus seiner Sicht. „Du bist nicht fähig … Du bist nur ein Jugendlicher … Er ist seit seiner Jugend ein Kriegsmann.“

      Saul hat nicht gelogen. Die Fakten waren korrekt. David war jung. Goliath war erfahren. Die Rechnung sprach nicht für David.

      Und genau da stehen viele von euch. Die Fakten lügen nicht. Die Diagnose ist echt. Das Bankkonto ist echt. Die Konkurrenz ist echt. Die Erfahrungslücke ist echt.

      Aber was Saul nicht sehen konnte, war, dass David nicht aus menschlicher Qualifikation heraus handelte. Er handelte aus göttlicher Geschichte heraus.

      Die Bibel sagt, dass David beharrlich war. Es gab ein Hin und Her. Saul nannte Gründe, warum er verlieren würde. David nannte Gründe, warum er gewinnen würde.

      Ihr müsst lernen, das in eurem eigenen Kopf zu tun. Wenn euch das Leben Gründe gibt, aufzugeben, müsst ihr mit Gründen antworten, weiterzumachen.

      David begann, über seine Vergangenheit zu sprechen. Über Löwen. Über Bären. Über Schlachten, die niemand gesehen hat. Über Siege, die im Verborgenen stattfanden. Man kann nicht bekannt werden für etwas, das man nicht im Verborgenen gemeistert hat.

      Viele Menschen wollen die Bühne, aber sie meiden das Feld. Sie wollen Applaus, aber sie lehnen die Vorbereitung ab. David wachte an diesem Tag nicht mutig auf. Er wurde an einsamen Orten trainiert.

      Und dann sagte er etwas, das alles über sein Selbstvertrauen verrät: „Der Herr, der mich aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären befreit hat, wird mich auch von diesem Philister befreien.“

      Er erinnerte sich. Und das ist praktische Weisheit für dein Leben. Halte fest, wann Gott dich gerettet hat. Denn es wird einen weiteren Tag geben, an dem du Kraft aus der Befreiung von gestern schöpfen musst.

      Saul gab schließlich nach. „Geh, und der Herr sei mit dir.“ Aber dann machte Saul ein Angebot. Er legte David seine Rüstung an. Oberflächlich betrachtet sah es nach Unterstützung aus. Es sah nach Mentoring aus. Es sah nach Weisheit aus.

      Aber ich will dir was sagen, das mich echt beeindruckt hat. Wenn Sauls Rüstung Goliath besiegen könnte, hätte Saul sie selbst getragen.

      Er bot David etwas an, das ihm selbst nie den Sieg gebracht hatte. Und das ist der Fehler, den viele von uns gemacht haben.

      Wir akzeptieren Strategien von Leuten, die ihre eigenen Riesen nicht besiegt haben. Wir tragen Systeme, die nie in unseren Händen getestet wurden. Wir übernehmen Methoden, die die Gnade ersticken, die Gott in unser Leben gelegt hat.

      David versuchte, darin zu gehen. Er spürte das Gewicht davon. Und dann sagte er den Satz, der sein Schicksal rettete: „Ich kann damit nicht gehen, denn ich habe sie nicht getestet.“

      Er zog sie aus. Gott sei Dank zog er sie aus.

      Denn wenn er in Sauls Rüstung auf das Schlachtfeld gegangen wäre, wäre er vielleicht in etwas Beeindruckendem, aber Unwirksamem gestorben.

      Freund, was trägst du, das du nicht getestet hast?

      Welche Lebensweise hat dir jemand vermittelt, die professionell aussieht, aber deine Salbung zunichte macht? Welchen Rat hast du angenommen, weil jemand eine bestimmte Position hatte, und nicht, weil er Früchte trug?

      Gott hatte David mit einer Schleuder ausgebildet. Das sah nicht logisch aus. Es sah nicht raffiniert aus. Es sah nicht königlich aus. Aber es hatte sich bewährt.

      Und hier wird es noch schöner. Die Bibel sagt, dass David zum Bach hinunterging und fünf glatte Steine aus dem Bach auswählte.

      Aus dem Bach. Nicht vom trockenen Boden.

      Er hätte Steine nehmen können, die überall verstreut lagen. Aber er wählte sie aus fließendem Wasser aus.

      Nichts in der Heiligen Schrift ist Zufall. Dieser Bach steht für Leben. Er steht für etwas Fließendes, etwas Frisches. Von Wasser geformte Steine sind glatt, weil sie durch Bewegung verfeinert wurden. Wasser entfernt raue Kanten. Wasser formt Dinge still und leise.

      Gnade tut das mit uns. Barmherzigkeit tut das mit uns. Man kann nicht über den Bach sprechen, ohne an lebendiges Wasser zu denken. An den Geist Gottes. An den Gott, der sieht, El Roi. An den Gott der Barmherzigkeit und des Mitgefühls, El Rachum.

      David trug nicht einfach nur Steine. Er trug von Gnade geformte Steine. Gnade ist die göttliche Fähigkeit, das zu tun, was man aus eigener Kraft niemals tun könnte. Barmherzigkeit ist, dass Gott einem nicht das gibt, was man verdient. Gnade ist, dass Gott einem das gibt, was man niemals verdienen könnte.

      Und er wählte fünf aus. Manche sehen in dieser Zahl Gnade. Ich sehe Vorbereitung, getränkt von Gegenwart. Ich sehe einen Mann, der nicht auf trockene Strategien vertraute. Er vertraute auf das, was im Fluss geformt worden war.

      Er ging nicht mit geliehener Rüstung auf Goliath zu. Er ging mit dem, was im Fluss geformt worden war.

      Und damit möchte ich schließen. Glaub an deine Schleuder.

      Glaub an das, was unbedeutend aussieht, aber im Verborgenen trainiert wurde. Glaub an die Idee, die Gott dir zugeflüstert hat und die nicht so ausgefeilt aussieht wie das, was andere präsentieren.

      Vielleicht gehst du in eine Präsentation und alles, was du hast, ist eine Schriftstelle, die Gott dir gegeben hat. Sie sieht nicht aus wie eine Harvard-Abschlussarbeit. Sie sieht nicht aus wie eine brillante Unternehmenspräsentation. Aber wenn Gott sie inspiriert hat, hat sie mehr Kraft als Prestige.

      Vielleicht baust du etwas, das zu einfach aussieht. Aber wenn es im Fluss der Gegenwart Gottes geformt wurde, hat es Gnade.

      Gib nicht auf, was durch lebendiges Wasser geformt wurde, um etwas zu tragen, das auf trockenem Boden geschmiedet wurde.

      Die Gnade in deinem Leben hängt nicht von einer geliehenen Rüstung ab. Sie hängt von dem ab, was Gott dir schon in die Hand gegeben und im Strom geformt hat.

      Denk an deine Löwen. Denk an deine Bären. Denk an deine Rettungen. Und wenn der Moment kommt, zieh nicht etwas an, das nie dazu gedacht war, deinen Kampf zu gewinnen.

      Geh zurück zum Strom. Nimm deine Schleuder.
      Und vertraue auf den Gott, der rettet.


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    • Feb. 26thWenn du denkst, dass Gott Hannah ein Baby geschenkt hat, nur um ihre Scham wegzunehmen, dann verpasst du das tiefere Wunder

      Wenn du denkst, dass Gott Hannah ein Baby geschenkt hat, nur um ihre Scham wegzunehmen, dann verpasst du das tiefere Wunder.

      Viele von uns lesen ihre Geschichte, als wäre sie einfach. Eine gebrochene Frau betet. Gott antwortet. Sie lächelt wieder. Ende der Geschichte.

      Aber ist das wirklich passiert?

      Schlag mal deine Bibel bei 1. Samuel 1 auf und stell dir für einen Moment vor, du wärst in ihrem Haus. Das war kein stilles Leiden. Das war täglicher Schmerz. In der Bibel steht: „Weil der Herr Hannas Gebärmutter verschlossen hatte, provozierte ihre Rivalin sie immer wieder, um sie zu ärgern“ (1. Samuel 1,6, NIV). Das war keine einmalige Beleidigung. Es passierte Jahr für Jahr.

      Stell dir den Tisch während des Abendessens vor. Kinder lachen. Peninna lächelt. Hanna sitzt mit leeren Armen da. Der Klang des Segens eines anderen erfüllt den Raum. Ihr eigenes Herz ist still.

      In der Bibel steht: „Das ging Jahr für Jahr so. Immer wenn Hanna zum Haus des Herrn ging, provozierte ihre Rivalin sie, bis sie weinte und nichts mehr essen konnte“ (1. Samuel 1,7, NIV). Sie war nicht nur traurig. Sie verlor ihren Appetit. Ihr Körper spürte, was ihre Seele durchmachte.

      Hast du das schon mal erlebt? Außen lächelst du, aber innen brichst du zusammen? Du sitzt in Räumen, in denen andere Menschen das feiern, worum du noch betest?

      Als Hannah schließlich zum Tempel geht, spricht sie kein höfliches Gebet. Sie schüttet ihr Herz aus. „In ihrer tiefen Not betete Hannah zum Herrn und weinte bitterlich“ (1. Samuel 1,10, NIV). Das hebräische Bild hier ist tiefe Trauer, keine leisen Tränen.

      Ihre Lippen bewegten sich, aber es kam kein Ton heraus. Der Priester Eli sah sie an und dachte, sie sei betrunken. Stell dir das vor. Du bist am Tiefpunkt angelangt. Du schüttest Gott dein Herz aus. Und dein geistlicher Führer denkt, du hättest getrunken.

      Hast du dich in deinem Schmerz jemals missverstanden gefühlt?

      Aber hör dir genau an, was Hannah als Nächstes sagt. „Allmächtiger Herr, wenn du nur auf das Elend deiner Magd schaust und mich nicht vergisst, sondern deiner Magd einen Sohn schenkst, dann werde ich ihn dem Herrn für alle Tage seines Lebens geben“ (1. Samuel 1,11, NIV).

      Lies das noch einmal.

      Wenn du ihn mir gibst, werde ich ihn zurückgeben.

      Wer betet so?

      Wir lieben den nächsten Teil. „Mit der Zeit wurde Hannah schwanger und gebar einen Sohn. Sie nannte ihn Samuel“ (1. Samuel 1,20, NIV). Wir stellen uns vor, wie sie ihn im Arm hält. Wie sie sein Haar riecht. Wie sie ihn weinen hört. Wie sie ihm beim Laufenlernen zusieht.

      Aber mit dieser Freude war ein Versprechen verbunden.

      Sie behielt ihn, bis er entwöhnt war. Die meisten Gelehrten glauben, dass das etwa drei Jahre waren. Drei Jahre, um „Mama“ zu sagen. Drei Jahre, um ihn nachts zu kuscheln. Drei Jahre, um das Wunder zu lieben, auf das sie so lange gewartet hatte.

      Und dann erinnerte sie sich an ihr Gelübde.

      An dieser Stelle würden viele von uns die Geschichte ändern. Wir würden sagen: Sicherlich versteht Gott das. Sicherlich erwartet er nicht, dass ich das einzige aufgeben, um das ich gebeten habe.

      Aber Hannah änderte ihre Meinung nicht.

      „Als sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie den Jungen, so jung er auch war, mit sich, zusammen mit einem dreijährigen Stier, einem Epha Mehl und einem Schlauch Wein, und brachte ihn zum Haus des Herrn in Silo“ (1. Samuel 1,24, NIV).

      So jung er auch war.

      Können Sie sich vorstellen, wie ihr kleiner Sohn ihre Hand hält, während sie zum Tempel gehen? Sie bringt nicht nur ein Opfer dar. Sie bringt ihr Herz dar.

      Sie sagt zu Eli: „Ich habe um dieses Kind gebetet, und der Herr hat mir gegeben, worum ich ihn gebeten habe. Nun gebe ich ihn dem Herrn“ (1. Samuel 1,27–28, NIV).

      Sie gab ihn demselben Priester zurück, der sie einst für betrunken gehalten hatte.

      Sie opferte nicht nur ein Kind. Sie gab ihr tiefstes Verlangen auf. Dann ging sie wieder zurück in ihr stilles Haus.

      Warum sollte Gott das verlangen?

      Weil Gott nicht nur ein Baby brauchte. Israel befand sich in geistiger Finsternis. „In jenen Tagen war das Wort des Herrn selten; es gab nicht viele Visionen“ (1. Samuel 3,1, NIV). Das Volk brauchte einen Propheten, der Gottes Stimme hören konnte.

      Samuel würde im Tempel aufwachsen. „Der Herr war mit Samuel, während er aufwuchs“ (1. Samuel 3,19, NIV). Er würde Könige salben. Er würde eine Nation führen. Er würde Öl auf Davids Kopf gießen.

      Gott hat nicht einfach nur das Gebet einer Frau erhört. Er hat Geschichte geschrieben.

      Peninna hatte Kinder. Aber Hannah hatte sich hingegeben.

      Gott wartete auf eine Frau, die ihn mehr liebte als das Geschenk.

      Wenn du heute weinst, wenn dein Herz sich leer anfühlt, dann hör bitte auf diese Worte: „Der Herr ist nah denen, die zerbrochenen Herzens sind, und rettet die, die im Geist zerschlagen sind“ (Psalm 34,18, NIV). Gott ignorierte Hannah nicht. Er bereitete sie vor.

      Vielleicht ist das, was sich wie eine Verzögerung anfühlt, eine Schulung. Vielleicht formt dich das, was sich wie Stille anfühlt, für etwas Größeres, als du sehen kannst.

      Nachdem Hannah Samuel geboren hatte, vergaß Gott sie nicht. „Und der Herr war Hannah gnädig; sie gebar drei Söhne und zwei Töchter“ (1. Samuel 2,21, NIV). Ihre Geschichte endete nicht mit einem Verlust. Sie wurde erweitert.

      Gott lässt seine Kinder nicht leer zurück. In der Bibel steht: „Dem aber, der weit mehr tun kann, als wir bitten oder verstehen“ (Epheser 3,20, NIV). Er gibt uns mehr, als wir im Moment sehen können.

      Ich möchte dir eine persönliche Frage stellen.

      Wenn Gott genau das verlangen würde, worum du gebetet hast, würdest du ihm dann immer noch vertrauen? Vertraust du ihm nur, wenn er dir etwas gibt? Oder vertraust du ihm auch, wenn er etwas von dir verlangt?

      Hanna lehrt uns diese Wahrheit. Die größten Wunder gehen oft mit der tiefsten Hingabe einher.

      Sie gab einen Sohn für eine gewisse Zeit auf. Gott benutzte diesen Sohn, um eine Nation zu formen. Und er segnete sie über ihre ursprünglichen Vorstellungen hinaus.

      Manchmal liegt das wahre Wunder nicht nur im Empfangen. Es liegt auch im Loslassen.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 26thWarum hat Jonathan den Thron aufgegeben, den er haben konnte?

      Ich komme mal wieder auf die Geschichte von David und Jonathan in 1. Samuel 18–20 zurück und versuche, sie langsam und im historischen Kontext zu lesen. Es ist einfach, ihre Beziehung als einfache Lektion über Freundschaft zu sehen. Aber wenn man genauer hinschaut, ist der Kontext politisch, fragil und gefährlich.

      Jonathan war der Sohn von König Saul.
      Nach der normalen Thronfolge war er
      der Erbe des Throns von Israel.
      Er hatte schon in 1. Samuel 14 Mut
      und Glauben im Kampf gezeigt.
      Er war nicht schwach oder passiv.
      Er war ein Prinz, der auf den Herrn vertraute
      und entschlossen handelte.

      Menschlich gesehen lag die Zukunft des Königreichs in seinen Händen.

      David war jedoch schon
      in 1. Samuel 16 von Samuel gesalbt worden.
      Diese Salbung fand im Stillen statt,
      aber sie markierte Gottes Wahl.
      Als David später Goliath besiegte
      und die Gunst des Volkes gewann,
      wurden die Spannungen sichtbar.

      Der Gesang der Frauen in 1. Samuel 18,7
      weckte Sauls Eifersucht, und von diesem
      Zeitpunkt an war das Königreich in Unruhe.

      In diesem Zusammenhang heißt es in 1. Samuel 18,1,
      dass Jonathans Seele
      mit Davids Seele verbunden war.

      Jonathan schloss einen Bund mit ihm.
      Dann zog er sein Gewand, seine Rüstung,
      sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel aus
      und gab sie David (1. Samuel 18,4).

      Das waren keine gewöhnlichen Gegenstände.
      Das Gewand symbolisierte königliche Würde.
      Die Waffen standen für
      Autorität und Stärke.

      Ich glaube, dass Jonathans Handlung bewusst war.
      Er verbündete sich mit David zu einer Zeit,
      als die Unterstützung Davids ihn seine Zukunft kosten konnte.

      Im weiteren Verlauf der Erzählung
      wird Sauls Eifersucht gewalttätig.

      In 1. Samuel 20 stand Jonathan zwischen der Loyalität zu seinem Vater und der Loyalität
      zu seinem Bund mit David.

      Seinen Vater zu ehren war
      in Israel eine wichtige Pflicht.

      Trotzdem entschied sich Jonathan, David zu warnen
      und ihm Sauls Absichten zu bestätigen.
      Er leugnete die Gefahr nicht.
      Er gab nicht vor, neutral zu sein.
      Er erkannte an, was der Herr tat.

      In 1. Samuel 23,17 sagte Jonathan zu David:
      „Du sollst König über Israel sein,
      und ich werde neben dir stehen.“

      Diese Aussage zeigt, dass er sich dessen bewusst war.

      Jonathan erkannte, dass das Königreich
      letztendlich dem Herrn gehörte.
      Er klammerte sich nicht daran wie an persönliches Eigentum.
      Er unterwarf sich Gottes souveräner Führung,
      auch wenn er dadurch verdrängt wurde.

      Nach Jonathans Tod in 1. Samuel 31
      trauerte David aufrichtig (2. Samuel 1).
      Jahre später, in 2. Samuel 9, suchte David
      Mefiboschet, Jonathans Sohn, auf und zeigte
      ihm aus Liebe zu Jonathan Güte.

      Der Bund, den sie in ihrer Jugend geschlossen hatten,
      wurde in der nächsten Generation fortgesetzt.
      Ihre Beziehung war nicht nur
      sentimental, sondern auch vertraglich.

      Wenn ich über diese Geschichte nachdenke, wird mir klar,
      dass keine Figur des Alten Testaments für sich allein steht.
      Jonathans Loyalität trug dazu bei, Davids Leben zu retten.

      Und Davids Erhalt war über seine eigene Regierungszeit hinaus von Bedeutung.

      In 2. Samuel 7,12–16 versprach der Herr,
      dass Davids Haus und Königreich Bestand haben würden
      und dass aus diesem Geschlecht schließlich der Messias hervorgehen würde.

      Das Matthäusevangelium beginnt damit,
      dass Jesus Christus
      als Sohn Davids bezeichnet wird (Matthäus 1,1).

      Jonathan wusste nicht, was Gott
      durch Davids Linie alles erreichen würde.

      Er entschied sich einfach, sich
      dem anzuschließen, was der Herr in seiner Generation tat.

      Doch seine Treue wurde Teil
      der größeren Erlösungsgeschichte,
      die sich durch David
      und schließlich bis zu Christus fortsetzte.

      Wenn man das bedenkt, wirkt die Erzählung
      solider und lehrreicher, ohne dramatisch zu sein.
      Jonathan stand nicht im Mittelpunkt der Erlösungsgeschichte.
      David auch nicht. Aber beide waren Teil davon.

      Ihr Gehorsam und ihre Loyalität waren
      in Gottes sich entfaltenden Plan eingebunden.

      Diese Erkenntnis macht mich demütig.
      Sie erinnert mich daran, dass Treue
      in einer Generation Zwecken dienen kann,
      die weit über das hinausgehen, was zu dieser Zeit sichtbar ist.


      by Jule with no comments yet
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