
Alle zehn warteten.
Alle zehn hatten Lampen.
Alle zehn glaubten, der Bräutigam würde kommen.
Doch nur fünf waren bereit.
Äußerlich sahen sie alle gleich aus.
Dieselbe Lampen. Derselbe Ort. Dasselbe Warten.
Der Unterschied lag nicht im Aussehen.
Es lag in der Vorbereitung.
Öl kann man nicht im letzten Moment leihen.
Es muss täglich mitgebracht werden.
Es steht für ein Leben, das mit Gott verbunden bleibt, auch wenn niemand zuschaut.
Glaube beweist sich nicht in der Öffentlichkeit.
Er wurzelt im stillen Gehorsam.
Im täglichen Gebet.
In der Entscheidung für Gott, selbst wenn es sich gewöhnlich anfühlt.
Als die Tür geschlossen wurde, geschah es nicht, weil sie nicht glaubten.
Sondern weil sie nicht bereit waren.
Gott ist gütig.
Er gibt Zeit.
Er warnt.
Er gibt Gelegenheit.
Doch die Zeit wird nicht ewig offen bleiben. Es kommt der Moment, in dem das Warten zur Rechenschaft wird.
Und an dich, der du das liest:
Dies soll dich nicht erschrecken,
sondern dich aufrütteln.
Bequemer Glaube ist nicht dasselbe wie ein vorbereiteter Glaube.
Verschiebe nicht, was täglich zu tun ist.
Geh nicht davon aus, dass morgen immer kommt.
Halte deine Lampe hell.
Halte dein Herz bereit.
Denn wer sein Herz vorbereitet,
wird nicht in Panik geraten, wenn er kommt.
📖 Matthäus 25,1–13
by Jule with 1 comment