• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • März 9thWenn die Hoffnung verloren scheint, aber Gott immer noch am Werken ist

      Wenn die Hoffnung verloren scheint, aber Gott immer noch am Werk ist

      Die Bibel erzählt viele Geschichten über Glauben, Sieg und Wunder. Aber sie erzählt auch Geschichten über tiefes Leid. Einer der schmerzhaftesten Momente in der Heiligen Schrift findet sich im Leben Jakobs. Es ist der Moment, in dem ein Vater glaubte, seinen geliebten Sohn verloren zu haben.

      In Genesis 37 lesen wir über Josef und seine Brüder. Josef wurde von seinem Vater sehr geliebt, aber seine Brüder wurden eifersüchtig auf ihn. Ihre Eifersucht wurde langsam zu Hass. Eines Tages beschlossen sie, Josef als Sklaven zu verkaufen. Um zu verbergen, was sie getan hatten, tauchten sie Josefs Mantel in Tierblut und brachten ihn zu ihrem Vater zurück.

      Als Jakob den Mantel sah, brach ihm das Herz. In der Bibel steht: „Da zerriss Jakob seine Kleider, legte ein Sacktuch an und trauerte viele Tage um seinen Sohn.“ (1. Mose 37,34, NIV). Seine Trauer war tief und schmerzhaft. Keine Worte konnten ihn trösten. In der Bibel steht auch: „Alle seine Söhne und Töchter kamen, um ihn zu trösten, aber er ließ sich nicht trösten“ (1. Mose 37,35, NIV).

      Jakob sagte etwas, das zeigt, wie groß seine Trauer war. „Nein“, sagte er, „ich werde weiter trauern, bis ich zu meinem Sohn ins Grab komme.“ (Genesis 37,35, NIV). Das war nicht nur Traurigkeit. Das war das gebrochene Herz eines Vaters.

      Joseph war nicht nur eines von vielen Kindern. Er war der Sohn Jakobs im hohen Alter. Er war der Sohn von Rachel, der Frau, die Jakob sehr liebte. Joseph stand für Freude und Hoffnung in Jakobs Leben. Und in einem einzigen Moment schien diese Hoffnung verschwunden zu sein.

      Hast du jemals so etwas empfunden? Vielleicht hast du kein Kind verloren, aber vielleicht hast du etwas verloren, das dir sehr wichtig war. Vielleicht war es ein Traum, eine Beziehung oder ein Plan, für den du oft gebetet hast. Manchmal bringt das Leben Momente mit sich, die genauso schmerzhaft sind.

      Jakobs Trauer war ehrlich und echt. Die Bibel verschweigt seinen Schmerz nicht. Sie zeigt uns, dass selbst die großen Glaubensführer tiefe Trauer empfanden. Selbst von Gott auserwählte Menschen durchleben Zeiten der Tränen. Der Glaube nimmt den Schmerz nicht aus unserem Leben.

      Jakob sah den blutigen Mantel und glaubte, das Schlimmste sei geschehen. Für ihn war der Beweis eindeutig. Der Mantel schien zu sagen, dass Joseph für immer fort war.

      Aber was Jakob nicht sehen konnte, war etwas Erstaunliches. Joseph war nicht tot. Gott wirkte weiterhin durch sein Leben.

      Joseph war als Sklave nach Ägypten gebracht worden. Es sah nach einer schrecklichen Situation aus, aber tatsächlich war es der Anfang eines größeren Plans. Während Jakob in Kanaan weinte, leitete Gott die Ereignisse in Ägypten.

      Hast du jemals einen Moment erlebt, in dem alles um dich herum zu sagen schien, dass es vorbei sei? Manchmal sehen die Umstände endgültig aus. Manchmal sieht die Situation hoffnungslos aus. Aber die Geschichte von Joseph erinnert uns daran, dass Gott auch dann wirken kann, wenn wir es nicht sehen können.

      Die Bibel zeigt uns später eine wichtige Wahrheit. Joseph selbst sagte zu seinen Brüdern: „Ihr habt Böses gegen mich im Sinn gehabt, aber Gott hat es zum Guten gewendet, um das zu erreichen, was jetzt geschieht: die Rettung vieler Menschenleben“ (1. Mose 50,20, NIV).

      Denk mal einen Moment darüber nach. Was Menschen zum Bösen im Sinn hatten, hat Gott zum Guten gewendet.

      Ein weiterer überraschender Aspekt dieser Geschichte ist, dass Gott Jakob nicht sofort alles erklärte. Gott erschien nicht und sagte ihm, dass Joseph noch am Leben war. Jakob musste viele Jahre lang mit seiner Trauer leben.

      Warum hat Gott das zugelassen?

      Manchmal wächst der Glaube nicht, wenn wir alles verstehen, sondern wenn wir auch ohne Antworten weiter vertrauen. Es gibt Zeiten, in denen Gott still zu sein scheint. Aber Stille bedeutet nicht, dass er nicht da ist.

      Die Bibel erinnert uns daran: „Der Herr ist nah denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die zerknirscht sind“ (Psalm 34,18, NIV). Selbst als Jakob sich in seiner Trauer allein fühlte, war Gott immer noch in seiner Nähe.

      Gott hatte Abraham, Isaak und Jakob bereits Verheißungen für ihre Zukunft gegeben. Ihre Familie würde zu einem großen Volk werden. Diese Verheißung verschwand nicht aufgrund eines einzigen schmerzhaften Ereignisses.

      Genauso macht unser Schmerz Gottes Pläne für unser Leben nicht zunichte. Unsere Tränen löschen seine Verheißungen nicht aus.

      Jakob hatte das Gefühl, dass sein Leben auseinanderfiel. Aber in Wirklichkeit ging es weiter.

      Die Bibel sagt uns, dass Jakob sich nicht trösten lassen wollte. Trauer ist ein natürlicher Teil des Lebens. Gott versteht, wenn unser Herz schmerzt. Doch wenn wir ewig in Trauer leben, kann das unsere Seele gefangen halten.

      Manchmal bleiben Menschen länger als nötig in schmerzhaften Zeiten gefangen. Sie bauen ihr Leben um die Traurigkeit der Vergangenheit herum auf.

      Aber Jakobs Geschichte war noch nicht zu Ende. Eines Tages erreichte ihn eine überraschende Nachricht. Seine Söhne erzählten ihm etwas, das er kaum glauben konnte.

      Joseph lebte noch.

      In der Bibel heißt es: „Jakobs Herz wurde schwach; er glaubte ihnen nicht.“ (1. Mose 45,26, NIV). Zuerst schien es unmöglich. Aber dann sah Jakob die Wagen, die Joseph aus Ägypten geschickt hatte.

      In der Bibel steht: „Als er die Wagen sah, die Joseph geschickt hatte, um ihn zurückzuholen, lebte der Geist ihres Vaters Jakob wieder auf.“ (1. Mose 45,27, NIV).

      Stell dir diesen Moment vor. Der Vater, der einst glaubte, sein Sohn sei tot, entdeckte, dass er am Leben war. Die jahrelange Trauer wurde plötzlich durch Hoffnung und Freude ersetzt.

      Derselbe Mann, der einst sagte, er würde traurig sterben, bereitete sich bald darauf vor, seinen Sohn wiederzusehen.

      Diese Geschichte enthält wichtige Lektionen.

      Erstens ist es normal, zu trauern. Gott versteht, wenn unsere Herzen gebrochen sind.

      Zweitens: Was wir für verloren halten, kann trotzdem Teil von Gottes Plan sein.

      Drittens: Wenn Gott still zu sein scheint, heißt das nicht, dass er uns verlassen hat.

      Viertens: Gott wirkt an Orten, die wir nicht sehen können.

      Während Jakob in Kanaan weinte, stieg Joseph in Ägypten auf. Was wie ein Verlust aussah, war in Wirklichkeit die Vorbereitung für die Rettung.

      Josephs Leben würde später seine ganze Familie in einer Zeit der Hungersnot retten.

      Diese Geschichte zeigt auch auf etwas noch Größeres hin. Joseph war ein geliebter Sohn, der von seinen Brüdern abgelehnt wurde. Man dachte, er sei tot, aber später wurde er zu demjenigen, der viele Menschen rettete.

      In ähnlicher Weise wurde Jesus abgelehnt und man dachte, er sei verloren. Aber Gott hat ihn wieder auferweckt.

      In der Bibel steht: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“ (Lukas 24,6, NIV).

      Was die Menschen für das Ende hielten, wurde zum Anfang der Erlösung.

      Wenn du also gerade eine schmerzhafte Zeit durchmachst, denk an Jakobs Geschichte. Vielleicht hast du das Gefühl, einen blutigen Mantel in den Händen zu halten. Vielleicht glaubst du, dass etwas Wichtiges in deinem Leben für immer verloren ist.

      Verliere nicht die Hoffnung.

      Gott schreibt vielleicht noch das nächste Kapitel deiner Geschichte.

      Derselbe Gott, der Jakob wiederhergestellt hat, kann auch dich wiederherstellen. Derselbe Gott, der Josef aus der Grube in den Palast gehoben hat, kann Trauer in Freude verwandeln.

      Deine Geschichte ist noch nicht zu Ende.

      Die Bibel gibt uns diese Verheißung: „Weinen mag die Nacht dauern, aber am Morgen kommt die Freude.“ (Psalm 30,5, NIV).

      Und wenn der Morgen kommt, wirst du vielleicht feststellen, dass Gott die ganze Zeit über am Werk war.


      by Jule with no comments yet
    • März 9thJosephs Geschichte begann in einer Grube

      Josephs Geschichte fing nicht in einem Palast voller Macht und Ehre an.
      Sie fing in einer dunklen Grube im Boden an.

      Eines Tages war Joseph einfach ein junger Mann, der von seinem Vater sehr geliebt wurde. Er trug einen besonderen Mantel, der zeigte, dass er bevorzugt wurde. Aber am nächsten Tag änderte sich alles. Seine eigenen Brüder wandten sich gegen ihn. Sie rissen ihm den Mantel vom Leib, ignorierten seine Schreie und warfen ihn in eine Grube.

      Hast du dich jemals so gefühlt?
      Hast du jemals Menschen vertraut, nur um dann von ihnen verletzt zu werden?

      Joseph war in diesem Moment allein. Keine Zuschauer. Keine Erklärung. Kein klarer Rettungsplan. Es muss sich angefühlt haben, als wäre sein Leben auseinandergebrochen.

      Doch Gott war nicht abwesend.

      Viele Menschen glauben, dass das Leben leicht wird, wenn Gott dich bevorzugt. Aber Josephs Geschichte zeigt etwas anderes. Manchmal bringt gerade der Segen Gottes Druck, Eifersucht und Missverständnisse von anderen mit sich. Joseph hatte Träume über die Zukunft, die Gott für ihn geplant hatte. Aber diese Träume weckten Wut in den Herzen seiner Brüder.

      In Genesis 37,5 (NIV) heißt es: „Joseph hatte einen Traum, und als er ihn seinen Brüdern erzählte, hassten sie ihn umso mehr.“

      Könnte es sein, dass der Traum, den Gott dir ins Herz gelegt hat, auch Herausforderungen mit sich bringt? Könnte es sein, dass die Schwierigkeiten, mit denen du heute zu kämpfen hast, mit der Berufung zusammenhängen, die Gott für dich morgen bereithält?

      Josephs Leben erinnert uns daran, dass die Grube, das Gefängnis und der Palast keine getrennten Geschichten sind. Sie sind alle Teil derselben Reise. Nichts davon ist zufällig passiert. Jede Etappe hat ihn auf das vorbereitet, was vor ihm lag.

      Die Grube: Wenn Ablehnung wehtut

      Josephs erste schwere Zeit war die Grube. Der Schmerz kam nicht von Fremden. Er kam von seinen eigenen Brüdern.

      Stell dir die Szene vor. Joseph schreit um Hilfe. Seine Brüder sitzen in der Nähe und essen ruhig ihre Mahlzeit, während er leidet.

      In Genesis 37,24 (NIV) heißt es: „Und sie nahmen ihn und warfen ihn in die Zisterne. Die Zisterne war leer; es war kein Wasser darin.“

      Eine der tiefsten Wunden, die wir im Leben erfahren, ist die Ablehnung durch Menschen, die sich um uns kümmern sollten. Wenn sich diejenigen, die uns am nächsten stehen, von uns abwenden, kann es sich so anfühlen, als wäre alles verloren.

      Aber etwas Wichtiges hat sich nicht geändert.

      Die Grube hat Josephs Traum nicht zerstört.

      Menschen können deine Reise verzögern. Sie können dich missverstehen. Sie können sogar dein Herz verletzen. Aber sie können nicht den Plan zunichte machen, den Gott für dein Leben hat.

      Was Gott beginnt, will er auch zu Ende bringen.

      Das Gefängnis: Wenn du dich vergessen fühlst

      Später diente Joseph treu im Haus Potifars. Er arbeitete hart und ehrte Gott in allem, was er tat. Doch selbst dort fand ihn das Unglück. Er wurde zu Unrecht beschuldigt und ins Gefängnis geworfen.

      Hast du jemals das Richtige getan und trotzdem dafür gelitten?

      Joseph hätte wütend werden können. Er hätte aufhören können, sich zu kümmern. Aber stattdessen diente er Gott auch innerhalb der Gefängnismauern weiter.

      In Genesis 39,21 (NIV) heißt es: „Der Herr war mit ihm; er erwies ihm Güte und verschaffte ihm Gunst in den Augen des Gefängniswärters.“

      Selbst im Gefängnis nutzte Joseph die Gabe, die Gott ihm gegeben hatte. Er deutete Träume für andere Gefangene. Als einer von ihnen später wieder eine Position in der Nähe des Pharaos bekam, bat Joseph ihn, sich an ihn zu erinnern.

      Aber er wurde vergessen.

      In Genesis 40,23 (NIV) heißt es: „Der Oberkellner erinnerte sich jedoch nicht an Joseph; er vergaß ihn.“

      Warten kann eine der härtesten Prüfungen des Glaubens sein. Nicht weil wir etwas falsch machen, sondern weil wir es leid sind, zu hoffen.

      Hast du dich jemals gefragt, ob Gott dein Warten sieht?

      Josephs Leben lehrt uns etwas Wichtiges. Während Joseph darauf wartete, dass Gott in seinem Leben handelte, formte Gott auch etwas in ihm.

      Sein Charakter wuchs. Seine Geduld nahm Gestalt an. Sein Glaube vertiefte sich.

      Gott bereitete einen Führer vor.

      Der Palast: Wenn Gott plötzlich handelt

      Dann änderte sich eines Tages alles.

      Der Pharao hatte beunruhigende Träume, die niemand deuten konnte. In diesem Moment erinnerte sich der Mundschenk endlich an Josef. Der Gefangene wurde schnell vor den König gebracht.

      An einem einzigen Tag gelangte Josef vom Gefängnis in den Palast.

      In Genesis 41,14 (NIV) heißt es: „Da ließ der Pharao Joseph rufen, und er wurde schnell aus dem Kerker geholt.“

      Was Jahre des Leidens verborgen hatten, offenbarte Gott plötzlich.

      Joseph deutete die Träume des Pharaos und erklärte, dass eine große Hungersnot bevorstand. Wegen seiner Weisheit beauftragte der Pharao Joseph mit der Vorbereitung des Volkes Ägypten.

      In Genesis 41,41 (NIV) heißt es: „Da sagte der Pharao zu Joseph: ‚Ich setze dich hiermit über das ganze Land Ägypten.‘“

      Denk mal über diesen Moment nach. Ketten wurden durch Autorität ersetzt. Gefängniskleidung wurde gegen königliche Gewänder getauscht.

      Gott hat eine Art, uns still und leise vorzubereiten und dann plötzlich Türen zu öffnen, die wir nie erwartet hätten.

      Aber der schönste Teil von Josephs Geschichte kam später, als er seinen Brüdern gegenüberstand, die ihn einst verraten hatten.

      Er hatte die Macht, sie zu bestrafen. Stattdessen entschied er sich für Vergebung.

      In Genesis 50,20 (NIV) heißt es: „Ihr habt mir Böses gewollt, aber Gott hat es zum Guten gewendet, um das zu erreichen, was jetzt geschieht: die Rettung vieler Menschenleben.“

      Joseph hat etwas Tiefgründiges über Gott verstanden. Gott verschwendet keinen Schmerz. Selbst wenn Menschen mit bösen Absichten handeln, kann Gott das Ergebnis zum Guten wenden.

      Die Lektion für unser Leben

      Vielleicht fühlst du dich heute wie in einer Grube. Vielleicht befindest du dich in einer Phase, die sich wie ein Gefängnis anfühlt. Vielleicht wartest du auf eine Verheißung, die nur langsam eintrifft.

      Denk an diese Wahrheit.

      Gott sieht dich.

      In Psalm 34,18 (NIV) heißt es: „Der Herr ist nah bei denen, die zerbrochenen Herzens sind, und rettet diejenigen, die im Geist zerschlagen sind.“

      Dein jetziger Aufenthaltsort ist nicht dein endgültiges Ziel. Die Schwierigkeiten, mit denen du heute konfrontiert bist, könnten Teil einer größeren Geschichte sein, die Gott schreibt.

      Was dich eigentlich brechen sollte, könnte genau das sein, was dich für deine Zukunft positioniert.

      Die Verzögerung, die du erlebst, ist nicht immer eine Ablehnung. Die Stille, die du empfindest, bedeutet nicht, dass Gott dich verlassen hat. Selbst die schmerzhaften Kapitel können Teil von Gottes Plan werden.

      Halte also an deiner Integrität fest. Nutze weiterhin die Gaben, die Gott dir gegeben hat. Vertraue auf das Timing des Einen, der das Ende von Anfang an sieht.

      Denn wenn Gott dich emporhebt, kann dich niemand mehr zurückdrängen.

      Und die Grube, die einst wie das Ende schien, ist vielleicht nur der Ort, an dem deine wahre Geschichte begann.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 26thTreue, wenn niemand zusieht

      Treue, wenn niemand zusieht

      Lebensgeschichte

      Joseph hatte Träume.
      Große Träume. Von Gott gegebene Träume.

      Aber die Träume wurden zu Verrat.
      Eine Grube. Ein Verkauf. Eine Gefängniszelle.

      Er hat nichts falsch gemacht.
      Und trotzdem verlor er alles, was ihm vertraut war.

      Vergessen von den Menschen, denen er geholfen hatte.
      Zurückgelassen, um im Dunkeln zu warten.
      Doch Joseph blieb treu, wo niemand zusah.

      Und als die Zeit gekommen war, hob Gott ihn in einem Augenblick empor.
      Das Gefängnis wurde zu einem Palast.
      Und das Warten machte endlich Sinn.

      Lebenslektionen

      ⚔️ 1. Gottes Verheißungen beinhalten oft schmerzhafte Prozesse.
      Josephs Träume waren real, aber der Weg dorthin war brutal.
      Vorbereitung sieht oft ganz anders aus als Beförderung.

      ⚔️ 2. Integrität ist am wichtigsten, wenn Gehorsam dich etwas kostet.
      Joseph entschied sich für Gerechtigkeit, obwohl ein Kompromiss einfacher gewesen wäre.
      Charakter wird geformt, wenn keine Belohnung garantiert ist.

      ⚔️ 3. Auch an unsichtbaren Orten treu zu sein, zählt.
      Das Gefängnis schien unsichtbar, aber Gott war da.
      Was du im Verborgenen tust, bereitet dich auf die Sichtbarkeit vor.

      ⚔️ 4. Verzögerung bedeutet nicht Ablehnung.
      Joseph wartete jahrelang ohne Erklärung.
      Aber Gottes Zeitplan verschwendet niemals Treue.

      ⚔️ 5. Gott kann Verrat nutzen, um dich für einen bestimmten Zweck zu positionieren.
      Was andere zum Schaden meinten, nutzte Gott zum Guten. Dein Schmerz kann zur Befreiung eines anderen werden.

      Erkenntnisse

      💕 Treue im Privaten prägt die Autorität in der Öffentlichkeit.
      💕 Gottes Schweigen ist nicht gleichbedeutend mit Gottes Abwesenheit.
      💕 Was wie eine Verzögerung aussieht, kann eine göttliche Vorbereitung sein.

      Prinzip des Tages

      Gott entwickelt den Charakter im Warten, bevor er Einfluss in der Öffentlichkeit freisetzt.

      „Verborgene Treue bereitet dich auf sichtbare Verantwortung vor.”

      „Gott kann den Traum verzögern, um den Menschen zu vertiefen.”

      Diskussionsfragen

      1. Wo fordert Gott dich auf, treu zu bleiben, auch wenn es niemand sieht?
      2. Wie könnte deine aktuelle Wartezeit dich auf zukünftige Verantwortung vorbereiten?

      📖 Genesis 39:21
      📖 Genesis 50:20


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 24thVergebung statt Rache

      💛🔥 Vergebung statt Rache 🔥💛

      Von seinen eigenen Brüdern verraten.
      In eine Grube geworfen.
      Als Sklave verkauft.
      Zu Unrecht beschuldigt.
      Im Gefängnis vergessen.
      Das war die Geschichte von Joseph.

      Wenn jemand das Recht hatte, Rache zu nehmen, dann war es Joseph. Jahre später, als Gott ihn in Ägypten an die Macht brachte, standen genau die Brüder, die ihn verraten hatten, zitternd vor ihm. Er hatte die Macht, sie zu bestrafen.

      Aber statt Rache zu nehmen, entschied er sich für Vergebung.
      Er sagte: „Ihr habt Böses gegen mich im Sinn gehabt, aber Gott hat es zum Guten gewendet.“ (Genesis 50,20)

      Joseph hat etwas Wichtiges verstanden:
      Wenn er an seinem Zorn festhielt, würde das sein Herz mehr gefangen halten als Ketten es jemals könnten.

      Vergebung heißt nicht, dass der Schmerz gering war.
      Es heißt, dass Gott größer ist als der Schmerz.

      💡 Sich für Vergebung zu entscheiden bedeutet:

      • Gott als Richter zu vertrauen.
      • Sich nicht von Bitterkeit beherrschen zu lassen.
      • Zu glauben, dass Gott das, was dich zerstören sollte, zum Guten wenden kann.

      Rache befriedigt das Fleisch für einen Moment.
      Vergebung befreit die Seele für ein ganzes Leben.

      Joseph hat nicht nur Ägypten vor der Hungersnot gerettet – er hat seine Familie vor der Zerstörung bewahrt. Seine Vergebung hat eine Zukunft bewahrt.

      Vielleicht hat dich jemand tief verletzt. Vielleicht fühlt sich die Wunde noch frisch an. Frag dich heute:
      Bleibe ich im Gefängnis der Verbitterung?
      Oder gehe ich in der Freiheit der Vergebung?

      Entscheide dich für Vergebung. Gott kann deinen tiefsten Verrat in dein größtes Zeugnis verwandeln.

      💛🙏✨


      by Jule with no comments yet
    • Jan. 17thEin Traum von Gott – und dann ist alles aus?

      „Wenn der Traum vor dem Verständnis kommt“

      Was tun Sie, wenn Gott Ihnen einen Traum schenkt, den die Menschen um Sie herum nicht verstehen?

      Josef war noch jung, als Gott begann, durch Träume zu ihm zu sprechen. Er wurde von seinem Vater geliebt und teilte ihm seine Visionen ohne Zögern mit. In seinen Träumen beugten sich Sonne, Mond und Sterne vor ihm. In einem anderen Traum standen einige Getreidegarben hoch, während andere sich tief neigten (1. Mose 37,5–9).

      Für Josef fühlten sich diese Träume wie Verheißungen Gottes an. Für seine Brüder klangen sie nach Stolz und Gefahr. Was Josef unschuldig erzählte, weckte Neid. Langsam wuchs der Zorn in ihren Herzen, und aus dem Groll wurde Tat (1. Mose 37,11).

      Seine Brüder nahmen ihm sein Gewand, das Zeichen der Gunst seines Vaters, und warfen ihn in eine Grube (1. Mose 37,23–24). Später verkauften sie ihn als Sklaven und schickten ihn weit weg von zu Hause (1. Mose 37,28).

      Alles, was Josef verlor, schien im Widerspruch zu den Träumen zu stehen, die Gott ihm geschenkt hatte. Er hatte seine Stellung verloren. Sein Komfort war dahin. Seine Zukunft sah ganz anders aus, als Gott sie ihm gezeigt hatte. Doch Gott hatte ihn nicht verlassen.

      Die Heilige Schrift bekräftigt diese Wahrheit immer wieder in Josefs Geschichte. Der Herr war mit ihm
      (1. Mose 39,2). Selbst in der Sklaverei, selbst in der Not, wirkte Gott.

      Der Traum verschwand nicht in der Grube. Er verblasste nicht in der Gefangenschaft. Gott formte Josef in Zeiten, die er noch nicht verstehen konnte.

      Manchmal lässt Gott Ablehnung zu. Manchmal führt der Weg zur Erfüllung über Missverständnisse, Verluste und Wartezeiten. Doch Verzögerungen heben ein Versprechen nicht auf. Und Widerstand kann Gottes Vorhaben nicht aufhalten.

      Wenn Gott einen Traum schenkt, trägt er ihn auch. Selbst wenn andere nicht bereit sind, ihn zu hören. Selbst wenn dein Leben ganz anders aussieht als das Versprechen. Gott ist treu und vollendet, was er begonnen hat (1. Mose 50,20).


      by Jule with 1 comment
    • Jan. 20thMöchtest du mit Jakob tauschen?

      Heute lesen wir das 1. Buch Mose zu Ende
      Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag

      Jehova lässt Jakob sehen, was in Zukunft passiert

      Joseph hatte ein gutes und erfülltes Leben


      by Jule with 1 comment
    • Nov. 1stJoseph hatte ein gutes und erfülltes Leben

      Diesen Sonntag und bereits in der Woche haben wir uns mit 1. Mose Kapitel 49 und 50 beschäftigt. Jakob und seine ganze Familie sind inzwischen in Ägypten, die Hungersnot ist vorbei und das Volk bleibt dennoch – weil Gott Abraham voraussagte, dass das Volk 400 Jahre in Fremdlingsschaft leben und dass Joseph seinem Vater die Augen zudrücken würde (Kapitel 15:13-16 und 46:4).

      Beim letzten Mal haben wir gelesen, dass Jakob die beiden Söhne von Joseph adoptiert hat und es dennoch nur 12 Stämme sind, da die beiden an Josephs statt sind und der Stamm Levi keine eigene Landzuteilung bekommen wird. Dann hatte Jakob Ephraim und Manasse gesegnet, er war zuversichtlich, denn Gott hatte ihn sehen lassen, was in Zukunft geschehen würde.

      Nun geht es weiter mit Kapitel 49 – hier lesen wir davon, wie Jakob den Rest seiner Söhne segnet.

      Aber warum steht das in der Bibel? Warum ist das für uns heute noch wichtig, besonders da wir selbst keine Juden sind und nicht von einem der Stämme abstammen. Warum ist das auch für uns heute von Wert?

      Die Söhne von Lea

      Als erstes wollen wir festhalten, dass Jakob zuerst die Söhne segnet, die er von seiner Frau Lea hatte und Ruben war der Erstgeborenen von Jakob. Eigentlich hätte ihm das Erstgeburtsrecht und somit ein ganz besonderer Segen zugestanden. Wir lesen ihn in den Versen 3 bis 4. Aber kann man das überhaupt einen Segen nennen? Warum kriegt Ruben Ärger?

      In Vers 4 lesen wir, dass er „das Bett seines bestiegen“ hat. Er hatte also mit einer der Nebenfrauen seines Vaters geschlafen. Wann und wie?

      Wir erinnern uns zurück: Jakob ist mit seiner Familie mehr oder weniger auf der Flucht, weil Simeon und Levi eine ganze Stadt ausgerottet hatten. Wir kommen nachher noch mal darauf zurück. Auf dem Weg bekommt Rahel ihren zweiten Sohn, Benjamin, und stirbt dann (Kapitel 35). Der Vater ist in Trauer über die geliebte Frau – denn immerhin war sie ja seine Lieblingsfrau gewesen, diejenige, die er eigentlich heiraten wollte und diejenige, mit der er sein Leben verbringen wollte und die Ewigkeit. Die anderen Frauen waren ihm ja mehr oder weniger aufgedrückt worden.

      Rahel ist also gerade erst gestorben, da macht sich der Erstgeborenen über ihre Magd her (Kapitel 35:22). Wir lesen nicht, ob und wie Jakob darauf reagiert hatte, aber nun sagt er seine Meinung dazu und zwar recht deutlich. Wer die Bibel kennt, weiss, dass der Stamm Ruben in der Geschichte des Volkes Israel eine untergeordnete Rolle spielt.

      Nun wendet sich der Vater Simon und Levi zu. Noch hängen die Erinnerungen an Rahels Tod im Raum, da Ruben direkt danach seinen Vater gedemütigt hatte. Auch diese beiden werden abgestraft. Wissen wir, warum?

      Warum war Rahel denn eigentlich gestorben? Es ging ja darum, dass sie sich deshalb schnell von Sichem entfernten, da Jakob fürchtete, dass die umliegenden Städten sich dafür rächen würden, dass seine Söhne die Stadt Sichem platt gemacht hatten. In seinen Augen waren sie also mit verantwortlich für den frühen Tod der geliebten Frau. Aus diesem Grund erhalten auch diese Beiden keinen besonderen Segen von Jakob (Kapitel 49:5-7).

      Nun kommt Juda dran, wir lesen seinen Segen in den Versen 8-12.

      Von Juda wissen wir, dass aus ihm der verheißene Same hervorgehen wird. Aber woher wissen wir das eigentlich?

      „Nicht weichen wird das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen hinweg, bis Schilo kommt, und ihm werden die Völker gehorchen.“
      ‭‭1. Mose‬ ‭49:10‬ ‭ELB‬‬

      Ein Zepter gehört zu einem König. Wer war denn der 1. König aus dem Stamm Juda? Es war König David, von dem wir wissen, dass er ein Vorfahr des Messias war, die Linie ging über ihn an Salomo weiter usw… Ab David waren alle Könige Israels und vom 2-Stämme-Reich aus dem Stamm Juda.

      Hier im Segen wird gesagt, dass der Stamm Juda solange regieren sollte, „bis Schilo kommt“ (Vers 10). Aber wer oder was ist denn Schilo?

      In der Fußnote wird gesagt, es sei „der Ruhebringende, der Friedenschaffende“. In Hesekiel lesen wir dazu: „bis der kommt, dem das Recht gehört“ (Hesekiel 21:31-32). Dies ist jesus Christus❣️

      Hier wird Juda also bereits vorher gesagt, dass aus seiner Linie der Messias hervorgehen würde, von dem wir das erste mal in 1. Mose 3:15 gelesen haben, ein Gedanke, der den Israeliten nicht fremd war, denn bereits Eva dachte, sie habe diesen Samen hervor gebracht, als sie Kain geboren hatte und Abraham, Isaak und Jakob wurde von Jehova gesagt, dass der Messias aus ihrer Linie kommen würde. Nun ging diese Erbfolge, dieses Vorrecht, also auf Juda über.

      Aber das ist noch nicht alles, denn ihm wird auch materieller Wohlstand vorher gesagt, unter anderem dadurch, dass er „sein Eselfüllen an seinem Weinstock anbinden würde“. Wir können uns vorstellen, was so ein störrisches Tier mit einem nicht ganz so stabilen Weinstock anstellen könnte. Man würde es nur dann dort anbinden, wenn man mehr hätte, als man verbrauchen könnte.

      Ein Eselfüllen? Moment mal, war da nicht was? Wer ritt nochmal auf einem Eselfüllen in Jerusalem ein? Das war Jesus Christus, er ritt einen Tag bevor er getötet wurde mit einem solchen Tier in die Hauptstadt ein, er ließ es extra besorgen, damit sich Sacharja 9:9 erfüllen würde (Matthäus 21:1-5).

      Ein weiterer Anhaltspunkt für den künftigen Überfluss vom Stamm Juda finden wir in 1. Mose 49:10-12. Denn wer wäscht schon seine Klamotten im Wein?

      In Vers 11 lesen wir, dass er „im Blute der Trauben sein Gewand“ wäscht. Auch diese Formulierung erinnert uns an Jesus. Wir lesen ja im ersten Kurs am Donnerstag gemeinsam die Offenbarung und hier finden wir eine ähnliche Formulierung im Zusammenhang mit Jesus Christus: In Offenbarung lesen wir von einem Weissen Reiter:

      „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, genannt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupte sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt, als nur er selbst; und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewande, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. Und die Kriegsheere, die in dem Himmel sind, folgten ihm auf weißen Pferden, angetan mit weißer, reiner Leinwand. Und aus seinem Munde geht hervor ein scharfes, zweischneidiges Schwert, auf daß er damit die Nationen schlage; und er wird sie weiden mit eiserner Rute, und er tritt die Kelter des Weines des Grimmes des Zornes Gottes, des Allmächtigen.“
      ‭‭Offenbarung‬ ‭19:11-15‬ ‭ELB

      Hier finden wir auch den Gedanken von den rotglühenden Augen wieder, von denen Jakob hier in Kapitel 49 redet.

      Hierbei wollen wir es dann belassen, wir gehen nicht näher auf die Segen für die anderen Söhne ein. Diese drei reichen für uns für den Anfang, um zu erkennen, warum es so wichtig ist, die Bibel im Zusammenhang zu lesen und das Alte und das Neue Testament zu kennen ?

      Nachdem Jakob seine Söhne gesegnet hat, stirbt Jakob. Wie? Stirbt er voller Zorn oder Schmerzen?

      Nein, Jakob stirbt in Frieden. Gott hatte ihm gezeigt, was aus seinen Kindern werden würde, er hatte sogar einiges über den kommenden Messias gesehen, der aus seiner Linie abstammen würde. Er hatte Frieden, sagte im gewissen Sinne: „Vater-jetzt in deine Hände“

      Aber bevor er die Augen für immer schließt, legt er fest, wo er bestattet werden möchte.

      Warum ist ihm das mit dem Familiengrab so wichtig?

      Erinnern wir uns, warum Abraham das Feld von dem Hethiter gekauft hatte? Warum hatte er seine Frau Sara dort bestattet? Warum bestattete Isaak Rebekka dort und lag später mit ihr in dieser Höhle? Warum ließ Jakob später Lea dort bestatten?

      Es geht hier immer wieder um die Auferstehung: Jehova hatte Abraham das verheißene Land zugesagt, ihm und seinen Nachkommen, aber auch, dass sie erst mal 400 Jahre in einem fremden Land bedrückt würden (siehe den Anfang dieser Zusammenfassung). Er wollte später dort auferstehen, wo er auch Leben würde, daher kaufte bereits Abraham dieses Familiengrab und die ganzen Patriarchen wurden dort mit ihren Frauen bestattet. Daher möchte Jakob ebenfalls dorthin gebracht werden.

      Weiter geht es Kapitel 50:

      Vorbereitungen

      Nachdem Jakob gestorben ist, wird er dem Brauch nach 40 Tage einbalsamiert und 70 Tage lang betrauert. Dann geht es auf zur Höhle von Machpela ins Verheißene Land, wo sich das Familiengrab befindet.

      Warum wird 70 Tage lang um ihn getrauert, selbst von den Ägyptern? Er wurde betrauert wie ein König.

      In Vers 11 lesen wir, dass sie „jenseits des Jordan“ trauerten, das weist darauf hin, dass sie einen riesigen Umweg gemacht haben müssen – ebenso wie es später die Israeliten tun, als sie aus Ägypten ausziehen. Sie haben scheinbar genau den selben Weg genommen.

      Aber warum weint Joseph? Glaubte er denn nicht an die Auferstehung?

      Bei mir kam gleich die Erinnerung an Jesus, der ebenfalls in Tränen ausbrach, weil sein Freund Lazarus tot war – und das, obwohl er wusste, dass er ihn gleich wieder auferwecken würde. Es ist einfach sehr schmerzlich, wenn ein naher Angehöriger oder Freund stirbt, denn jetzt im Moment fehlt er uns.

      Von Joseph lesen wir sowieso öfters, dass er weint, auch wenn er ein starker und mächtiger Mann ist. Aber er hat eben auch Gefühle, deswegen ist er nicht gleich ein Weichei oder Warmduscher. Wie gesagt: selbst Jesus weinte…

      Nachdem sie den Vater bestattet haben, kommen die Brüder mit einer Bitte an ihn heran. Sie haben Angst, dass Joseph nicht vergessen hat, was sie ihm angetan hatten und sich nun an ihnen rächen will (Vers 15).

      Wie reagiert er darauf?

      Joseph hatte Ihnen längst vergeben. Warum konnte er das tun? Er sah alles als Gottes Plan an, wir lesen es in Vers 19. Er hatte sie während der Hungersnot mit Nahrung versorgt und würde es auch weiterhin tun.

      Trotzdem ist Joseph der 1. von den 12 Söhnen, der stirbt, obwohl er der Zweitjüngste von ihnen ist. Er wird nur 110 Jahre alt (Vers 26). Aber er sah seine Nachkommen noch bis ins 3. Glied, er sah also noch seine Urenkel (Vers 23). Auch Manasse hat später noch Nachkommen, nur hat Joseph sie nicht mehr gesehen.

      Später gibt Joseph seinen Brüdern Anweisungen, was sie nach seinem Tod tun sollten: auch er wollte in der Höhle von Machpela – im Familiengrab – begraben werden. Allerdings nicht sofort (Vers 25). Er sagt sinngemäß zu ihnen: „Ich weiss, dass Gott euch aus Ägypten herausführen wird und ihr nach Kanaan ziehen werdet. Wenn es soweit ist, dann nehmt mich mit“ (frei nach Pape).

      Wir lesen weiter, dass sie ihn „in eine Lade legen“, also müssen sie später beim Auszug aus Ägypten einen Sarkopharg mitnehmen. Leider haben wir bei keinem der bisher gesehenen Filme dazu beobachtet, dass sie einen dabei hatten?. Aber sie haben ihn trotzdem mitgenommen

      Hier endet die Geschichte von Jakob und Joseph. Wissen wir, wie viele Jahre zwischen seinem Tod und dem 2. Buch Mose liegen? Wir wissen, dass sie 400 Jahre in Fremdlingsschaft leben sollten, einige Gelehrte gehen davon aus, dass diese bereits mit der Geburt von Isaaks beginnen. Aber selbst wenn, so liegen immer noch mehr als 200 Jahre zwischen diesen beiden Büchern.

      Das Bibelbuch Hiob

      Das, was wir im Bibelbuch Hiob lesen, ist irgendwann in der Zwischenzeit passiert. Daher lesen wir dies erst, bevor es für uns mit dem 2. Buch Mose weiter geht. So ist es für uns auch nachher viel greifbarer, dass viel Zeit dazwischen ist und nicht Mose fast direkt nach Joseph geboren wird?

      Die Israeliten befinden sich also auch weiterhin in Ägypten, abgeschieden im Land Gosen. Scheinbar ist unter ihnen keiner so gottesfürchtig, dass er Gott besonders auffällt. Hier beginnt dann in der kommenden Woche das Bibelbuch Hiob. Wir lesen die ersten beiden Kapitel und sind gespannt, inwiefern hier der Gedanke weiter geführt wird, den wir bereits bei der Geschichte mit Joseph hatten.

      Es bleibt also weiterhin spannend….


      by Jule with no comments yet
    • Apr. 23rdSaras Begräbnis und die Auferstehung

      Am Sonntag waren wir überrascht, wieviel wir aus dem Kapitel 23 herausholen können, wo es doch eigentlich „nur“ um Saras Tod und Begräbnis geht und wie es uns heute betrifft – wieder Thema „Auferstehung“.

      Auf jeden Fall wissen wir, dass zwischen der Opferung Isaaks und Saras Tod viele Jahre liegen. Darauf weisen auch die letzten Verse von Kapitel 22 hin. In den Versen 20 bis 24 lesen wir von weiteren Verwandten Abrahams. Hier lesen wir das erste Mal von Rebekka und inwiefern sie mit Abraham und somit mit ihrem späteren Mann Isaak verwandt ist (Vers 23). Ebenso erfahren wir hier, dass Abraham noch eine Nebenfrau hatte, mit der er auch Söhne hatte (Vers 24).

      Wie bereits erwähnt, beschäftigt sich das ganze Kapitel 23 mit dem Tod von Sara und deren Begräbnis. Als erstes stellt sich die Frage, warum sich ein ganzes Kapitel in der Bibel mit einer Toten beschäftigt. Was ist daran so interessant und besonders: warum sollte es uns heute interessieren?

      Abraham befindet sich immer noch auf Reisen. Als er Ur verließ, war er 75 Jahre alt, jetzt, beim Tod seiner Frau ist er 137 – also seit 62 Jahren unterwegs. Sein Vater starb in Haran und ist auch dort begraben. Wieso begräbt er seine Frau nicht dort, wo sein Vater liegt? Wo genau liegt Hebron (Vers 2) und warum will er sie unbedingt dort begraben?

      Hebron liegt „im Land Kanaan“ und somit in dem Land, das Jehova Abraham und seinen Nachkommen versprochen hat, im sogenannten „verheißenen Land“. Abraham vertraut auf das Versprechen Jehovas, dass ihm dieses Land eines Tages gehören würde. Heute, mit seinen 137 Jahren, gehört ihm überhaupt nichts in diesem Land. Er ist auch nach 62 Jahren nach wie vor ein „zeitweilig Ansässiger“, der in Zelten wohnt (Hebräer 11:13). Aber er wußte, dass ihm und seinen Nachkommen irgendwann dieses Land gehören würde.

      Im letzten Kapitel hatten wir gelesen, dass Abraham, bevor er mit Isaak auf den Berg ging, um diesen zu opfern, zu seinen Bediensteten sagte, dass beide wieder zurück kommen würden. Er war davon überzeugt, dass Gott ihn, nachdem er ihn getötet und verbrannt hätte, wieder zum Leben bringen würde. Da, wo er war. Daher würden sie beide auch wieder zurück kommen (1. Mose 22:5).

      Abraham glaubte an die Auferstehung. Da, wo man begraben ist, würde man auch wieder zum Leben kommen. Darum ist es ihm wichtig, Sara dort zu begraben, wo sie nach ihrer Auferstehung leben würden – im verheißenen Land.

      Warum diese endlosen Verhandlungen?

      Das war in der Kultur und zu der Zeit normal. Wer schon mal auf einem richtigen Basar war, der weiß, dass von einem erwartet wird, zu verhandeln. Der Verkäufer nennt einen völlig überzogenen Preis und der Käufer einen extrem niedrigen. Dann kommen sie sich bei langen Verhandlungen Schritt für Schritt entgegen und treffen sich meist auf der Mitte.

      Aber Abraham verhandelt nicht, er erkennt den völlig überzogenen Preis an, ebenso wie später König David, als es darum geht, eine Tenne zu erwerben, auf der später der Tempel gebaut werden sollte (2. Samuel 24).

      Abraham wie auch David war es das wert. Das Geld stand bei Ihnen nicht im Vordergrund…

      An welche Auferstehung glaubte Abraham?

      Dachte er, dass Sara und auch er nach seinem Tod in den Himmel kommen würden? Dachte er, sie würden als Engel oder Geistwesen wiederkommen oder an was für eine Auferstehung glaubte er?

      Abraham glaubte nicht an eine Auferstehung im Himmel, sondern dort, wo es ihm Gott versprochen hat („dir und deinen Nachkommen will ich das Land geben“). Um dort wieder zu kommen, war ihm kein Preis zu hoch! In Johannes 11:23-26 lesen wir, dass die Juden an die Auferstehung glauben, denn bei dem Gespräch zwischen Jesus und Maria geht es nicht um eine Auferstehung im Himmel, sondern „am letzten Tage“.

      Dass wir nicht als Geistwesen im Himmel auferstehen werden, haben wir letzte Woche gesehen: Abraham war bereit gewesen, seinem Sohn zu opfern, der zu dem Zeitpunkt noch keine Kinder hatte und durch den sich alle Nationen segnen sollten. Wenn wir mit einem geistigen oder veränderten Körper auferstehen würden – wie hätte Isaak dann noch Nachkommen hervorbringen können?

      Kennen wir den Unterschied zwischen den Gräbern auf einem jüdischen Friedhof und auf einem „normalen“? Abgesehen davon, dass es dort keinen Blumenschmuck gibt, sondern man kleine Steine auf den Grabstein legt, werden diese Gräber niemals eingeebnet. Auf unseren Friedhöfen werden die nach einer gewissen Zeit plattgemacht. Warum dieser Unterschied? Weil die Juden glauben, dass man dort auferstehen wird, wo man begraben ist.

      Aus diesem Grund wollte Abraham ein eigenes Stück Land haben. Es sollte nie eingeebnet werden und da sollte auch kein Haus drauf gebaut werden. Darum war ihm kein Preis zu hoch.

      Gab es bereits andere Auferstehungen?

      Die einzige war Jesus. Wir haben zwar in Johannes 11 von der Auferstehung Lazuarus‘ gelesen, aber der war ja nur für kurze Zeit auferweckt worden. Er musste wie alle anderen letztendlich doch sterben. Die endgültige Auferstehung kommt erst noch und wie die Juden glauben wir daran, dass dies hier auf der Erde sein wird ?

      Nun sind wir wieder bei der Frage vom Anfang: warum so viele Verse über das Begräbnis einer Toten?

      Weil es den Glauben Abrahams beweist, dass Sara irgendwann wieder auf der Erde leben wird. Er glaubte das nicht nur – er sorgte vor! Dieses Grab wird das Familiengrab werden für Abraham und seine Verwandtschaft. Jakob verfügt später in Ägypten, dass seine Gebeine im Familiengrab beigesetzt werden und auch Joseph verfügte, dass seine Gebeine mitgenommen werden, wenn sie wieder in das Verheißene Land ziehen (1. Mose 50:5, 24-25).

      Nicht durch Gewalt oder Betrug – Abraham hat diese Stelle für viel Geld gekauft.

      Heute haben wir gesehen, dass sich das Thema „Auferstehung“ durch die ganze Bibel zieht. Letzte Woche, als es darum ging, den geliebten Sohn zu opfern und diese Woche, wo es um die Vorkehrungen von Saras Begräbnis geht.

      Isaak ist 37 Jahre alt, als seine Mutter Sara stirbt. Sie war 90 bei seiner Geburt und 127 als sie stirbt. Behalten wir dies im Sinn, wenn wir am kommenden Sonntag Kapitel 24 lesen, wo Abraham für ihn eine Frau sucht

      Es bleibt auch weiterhin spannend ?


      by Jule with no comments yet

      Good Old Fashioned Hand Written Code by Eric J. Schwarz

        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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